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56 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atemberaubend und fesselnd
Mit einer unglaublichen Feinfühligkeit und Leichtigkeit geht dieser Film an ein recht schwierige Thema heran.

Das hörende Kind gehörloser Eltern entdeckt die Musik für sich, als es von seiner Tante eine Klarinette geschenkt bekommt. Mit wunderbaren Klängen wird die Musik im Herzen des Mädchens (Lara) immer größer, bis es...
Veröffentlicht am 29. Dezember 2008 von Delilah Winter

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Weniger als erwartet
Ich habe mir diesen, mir unbekannten Film, aufgrund der vielen positiven Bewertungen (4,8 bei 74 Bew.) zugelegt. Man will ja nichts versäumen … Es ist auch genau die Art von Film, die ich eigentlich mag. Doch nun fühle ich mich veranlasst, meine Meinung hier kundzutun, da diese erheblich von den übrigen abweicht.

Ich will den Film nicht...
Vor 12 Monaten von Thomas Schönfeld veröffentlicht


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56 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atemberaubend und fesselnd, 29. Dezember 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Jenseits der Stille (DVD)
Mit einer unglaublichen Feinfühligkeit und Leichtigkeit geht dieser Film an ein recht schwierige Thema heran.

Das hörende Kind gehörloser Eltern entdeckt die Musik für sich, als es von seiner Tante eine Klarinette geschenkt bekommt. Mit wunderbaren Klängen wird die Musik im Herzen des Mädchens (Lara) immer größer, bis es sich entschließt tatsächlich Musikerin zu werden. Das bleibt nicht ohne Konflikte mit dem Vater, da durch die Musik die Kluft zwischen der Tochter und den Eltern immer größer wird. Die Musik wird Auslöser eines Generationenkonflikts und eines Problems, das schon lange unter der Oberfläche gebrodelt hat. Der Keil zwischen Lara und ihrem Vater scheint immer größer zu werden, bis die Mutter bei einem tragischen Unfall ums Leben kommt.

Tatsächlich kommt der Film ohne Klischees, Kitsch und Übersentimentalität aus. Er denunziert weder die eine, noch die andere Gruppe. Stattdessen ist er gespickt mit Poetik und Sensibilität.

Zudem rutscht der Film trotz Konflikt zwischen Vater und Tochter nie ins Überdramatische hinein. Man hat immer die Möglichkeit mit den Charakteren mitzufühlen und ihre Standpunkte zu verstehen. Außerdem wird die Handlung oft von einer mitreißenden Leichtigkeit und einem hoffnungsvollen Frohsinn mitgetragen.

Außerdem ist Lara kein stilles Mäuschen, sonder selbstbewusst und sicher zu ihrem Weg stehend.

Die musikalische Untermalung ist atemberaubend schön. Die Klarinettenstücke schwanken zwischen Fröhlichkeit und Melancholie und stehen parallel zum Geschehen.

Fazit: Dass es sich hier nicht um ein Blockbusterkino mit überschäumender Dramatik und hochspannungsgeladener Stimmung handelt, dürfte wohl klar sein. Das alles braucht der Film auch gar nicht um sich in die Herzen des Zusehers zu spielen.
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31 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Jenseits der Stille" verdient eigentlich 10 Sterne, 28. November 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Jenseits der Stille (DVD)
Durch Zufall schaltet man den Fernseher kurz vor Weihnachten ein und wird sogleich von den ersten Bildern gefesselt - so fing die erste Begegnung mit dem besten deutschen Spielfilm seit langer Zeit an. Nun also auf DVD: hervorragende Schauspieler, sorgfältig entwickelte Charaktere, bezaubernde Augenblicke, anrührende Klarinetten-Musik, wundervolle Landschaften, durch die meisterliche Kameraarbeit perfekt in Szene gesetzt - es gibt keine Stelle, über die es etwas Negatives zu schreiben gäbe. Ein dickes Lob gebühren Tatjana Trieb als "kleine" Lara mit starker Ausdruckskraft, Sylvie Testud mit ihren neckischen Szenen als erwachsene Lara und Emanuelle Laborit, die sehr viel von der Ausdrucksfähigkeit der Marlee Matlin in "Gottes vergessene Kinder" hat, was nicht wundert, da sie die Rolle der Sarah in Frankreich am Theater spielte. Alles in allem: dieser Film macht auch noch beim fünften, sechsten Ansehen Spaß, rührt an und bezaubert durch eine Atmosphäre, die sich selbst durch die längste Rezension einfach nicht beschreiben lässt. 10 Sterne, wenn es das denn gäbe, und unbedingt zulegen!
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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr realistisch verbunden mit Gefühl!!!, 11. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Jenseits der Stille [VHS] (Videokassette)
Dieser Film ist einfach sehenswert. Zum einen wird die Geschichte des kleinen Mädchen mit seinen gehörlosen Eltern sehr realistisch dargestellt, auch die Gehörlosigkeit der Eltern. Auf der anderen Seite wird auch eine Liebesgeschichte eingebaut, duch die deutlich wird, dass man Verständnis und Geduld für den anderen aufbringen muss, wenn man ihn wirklich liebt.
Wer Fan von dem Klarinettisten Giora Feidman ist, der muss sich schon allein deswegen den Film anschauen. Wer bisher nichts für diese Art von Musik abgewinnen konnte, der wird sie hinterher lieben und nicht mehr aus seinen Ohren kriegen!!!
Also nichts wie ran an den Film!!! ;o)
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie klingt ein Sonnenuntergang?, 21. April 2009
Von 
Stephan Seither (Berg / Rheinland-Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Jenseits der Stille (DVD)
Die kleine Lara hat es nicht gerade leicht - in der Schule hinkt sie den Leistungen ihrer Mitschüler hinterher, die eigenen Eltern können die Defizite nicht ausgleichen - Vater und Mutter sind nämlich gehörlos... - Einzelkind Lara wächst somit von Kindesbeinen an in die Rolle der Vermittlerin zwischen gehörlosen Eltern, Verwandten, Bankberatern, Lehrern usw. hinein....

