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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Potter steht für Magie
Beatrix Potter lebt Anfang des 20. Jahrhunderts in London bei ihren Eltern. Sie ist bereits über 30, unverheiratet und ihr droht das Schicksal einer alten Jungfer. Seit ihrer Kindheit verbringt sie ihre Zeit mit dem Zeichnen niedlicher Tierbilder, um die herum sie Geschichten erdenkt. Endlich findet sie den Mut ihre Kreationen einem Verlag anzubieten. Norman Warne...
Veröffentlicht am 25. Oktober 2008 von Rob Fleming

versus
18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wunderbarer Film, aber...
Der Film ist klasse, die Besetzung großartig. Ich bin ein Riesenfan von Beatrix Potter und ihrer Welt und hatte mir deshalb schon vor längerer Zeit die englische Version schenken lassen. Wenn es hier nur um die Geschichte der (nur ein ganz klein wenig) altjüngferlichen Tochter aus gutem Hause ginge, die sich Ende des 19. Jahrhunderts redlich bemüht,...
Veröffentlicht am 2. Januar 2010 von mistressfraser


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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wunderbarer Film, aber..., 2. Januar 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Miss Potter - Special Edition [2 DVDs] (DVD)
Der Film ist klasse, die Besetzung großartig. Ich bin ein Riesenfan von Beatrix Potter und ihrer Welt und hatte mir deshalb schon vor längerer Zeit die englische Version schenken lassen. Wenn es hier nur um die Geschichte der (nur ein ganz klein wenig) altjüngferlichen Tochter aus gutem Hause ginge, die sich Ende des 19. Jahrhunderts redlich bemüht, den eigenen Weg zu finden, und die von Renée Zellweger überaus glaubwürdig und eindringlich dargestellt wird, dann hätte der Film seine fünf Sterne locker verdient... auch wegen der Ausstattung und wegen einem Ewan McGregor, der die erste große Liebe von Beatrix Potter mit so viel Herz verkörpert, dass man ihm immer wieder dabei zuschauen möchte.

Aber was soll das denn bitte für eine "SPECIAL EDITION" sein? Magere zwei Trailer (in Deutsch und Englisch), ein "Making of", das ohne jeden Kommentar auskommen muss (das auf der englischen DVD war um Längen besser) und ein paar lieblos zusammen gestückelte bzw, auseinander gerissene Interviewfetzen, in denen der Ton mitten im Halbsatz der Schauspieler einsetzt respektive wieder abbricht. Hier hat jemand auf die Erwartungen der Fans gepfiffen und beschlossen, sie mit minderster Qualität abzuzocken. Das ist keine "SPECIAL EDITION", das ist ein schlechter Witz. Deshalb nur drei Punkte - wie gesagt, der Film, an sich ist klasse.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich war hingerissen und entzückt..., 13. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Miss Potter - Special Edition [2 DVDs] (DVD)
... und das entspricht nicht meinem normalen Wortschatz, aber genau dies dachte ich, nachdem ich diesen wundervollen Film gesehen hatte. Der Film hat mich von Anfang an begeistert und ich hätte stundenlang weiterschauen können. Der Film ist rundum gelungen und hinterlässt ein wohliges, warmes Gefühl ...
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein zauberhafter Film mit leider recht plötzlichem Ende, 29. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Miss Potter (DVD)
Der Film erzählt das Leben der erfolgreichen englischen Kinderbuchautorin und -illustratorin Beatrix Potter, die 1866 in London geboren wurde und 1943 in Sawrey starb.

Es ist ein - ein besseres Wort lässt sich kaum finden - wirklich zauberhafter Film über eine selbstbewusste und kreative Frau, die sich von den Konventionen ihrer Zeit nicht einschränken ließ. Für alle, die die Landschaft auf der "Insel" auch so mögen, gibt es auch noch einige wunderschöne Landschaftsaufnahmen. Über die damaligen Gepflogenheiten kann man einige Male breit schmunzeln (wobei Miss Potter natürlich auch Glück hatte, nicht aus finanziellen Gründen heiraten zu müssen, andere Frauen hatten es da sicher nicht so leicht).

