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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine Perle des deutschen Films,
Von
Rezension bezieht sich auf: Wir sagen du! Schatz. (DVD)
Ich durfte diesen Film im vergangenen Jahr auf dem Filmfest in Braunschweig sehen. Er war dort der absolute Publikumsrenner, so dass es sogar eine zusätzliche Vorstellung gab.Für mich als eingefleischter Kino Fan und Liebhaber des "schrägen" Films war dieses Stück deutsche Kultur eine wahre Offenbarung. Ich habe fast ein Jahr auf die DVD warten müssen und bin nun froh, sie meinen lieben Freunden unter den Weihnachtsbaum legen zu dürfen. Das empfehle ich übrigens allen Lesern dieser Rezension auch. Dafür gibt es auch Gründe: 1. Dieser Film hebt sich deutlich von anderen deutschen Komödien ab. Dieser Film ist wirklich witzig. Er lebt nicht nur von den pfiffigen und klugen Dialogen, auch von der irre komischen Situation an sich, und das ist auch der 2. Grund für meine Empfehlung. Die Geschichte, die erzählt wird, ist so schräg und bitter, dass man sich kaum wagt, zu lachen. Ungesehen traut man der Geschichte auch nicht zu, dass sie glaubhaft erzählt werden kann. Ein Mann, der keine Familie hat, sammelt sie sich auf der Straße zusammen, natürlich gegen den Willen der einzelnen Protagonisten. Er mauert sich mit ihnen in einem leer gewohnten Plattenbau ein und glaubt, einen auf heile Familie machen zu können. Als Zuschauer glaubt man nicht im Entferntesten daran, dass das, was er von langer Hand geplant hat, auch wirklich funktioniert. Also fragt man sich ständig, "Wie geht`s weiter?". Trotz der Kammerspiel ähnlichen Kulisse wird der Film nie langweilig. Er lebt von den Menschen. Jeder der Protagonisten hat seine eigene Geschichte, sein eigenes Leben, aus dem er heraus gerissen wird. Sie werden zusammen gebracht, jeder ist einander fremd, so fremd und gegensätzlich, dass auch Konflikte untereinander entstehen. In der realen Welt hätten sie womöglich nie ein Wort miteinander gewechselt, weil sie zu verschieden sind. Doch durch das Eingeschlossen sein, werden sie gezwungen, miteinander umzugehen und sich mit dem eigenen Leben auseinander zu setzen. Sie gelangen zu Einsichten, die sie einander versöhnlich stimmen. Überraschende Ereignisse und Wendungen tragen bis zum Schluss zur Spannung in der Geschichte bei. Der 3. Grund für meine Empfehlung, die DVD ausgerechnet zu Weihnachten zu verschenken, ist, dass eine ANDERE Weihnachtsgeschichte erzählt wird. Dem Zuschauer wird nichts von einer heilen Welt vorgegaukelt. Eher wird ein Spiegel aufgebaut, indem man sich durchaus auch selbst entdecken kann. Letztendlich wird der Zuschauer nicht nur amüsiert, sondern vor allem wissender in das reale Leben entlassen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
wir sagen Danke!!! Schatz.,
Von Peter Pan (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Wir sagen du! Schatz. (DVD)
Ich bin kein Mann der großen Worte, aber ich kann jedem Menschen mit Sehnsucht diesen Film nur sehr ans Herz legen. Aber eigentlich muss ich ihn da gar nicht hinlegen ... er hat so wahnsinnig viel Kraft, dass er seinen Weg dorthin ganz alleine findet.Und ich empfehle, sich die Extras alle von vorne bis hinten anzuschauen - da merkt dann erst, dass es ein Film war. Man erwacht ganz sanft aus einem Traum und freut sich einfach nur ... Zärtlichkeit, Verletzlichkeit und Hoffnung - gleich drei Gefühle auf einmal - fast wie Kinderüberraschung. Nur schöner. Ein großes Danke an Marc Meyer für die Idee und die Verwirklichung dieses Films. Bitte weiter so ... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Tolle Komödie mit origineller Story,
