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438 von 447 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Top-Kamera, welche viel Freude bereiten wird und bedenkenlos zu empfehlen ist
Auch mit der D90 hat Nikon wieder eine solide Kamera mit gutem Preis-Leistungsverhältnis vorgelegt. Hier wird konsequente Modellpflege betrieben, der Nikon-Benutzer wird sich sofort wieder zurechtfinden. Als "Aufsteiger" von einer doch in die Jahre gekommenen D70 erlebt man natürlich einen Quantensprung: allen voran das sensationelle Megapixel-Display zur...
Veröffentlicht am 16. Oktober 2008 von Reiner Ulrich

versus
105 von 128 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen beste Amateur Fotokamera
Als zufriedener D40 Hobbyfotograf war ich immer sehr von den anderen Rezessinonen der D90 angetan, insbesondere mit dem 16-85.
Also hab ich solange mit meiner Frau "gekämpft", bis ich mir dieses Teil auch kaufen durfte. Nach einigen Wochen in der Praxis muß ich sagen, daß Die D90 wirklich in einigen Punkten besser ist, als die D40. Zum Beispiel...
Veröffentlicht am 7. März 2010 von Otto Normalo


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438 von 447 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Top-Kamera, welche viel Freude bereiten wird und bedenkenlos zu empfehlen ist, 16. Oktober 2008
Von 
Reiner Ulrich (Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Auch mit der D90 hat Nikon wieder eine solide Kamera mit gutem Preis-Leistungsverhältnis vorgelegt. Hier wird konsequente Modellpflege betrieben, der Nikon-Benutzer wird sich sofort wieder zurechtfinden. Als "Aufsteiger" von einer doch in die Jahre gekommenen D70 erlebt man natürlich einen Quantensprung: allen voran das sensationelle Megapixel-Display zur Bildkontrolle, die wesentlich höhere Geschwindigkeit bei der Datenverarbeitung und Bildanzeige, Live-View und so Kleinigkeiten wie besser gestaltete Bedienelemente, einen frei belegbaren Funktionsbutton, mehr individuelle Einstellungen, ein persönliches Favoritenmenü und vieles mehr. Natürlich gibt es an der D90 viel mehr AF-Sensorfelder, die Chance, dass auf irgendwas Unwichtiges im Vordergrund scharfgestellt wird bleibt unverändert hoch - ein für mich fragwürdiger "AF-Sensor-Wettbewerb", ich bleibe doch wohl bei der manuellen Anwahl des Sensorfeldes und da spielt es dann nicht so eine Rolle, wieviele davon zur Verfügung stehen.

Die Bildqualität in JPEG direkt aus der Kamera ist auch bei hohen ISO *** äusserst*** beeindruckend (z.B. im direkten Vergleich mit Nikon D70 und Sony Alpha 700). Selbst bei ISO 6400 liefert die Kamera noch zumutbare Bilder - Hut ab vor dieser Leistung. Bei anderen Kameras (Alpha 700) ist da schon RAW mit Nachbearbeitung am Computer nötig, um ein ähnliches Ergebnis zu erzielen.

Ein paar Schattenseiten dürfen nicht verschwiegen werden: Der Video-Modus ist beeindruckend und natürlich ein absolutes Novum, die Korrekturmöglichkeiten (z.B. nur schon Belichtung) sind jedoch SEHR limitiert und der Autofokus während der Aufnahme generell tot, vor allem der Ton ist jedoch eine Katastrophe (man wird z.B. ein Verstellen des Zooms oder Fokus deutlich bei der Wiedergabe hören). Nach wie vor dürften viele "Pocketkameras" hier insgesamt bessere Ergebnisse bringen, ausgenommen natürlich bei der Verwendung von Spezialobjektiven an der Nikon.

Der Life-View ist ebenfalls eine erfreuliche Bereicherung und wird wohl in einigen Situationen (z.B. ab Stativ, Makro, Überkopf) regelmässig zum Einsatz kommen, der Kontrast-Autofokus in diesem Modus ist jedoch SEHR langsam, sogar gemütlicher als an vielen Kompaktkameras. Nikon scheint eine recht "lustige" Fokusstrategie zu verwenden (es werden wohl fest mehrere Fokuspunkte angefahren und dann daraus direkt die richtige Fokusstellung berechnet - 1-2 Sekunden dauert das gerne Mal. Hier gibt es wesentlich bessere Implementationen von Kontrastautofokussi z.B. in Bridge-Kameras). Gelungene Schappschüsse in diesem Modus sind nur mit Vorfokussierung realistisch, trotzdem, eine insgesamt sehr wertvolle Funktion.

Das 18-105 Kit-Objektiv kann bei der Preislage natürlich nicht der Hammer sein, aber es ist sehr brauchbar, quasi ein Universalzoom mit Bildstabilisator zum Schnäppchenpreis mitgeliefert. Auch der Bildstabilisator in diesem Objektiv scheint sehr wirksam, jedoch nicht "Spitzenklasse" zu sein, die Sony 700 mit ihrem eingebauten Stabi scheint da auf Basis erster subjektiver Versuche in diesem Brennweitenbereich eine sichtbar bessere Leistung zu erbringen (z.B. Arme aufgestützt bei 1 Sec. Belichtung, nicht übermässig praxisnah, aber ganz nett für einen Test).

In Summa eine Kamera, die auf der Höhe der Zeit ist und kaum enttäuschen wird, einzelne Funktionen sind anderswo vielleicht besser implementiert, doch die D90 bietet eine sehr runde Gesamtleistung und am Wichtigsten bleibt am Schluss die Bildqualität und da kann die D90 locker auch mit der höherpreisigen Konkurrenz mithalten.

Als gleichzeitiger Sony Alpha 700-Nutzer kann ich mir eine Bemerkung leider nicht verkneifen - bitte liebe Nikon schau Dir doch mal dieses Konkurrenzmodell an, hier könntest Du, was die intuitive Bedienung betrifft, noch so einiges lernen und die Liste der "Kleinigkeiten", die an der A700 deutlich besser gelöst sind, ist leider ziemlich lang: AE-Lock schaltet auf Wunsch direkt auf Spotmessung um, Zoom ins Bild springt auf 10fach Zoom und direkt auf die Stelle im Bild, auf welcher der Fokus(-Punkt) gelegen hat [schnellste Fokuskontrolle!], der Mini-Joystick und die direkte Anwahl von Funktionen auf dem Display, ISO-Auto auch direkt übers Einstellrad aus-einschaltbar, AF-Start wenn man die Kamera ans Auge nimmt, Display automatisch ausgeschaltet, auch das vordere Einstellrad hat bei der A700 IMMER eine vernünftige Funktion (und ist auch wesentlich besser an der Kamera angeordnet), Gut erreichbare Daumen-Buttons oben auf der Kamera und alle Einstellungen auf dem Hauptdisplay [bei der D90 ist ein magerer Kompromiss implementiert, Nikon sollte sich da meiner Ansicht mal entscheiden, in welche Richtung man gehen will, kleine Buttons hinten unten für ISO etc. und ein Mini-Display oben auf der Kamera passt nach wie vor nicht zusammen, da soll sich doch gleich das Display hinten einschalten und nicht erst auf Knopfdruck wie jetzt an der D90], Rotes LED-AF-Hilfslicht an der A700 ist wesentlich unauffälliger als der seit der D70 unverändert hellen und unnötig früh aktivierten "Taschenlampe" an der D90 etc. etc. etc.

Kurz gesagt, meine absolute Traumkamera wäre eine Kreuzung der Bedienung und Bildstabi aus der A700, Lifeview-Autofokus aus der A350, die Bildqualität, Bracketing und ein paar weitere Kleinigkeiten aus der D90 und ein noch etwas vernünftigerer Videomodus... Aber man darf ja noch träumen. Trotzdem 5.0 Punkte für die D90, weil es zwar immer noch was zu verbessern gibt, das für die anderen Kameras aber auch gilt und die D90 zu meiner eierlegenden-Traum-Wollmilchsau genausoviel hübsches, vor allem aber die tolle JPEG-Bildqualität direkt aus der Kamera auch bei hohen ISO beitragen würde...

Eine winzige Kleinigkeit noch, die aber allen Umsteigern und Parallel-Nutzern von anderen Systemen bisher wohl wie mir an den Nikons grausam auf den Keks gegangen ist: an der D90 lässt sich nun die Anzeige für Belichtungskorrektur und Drehrichtung des hinteren Einstellrades umkehren, damit das nun so rum funktioniert wie z.B. an der Sony. Man mag den "Fehler" der bisherigen Nikons beim Rest der Welt gesehen haben, aber nicht nur bei Sony sondern auch in der restlichen Technik sind die negativen Werte nun halt mal links und nicht rechts auf der Skala und dass dann der Zeiger weiterhin in die Richtung läuft, in der man das (hintere) Einstellrad dreht ist doch wohl auch naheliegender - vor allem wenn das Rad dann wie die meisten Wasserhähne der westlichen Hemisphäre funktioniert (Licht auf-Licht zu), danke Nikon für diese beiden Custom-Optionen in der D90 !!!

Nachtrag: Erst beim Bearbeiten der ersten RAW (NEF)-Bilder ist mir eine weitere hervorragende Funktion der Kamera aufgefallen: Chromatische Fehler (CA) werden im JPG-Modus von der Kamera automatisch korrigert. Farbsäume, bei fast allen Objektiven ein unterschiedlich starkes Qualitätsproblem, werden von der Kamera bei der JPG-Verarbeitung nahezu zum Verschwinden gebracht. RAW-Bilder werden nicht behandelt, sodass einem erst beim direkten Vergleich die (positive) Einflussnahme der Kamera auf die JPG-Bilder auffällt. Bei RAW muss man massiv am Computer (z.B. mit PTLENS) nachhelfen, erst dann erreicht man mit deutlich mehr Aufwand eine insgesamt bessere Qualität als JPG - dies unterstreicht einmal mehr meine Aussage von oben, dass die JPG-Qualität direkt aus der D90 derzeit wohl konkurrenzlos ist.
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170 von 174 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überzeugende DSLR, besonders die Bildqualität und Rauscharmut, 16. Juli 2009
Von 
phoenix567 (Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe monatelang zwischen der Pentax K20D (mit 18-55 Obj.) und der Nikon D90(mit 18-105 Obj.) hin- und her überlegt. An der K20D faszinierte mich die Outdoor-Tauglichkeit (sehr stabiles, wetterfestes Gehäuse), an der D90 das bessere Kit-Objektiv 18-105, das 920.000-Pixel-Display und die bessere LiveView-Funktion, und die laut Tests bessere Bildqualität (vor allem weniger Rauschen bei hohen ISO, was ja mein Hauptanliegen war).

