Fashion Sale Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Sport & Outdoor calendarGirl Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More sommer2016 HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego NYNY

Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen95
4,2 von 5 Sternen
Preis:449,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 12. Mai 2012
Nach gut 2 Jahren Nutzung des Nikon 50mm f1.8 D (ohne AF-S) an einer D300s störte das streckenweise sehr unschöne Bokeh.

Das AF-S 50mm f1.4 bringt hier sichtbare Verbesserungen.
Das Bokeh ist bei Blenden zwischen 1.8 bis 3.2 deutlich besser. Ab Blende 4 sind die Unterschiede nur noch gering.
Die eingestellten Bilder verdeutlichen es.

Die Gesamtschärfe soll laut dpreview-Tests bei f5.6 bis 8 ebenfalls einen Tick höher sein, insbesondere an Vollformat-Kameras.
Dieser Aspekt spielt für mich bisher nur eine untergeordnete Rolle.

Wer einen Wow-Effekt von diesem Wechsel erwartet, könnte enttäuscht werden.

Der Zugewinn liegt in einem sehr schmalen Bereich und ist idR. nur an Details erkennbar. Andererseits sind bestimmte Bilder und Effekte im DX-Format nur mit einem Objektiv wie diesem möglich.
Das mögliche Mehr wird mit teilweise deutlicher sichtbaren CA erkauft (Farbsäume an sehr kontrastreichen Bildübergängen im unscharfen Bereich). Was wiederum kein Produktmangel ist, sondern ein physikalisches Problem bei lichtstarken Objektiven. Gut dargestellt im Vergleich wird dies zB. bei Photozone und dpreview.

Der hier manchmal kritisierte langsame Autofokus erschien im direkten Vergleich mit dem bisherigen Objektiv zunächst erschreckend.
Er fällt beim Fotografieren aber nur auf, wenn vom Nahbereich auf unendlich fokussiert werden soll. Und auch das geht schnell genug.
Im Bereich üblicher Distanzen zu einem ausgesuchten Motiv stört es mich nicht.

Auffallend gut ist die manuelle Fokussierung.
Der Ring bietet einen angenehmen Widerstand, hat kein Spiel und einen vergleichsweise großen Einstellbereich.
Die hohe Lichtstärke lässt auch bei wenig Licht viel erkennen.

Fazit
Verbesserungen bei sehr großen Blendenöffnungen sind erkennbar, aber auch mehr CA in bestimmten Situationen.
Auch wenn der Wow-Effekt ausgeblieben ist, werde ich das Objektiv behalten. Es macht das, was ich erwartet habe (siehe eingestellte Bilder).
Vielleicht ist das AF-S 50mm f1.8 für den, der weniger Wert auf Bokeh legt, ein guter Kompromiss.
review image review image review image review image review image
0Kommentar|34 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Wer sich für das DX-Format entschieden hat bzw. AUCH DX fotografiert, sollte sich dieses Objektiv zulegen. Bekanntlich ist das Gestalten mit der selektiven Schärfe mit dem gegenüber dem Kleinbild- oder FX-Format kleineren DX-Sensor deutlich schwerer, weil die Tiefenschärfe bei DX bei gleichem Bildwinkel und gleicher Blende gegenüber den großflächigeren Formaten sichtbar größer ist. Also muß eine hochlichtstarke Optik her, um mehr Gestaltungsspielraum zu erhalten. Gegenüber dem beliebten, weil preisgünstigen 1,8/35G sind die Gestaltungsmöglichkeiten mit dem 1,4/50 wegen der längeren Brennweite und der höheren Lichtstärke wesentlich besser, zumal die Optik bei offener Blende über ein sehr schönes Bokeh verfügt, das iVm der fast unmerklichen Verdichtung der Perspektive infolge der leicht verlängerten Brennweite (umgerechnet 75 mm/KB) einen sehr harmonischen Bildeindruck erzeugt.

