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211 von 219 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Verbrechen an der Menschheit - die Absetzung
In Zeiten in denen eigentlich nur noch altes aufgewärmt oder vielleicht nur mit neuem Ettiket vermarktet wird bildet Serenity eine Ausnahme. Von filmischen Mitteln her der Vorläufer zu vielen neuen Serien, nicht zuletzt dem remake von Battlestar Galactica, hat Firefly ganz ähnlich dem Schiff einen völlig eigenen Charme.
Die Charaktere sind keine...
Veröffentlicht am 21. September 2005 von Volker Maiwald

versus
31 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tolle Serie in schlechter Blu-ray-Umsetzung
Als ich seinerzeit die Serie auf DVD gesehen habe, war ich absolut begeistert, so dass ich mich jetzt sehr auf die Blu-ray-Version gefreut habe.

Es sind insgesamt 3 BDs in einer Amaray-Hülle, die sich in einem Pappschuber befindet (wie die Blu-ray-Version von Prison Break).

Aber was ich da zu sehen bekommen habe, war sehr enttäuschend. In...
Veröffentlicht am 3. Dezember 2008 von R., Udo


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211 von 219 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Verbrechen an der Menschheit - die Absetzung, 21. September 2005
In Zeiten in denen eigentlich nur noch altes aufgewärmt oder vielleicht nur mit neuem Ettiket vermarktet wird bildet Serenity eine Ausnahme. Von filmischen Mitteln her der Vorläufer zu vielen neuen Serien, nicht zuletzt dem remake von Battlestar Galactica, hat Firefly ganz ähnlich dem Schiff einen völlig eigenen Charme.
Die Charaktere sind keine Helden oder Supermänner, sondern genau das Gegenteil. Sie sind geschundene Seelen, die einen mehr die anderen weniger, sie sind gesetzlose Vagabunden in einer gefährlichen Galaxis. Und doch oder vielleicht gerade blitzt immer mal wieder Menschlichkeit auf, wechselt sich aber mit Härte ab.
Aber gerade diese Nicht-Superhelden mit Fehlern und "Macken" lassen die Serie glaubhaft und realistisch wirken und machen sie zudem sehr spannend und interessant.
Technisch ist die Serie einfach nur hervorragend und sehr auf Realismus bedacht. Im Weltraum gibt es keinen Ton - endlich mal wieder - und die Schiffe fliegen ( halbwegs ) realistische Manöver.
Das Ganze ist dann noch mit einer guten Dosis Humor versehen und einem schlagfertigen Wortwitz der auch in den eigentlich unpassendsten Momenten sitzt.
Alles in Allem ein regelrechter Genuß und nur zu empfehlen. Das die Serie trotz verhältnismäßig guter Einschaltquoten abgesetzt wurde ist gerade zu ein Verbrechen, wenn man sieht was sonst so im Fernsehen läuft.
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226 von 235 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keep Flying, 21. September 2005
Von Ein Kunde
Die Hintergrundgeschichte etwas ausführlicher (und ohne auf die typisch deutschen B-Movie Formulierungen der Plakate und Trailer zurückzufallen):
Als die Erde unbewohnbar wurde, waren Amerika und China die dominierenden Mächte. Zur Rettung der Menscheit kooperierte man, und verließ die Erde in Generationenschiffen in Richtung eines anderen Sonnensystems.
In einem jahrzehntelangen Prozess terraformierte man dort Dutzende Planeten und Monde um sie bewohnbar zu machen. Im Laufe der Zeit vermischten sich beide Kulturen (was sich u.A. in der Sprache und den omnipräsenten chinesischen Schriftzeichen niederschlägt), und um die Entwicklung zu fördern würde die Anglo-Sino Alliance gegründet. Unter deren Führung entwickelten sich die Core Planeten zu einer Utopie mit Reichtum, Bildung, Fortschritt und Wohlstand.
Als die Alliance jedoch versuchte diesen Machtanspruch auch auf die weniger entwickelten Randplaneten auszudehnen, leisteten diese Widerstand und es kam zum Unification War gegen die sogenannten Independents, bzw. Browncoats, den die Alliance schließlich gewann
