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4.0 von 5 Sternen Besser als Teil II
Mit dieser Rezension vervollständige ich meine Rezensionen von Argento's Hexen-Trilogie. Da ich sowohl die italienische uncut-Version (La terza madre) als auch die dt. gekürzte Fassung gesehen habe, muss ich (entgegen meiner sonstigen Gewohnheit) eine klare Empfehlung für die ungeschnittene Fassung aussprechen, da Argento in seinem reichlich spät...
Veröffentlicht am 2. Dezember 2012 von Rodimak

versus
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Italo Trash auch noch gekürzt!
Auf einem Friedhof bei Rom wird eine alte Kiste mit ein paar heidnischen Reliquien ausgebuddelt. Kaum ist sie geöffnet, wird es turbulent. Finstere Gestalten und ein fieses Äffchen morden jeden, der mit dem Fund in Berührung kommt. Auf den Straßen der Stadt bricht die Gewalt aus. Und von überall aus der Welt kommen kleine Hexen nach Bella Italia,...
Veröffentlicht am 22. Oktober 2008 von Pierre sur Mer


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Italo Trash auch noch gekürzt!, 22. Oktober 2008
Von 
Pierre sur Mer (Darmstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: The Mother of Tears (DVD)
Auf einem Friedhof bei Rom wird eine alte Kiste mit ein paar heidnischen Reliquien ausgebuddelt. Kaum ist sie geöffnet, wird es turbulent. Finstere Gestalten und ein fieses Äffchen morden jeden, der mit dem Fund in Berührung kommt. Auf den Straßen der Stadt bricht die Gewalt aus. Und von überall aus der Welt kommen kleine Hexen nach Bella Italia, um der wiedererwachten Mater Lacrimarum zu huldigen und ihr beim Ende der Welt zur Hand zu gehen. Aber sie haben ihre Rechnung ohne die tapfere Kunststudentin Sarah Mandy gemacht, die zu ihrer eigenen Überraschung feststellt, dass sie auch eine Hexe ist, allerdings eine liebe.

Das wunderbare an Mother of Tears ist, dass man schon nach wenigen Augenblicken seine verkrampfte Erwartungshaltung aufgibt und sich entspannt zurücklehnt, denn man ist ganz in Argento-Land, im Guten wie im Bösen. Mehr noch als der gemütlich bis erhaben lustwandelnden Kamera ist das zunächst der Musik von Argentos Hausmusikanten Claudio Simonetti geschuldet, dem DJ Bobo des Horrorsoundtracks, der das ganze mit seiner üblichen, herrlich furchtbaren Mischung aus Chorkitsch, Synthie-Orchester-Bombast und albernem Gruselgeflüster unterlegt bzw. überschmiert. Und dann die Morde. Mit soviel Liebe wurden keine Leiber, Kehlen und Schädel mehr geöffnet seit... nun, seit der großen, vergangenen Zeit des Italo-Horrors. Der visuelle Stil des Films ist klassisch, mit einem unfehlbaren Gefühl für Räume und Plätze, mit gedeckten Farben, dunklen Hintergründen und hellen Gesichtern. Jederzeit könnte Grace Kelly hereinplatzen. Tut sie aber nicht, stattdessen begnügen wir uns mit Asia Argento in der Hauptrolle und einer viel zu kurzen Duschszene und weiteren Gesichtern aus dem Verwandten- und Bekanntenpreis des Regisseurs in Nebenrollen. So spielt seine Exfrau Daria Nicolodi, tatsächlich die Mutter von Asia Argento, auch die Mutter ihrer Filmfigur, und Udo Kier gibt zum ungefähr 1.476. Mal einen durchgeknallten Priester. Die Ensembleleistung schwankt zwischen großartig und grottig, wobei Asia Argento beides in ihrer Darstellung vereint.

Alles in allem voll trashig und teilweise sehr billig gemacht.Vor allen Dingen das kurze Finale wenn man es überhaupt so nennen kann entäuscht dann doch auf der ganzen Linie.In Deutschland geschnitten und viel zu teuer sollte man auf die Englische Fassung für ca. umgerechnet 10 Euro zurückgreifen....
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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Achtung! Zensierte Version..., 29. September 2008
Rezension bezieht sich auf: The Mother of Tears (DVD)
... und somit nicht zu empfehlen. Mit dem Kauf zensierter Ware wird leider die gängige Bevormundungspraxis innerhalb Deutschlands unterstützt. Insofern sei vom Kauf der vorliegenden Version abgeraten.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schere, Schade, Schund !!!, 1. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: The Mother of Tears (DVD)
Während die beiden Vorgänger-Filme ("Suspiria"/"Horror Infernal") Ende der 70er/Anfang 80er Jahre des letzten Jahrhunderts enstanden sind, ist "Mother of Tears" eine durch und durch moderne Produktion von heute. Stilistisch und erzähltechnisch will sich "Mother of Tears" nicht zum dritten Teil der sogenannten "Mütter"-Trilogie von Argento fügen. Inhaltlich nimmt er lose bezug zu seinen Vorgängern, ohne deren surreale Traumatmosphäre oder musikalische Raffinesse zu erreichen. Dagegen schmückt Argento seine Mystery-Geschichte mit zahlreichen Brutalitäten aus, die in dieser DVD-Version stark zensiert wurden, ohne dass auf der DVD-Hülle ein Hinweis darauf zu finden wäre ("gekürze Fassung" oder ähnliches).

