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116
4,0 von 5 Sternen
Jarhead - Willkommen im Dreck [Blu-ray]
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26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Januar 2015
, die schlechten Rezensionen lesen: Nein, in dem Film fließen keine Ströme von Blut, nein es fliegen keine Köperteile durch die Gegend.
Kein Gore, keine sinnlose Gewalt.
Ein Kriegsfilm, der die anderen Seiten belichtet.
Viel Tiefe und sehr gute schauspielerische Leistung die hier vertreten sind.
Hier geht es nicht um "Glory America" kein Gut oder Böse, sondern nur um den Menschen.
Was passiert Abseits von Schlachten, von Medienberichte? Dies wird hier beantwortet.
Wer nicht kognitiv in der Lage ist dies zu erkennen und zu begreifen, sollte diesen Film auch nicht bewerten.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Jarhead" von Sam Mendes erzählt eine Soldatengeschichte, die um 1990, in der Zeit des zweiten Golfkriegs, spielt. Private Anthony Swofford (Jake Gyllenhaal) hat seinen Thrill-Instruktor Fitch (Scott McDonald) überstande und befindet sich in einem Bootcamp des United States Marine Coprs unter der Leitung von Staff Sergeant Sykes (Jamie Foxx mit einer klasse Darstellerleistung). Dort wird "Swoff", so nennen ihn seine Freunde zum Kundschafter-Scharfschützen ausgebildet. Bevor die Jungs in den Krieg ziehen, ereignet sich bereits während der Ausbildung einer dieser tödlichen Unfälle, weil einer der Rekruten aus Versehen in ein Maschinengewehrfeuer läuft.
Dann gehts auch ab nach Saudi-Arabien, Swoffs Gepäck ein 50 Kg schwerer Rucksack sowie sein M40-Gewehr. Die Einheit haust in einem Camp in der Wüste, es herrscht eine beinahe unerträgliche Hitze, dazu reichlich Wüstensand und immer rechnet man mit den irakischen Truppen. Doch statt Kampfhandlung gibt es lange Wartezeiten, die wie geschaffen sind, dass die Soldaten den Leerlauf mit schwarzem Humor und viel Unsinn kompensieren. Es gibt immer mal wieder Streit, entmutigt werden die Soldaten von den Briefen ihrer Frauen und Freundinnen, die sich aufgrund der langen Trennung bereits anderweitig nach Ersatz im Bett umgeschaut haben. Als dann der Desert Storm Bodenkrieg dennoch beginnt, wird das meiste an Angriff von den Lufteinsätzen gemeistert. Ein Krieg im klassischen Sinne gibt es nicht. Den Gegner, den sie bekämpfen sollen, gibt es so gut wie nie zu sehen...
Grauenhafteste szene des Films ist der Highway of Death, eine von ausgebombten Autowracks und verkohlten Leichen übersäte Landschaft. Ebenso beeindruckend eine fast schon apocalyptisch wirkende Gegend, wo die Ölquellen brennen und ein Pferd dort umherirrt.
Sam Mendes (Road to Perdition, American Beauty) hat einen sehr eigenartigen Kriegsfilm geschaffen, der eine suggestive Kraft vorweisen kann, der man sich kaum entziehen kann.
"Jarhead" ist ein üblicher Begriff, den die Marines für sich selbst verwenden. Das ist eine bildliche Umschreibung ihrer oftmals an den Seiten kahlrasierten Köpfe, die an Schraubgläser erinnern, oft wird dieser Name auch darauf zurückgeführt, dass ihre Köpfe "hohl gemacht" wurden und dann mit jedem beliebigen Inhalt gefüllt werden können wie Einmachgläser.
Dickes Lob auch an Hauptdarsteller Jake Gyllenhaal.
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33 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Februar 2007
"Jarhead" ist nicht wirklich mit "Platoon", "Full Metal Jacket" oder "Apokalypse Now" zu vergleichen. Bei dem vorliegenden Film steht ganz klar die zynische und von Sarkasmus geprägte Auseinandersetzung mit dem Thema Krieg im Mittelpunkt - ohne eine Komödie zu sein. Es werden keine "Helden" oder "Anti-Helden" geschaffen. Einzig und allein die Sinnlosigkeit des Krieges an sich wird reflektiert. Das geschieht allerdings derart kongenial, in unglaublich aufwendig und beeindruckend gefilmten Bildern und in einer Detailverliebtheit, die ihresgleichen sucht, dass anspruchsvolle Cineasten voll auf ihre Kosten kommen dürften. Action-Film-Fans könnten zeitweise eher enttäuscht sein. Dieser Film regt zum Dialog an und gehört mit Sicherheit zu den vielversprechendsten und unvorhersehbarsten Verfilmungen überhaupt. Schubladendenken ist hier fehl am Platz. Kameraführung und visuelle Umsetzung sind mitunter das Beste, was ich je gesehen habe. Ton und Synchro passen, die Regieleistung und das Drehbuch erfüllen höchste Ansprüche. Für Liebhaber intelligenter, stimmungsvielfältiger, nachhaltig diskutabler und oppulent ausgestatteter Filme uneingeschränkt empfehlenswert. Wer zumindest partiell harte oder turbolente Action-Sequenzen bevorzugt, hat mehr Freude an "Black Hawk Down" oder "Der Soldat James Ryan". 'Langweilig' ist "Jarhead" jedoch in keinem Fall - eine solche Stellungnahme, wie in vorhergehenden Rezensionen teilweise bezogen, ist unverständlich.
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57 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Diesen soliden, angenehm unpatriotischen Streifen kann ich uneingeschränkt empfehlen. Voraussetzung ist allerdings, dass einem ähnlich gestrickte Streifen wie "Full Metal Jacket" oder "Heartbreak Ridge" auch zugesagt haben und man als Zuschauer bei einem "Verfi…t nochmal!" nicht gleich aus dem Anzug hüpft. Denn so derbe, wie in genannten Vorbildern, ist die Sprache auch in "Jarhead". Die Altersfreigabe ab 12 ist ganz sicher nur darauf zurückzuführen, dass der Film alles andere als einen Werbefilm für das Marine Corps abgibt, sondern in abschreckenden und dreckigen Bildern die Hässlichkeit des Soldatenlebens zeigt.
Nach Ansicht meinte ich zwar zunächst, dass der Film nicht viel Neues zum Thema beigetragen hat:
So wird ein Drittel mit dem Drill der Frischlinge nebst obligatorischer Schikanen und dem letalen Ende einer Übung verbracht (Klasse: Jamie Foxx als Drill-Sergeant), siehe auch "Full Metal Jacket".
Der lange Mittelteil bebildert das Warten auf den Einsatz, incl. absurdester Zeitvertreibe, siehe auch (obgleich actionreicher erzählt) "Platoon".
Der letzte Akt schließlich zeigt unsere Helden Jake Gyllenhaal und Peter Sarsgaard beim ersehnten Einsatz, mit atemberaubenden Bildern der Wüste und brennenden Ölquellen (dass diese Szenarien allesamt bei ILM entstanden sind, vermutet man keine Sekunde).
Lässt man das Geschehen allerdings sacken, entdeckt man tatsächlich die erzählerische Brillianz und einfallsreiche visuelle Umsetzung der überwiegenden, quälenden Langeweile im unwirtlichen Gebiet und das Warten auf Feindberührung (grandiose Szene des ersten Gefechts, allein getragen von Gyllenhaal in Großaufnahme). Noch niemals wurde die Stupidität und Ressourcenverschwendung der Weltpolizei USA bei sich anbahnenden Krisen, die vielleicht gerade wegen des Auffahrens gigantischer Menschen- und Materialmassen in Kriegshandlungen ausarten, derart plastisch geschildert. Die heiß gedrillten Rekruten verlassen im Film das Flugzeug mit der weit gefehlten Annahme, dass ihr Einsatz nur 12 Stunden währt - Zitat Swofford/Gyllenhaal: "Wir werden nicht Mal Zeit haben, die Nüsse auszuscheißen..." (gemeint ist der gerade genossene Snack auf dem Flug in die Wüste). Am Ende des Einsatzes stellt der zum Scharfschützen ausgebildete Swofford dann fassungslos fest, dass er keinen einzigen Schuss abgegeben hat. Die bitterböse Komik der dieser Erkenntnis vorausgegangenen Szene muss man gesehen haben. Ob Gyllenhaal und Sarsgaard, wie bereits mehrfach gelesen, für diesen Film tatsächlich den Oscar verdient haben, bezweifle ich - ohne ihre Leistung schmälern zu wollen! - eher. Dafür war das ganze Ensemble auf gleich hohem Niveau, jeder einzelne Charakter hatte Raum für kleine, Glanzlichter setzende Auftritte. Die größten Akzente hat meiner Meinung sogar Jamie Foxx als menschliche Kampfsau gesetzt - ein weiterer, entbehrlicher Beweis, dass sein Oscar für "Ray" kein Zufallstreffer war.
Fazit: gute, zum Nachdenken anregende Unterhaltung, die trotz der kontinuierlich präsenten Vulgärsprache (halt Männer unter ihresgleichen...) den Intellekt nicht beleidigt und manch existierende Vorurteile bezüglich der Cowboymentalität der US-Streitkräfte bestätigt. Wird bedenkenlos Einzug in die Top 5 meiner favorisierten Militärfilme halten.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
VINE-PRODUKTTESTERam 7. Dezember 2009
Ist dieser Drill Instructor von Gott gesandt? Wie Jesus hält er seinen Jüngern ein Gebot des Alten Testaments vor, um dann - "ich aber sage Euch" - den alten Zopf abzuschneiden. Aber ohne Friedensbotschaft! "Ihr habt alle einmal gelernt: ,Du sollst nicht töten'. Ich aber sage Euch: VERGESST (Kunstpause) DIESEN (Kunstpause) SCH----!" Das ist eine markante Stelle des Kriegsfilms "Jarhead" von Sam Mendes mit Jake Gyllenhaal, und nicht nur einer der üblichen gebrüllten Sprüche, die wir schon aus Kubricks "Full Metal Jacket" kennen. Nein, das zeigt mit der Perversion einer religiösen Assoziation, sie sehr das Militär eine Welt für sich ist, in der der Schleifer genauso über den Bürokraten steht wie Jesus über dem mosaischen Gesetz. Und dass dieser Mann ab und an menschliche Züge verpasst bekommt, zeigt ziemlich genau: Die Perversion ist die Normalität. Während bei "Full Metal Jacket" der Schleifer eine Dauerbrüllmaschine ist, die nach der Hälfte des Filmes ins Jenseits befördert wird, ist er in "Jarhead" auch beim Einsatz mit dabei. Anders als "Full Metal Jacket" zerfällt "Jarhead" nicht in zwei Teile, sondern ist aus einem Guss, und dadurch (sowie durch einen etwas geringeren Abstraktionsgrad) zeigt er umso plastischer, dass gerade die Normalsituation von Ausbildung und Einsatz das Versagen schon in sich trägt. Das beantwortet auch die Frage: Brauchen wir diesen Film noch, nach "Apocalypse Now", "The Deer Hunter", "Platoon", "Full Metal Jacket", "Three Kings"? Ja! Hier wird nicht die Banalität des Bösen, sondern das Böse des Banalen gezeigt, mit unausweichlicher Konsequenz und ganz besonders eindringlich. Dass wir diesmal nicht Vietnam, sondern den Irak-Krieg von 1990 als Schauplatz haben, lässt außerdem an jüngere Skandale wie das Folterlager von Abu Ghureib denken. Man bekommt eine ungefähre Ahnung davon, wie anscheinend normale Menschen zu Scheußlichkeiten wie Lynndie England fähig waren.

