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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Angehm spielbar, optisch gelungen, aber etwas eintönig
Rechtzeitig zum Jahresende 2008 ist ein weiteres Prince Of Persia-Spiel erschienen, allerdings keine direkte Fortsetzung der bisherigen Serie sondern - wie man heutzutage sagt - ein Relaunch, also ein vollständiger Neustart mit einem veränderten Spielansatz.
Dieser zeigt sich in drei Punken: im Design, im Gameplay und im Humor.

Optisch ist das...
Veröffentlicht am 7. Januar 2009 von Ichbins44

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Passt schon ;-)
Hallo erstmal!

Ich bin gerade vor ein paar Stunden mit PoP fertig geworden und komme nicht umhin eine Rezension zu verfassen ;-)

Kommen wir gleich zu Anfang zur Grafik:

Die Spielfiguren treten hierbei im Cel Shading-Look, also mit dicken comic-artigen Konturen, auf. Den Versuch finde ich sehr mutig, und von meiner Seite aus auch gelungen;...
Veröffentlicht am 23. Dezember 2008 von Nicolas R.


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Angehm spielbar, optisch gelungen, aber etwas eintönig, 7. Januar 2009
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Prince of Persia (Videospiel)
Rechtzeitig zum Jahresende 2008 ist ein weiteres Prince Of Persia-Spiel erschienen, allerdings keine direkte Fortsetzung der bisherigen Serie sondern - wie man heutzutage sagt - ein Relaunch, also ein vollständiger Neustart mit einem veränderten Spielansatz.
Dieser zeigt sich in drei Punken: im Design, im Gameplay und im Humor.

Optisch ist das Spiel nämlich ausgezeichnet gelungen. Die ungewöhnliche, "Cellshading" genannte, Grafik bewirkt unglaublich detaillierte, farbige und realistische Hauptfiguren. Schon an der Kleidung des Prinzen und seiner Mitstreiterin Elika sieht man Einzelheiten, die mit den sonst üblichen Pixeltapeten nicht möglich wären. Gleichwohl bleibt ein leichter Comictouch, der mir persönlich besser als eine allzu realistsiche Grafik gefällt.

Die Spiellandschaften glänzen mit hübscher Weitsicht und die Level sind durchaus hübsch designt.

Das Gameplay konzentriert sich überwiegend auf Geschicklichkeitsaufgaben. Springen, hüpfen und den Weg ausknobeln (sowie Lichtpunkte einsammeln) sind der Schwerpunkt und machen rund 70% der Spielzeit aus. Der Rest geht für Kämpfe (nur gegen einzelne Gegner, keine Gruppen) drauf. Hier gilt es, diverse Combos zu erlernen und anzuwenden. Aber wirklich taktisch werden die Kämpfe erst bei fortschreitendem Spielverlauf. Ein wenig Blocken und dann mit dem Schwert zuhacken - damit kommt man schon recht weit, später braucht man die richtigen Konterangriffe, die einem Elika aber auch mitteilt. Im Bereich der Kämpfe bleibt die Spielerläuterung jedoch eher vage - ansonsten wird man nämlich auf benahe jeden Kniff und Hüpfer mehrfach hingewiesen.

"Sterben" kann man in dem Spiel nicht wirklich, stets wird man von Elika gerettet und auf der letzten Plattform abgesetzt. Ein feiner Zug, der einem viel unnütze Wiederholungszeit erspart. Profi-Spieler werden das Spiel daher für zu "casual" und zu leicht halten, aber ich persönlich spiele lieber ein Game, bei dem ich Erfolge habe als eines, bei dem ich auch mit Geschick nicht weiterkomme (siehe meien Bewertung zu "Mirror's Edge").

Sonderlich gewaltätig ist ist die ganze Kämpferei aber nicht. Es fließt auch kein Blut.

Köstlich sind die Dialoge zwischen Prinzessin Elika und dem namenlosen Prinzen gelungen. Hier blitzt feiner Humor auf, man nimmt sich oft selbst auf die Schippe.

Insgesamt macht das Spiel viel Spaß. Gamerscore-Freunde freuen sich über reichlich relativ leicht zu erringende Punkte. Für einige reicht es aus, oft und ausgiebig mit Elika zu sprechen - endlich mal ein Spiel, das Diskussionen und nicht Kämpfen belohnt, könnte man sagen.