Rezension bezieht sich auf: Wir sagen du! Schatz. (DVD)
"Wir sagen du! Schatz." ist eine wunderbare deutsche Komödie, die durch ihre Leichtigkeit und einer ungewöhnlichen und witzigen Story besticht.Es ist Weihnachtszeit und Oliver (Samuel Finzi) hat keine Familie. Also zieht er los und beschafft sich eine, indem er mehrere Personen kidnappt und sie im 18. Stock eines leeren Wohnblocks einsperrt. Sein Ziel ist es, das Leben einer richtigen Familie zu führen, stößt dabei jedoch auf Widerstand durch die unterschiedlichen Charaktere. Dem Regisseur und Autor Marc Meyer und seinem Team ist es hier gelungen aus einem anfänglich sehr ernst erscheinenden Thema eine humorvolle Familiengeschichte zu machen. Dabei ist es nicht so, dass ein Lacher an den anderen gereiht wurde und dadurch die Geschichte in den Hintergrund tritt. Allein die Gesamtsituation schafft eine humorvolle Atmosphäre, die den Zuschauer häufig schmunzeln lässt. Der Film drängt sich dem Zuschauer also nicht auf sondern lässt ihm Raum all die kleinen Details und seinen eigenen Humor zu entdecken. Zusätzlich befindet sich auf der DVD ein Making Of, das einen interessanten Einblick in den Entstehungsprozess bietet. Jeder Liebhaber des deutschen Films sollte diese DVD im Regal zu stehen haben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Wir sind jetzt eine Familie, weil es anders gar nicht möglich ist, glücklich zu sein",
Von T. Baumgartner "Berlinoise" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Wir sagen du! Schatz. (DVD)
... so weit die Theorie Oliver Ecksteins (Samuel Finzi).Leider jedoch ist Oliver alleinstehend und führt in Berlin, Hauptstadt der Singles, ein einsames Leben. Zu Weihnachten will er sich seinen sehnlichen Wunsch nach einer Familie endlich erfüllen und "klaut" sich in der Adventszeit eine Familie, bestehend aus "Mutti" (Nina Kronjäger), "Oma" (Margot Nagel), "Kind", "Baby" und Hund zusammen, indem er diese kurzerhand entführt. Das Punkmädchen Maya (Anna Maria Mühe), welches beobachtet, wie er "Mutti" Sophia auf offener Straße mittels Chloroform in seine Gewalt bringt, nimmt er gleich mit. Als seine unfreiwillige "Familie", deren Mitglieder einander fremd sind, am nächsten Morgen zu sich kommt, hat Oliver sich mit ihnen in der obersten Etage eines leerstehenden Berliner Plattenbaus eingemauert. Für ausreichend Nahrung und was man sonst noch so braucht, hat er vorgesorgt, und so beginnt Oliver mit all seiner hartnäckigen Liebe und wilden Entschlossenheit, den bunt zusammengewürfelten Haufen unterschiedlichster Charaktere zu seiner "Familie" erziehen zu wollen... Das Drehbuch zu dieser tragikomischen und äußerst schrägen Berliner "Weihnachtsgeschichte" der ganz anderen Art stammt von Regisseur Marc Meyer und natürlich mutet die skurrile Ausgangssituation zunächst einmal befremdlich an. Erstaunlicherweise funktioniert der Film aber überraschend gut, was neben dem ebenso einfühlsamen wie durchdachten Drehbuch auch an den hervorragenden Darstellern liegt. Vor allem überzeugt der deutsch-bulgarische Theaterschauspieler Samuel Finzi als vielschichtiger Oliver. "Glaubst Du, er ist schizoid? Oder einfach nur ein Soziopath?" wird "Mama" Sophia "Opa" Horst (Harald Warmbrunn) fragen, der als einziger Bewohner des ansonsten längst leergezogenen Hauses in seiner Wohnung ausgeharrt hatte und somit ungeplant Teil von Olivers "Familie" geworden ist. "Er kocht gut" wird dieser antworten und tatsächlich gelingt es Samuel Finzi ganz wunderbar, diesen Spagat zwischen durchgeknalltem Entführer, der seinen Forderungen nach Einhaltung der von ihm aufgestellten "Familienregeln" wie festen Essenszeiten schon