Schliesslich habe ich die D90 gekauft. Also mich hat die Nikon D90 bislang sehr überzeugt (4.000 Bilder). Zusammen mit dem Kit Objektiv 18-105 VR ist diese Kamera meiner Meinung nach derzeit die beste Komplettlösung für ernsthafte Amateur-Fotografen. Es gibt nichts besseres in dieser Preisklasse derzeit. Profi-Fotografen kommen aber um eine D700, 5D MkII oder gar 1D nicht herum, Kameras die das Doppelte bis Dreifache kosten (die 1D das Fünffache).

Also, nun versuche ich hier, im Telegramm-Stil, meine Erfahrungen (3 Monate / 4.000 Bilder) mit der D90 wieder zu geben:

PLUS:
++ Hat das "Gewisse Etwas". Man verliebt sich in diese Kamera. Sie hat irgendwie "Sex-Appeal", und liegt unheimlich gut in der Hand
++ Gehäuse macht einen *sehr* stabilen, *wertigen* Eindruck (viel besser als andere, billigere DSLR's, der Unterschied ist gross).
++ Grösse und Gewicht gut geeignet für grosse Männerhände, trotzdem nicht zu gross oder zu klobig für Frauenhände. Für beide Geschlechter sehr gut geeignet. Die D90 hat eine ideale, mittlere Grösse für eine DSLR.
++ Sehr gute Bildqualität! Und komplettes Fehlen von Rauschen bis ISO 1600! Bei ISO 3200 Rauschen nur sehr geringfügig, je nach Motiv auch gar nicht vorhanden. Sehr gute Schärfe, Detailauflösung, und sehr neutrale, realistische Farben! Das Farben-Management ist sehr realistisch und neutral. Nicht auf Effekthascherei ausgerichtet, sondern auf Naturtreue.
Und sehr guter Weissabgleich, der fast immer stimmt, ich muss nie den Weissabgleich am Computer korrigieren, bei anderen Kameras muss ich jedes zweite Bild korrigieren
++ Bildqualität und Rauscharmut der D90 sind überragend, erfüllen Profi-Ansprüche!
++ Autofocus und Auslösezeit sehr schnell, für Sportfotografie geeignet. 4,5 Bilder pro Sekunde. Auslösezeit 64 Millisekunden + schneller AF ca. 200 Millisekunden
++ Viele Funktionen und "Spielereien" (die aber Spass machen und sinnvoll sind) und Einstellungsmöglichkeiten
++ Sehr gute LiveView-Funktion für eine DSLR (obwohl AF beim LiveView Modus ein wenig zu langsam)
++ HD-Video 720p (aber ohne AF während der Aufnahme, nur manuell - man gewöhnt sich aber daran. AF nur am Anfang der Videoaufnahme)
++ Sehr gutes, scharfes, farbenfreudiges 3-Zoll-Display mit 920.000 Pixel (!)
++ Sehr guter, grosser, heller, echter Prismensucher aus Glas! Der BESTE Sucher in dieser Preisklasse, Prismenglas (echtes Glas, kein Plastik-Sucher wie in anderen, billigeren DSLR).
++ Verzeichnungen im WW-Bereich des 18-105 Zoomobjektivs können in der
kamerainternen Bildbearbeitung korrigiert werden! (Nur manuell, nicht automatisch wie bei der D5000). Geniale Funktion die sehr gut funktioniert, habe ich oft angewendet! Funktioniert aber nur mit Nikkor G-Objektiven mit CPU wie das AF-S 18-105G VR aus dem Kit
++ Überhaupt ist die *kamerainterne* Bildbearbeitung der D90 eine geniale Sache, man kann Bilder begradigen, Verzeichnungen korrigieren, Farbkorrekturen und Schärfe nachkorrigieren, RAW bearbeiten (!), Filter anwenden, etc. etc. Einfach genial. Man braucht fast gar kein Photoshop mehr :)) Macht Spass und ist sinnvoll
++ Die VR (Vibration Reduction), optische Bildstabilisierung des Kitobjektivs, funktioniert hervorragend, scharfe Bilder bis 1/15 sec bei 157mm(105mm) tele möglich, also 3 bis 4 Zeitwerte/Blenden Verbesserung. Ganz hervorragend, bin mehr als zufrieden
++ AF und VR am Kitobjektiv schnell und angenehm geräuschlos. Geschmeidig, man hört nichts, es vibriert auch nichts
++ Sehr gute Bracketing Funktion für HDR-Aufnahmen, 2 oder 3 Aufnahmen einstellbar und 0.33 bis 2.0 Lichtwerte in 1/3 steps einstellbar. Bracketing direkt steuerbar über eine Taste am Gehäuse, man muss nicht in Menüs und Untermenüs herumwurschteln
++ Sehr viele wichtige Funktionen sind direkt über Tasten erreichbar, die D90 hat 19 Tasten/Schalter am Gehäuse und 2 am Kitobjektiv = 21 wichtige Funktionen können direkt über Tasten gesteuert werden
++ HDMI Anschluss
++ Die D90 ist Hi-Speed Sync-fähig bei geeigneten Blitzgeräten. Das bedeutet, die Kamera kann Blitzlicht bis zu einer Verschlusszeit von 1/4000s (!) synchronisieren. Das ist ideal fürs Aufhellblitzen draussen unter Tageslichtbedingungen. Ich besitze das Nikon SB-900 Blitzgerät und damit kann ich tatsächlich bis 1/4000s blitzen, am Anfang dachte ich es sei ein Scherz. Man muss im Menü der Kamera unter e5 FP-Kurzzeitsynchronisation = ON einstellen und dann geht das. (In der Standardkonfiguration ist Hi-Speed-Sync ausgeschaltet). Auf dem Display vom SB-900 erscheint dann ein Icon "FP". FP = Flash Power. Dann kann es los gehen mit der Hi Speed Synchronisation. Mit dem SB-600 geht es auch!
++ Eingebauter Blitz beherrscht i-TTL und Nikon-CLS. Er kann als Master für ein ferngesteuertes Blitz-System geschaltet werden, kontrolliert dabei bis zu 4 Blitzgeräte in 2 Gruppen und steuert auch die Blitzstärke der anderen Geräte (Slaves). Das Ganze nennt sich CLS-System (Creative Light System) und funktioniert hervorragend.

MINUS:
-- Das Gehäuse ist nicht abgedichtet, wie z.B. bei der D300, K20D, K7 oder 5D MkII. Regen, Sand, Staub, Nebel (feuchte Luft) sind Gift für die D90
-- Kitobjektiv verzeichnet relativ stark im WW-Bereich, lässt sich aber mit der Kamera intern manuell korrigieren und macht sogar Spass, habe mich daran gewöhnt. Man kann diese Verzeichnungen auch bequem am PC mit den Programmen DxO Optics oder Nikon Capture NX2 korrigieren, die allerdings Geld kosten. Ansonsten finde ich das Kitobjektiv 18-105 VR sehr gut! Ich habe mir DxO Optics gekauft, halb so teuer wie Nikon Capture NX2
-- Man muss teure Software kaufen, um das Beste aus der D90 heraus zu holen (Dx0, Capture NX, Photoshop). Zumindest eine Software zum Korrigieren der WW-Verzeichnung sollte doch im Lieferumfang sein, finde ich. Die mitgelieferte ViewNX Software bietet diese Möglichkeit nicht und ist daher nicht ausreichend. Nikon sollte unbedingt seine Software-Politik ändern. Aber: Wie gesagt, man kann die WW-Verzeichnungen mit der *kamerainternen* Software korrigieren, die D90 hat sozusagen eine eingebaute Photoshop-Software (!), kein Witz. Nur am Computer vermisse ich die Möglichkeit, Verzeichnungen zu korrigieren
-- Mattscheibe nicht austauschbar, für mich irrelevant, aber für Profis spielt das wohl eine Rolle
-- Audio bei Videoaufnahmen nur Mono; Kein externes Mikrofon anschliessbar

Einige Rezensionen bemängeln eine "komplizierte Bedienung" der D90, das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Die Bedienung der D90 ist sehr logisch aufgebaut, man kann sie fast intuitiv bedienen. Sie hat nunmal sehr viele Funktionen, über 100, sie ist vollbepackt mit Einstellungsmöglichkeiten, aber das ist doch das Schöne an der Sache! Jeder Fotofreund mit Vorerfahrung im SLR- oder DSLR-Bereich wird von den vielen Funktionen der D90 begeistert sein.

Die D90 hat hervorragende, vorprogrammierte, Modi für Anfänger: Landscape, Portrait, Sport, Nightshot, etc. Ähnlich wie automatische Kompaktkameras. Diese automatischen Modi liefern *hervorragende* Bilder und ich benutze sie oft, obwohl ich kein Anfänger bin.
Insgesamt bietet die D90 acht vorprogrammierte Modi, welche eine grosse Hilfe für Anfänger darstellen.

SLR- und DSLR-Profis hingegen werden sich an den Unmengen von manuellen Einstellungen erfreuen. Zwei Beispiele: 1.) der automatische P-Modus lässt sich direkt über zwei Räder manuell beeinflussen, man kann Blende oder Zeit verändern und die D90 berechnet die Belichtung neu, diese Funktion nennt sich P-Shift; 2.) und selbst die Automatik-Modi lassen sich individuell (dauerhaft) verändern und konfigurieren, Belichtung, Farben, Kontrast etc. Jeder Modus getrennt, jede Eigenschaft getrennt! (A-, S-, P-Modus etc.).

Die D90 hat 21 Direkttasten (19 am Gehäuse + 2 am Objektiv) welche die Bedienbarkeit enorm erleichtern! 21 wichtige Funktionen sind direkt und schnell über Tasten/Schalter erreichbar, besser geht es kaum! Dabei sind die vier Pfeiltasten am Rundmenü, das Modus-Drehrad und die 2 Steuerräder nicht mitgezählt! Zusätzlich zu den Tasten gibt es über 100 verschiedene Einstellungen im Software-Menü, welches über das 920.000-Pixel-Display bequem und hervorragend zu bearbeiten ist, so lässt sich die D90 absolut individuell auf jeden persönlichen Geschmack anpassen ("personalisieren"). Alle Einstellungen funktionieren perfekt, bislang habe ich keinen einzigen Bug in der Firmware gefunden (Version 1.00).

Fazit: Ich kann die D90 nur empfehlen. Die D90 ist deutlich teurer als manche Einsteiger-DSLR, aber für das Mehrgeld bekommt man auch eine spürbar bessere Sache, also ist das P/L-Verhältnis in Ordnung. Allein der hervorragende optische Sucher der D90 ist den Mehrpreis wert.

Die D90 ist mit der Canon 50D vergleichbar, ist aber im Preis etwas günstiger, und die Bildqualität und das Rauschverhalten sind etwas besser als bei der 50D. Dafür ist die 50D etwas "schneller" (6,2 Bilder/sec gegenüber 4,5 bei der D90). Die 50D besitzt ebenfalls einen sehr guten optischen Sucher.