Insbesondere Ewan McGregor als charmanter, liebenswürdiger Verleger hat mir gefallen (und singen kann er auch noch!), man hat ihm seine Rolle sofort abgenommen. Und auch wenn Reneé Zellweger ebenfalls durchaus überzeugend gespielt hat, hat mich ihre Mimik doch leider sehr oft an Bridget Jones erinnert.

Ein sehr berührender und für Romantiker empfehlenswerter Film mit einem einzigen Manko: Das Ende kam leider sehr abrupt. Zehn Minuten mehr hätten dem Ganzen sicher gut getan.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine wirklich tolle Schriftstellerin ..., 9. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Miss Potter - Special Edition [2 DVDs] (DVD)
... und ihr Leben wurden hier toll verfilmt. Gleich im Anschluss habe ich mir, da ich die Geschichten und Bilder einfach reizend fand, die Beatrix Potter The Complete Tales: The 23 Original Tales von ihr gekauft und kann auch diese nur empfehlen. Ein tolles Buch, was in einem genauso schönen Pappschuber daher kommt. Im Anschluss an diesen schönen Film einfach nur zu empfehlen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die mit den Häschen spricht, 25. Dezember 2008
Von 
C. Sutter - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Miss Potter (DVD)
"Miss Potter"- dies ist wieder eines jener Filmjuwele, die sich irgendwie unbemerkt an den Kinokassen und an unserer Aufmerksamkeit vorbeigeschmuggelt haben.
Renée Zellweger verkörpert darin die bekannte englische Kinderbuchautorin Beatrix Potter: eine leicht schrullige Mittdreißigerin, die im London des beginnenden 20. Jahrhunderts als "alte Jungfern" abgestempelt wird und deren zeichnerisches Können und unglaubliche Begabung für das Geschichtenerzählen in der Gesellschaft allseits nur müde belächelt wird. Ihre erfundenen Figuren liegen Beatrix am Herzen wie reale Freunde, sie hält mit ihnen Zwiegespräch als würden sie wahrhaftig existieren und so ist auch: hat nicht soeben Benjamin Hase mit den Augen gezwinkert, die Ente ihren Kopf gedreht? Beatrix' Leben ändert sich komplett als der Verleger Norman in ihr Leben tritt und ihren Figuren dieselbe Begeisterung entgegen bringt wie sie: plötzlich wird sie berühmt, kann den spießigen Vorstellungen vom Leben einer Frau ein Schnippchen schlagen, zum Vorbild für alle ledigen Damen werden und endlich ihre Träume verwirklichen...
Der Film entführt in eine Welt, die uns nur zu gut aus den Potter-Bücher der eigenen Kindheit in Erinnerung geblieben ist: gemütliche Gewächshäuser, Häschen in blauen Mänteln, die zwischen dem Kohl umher springen, Enten mit rosafarbenen Häubchen, eine bäuerliche Landlandschaft, die die "gute alte Zeit" verkörpert. "Miss Potter" spielt zu einem großen Teil im englischen Lake District, mit dessen harmonischer, sanfter Landschaft die Schriftstellerin ein Leben lang verbunden geblieben ist und deren Zauber für sie zu einer unerschöpflichen Quelle der Inspiration wurde.
"Miss Potter" ist ein wunderbares Stück Filmgeschichte, das unsere Herzen erwärmt und uns ermutigt an unseren Träumen festzuhalten. Auch die musikalische Untermalung von Oscarpreisträgerin Rachel Portman lohnt sich sehr und bezaubert unsere Ohren.

Auch wenn die Schicksale dieser beiden Frauen - beides große Künstlerinnen ihrer Zeit - beinahe 100 Jahre auseinander liegen: Wenn Ihnen die Geschichte Janes Austens in "Geliebte Jane" gefallen hat, dann werden Sie auch diesem Film mit Sicherheit lieben!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bezaubernd..., 18. März 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Miss Potter [UK Import] (DVD)
Um es vorweg zu nehmen... dieser Film beschreibt nur einen Teil des Lebens von Beatrix Potter. Ob der Film als biografisch bezeichnet werden kann weiß ich nicht. Ich habe mich nicht über Beatrix Potter informiert.