Ein mangelhaftes, unzureichend gekennzeichnetes Produkt - Ich rate ab!!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein durchaus unterhaltsamer Streifen vom Giallo-Papst., 24. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: The Mother of Tears (DVD)
Meine Rezi bezieht sich auf ' The Mother of Tears '.
Das in dieser Box vorhandene Horrorfilmwerk ist nach Suspiria - Uncut & Dario Argentos Inferno [DVD] (18) das Dritte von Argentos sogenannter „ Müttertrilogie “ & erlitt leider über eine Minute Zensurkürzungen.
Wer sich für diesen Film interessiert, die völlig über­zo­gene, pe­ni­ble Bevormundungspraxis durch einen Kauf zensierter Filmartikel jedoch nicht unterstützen möchte, könnte u.a. hier fündig werden: Mother of Tears - Uncut - in O-Card Schuber

HINWEIS ▸ Nach dem Einlegen der Disc startet automatisch eine 3-teilige Trailershow, welche man jedoch via Skipfunktion überspringen kann

Werte Fans des Giallos sowie liebe Interessierte an dieser DVD, nachfolgend gebe ich Euch auch mal eine kurze Info hinsichtlich der Ausstaffierung meines erworbenen Media-Artikels & beurteile das Produkt immer als Ganzes.
Den Film bewerte ich stets gesondert !
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ZUM STREIFEN ▸ Mother of Tears ( I 2007 ) ★★★★
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Der Fund eines Sargs vor dem Tore eines Gottesacker verheißt für die Stadt Rom Unheilvolles, denn nachdem in einem Museum die angehende Archäologiestudentin Sarah ( Asia Argento ) zusammen mit ihrer Kom­mi­li­to­nin eine mit anbei gewesen enthaltene Kiste zur weiteren Untersuchung geöffnet hat, wird ein teuflischer Hexenkult mo­bi­li­sie­rt.
Von diesem Moment an bricht in der Stadt die Hölle los, denn die Zivilisation steht völlig Kopf & für Sarah beginnt fortan ein Spießrutenlauf sondergleichen.

„ The Third Mother “ ist ein durchaus sehenswertes Horrorwerk vom Urvater des ital. Giallo, welcher hier am Drehbuch sowie auch an der Produktion mitwirkte & diese fantastische Mysterymär inszenierte. Zwar wirkt hier vieles etwas zu vorhersehbar & auch die Abhandlung der Story ist m.E. einwenig zu sehr auf Argentos Tochter Asia zugeschnitten, und dennoch bietet der Streifen ein überaus grau­en­er­re­gendes Flair sowie eine packende Hatz durch die italienische Metropole an teils schaurig-finsteren Schauplätzen.

Neben der Protagonistin Asia Argento wirkten u.a. noch die Akteure Udo Kier, Coralina Cataldi-Tassoni & Adam James sowie Cristian Solimeno mit.
Die herrlich passige Filmmusik im Sile von Pagan Metal stammt vom ital. Komponisten Claudio Simonetti.
Die tatsächliche Laufzeit beträgt lt. Player 96:24 Min. sowie exakt 93:03 Spielminuten ohne Abspann.

Mein Filmeindruck ⋙ 7 von 10 Punkte
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ZUR AUSSTATTUNG ▸ Die DVD : FSK ab 18 J.
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Stabiles, optisch relativ schlicht gestaltetes Amaray Keep-Case .
Rückseitig mit Filmausschnittmotiven sowie Inhaltsangabe zur Filmstory & mit Infos zur DVD sowie über die Filmschaffenden.
ANMERKUNG: Mein Amaray enthält gottlob keinen häßlichen FSK-Flatschen auf dem Frontcover ( siehe Foto № 1 )
Der FSK-Hinweis ist ledgl. rückseitig vorhanden.

⋙ Tonspuren ⋘

Fassungen ▸ Deutsch & Englisch in jeweils Dolby Digital 5.1
Im Allgemeinen eine saubere Tonqualität & somit überaus zufriedenstellend.
Auch die dt. Synchro ist m.E. angenehm passig gewählt worden & sehr gut verständlich.
Asia Argento bekam hier abermals die dt. Stimme von Claudia Urbschat-Mingues geliehen, welche die Stammsynchro von Angelina Jolie ist.
Der dt. Hörspiel- und Synchronsprecher Dennis Schmidt-Foß, u.a. auch die dt. Stimme vom Briten Simon Pegg & dem Ami Freddie Prinze jr., spricht hier die Dialoge von Adam James.
Der deutsche Akteur Udo Kier war am Tage der Nachsychronation leider nicht zugegen & wurde deshalb von seinem Berufskollegen Bodo Wolf ins Deutsche übersetzt. Dieser hat mit seiner markanten Stimme schon diverse Fernsehgrößen wie u.a. Robin Williams & Christopher Walken als auch SAW-Darsteller Tobin Bell alias Jigsaw nachsynchronisiert.
Top ≫ Ein zuschaltbarer Untertitel für beide vorhandenen Sprachen ist vorhanden ( siehe Foto № 5 )

⋙ Bild ⋘

Format ▸ Das Farbbild wird in 2.35:1 - 16:9 ( anamorph ) wiedergegeben & ist qualitativ durchweg akzeptabel
Denn eine ordentlich Bildschärfe sowie ein stimmiger Kontrast & eine annehmbare Sättigung der Farben sorgen für eine durchgängig ordentliche Darbietung.