Grundsätzlich kann man alle vier Hauptlevels des Games anspielen, weiter kommt man aber nur mit Spezialfähigkeiten, die man durch das Einsammeln von "Lichtkeimen" erwirbt. Diese Lichtkeime liegen nach Lösung eines Unterlevels herum, man darf also anschließend noch mal alles nachturnen, was man zuvor bereits geschafft hatte - diesmal allerdings in sonniger und blumiger Optik und ohne düstere Gefahren. Ein wenig nervig ist diese ständig notwendige Rückkehr in die "fruchtbaren Gebiete" nach einer Weile aber schon. Hier verliert das Spiel dann auch den fünften "Stern".

Fazit: Unterhaltsam, spaßig, sehr hübsch und viel besser, als all die eher frustrierenden anderen Teile.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Passt schon ;-), 23. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Prince of Persia (Videospiel)
Hallo erstmal!

Ich bin gerade vor ein paar Stunden mit PoP fertig geworden und komme nicht umhin eine Rezension zu verfassen ;-)

Kommen wir gleich zu Anfang zur Grafik:

Die Spielfiguren treten hierbei im Cel Shading-Look, also mit dicken comic-artigen Konturen, auf. Den Versuch finde ich sehr mutig, und von meiner Seite aus auch gelungen; das ist aber Geschmackssache.

Während nun aber die Spielfiguren in Cel Shading gezeichnet sind trifft das auf die Umgebung nicht zu. Da man aber sogut wie die ganze Zeit dabei ist sich die Umgebung ausgiebig anzuschauen verfliegt dieser Effekt meist wieder. Seiner ersichtlich wird man sich dann meist erst wieder bei Zwischensequenzen bei denen auf "Prinz" und Prinzessin rangezoomt wurde.

Ansonsten kann ich sämtlichen bisherigen Rezensionen - was die Grafik angeht - nur zustimmen: Das haben sie wirklich gut hinbekommen!
Die Umgebung wurde wirklich mit Liebe zum Detail gezeichnet, und ich habe mich vom Ausblick schon mehr als einmal fast erschlagen gefühlt - aber im positivem Sinne ;-)

Story:

Die Story ist mir persönlich zu kurz geraten. Ohne großes Tratra wird man sofort ins Spielgeschehen geworfen, wechselt kaum 2 Sätze und schon geht es ab in die Dunkelheit. Im Laufe des Spiels muss man sich auch mittels Konversation mit der Prinzessin viele kleine Puzzlestücke der Story erarbeiten. Wer also von sich aus garnicht probiert mit der Prinzessin zu quatschen, der wird noch weniger in Erfahrung bringen als man es nicht eh schon tut. Dadurch geht für mich ein wenig vom PoP-Fleur verloren, da diese Spiele bisher immer mit einer wunderbar fesselnden Story belegt waren.

Auch passt in meinen Augen die Umgebung nicht zum PoP-Fleur. Es ist nicht zu leugnen das die Städte sehr hübsch gemacht worden sind, allerdings keineswegs in "orientalischem Stil". Die Gebäude sind allesamt riesengroß und klobig, keines Wegs sehen die Städte aus als wären sie jemals von tausenden Menschen bewohnt gewesen.

Auch gefällt mir der Prinz in seiner Rolle nicht ganz. Sicher - ich habe mich mehrmals über seine urkomischen Kommentare schief gelacht - aber das ein Mann im Angesicht der Dunkelheit dermaßen fröhlich bleibt, das nimmt dem Ganzen doch ziemlich die Stimmung. Die Prinzessin hingegen wirkt meist ernst, lässt sich aber doch ab und an zu einem Späßchen hinreissen. Davon hätte sich der Prinz ruhig eine Scheibe abschneiden können. Aber gut, so können es wenigstens auch jüngere Zeitgenossen spielen, ohne Nachts Albträume von Ahriman zu bekommen.

Nun aber zum eigentlichen Spielerlebnis:

Die Interaktion mit der Umgebung fällt relativ dürftig aus. Die Spring- und Kletterorgien beschränken sich auf drei Tasten, die in gg. Reihenfolge zum richtigen Zeitpunkt gedrückt werden. Schafft man es doch mal runterzufliegen (oder wie ich ständig ins Leere zu springen, weil man vergessen hat den linken Stick nach oben zu drücken) so wird man von der Prinzessin gerettet und auf den letzten sicheren Punkt zurückverfrachtet.