Zur technischen Seite: Die Optik macht einen ausgezeichnet verarbeiteten Eindruck, auch wenn das Gehäuse aus Kunststoff besteht. Es wackelt und klappert nichts im Gegensatz zu einigen früheren Nikonlinsen mit Kunststoffgehäuse. Der AF ist nicht sehr schnell, aber das sorgt iVm der hohen Lichtstärke auch für eine ausgezeichnete Einstellgenauigkeit des AF angesichts der hauchdünnen Schärfenzone bei Offenblende. Gegenüber meinem von der Haptik sehr schönen (Metallgehäuse!) und im mittleren Blendenbereich rasiermesserscharfen 1,4/50 AiS ist das neue G-Objektiv bei Blenden 1,4 und 2 um Längen besser. Letzteres kann bedenkenlos bei bildmäßigen Sujets mit Offenblende eingesetzt werden (für das Abfotografieren von "Zeitungsseiten" ist das 2,8/60 Micro zuständig). Auch ist der mehrfach in Rezensionen gelesene Vergleich mit dem lichtschwächeren AF 1,8/50(D) unglücklich, welches - vernünftige optische Konstruktion vorausgesetzt - zwangsläufig bei Offenblende etwas besser sein muß - aber das 1,8er ist allenfalls noch einen "Hauch" besser! Insofern ist das neue 1,4/50G von der Verarbeitung und der Abbildungsleistung - dazu zählt auch die Farbdarstellung - rundherum gelungen. Bei Blende 1,4 und gegen einen hellen Hintergrund fotografiert, kann man chromatische Aberrationen sehen. Ich kenne aber kein hochlichtstarkes Objektiv, bei dem das nicht so wäre.

Ein kleines Ärgernis bei dem 50G war für mich zunächst das in "Nikkor-Kreisen" ungewöhnliche 58er Frontgewinde. Ein in der Grabbelkiste gefundener 58/62er Filterübergangsring half jedoch zu einer Adaption auf das bei Nikkoren gängige Frontgewinde von 62mm, für das in den Beständen vieler Nikon-Fotografen reichlich Vorsätze vorhanden sind. Das Angenehme und Ungewöhnliche dabei ist, daß die mitgelieferte Bajonettsonnenblende sich auch über ein 62er Filter oder filterähnlichen Vorsatz abnehmen bzw. aufstecken lässt. Daher lassen sich mit dem Objektiv auch ordentliche (bildmäßige!) Nahaufnahmen machen, wenn man nämlich den sehr schönen Nikon Vorsatzachromaten 6T (62mm - m.W. nicht mehr lieferbar, aber gebraucht zu kaufen) aufschraubt und damit auf Fototouren, bei denen es nicht in erster Linie um Nahaufnahmen geht, das Micro-Nikkor zu Hause lassen kann.

Weiterhin ist das 1,4/50G bei Verwendung im DX-Format ein bezahlbares, lichtstarkes und leichtes Porträtobjektiv im Vergleich zum teuren Klotz 1,4/85D für das Vollformat.

Fazit: Für mich ist das 1,4/50G ein sehr schönes und - gerade für das DX-Format - uneingeschränkt empfehlenswertes Objektiv!