Worum geht es? Nach einer knochenharten Scharfschützenausbildung findet der Krieg einfach nicht statt! Es wird zwar die üblichen zotigen Dialoge, Flüche, Brüllkommandos und einige wirklich grausame Bilder geben, aber die Soldaten tun im Wesentlichen nichts als im Nichts der Wüste auf ein Nichts zu feuern. Dabei bekommen sie fast alle langsam, aber sicher einen ziemlichen Koller, auch der über lange Strecken als besonnen gezeigte Swoffort (Gyllenhaal). "Das erste Opfer des Krieges ist die Unschuld", lautete schon die tagline von "Platoon", und so ist das auch hier. Für die Perversionen in den Köpfen der "Jungs" (komischerweise sagt man nur bei Soldaten zu erwachsenen Männern "Jungs", obwohl man bei deren gefährlicher Aufgabe pubertierende Bengels und Pseudorambos am wenigsten gebrauchen kann) findet Sam Mendes adäquate Bilder. Die ausgeblichene, flache, leere Wüste ist so leer, flach und öde wohl kaum jemals fotografiert worden, und gelegentlich gelingt Mendes eine bittere Ironie: Wenn Saddam die Ölquellen angezündet hat, sieht das so "wunderschön" aus wie große Abenteuerfilme à la "Lawrence von Arabien", aber ausgebrannte Autos und verbrannte Leiber entlarven dies sogleich und schaffen einen ästhetischen Kontrast, der erschaudern lässt. Ähnlich schafft die Off-Stimme Swoffords ab und an einen ironischen Kontrast zu den Bildern: Was er sich nicht traut zu sagen, das wird gezeigt (z.B.: Hausaufgaben mit der Freundin machen = wilder Sex, Familienleben = Streit der Eltern, etc.).