Dadurch wird einem zwar die Spannung ziemlich durchschnitten, weil man eig. zu keinem Zeitpunkt im Spiel irgendetwas zu befürchten hat (ausser das es länger dauert), allerdings ist man dann doch öfter froh über dieses Feature, da es einem schon schwer auf die Nerven gehen kann einen riesigen Weg wiederholen zu müssen, nur weil man mal daneben gesprungen ist.

Feinde:

Nun, auch hier bietet der neue PoP-Teil einen ungewohnten Stil. Die Feindscharen wurden auf ein Minimum reduziert, der Kampfstil grundlegend geändert.

Zunächst: Einen Energiebalken gibt es nicht. Stattdessen verändert sich - wie derzeit modern - nur das Bild wenn man verletzt wird, und gibt somit den Grad der Verletzung an. Hier von gibt es drei aufeinander folgende Verletzungszustände, welche jeweils nach ein paar Sekunden abklingen. Wurde man zu stark verletzt, was i.d.R. meist nach 2 aufeinanderfolgenden Hieben der Fall ist, fällt man auf den Boden.
Der Gegner beugt sich dann über einen um einen den Rest zu geben. Hier hat man dann etwa eine Sekunde um die richtige Taste zu drücken, wodurch man einen Konter startet und mit voller Energie wieder aufsteht.

Drückt man aber die falsche Taste wehrt die Prinzessin den Feind mit Magie ab und man steht schwer verwundet wieder auf. Richtig erkannt, man ist somit unsterblich. Um die Schwierigkeit aber nicht ganz zu nehmen bekommt der Gegner wieder ein gewisses Maß an Energie zurück. Anders als in vielen Rezensionen behauptet ist das aber weder die volle Energie, noch ein Drittel davon, sondern ca. ein Drittel der Energie die man ihm bisher - oder aber seit dem letzten "Sofortkill" des Gegners - abgenommen hat.

Wenn ich jetzt noch auf die Möglichkeiten im Kampf eingehe sprengt das wohl den Rahmen, daher versuche ich es kurz zu halten: Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit ist den Rest des Spiels kein Gegner mehr in irgendeiner Form ein Problem. Die lahmen Zwischengegner, die hie und da auftreten werden dank einer Sofortkill-Möglichkeit (während einer Kombo an den Rand drängen - was auf diesen kleinen Plattformen auf denen man sie antrifft eigentlich immer der Fall ist) in unter 10 Sekunden aus dem Weg geräumt. Bei Bossen erlebt man ein paar nette Minuten in denen man den Boss fröhlich grinsend vor sich hertreibt, ohne jemals in irgendeiner Weise um sein Leben zu fürchten.

Abschließende Worte: Die Spielzeit von 12, für Langsame max. 15 Stunden ist mir für ein 60€ teures Spiel definitiv zu kurz. Aber es ist eben kein Rollenspiel, damit muss man sich abfinden.

Ausserdem frage ich mich warum Ubi dieses Spiel eigentlich noch unter dem Titel "Prince of Persia" rausgebracht hat. Weder geht es in irgendeiner Weise um den Protagonisten der SoT-Reihe, noch handelt es sich um den PoP in einer anderen Zeit. Sie hätten das Spiel ebenso gut "Thief in the desert" nennen können; denke aber hier ging es rein um die Vermarktung.

Alles in Allem klingt die Bewertung recht negativ, aber ich muss dem Anschein zum Trotz sagen das mir das Spiel sehr viel Spaß gemacht hat; denn das rumkraxeln in dieser bildgewaltigen Umgebung zieht Einen einfach in seinen Bann. Tatsächlich konnte ich kaum aufhören zu zocken und war so nach zwei Tagen schon fertig.