P.S. wenn Sie diese Bewertung als hilfreich empfunden haben: ich freue mich sehr über jeden Klick auf den "ja"-button - es ist schön wenn man merkt, daß es nützlich ist, hier eine Rezension zu erstellen.

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27 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Top-Kamera, 25. Dezember 2008
Seit 10. Oktober bin ich stolzer Besitzer der D90 (mit dem DX Kit-Objektiv 18-105mm).

Für meine (Haupt-)zwecke, die Available-Light und Partyfotografie ist die D90 schlichtweg die momentan beste APS-C (nicht Vollformat) DSLR, die Angeboten wird. Zuerst hatte ich die D40x, die schon ein außerordentlich gutes Rauschverhalten zeigte, doch die D90 toppt das noch. AL-Fotos sind bis ISO 1600 kein Problem, ISO 3200 und sogar ISO 6400 sind bei Anwendung eines Entrauschfilters (z.B. Noiseware) durchaus noch webtauglich (900x600px). Für AL-Fotografie empfiehlt sich das Sigma 30mm f/1,4, das zusammen mit der Nikon D90 eine super Kombination bildet.

Der Live-View Modus macht auf dem großen Display sehr viel Spaß und ist vor allem für Makro-Aufnahmen mit manuellen Fokus ungeheuer praktisch, da auch am Display in das Live-View Bild gezoomt werden kann, was für eine exakte Fokussierung sehr praktisch ist.

Natürlich macht die D90 auch tagsüber eine sehr gute Figur. Für meinen Geschmack sind die Einstellungen der kamerainternen sehr guten JPEG-Engine doch ein wenig zu stark gewählt, aber das lässt sich ja einfach korrigieren.

Der Videomodus ist ein nettes Gimmick mit einigen Schwächen. Unter anderem funktioniert zum Beispiel der Autofokus nicht im Videomodus. Dennoch lassen sich mit ein wenig Zeitaufwand auch gute Videos produzieren, die Möglichkeit Wechselobjektive zu verwenden lässt die meisten Videos von Camcorder und Kompaktkameras deutlich im Regen stehen. Ein dicker Minuspunkt ist allerdings das Fehlen eines externen Mikrofonanschlusses. Leider nimmt die Kamera Bediengeräusche wie Fokus, Zoom und Tasteneingaben recht laut mit auf. Da der Zweck einer DSLR aber nicht filmen, sondern fotografieren ist, stört mich das nicht wirklich.

Das AF-S DX 18-105mm ist für den Preis ein erstaunliches Objektiv mit guter Abbildungsqualität. Bei 18 bis ca. 24 mm tritt eine leichte tonnenförmige Verzeichnung auf, die jedoch leicht korrigiert werden kann. Der Bildstabilisator erster Generation arbeitet leise und ermöglicht verwacklungsfreie Aufnahmen bei 105mm ab ca. 1/40s Belichtungszeit (eigene Erfahrung, rein subjektiv). Der Ultraschallmotor arbeitet bei der Fokussierung präzise, schnell und leise.

Abschließend lässt sich sagen, dass Nikon mit der D90 ähnlich wie mit der D80 eine sehr gute Kamera gebaut hat, die sich mit höherwertigen Produkten von Nikon und anderen Herstellern durchaus messen kann. Was die Bildqualität betrifft, braucht die D90 den Vergleich mit der Nikon D300 oder der Canon 50D nicht zu scheuen.
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154 von 159 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gelungen!, 26. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Nikon D90 SLR-Digitalkamera (12 Megapixel, Live-View, HD-Videofunktion) Kit inkl. 16-85mm 1:3,5-5,6G VR Objektiv (bildstab.) (Elektronik)
Ich habe nun die Kombination D90 mit 16-85, nachdem ich das 18-105er wieder verkauft habe - Brennweitenbereich und Verarbeitung haben mich nicht überzeugt. Die 2mm mehr Weitwinkel spürt man einfach und das 16-85er Objektiv fühlt sich deutlich wertiger an als das 18-105er (leicht schrottiges Plastikfeeling), es hat ein Metallbajonett und eine richtige Entfernungsskala sowie VR II. Es ist kleiner und schwerer als das 18-105er.

Allerdings mache ich mir um das Objektiv ein bisschen Sorge, denn es scheinen in letzter Zeit laut Forenberichten immer mehr 16-85er nach kurzer Nutzung den Geist aufzugeben. Schaumermal...

Zur D90: die Kamera ist der Hammer, Verarbeitung und Rauschverhalten sind ausgezeichnet, nicht zu vergleichen mit den Sonys und Canons dieser Preisklasse, die ich in letzter Zeit ausprobiert habe. Bis ca. 1600 oder 2000 ISO sorglos fotografieren, bis 3200 kann man die Bilder aber überwiegend auch noch verwerten. Die Kamera ist auch ohne die vieldiskutierte und sicher überbewertete Videofunktion ihr Geld wert.
Die Videofunktion erfordert Übung, ist aber trotzdem in Sachen Freistellung und Kinoanmutung Camcordern und Kompakten konstruktionsbedingt überlegen.
Manuelle Eingriffsmöglichkeiten hat man durchaus, wenn man sich näher damit beschäftigt (Blende, ISO, Feststellung der Belichtung). Scharf stellen sollte man eh selbst, wenn man die Augen seiner Zuschauer steuern will, aber das muss ich erst üben.

Liveview ist für mich nur in wenigen Situationen eine Alternative zum Sucher, z.B. bei Makros, und da stört es auch nicht, dass der AF bei Liveview seeehr behäbig ist (das kann Sony besser). Der normale AF ist gut, wenn auch eine Stufe unter der D300, aber irgendwo muss man die Kameras ja voneinander abgrenzen.
Die Kamera ist zwar nicht gegen Wasser und Staub abgedichtet, es gibt bei Youtube jedoch ein Video von der D90 beim Besteigen des Eiger (ohne Schutzhülle), auch Regen macht Nikons normalerweise nichts aus. Eine D300 darf einem dagegen schon mal ins Wasser fallen, das wird bei der D90 nicht gut gehen.

+ Rauschverhalten!!! Wer mehr will, muss wohl D700 oder A900 kaufen?
+ Hammerdisplay!!! Das macht richtig Spaß...
+ schnelles Hineinzoomen bei der Bildkontrolle
+ schnelle Bildbearbeitung in der Kamera, falls man mal unterwegs schon ein Bild auf die Schnelle "entwickeln" muss.
+ viele Individualfunktionen, ich habe dort viel eingestellt, um die Kamera an meine Gewohnheiten anzupassen.
+ intuitive Bedienung wie bei allen Nikons, die ich seit 1990 genutzt habe.
+ benutzerfreundliches Menü, Anzeige der letzten Einstellungen usw.

- keine echte Spiegelvorauslösung
- Bitrate der Videos könnte höher sein.

Ach ja: die D90 hat NICHT den Sensor der D300, auch wenn das viele meinen. Es ist ein neu entwickelter Sensor auf Basis des D300er Sensors, die Experten streiten noch, ob er nun wirklich besser ist. Manche sagen, Rauschverhalten und Pixelschärfe der D300 sei noch etwas besser, aber Bilder werden ja nicht nur vom Sensor beeinflusst, da gibt es ja noch mehr Faktoren in einer Kamera, z.B. AA Filter, elektronische Vorbearbeitung der Bilder, Rauschunterdrückung etc.
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43 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hervorragende semiprofessionelle Kamera für den Fotoalltag, 3. Mai 2010
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es war für mich ein unendlicher innerer Kampf - die Entscheidung zwischen Canon und Nikon! Meine früheren Fotoerfahrungen liegen Jahre zurück, damals hat man grundsätzlich alles per Hand geregelt - heute in Zeitalter der digitalen Fotografie sieht die Welt ganz anders aus.

Die Entscheidung zwischen Canon und Nikon ist auch immer eine Systementscheidung. Die Wahl zwischen "Mercedes" und "BMW" zwischen "Pest" und "Cholera". Es gibt heftige Verfechter auf beiden Seiten, sogenannte "Canonisten" und "Nikonianer". Mancher Streit driftet schon in`s Absurde ab. Ich möchte eigentlich zu niemanden gehören, einfach nur gute Bilder schießen!

Nach zahllosen Recherchen standen zur Auswahl: Canon EOS 50 D und Nikon D 90! Grundsätzlich ist die Canon 50 D schon ein Profimodell, jedoch sind beide Kameras derzeit zum fast gleichen Preis zu bekommen. Die D 90 wildert als ausgereifte Consumerkamera bereits im Profilager. Bliebe man im selben Segment, müsste man sich als Gegner eher die Canon EOS 500 oder 550 D ansehen. Ich möchte aber für mein Geld das Beste erhalten.

Canon EOS 50 D - ein wirklich klasse Gehäuse (fast baugleich wie die Canon 7D) aus einer Magnesium Legierung, super Haptik und für große Hände sehr griffig! Das Gehäuse der Canon kriegt 5 Sterne. Die Tests der Zeitschriften und User sind gut bis sehr gut. Sucherbild - entgegen allen Unkerufen hell und groß. Menueführung mehr als übersichtlich, klasse Monitor etc.. eine Top Kamera! Dennoch wurde es eine Nikon, warum?

Hier der Versuch einer Beschreibung und Einschätzung der Fotoleistung:

Es gab für mich folgende wichtige Auswahlkriterien:

- Bildqualität
- Nachträgliche Bildbearbeitungsmöglichkeiten in der Kamera
- Variabilität (Objektive etc.)
- Benutzerfreundlichkeit + Alltagstauglichkeit
- Haptik im Allgemeinen

Alles subjektive Kriterien, logisch. Canon bietet Gleiches, teils auch Besseres aber anders. Letztendlich ist es auch immer eine Bauchentscheidung. Zudem gab es ein Argument, was sicherlich mit den Tick zu Nikon gab, nämlich ein echt guter Kumpel -Fotojournalist- benutzt ausschließlich Nikon, dies seit gut 20 Jahren, das täglich - ohne Probleme! Kamera tausend mal raus und rein in die Tasche, Objektive mehrmals am Tag gewechselt, Hitze, Staub, Nässe...Das hat mich persönlich überzeugt. Die Teile sehen zwar benutzt aus, aber arbeiten wie am ersten Tag - Qualität vom Profi für Profis - so was wollte ich auch haben. Leider kenne ich keinen Journalist mit einer Canonausrüstung persönlich - so konnte ich diesen Punkt nicht vergleichen. Aber Canon ist in der Pressewelt eine gleichgroße, wenn nicht sogar größere Nummer im Geschäft.