Malcolm Reynolds ist einer der Verlierer dieses Krieges, der sich zusammen mit seiner ehemaligen Kameradin Zoe als Captain des Transportschiffes Serenity (benannt nach einer entscheidenden Schlacht des Krieges) durch die Randwelten schlägt.
Die Alliance beansprucht und patrouilliert diese Welten zwar, aber kann dies nicht immer durchsetzen. In Wirklichkeit regieren dort quasi-autonome lokale Regierungen.
Diese Randplaneten sind technisch weit enfernt vom Core, und hier kommen die Westernelement ins Spiel. Statt Autos und Raumschiffen verwendet man Pferde. Die Häuser sind oft einfache Holzbauten. Statt Schall- und Laserwaffen hat man Sixshooter.
Dennoch gibt es dort auch Dinge wie holographische Pooltische oder Schwebezüge.
Wenn man sich einmal auf diesen eigenwilligen Stil eingelassen hat, wirkt es aber völlig natürlich und wird zur Nebensache
Die Crew der Serenity sind nicht die klassischen Helden, die nur für das Gute kämpfen. Man hat zwar einen moralischen Code und tritt auch für Schwache ein, aber zum Teil steht dabei auch Profit im Vordergrund. Und man scheut nicht davor zurück illegale Aufträge anzunehmen oder Verbrechen zu begehen, solange man der Alliance entkommen kann. Oder mit Inaras Worten: tragic nobility
Dieser Wiederspruch wirkt in der Serie völlig natürlich und verleiht ihr ihre Komplexität, abseits der üblichen Schwarz/Weiß Malerei
Firefly schafft es in nur 14 Episoden neun Charaktere einzuführen und mehr zu entwickeln als viele andere Serien in mehreren Staffeln, wobei keiner vernächlässigt wird.
Die Charaktere sind auch der Hauptreiz der Serie. Es macht einfach Spaß ihnen zuzusehen. Die Serie ist unglaublich witzig, ohne jedoch wirklich Comedy zu sein, denn die Schauspieler schaffen es die offensichtlichen Gags zum Teil sehr ernst rüberzubringen
Dazu eine innovative Kameraführung, die hauptsächlich auf Steadycams setzt. Das Schiff ist in nur zwei Sets gebaut, und damit fast völlig frei begehbar. Das ermöglicht längere Kamerafahrten und tracking shots und viele Schnitte.
Auch bei den Weltraum Szenen hat man bewusst eine künstliche Kamera verwendet, die schwenkt und zommt. Ein Stil der später bei Battlestar Galactica wieder aufgegriffen wurde.
Ebenfalls eine Rarität: keine Geräusche im Weltraum
Noch ein wichtiger Tip:
Wenn man Englisch kann, sollte man Firefly unbedingt im Original ansehen. Wenn nötig mit den englischen Untertiteln.
Der schon angesprochene Humor beruht sehr stark auf den Eigenheiten der Englischen Sprache und lässt sich nur mit starken Abstrichen übersetzen.
Es gibt sehr viel Umgangssprache, Wortspiele, verfälschte Grammatik und auch neu erfundene Wörter (gorram = goddamn, humped = screwed, atmo = atmosphere, shiny = cool etc.) die Firefly den letzten Kick geben und die Atmosphäre abrunden.
Die Wirkung des Humors hängt meiner Meinung nach auch stark von der Leistung der Schauspieler ab, die es schaffen ihn oft trotzdem ernsthaft herüberzubringen. Es sind nicht nur einfacher Einzeiler, sondern oft enthält ein Witz mehrere Ebenen an Bedeutung und lässt Rückschlüsse auf die Motivation und Persönlichkeit der Charaktere zu. An der Betonung der Dialoge und der Sprachmelodie hängt daher letztendlich auch der Charme der Charaktere. Vom deutschen Trailer der DVDs und des Films kann man darauf schließen, dass diese zusätzliche Dimension in der Synchronisation verloren geht und die Serie somit oberflächerlicher wird
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285 von 298 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser geht's nicht!, 7. Januar 2006
Von Ein Kunde