Caroline Link ist es gelungen u.a. den Abnabelungsprozess zwischen Eltern und Kind zu thematisieren, dieser nicht gerade konfliktfreie Prozess wird hier zudem verstärkt durch das spezielle Band der besonderen Abhängigkeit(en) zwischen behinderten Eltern und der von Handicaps verschonten Tochter, die über die Musik eine Welt entdeckt, in der ihre Eltern nicht folgen können.

Die Handlung nimmt den sicherlich schnell gefesselten Zuschauer mit in eine Welt, von der man als hörender Mensch nicht viel ahnt, in der man sich oft ganz andere Fragen stellt - so z.B. die, welches Geräusch der Sonnenuntergang wohl verursachen mag?

In welches Genre ist der Film denn nun einzuordnen? In die Schublade "Komödie" passt er beim besten Willen nicht und für eine Tragödie fehlt dem Film, per klassischer Definition einer Tragödie, schlicht der tragisch gescheiterte Held! Vielmehr entwickeln sich alle Protagonisten während der 112 Minuten Filmerlebnis, in durchaus unterschiedliche Richtungen, weiter.

Fazit:
Von Kitsch keine Spur, die Trändendrüsen werden nicht überstrapaziert und selbst die Tatsache, dass man der "älteren" Lara (gespielt von Sylvie Testud) ansieht, dass deren unverändert eingesetzte Mutter (gespielt von Emmanuelle Laborit) wenigstens gleichaltrig sein müsste, in Wirklichkeit ist Sylvie Testud sogar ein knappes Jahr älter, stört nur ganz kurz, kaum der Rede wert - was bleiben wird ist die Erinnerung an einen absolut sehenswerten Film!
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diesmal haben alle 5* Rezensenten Recht!, 26. Juni 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Jenseits der Stille (DVD)
Jenseits der Stille ist der beste deutscher Film, den ich seit langen gesehen habe.

Es ist fast unfassbar wie realistisch der Film wirkt. Eine grandiose Leistung von Caroline Link eine Lebensgeschichte in 90 Minuten so glaubhaft darzustellen.

Um die Personen mit Ihren Sorgen, Wünschen, Ängsten, Hoffnungen und zwischenmenschlichen Konflikten so detailliert zu skizzieren hätten andere mindestens fünf Filme gebraucht. So liebevoll mit ihren Figuren kann nur eine Frau umgehen. Selten habe ich so übereinstimmende Kritiken gelesen wie hier.

Dies untermauert umso mehr die hervorragende Arbeit.

Nirgendwo in Afrika" ist ein zweiter toller Film von Caroline Link mit an sich einer identischen Thematik und trotzdem sehr sehenswert.