Dieser Film ist absolut bezaubernd, mit einer schwungvollen und überzeugenden Hauptdarstellerin. Obwohl ich eigentlich kein Fan von Renee Zellweger bin, habe ich mir den Film wegen guter Bewertungen in anderen Foren gekauft und wurde nicht enttäuscht.

Der Film beginnt, als die Inhaber des Warne-Verlages zustimmen, die erste Geschichte von Miss Potter zu veröffentlichen. Eher als Seitenhieb, um den jüngsten Bruder aus dem Geschäft zu halten. Gegen alle Vermutungen wird bereits das erste Buch ein Erfolg und verschafft Beatrix Potter finanzielle Unabhängigkeit. Das behagt ihrer versnobten Mutter überhaupt nicht, auch nicht Beatrix aufkeimende Liebe zu Ihrem Verleger.

Die Eltern überreden sie, mit dem geplanten Verlöbnis zu warten. Während dieser Wartezeit stirbt ihr künftiger Verlobter. Das gibt ihr endlich die Kraft, ihr Elternhaus zu verlassen und auf eigenen Füßen zu stehen. Sie kauft sich im Lake-Distrikt eine Farm. Die erste von mehreren, die sie nach ihrem Tod dem englischen Staat als Schutzgebiet hinterläßt.

Gerade weil Renee Zellweger keine Schönheit ist, wirkt Ihr Spiel umso bezaubernder. Die Animationen Ihrer Zeichnungen und ihre Kommunikation mit ihren Figuren lassen ihre Bücher im Film lebendig werden und auch ein Erwachsenenherz höher schlagen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kreativität lässt sich nicht gut verheiraten, 2. Januar 2011
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Miss Potter (DVD)
Es ist die Zeit Anfang des Zwanzigsten Jahrhunderts. Wohlbehütet aufgewachsen und allen Heiratsanträgen trotzend, lebt die nun zweiunddreißigjährige Beatrix Potter mit ihren wohlhabenden Eltern in London. Seit Kindesbeinen an hatte Beatrix eine lebhafte Phantasie, der sie durch Malen und Geschichten erzählen Ausdruck verlieh.

Die Idee, aus ihren Zeichnungen und Geschichten ein Kinderbuch zu veröffentlichen, geht auf. Beatrix findet einen Verleger und ihre Bücher werden ein Erfolg. Aus dem engen Kontakt zu ihrem Verleger Norman Warne wächst eine starke Liebe, die auch erwidert wird. Nur Ihre Mutter äußert Bedenken wegen des Standesunterschieds und erreicht eine halbjährige Trennung des Paares.

Die semi-biographischen Geschichte wird behutsam und leise erzählt. Die folgsamen Protagonisten, rebellieren von Zeit zu Zeit filigran in ihren Dialogen und zeigen damit, dass der Zeitgeist nicht gänzlich an ihnen vorüber ging. Pittoreske Szenarien mit vielen Accessoires werden von einer aufmerksamen Kameraführung eingefangen und sorgen für Atmosphäre. Wohlfühlkino für kalte Wintertage.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen nur schön..., 3. November 2010
Von 
CCB "calitia" (NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Miss Potter (DVD)
Was für ein unglaublich feinsinniger Film! Ich habe mich sofort in diesen Film verliebt. Wer Jane Austin mag, oder sensible Frauengeschichten, wird sich über diesen Film sehr freuen. Ganz super toll von Renee Zellweger gespielt. Eine romantische und feinsinnge Ader braucht man schon, um diesen Film so richtig genießen zu können.
Dies ist ein idealer Film für einen kalten verschneiten Tag mit einer Decke & einer Tasse Kakao auf der Couch.
5 Sterne !
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Peter Hase & Co., 15. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Miss Potter (DVD)
Das sind die Helden in Beatrix Potters Kinderbüchern. Das ist und muss auch nicht jedermanns Sache sein. Denn ein bisschen kitschig und "heile Welt verklärt" ist das unbestritten. Aber niedlich sind die Figuren schon und Kinderbücher dürfen halt genau so sein. Mit Chris Noonans Verfilmung von Beatrix Potters Leben, die bereits im Jahr 2006 Premiere hatte, verhält es sich genau so. Der Stoff muss ganz sicher nicht jedermanns Sache sein; aber gut gemacht ist der Film allemal.