LABEL ▸ Koch Media
PRODUKTION ▸ u.a. Dario Argento & Marina Berlusconi für die „ Medusa Film S.p.A. “
GENRE ▸ Horror / Mystery / Thriller

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SPECIAL FEATURES
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+ Making of ( 33:19 Min. lt. Player )
+ Teaser - Eine diverse Trailershow ( 6 Stück )
sowie ein gelungenes, animiert interaktives Hauptmenü ( siehe Foto № 4 ) mit Soundtrack & einem Kapitelmenü von 1 bis 8
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MEIN FAZIT
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Mir persönlich hat dieser „ Mütterstreifen “ gut gefallen & mich auch durchweg spannend unterhalten.
Auch die Bestückung dieser Scheibe mit einer ordentlichen Filmqualität & mit Untertitelung sowie mit einer halben Stunde Bonusmaterial kann sich sehen lassen.
Dafür von meiner Seite aufgerundet 4 Sterne.
Durch die, bei dieser Ausgabe, vorgenommenen Schnitte ziehe ich hingegen einen Stern ( 2 Punkte ) ab. MfG

5 von 10 Punkte für diese VÖ
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mater Lacrimarum, 10. Oktober 2010
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Mother of Tears (DVD)
Dario Argentos Müttertrilogie (Suspiria, Inferno, Mother of Tears) handelt von drei Hexengeschwistern, die aus alten Gebäuden (Freiburg, New York, Rom) heraus Morde dirigieren und Schrecken verbreiten. Es sind die drei Mütter Mater Suspiriorum, Mater Tenebrarum sowie Mater Lachrymarum, die im frühen Mittelalter gemeinsam wirkten und später jeweils ihr eigenes Herrschaftsgebiet besitzen.
Mit "Suspiria" gelang ihm 1977 eines der größten Meisterwerke im Horrorgenre, auch der Nachfolger "Horror Infernal" (Inferno) im Jahr 1980 war grandios inzeniert - beide Filme glänzen mit unvergessenen Szenen und einer grandiosen Bildsprache.
Fans erwarteten ungeduldig die Vollendung der Trilogie, sie mussten allerdings lange 27 Jahre auf den Abschluß "Mother of Tears" warten.
Das Ergebnis war für die meisten Fans sehr enttäuschend:
Bei Grabungen vor einem Friedhof in Rom wird ein seltsamer Fund freigelegt: Ein Sarg mit einer Urne, beide gemeinsam angekettet. Die Urne wird in ein Museum gesendet. Die neugierige Kollegin der jungen Archäologiestudentin Sarah Mandy (Asia Argento) öffnet die Urne, es befinden sich drei kleine Figuren von Kreaturen und ein rotes, mittelalterliches Panier darin. Doch gleichzeitig wird eine unheilvolle Macht entfesselt - Mater Lacrimarum (Moran Atias), die letzte der drei Hexenmütter ist freigesetzt. Die Kollegin wird von den Kreaturen, die plötzlich lebendig, groß und mächtig sind, in Stücke gerissen. Sarah kann entkommen, obwohl sie beinahe von einem gemeinen Äffchen verraten wurde.
Spontan setzt in Rom die Apokalypse von biblischen Ausmaßen ein. Die Menschen werden wahnsinnig, Gewalttaten und Selbstmorde bestimmen das Bild. Überall strömen kichernde Hexen, auch aus Japan (Jun Ichikawa) herbei und nehmen die Stadt ein.
Währenddessen feiert die grausamste und schönste Mater im Keller ihres Hexenhauses kannibalische Sado-Maso-Orgien, zu denen sie ihr Gefolge aus aller Welt zusammenruft. Sarah ist fortan ständig Flucht, ihre Helfer sind in Lebensgefahr oder sterben grauenvoll, sie erkennt ihre Gaben der weißen Magie und ihre tote Mutter (Daria Nicolodi) hilft ihr den entfesselten Hexen vorerst zu entkommen. Auch der Auftritt von Vater Johannes (Udo Kier) sorgt für ultimatives Gruseln...
Hm...als eigenständiger Horrorfilm und im Vergleich zu seiner zeitgenössischen Konkurrenz in gleichen Genre ist "Mother of Tears" mit viel Trashappeal gar nicht mal so schlecht. Unterhaltsam ist er allemal. Aber im Vergleich zu seinen Vorgängern ist der Abschluß der Trilogie extrem entäuschend ausgefallen, denn es fehlt all das, was "Suspiria" oder "Inferno" in Punkto Bildkomposition, Verspieltheit, Schrägheit und Individualität ausmachte. Auch die beklemmende Aura fehlt.
Der Hauptteil erweist sich als Schwachpunkt von "Mother of Tears" - hier ist alles einen Tick zu überzogen, die Handlung wirkt überfrachtet.
Auch Mater Lacrimarum ist ein Schwachpunkt, die tanzende Schönheit zeigt zwar viel Haut, aber wirklich Furcht erregt höchstens Udo Kier mit seiner Priesterperformance...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein Geheimnis hinter der Tür, 24. August 2014
Von 
Klein Tonio - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: The Mother of Tears (DVD)
Rom wird fallen? Die Museumsmitarbeiterin Sarah (Asia Argento) öffnet zusammen mit einer Kollegin eine Urne, die bei Ausgrabungen gefunden wurde. Das hätten die beiden besser nicht getan; aus der Büchse der Pandora schlüpfen Dämonenwesen, die Sarahs Kollegin zerstückeln. Regisseur und Vater der Hauptdarstellerin ist Dario Argento; der Tierfreund lässt es sich nicht nehmen, die Höllenwesen von einem offenbar intelligenten Affen anführen zu lassen (Erinnerungen an "Phenomena" werden wach, und auch im übrigen Werk Argentos spielen Tiere oft eine wichtige Rolle). Sarah kann ihn aber entkommen, durch geheime Kräfte, die sie selbst noch nicht deuten kann. Später kann sie sich mit diesen einmal unsichtbar machen; das Ganze ist in einer langgezogenen Zu-Fuß-Verfolgungsjagd à la Brian de Palma recht ansprechend gefilmt und wird von einem interessanten akustischen Effekt begleitet: Wenn Sarah unsichtbar wird, ertönt ein elektronischer Ton, der sich in Frequenzen hochschraubt, dass er nicht mehr zu hören ist. Sarah außerhalb der Wahrnehmung der irdischen Sinne. Nicht übel!