Nachsatz zur Verwendung an FX-Kameras: An der D800 zeigt sich ebenfalls deutlich, daß dieses 1,4/50G von der Abbildungsleistung das beste 1,4/50 ist, das Nikon jemals auf den Markt gebracht hat. Es hat bei Blenden 1,4 und 2 einen geringfügigen Kontrast- und Schärfeabfall, aber selbst die Ränder und Ecken weisen noch eine gute Schärfeleistung auf. Darüber hinaus ist es ohne Fehl und Tadel. Hier zeigt sich, daß bei gleichen Blenden und bildmäßiger Betrachtung das 1,8/50G nicht besser ist - ich betone nochmals: Bei "bildmäßiger" Betrachtung und nicht bei Pixelpeeperei der alleräußersten Ecken! Anderslautende Berichte entstammen wohl eher dem Wunschdenken, daß es spannender ist, wenn David Goliath schlägt! Zudem hat das 1,4er das weichere Bokeh für sich, wobei dieses bei f2 deutlich harmonischer als bei f1,4 abschneidet.
44 Kommentare|138 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Dezember 2010
Ich hatte mir vor ca. 3 Jahren meine erste Spiegelreflexkamera gekauft und suchte eine lichtstarke Ergänzung. Ich wollte v.a. Personen bei wenig Licht stimmungsvoll in Szene setzen - ohne Blitz. Schließlich ist Freistellung bzw. das Spielen mit Schärfe/Unschärfe für viele (und so auch mich damals) der Hauptgrund, sich eine "bessere" Kamera zu kaufen. Die Freistellung eines Objektes vor dem Hintegrund kann man durch viele Faktoren beeinflussen: Offene Blende, geringer Abstand zum Motiv, großer Abstand zum Hintergrund, lange Brennweite, großer Kamerasensor. Das Nikkor AF-S 50mm 1:1,4G bringt eine große Blendenöffnung (1,4) und die Normalbrennweite von 50mm mit.

ALS PORTRAIT-OBJEKTIV?
Ein 50mm-Objektiv mit maximaler Blendenöffnung von 1:1,4 verhält sich am DX-Sensor ca. wie ein 75mm-Objektiv bei Blende 2 am FX-Sensor. Folglich ergibt sich daraus ein passable kurzes Portrait-Objektiv. Wer jedoch mal ein Portrait bei 70mm aufwärts geschossen hat, weiß um die Bildwirkung höherer Brennweiten und dass es eben doch einen erheblichen Unterschied.

ALS IMMERDRAUF?
Das 50mm ist recht kompakt und lädt daher eigentlich dazu ein, es auf der Kamera zu lassen. Für "Street"-Fotos finde ich die Brennweite ganz gut, auf Parties mit o.g. Einschränkungen als unauffälliges Portraitobjektiv auch zu gebrauchen. Einen ganzen Urlaub damit? Jein. 50mm am Crop ist und bleibt speziell - ich bin damit schon des öfteren durch München gezogen. Die Bilder waren stets Ausschnitte des Geschehens, Details. Klassische Street-Motive sind möglich, aber oft fehlt der Kontext.

BILDQUALITÄT
Offenblende ist eigentlich kaum zu gebrauchen. Bei Blende 1,4 ist es zumindest bei meinem Exemplar schwierig, etwas (so klein der Schärfebereich auch sein mag) scharf/kopntrastreich zu bekommen. Richtig gut liefert das Nikkor ab ca. Blende 2 ab. Da ist es aber dann auch richtig gut zu gebrauchen: Toller = cremiger Unschärfebereich, hoher Kontrast, keine erwähnenswerte Vignette, schöne Farben! Speziell bei offener Blende fallen mit lila und grüne Farbsäume an den Kontrastkanten auf, aber bei 1,4 bin ich eh nicht oft unterwegs. Insgesamt ist die Bildqualtität hervorragend nach dem Abblenden. Logischerweise kann ich keine Aussage über die Leistung an FX treffen.

FAZIT
Das Nikon 50mm f1,4 ist an DX weder Fisch noch Fleisch. Für unaufdringliche Portraits (ab der Brust) ist es super geeignet, z.T. auch für Street. Es ist klein, relativ leicht, aber toll verarbeitet. Durch Blende 1,4 landet man bei praktikablen Blenden von ca. 1,8-2, was seeehr viel Licht einfängt. Mir gefallen die Bilder aus dem 50mm durchweg besser als die aus meinem 35mm DX 1,8 - das liegt zum einen an der Brennweite (ich mag 50mm einfach), aber auch am Bokeh und den Kontrasten. Ein 50mm an DX ist sicherlich nichts für jedermann (obwohl einem das immer vorgebetet wird), allerdings gelingen zumindest mir damit spannendere Bilder als mit meinem 35mm. Der engere Bildausschnitt ist dabei zwar eine Herausforderung, aber sicherlich die Mühe (Fußzoom) wert. Die Bilder sind kontrastreich, scharf und das Bokeh wunderschön.