Dass dieser Film nachhaltig aufrüttelt und verstört, ist ferner einer unglaublichen Selbstsicherheit Mendes' mit seinen filmischen Vorbildern zu verdanken. Am Anfang fragt man sich, ob ein so direktes Full-Metal-Jacket-Zitat bei der Ausbildung der Soldaten sein musste - aber wie schon gesagt, wird das später signifikant variiert, und da hat es eben das Bewusstsein geschärft, wenn man schon am Anfang auf den Vergleichsfilm hingewiesen wird. "Ich messe mich mit Kubrick" - die Traute zu diesem Statement muss man erst einmal haben. Sam Mendes kann sie sich leisten. Zwei weitere Kriegsfilme zitiert er ähnlich gemein: "Apocalypse Now" wird von den Soldaten, die ihn sehen, völlig missverstanden; sie johlen angesichts eines Napalmangriffs der Amis und sind scharf darauf, es Saddam ebenso zu geben. "The Deer Hunter", ein gleichzeitig grausamer und nachdenklicher Kriegsfilm, erscheint nur noch als falsche Fährte. Die Soldaten wollen ihn sehen, und die Frage, ob sie da auch gejohlt hätten, wäre wirklich mal spannend. Aber der Film fällt aus. Nach den ersten Credits sehen die Soldaten einen Home-Movie-Porno, was sie natürlich viel besser finden - außer der Mann der Frau, die ihm das geschickt hat, um ihm zu zeigen, dass Eskapaden keine Einbahnstraße sind. Ja, so selbstbewusst ist der Mendes, er scheint zu sagen: "Anders als in ,Apocalypse Now' dürfte bei meinem Film zumeist nicht gejohlt werden, und der Illusion, dass die Soldaten ,The Deer Hunter' sehen wollen, gebe ich mich gar nicht hin. Ich zeige lieber etwas, bei dem auch der Zuschauer zunächst johlt, um sich dann aber erschrocken zu fragen, warum." Die schräge Reaktion der Soldaten angesichts der Vorführung tut ihr Übriges. Mendes ist damit das scheinbar Unmögliche gelungen, er hat einen Kriegsfilm geschaffen, der noch einmal Maßstäbe setzt und ein ganz eigenständiges Werk ist. Einziges Manko mag der zu eindeutige Off-Kommentar am Ende sein, der die Botschaft noch einmal vorbetet, die man sich eh schon zusammengereimt hatte. Aber das sind Kleinigkeiten. Mit Ausnahme der letzten Minute ein guter, wichtiger, großer, eigenständiger, zutiefst beunruhigender Film. Pflichtprogramm für alle Soldaten, überall.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. April 2009
Was "Jarhead" angeht, so ist dies kein Film den man alle Tage sieht. Wie auch andere bereits erwähnt haben, muss man sich hier im vorhinein sehr gut über den Film informieren um nicht enttäuscht zu werden.
"Jarhead" spielt im Golfkrieg, also in der Wüste, "im Dreck"! Recht viel, bis auf einige Szenen zum Schluß, bekommt man aber von diesem Krieg nicht zu sehen. Auf blutige Massenschlachten (ála Black Hawk Down, Wir waren Helden) hat man hier verzichtet, denn: Darum geht es hier gar nicht.