Beatrix(Renee Zellweger) wächst in einer Oberschichtfamilie in London auf. Sie ist mit 32 Jahren, trotz zahlreicher Versuche der Mutter, noch nicht verheiratet. Ihre einzige Liebe gilt dem Zeichnen und Geschichten erzählen. Sie bekommt die Chance ihre Geschichte von Peter dem Hasen zu veröffentlichen, ahnt aber nicht, dass sie nur für den Geschäftseinstieg des jüngsten Warne Sohnes Norman(Ewan McGregor)den Versuchsballon geben soll. Wieder Erwarten wird ihre Geschichte ein Verkaufserfolg und Beatrix verliebt sich in Norman. Gegen den Widerstand der Mutter nimmt sie Normans Heiratsantrag an. Aber dann schlägt das Schicksal unbarmherzig zu.

Die Story um das Leben von Beatrix Potter driftet trotz des heftigen Schicksalsschlages nicht ins Drama ab. Im Gegenteil, Noonan zeigt eine Frau, die beharrlich ihren Weg geht. Die ab und an strauchelt, aber niemals fällt. Die Zeit um die Jahrhundertwende, Beatrix Potter lebte von 1866 bis 1943 ist in wunderbaren Bildern eingefangen. Die Landschaftsaufnahmen aus dem Lake District sind einzigartig schön. Die Geschichte ist simpel und, wie schon erwähnt, ein wenig verklärt. Unterlegt wird das Ganze mit herrlicher Musik von Rachel Portman, die auch schon für Filme wie Das Haus am See verantwortlich zeichnete. Wer also einen nostalgischen Filmabend ohne großen Tiefgang gemütlich im Sofa verbringen will, der liegt mit Miss Potter Hundertprozentig richtig. Nebenbei bemerkt, die eingespielten Sequenzen, in denen Beatrix Zeichengeschöpfe auf dem Papier lebendig werden, sind wunderbar gelungen.

Zur Besetzung möchte ich noch anmerken, dass ich alles andere als ein Renee Zellweger Fan bin. Einerseits hat mich diese Frau mit ihrer Darstellung der Bridget Jones an den Rand der medialen Verzweiflung getrieben. Dann musste ich nach Filmen wie Cold Mountain und Leatherheads reumütig Abbitte leisten. In Miss Potter liegt meine Betrachtung irgendwo dazwischen. Das ist allerdings meine ganz persönliche Meinung und nicht repräsentativ. Ewan McGregor spielt den jungen Verleger-Frischling mit Klasse und Witz und zeigt, oder sollte ich besser sagen lässt uns hören, in einer Szene des Films mal wieder, wie gut er singen kann.

Legen sie also Miss Potter in ihren DVD Player. Wenn sie ein Fan dieser Art von Filmen sind(und auch noch Renee Zellweger mögen) werden sie vor Begeisterung vermutlich in Hitze geraten und vor Freude Purzelbäume schlagen. Sollten sie eher auf Action-, Dokus-, Kult- oder Kunstfilme stehen, dann wird ihnen das Machwerk eventuell unsäglich kitschig erscheinen. Für mich kann ich sagen: Wenn ich 4 Sterne rausrücke und Renee mitspielt kann es so schlecht nicht gewesen sein. Entscheiden sie selbst!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beatrix Potter - Eine Frau geht in frauenfeindlicher Zeit ihren Weg, 22. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Miss Potter [Blu-ray] (Blu-ray)
Wer die Lebensumstände von Beatrix Potter wenigstens näherungsweise nachvollziehen können will, muß historisch die an sich absolut grauenvolle, viktorianische Zeit Großbritanniens vertieft kennen.
Diese Kenntnis setzt der Film voraus.

Wer in dem Film mehr als nur eine „seichte Liebesgeschichte“ erkennen können will, muß selbst zu mehr als nur seichten Gefühlen fähig sein.
Wenigstens eines von beiden wird sich jede/r anmaßen …

Die erste Überraschung des Films ist die Hauptdarstellerin.
Sie spielt die nicht nur rechtlich unterdrückte Frau im viktorianischen England hervorragend nachvollziehbar. Sie geht ihren Weg.
Erfrischend, Emanzipation als erfolgreiche weibliche Selbstverwirklichung zu sehen - in einer Zeit, als genau das als gesellschaftlich vollkommen inakzeptabel galt.