ALTERNATIVE
Die gab es für mich damals nicht. Denn das 50mm AF-S 1,8 war noch nicht erschienen und das AF-D hatte keinen Autofokus an meiner D3100. Heute würde ich blind zum AF-S 50mm 1,8 greifen. Die 2/3 Blende ist verschmerzbar bei rund 200,- günstigerem Preis und ansonsten ähnlicher Leistung.

Update 2016: An FX (+ Vergleich zum AF-S 50mm 1.8G)
Mittlerweile kommt das 50mm 1.4G an zwei FX Bodies zum Einsatz (D750 und D610). Hier fungiert es natürlich als Standard (damals 35mm 1.8 an DX). Von der Brennweite abgesehen, fällt v.a. auf, wie schwach das Objektiv im Vergleich zum AF-S 50mm 1.8G abschneidet. Das 1.4G ist bei Blende 2 (also einmal komplett abgeblendet) gerade mal so scharf wie das 50mm 1.8G bei Blende 1.8, also offen! Bei allen Blenden bis ca. 5,6 sieht das 1.8G immer schärfer/kontrastreicher aus. Durch die 9 Blendenlamellen (statt 7 beim 1.8G) wirkt das Bokeh des 1.4G etwas (!) cremiger, aber nicht dramatisch besser. Das 1.4G verzerrt zudem für eine Festbrennweite ungewöhnlich stark (ist aber schnell korrigiert in Lightroom). Dazu ist es schwerer und etwas größer als das 1.8G - und fast doppelt so teuer. Heute würde ich vom Kauf klar abraten und immer das 50mm 1.8G empfehlen, egal ob DX oder FX.
77 Kommentare|55 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. März 2009
Ich nutze das Objektiv an meiner D700 und es macht unendlich viel Freude mit diesem Objektiv zu fotografieren. Natürlich ist eine offene Blende gleichbedeutend mit einer sehr pointierten Schärfe mit Unschärfen (Bokeh) im Hintergrund: Das Ergebnis ist dabei sehr gut und das Bokeh ist sehr natürlich. Trotz der ausgesprochen guten ISO Optionen der D700 muss keine Veränderung vorgenommen werden, die Lichtstärke des Objektives ist super. Allen kreativen Fotografen wünsche ich viel Spaß mit diesem Nikkor...!!
0Kommentar|57 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. April 2015
Wie bei anderen Objektiven die ich rezensiert habe, kann ich auch dieses nicht in drei Sätzen beurteilen. Wem das Lesen also zu mühselig ist, der sollte sich mit den Rezensionen wie "Alles Bestens" begnügen.
Das AF-S 50 1/1,4 G ist nun das sechste Nikon Objektiv in meinem Fotorucksack und neben dem AF-S DX 35 1/1,8 G, mit dem ich es auch vergleichen möchte, und dem AF-S DX 85 Makro meine dritte Festbrennweite. Ich Fotografiere mit der D5300 die einen 24 MP APS-C Sensor hat, somit entspricht die Brennweite 75mm an meiner Kamera. Das ist ein durchaus interessanter Bildwinkel für viele Anwendungen, denn das Motiv entspricht im Sucher der Größe, wie man es selbst wahrnimmt.
Der Grund des Kaufs war für mich in erster Hinsicht der momentan günstige Preis dafür hier bei Amazon (329€ am 10.04.2015) in weiser Voraussicht auf eine Vollformat, für die ich dann gleich eine Normalbrennweite hätte. Solange sollte es mir als leichte Telebrennweite für Landschaften, Detailaufnahmen und Portraits dienen. Warum ich nicht zum günstigeren 50mm 1/1,8 G gegriffen habe ist nicht mal die etwas höhere Lichtstärke, sondern vielmehr die zusätzlichen zwei Blendenlamellen. Das DX 35mm hat, wie das 50mm 1/1,8 G auch, sieben Blendenlamellen. Wenn ich die Fotos von meinem Makro oder auch die durch das AF-S 70-300 ED VR gemachten Bilder betrachte, dann empfinde ich das Bokeh von Objektiven mit neun Blendenlamellen als deutlichen Qualitätszugewinn, den ich nicht mehr missen wollte.