Wir lernen unsere Protagonisten bereits bei der Ausbildung zu den Marines kennen. Der erste Teil des Films erinnert sehr stark an das alt bekannte Full Metal Jacket ;-).
Im Laufe des Films/der Ausbildung erkennen die Soldaten für was sie im Krieg als "brauchbar" erscheinen. Jake Gyllenhall (Donnie Darko) ist einer der als Scharfschütze hohe Qualitäten erweist und im Krieg die "rote Wolke" will. Nach der Ausbildung geht es für die Jarheads dann ab in die Wüste und in den Krieg. Sie wurden zum töten gedrillt, nun müssen sie es tun!
Mehr will ich hier gar nicht verraten. Anschließend geht es im großen und ganzen darum, wie die Soldaten nach und nach seelisch abstumpfen und eigentlich überhaupt nicht begreifen für was eine Sache sie eigentlich kämpfen. Das psychische Leid der Protagonisten in der Wüste steht hier "ausschließlich" im Vordergrund. Viele der jungen Männer haben zu Hause Frauen, Kinder, Freundinnen. In diesem Film wird sehr intensiv immer wieder darauf hingewiesen und gezeigt wie hilflos und ausgemerzt die Soldaten in der Situation reagieren, wenn Frauen zuhause fremdgehen und sich nicht mehr für den Soldaten, der sein Leben riskiert, interessieren. Nun gilt es die "Wut" mit dem Gewehr zu kompensieren...