Als Joss Whedon gerade mit Buffy Erfolge feierte, meinten ein paar große Tiere eines amerikanischen Fernsehsenders, sich seine nächste Serie sichern zu müssen. Ohne sich das Konzept näher anzusehen, gaben sie seine neue Serie Firefly in Auftrag. In dieser geht es um eine Zukunft, in der sich die Menschheit ins All ausgebreitet und dort Kolonien gebildet hat, zwischen denen sie mit Raumschiffen verkehren. Der Hauptunterschied zu anderen Science Fiction-Serien oder Filmen mit ähnlichem Konzept ist, dass es hier nicht um Außerirdische geht und auch die technischen Fortschritte nicht zum Selbstzweck werden. Stattdessen steht der Mensch mit all seinen Schwächen und Stärken im Mittelpunkt (z. B. organisiertes Verbrechen, Prostitution, Krieg, aber auch Loyalität und Ehre). Wir haben also keine saubere Zukunft in sterilen Raumschiffen, deren größtes Problem darin besteht, friedliche Beziehungen zu Aliens zu knüpfen, sondern es geht um einen Crew, die in einem abgetakelten Raumschiff unterwegs ist und sich mit mehr oder weniger legalen Mitteln ihren Lebensunterhalt verdient. Dabei versuchen sie dem totalitären Regime, das den letzten Bürgerkrieg gewonnen hat, das eine oder andere Schnippchen zu schlagen. Das Ergebnis ist eine Mischung aus SF und Western mit Anlehnungen an den amerikanischen Bürgerkrieg, also ein ungewöhnliches und originelles Konzept. Genau das war wohl auch das Problem: Als die großen Bosse den Pilotfilm zu sehen bekamen, waren sie nicht begeistert. Die Serie wird spannend und intelligent eingeführt. Wir bekommen ein paar Hintergründe zur Welt und den Charakteren, dazu eine tolle 90 min. Geschichte. Die Fernsehbosse wollten aber weniger Anspruch und Hintergrund, dafür mehr Action (sprich: SF für simple Gemüter). Also wurde nicht etwa der Pilotfilm als Erstes ausgestrahlt, sondern man fing mit einer späteren Folge an. Da man sowieso schon nicht zufrieden war, ging man den klassischen Weg, den auch andere gute Serien in Amerika schon durchlaufen mussten: Schlechter Sendeplatz, häufige Unterbrechungen, Ausstrahlung in der falschen Reihenfolge - infolgedessen Unverständlichkeit, Frustration der Zuschauer, schlechte Einschaltquoten... So kann man dann schließlich das Produkt, das einem sowieso nie so recht gefallen wollte, "guten Gewissens" absägen. Genau das ist auch mit Firefly nach nur 11 Folgen geschehen. Was daran besonders ärgert, ist, dass die Serie eigentlich alles hatte, um sich eine ständig wachsende Fangemeinde aufzubauen (was ja auch nach der DVD-Veröffentlichung in Amerika geschah): Ein interessantes Konzept, tolle Charaktere, eine ideale und sehr glaubwürdige Besetzung und tolle Geschichten. Tatsächlich ist Firefly die einzige Serie, die ich kenne, bei der jede einzelne Folge gelungen ist. Sie sind alle perfekt, es ist nicht eine schwache Folge dabei. Das haben wir wahrscheinlich der Tatsache zu verdanken, dass Whedon und seine Crew wussten, wie gefährdet ihre Serie war, und sich deshalb bei jeder Folge größte Mühe gaben. Das Ergebnis ist die wohl beste Serie, die mir bislang untergekommen ist. Insofern ist es ein reines Vergnügen, sich diese Box anzusehen. Das Frustrierende ist zu wissen, dass hieraus in besseren (und halbwegs mit Intelligenz gesegneten) Händen mehrere Staffeln an tollen Geschichten werden hätten können statt der hier veröffentlichten 14 Folgen und einem Kinofilm (Serenity). Insofern 5 Sterne für die Serie, aber es bleibt jedes Mal, wenn ich sie ansehe, ein wehmütiges Gefühl - und Wut auf Produzenten, die sich besser einen anderen Beruf suchen sollten.
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49 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Juwel unter den Sci-Fi Serien, 8. September 2006
Mit Joss Whedons Abschlusswort des Making-of als Titel dieses Textes möchte ich meine kleine Rezension beginnen. Viel wurde zu dieser aussergewöhnlichen Serie schon geschrieben und die Anzahl der Rezensionen zeigt, dass die Begeisterung keinen Abbruch findet.