Leider wird im Film ausgelassen, daß sie naturwissenschaftlich äußerst gebildet war und gerne in dieser Richtung studiert hätte, jedoch trotz einflußreicher, männlicher Fürsprecher wegen ihres Geschlechts nicht zum Studium zugelassen wurde.

Ebensowenig wird deutlich, daß lediglich ihre Gouvernante Bezugsperson, Erziehungs- und Lehrperson war. Seelisch-emotionale Einöde, eher Wüste. Die maximale emotionale Entfernung zu den Eltern wird im Film nur rudimentär deutlich.

Im realen Leben kam es folgerichtig zum Bruch mit den Eltern. Der Film ist, mit Rücksicht auf das Publikum, sehr viel milder. Natürlich war ihr dieses eigene Leben nur möglich, weil sie mit ihren Büchern ein Vermögen verdiente und daher weder auf einen männlichen Versorger noch auf die Eltern bzw. deren Erbe angewiesen war.

Bereits in ihrer Kindheit entstanden die allermeisten ihrer Geschichten.
Aus der Not seelisch-emotionaler Einsamkeit heraus hat sie seit ihrer Kindheit ihre Freunde in ihren Zeichnungen gefunden, die deswegen so lebendig wirken, weil alle ihre Freunde in ihrer Imagination lebendig waren. Kinder wissen das.
Sie hat sich ihr eigenes Kindsein seelisch-emotional bewahren können - und müssen.
Das bringt der Film sehr schön animiert zum Ausdruck.

Kinder wollen, müssen, sich entfalten können und verabscheuen jede Form von Schablonen, durch die sie gepreßt werden sollen.
Die viktorianische Zeit war von aneinandergereihten Schablonen geprägt, die ganz besonders weibliche Entwicklung unterdrückte.

Wer ihre Geschichten kennt, weiß, daß sie gar nichts gegen Heiraten hatte, z.B. Flopsi und Wollschwanz heiraten. Wollschwanz gar einen schwarzen Hasen. Flopsi bekommt jede Menge kleiner Hasenhäschen, denen mehr als eine Geschichte gewidmet ist.

Selbstverständlich kann als Ehemann für die Autorin nur jemand in Betracht kommen, der sich sein Kindsein seelisch-emotional ebenso bewahren konnte.

Diese degeneriert dekadenten, viktorianischen und emotionalen Volltrottel aus den angeblich besseren Kreisen konnten für Beatrix Potter - natürlich - niemals auch nur näherungsweise in Betracht kommen.
Nur ein Schelm, wer Arges dabei denkt, wenn er die gezeichneten Schweine in den Geschichten betrachtet und darin bereits kleidungsmäßig Übereinstimmungen findet?
Konsequent führt das zu einem unverheirateten Leben mit Gouvernante.

Natürlich mußte sie ihre Geschichten veröffentlichen.
Erst im Selbstverlag, also Büchlein für Büchlein selbst geschrieben und gezeichnet.
Nur so war es überhaupt möglich, ganz, ganz vielleicht ein seelisch-emotional ehrliches und gesundes, männliches Pendant finden zu können.
Dieses seltene, große Glück gelang ihr sogar - wie im realen Leben, so auch im Film.

Es ist Jemima Puddle Duck, die keineswegs nur Unsinn im Kopf hat, sondern sich sofort getraut, was sich die Zeichnerin emotional verboten hatte und sich niemals getraut hätte.
Die deutsche Übersetzung macht aus Puddle Duck „Pratschel-Watschel“, anstelle von Tümpel Ente, eine Bezeichnung, die für den Charakter als nicht intellektuell dummes, aber unerfahrenes und ungewarntes Land-Ei, das ausgerechnet mit einem Fuchs anbandelt, wesentlich besser paßt.