Was hat die Canon 50 D nicht? Ein gutes kamerainternes Bildbearbeitungsprogramm, denn ich habe nicht Lust wirklich jedes Foto erst am PC nachzuarbeiten. Was sicherlich nicht immer nötig ist, aber bei Schnappschüssen kann der Farbwert etc. schon mal daneben liegen und muss korrigiert werden. Nicht erst am heimischen Rechner, nein sofort, in der Kamera. Dazu später mehr. Profis sehen das natürlich anders und arbeiten grundsätzlich vieles am Rechner nach. Die D90 hat das alles und noch viel mehr!

Im Einzelnen:

Bildqualität: 5 Sterne +

Mit einem Wort grandios (je nach Objektiv)! Der visuelle Eindruck: knackscharf, farb- und kontrastreich. Mit solch einer Abbildungsleistung habe ich wahrlich nicht gerechnet.
Das Bildrauschen ist auch bei sehr hohen ISO-Werten sensationell niedrig. Selbst im Schummerlicht gelingen noch recht scharfe und farbenfrohe Bilder und das alles ohne Blitz. Ganz so wie es die zahlreichen Testberichte in den Zeitschriften vorhergesagt haben. Mit Blitz werden trotz des kleinen kamerainternen Lichtspenders sehr gut ausgeleuchtete und ebenfalls knackscharfe Fotos erstellt. Bei größeren Räumen etc. benötigt man selbstverständlich ein Zusatzblitzgerät.
Der Weißabgleich (automatisch) arbeitet zufrieden stellend, man kann aber zahlreiche individuelle Einstellungen in diesem Bereich vornehmen und sogar die Farbtemperatur verändern.

Bei den Rauschwerten geht nämlich die 50 D recht früh in die Knie. Der Vorteil für Nikon ist auf die etwas größere Pixelgröße zurückzuführen. Selbst die topaktuelle Canon 550 D mit 18 Mio Pixel schafft es, laut neuester Fachzeitschrift "FotoColor" (Ausgabe 04.2010), in punkto Bildqualität nicht, die D 90 vom Thron zu stoßen. Für Leute, die sehr viel mit Zusatzblitzgeräten arbeiten ist dieser Umstand aber vernachlässigbar. Im ISO 200er Bereich schenken sich Nikon und Canon nämlich nichts.
Grundsätzlich kann man aber sagen, dass die D 90 in allen ISO-Bereichen in Sachen Farbneutralität und Rauschen, der 50 D deutlich überlegen ist. Dagegen ist die Canon aber schneller, dazu gleich mehr.
Das Plus in meiner Sterneskala hat sich die D 90 redlich verdient - sie zeigt selbst neuesten Kameragenerationen aus dem Hause Canon (Canon 550 D, Canon 7D und Canon 50 D) in Sachen Bildqualität, wo der Hammer hängt. Meine ersten eigenen Aufnahmen sind einfach nur "Klasse" geworden.

Benutzerfreundlichkeit: 4 Sterne

Die Benutzer- Menueführung ist anders als bei Canon. Anfangs bin ich fast verzweifelt, wollte das Teil schon wieder einsenden, aber mit etwas Geduld hat sich auch mir das Bedienkonzept erschlossen, auf das "Nikonianer" so schwören. Mittlerweile finde ich es sogar logisch aufgebaut, man kann fast blind und intuitiv arbeiten. Beispiel gefällig?

Die Einstellräder (Blende + Belichtungszeit) befinden sich rechts am Handgriff. Mit Daumen und Zeigefinger kann man intuitiv alles verstellen, das gelingt super schnell und problemlos. Verfechter des Einstellrades - wie bei Canon müssen den Daumen etwas mehr verbiegen. Hat aber auch Vorteile in anderer Hinsicht. Die Funktionstaste an der Gehäusefront mit dem "Autofokusmessfeldauswahlmodus" belegt und schon kann man im Verbund mit eines der Einstellrädchen die einzelne Messfelder des Autofokus rasend schnell und problemlos anwählen.

Die Inbetriebnahme ein Traum: Rechte Hand an die Kamera - Wahlhebel am Auslöseknopf gedreht und sofort (nicht mal 1 sec Anschaltzeit) losknipsen! Sprich im Alltag: Rechte Hand in die Fototasche, Kamera greifen, mit demselben Griff anschalten und Auslöser betätigen. Die linke Hand kann der Weil schon mal das nächste Objektiv rauskramen.

Neben RAW Dateien kann man auch JPEG Dateien oder wenn man Lust hat beides gleichzeitig in verschiedenen Qualitätsstufen abspeichern. Leider besitzen die RAW Dateien nur 12-Bit Konvertierung. Canon bietet noch eine zusätzliche Größen-Abstufung der RAW-Dateien an.

Was zu erwähnen wäre, ist das Active D-Lighting, damit gelingen ohne Nachbearbeitung (statt D-Lighting im Bildbearbeitungsporgramm) kontraststarke Bilder (Aufhellungen in den Schattenbereichen) - großes Kino - sage ich nur. Ich nutze es leidlich!

Mit der Automatikfunktion gelingen zu 98 % fast immer sehr scharfe und kontrastreiche Bilder - wenn es mal schnell gehen muss und keine Zeit für eigene Einstellungen bleibt.

Was ich etwas vermisse ist eine "leise Auslösung" wie es die 50 D von Canon bzw. die Nikon D300s bietet, das hat große Vorteile in der Tierfotografie, na ja die "Eierlegendewollmichsau" gibt es eben nicht, schon gar nicht für diesen Preis.

Dafür besitzt die D 90 zur besseren Bildausrichtung ein einblendbares Gitternetz im Sucher, das bietet die 50 D nicht.

Die Videosektion nutze ich gar nicht, dafür habe ich einen Videocamcorder, Basta! Die 50 D bringt erst gar keine solche Funktion mit - Zielrichtung klar: der Semiprofi.

Thema Serienbildgeschwindigkeit, fast immer ein Steckenpferd der Canons. Diese Zeiten sind aber vorbei. Die D 90 bietet mit serienmäßigen 4,5 Bildern/sec noch ein gutes Ergebnis. Sofern man sich eine SanDisk Extreme III Karte mit 30 MB/sec Schreibgeschwindigkeit gönnt, steigt diese über die Herstellerangaben auf recht sportliche 5,5 Bilder/sec. Die 50 D von Canon legt mit ihren 6,2 Bilder/sec aber ein rasantes Tempo vor, was die D 90 in der Summe nicht erreicht. Aber jeder sollte überlegen, ob es darauf ankommt? Für den Amateurbereich sind beides Topwerte und fast jede sportliche Situation lässt sich damit gut einfangen. Insofern stört mich auch die geringere Verschlusszeit der D90 mit 1/4000sec gegenüber der Canon mit 1/8000sec wenig. Zumal vor nicht all zu langer Zeit im analogen Bereich 1/3000sec und mehr als Sensation galten, oder haben etwa unsere Vorväter schlechte Sportaufnahmen gezeigt?

Der Autofokus der Nikon greift - je nach Einstellung - auf bis zu 11 Meßfelder zurück und arbeitet entsprechend des verwendeten Objektives schnell und sicher. Die D90 bietet ihrem User auch ein 3D-Tracking-Modus im Autofokusbetrieb an, so dass bei schnell bewegten Zielen, die Schärfe automatisch nachgeführt wird. Von daher gelingen auch Sportaufnahmen vorzüglich. Allenfalls im LiveView-Modus läßt er sich deutlich mehr Zeit, besitzt aber eine Gesichtserkennung (bis zu 5 Gesichter). Ich selbst bin ein "Sucher-Kind" und ich glaube auch nicht, das jemand die D90 mit großem Objektiv lange mit seinen Armen von sich streckt, um den LiveView zu benutzen. Die Nikon hat schon ordentlich Gewicht. Ich benutze LiveView max. auf dem Stativ. Insoweit stört mich der langsame Autofokus im LiveView Betrieb nicht.

Grundsätzlich bietet daher die D 90 auch dem Sportfotografen ein recht ordentliches Arbeitsgerät.

Gehäuse - Haptik: 3 Sterne

Viel Polycarbonat umgarnt den Kunden aber zumindest ein kleiner Metallkern (Aluminiumlegierung) mit Metallbajonett. Wer so was im Nikonlager sucht muss schon zur erheblich teureren D300s greifen. Deren Gegner ist dann aber schon die Canon 7D. Zudem ist die D 90 etwas kleiner und leichter als die Canon 50 D, was für mich mit meinen großen Grabschen schon ein Problem darstellt. Der Griff ist schmal und der Auslöseknopf sehr an den Rand gerückt. Kleinere Hände werden wiederum die Canon für zu "Big" halten und mit der Nikon besser zu Recht kommen. Die Damen unter den Fotoenthusiasten werden es aber sicher mögen. Um die mangelnde Griffgröße, die noch akzeptabel war, auszugleichen, habe ich den optionalen Handgriff MB-D80 angeschraubt. Zusammen ist das Handling auch für große Hände recht ordentlich.
Zudem wurde ein echtes Glasprisma und kein verspiegeltes Plastik-Dachkantenprisma verbaut. Das Sucherbild ist hell und klar, aber besitzt nur 96% des Bildausschnittes - ganz ähnlich die 50 D.

Verarbeitung und Finish: 5 Sterne

Die D 90 ist trotz allem sehr solide verarbeitet aber nicht so tresorartig und schon gar nicht abgedichtet wie die Canon 50 D. Dennoch, alles passt und hat keine Luft, keine Gehäusespalten etc. etc. Die Gummierung ist sehr sauber aufgebracht, das Plastikgehäuse wurde in der Summe wie ein großes Metallgehäuse verarbeitet. Lediglich der Gehäuseblitz könnte im zugeklappten Zustand noch etwas enger anliegen. Die D 90 wirkt in der Tat solide und wertig. Wenn man es nicht genau wüsste, könnte man meinen einen Metallkorpus in den Händen zu halten. Überhaupt punkten Nikon Kameras mit einer Traumverarbeitung.

Bildbearbeitungsfunktionen: 5 Sterne

Die D90 bietet seinem User zahlreiche manuelle Korrekturmöglichkeiten, wie etwa das bereits erwähnte D-Lighting, verschiedene Filter, Rote-Augen-Korrektur (welche sehr wirkungsvoll und natürlich arbeitet), RAW in JPEG Konvertierung (mit allen Möglichkeiten der Bildbearbeitung), Vignettierungskorrektur, Horizontbegradigungen etc, etc. Das alles ohne PC! Wenn das Bild bearbeitet wurde, wird neben dem Original die geänderte Version abgespeichert. So geht nichts verloren und man kann, wenn man möchte am PC noch mal alles nachbearbeiten - aber die Ergebnisse sind meisten so gut, dass es diesen Aufwandes nicht bedarf. Das war für mich das "Totschlagargument" gegen die 50 D von Canon. Wer sehr schnell gut verarbeitete Aufnahmen zu Papier bringen möchte ist mit der D 90 sehr gut beraten. Ich bin Amateur und kein Profi, der stundenlang vor dem PC abhängen möchte. Hätte die 50D Ähnliches ich hätte wohl nicht zur D90 gegriffen, so viel steht fest. Zudem halte ich die in der 50 D fehlende kamerainterne RAW in JPEG Konvertierung für ein Manko. Letztlich sind aber auch die RAW Bilder der D 90 für tolle Ergebnisse am heimischen PC verantwortlich und somit schon profitauglich.