Von Freunden habe ich von dieser Serie erfahren und sie kürzlich endlich von einem Kollegen ausleihen können. Von vornerein wurde mir gesagt, dass nur eine Staffel existiert und ich war etwas skeptisch, ob es sich überhaupt lohnt eine Serie zu schauen die so schnell abgesetzt wurde. Ich kann nur sagen: nichts was ich mir in letzter Zeit angeschaut habe, hat sich so sehr gelohnt wie Firefly.

Joss Whedon kreierte mit Firefly eine Zukunftsvision, die Science Fiction und Western kombiniert. Wie er im Making-of erklärt, wollte er damit eine Zukunft darstellen, mit der sich der Zuschauer anfreunden kann, da sie ihm vertraut erscheint und im Grunde immer noch die gleichen Probleme vorherrschen wie in der Gegenwart. Eben keine sterile Star Trek Zukunft oder übermächtige Imperatoren und Jedi Krieger. Dieser Aspekt und eine sehr gute Einleitung der Serie machen den Start in Firefly so angenehm wie nur möglich.

Viel wichtiger als eine glaubwürdige und menschennahe Zukunftsvision war ihm jedoch die Serenity und ihre Crew: die einzelnen und unterschiedlichen Charaktere, ihre Träume, Ziele, Absichten und Einstellungen. Neben den sehr gelungenen Episoden Geschichten spielen diese Charaktere und ihre Beziehungen untereinander eine wichtige Rolle und je länger man Firefly schaut, desto mehr hat man das Gefühl Teil dieser kleinen Familie zu werden. Und wenn die Serie sich dem Ende neigt, ist man tatsächlich traurig diese tollen Charaktere aber auch Schauspieler nicht mehr wiedersehen zu können.

Firefly ist neben der Battlestar Galactica Neuauflage eine der Serien, die mich am meisten berührt haben. Dass so ein Juwel nicht fortgesetzt wird ist eine trautige Tatsache und nach dem Ausklingen der letzten Minuten Firefly bleibt der unerschütterliche Eindruck, dass sich hier ein Stück Sci-Fi Geschichte abgespielt hat.
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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Diamant, der nicht scheinen durfte..., 28. April 2006
"Firefly" bietet mit seinem für eine Science-Fiction Serie ungewöhnlichem Setup, seinen wundervoll schrägen Charaktären, der gut aufgelegten und glaubwürdig aufspielenden Schauspielerriege und der hochwertigen Produktion alles, was man sich von einer Fernsehserie wünschen kann, und vielleicht noch ein wenig mehr.

Die Mischung aus Wildwest und Science-Fiction mag auf den ersten Blick für manche gewöhnungsbedürftig sein, ist aber durchaus plausibel (Neubesiedlung von Planeten, Siedler bedienen sich so weit es geht dort vorhandener Resourcen und Möglichkeiten, was in ein recht einfaches Leben mündet) und macht mit dem Outlaw-Thema durchaus Laune. Vor allem, es ist etwas neues im TV-SF-Genre, weitab vom Hochglanz Startrek oder heroischen Heldengeschichten. Die Crew der Firefly sind keine pseudo-Ritter in strahlender Rüstung, mehr ein Haufen Außenseiter, die irgendwie versuchen, mit mehr oder minder zwielichtigen Jobs über die Runden zu kommen. Nicht alles, was sie tun, hat zwingend gute Auswirkungen. Sie versuchen, auf ihre Art das richtige zu tun, aber es gelingt nicht immer. Und jeder an Bord hat seine eigene Geschichte und Motive, die sich erst im Verlauf der Serie (und schätzungsweise im abschließenden Film, den ich noch nicht gesehen habe) nach und nach offenbaren. Am ehesten ähnelt der Aufbau in der Hinsicht dem ebenfalls hervorragendem "Farscape".