Der Schauspieler des männlichen Pendants ist ebenso in der Lage, die gesellschaftlich- und erziehungsbedingt gehemmten bis unterdrückten Gefühle authentisch darzustellen. Aus einer anderen Schicht stammend, gewitzter und vor allem mit steter Hilfe seiner Schwester, die schon mal die Gouvernante ablenkt und die sich, ebenfalls unverheiratet, der Autorin ganz offen als beste Freundin regelrecht aufdrängt.

„When you taught me, how to dance“ bringt das intime Kleinod des „Sich-Findens“, das nur genau diese zwei „Hasenhäschen“ angeht, wundervoll zum Ausdruck.

„When you taught me how to dance
years ago with misty eyes
every step and silent glance
every move a sweet surprise.
Someone must have taught you well
to beguile and to entrance
for that night you cast your spell
and you taught me how to dance.

Like reflections in the lake
I recall what went before
as I give alone to take
and will be alone no more.

Other lights may light my way
I may even find romance
but I won’t forget that night
when you taught me how to dance.

Cold winds blow but up on those hills you find me
and I know you’re walking ‘round behind me.

When you taught me how to dance
years ago with misty eyes
every step and silent glance
every move a sweet surprise.
Someone must have taught you well
to beguile and to entrance
for that night you cast your spell
and you taught me how to dance.“

(Die abrufbare, deutsche Übersetzung ist dermaßen inkorrekt, daß sie wohl von einem untauglichen Übersetzungsprogramm, ohne nachträglichen Einsatz auch nur geringsten Sprachgefühls, übernommen wurde. Daher das Original.)

Bedauerlicherweise passiert der privat-emotionale Mega-GAU - nicht nur im Film.
Der Film versucht die Erklärung im Wege einer Durchnässung mit anschließender Erkältung bzw. Lungenentzündung zu liefern.
Realiter wurde perniziöse Anämie diagnostiziert.
Das war im viktorianischen England allenfalls eine Glaskugeldiagnose.
Wahrscheinlicher war eine schleichende Vergiftung, z.B. durch hochgradig arsenhaltige Tapeten, Stoffe, usw., die im viktorianischen England als gesellschaftliches Muß galten und besonders vom Mittelstand, zu dem die „Gewerbetreibenden“ gehörten, als Wohlstands- und Prestigeobjekte angeschafft wurden. Die „unsichtbaren Killer“ in viktorianischen Haus-halten wurden unlängst im Fernsehen in einer Kleinserie recherchiert und dokumentiert.
Den kaum zu ermessenden Schmerz muß die Autorin ganz tief in sich begraben haben, denn keine ihrer Geschichten handelt davon.

Ihr kleines Glück findet sie später im Lake District, denn ihr Spielfreund aus Kindertagen spricht Peter Hase an, der, anders als seinerzeit Jemima Puddle Duck, nicht reagiert.
Im Alter von 47 Jahren heiratet sie den Spielfreund ihrer Kindertage, der zum Anwalt in dörflicher Umgebung wurde und ihr vorher, ungefähr acht Jahre lang, Farm für Farm zum Ankauf zeigte.
In dieser Zeit hört sie auf, Geschichten zu schreiben und die Bilder dazu zu zeichnen.
Als Schafzüchterin gewinnt sie etliche Preise.
Es ist ein anderes Leben. Ihr Leben.
Ihre Geschichten haben ihre Aufgabe erfüllt.

1.600 ha Land hat sie hinterlassen. 1 ha sind 10.000 m². Ein riesiges Areal, das dem Staat unter der Bedingung eines Naturschutzgebietes hinterlassen wurde. In der heute musealen Hill Top Farm wurden viele der Außenaufnahmen des Films gedreht.
Die Einnahmen aus den Büchern hinterließ sie dem Neffen ihrer großen Liebe.

Die Geschichten der Beatrix Potter können durchaus als Sozialkritik betrachtet werden. Das gelang in ihrer Zeit am besten in Form von Kinderbüchern, weil die Erwachsenen, die ihr eigens Kindsein verloren haben, gar nicht auf die Idee kämen, darin einen Spiegel vor-gehalten zu bekommen, wie es in George Orwells „Farm der Tiere“ - zwei Jahre nach dem Tod der Autorin - so deutlich geschieht, daß es niemand mehr übersehen kann.
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