mal mit einem Warnschuss aus "Opas" Pistole Nachdruck verleiht, und sensiblem Mann mit unbedingtem Willen, die Wildfremden zu einer liebenden Familie zu einen, ausgesprochen berührend darzustellen. Zur Überraschung seiner "Angehörigen" (und der Zuschauer) wird sich auch herausstellen, daß Oliver diese ganz und gar nicht zufällig ausgewählt hat: So ist "Oma" eine einsame Rentnerin, die in dem Seniorenheim, in dem sie wohnt, alles andere als glücklich ist, "Mutti" Sophia steht kurz davor, von ihrem untreuen Mann verlassen zu werden und "Sohn" Ennio wird von seinen Eltern vernachlässigt. Die zuvor auf der Straße lebende Maya ist ohnehin von Anfang an nicht abgeneigt, mal eine Art Familienleben zu erleben und "Opa" Horst empfindet die unerwartete Gesellschaft in seiner Einsamkeit auch als gar nicht mal unangenehme Abwechslung. Sollte also doch noch zusammenwachsen, was nicht (oder doch?) zusammengehört? Neben dem intelligenten Drehbuch um Einsamkeit, Sehnsucht, uneingestandene Ängste, mühevoll aufrecht erhaltene Lebensfassaden und die Wichtigkeit menschlicher Bindungen, aber auch die Schwierigkeit, solche zu knüpfen und zu bewahren und den guten Darstellern überzeugt auch die künstlerische Gestaltung des Filmes. Die relativ ruhig geführte Handkamera verleiht der Geschichte die nötige und passende Authentizität, nervt aber nicht mit allzu dogmaorientierter Wackelei und dem eigentlich doch ganz und gar nicht "schönen" Handlungsort in einem leerstehenden Berliner Plattenbau vermag Kameramann Peter Polsak-Lohmann einige verblüffend schöne Bilder von starker Poesie zu entlocken, wenn zum Beispiel Sophia brennendes Papier als "Hilferuf" aus dem Fenster wirft, Maya einen "geheimen" Raum entdeckt, den Oliver für eine etwaige Annäherung mit Sophia liebevoll ausgestattet hat oder die gesamte "Familie" sich auf dem vereisten Dach vergnügt. Wunderschön passend auch die musikalische Untermalung, für die Christian Biegai neben Eigenkompositionen auch zwei Lieder aus den eigentlich so verpönten deutschen Schlagerzeiten der 70er Jahre ausgebuddelt hat, die hier aber auf erstaunlich unkitschige Art zur Handlung passen: Daliah Lavis "Willst Du mit mir gehen" und ganz zum Schluss Elfi Grafs "Herzen haben keine Fenster". Daß Herzen trotz der zum Ende hin erfolgten Annäherung der Protagonisten tatsächlich keine Fenster haben, zeigt uns vor allem der verblüffende Schlusstwist, der uns nochmals einen winzigen Blick in Olivers verschlossenes Herz erhaschen lässt und bei dem wir - wie eigentlich den ganzen Film über - nicht recht wissen, ob wir nun lachen, weinen oder fassungslos sein sollen. Eine wunderschöne, witzig-berührende kleine Perle des deutschen Filmes, ein "Weihnachtsfilm" der ganz anderen Art und eine ganz klare Empfehlung an alle Freunde des Schräg-Skurrilen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Gemischte Gefühle,
Rezension bezieht sich auf: Wir sagen du! Schatz. (DVD)
Insgesamt hat der Film bei mir eher gemischte Gefühle hinterlassen. Es gibt einiges, was ich sehr positiv finde. Für einen deutschen Film ist "Wir sagen Du! Schatz" sehr originell und bietet eine überraschend absurde Geschichte, die viele witzige Elemente enthält. Ein Mann, der vor dem Weihnachtsfest verschiedene Personen entführt, um mit ihnen in einer abgeschotteten Plattenbauwohnung die Illusion einer "heilen Familie" erleben zu können, ist schon ziemlich verrückt, so verrückt, wie der Entführer selbst. Sympathisch ist, dass der Film, der auf low budget gedreht werden musste, mit viel Engagement und Kreativität in einem entsprechend eindrucksvollen Ambiente (verlassener Plattenbau in Berlin) umgesetzt wurde. Die