Aber was findet jenseits des Irdischen statt? Hier vermag der Film weniger zu punkten. Obwohl die Bildgestaltung darauf schließen lässt, dass Argento so ziemlich alles geplündert hat, was es an Darstellungen des Dämonischen in den letzten Jahrtausenden gegeben hat, führt das doch zu nichts. Argento schließt mit "Mother of Tears" seine Hexen- bzw. Müttertrilogie ab, die nach "Suspiria" und "Inferno" (1977 bzw. 1980) lange auf einen dritten Teil warten ließ. Hexenhaus, Hexenhaus, ja da guckt die Hexe raus... An drei Orten der Welt hatte ein Alchimist, Priester und Architekt die Häuser für je eine mächtige böse Hexe errichtet; durch ein Tuch, welches nun ausgegraben wurde, kann die Rom-Hexe möglicherweise ihre Macht wiedererlangen und die Weltherrschaft übernehmen. Mater lacrimarium, die Mutter der Tränen, die Böseste und Schönste sei sie. Was Argento diverse Gelegenheiten gibt, fast oder ganz nackte Modelkörper mit diabolischem Gehabe zu zeigen, oder: Das, was in den letzten zehn Minuten in dem ansonsten besseren "Die neun Pforten" genervt hatte, nervt hier deutlich öfter. Angesichts des ansonsten eher erotikabstinenten Werk Argentos eine etwas angestrengt mopsfidel wirkende Szenerie, pardon the pun. Da passt es fast schon wieder ganz gut, dass eine der bei Argento gewohnt offenen Splatterszenen eine deutliche Penetrations-Gewalt-Phantasie ist.

Geschenkt, wie auch vieles andere, wenn einen das Geheimnis hinter dem ganzen Geschehen faszinieren würde. Sicherlich kann man insoweit verschiedener Ansicht sein, aber im Grunde würde ich generell Argentos Giallo-Thriller den reinen, mit dem Übernatürlichen spielenden Horrorfilmen vorziehen, denn: Er nimmt seinen Hexen-Budenzauber so schrecklich ernst, zumindest sieht es so aus. Der Plot ist im Grunde so simpel, wie es oben steht: Eine megaböse Hexe will die Weltherrschaft übernehmen und hat wegen dieses Fummels, der ihr Macht verleiht, die Möglichkeit dazu. Was ist daran interessant? Ich weiß es nicht.