Was die Serie außerdem auszeichnet, sind abwechlungsreiche Geschichten, die nicht nur in ihrem abgeschlossenen Zustand relevant sind, sondern Auswirkungen haben auf spätere Folgen, und vor allem der feine Humor, der sich mit einem göttlichen Timing und nie aufgesetzt durch die Geschichten und Dialoge zieht.

Klar bedient sich die Serie klassischen Mustern, wie der Liebesgeschichte, die irgendwie nicht wirklich passiert (Sogar zwei davon), Charakterklischees, die irgendwie schonmal da waren (sei es der leicht verklemmte Doktor aus gehobener Gesellschaft oder der grobschächtige Schläger, der in erster Linie nur auf seinen persönlichen Nutzen aus ist), aber die Charaktäre entwickeln sich über ihren Klischees heraus, ohne unglaubwürdig zu werden. Und das Fehlen von Aliens (den mutierten Kuhfötus nicht eingerechnet) und wenig Technikschnickschnak mag den klassischen SF-Fan enttäuschen. Aber "Firefly" ist trotzdem, oder gerade deswegen, mehr als nur sehenswert, und es ist bedauerlich, dass sie nie eine echte Chance hatte und eingestellt wurde, bevor sie sich richtig entfalten konnte.
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123 von 131 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Totgesagte leben länger ..., 7. August 2005
Von 
M. Meyer "mhmeyer" (Weiterstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Sofern es sich bei dieser DVD-Box tatsächlich um die deutsche Fassung handelt, bekommen wir (endlich auch) in Deutschland - rechtzeitig vor dem Kinostart von "Serenity" - eine der originellsten aber auch verkanntesten Serien der letzten Jahre zu sehen.
Bereits Entstehungsgeschichte und Hintergrund dieser Serie dürften einzigartig ein: "Buffy-Creator" Joss Whedon hatte 2002 im Auftrag des US-Networks FOX einen aufwendigen Pilotfilm zu einer neuen Serie konzepiert und produziert, welche die ungewöhnliche Verquickung von Science-Fiction mit klassischen Western-Elementen beinhaltete. In dem 90-minütigen-Piloten wurden die 9 Hauptfiguren, welche allesamt sehr facettenreiche und komplexe Charaktere beinhalten, detailliert vorgestellt und eingeführt. Leider war dieser Pilotfilm für die seinerzeigen FOX-Verantwortlichen nicht actionreich genug, so dass diese beschlossen, diese wichtige Einführungsfolge nicht auszutrahlen. Statt dessen wurde die Serie mit der zweiten Folge eröffnet, welche von Whedon noch in letzter Minute umgeschrieben werden musste. Auch in den darauffolgen Wochen wurde die Ausstrahlungsreihenfolge von FOX beliebig verändert, so dass für den Zuschauer ein durchgehender roter Faden kaum noch erkennbar war. Auch die subtil gezeichnete Entwicklung der Charaktere war durch dieses Ausstrahlungsfiasko schließlich nicht mehr nachvollziehbar.
Da FOX die Serie ohnehin auf einen miserablen Sendeplatz am Freitag Abend platziert hatte, hatte "Firefly" in den USA nie eine Chance sein Stammpublikum überhaupt zu erreichen. Unter diesen Voraussetzungen war es letztendlich keine Überraschung mehr, dass die Serie schließlich nach 11 Folgen mangels Einschaltquoten wieder abgesetzt wurde.
Nach Veröffentlichung der kompletten 14 Folgen (in der richtigen Reihenfolge) auf DVD entstand jedoch eine stetig wachsende Fangemeinde, welche das verschenkte Potential der Serie erkannte. Die immensen Verkaufzahlen der DVD-Box brachten schließlich UNIVERSAL dazu, das Serienkonzept von Whedon wieder aufzugreifen und auf der großen Leinwand fortzuführen. Als Ergebnis enstand der Kinofilm "Serenity", welcher im Herbst bzw. Winter diesen Jahres weltweit anläuft.
Die Serie bzw. der Film spielen ca. 500 Jahre in der Zukunft und schildert die Abenteuer des Firefly-Raumschriffs "Serenity" und seiner Besatzung unter der Leitung von Captain Malcolm "Mal" Reynolds. Sowohl die Charaktere als auch die Geschichten heben sich wohltuend von anderen Science-Fiction-Serien ab. Sämtliche Rollen sind perfekt besetzt, wobei die meisten Darsteller bei uns noch weitestgehend unbekannt sind. Die technischen Effekte wurden 2003 sogar mit einem "Emmy" ausgezeichnet.
Wer also 'mal wieder eine intelligente und interessante Serie erleben will, sollte "Firefly" unbedingt eine Chance geben und im Winter auch die Fortsetzung "Serenity" im Kino mitverfolgen !
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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen beste serie die ich seit langem gesehen habe, 12. August 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
ich bin meinem kumpel immer noch dankbar, dass er mich auf die existenz dieser serie hingewiesen hat. es ist wirklich das genialste was ich momentan an serienkost kenne. und eine nicht zu verstehende ironie, dass so etwas abgesetzt wird. wenn man sich den ganzen schwachsinn im fernsehen so anschaut, es lohnt sich ja bald wirklich nicht mehr einzuschalten, ist es mir ein unglaubliches mysterium, dass diese serie nicht weiter produziert wird und noch nicht einmal den weg ins deutsche fernsehen geschafft hat. man sollte wirklich nicht die usa als vorbild in bezug auf geschmack nehmen. ich kann es nicht glauben, dass ich, nachdem ich die dvd collection ganz angeschaut habe nicht mehr in den genuss eine fortsetzung komme. traurig aber wahr. ich fand diese serie einfach nur toll, super schauspieler, tolle filmmusik, geile mischung aus scifi und western, spitzen humor.... einmalig. es ist auch nicht nachzuvollziehen, warum diese serie nicht nachträglich fortgesetzt werden kann, nachdem doch offensichtlich ist, dass sie extrem viele fans hat. leider kann man es nicht ändern, ich glaube ich schaue mir die vorhandene kollektion immer wieder an und träume weiter von einer fortsetzung.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich könnte jedesmal heulen..., 3. Dezember 2010
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
... wenn ich daran denke, daß nur diese halbe Staffel dieses Kleinods produziert wurde.