"Jarhead" ist kein Kriegsfilm im eigentlichen Sinne, jedoch erzählt er eine Geschichte die in vielen Kriegsfilmen zu kurz kommt. Man sieht hier einfach nicht die durchwegs "starken und eiskalten Killer-Marines". Man sieht vor allem wie gebrochen und abgestumpft die Soldaten werden.
Der Film hat mir persönlich sehr gut gefallen! Die Story finde ich TOP, was die Bildgewaltige Darstellung der Landschaft noch deutlicher heraushebt. Wo wir schon beim Thema "Bild" sind: Diese Blu-ray überzeugt durch ein durchwegs gestochen scharfes Bild. 9 von 10 Punkten sind dies auf alle Fälle! Der Ton ist ebenfalls super, eben in gewohnter HD Qualität.
Ich kann diese Blu-ray (Mit übrigens sehr viel Bonusmaterial) nur jedem Empfehlen der weiß auf was er sich hier einlässt!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 22. Februar 2015
Krieg ist schlimm. Egal ob in Afghanistan oder im Irak.
Soldaten kämpfen auf der ganzen Welt. Dass das nicht immer ein Zuckerschlecken ist und das es weit mehr Probleme als den "Feind" gibt zeigt dieser Film. Jarhead - Willkommen im Dreck.