Weiterhin bietet die D90 ein so genanntes PictureControl System, sprich auf 9 separaten Plätzen kann man ganz individuelle Bildparameter für Aufnahmen abspeichern und diese via Speicherkarte sogar auf den PC oder in andere Nikons übertragen! Die Anwahl dieser individualen Parameter kann im Menü oder über den Monitor mit der Infotaste leicht erfolgen. So was in der Art hat die Canon auch, aber ohne Übertragungsfunktion. Dagegen besitzt die Canon drei zuvor definierbare Benutzereinstellungen (Belichtung, Zeit etc.), am Programmdrehrad anwählbar, was wiederum der D 90 fehlt - alles kann man eben nicht haben.

Dafür bietet Nikon eine sehr intelligente Blitzsteuerung, wobei der Gehäuseblitz als Masterblitz eingesetzt werden kann. Diese Masterfunktion gibt es bei dem Canon 50 D Gehäuseblitz gar nicht. Canon geht dabei einen anderen Weg, der nur über teures Zubehör realisiert werden kann.

Überhaupt kann man fast alle Funktionen an der D90 individualisieren. Wenn alles "doof" läuft, einfach die Reset-Tasten-Kombination drücken und schon hat man wieder den Werkszustand!

Alltagstauglichkeit (Akkulaufzeiten): 5 Sterne

Wie gesagt, erstmal dran gewöhnt, kann man die D90 schnell und intuitiv bedienen. Besonders erwähnenswert die Akkulaufleistung, diese ist sensationell, dank kamerainterner Energiesparmaßnahmen. So sind mit einem einzigen Nikon EN--EL3e Beipack-Akku sagenhafte 1850 Bilder drin, mit teilweisem Blitzeinsatz immerhin noch 1250! Bei der EOS 50 D sieht das ganz anders aus. Ohne Blitz noch stolze 1200 Bilder mit Blitz nur noch 770.
Bei LiveView wird es noch krasser, Nikon schafft mit Blitz so um die 200 Aufnahmen, Canon knickt bei nicht mal 140 Aufnahmen ein (nachzulesen bei [...] Ich konnte diese Werte im Alltag nachvollziehen.

Mit Batterriepack MB-D80 (passend für 2x EN-EL3e)erhöht sich diese Laufleistung noch erheblich. So habe ich mit unterschiedlichsten Aufnahmetypen (viele Blitzaufnahmen + einige LiveView Bilder) beachtliche 1967 Fotos (Bildzähler in Kamera) gemacht, bevor beide Akku`s die Segel strichen! Vorteil, der Batteriegriff greift auf jeden einzelnen Akku separat zu, so dass man auch nur mit einem EN-EL3e die Nikon "fahren" kann, während der andere geladen wird. Das bedeutet im Urlaub nur selten bis gar nicht den Akku nachzuladen, oder etwa Ersatzbatterien rumzuschleppen - SUPER! Wer einmal im teuren Übersee-Urlaub gute Schnappschüsse wegen leerer Akkus verpasst hatte, und weit und breit weder Steckdose noch Wegwerfakkus aufzutreiben waren, weiß diese Energieversicherung sehr zu schätzen.
Wer normale R 6 Akkus verwenden möchte - mit dem MB-D 80 kein Problem, ein entsprechender Adapterkäfig ist beigefügt. Ich empfehle aber die Nikon eigenen Energieblöcke.

Mitgelieferte Objektive: 3,5 Sterne

Das kleine Zoom DX 18 - 105 VR mm ist ein Traum aus "Hartplastik" mit billigem Kunststoffbajonett. Bin mal gespannt wie lange es durchhält. Eigentlich für mich ein No-Go, aber Nikon gibt immerhin 2 Jahre Garantie. Die optische Leistung ist aber mehr als ausreichend, die Verzeichnung hält sich jeh nach Blende in Grenzen, am ausgeprägtesten ist diese im 18 mm Weitwinkelbereich. Auch Farbsäume konnte ich, selbst bei großen Bildvergrößerungen, fast keine ausmachen - toll soweit. Problematisch ist dagegen die Nahfokussierungsgrenze von 45 cm, das stört teilweise schon. Ein vernünftiges Reisezoom sozusagen. Somit bekommt es gute 3 Sterne. Wäre es aus Metall könnte man auch guten Gewissens 4 Sterne vergeben.

Das große Zoom AF-S 70 - 300 mm VR ist da von ganz anderem Schrot und Korn. Gute Haptik, Metallausführung und sehr ordentliche optische Leistungen. Die Aufnahmen werden noch einen Zacken schärfer als beim kleinen Zoom und auch der Ultraschallmotor arbeitet geräuschärmer. Die Vignettierung ist im unteren und oberen Drittel ausgeprägter, aber typisch für ein Superzoom dieser Klasse. Bei 300 mm fährt es leider gehörig aus, es verdoppelt fast seine Baulänge, von daher etwas Vorsicht walten lassen. Gute 4 Sterne dafür.

Ein 5 Sterne Objektiv kann man in diesem Set aber ehrlicherweise nicht erwarten.

Beide Objektive besitzen einen integrierten Bildstabilisator (der sehr gut in der Praxis funktioniert) und Ultraschallmotoren, was den Autofokus sehr leise arbeiten lässt. Beide Optiken können je nach fotografischem Können extrem detailreiche und sehr scharfe Bilder produzieren, in der Summe somit die besagten 3,5 Sterne.

Preisleistung: 4 Sterne

Ich habe das große Set gekauft. 2 Objektive (incl. Gegenlichtblenden + Body + diverse Kabel, Schnellladegerät + Handbuch + Software + Objektivbeutel) Hier bei Amazon bei unter 1.300 , das ist noch gerade so ok, aber ich habe auch schon günstigere Angebote gesehen - so um die 1150 €.

End Fazit: 4,3 Sterne

Im Ergebnis kann man sagen, ein ordentliches Gehäuse, sehr sauber verarbeitet, jedoch mehr Plastik als Metall und von der Haptik mit der Canon 50 D leider nicht vergleichbar. (Jedoch ist die D 90 in der Gehäusequalität der neuen EOS 550 D deutlich überlegen. Mit dem optionalem Zusatzhandgriff aber in der Summe ganz ok. Die Bildqualität ist wirklich fantastisch, das Rauschverhalten in allen ISO Bereichen sensationell niedrig. Die Schärfe und der Detailreichtum der Aufnahmen, auch bei hohen ISO Werten, haben mich vollends überzeugt. Die tollen Bildnachbearbeitungsmöglichkeiten in der Kamera runden die positive Gesamteinschätzung ab und sind der eigentliche Knaller neben der grandiosen Fotoleistung. Enorme Akkulaufzeiten versüßen zudem den langen Fotoausflug.

Ob ich die D90 auf Dauer in mein Herz schließen werde, wird die Zeit zeigen. Allen Interessenten kann ich den Kauf insoweit guten Gewissens empfehlen. Mehr braucht man nicht, es sei dann man ist Profifotograf. Dieser würde aber eher zur D300s, D700 oder neuen D3s greifen (letztere besticht durch eine Fotoleistung, die derzeit in ihrem Preissegment unerreicht ist). Gute 4 Sterne für die Nikon D 90 als semiprofessionelle Kamera. Dennoch auch die Canon 50 D ist ein klasse Gerät. Wer lieber bzw. grundsätzlich am PC nachbearbeitet sollte (beim gleichen Preis) eher zur Canon 50 D greifen, deren Fotoleistung ist grundsätzlich gleichwertig, vorausgesetzt, man arbeitet mehr mit dem Blitz, denn das Gehäuse ist ein absolutes Gedicht - meine ganz persönliche Meinung.
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110 von 116 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eierlegende Wollmilchsau, 11. Oktober 2008
Eigentlich könnte man die Rezension ganz einfach halten:
UNBEDINGT KAUFEN !!
Aber hier noch etwas mehr Info :-)
Dass Nikon solch eine Kamera (ohne Objektiv) für unter 1000 Euro anbietet, ist unglaublich. Die Technik stammt von der D300 und ich kann beim besten Willen keinen Unterschied bei der Bildqualität feststellen;
ehe wieder einer mault: Ja, ich habe de D300 gehabt. 2 Monate lang; aber sie war mir zu schwer und zu groß. Bilder jedoch TOP. Die D90 ist deutlich leichter und handlicher, aber mit der selben Superqualität; also ISO 1600 ist überhaupt keine Problem, aber auch Bilder mit
ISO 3200 -rauschen dann zwar etwas- sind immer noch gut zu gebrauchen (Sony 200 und D60 rauschen ab ISO 1600 so stark (Sony am schlimmsten), dass die Bilder nur für die Tonne gut sind).
Der Akku EN-EL3 soll für 2000 Bilder gut sein. Ich kann das noch nicht bestätigen, da ich die D90 erst seit 2 Wochen habe (etwa 300 Bilder, 5 Videos, viel damit gespielt und eingestellt), aber der Akku ist immer noch voll !!!!! Er scheint auf jeden Fall irre lang zu halten.
Zum Filmen: Ja, es wäre schöner, wenn der Autofokus hier auch funktionieren würde, man muss aber die Schärfe manuell nachführen, was in Verbindung mit einem Zoom etwas anstrengend ist. Dafür bekommt man aber auh Schärfentiefe hin, wie bei besten Hollywoodfilmen. Aber Achtung ! 2 Minuten Film brauchen leicht mal 200MB in der hohen Auflösung. Also wer viel filmen mag, braucht massig Speicher.
Die Bilder selbst werden bei Jpeg fine und 12 Mio Pixel mit ca. 4-5MB auf der Speicherkarte seßhaft. RAW und TIFF kann die Kamera auch, brauch ich aber nicht.
Genauso wie die Gesichtserkennung; nettes Feature, aber nict der Hauptgrund für diese tolle Kamera. Denn das ist deren Bildqualität in allen Iso-Bereichen.
Ach ja, den praktischen Monitorschutz finde ich echt klasse, da dieser hier wirklich 100% geschützt ist, ohne dass man Folie drüber kleben muss.
Fazit: Die D90 ist eine nur ganz leicht abgespeckte D300 (wohl hauptsächlich das Gehäusematerial; Prozessor, Monitor und Sensor sind identisch !), die dafür Video filmen erlaubt und auch die bekannten Motivprogramme hat (bei D300 muss ALLES von Hand eingestellt werden).
Beste Kamera, die ich jemals hatte (Canon 300, Canon 350, Panasonic FZ 20 Sony 200, Nikon D40, D40X, Fuji S100Fs, D60 und zuletzt Nikon D300)
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45 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nikon D-90 im Alltag, 25. Januar 2009
Von 
Ich habe mich ziemlich lange nach einer guten Spiegelreflex umgeschaut und nachdem ich vor zwei Jahren eine Nikon D-200 gekauft habe, wollt ich eigentlich auf Olympus umsteigen, da ich besonders mit dem Rauschverhalten und der Fokusierung nicht zufrieden war. Ich hatte früher eine Olympus E-500 und bis auf den kleinen Sucher war diese Kamera wirklich TOP! Als jedoch die D-90 rauskam und ich die wirklich guten Testberichte gelesen habe, wollt ich es noch einmal mit Nikon probieren und habe es nicht bereut. Diese Kamera ist wirklich TOP! Die Bildqualität schlägt die D-200 besonders in den höheren ISO Stufen um Welten.