Zum ungewöhnlichen Setting wurde in den anderen Rezensionen schon genug geschrieben und wenn man das erst liest klingt es wirklich schräg und nicht sehr vielversprechend. Aber wenn man die anfängliche Aversion mal überwunden hat, wird einem klar, daß dieses Setting der perfekte Rahmen für die verschiedenen Charaktere ist.

Und die Charaktere sind das eigentliche Juwel dieser Serie. Ich kenne keine andere Serie, bei der einem die Charaktere derart ans Herz wachsen wie bei Firefly. Hier wurde diesbezüglich in 14 Folgen mehr erreicht, als andere Serien in mehreren Staffeln schaffen. Und das Zusammenspiel dieser Charaktere ist mal tragisch und oft auch brüllend komisch. Es gibt diverse Zitatseiten im Netz, einfach weil so viele der Dialoge zitierenswert sind.

Hier haben die Autoren wirklich unglaubliche Arbeit geleistet!

Die ersten zwei, drei Folgen können manchem vielleicht noch etwas zäh vorkommen, aber es lohnt sich wirklich, durch zu halten. Die Serie rollt langsam wie ein Güterzug los und nimmt dann richtig Fahrt auf. Einige sehr interessante Subplots werden angedeutet und dann endet die Fahrt auch leider wieder schon. Und das sehr abrupt, denn man sitzt fassungslos vor dem Fernseher, der soeben die letzte der 14 Folgen zeigte und man fühlt sich um eine großartige Erfahrung betrogen. Für jeden, der die Serie gesehen hat, sowieso klar, hat sich die Einstellung dieser Serie als eine der größten Fehlentscheidungen der Fernsehgeschichte herausgestellt.