Dennoch bin ich nicht willens, diesen Film so vollkommen zu verdammen; Argento lebte immer schon mehr vom Kino des Sinnlichen statt des Logischen und/oder Spannenden, vom Rauschhaften in Farben und Blut, teils von der geradezu provozierenden Verweigerung einer klassischen Dramaturgie und story. Da war er immer gut, da hatte er auch immer interessante Metaphern mit vielen Bezügen zu verschiedensten Themen wie Kunst, Mythologie, Architektur. Das war in seinen besten Filmen so irre und irre gut, dass das Fehlen eines "großen Bogens" und eines Mindestmaßes an Logik nicht unbedingt störte. So gibt es auch hier, mein erster Absatz mag es gezeigt haben, immer wieder gute Momente. Aber man fasst sich auch immer mal wieder an den Kopf... Dass es Argento diesmal etwas konventioneller angeht, wird ihm Vorteil und Nachteil zugleich. Vorteil, weil man sich mit klassischem Spannungsbogen durchschnittlich - aber das heißt eben immerhin auch: durchschnittlich GUT - unterhalten kann. Der aufdringliche "Suspiria" und der disparate "Inferno" verlangten einem da schon mehr ab, wenngleich beide in Einzelszenen deutlich kreativer und besser waren als der vorliegende Film. Nachteil, weil das Banale der Geschichte durch das Konventionellere doch arg offenbar wird. Argento mag die Künste, seine Hauptfiguren sind fast immer Künstler; hier wimmelt es von Kunstgeschichtsexperten, vor allem ist eine große Bücherliebe in diversen Inneneinrichtungen erkennbar. Aber irgendwann geht das genauso im Feuerzauber unter wie Argentos Vorliebe, den Dingen auf den Grund zu gehen und dies rein räumlich auszudrücken: Geheimnisse lauern bei ihm meist in einem Haus, hinter Mauern, Türen, in unterirdischen Gängen etc. Die drei Hexenhäuser sind Schlüssel zu den Hexen, doch während Argento in "Suspiria" noch M.C. Escher zitierte und zusammen mit Mario Bava in "Inferno" eine delirierend schöne surreale Sequenz schuf, dient hier das Haus letztlich nur zu einem: Es kracht zusammen und die Turmspitze spießt die Tränenmutter (übrigens, die Hex` ist selbstverständlich nackt) auf, recht unappetitlich sieht das aus, als wäre die ganze Architektur nur auf diesen einen Splattereffekt hin entworfen worden. Nun denn. Rein formal gibt es auch hier wieder das "Geheimnis hinter der Tür", die Hexenzusammenkunft im Verborgenen, Unterirdischen - aber da ist kein Geheimnis, sondern Argento war diesmal nicht neugierig. Man hat den Eindruck, er war nicht selbst ein Suchender, sondern hat von Anfang an gewusst, dass sich seine Softsex-Gewalt-Bildchen hinter der Tür verbergen werden. Kein Geheimnis hinter der Tür. Keine Abgründe, sondern ein ziemlich flacher Raum unter dem Erdgeschoss.

Am Ende, da besteht wieder Kontinuität zu den ersten beiden Teilen, der Hinweis darauf, dass Argento mit dem übernatürlichen Schrecken offenbar wenig anfangen kann, wenn er sich erstmal vollständig offenbart hat. Alle drei Teile sind überraschend schnell zu Ende. Das befreite und abrupte Lachen Sarahs könnte eigentlich irritierend sein, so wie die genialen Stimmungswechsel im Sekundentakt am Ende von Argentos "Opera". Aber hier wendet sich das gegen den Film selbst. Er ist irgendwo lachhaft.

Dennoch als passabler Horrorfilm zu goutieren, somit drei Sternleinchen. Geschnittene Szenen? An der einen oder anderen Stelle lassen sich Schnitte vermuten, wobei das nicht Geschnittene schon so heftig ist, dass leicht auszumalen ist, wie eine längere Version aussieht, die daher vermutlich auch nicht substanziell etwas ändert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Besser als Teil II, 2. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: The Mother of Tears (DVD)
Mit dieser Rezension vervollständige ich meine Rezensionen von Argento's Hexen-Trilogie. Da ich sowohl die italienische uncut-Version (La terza madre) als auch die dt. gekürzte Fassung gesehen habe, muss ich (entgegen meiner sonstigen Gewohnheit) eine klare Empfehlung für die ungeschnittene Fassung aussprechen, da Argento in seinem reichlich spät gesetzten "Schlussstein" der Trilogie ganz bewusst auf Grausamkeit setzt. Das ist bei Clive Barker ("Hellraiser") nicht anders.

Teil III tanzt nicht nur insofern aus der Reihe, als das übliche (also kein Technicolor-) Filmmaterial zum Einsatz kam, sondern auch in der Beziehung, dass Argento deutlich weniger Wert auf die Bildgestaltung legte, dafür aber umso mehr auf eine detaillierte Darstellung bestialischer Morde, die er nur zu gerne in seine Filme einfließen lässt, um selbst dem größten Deppen noch zu zeigen, wie abgrundtief böse das Böse wirklich ist. Ein gutes Beispiel hierfür ist "The Sect" von Michele Soavi, ein von Argento produzierter Film, der mit scheinbar sinnlosen Abschlachtungen friedlicher Hippies sowie der Extraktion eines Herzens bei lebendigem Leibe eindeutig Argentos Handschrift trägt. Obwohl Mater Lachrymarum (Mutter der Tränen) lt. de Quincey zwar die schönste, nicht jedoch die grausamste der drei Hexen wäre - das soll Mater Tenebrarum (Mutter der Dunkelheit; Teil II) sein -, wird sie in besagtem Film als verführerische, halb nackte Hexenkönigin dargestellt, die sadomasochistische Orgien in geheimen Gewölben (Katakomben) abhält und ihre Opfer langsam und genüsslich zu Tode foltert bzw. foltern lässt.