Ich sage: weiter so Frau Link und warte mit Ungeduld auf den nächsten Streifen.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traumhaft, da stimmt die Musik!, 25. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Jenseits der Stille (DVD)
Bei diesem Film passt alles, talentierte Schauspieler, schöne Musik, die perfekt zur jeweiligen Stimmung passt. Und ein Film, der alles bietet, was man will, nicht nur zum Weinen und Mitfühlen, wie überall steht, der Film ist auch witzig, man kann ein paar Mal richtig schön schmunzeln.
Am besten gefällt mir immer noch die Szene, in der einer der Schauspieler den Song "I will survive" "synchronisiert".
Unbedingt anschauen, tolle Ideen machen den Film sehenswert! Großes Lob an alle Mitwirkenden!!!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen jenseits der stille, 10. Februar 2009
Von 
trebor (Freiburg im Breisgau) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Jenseits der Stille (DVD)
Sehr gefühlvolle Handlung. Der Film gibt einen sehr emotionalen und wirklichkeitsnah empfundenen Einblick in die Problematik vom Umgang mit Behinderten. Gleichzeitig wird die Entwicklung der Rivalität zwischen Geschwistern deutlich, denen in der Kindheit unterschiedliche Beachtung und Wertschätzung entgegengebracht wird.
Dieser Film wäre ein sehr nützlicher Anschauungsunterricht für den Schulunterricht.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Film anderer Film wirkt lieblicher, 23. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Jenseits der Stille [VHS] (Videokassette)
Ich habe den Film bestimmt schon 20Mal gesehen und bin noch jedesmal begeistert. Man entdeckt immer wieder neue Details. Aber eigentlich möchte ich von etwas anderem schreiben: Lara ist ein Kind wie jedes andere. Ausser dass sie die Elterngespräche und die Bankgespräche für die Eltern manipulieren kann und so ihre Spielchen mit ihnen treiben kann. Doch die Eltern haben keine Wahl, zuerst müssen sie Lara vertrauen. In diesem Film wird aber die Thematik nich Blossgstellt, sondern sie ist einfach da. Die Eltern sind taubstumm und das ist jetzt eindach so- normal. Es schildert das normale Leben von einer Frau, die sich aus einer engen Familie langsam lösen möchte. Zuerst sanft und später etwas härter versucht sie von zuhause wegzukommen, und auszuziehen. Es ist auch eine Familiengeschichte, denn die Tante Clarissa spielt eine ebenso grosse Rolle wie die Mutter oder der Vater.
Der Film ist sehr lieblich und vorallem mit sehr viel Gefühl dargestellt. Bei manchen Szenen muss das Taschentuch hervorgeholt werden, sogar die, die nicht sehr sentimental sind.
Beeindruckend ist auch die Musik, bei der ich nur schon vom Blossen zuhören beginne zu heulen. Sie nimmt einen genau gleich mit wie die handlung und ist genau gleich wichtig für den Film.
Als ich verstehe alle, die diesen Film mit einem Preis belohnt haben, denn so hätte ich es auch gemacht!!!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswertes Upgrade, 5. Januar 2012
Von 
Guido Meier (Großherzogtum Baden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Jenseits der Stille [Blu-ray] (Blu-ray)
Diese Perle der deutschen Filmgeschichte darf in keiner ernstzunehmenden Filmsammlung fehlen. Wer die DVD nicht hat sollte sich sowieso schämen. Und wer sie hat für den lohnt sich das Upgrade auf Blu-ray auf jeden Fall.

Hier wurde wirklich ganze Arbeit geleistet. Die Bildqualität würde ich für einen Film diesen Alters fast schon als referenzwürdig bezeichnen. Viel mehr kann man da nicht rausholen. Eine sehr gute Schärfe, wunderbar natürliche - für heutige Sehgewohnheiten fast schon überhöhte - Farben können begeistern. Verschmutzungen wurden vorbildlich entfernt.

Beim Ton hat es zu DTS-HD Master Audio gereicht doch genrebedingt wird hier natürlich kein Effektfeuerwerk geboten. Immerhin wurde die Musik sehr stimmungsvoll und räumlich abgemischt. Man darf also vollauf zufrieden sein.

Das Bonusmaterial umfasst den Kinotrailer, einen Audiokommentar, eine kurze unkommentiertes Featurette und diverse recht informative Interviews, bei denen man u.a. auch erfährt, dass der beinahe gewonnene Oscar durchaus auch ein Fluch hätte sein können.

Noch ein kleines Manko: Es werden zwar Untertitel in Englisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch sowie Deutsch für Hörgeschädigte geboten. Doch leider sind bei den Szenen in Gebärdensprache die deutschen UTs fest eingeblendet. D.h. also Hörgeschädigte "müssen" diese UTs dann auch mitlesen obwohl sie ja die Gebärdengesten schon sehen. Ebenso sorgt dies für einen überfüllten Bildschirm wenn man eine andere Sprache als UT auswählt denn dann werden dieses Szenen doppelt untertitelt, unten auf Deutsch und oben in der Fremdsprache. Naja, das ist meckern auf hohem Niveau.

Einziger echter Minuspunkt ist der FSK Aufdruck, denn leider hat Universum bei diesem Titel aus nicht nachvollziehbaren Gründen auf ein Wendecover verzichtet obwohl bei diesem Studio sonst üblich.