Das 50mm 1/1,4 G erstaunt erst mal durch sein wuchtiges Gewicht. Es ist für seine Größe schwerer als man meinen würde und zu meinem 35er ein deutlicher Unterschied. Die Verarbeitung und die Haptik ist besser als bei meinen DX Objektiven, wie dem 35er und dem Makro, wobei letzteres dem nicht viel nachsteht (die lowcost Produkte wie das 18-55 und das 55-200 kann man an der Stelle nicht vergleichen). Deutlich zu merken ist das, wenn man den Fokusring dreht. Während die DX Objektive kaum Widerstand bieten und gerade das 35er etwas umkehrspiel hat, läuft der Fokusring des 50er straff und sauber. Der Fokussierweg ist ziemlich groß, was ich auf die geringe Tiefenschärfe bei Offenblende zurückführe. Von Hand lässt sich so sehr genau und präzise fokussieren, was bei Blende 1/1,4 auch notwendig ist und mir sehr entgegen kommt, da ich oft mit Stativ losziehe und dann auch gerne den Autofokus auslasse. Der feine Verstell Weg ist allerdings der Grund für den recht gemütlichen Autofokus, wie er hier ja oft kritisiert wird. Stimmt, das 50mm ist auch mein langsamstes Objektiv. Es ist aber in der Praxis für die meisten Situationen schnell genug und wenn man sich vor Augen hält, dass unsere Kameras durch die Offenblende fokussieren, dann weiß man auch warum es bei ausgerechnet diesem Objektiv so lange dauert. Bei Blende 1,4 ist nichts so richtig scharf, dafür muss man gut zwei Stufen abblenden. Das erschwert natürlich auch das Fokussieren und wenn man dann noch an die lediglich 5mm Schärfezone an der Nahgrenze denkt, kann man sich vielleicht vorstellen, dass es auch für einen guten Autofokus eine ziemliche Herausforderung ist. Bei solchen Öffnungsverhältnissen muss sehr genau gearbeitet werden, sonst ist das Foto nichts wert.
Das ist auch mein Problem damit. Die Detailaufnahmen von der Nahgrenze bis ca. 1m waren bei meinen ersten 100 Fotos damit alle samt Ausschuss, weil die Schärfe zu weit hinter dem Messfeld lag. Teilweise bis zu 2cm, was bei weit geöffneter Blende extrem auffällt. Wenn ich meiner Katze auf die Nasenspitze zielte, war erst sein Nackenfell scharf und das Gesicht verschwommen. Bei Landschaftsaufnahmen in die Ferne, die ich damit sehr beeindruckend finde, fällt eine Fehlfokussierung von 1-2 cm kaum auf, erst bei Nahaufnahmen wird das zum Problem.
Ich gehöre nicht zu den Leuten die ein Objektiv online bestellen, es kurz testen und dann zurückschicken, weil sie nicht absolut zufrieden damit sind oder es ihrem Qualitätsempfinden nicht gerecht wird. Dafür kaufe ich ja Nikonprodukte und man sollte vorher wissen, was man will. In dem Moment konnte ich das aber sehr gut nachvollziehen, da alle anderen meiner Objektive mir hier wesentlich bessere Ergebnisse lieferten. Ich machte einige Testfotos an der Nahgrenze (Zollstock