Auf Daria Nicolodi, die, anders als in anderen Argento-Filmen in einer unbedeutenden Nebenrolle als bläuliches Gespenst ihre Aufwartung macht, hätte man m. E. getrost verzichten können, auch wenn deren Tochter, Asia Argento, angab, dass sie froh gewesen wäre, dass ihre Mutter diese Rolle übernommen hätte, da selbige ihr Halt und Sicherheit für die eigene Rolle gegeben hätte.
Auf mich wirkt der Auftritt von D. Nicolodi, die auch am Drehbuch beteiligt war, reichlich lächerlich und zerstört auf gewisse Weise den gesamten Film, dem ich ohne Nicolodi's schauspielerischen Beitrag volle 5 Sterne verliehen hätte, auch wenn er im Vergleich zu "Suspiria" mehr trashig als arthousemäßig wirkt. Udo Kier war selbstverständlich unverzichtbar: das ist ernst UND ironisch gemeint.
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4.0 von 5 Sternen Rezi bezieht sich auf die ungeschnittene Version, 22. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: The Mother of Tears (DVD)
Nach langen Jahren hat Dario Argento endlich seine "Mütter Trilogie" vollendet. Das der dritte Teil der schwächste wird, war zu erwarten, aber von einem schlechten Film ist er meilenweit entfernt.
Die genialen Momente finden diesmal aber nicht in der Optik statt und auch nicht in der Story. Er zeigt bei "Mother of Tears" sein Schaffensspektrum auf. Eine Art Selbst-Rezitierung seiner gesammelten Werke. Der Film selbst ist natürlich genau an "Suspiria" und "Horror Infernal" angeschlossen. Auch mit vielen direkten und indirekten Verweisen. Zusätzlich läßt er Szenen aus weiteren Werken mit einfließen. Der Affe und auch das Leichenbad stammen aus "Phenomena". Die Verfolgung im Zug aus "Sleepless". Der Mundknauf aus "The Church", an dem er ja zu großen Teilen beteiligt war. Die Taxi Fahrt ist eine wunderbare Hommage an sich selbst, da sie mehr als an die Eröffnung von "Suspiria" erinnert. Auch sind verschiedene Einstellungen aus "Stendhal Syndrome" zu erkennen. Bei weiterem Sichten werden einem bestimmt noch mehr auffallen.
Die Gore-Effekte von Sergio Stivaletti können sich wieder einmal sehen lassen und das selbst in der geschnitten Version, in der es auch schon recht derb zur Sache geht. Die Musik von Claudio Simonetti ist sehr gut, aber lange nicht so eindringlich wie sein Meisterwerk mit dem er die Mutter der Seufzer vertont hat.
Leider fehlt ein wenig das typische Farbenspiel der Reihe aber dafür gibt es wieder eindrucksvolle Kamerafahrten zu bewundern. Das einzige was mich persönlich ein wenig gestört hat waren die überschminkten Hexen aus aller Welt und die helfende Mutter die meines Erachtens nicht sehr gut umgesetzt war.
Somit haben wir einen würdigen Abschluß der Trilogie von einem augenzwinkernden Meisterregisseur, der bei diesem Film eher an seine Fans als an die Kinokasse gedacht hat.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bewertung nur Uncut- Fassung: AVE SATANI- der dritte Kreis der Hölle, 17. Januar 2014
"Mein Name ist Varelli. Ich baute einst für die drei Mütter, die unsterblichen Hexen ,geboren im Inferno ,drei Häuser.
Eins in Freiburg, das zweite in New York, das dritte in Rom. Von diesem drei Orten bringen die uralten Hexen Tod und Verderben über die Menschheit.
Drei Häuser vergiftet vom Bösen. Tränen, Schmerz und Untergang."
Schon alleine diese Worte reichen um bei mir sämtliche Adrenalin Reserven seit Jahrzehnten in Wallung zu bringen
Aus den drogengeschwängerten Visionen eines Thomas de Quincey schuf im Jahre 1977 Dario Argento sein mystisches Schauermärchen um die satanische Mythologie dieser unheilvollen Wesen.
"Suspiria" erzählte von der "Mutter der Seufzer", das barocke, unvergleichlich hypnotische Meisterwerk ist einer der besten ,schillerndsten ,irrealen Kunstwerke der Filmgeschichte.
1980 folgte der Nachfolger " Horror Infernal" in dem Mutter Tenebrarum und ihr verfluchtes Haus in New York die Zuschauer ebenfalls in einen sinnlichen, alptraumhaften Wahn versetzte und nun nach Jahrzehnten setzt Dario Argento der letzen Mutter , "Mother Lacrimarum" ein sensationell dem Irrsinn huldigendes Denkmal.
Vergessen sind des Regisseurs filmische Ausrutscher wie " Card Player" oder " Do You like Hitchcock".
Wie ein schillernd teuflischer Dirigent des grotesken ,rauschhaften Bösen,eines flüsternd, delirierenden Drogentrips inszeniert Argento einen gelungenen Abschluß seiner Trilogie.
Argento ist immer dann am besten ,wenn er sich vollkommen narrativer Fesseln entledigen kann, seine tiefenpsychologischen, blutgetränkten, in bizarrer mythologischer Märchenwelt verwurzelten Phantasmagorien auf die Leinwand bringen kann.
Das ist ihm hier in einem Höllentrip, der die Sinne schwindeln läßt grandios geglückt.
Best of Argento könnte man hier sagen und so suhlt sich der Meister noch einmal in allem was uns an ihm lieb und teuer ist.
Surrealistische pittoreske, opernhafte Szenenfolgen, eine einzige, phantastische, magische Eruption aus Grand Guignol, Marquis de Sade, kirchlich religiöser Mythologie, irren Kamerafahrten, Chören , Heavy Metal, Märchenspuk, und Sadomasochismus in blutigsten Bildern zu einem höllischen Gemälde zusammengefügt.
Es ist als ob Hieronymus Bosch selbst hinter der Kamera gestanden hätte.Denn wahrhaft infernalisch, burlesk, betörend und makaber sind die Schockbilder.
In diesem 100 minütigen wahnhaften "Dantes Inferno " finden sich die brutalsten Szenen des Meisters. Vergleichbar nur noch mit " Pelts" und " Jennifer".