ISO 1600 ist absolut brauchbar und mit den 12 MP habe ich schon A2 Poster in Top Qualität ausgedruckt.
Besonders die Kamerainterne Signalverarbeitung ist viel besser, ich habe früher immer in RAW fotografiert und am Computer diese entwickelt, dies ist jetzt nicht mehr, oder zumindest nur mehr selten nötig. Die JPEG die Kameraintern generiert werden sind scharf, die Farben kräftig, aber nicht übertrieben, kurzum, fast perfekt!

Besonders mit Festbrennweiten sieht man was heute möglich ist. Ich habe früher viel mit Hasselblad fotografiert und war deshalb nie ganz zufrieden mit der Digitaltechnik, bis ich die D-90 in den Händen hielt. Ich muss sagen, ich bin das erstemal wirklich zufrieden.

Kann diese Kamera wirklich zu 100% empfehlen, naja, bis auf dem Videomodus, der ist Meinermeinung nur eine sinnlose, unausgereifte Spielerei. Aber einige Anhänger wird es sicherlich auch finden ;-)
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26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Kamera für den Preis!, 30. Januar 2009
Rezension eines Hobbyfotografen

Einsatzgebiet: Portrait, Konzert, Landschaft

Hallo,

ich möchte nicht nochmal alle Vor und Nachteile der Kamera aufzählen, wurde ja bereits ausgiebig diskutiert.
Dennöch möchte ich sagen, dass diese Kamera für unter 1000 Euro meiner Meinung nach zurzeit das Beste auf dem Markt ist! Ich hatte mehrere Kameras zuvor im Einsatz, zuerst Kompaktkameras (Canon IXUS 50 und 80) später Nikon D40, Nikon D300 und Canon EOS 40D.

Als "Amateur" Fotograf und ohne irgendwelche speziellen Labortests kann ich sagen, dass die Bildqualität locker an die der D300 rankommt. Bei meinem Einsatzgebiet sehe ich keinen besonderen Unterschied, vor allem nicht bei Zoom-Objektiven, leider kann ich das mit Festbrennweiten nicht beurteilen, da ich die D300 nur kurze Zeit hatte, und nur mit Zoom-Objektiven.
Aber ich sehe wirklich keinen Unterschied in der Qualität, ich sage lieber nichts zu dem Sensor, da das schon des öfteren hier Diskutiert wurde, ob das der Selbe ist wie in der D300 oder nicht. ;-)

Mit der Bedienung komme ich VIEL besser zurecht, als mit der Canon 40D, das mag vielleicht daran liegen, dass ich Nikon gewohnt bin. Bei der D90 sitzt alles perfekt und ist gut platziert, man kann blind Bedienen, was natürlich wichtig ist beim Sucherblick.

Das Gehäuse macht einen stabilen Eindruck, hat ca. die Maße der D80. Sie ist natürlich kleiner als die D300 und leichter, was für mich auch ein Grund war, auf die D90 "runter" zu schrauben.
Ein weiterer Grund war einfach der Preis, 400 Euro bei "gleicher" Bildqualität ist schon ein Argument.

Im nachhinein (habe die Kamera jetzt ca. 6 Wochen) hab ich den Kauf nicht bereut, im Gegenteil, ich bin froh, das Geld für eine Profikamera gespart zu haben, und gebe dieses lieber für weitere Objektive aus.

Ich fotografiere hauptsächlich mit dem 50mm 1,8 Objektiv von Nikon, was einfach ein MUSS für jeden Nikkorianer ist! Super Qualität, super Lichtstärke für den Preis.
Sonst besitze ich immoment noch das Standardobjektiv 18-105mm VR, was im Vergleich zum 16-85mm VR in der Bildquali nicht viel schlechter ist, eventuell die Tonnenförmige Verzerrung, aber das ist akzeptabel.
Klar, von der Verarbeitung kommt es weit nicht an das 16-85mm VR oder 18-200mm VR ran, aber das stört mich nicht, vor allem nicht bei dem Preis.

In nächster Zeit werde ich mir noch ein Macroobjektiv und ein Telezoom leisten, um meine Wunsch-Bereiche abgedeckt zu haben.

Noch eins zur Videofunktion: Ohne Stativ kann man die Funktion eigentlich völlig vergessen, da der Sensor einfach nicht dafür gebaut ist, es gibt Schlieren, dass man oft gar nichts mehr erkennt bei kleinsten Verwacklungen, AF geht sowieso nicht, aber das ist für mich völlig unrelevant, da ich mir die Kamera zum Fotografieren und nicht zum Filmen gekauft habe.

Wie gesagt, die Kamera ist jeden Cent wert, ich würde sie mir sofort wieder kaufen.
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28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spaß am Fotografieren, 16. Dezember 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nikon D90 SLR-Digitalkamera (12 Megapixel, Live-View, HD-Videofunktion) Kit inkl. 16-85mm 1:3,5-5,6G VR Objektiv (bildstab.) (Elektronik)
Vor ca. 7 Jahren habe ich meine letzte SLR , eine Nikon F100, schweren Herzens verkauft und mich seitdem mit digitalen Bridge-Kameras durchgeschlagen. Besonders hat mir die Sony R1 gefallen,die aufgrund ihres großen Sensors eine sehr gute Bildqualität brachte. Leider hat Sony keinen Nachfolger gebracht; wahrscheinlich war die Kamera zu nahe an die Qualität der SLR`s gerückt.Um aber auch bei schlechten Lichtverhältnissen mehr als 400 ISO einsetzen zu können, kommt man m.E. um eine SLR nicht herum.Deshalb habe ich mich nach langen und intensiven Vergleichen für die Nikon D 90 entschieden, deren stolzer Besitzer ich seit einigen Wochen bin.
Um es vorweg zu nehmen, meine hohen Erwartungen wurden bislang übertroffen:
Im Gegensatz zu Kompakten liegt die Kamera sehr gut in der Hand und auch wegen des höheren Gewichtes ist ein ruckfreies Auslösen möglich.Natürlich ist auch Fotografieren per LIve-View möglich.Der Nachteil ist, dass dann der Autofokus träge wird.Ich setze diese Funktion sehr selten ein, da ich das geschossene Bild ja sofort auf dem Display betrachten kann. Die verschiedenen Einstelltasten und das Menue sind sehr übersichtlich und klar angeordnet, ich brauchte kaum das übrigens in Papierform beiliegende Benutzerhandbuch. Das Gehäuse besteht zwar aus Kunststoff, macht aber einen sehr wertigen und stabilen Eindruck.Das Display liefert hervorragende, klare Bilder,die auch bei hellem Tageslicht gut erkennbar bleiben.Ein Ausklappen ist nicht möglich- mir persönlich fehlt es nicht.
Seit kurzem bin ich stolzer Opa geworden und fotografiere deshalb viel indoor und möchte auch bei schwachem Licht und bei Kunstlicht keinen Blitz einsetzen. Das funktioniert bis ca. 1/15 Belichtungszeit sehr gut, dank dem Bildstabilisator, der allerdings nicht im Gehäuse, sondern im Objektiv sitzt. Um problemlos hier auch die kürzesten Belichtungszeiten zu bekommen, setze ich per Drehrad das Sportprogramm ein, seitdem habe ich auch bei diesen Lichtverhältnissen kein unscharfes Bild mehr gemacht und spare mir die Zeit für manuelles Einstellen. Die ISO-Einstellung habe ich im Menue auf max. 1600 begrenzt, um maximale Bildqualität zu haben. Die Bilder sind in den Farben naturgetreu, auch bei Kunstlicht und automatischem Weißabgleich.
Störpixel sind auch bei ISO 1600 nicht zu erkennen. Die Familie ist begeistert von der Bildqualität, vor allem, wenn man sie mit denselben Motiven der Kompaktkamerabilder vergleicht. Die Bilder sind in allen Belangen besser. Ich habe mich für das Objektiv Nikon 16-85 mm entschieden(Kleinbild 24-127,5mm), da ich einen "echten" Weitwinkel sehr schätze und beim Betrachten von mehreren tausend Dias festgestellt habe, daß nur wenige Aufnahmen mit Tele über Brennweite von 100mm dabei waren. Das Objektiv ist sehr hochwertig und bei mir ein "Immerdrauf".
Für diese Bildqualität-und darauf kommt es beim Fotografieren schließlich an- nehme ich das höhere Gewicht der Kamera gerne in Kauf, was schließlich auch, wie oben erwähnt, Vorteile hat.
Zur Video-Funktion kann ich nichts sagen, da ich sie noch nicht getestet habe; bin auch in erster Linie Fotograf.Ein Nachteil zur neueren SLR-Generation ist, dass dann manuell fokussiert werden muss. Diesen kleinen Nachteil nehme ich gerne hin, da die meisten SLR`s in der gleichen Klasse an die Bildqualität der D 90 nicht heranreichen.
Ich bin froh, mich für die Nikon D 90 entschieden zu haben. Sie wird über viele Jahre mein Begleiter bleiben.
Ich hoffe, mit meinem Beitrag einige Entscheidungen leichter gemacht zu haben.
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39 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Top semiprofessionelle SLR Kamera für den Hobby-Foto-Alltag, 3. Mai 2010
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es war für mich ein unendlicher innerer Kampf - die Entscheidung zwischen Canon und Nikon! Meine früheren Fotoerfahrungen liegen Jahre zurück, damals hat man grundsätzlich alles per Hand geregelt - heute in Zeitalter der digitalen Fotografie sieht die Welt ganz anders aus.

Die Entscheidung zwischen Canon und Nikon ist auch immer eine Systementscheidung. Die Wahl zwischen "Mercedes" und "BMW" zwischen "Pest" und "Cholera". Es gibt heftige Verfechter auf beiden Seiten, sogenannte "Canonisten" und "Nikonianer". Mancher Streit driftet schon in`s Absurde ab. Ich möchte eigentlich zu niemanden gehören, einfach nur gute Bilder schießen!