ca. 45° an eine Wand gestellt, die Kamera auf das Stativ und mit dem Autofokus im Einzelfeld auf eine bestimmte Zahl fokussiert...) und das Ergebnis war ernüchternd. Mit zunehmend geschlossener Blende wandert der Fokus satte 2cm nach hinten und das wollte ich schlecht hinnehmen, denn so ist das Objektiv für Detailaufnahmen nicht zu gebrauchen. Eine Feinabstimmung gibt es an der D5300 nicht und 2cm ist mehr als fein (ein weiterer Grund für eine Vollformatkamera). Amazon bot mir sofort eine Rückgabe mit Gutschrift oder eine Reparatur an. Da ich das Objektiv zu dem Preis wahrscheinlich nicht mehr so schnell bekommen würde, entschloss ich mich für eine Reparatur beim Nikon Service in Dresden. Nach drei Tagen bekam ich das Objektiv zurück und die nächsten Aufnahmen waren etwas besser, aber das Problem bleibt bestehen. Nach einigen Internetrecherchen habe ich dann Tests gefunden, die genau dieses Phänomen bestätigen. Der Fokus shiftet an der Nahgrenze bei unterschiedlichen Blenden und erst bei einem Abstand größer 1m sitzt er dann. Wenn der Fokus sitzt sind die Resultate sehr gut. Ab Blende 2,8 sind die Kanten des Motivs ordentlich scharf und durch die weit geöffnete Blende kann man den Hintergrund völlig auflösen, so dass nur noch weiche Farbschemen davon übrig bleiben. Das schafft sonst nur mein Makro, bei dem die Schärfe allerdings noch etwas besser ist. Der Kontrast in Farbe und Helligkeit ist sehr hoch, noch etwas besser als bei meinem 35mm. Die Farben sind authentisch und zusammen mit dem hohen Kontrast kommen da sehr realitätsnahe Aufnahmen raus, die mit einem Kitobjektiv so nicht zu machen sind. Nacharbeiten wie z.B. Schattenzeichnung sind hier kaum noch notwendig, allerdings neigen diese lichtstarken Festbrennweiten bei strahlender Sonne mehr zu Spitzenlichtern und ausgebrannten Stellen als Zoomobjektive, die einen geringeren Kontrast aufweisen. Chromatische Aberration ist leider ein Thema bei großen Blendenöffnungen. Hier ist das 50mm etwas anfälliger als das DX 35, wobei das erst bei Ausschnitts Vergrößerungen stört und durch Software leicht zu korrigieren ist. Außerdem ist dieses Phänomen sehr situationsabhängig und ab Blende 3,2 vernachlässigbar. Die Schärfe und das Auflösungsvermögen sind sehr gut und auf einer Höhe mit dem 35er, vielleicht sogar etwas besser. In Verbindung mit der guten Schärfe spielt auch die große Blendenöffnung ihren Vorteil aus. Bei Landschaftsaufnahmen in größere Entfernungen (meinetwegen >100m) und weit geöffneter Blende verwackelt man nichts mehr bei Belichtungszeiten von 1/1000s und weniger, die damit problemlos auch bei niedriger Empfindlichkeit des Sensors zu machen ist. Und man bekommt trotz großer Öffnung ein recht scharfes und detailreiches Bild, muss dann aber leichte chromatischen Aberrationen in kauf nehmen. Durch Abblenden kann man das umgehen, dann werden die Belichtungszeiten aber logischer weise wieder länger.