Fazit: Ich empfinde dies als absolute Must-Have-Blu-ray!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Weniger als erwartet, 26. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe mir diesen, mir unbekannten Film, aufgrund der vielen positiven Bewertungen (4,8 bei 74 Bew.) zugelegt. Man will ja nichts versäumen … Es ist auch genau die Art von Film, die ich eigentlich mag. Doch nun fühle ich mich veranlasst, meine Meinung hier kundzutun, da diese erheblich von den übrigen abweicht.

Ich will den Film nicht schlechtreden, nein, es ist ein guter Film. Man ahnt zwar schon beizeiten, wie die Sache, zumindest für die Hauptfigur, ausgehen wird, doch das macht nichts. Die Geschichte wird gut erzählt, die Charaktere gut gezeichnet … Schon der Anfang mit den Geräuschen unter der Eisdecke – ein guter Einfall. So kann ein jeder mal zuhause in der Badewanne probieren, bzw. weiß man es, wie es sich Stimmen und andere Geräusche mit dem Kopf unter Wasser anhören – und da ist keine Eisschicht, wir können jederzeit auftauchen.

Es gibt einige emotional berührende Punkte, doch manchmal erscheinen sie zu aufgesetzt. Ein Lehrer-Eltern Gespräch zum Beispiel, im Beisein des gefährdeten Schülers und noch dazu als Dolmetscher - sehr fragwürdig. Da gibt es doch andere Möglichkeiten. Anderes ist aber durchaus glaubwürdig und wohlüberlegt, man bekommt einen guten Eindruck in das Gehörlosen-Familienleben. Dabei wird kaum auf die „armer Behinderter“-Tränendrüse gedrückt. Es kommt allerdings auch nie zu einer brenzlichen Situation oder gar einem unausweichlichen Konflikt durch die Taubheit. Beispielsweise hätte einer der Tauben eine, aus Sicht des Hörenden, falsche, folgenschwere Entscheidung treffen können, weil er (scheinbar) etwas nicht richtig verstanden hat, die dann eventuell für ihn doch die richtige war. Vielleicht hätte man Derartiges als Szene, wie es zu dem Unfall kam, einbringen können - irgendeine falsch verstandene Situation, etwas Schockierendes ... in dieser Richtung. Eine Andeutung dieser Problematik beim Radfahren war ja zu sehen.

Im Fortgang des Filmes spielt die Taubheit aber nur noch eine untergeordnete Rolle. „Untergeordnet“ ist vielleicht nicht das richtige Wort, aber das Folgende hätte sich so ähnlich auch mit normal Hörenden abspielen können. Der Film wird konventionell, wandelt sich von einem Sozialdrama zu einem Coming of Age-Drama/Romanze. Es geht um den Vater-Tochter-Konflikt, um Selbstfindung und eine erste Liebe. Letzteres kommt eher gehaltlos daher, hier fehlt die emotionale Tiefe. Manches fand ich unnötig und künstlich aufgehübscht, z.B. die Badeszene mit dem Riesen-Vollmond, der übrigens nach ca. einer Stunde immer noch an exakt der gleichen Stelle am Himmel verweilt.

In anderen Kritiken wurden die schauspielerischen Leistungen als gut bis sehr gut bezeichnet. Dem kann ich leider nicht zustimmen bzw. nur zum Teil. Besonders die Hauptfigur im jugendlichen Alter und ihre kleine Schwester – nein, schaut doch bitte mal genau hin. Es kann ja sein, dass man, wenn man voll im Geschehen drin und von diesem gefesselt wird, über manche Schwächen hinwegsieht, aber was da geleistet wurde, ist teils unterdurchschnittlich.
Zur Musik: Das Stück im jiddischen Stil hat mir sehr gut gefallen, auch das Vorspiel-Stück am Schluss nicht schlecht, aber sonst? Oft bemerkte man, dass die Darsteller nicht wirklich spielten. Vielleicht bewegt Lara die Finger richtig, aber die gehörten Töne kommen nicht aus dem Instrument an ihrem Mund. Ich verspürte auch nicht diese große Hingabe zu dem Instrument – habe diese regelrecht vermisst.

Fazit: Ein Film, wohl überlegt, leise und berührend, ohne sentimental zu werden, aber mit schauspielerischen Schwächen und einer Portion zu viel Kitsch im Fortgang, nur durchschnittlich umgesetzt. Mir fällt im Moment niemand ein, dem ich diesen Film empfehlen könnte.

Noch ein Wort zum Produkt DVD:
Es wäre doch gut möglich, dass sich ein Gehörloser diesen Film anschauen möchte.
Wieso gibt es keine Untertitel? Das ist unverständlich. (Anscheinend gibt es verschiedene DVD-Versionen, bei anderen sind sie dabei)
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Jenseits der Stille
Jenseits der Stille von Tatjana Trieb (DVD - 2008)
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