Nach zahllosen Recherchen standen zur Auswahl: Canon EOS 50 D und Nikon D 90! Grundsätzlich ist die Canon 50 D schon ein Profimodell, jedoch sind beide Kameras derzeit zum fast gleichen Preis zu bekommen. Die D 90 wildert als ausgereifte Consumerkamera bereits im Profilager. Bliebe man im selben Segment, müsste man sich als Gegner eher die Canon EOS 500 oder 550 D ansehen. Ich möchte aber für mein Geld das Beste erhalten.

Canon EOS 50 D - ein wirklich klasse Gehäuse (fast baugleich wie die Canon 7D) aus einer Magnesium Legierung, super Haptik und für große Hände sehr griffig! Das Gehäuse der Canon kriegt 5 Sterne. Die Tests der Zeitschriften und User sind gut bis sehr gut. Sucherbild - entgegen allen Unkerufen hell und groß. Menueführung mehr als übersichtlich, klasse Monitor etc.. eine Top Kamera! Dennoch wurde es eine Nikon, warum?

Hier der Versuch einer Beschreibung und Einschätzung der Fotoleistung:

Es gab für mich folgende wichtige Auswahlkriterien:

- Bildqualität
- Nachträgliche Bildbearbeitungsmöglichkeiten in der Kamera
- Variabilität (Objektive etc.)
- Benutzerfreundlichkeit + Alltagstauglichkeit
- Haptik im Allgemeinen

Alles subjektive Kriterien, logisch. Canon bietet Gleiches, teils auch Besseres aber anders. Letztendlich ist es auch immer eine Bauchentscheidung. Zudem gab es ein Argument, was sicherlich mit den Tick zu Nikon gab, nämlich ein echt guter Kumpel -Fotojournalist- benutzt ausschließlich Nikon, dies seit gut 20 Jahren, das täglich - ohne Probleme! Kamera tausend mal raus und rein in die Tasche, Objektive mehrmals am Tag gewechselt, Hitze, Staub, Nässe...Das hat mich persönlich überzeugt. Die Teile sehen zwar benutzt aus, aber arbeiten wie am ersten Tag - Qualität vom Profi für Profis - so was wollte ich auch haben. Leider kenne ich keinen Journalist mit einer Canonausrüstung persönlich - so konnte ich diesen Punkt nicht vergleichen. Aber Canon ist in der Pressewelt eine gleichgroße, wenn nicht sogar größere Nummer im Geschäft.

Was hat die Canon 50 D nicht? Ein gutes kamerainternes Bildbearbeitungsprogramm, denn ich habe nicht Lust wirklich jedes Foto erst am PC nachzuarbeiten. Was sicherlich nicht immer nötig ist, aber bei Schnappschüssen kann der Farbwert etc. schon mal daneben liegen und muss korrigiert werden. Nicht erst am heimischen Rechner, nein sofort, in der Kamera. Dazu später mehr. Profis sehen das natürlich anders und arbeiten grundsätzlich vieles am Rechner nach. Die D90 hat das alles und noch viel mehr!

Im Einzelnen:

Bildqualität: 5 Sterne +

Mit einem Wort grandios (je nach Objektiv)! Der visuelle Eindruck: knackscharf, farb- und kontrastreich. Mit solch einer Abbildungsleistung habe ich wahrlich nicht gerechnet.
Das Bildrauschen ist auch bei sehr hohen ISO-Werten sensationell niedrig. Selbst im Schummerlicht gelingen noch recht scharfe und farbenfrohe Bilder und das alles ohne Blitz. Ganz so wie es die zahlreichen Testberichte in den Zeitschriften vorhergesagt haben. Mit Blitz werden trotz des kleinen kamerainternen Lichtspenders sehr gut ausgeleuchtete und ebenfalls knackscharfe Fotos erstellt. Bei größeren Räumen etc. benötigt man selbstverständlich ein Zusatzblitzgerät.
Der Weißabgleich (automatisch) arbeitet zufrieden stellend, man kann aber zahlreiche individuelle Einstellungen in diesem Bereich vornehmen und sogar die Farbtemperatur verändern.

Bei den Rauschwerten geht nämlich die 50 D recht früh in die Knie. Der Vorteil für Nikon ist auf die etwas größere Pixelgröße zurückzuführen. Selbst die topaktuelle Canon 550 D mit 18 Mio Pixel schafft es, laut neuester Fachzeitschrift "FotoColor" (Ausgabe 04.2010), in punkto Bildqualität nicht, die D 90 vom Thron zu stoßen. Für Leute, die sehr viel mit Zusatzblitzgeräten arbeiten ist dieser Umstand aber vernachlässigbar. Im ISO 200er Bereich schenken sich Nikon und Canon nämlich nichts.
Grundsätzlich kann man aber sagen, dass die D 90 in allen ISO-Bereichen in Sachen Farbneutralität und Rauschen, der 50 D deutlich überlegen ist. Dagegen ist die Canon aber schneller, dazu gleich mehr.
Das Plus in meiner Sterneskala hat sich die D 90 redlich verdient - sie zeigt selbst neuesten Kameragenerationen aus dem Hause Canon (Canon 550 D, Canon 7D und Canon 50 D) in Sachen Bildqualität, wo der Hammer hängt. Meine ersten eigenen Aufnahmen sind einfach nur "Klasse" geworden.

Benutzerfreundlichkeit: 4 Sterne

Die Benutzer- Menueführung ist anders als bei Canon. Anfangs bin ich fast verzweifelt, wollte das Teil schon wieder einsenden, aber mit etwas Geduld hat sich auch mir das Bedienkonzept erschlossen, auf das "Nikonianer" so schwören. Mittlerweile finde ich es sogar logisch aufgebaut, man kann fast blind und intuitiv arbeiten. Beispiel gefällig?

Die Einstellräder (Blende + Belichtungszeit) befinden sich rechts am Handgriff. Mit Daumen und Zeigefinger kann man intuitiv alles verstellen, das gelingt super schnell und problemlos. Verfechter des Einstellrades - wie bei Canon müssen den Daumen etwas mehr verbiegen. Hat aber auch Vorteile in anderer Hinsicht. Die Funktionstaste an der Gehäusefront mit dem "Autofokusmessfeldauswahlmodus" belegt und schon kann man im Verbund mit eines der Einstellrädchen die einzelne Messfelder des Autofokus rasend schnell und problemlos anwählen.

Die Inbetriebnahme ein Traum: Rechte Hand an die Kamera - Wahlhebel am Auslöseknopf gedreht und sofort (nicht mal 1 sec Anschaltzeit) losknipsen! Sprich im Alltag: Rechte Hand in die Fototasche, Kamera greifen, mit demselben Griff anschalten und Auslöser betätigen. Die linke Hand kann der Weil schon mal das nächste Objektiv rauskramen.

Neben RAW Dateien kann man auch JPEG Dateien oder wenn man Lust hat beides gleichzeitig in verschiedenen Qualitätsstufen abspeichern. Leider besitzen die RAW Dateien nur 12-Bit Konvertierung. Canon bietet noch eine zusätzliche Größen-Abstufung der RAW-Dateien an.

Was zu erwähnen wäre, ist das Active D-Lighting, damit gelingen ohne Nachbearbeitung (statt D-Lighting im Bildbearbeitungsporgramm) kontraststarke Bilder (Aufhellungen in den Schattenbereichen) - großes Kino - sage ich nur. Ich nutze es leidlich!

Mit der Automatikfunktion gelingen zu 98 % fast immer sehr scharfe und kontrastreiche Bilder - wenn es mal schnell gehen muss und keine Zeit für eigene Einstellungen bleibt.

Was ich etwas vermisse ist eine "leise Auslösung" wie es die 50 D von Canon bzw. die Nikon D300s bietet, das hat große Vorteile in der Tierfotografie, na ja die "Eierlegendewollmichsau" gibt es eben nicht, schon gar nicht für diesen Preis.

Dafür besitzt die D 90 zur besseren Bildausrichtung ein einblendbares Gitternetz im Sucher, das bietet die 50 D nicht.

Die Videosektion nutze ich gar nicht, dafür habe ich einen Videocamcorder, Basta! Die 50 D bringt erst gar keine solche Funktion mit - Zielrichtung klar: der Semiprofi.

Thema Serienbildgeschwindigkeit, fast immer ein Steckenpferd der Canons. Diese Zeiten sind aber vorbei. Die D 90 bietet mit serienmäßigen 4,5 Bildern/sec noch ein gutes Ergebnis. Sofern man sich eine SanDisk Extreme III Karte mit 30 MB/sec Schreibgeschwindigkeit gönnt, steigt diese über die Herstellerangaben auf recht sportliche 5,5 Bilder/sec. Die 50 D von Canon legt mit ihren 6,2 Bilder/sec aber ein rasantes Tempo vor, was die D 90 in der Summe nicht erreicht. Aber jeder sollte überlegen, ob es darauf ankommt? Für den Amateurbereich sind beides Topwerte und fast jede sportliche Situation lässt sich damit gut einfangen. Insofern stört mich auch die geringere Verschlusszeit der D90 mit 1/4000sec gegenüber der Canon mit 1/8000sec wenig. Zumal vor nicht all zu langer Zeit im analogen Bereich 1/3000sec und mehr als Sensation galten, oder haben etwa unsere Vorväter schlechte Sportaufnahmen gezeigt?

Der Autofokus der Nikon greift - je nach Einstellung - auf bis zu 11 Meßfelder zurück und arbeitet entsprechend des verwendeten Objektives schnell und sicher. Die D90 bietet ihrem User auch ein 3D-Tracking-Modus im Autofokusbetrieb an, so dass bei schnell bewegten Zielen, die Schärfe automatisch nachgeführt wird. Von daher gelingen auch Sportaufnahmen vorzüglich. Allenfalls im LiveView-Modus läßt er sich deutlich mehr Zeit, besitzt aber eine Gesichtserkennung (bis zu 5 Gesichter). Ich selbst bin ein "Sucher-Kind" und ich glaube auch nicht, das jemand die D90 mit großem Objektiv lange mit seinen Armen von sich streckt, um den LiveView zu benutzen. Die Nikon hat schon ordentlich Gewicht. Ich benutze LiveView max. auf dem Stativ. Insoweit stört mich der langsame Autofokus im LiveView Betrieb nicht.

Grundsätzlich bietet daher die D 90 auch dem Sportfotografen ein recht ordentliches Arbeitsgerät.