Jedoch weit ab von der stumpfen Vordergründigkeit neumodischer Folterfilme inszeniert hier Argento einmal wieder ein opernhaftes, schillerndes Pandämonium des schrecklich Schönen. Der Mord und seine Inszenierung als Kunstform an sich.
Zuweilen werden auch Erinnerungen an Clive Barkers " Hellraiser" wach. "The Suffering, the Sweet Suffering" , dessen wird hier dämonisch gehuldigt.
Gipfel der grellen schockroten Obsessionen ist wohl die Erdrosselung durch Kreaturen der Finstenis mit den eigenen Eingeweiden.
Ein Lukas Cranach, ein Degas ,viele mittelalterliche Folterszenarien auf religiösen , sexuell durchtränkten Kirchenbildern hätten es wohl nicht anschaulicher darstellen können.
Gepfählte Frauen, nackte Hexenpriesterinnen, phallische Stichwerkzeuge, die vornehmlich durch Mund und Augen getrieben werden, schreiende Äffchen als Sendboten der Hölle, zitternde Klauenhände, die wie irrsinnig in alten Hexenschriften blättern, dunkle Bibliothekengänge, verschlungene Wendeltreppen, Hieroglyphen mit alten Verwünschungen, im Kerzenlicht flackernde Katakomben, verunstaltete Höllenfratzen.
Dario Argentos übersprudelnde ungehemmte Phantasie ,die jeder Logik entgegensteht ,nur dem Traumhaften verpflichtet ist, schafft bizarre Bilderstürme, die dem heutigen weichgespülten , oft mutlosem Horrorkino doch sehr fehlen.
Hier nimmt uns der Regiemeister mit in das Reich grausamer Poesie ohne Sicherheitsgurt, in seine Kinomagie ,die direkt das Unterbewusstsein, schwarze Traumbereiche, sinnliche Groteske anspricht.
Viele Verweise auf seine früheren Filme arbeitet Argento ein und so ist gerade für Kenner seines früheren Filmschaffens " Mother of Tears" besonders reizvoll.
Die schraubstockartigen Folterinstrumente in die Mundhöhle platziert, kennen wir aus " The Church" , die Verweise auf den Alchemismus direkt aus " Inferno" die Moorgrube mit den dutzenden Totengerippen aus "Phenomena" , die Verquickung des genialen Soundtracks hier von Simonetti mit Kinderliedern, mittelalterlichen Chören, Klassik, und treibenden Heavy Metal aus " Profondo Rosso" , "Demoni" oder " Opera".
Dario Argentos Märchenwelt, das sind in sich geschlossene Visionen aus grausigem, prächtigem,schwebendem morbidem Barock, aus Sexualität, Lust, arabesken Gewaltkompositionen, schweren giftigen Assoziationen aus der Welt des Geheimnisvollen, Raunenden, aus todbringender, poetischer Zärtlichkeit. Eine Melange aus Trash, Wahnsinn, Blut, Klassik und den Gebrüder Grimm
Ach ja eine Geschichte gibt es auch noch.
War die in den besten Argento Filmen jemals besonders wichtig? Die unglaublich, phantastisch sogartige Atmosphäre ist es ,die immer wieder begeistert.
Vor den Toren Roms wird eine alte Urne gefunden. Seltsame mittelalterliche Symbole auf der Kiste lassen nichts Gutes ahnen.
Die junge Archäologie -Studentin Sarah ( Asia Argento) öffnet sie dennoch und entfesselt damit die entsetzlichen Kräfte einer uralten finsteren Macht.
Mater Lacrimarum, nach alten mittelalterlichen Schriften die Mutter der Tränen, schickt sich an die Menschheit mit ihren Zauberkräften zu vergiften.
Eine junge Mutter mit ihrem Kinderwagen,die plötzlich auf einer römischen Brücke innehält,- den Säugling lächelnd über die steinerne Brücke in den Fluß wirft.
Plötzliche Selbstmorde, unkontrollierbare Aggressionen in den Straßen der Stadt. Chaos und Anarchie halten Einzug.
Die Anhängerschaft der Hexe macht sich bereit, die Dämonen sind entfesselt.
Hier ist auch der große Unterschied zu den zwei ersten " Mütter Filmen" .
Dario Argento verläßt den abgeschlossenen Raum der einzelnen Häuser und inszeniert Szenen in hellem Sonnenlicht um auf offener Straße die Auswirkungen des magischen Hexenfluchs zu zeigen.
Hier muß er sich doch aufgrund von Budgetbegrenzung auf einzelne prägnante Szenen beschränken. Jedoch ist dies nicht weiter störend.
Auch in der Farbdramaturgie inszeniert Argento etwas zurückhaltender, doch immer noch unglaublich farbenprächtig, in der Tradition des italienschen Giallo- und Horrorfilms, wie auch der ganze Film eine Wiederauferstehung dieses unsterblichen Genres darstellt.
Phantastisch ist einmal wieder die Kameraarbeit.
Weit ab von dilettantisch, hektischem Schnittgewitter vieler heutiger Filme ist Dario Argento sicherlich einer der besten, sorgfältigsten Bildkompositeure.
Die Verfolgungsjagd in der U- Bahn nervenzerrend mit hitchcockscher Prägung, die schwebend hypnotische lange Einstellung durch das alte verfluchte Haus gegen Ende, die rasenden Kamerafahrten durch alte Bibliotheken, an verschlungenen Treppengeländern entlang.
Fazit: Argento beeindruckt, begeistert mit einem würdigen Abschluß seiner Trilogie.
Nach 100 Minuten erwachen sie aus einem schillernden, irrsinnigen Fieberwahn, so schwindelerregend und losgelöst exzentrisch, das er süchtig macht.
In Deutschland ist dieses Argento Werk natürlich einmal wieder um mehrere Minuten gekürzt.
Achten sie also unbedingt auf den UNCUT- Aufdruck.
Desweiteren empfehle ich immer die Filme Argentos in der Originalsprache anzusehen, da fast alle, so auch dieser miserabel synchronisiert sind.
" Mother of Tears" scheint das Fanal, das letzte große Aufbäumen, die letzte schöne Sinfonie des morbiden Grauens des Meisters gewesen zu sein
Weder sein " Giallo" noch sein "Dracula 3D" konnten überzeugen.
Es bleiben seine unsterblichen ,innovativen Klassiker und das Glück, daß er seine Filmtrilogie um mittelalterlichen Hexenglauben noch so packend und magisch beenden konnte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Trash-Mummenschanz vom Giallo-Papst., 25. September 2013
Von 
Um die zwei Sterne gleich zu klären:

der Film verdient aus meiner Sicht drei Sterne.

Die in Deutschland stark zensierte Fassung verdient selbstverständlich nur einen Stern.

Macht also zwei Sterne.

Was gibt es zu sehen im dritten Teil der Hexenhäuser-Trilogie?

In Rom angesiedelt, wird die reichlich unlogisch voraneilende Geschichte in relativ gewöhnlichen Bildern (keine Blau- und Rot-Töne mehr, keine liebevollen Kulissen) dargestellt. Auf schauspielerische Leistung wurde bei Dario Argento noch nie übergross Wert gelegt, so ist es auch hier in dem Film, wobei Asia Argento mit leichtem Overacting gefällt, und ein Film mit Udo Kier ist eigentlich IMMER gut... :o)

Argento's Ex-Frau und Mutter von Hauptdarstellerin Asia namens Daria Nicolodi als verschwommen-bläulich dargestellte Mutter ist eher peinlich. Der Rest vom Cast fällt nicht unangenehm auf, hinterlässt aber auch keinen besonderen Eindruck.

Was mir gut gefällt, sind die leicht surrealen Sequenzen, wenn die Hexen irgendwo in Rom rumstehen (zum Beispiel auf einer Brücke) und von Weitem böse die Haupt-Protagonisten anschauen. Das erinnert etwas an "Inferno" (die Hexe mit der Katze im Hörsaal) und überhaupt an Argento's stets leicht surreale Handschrift.

Die von Argento meist gern untergebrachten Gore- und Gewalt-Spitzen sind bei "Mother of tears" dermassen krass und im Mittelpunkt, dass sich der Verdacht aufdrängt, der Meister habe die Absicht gehabt, damit die wirklich hauchdünne Story zu kaschieren. Oder wollte er auf die Hoch-Zeit des italienischen Giallo zurück kommen? Teilweise erinnert die Inszenierung der Morde an Filme wie (ebenfalls ein Grossmeister...!) Bava's "Bay of blood".

Als ich den Film zum ersten Mal sah, war ich darüber verärgert, auch weil ich ihn natürlich ständig mit den vorhergegangenen, viel älteren und viel besseren Vorgängern "Suspiria" und "Inferno" verglich. Selbstverständlich kommt "Mother of tears" in keinster Weise an diese beiden Jahrhundert-Werke ran, allerdings ist er doch noch besser als der meiste Hollywood-Schund, den ich in den letzten Jahren im Kino sah.

Zudem ist es so, dass bei Argento nicht mehr so viel Geld in die Produktionen fliesst wie früher, d. h. er hat leider nicht unbedingt die finanziellen Mittel, um seine Werke so zu gestalten, wie er es vielleicht möchte und plante. Die (kreative wie finanzielle) Blütezeit des italienischen Kinos ist längst vorbei, und seitdem Argento sich auf amerikanische Produzenten eingelassen hat, ist halt auch sein filmisches Schaffen nicht mehr so toll wie in früheren Zeiten. (Ich möchte betonen, dass ich nichts gegen amerikanische Produzenten oder Filme habe - im Gegenteil, aber Argento und Amerika ist aus meiner Sicht eine nicht so wahnsinnig gut funktionierende Kombi...)

Ich gebe die Hoffnung einfach nicht auf, das der Giallo-Meister noch mal einen tollen Film dreht...selbst nach dem richtig miesen "Giallo" und dem indifferenten, trashigen "Dracula"-Film...wer weiß?
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The Mother of Tears
The Mother of Tears von Dario Argento (DVD - 2008)
EUR 7,99
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