Der Proteststurm der Fans und die Tatsache, daß die DVD-Verkäufe durch die Decke gingen, sorgten dafür, daß noch ein Film als Abschluss gedreht wurde. Der Film für sich ist auch großartig, aber man kommt nach Sehen der Serie nicht umhin, diesen mit einem bitteren Beigeschmack zu sehen. Denn der Film ist nur ein schwacher Trost dafür, daß hier so gewaltiges Potential in die Tonne getreten wurde.

Die Serie mag nicht jedermanns Sache sein, aber wem sie gefällt, der liebt sie innig und fanatisch.
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30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch für Nicht-SciFi-Fans, 15. August 2005
Von 
Festini Alexander "Trienco" (Munich, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Was sollte man noch dazu sagen, was nicht schon in einer der momentan 1500 Bewertungen auf amazon.com gesagt wurde (davon 1410 mit 5 Sternen)? Also gehen wir davon aus, daß es an der Sprache scheitert, denn jeder, der mit Englisch keine Probleme hat, sollte diese DVD schon längst im Regal stehen haben.
Zuerst, man muß kein Fan von Scifi oder Western sein, um die Serie zu genießen. Ich kann selbst auf Western dankend verzichten und auch von Scifi hatte ich zu der Zeit dank der Star Wars Prequels und Enterprise erstmal die Nase voll. Firefly ist aber weder seelenlose Effektorgie, noch endloses Technogebrabbel mit erhobenem moralischen Zeigefinger. Kein trippelinvertierter Quanten-Tachyon-Bloodymary-Impuls auf einer pi-fach verzwirbelten Hirnriss-Trägerwelle wird im letzten Moment aus dem Hut gezogen, um auf automagische Weise alle Probleme zu lösen.
Stattdessen gibt es interessante Charaktere, typisch unterhaltsame Joss Whedon Dialoge und ausnahmsweise nicht das Ziel, einmal die Woche das Universum zu retten, sondern einfach nur irgendwie das Geld für die nächste Tankfüllung aufzutreiben. Wie jemand so treffend beschrieben hat: "stell dir vor, Star Wars hätte sich nur um die Abenteuer von Han Solo gedreht".
Die Aliens muß man sich dabei allerdings wegdenken, denn in Firefly haben Nasen- und Stirnprothesen Hausverbot. Was bleibt? Eine Allianz der verbliebenen Großmächte Amerika und China, die analog zum amerikanischen Bürgerkrieg das System trotz Widerstand der Unabhängigen unter ihrer Herrschaft vereint hat. Eine 5/6-köpfige Crew, eine handvoll Passagiere und freundliche Gesellen, die Reaver genannt werden und den Rand des Systems unsicher machen. Quasi ein Haufen verrückt gewordener Ed Geins (Vorlage für Figuren wie Leatherface oder Norman Bates). All das ist aber letztlich nur der Hintergrund, für die eigentlichen Geschichten und Entwicklungen, deren Beschreibung jeden Rahmen sprengen würde.
Die Serie konnte sich auf Fox nicht lange halten, wobei man mit einem Blick auf die abgesägten Serien auf Fox fast schon meinen würde "von Fox nach ein paar Folgen abgesetzt" wäre ein verqueres Gütesiegel. Schlechter Sendeplatz, eine Vorschau, die selbst hartgesottene Fans Abstand nehmen lassen würde und regelmäßiges Verschieben und ausfallen lassen waren keine Hilfe, für bessere Quoten zu sorgen. Gleiches gilt für die scheinbar zufällige Reihenfolge und der Ausstrahlung des Pilots zum Abschluß.
All das muß einen bei der DVD zum Glück nicht stören, was letztlich der Grund war, warum sie sich selbst zwei Jahre später noch gut genug verkauft, um regelmäßig in amazons Top 20 aufzutauchen und Universal zu überzeugen, daß ein Kinofilm eine gute Investition wäre.
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41 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich mal wieder eine Serie mit einem Storybogen, 28. November 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich kann diese Serie nur jedem empfehlen, der längere Stories mag. Ansonsten war ich insgesamt sehr angenehm überrascht, hätte ich von Wheadon nicht erwartet. Die Idee, die Planeten der Zukunft nach einem Krieg in einer Art Frontier-Umgebung darzustellen, finde ich sehr gut und glaubhaft. Nach jedem Krieg gab es das auf der Erde ja auch, die abgelegenen Gegenden waren immer die Letzten, wo alles wieder 'normal' wurde. Das das in der Serie nicht für die reichen Zentralplaneten gilt, macht das ganze noch besser.
Das er daran dachte, auch die in der Realität vermutlich in der Zukunft global mehr auf unser aller Kultur Einfluss nehmenden Chinesen (durch die hohe Bevölkerungszahl und steigendes Einkommen...) nicht zu vergessen, finde ich auch ungewöhnlich.
Aber am Besten finde ich, das die Geschichte von der Sicht der 'Verlierer' zu erzählen und das Niemand nur schwarz oder weiss ist, so hat auch der 'Held' nicht nur Positives an sich. Und er ist nicht in allem der 'Superman' der alles kann, baut z.B. richtig Mist im zwischenmenschlichen Bereich.... ein (fast) normaler Mensch, mit einer interessanten Mischung von Fähigkeiten und Schwächen. Mit einer Ausnahme: er gibt nie auf.
Auch die Crew unterscheidet sich z.B. in den Verhaltensweisen und den Gründen auf dem Schiff zu sein, deutlich voneinander => so sind sie zum Glück nicht dieser oft in Serien vorkommende langweilige Einheitsbrei. Schade finde ich nur, dass die Serie durch diese merkwürdige Sendepolitik damals keine Chance hatte und dann eingestellt wurde.
Ich möchte auch noch Jedem empfehlen, die Serie in der Originalsprache anzusehen, so einige witzige Diskussionen und Reaktionen verlieren - in meinen Augen - stark in der Übersetzung.