Gehäuse - Haptik: 3 Sterne

Viel Polycarbonat umgarnt den Kunden aber zumindest ein kleiner Metallkern (Aluminiumlegierung) mit Metallbajonett. Canon 50 D bietet schon ein Gehäuse aus Magnesiumlegierung, wer so was im Nikonlager sucht muss schon zur erheblich teureren D300s greifen. Deren Gegner ist dann aber schon die Canon 7D. Zudem ist die D 90 etwas kleiner und leichter als die Canon 50 D, was für mich mit meinen großen Grabschen schon ein Problem darstellt. Der Griff ist schmal und der Auslöseknopf sehr an den Rand gerückt. Kleinere Hände werden wiederum die Canon für zu "Big" halten und mit der Nikon besser zu Recht kommen. Die Damen unter den Fotoenthusiasten werden es aber sicher mögen. Um die mangelnde Griffgröße, die noch akzeptabel war, auszugleichen, habe ich den optionalen Handgriff MB-D80 angeschraubt. Zusammen ist das Handling auch für große Hände recht ordentlich.
Zudem wurde ein echtes Glasprisma und kein verspiegeltes Plastik-Dachkantenprisma verbaut. Das Sucherbild ist hell und klar, aber besitzt nur 96% des Bildausschnittes - ganz ähnlich die 50 D.

Verarbeitung und Finish: 5 Sterne

Die D 90 ist trotz allem sehr solide verarbeitet aber nicht so tresorartig und schon gar nicht abgedichtet wie die Canon 50 D. Dennoch, alles passt und hat keine Luft, keine Gehäusespalten etc. etc. Die Gummierung ist sehr sauber aufgebracht, das Plastikgehäuse wurde in der Summe wie ein großes Metallgehäuse verarbeitet. Lediglich der Gehäuseblitz könnte im zugeklappten Zustand noch etwas enger anliegen. Die D 90 wirkt in der Tat solide und wertig. Wenn man es nicht genau wüsste, könnte man meinen einen Metallkorpus in den Händen zu halten. Überhaupt punkten Nikon Kameras mit einer Traumverarbeitung.

Bildbearbeitungsfunktionen: 5 Sterne

Die D90 bietet seinem User zahlreiche manuelle Korrekturmöglichkeiten, wie etwa das bereits erwähnte D-Lighting, verschiedene Filter, Rote-Augen-Korrektur (welche sehr wirkungsvoll und natürlich arbeitet), RAW in JPEG Konvertierung (mit allen Möglichkeiten der Bildbearbeitung), Vignettierungskorrektur, Horizontbegradigungen etc, etc. Das alles ohne PC! Wenn das Bild bearbeitet wurde, wird neben dem Original die geänderte Version abgespeichert. So geht nichts verloren und man kann, wenn man möchte am PC noch mal alles nachbearbeiten - aber die Ergebnisse sind meisten so gut, dass es diesen Aufwandes nicht bedarf. Das war für mich das "Totschlagargument" gegen die 50 D von Canon. Wer sehr schnell gut verarbeitete Aufnahmen zu Papier bringen möchte ist mit der D 90 sehr gut beraten. Ich bin Amateur und kein Profi, der stundenlang vor dem PC abhängen möchte. Hätte die 50D Ähnliches ich hätte wohl nicht zur D90 gegriffen, so viel steht fest. Zudem halte ich die in der 50 D fehlende kamerainterne RAW in JPEG Konvertierung für ein Manko. Letztlich sind aber auch die RAW Bilder der D 90 für tolle Ergebnisse am heimischen PC verantwortlich und somit schon profitauglich.

Weiterhin bietet die D90 ein so genanntes PictureControl System, sprich auf 9 separaten Plätzen kann man ganz individuelle Bildparameter für Aufnahmen abspeichern und diese via Speicherkarte sogar auf den PC oder in andere Nikons übertragen! Die Anwahl dieser individualen Parameter kann im Menü oder über den Monitor mit der Infotaste leicht erfolgen. So was in der Art hat die Canon auch, aber ohne Übertragungsfunktion. Dagegen besitzt die Canon drei zuvor definierbare Benutzereinstellungen (Belichtung, Zeit etc.), am Programmdrehrad anwählbar, was wiederum der D 90 fehlt - alles kann man eben nicht haben.

Dafür bietet Nikon eine sehr intelligente Blitzsteuerung, wobei der Gehäuseblitz als Masterblitz eingesetzt werden kann. Diese Masterfunktion gibt es bei dem Canon 50 D Gehäuseblitz gar nicht. Canon geht dabei einen anderen Weg, der nur über teures Zubehör realisiert werden kann.

Überhaupt kann man fast alle Funktionen an der D90 individualisieren. Wenn alles "doof" läuft, einfach die Reset-Tasten-Kombination drücken und schon hat man wieder den Werkszustand!

Alltagstauglichkeit (Akkulaufzeiten): 5 Sterne

Wie gesagt, erstmal dran gewöhnt, kann man die D90 schnell und intuitiv bedienen. Besonders erwähnenswert die Akkulaufleistung, diese ist sensationell, dank kamerainterner Energiesparmaßnahmen. So sind mit einem einzigen Nikon EN--EL3e Beipack-Akku sagenhafte 1850 Bilder drin, mit teilweisem Blitzeinsatz immerhin noch 1250! Bei der EOS 50 D sieht das ganz anders aus. Ohne Blitz noch stolze 1200 Bilder mit Blitz nur noch 770.
Bei LiveView wird es noch krasser, Nikon schafft mit Blitz so um die 200 Aufnahmen, Canon knickt bei nicht mal 140 Aufnahmen ein (nachzulesen bei [...] Ich konnte diese Werte im Alltag nachvollziehen.

Mit Batterriepack MB-D80 (passend für 2x EN-EL3e)erhöht sich diese Laufleistung noch erheblich. So habe ich mit unterschiedlichsten Aufnahmetypen (viele Blitzaufnahmen + einige LiveView Bilder) beachtliche 1967 Fotos (Bildzähler in Kamera) gemacht, bevor beide Akku`s die Segel strichen! Vorteil, der Batteriegriff greift auf jeden einzelnen Akku separat zu, so dass man auch nur mit einem EN-EL3e die Nikon "fahren" kann, während der andere geladen wird. Das bedeutet im Urlaub nur selten bis gar nicht den Akku nachzuladen, oder etwa Ersatzbatterien rumzuschleppen - SUPER! Wer einmal im teuren Übersee-Urlaub gute Schnappschüsse wegen leerer Akkus verpasst hatte, und weit und breit weder Steckdose noch Wegwerfakkus aufzutreiben waren, weiß diese Energieversicherung sehr zu schätzen.
Wer normale R 6 Akkus verwenden möchte - mit dem MB-D 80 kein Problem, ein entsprechender Adapterkäfig ist beigefügt. Ich empfehle aber die Nikon eigenen Energieblöcke.

Mitgelieferte Objektive: 3,5 Sterne

Das kleine Zoom DX 18 - 105 VR mm ist ein Traum aus "Hartplastik" mit billigem Kunststoffbajonett. Bin mal gespannt wie lange es durchhält. Eigentlich für mich ein No-Go, aber Nikon gibt immerhin 2 Jahre Garantie. Die optische Leistung ist aber mehr als ausreichend, die Verzeichnung hält sich jeh nach Blende in Grenzen, am ausgeprägtesten ist diese im 18 mm Weitwinkelbereich. Auch Farbsäume konnte ich, selbst bei großen Bildvergrößerungen, fast keine ausmachen - toll soweit. Problematisch ist dagegen die Nahfokussierungsgrenze von 45 cm, das stört teilweise schon. Ein vernünftiges Reisezoom sozusagen. Somit bekommt es gute 3 Sterne. Wäre es aus Metall könnte man auch guten Gewissens 4 Sterne vergeben.

Das große Zoom AF-S 70 - 300 mm VR ist da von ganz anderem Schrot und Korn. Gute Haptik, Metallausführung und sehr ordentliche optische Leistungen. Die Aufnahmen werden noch einen Zacken schärfer als beim kleinen Zoom und auch der Ultraschallmotor arbeitet geräuschärmer. Die Vignettierung ist im unteren und oberen Drittel ausgeprägter, aber typisch für ein Superzoom dieser Klasse. Bei 300 mm fährt es leider gehörig aus, es verdoppelt fast seine Baulänge, von daher etwas Vorsicht walten lassen. Gute 4 Sterne dafür.

Ein 5 Sterne Objektiv kann man in diesem Set aber ehrlicherweise nicht erwarten.

Beide Objektive besitzen einen integrierten Bildstabilisator (der sehr gut in der Praxis funktioniert) und Ultraschallmotoren, was den Autofokus sehr leise arbeiten lässt. Beide Optiken können je nach fotografischem Können extrem detailreiche und sehr scharfe Bilder produzieren, in der Summe somit die besagten 3,5 Sterne.

Preisleistung: 4 Sterne

Ich habe das große Set gekauft. 2 Objektive (incl. Gegenlichtblenden + Body + diverse Kabel, Schnellladegerät + Handbuch + Software + Objektivbeutel) Hier bei Amazon bei unter 1.300 , das ist noch gerade so ok, aber ich habe auch schon günstigere Angebote gesehen - so um die 1150 €.

End Fazit: 4,3 Sterne

Im Ergebnis kann man sagen, ein ordentliches Gehäuse, sehr sauber verarbeitet, jedoch mehr Plastik als Metall und von der Haptik mit der Canon 50 D leider nicht vergleichbar. (Jedoch ist die D 90 in der Gehäusequalität der neuen EOS 550 D deutlich überlegen. Mit dem optionalem Zusatzhandgriff aber in der Summe ganz ok. Die Bildqualität ist wirklich fantastisch, das Rauschverhalten in allen ISO Bereichen sensationell niedrig. Die Schärfe und der Detailreichtum der Aufnahmen, auch bei hohen ISO Werten, haben mich vollends überzeugt. Die tollen Bildnachbearbeitungsmöglichkeiten in der Kamera runden die positive Gesamteinschätzung ab und sind der eigentliche Knaller neben der grandiosen Fotoleistung. Enorme Akkulaufzeiten versüßen zudem den langen Fotoausflug.

Ob ich die D90 auf Dauer in mein Herz schließen werde, wird die Zeit zeigen. Allen Interessenten kann ich den Kauf insoweit guten Gewissens empfehlen. Mehr braucht man nicht, es sei dann man ist Profifotograf. Dieser würde aber eher zur D300s, D700 oder neuen D3s greifen (letztere besticht durch eine Fotoleistung, die derzeit in ihrem Preissegment unerreicht ist). Gute 4 Sterne für die Nikon D 90 als semiprofessionelle Kamera. Dennoch auch die Canon 50 D ist ein klasse Gerät. Wer lieber bzw. grundsätzlich am PC nachbearbeitet sollte (beim gleichen Preis) eher zur Canon 50 D greifen, deren Fotoleistung ist grundsätzlich gleichwertig, vorausgesetzt, man arbeitet mehr mit dem Blitz, denn das Gehäuse ist ein absolutes Gedicht - meine ganz persönliche Meinung.
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