Da ich einen APS-C Sensor habe, ist die Verzeichnung und Vignettierung bei mir damit gar kein Thema. Habe in der Kamera die Verzeichnungskorrektur immer an, da ich sie bei kurzen Brennweiten mit dem 18-55 oder dem 35er auch brauche, bei dem 50mm könnte ich sie aber getrost abstellen. Das liegt daran, dass ich mit dem kleinen Sensor nur die Mitte der Linsen und somit den optisch besten Bereich des Objektivs nutze. An einer FX Kamera mag das anders aussehen.
Alles in allem bin ich nicht wirklich zufrieden mit dem Kauf, da der Qualitätsunterschied zum DX 35mm nur gering ist und ich das Objektiv für Detailaufnahmen an der Nahgrenze nicht gebrauchen kann, die für mein 35er (und die anderen Nikkore) überhaupt kein Problem sind. Die Bildqualität ist top, aber bei einer Normalbrennweite in der Preisklasse erwarte ich auch die Fähigkeit Nahaufnahmen damit machen zu können. Für unbeschwerte, schnelle Schnappschüsse aus der Hand ist das 50mm 1/1,8 G vielleicht die günstigere und bessere Variante, auch wegen dem recht langsamen Autofokus beim 1/1,4 G.
review image review image review image review image review image review image review image review image review image review image review image review image review image review image
44 Kommentare|27 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Mai 2009
Bin zwar ziemlicher Anfänger beim Fotografieren, aber dieses Objektiv begeistert mich so, dass sogar ich auch mal was schreiben muß. Die Lichtstärke ist genial und wenn man nur die Kitobjektive kennt, kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus. Ich verwende es auf der Nikkon D40x.Fokus ist schnell und leise. Mit dem Manuellen Fokus komme ich auch gut klar! Personen freistellen durch geringe Schärfentiefe mit großer Blende finde ich Ideal für schöne Portraits. Dises Ding hat meine Kamera sehr aufgewertet und ich nehme es eher ungern ab für ein Zoom!
0Kommentar|34 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Dezember 2015
Ein riesengroßes Minus für das Objektiv.
Es ist ein Standard- Objektiv. Ist vielseitig und sehr lichtstark, aber was gar nicht geht ist der Schärfeverlust beim Auf- und Abblenden.
Zunächst dachte ich, ich sehe schlechter und fokussiere nicht richtig, dann habe ich mit eine Messtafel gebastelt und den Autofokus auf einen festen Punkt gerichtet und mit verschiedenen Blenden das Ergebnis am Monitor vergrößert. Dazu habe ich die Feinabstimmung in der Nikon D700 genutzt und festgestellt, dass ich bei Blende 1.4 um 18 Werte nach hinten korrigieren muss bei Blende 4 sind es dann nur 12 Werte nach hinten in der Feinabstimmung. Bei großen Blenden bleibt der Wert bei 10 Werte Feinabstimmung in der Kamera verstellen.
Man kann aber bei Gebrauch nicht jedes Mal die Feinabstimmung bei jeder Blende neu einstellen.
Ich möchte es so nicht behalten.
11 Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Februar 2011
Steht man nicht mehr vor der Frage 500mm Prime oder nicht, sondern vor der Frage dieses hervorragende Objektiv oder doch den sehr günstigen 50mm f1,8 zu erwerben, hier ein paar Hinweise. 1,8 zu 1,4 sind 2/3 Blende. Also grob gesprochen nicht ganz doppelt so viel Licht, oder eine Verdoppelung ISO-Stufe. Brauchen Sie diese Lichtempfindlichkeit?