Der Film erinnert stellenweiße an Stanley Kubricks Klassiker "Full Metal Jacket". Nicht nur harte Fakten sondern durchaus auch lustige Szenen machen den Film sehr unterhaltsam. Wenn gleich der Film auch ein bisschen Amerikanische Fiktion enthält, so zeigt er doch viel Wahres.
Der zweite Golfkrieg aus der Sicht der Amerikaner.

Aus meiner Sicht absolut sehenswert da man doch einen interessanten Einblick in den Alltag der Amerikanischer Soldaten bekommt.
Jemand der für Kriegsfilme nichts übrig hat, sollte diesen Film besser meiden...

FSK 12 halte ich bei diesem Film für nicht besonders passend. Es gibt doch Szenen die ich meinen "Kindern" in diesem Alter gerne ersparen würde!

Hier eine Filmbeschreibung:

Oscar-Gewinner Jamie Foxx ("Ray", "Collateral") und Jake Gyllenhaal ("The Day After Tomorrow", "Brokeback Mountain") sind die Hauptdarsteller dieses gefeierten Porträts einer Gruppe junger Ledernacken - "Jarheads" genannt.
Respektlos und ehrlich bis zur Schmerzgrenze erzählt der Oscar -prämierte Regisseur Sam Mendes ("American Beauty") eine bildgewaltige Geschichte aus den explosiven Tagen des Irakkrieges.

Nach seiner ernüchternden militärischen Grundausbildung dient Sergeant Swoff (Jake Gyllenhaal) als Scharfschütze in den Wüsten des Mittleren Ostens - ohne jeden Schutz vor unerträglicher Hitze und irakischen Soldaten. Swoff und die anderen Marines befinden sich in einer brutalen Lage: Aufs Töten gedrillt kämpfen sie in einem Krieg, den sie nicht verstehen - für eine Sache, die sie kaum begreifen.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Dezember 2006
Endlich gesehen.

Ein richtig guter Film. Wer selber mal Soldat war wie ich war kann sich in den Film noch besser hreinversetzen in die dargestellte Sinnlosigkeit und Idiotie eines solchen tollen Männervereins. Vor allem finde ich gut wie die Sinnlosigkeit des Krieges hier mal in einer ganz anderen Form dargestellt wird. Die Marines werden auf einen Krieg scharf gemacht dessen Hintergründe sie nicht mal ansatzweise verstehen und wenn sie das ganze mal hinterfragen hört ihnen keiner zu bzw. keiner möchte wirklich die Hintergründe wissen. Man ist da „Im Dreck“ um seiner Männlichkeit einen Sinn zu geben und lechzt nach Abenteuer angespornt durch diverse Vietnamkrieg-Filme wo wild Zivilisten abgeknallt werden .... egal Hauptsache mal zum Schuss kommen. Reine Waffengeilheit erhält die Moral und irgendwie die Illusion was besonderes zu sein. Leider haben unsere Hauptfiguren damit zu kämpfen das die Wirklichkeit alles andere als spannend ist. Der Krieg ist anders ... denn hier wird ihnen fast alles von der elenden Luftwaffe abgenommen die so ziemlich alles platt macht auch mal eine undefinierbare Zahl von Zivilisten .... ein Massaker. Von oben sieht alles gleich aus. Dieser Krieg wird von der Luftwaffe geführt ... die Marines beschleicht ein Gefühl von Überflüssigkeit und ein Hass auf die Luftwaffe. Das ganze gipfelt darin das die Luftwaffe sie bei einen Marsch selber bombardiert – Friendly Fire. Schlecht organisiert, planlos, defekte Ausrüstung ohne wirklicher glaubhafter Ideologie. Der erste Irak Krieg dargestellt in einen etwas anderen Kriegsfilm in dem nicht mal ein einziger Schuss gegen den Feind zum Einsatz kommt. Themen die heute genau so aktuell sind wie Leichenschändung usw. werden aufgegriffen. Ein wirklich guter und interessanter Film.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Januar 2007
Wer es noch nicht wusste, erfährt es hier höchst eindrücklich: Krieg hat nichts Heroisches, Alltag in der Armee ist sinnlos, langweilig und frustrierend, Kameradschaft unter Soldaten in Zwangsgemeinschaft meist vulgär und wenig romantisch.