Extras:
Gag-Reel (rentiert sich)
geschnittene Szenen
Alan Tudyks allererste Castingaufnahme
3 Featurettes (Führung durch das Set, Making-Of, Serenity = der 10.Charakter)
Joss singt den Titelsong
Audio-Kommentare (audio und Untertitel jeweils in Englisch und Deutsch, gilt übrigens auch für alle Episoden)

Ergänzung:
immer wieder fragen Leute mich nach der richtigen Reihenfolge, da scheint das Menue etwas verwirrend gestaltet zu sein. Produziert wurde die Box so, wie sie geplant und logisch war, also nicht die damalige Ausstrahlungsreihenfolge (englisch - deutsch):

1. Serenity '(Pilotfilm) (Audio-Kommentar mit J.Whedon + N.Fillion)
2. The Train Job - Schmutzige Geschäfte (Audio-Kommentar mit J.Whedon + T.Minear)
3. Bushwhacked - Fernab der Zivilisation
4. Shindig - Das Duell (Audio-Kommentar mit J.Espenson + M. Baccarin + Shawna Trpcic=Kostüme)
5. Safe - In letzter Sekunde
6. Our Mrs. Reynolds
7. Jaynestown
8. Out of Gas - Kampf ums Überleben (Audio-Kommentar mit T.Minear + D.Solomon=Regie)
9. Ariel - Falsches Spiel
10.War Stories - In den Fängen des Shanyou (Audio-Kommentar mit N.Fillion + A.Tudyk)
11.Trash - Antiquitätenraub
12.The Message - Die Botschaft (Audio-Kommentar mit J.Staite + A.Tudyk)
13.Heart of Gold - Leichte Mädchen
14.Objects in Space - Der Kopfgeldjäger (Audio-Kommentar mit J.Whedon)

Ergänzung II:
eigentlich müssten es ja alle 'Browncoats' mitgekriegt haben, aber für die Zuschauer, die es (noch) nicht sind und wissen: es gibt inzwischen auch einen Film zur Serie, ca. 1/2 Jahr nach dem Ende Serie handelnd: Serenity
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