Daher gibt es von mir drei Sterne!
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38 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Prince of... Persia / Steampunk / Final Fantasy ?, 4. Dezember 2008
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Prince of Persia (Videospiel)
ENDLICH ist es soweit! Das neue "Prince of Persia" ist auf dem Markt, und ich habe mich natürlich sofort auf dieses frische Produkt aus dem Hause Ubisoft Montreal gestürzt. Nach der "Sands of Time"-Trilogie waren die Maßstäbe ziemlich hoch angesetzt, und viele Fans wurden schon im frühen Vorfeld stutzig beim Anblick des Cell-Shading-Looks, welcher eine krasse Abweichung vom bisher eher realistischen Präsentationsstil darstellt.
Sehen wir uns also an, was sich getan hat seit "The Two Thrones".

Fangen wir bei Story an.
Manche Leute fragten sich, ob die Story der letzten PoP-Trilogie vielleicht fortgesetzt würde; die Antwort ist ein ganz klares Nein.
Die erste Einstellung zeigt uns eine vage Vision, gefolgt von einem einleitenden Monolog (mal wieder in Geschichten-Erzählform) und der Vorstellung des Prinzen. Der zweite Protagonist des Spiels, die geheimnisvolle Elika, fällt quasi aus dem blauen Himmel direkt in den Schoß des Prinzen: sie ist auf der Flucht vor vermummten Häschern (auf diese Weise wird das Tutorial in bekannter PoP-Manier gleich in die Story eingebunden).
Der Weg führt die beiden Helden zu einem alten Tempel, der als Gefängnis für Ahriman, den Gott der Dunkelheit, dient, welcher durch einen Unfall in der Hitze des Gefechts mal eben wieder auf die Welt losgelassen wird, inklusive seiner Schergen und Generäle. Der Prinz und Elika müssen nun versuchen, die Kräfte von Ormazd, dem Gott des Lichts, zu finden und Ahriman wieder hinter Schloss und Riegel zu bringen.
Im Verlauf des Abenteuers hat man die Möglichkeit, über den Rahmen der Story hinaus mehr über die Hintergründe der beiden Protagonisten zu erfahren; die Interaktion zwischen den beiden lockert das ernste Geschehen angenehm auf, verleiht an anderen Stellen der Handlung aber auch zusätzliche Tiefe - kurzum: es lohnt sich, die optionalen Dialoge abzuspielen.
Das Spiel endet auf einer sehr ernsten, beinahe tragischen Note; es steht bereits fest, dass mindestens eine Fortsetzung erscheinen wird (vermutlich wird es wieder eine Trilogie werden).

Nun zum Gameplay. Hier hat sich einiges geändert!
Das Grundkonzept des neuen "Prince of Persia" ist natürlich nach wie vor das Gleiche: es handelt sich um einen Jump'n'Run-Plattformer mit jeder Menge halsbrecherischer Akrobatik, wie wir es aus der letzten Trilogie kennen. Trotzdem muss man nun etwas anders kalkulieren beim Timing der einzelnen Einlagen, die Bewegungsabläufe scheinen physikalisch realistischer abgestimmt als bisher (abgesehen davon, dass ein Wall-Run oder Roof-Run nicht gerade eine realistische Bewegung ist).
Die Basis-Stunts wie der vertikale und horizontale Wall-Run sind zurück, ebenso wie das Bewegen an großen Pfosten, Stangen, Balken und Platzhaltern (in diesem Fall große runde Türklopfer, die überall in den Wänden verankert sind). Sliding auf abschüssigen Oberflächen und der Roof-Run sind Neuigkeiten, genauso wie der Gripfall: Der neue Prinz hat einen Handschuh mit metallenen Krallen, der es ihm gestattet, an jeder Oberfläche abgebremst herunterzurutschen.
Die Menge an echten Rätseln (d.h. mit Dreh- oder Wandschaltern) hat meiner Meinung nach abgenommen im Vergleich zu den Vorgängern, was aber nicht wirklich schadet.