Bei Blende 1,4 ist die Tiefenschärfeebene nur noch wenige Zentimeter. Für Portraits muss man um das ganze Gesicht scharf zu stellen, es ohnehin ein wenig schliessen.

Dieses Objektiv, obwohl sehr scharf, kommt nicht an die Leistung des 1,8 ran. Wenn man also diese 2/3 Blende nicht braucht, sollte man eher den 50mm f1,8 kaufen. Es ist außerdem viel billiger, was man auch nicht verachten sollte.

Beide fokussieren auch ungefähr gleich schnell.
33 Kommentare|90 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Dezember 2011
Verunsichert durch einige negative Bewertungen hier zu diesem Objektiv, hatte ich lange gezögert, ob ich es tatsächlich kaufen sollte oder eher das Sigma 50mm 1.4, das aber auch nicht immer nur positiv bewertet wurde. Preis und Gewicht und die Tatsache, dass bei Sigma die Qualitätsstreuung sehr groß sein kann, bewogen mich dann doch dazu das Nikon-Objektiv zu kaufen. Ich hatte zuvor das Nikon 35 mm 1:1.8, das ich vor allem als Available-Light-Objektiv verwendet hatte. 1.4 Lichtstärke und die Tatsache, dass man mit 50 mm einfach bessere Portraits schießen kann, hatten mich zu dem Wechsel bewogen.
Das Objektiv wurde - wenn auch nicht direkt von Amazon - schnell geliefert. Nach ca. 300 Fotos kann ich sagen, dass ich begeistert bin von diesem Objektiv. Ob es Konzertfotografie, Portraits, Available-Light-Aufnahmen waren, natürlich auch in fotografischen Alltagssituaitonen, in allen von mir gewünschten Anwendungsgebieten habe ich für mich tolle Aufnahmen erstellen können. Dass man teilweise nur eine geringe Schärfentiefe bei 1.4 hat, ist klar und stört mich in keiner Weise, nutze ich dies doch zum Gestalten des Bildes. Ich will hier nicht die Vorzüge der anderen positiven Rezensenten wiederholen. Fazit: Wer ein lichtstarkes Objektiv mit den von mir geschilderten Anwendungsbereichen sucht, dem sei dieses Objektiv empfohlen. Und 1.4 gegenüber 1.8 sind eben doch noch mal zusätzlich Lichtstärke, die in manchen Situationen sehr hilfreich sind, wenn andere längst zum Stativ greifen müssen oder die ISO-Zahl in die Höhe geht. Verwendet wird das Objektiv an einer Nikon D90.
review image
0Kommentar|28 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Januar 2011
Sicherlich kann man bessere Linsen kaufen, aber das 1,4er ist nun mal etwas Spezielles. Wer sich darüber ausläßt, dass es bei 1,4 nicht genügend Tiefenschärfe aufweist, sollte mit Lego spielen. Ich nutze es jetzt seit einem Monat. Es ist leicht ohne billig oder klapperig zu wirken. Es arbeitet schnell und leise. Man muss hier nicht die Katalogbeschreibung des Herstellers wiederholen. Warum will man so ein Glas? Was will man damit fotografieren? wenn man sich darüber im Klaren ist, kann ma es ruhig in seine Sammlung einreihen. Ich wollte Portraits machen und dass bei s. g. "Available Light" An meiner D300 mit ISO 400 habe ich ohne Blitz unglaublich gute Ergebnisse erzielt. man muss sich natürlich im Klaren sein, dass bei solchen Portraits der Focus auf die Augen gehört und je nach Abstand die Schärfe nicht den ganzen Kopf abdeckt. Aber genau diesen Effekt will man ja erzielen. Bei Aussenaufnahme in der freien Natur stellt sich dies Problem ja nicht, da man genügend abblenden kann. Es ist richtig, dass bei ganz offener Blende das Bild u. U. als "schwammig" bezeichnet werden kann, bzw. nicht kontrastreich genug. Das hängt aber auch damit zusammen, dass der Focus sehr genau auf einem Punkt liegt und aufgrund der offenen Blende das Bokeh unmittelbar im Millimeterbereich beginnt. Ich habe zu dem Thema zwei Testreihen fotografiert. Amazon erlaubt keine Verlinkung, wer die Testaufnahmen sehen möchte, möge doch mal auf wehwehweh.mikeMINUStovarPUNKTdeSLASHnikkor gehen. Die Anordnung der Testreihe erfolgte zunächst mit Minimalabstand und allen Blenden und eine zweite Reihe mit ca. 4 Meter Abstand. Wer in diesen Bereichen fotografieren möchte und so wie ich, Portraits, der wird von diesem wirklich guten Objektiv nicht enttäuscht werden. Ich kann es empfehlen.
0Kommentar|15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Fragen? Erhalten Sie schnelle Antworten von Rezensenten

Bitte stellen Sie sicher, dass Sie eine korrekte Frage eingegeben haben. Sie können Ihre Frage bearbeiten oder sie trotzdem veröffentlichen.
Geben Sie eine Frage ein.
Alle 17 beantworteten Fragen anzeigen


Gesponserte Links

  (Was ist das?)