verschiedenen Rollen der unfreiwilligen "Familienmitglieder" (Mutti, Oma, Opa, Tochter, Sohn, Baby und Hund) sind allesamt sehr gut besetzt, vor allem auch die Rolle des selbst ernannten "Papas", des Entführers Oliver, in der natürlich eine besondere Herausforderung liegt. Am Anfang des Films, beim Aufeinanderprallen der zwanghaften Vorstellungswelt von Papa Oliver und den verschiedenen (klischeehaften) Charakteren seiner "neuen Familie", ergeben sich etliche sehr skurrile Szenen. An diesen Stellen ist der Film wirklich witzig und satirisch. Im Verlauf der Geschichte wird der Film zunehmend weniger komisch und beansprucht eine gewisse Ernsthaftigkeit. Die persönlichen Hintergründe der einzelnen Gefangenen treten mehr in den Vordergrund, es geht vor allem um das Thema Einsamkeit, nicht eingestandene Ängste und das Aufrechterhalten von Fassaden. Der Regisseur Marc Meyer sagt in den Extras, dass es in dem Film vor allem um tragische Figuren gehe, die gezwungen seien, ihr Beziehungsleben zu regeln. Auf dem DVD-Cover heißt es hierzu: "Nach und nach merkt ein jeder, dass das Leben 'da draußen' verkorkster ist als das Leben 'drinnen bei Oliver'". Ich kann beide Aussagen mit dem Setting des Films nicht recht in Einklang bringen und finde den Film inhaltlich im Hinblick auf eine "Message" eher unausgegoren. Wenn man den Ausgangspunkt der Geschichte betrachtet, der darin besteht, dass Menschen betäubt, entführt und gegen ihren Willen festgehalten werden, so kann das nur in einem ernsten dramatischen oder satirischen Kontext funktionieren. Der Film ist in diesem Punkt für meinen Geschmack zu wenig eindeutig, so dass ich ein ungutes Gefühl nie ablegen konnte. Die Menschen befinden sich in der Hand eines durchgeknallten Psychopathen, der mit einer Pistole in die Gegend schießt und den Ausgang mit Sprengsätzen versieht, also in einer lebensbedrohlichen Situation. In dem stur verfolgten Wahnsinn liegt eine gewisse Tragikomik, aber nichtsdestotrotz bleibt Oliver Eckstein durchgängig ein offensichtlich Wahnsinniger. Im Film wird dieser Kontext sehr schnell an den Rand gedrängt und die "Schwächen" und Beziehungsstörungen der restlichen Personen in den Vordergrund. Auch arrangieren sich alle bis auf "Mutti" Sofia überraschend schnell mit der Situation und selbst diese lässt schließlich den Entführer zu ihrem Seelentröster werden. Auf mich wirkte das alles sehr unglaubwürdig und satirisch war es schon lange nicht mehr. In diesem Zusammenhang fand ich auch die "Schlüsselszene" (Marc Meyer) auf dem Dach am Ende des Films nicht besonders überzeugend oder eindrucksvoll. Meiner Meinung nach hätte es dem Film besser getan, wenn er durchgängig eine Satire geblieben wäre, bei dem die "komischen" Aspekte im Vordergrund gestanden hätten, oder wenn die ganze Geschichte von Anfang an (dem Kontext entsprechend) dramatisch angelegt worden wäre. Beides zusammen hat für mein Gefühl nicht wirklich funktioniert.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein kleiner Film, aber unglaublich schön!,
Rezension bezieht sich auf: Wir sagen du! Schatz. (DVD)
Dies ist für mich eine bislang noch unentdeckte Filmperle und einer der schönsten Deutschen Filme, die ich je gesehen habe. Er kommt mit so einer Leichtigkeit daher, dass einem desöfteren das Lachen im Halse stecken bleibt, wenn einem wieder klargemacht wird, um welches Thema es hier geht.Ein Muss für jeden, der den Deutschen Film liebt!!! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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Wir sagen du! Schatz. von Marc Alexander Meyer (DVD - 2008)
EUR 7,99
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