Dabei zeigt der Anfang des Filmes, was kaum ein "Gedienter" bestreiten würde: In den heimischen Kasernen, im Umgang zwischen unerfahrenen Rekruten und bornierten Vorgesetzten, gibt es immer auch viel zu lachen. Sexismus und Militarismus in Form verbaler Eskapaden haben eben auch ein komisches Gesicht, der stumpfsinnige Militärdienst und das Zusammenleben ganz verschiedener junger Menschen sorgen für lustige Anekdoten en masse.

In den elend langen Monaten vor dem Kuwait-Krieg von 1991 haben die jungen Marines dieser Geschichte ihr Erweckungerlebnis. In der Wüste wartend, sind sie zunächst noch, aufgrund der in der Ausbildung empfangenen Gehirnwäsche, naiv-enthusiastisch, voller Vorfreude auf die kommenden Kämpfe. Diese Stimmung ändert sich jedoch allmählich: Ohne wirklichen Feindkontakt besteht der Soldatenalltag aus Üben, Langeweile, Frust und Dreck. Während des folgenden kurzen Feldzuges ist dann ihre Rolle reduziert auf kleine Rädchen in einer großen Kriegsmaschinerie, in welcher der einfache Soldat wenig zählt.

Viel Stoff zum Nachdenken also! Besonders für Regierungen und Menschen, die Krieg immer noch mit Abenteuer und Heldentum verbinden, bietet dieser sehr realistische Film nützlichen Anschauungsunterricht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Mai 2015
Ich verstehe nicht, warum manche Leute ihn so schlecht bewertet haben. Es wurde doch schon x-mal extra hingeschrieben, das Jarhead kein baller-film ist sondern eher ein Drama - ohne auf die Tränendüsen zu drücken.

Vom Feind sieht man kaum etwas; der Film konzentriert sich auf das Innenleben einer Einheit mit dem Rampenlicht auf Swoff, einem Marine über den man eigentlich kaum etwas weiß. Nur kurze Einblicke in Kindheit und Jugend werden dem Zuschauer gezeigt, die allerdings kaum etwas auf seinen Charakter schließen lassen - man ist also den ganzen Film damit beschäftigt, Swoff (und seine Marines) einzuschätzen & Veränderungen zu erkennen.

Schauspielerisch ist der Film erste Sahne - Jake Gyllenhaal hat so ein paar Prachtstücke zu bieten (Prince of Persia oder LAOD sind da schnell wieder vergessen). Vom manischem Starrblick, hänischem Lächeln, bis zum verzweifelndem Geschrei - die Mimik ist aussagestark und optimal getroffen.
Geholfen hat es glaub ich auch, den film einfach auf Englisch zu schauen (auch wenn Amazon Instant Video das noch kaum wo eingeführt hat....) denn gerade beim schreien (was viel ist in dem Film) merkt man es schon, wenn die Stimme nicht passt. Aber kann auch persöhnliche Präferenz sein. EDIT: grade nocheinmal den deutschen Trailer gesehen. AUF JEDEN FALL AUF ENGLISCH ANSCHAUEN WENN MÖGLICH.

Würde dem Film gern 4 1/2 Sterne geben, denn perfekt war er nicht- aber lieber mehr als weniger. Im Gedanken noch an den Nachklang.
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