Was sich definitiv stark verändert hat, ist das Kampfsystem. In "Sands of Time" und "Warrior Within" musste sich der Prinz mit einer ganzen Horde von Sandmonstern gleichzeitig abquälen, in "The Two Thrones" wurde ein Stealth-Aspekt eingeführt. Das neue "Prince of Persia" wartet ausschließlich mit Duellen auf, d.h. der Prinz und Elika gegen einen einzelnen Gegner. Die Menge an Kämpfen hat abgenommen, dafür sind sie aber auch deutlich schwieriger: hier muss man schon seinen Grips anstrengen und genau die passenden Combos abziehen, um nicht eingeseift zu werden. Dank Elikas Hilfe kann der Prinz zwar nicht wirklich sterben, aber wenn sie eingreifen muss, regeneriert der Gegner ein Drittel seiner HP, was vor allem in den Bosskämpfen höllisch nerven kann. Die Combos sehen toll aus und sind nicht besonders schwer aufgebaut, man muss aber mit dem richtigen Timing hinlangen, sonst wird man nur abgeschmettert und mit einem Konter verhauen.
Um einem Spiel dieses Genres Wiederspielwert und einfach das gewisse "Etwas" zu verleihen, braucht man nicht nur einen coolen Protagonisten, sondern auch coole Antagonisten. Der dunkle Gott Ahriman tritt als Bedrohung nicht wirklich in den Vordergrund, seine vier Generäle aber sehr wohl. Mit dem Jäger, dem Alchemisten, der Konkubine und dem Krieger bekommt man sehr ansprechende Boss-Gegner serviert, jeder mit distinktivem Kampfstil, Design und Persönlichkeit; diese Charaktere sind so authentisch, dass sie nicht einfach nur Boss-Gegner sind, sondern ein nahtloser Teil der fantastischen Geschichte werden. Ein dickes Lob an die Charakterdesigner!

Der nichtlineare Spielaufbau verlangt vom Spieler, die vier um den Tempel angeordneten Gebiete (bestehend aus jeweils vier Teilgebieten) von Ahrimans Einfluss zu befreien. Dazu reist man in ein jeweiliges Teilgebiet, kraxelt sich dort durch die Landschaft und durch einige Fallen (nichts besonderes, die Fallen sind weniger und leichter geworden) und verhaut dann den Boss. Hat sich der Bösewicht zurückgezogen, heilt Elika die Kraft der Natur im von den Schatten befallenen Gebiet und bringt das Licht von Ormazd zurück; von nun an kann man sich zwischen bereits geheilten Gebieten hin- und herteleportieren. Nun kann man das Teilgebiet ohne von Gegnern gestört zu werden erforschen und die neu erschienenen Light Seeds (hell leuchtende Lichtkugeln) einsammeln. Hat man genügend Light Seeds eingesammelt, kann man sich zum Tempel zurückbeamen und eine der vier Kräfte von Ormazd freischalten, die einem Zugang zu neuen Teilgebieten verschafft; die Reihenfolge ist vollkommen egal, es ändert sich nichts an der Story (wobei ich empfehlen kann, die gelbe Platte als letzte zu aktivieren, da die Story durch die hierbei erscheinende Vision wohl am bedeutendsten angetrieben wird). Abschließend ist anzumerken, dass die vier Kräfte im Gebrauch großartig animiert sind und das Spiel grafisch und spieltechnisch angenehm auflockern.

Was kann man zur Steuerung sagen? Nach ein paar Minuten Eingewöhnungszeit geht sie recht flüssig von der Hand und ist insgesamt nichts Besonderes, aber auch nicht schlecht. Die Kamerakontrolle reagiert für meinen Geschmack etwas träge, aber nicht in einem Ausmaß, das Abzüge rechtfertigen würde.

Grafik und Sound sind da schon eher etwas Besonderes.
Um den Soundtrack zum neuen "Prince of Persia" hat sich erneut einer der hauseigenen Composer von Ubisoft Montreal gekümmert, nämlich Inon Zur. Eine Anmerkung am Rande: Es gibt eine Limited Edition dieses Spiels, in der unter anderem der Soundtrack als separate CD enthalten ist... aber scheinbar war Ubisoft der Meinung, dass Europa diese Edition wohl nicht verdient hat. Grrr.
Also, wem der Sound in "Sands of Time" gefallen hat, dem wird auch dieser zusagen: sanfte und / oder dynamische orientalische Klänge, welche eine Atmosphäre vermitteln, die irgendwie zwischen Final Fantasy und Tausendundeiner Nacht liegt; auf Rock-Gitarren im Soundtrack wurde diesmal verzichtet, sofern ich richtig aufgepasst habe.

Die Grafik ist dieses Mal wie gesagt mit Cell-Shading aufbereitet, was auf manchen Screenshots nicht besonders gut aussah; im flüssigen Ablauf innerhalb des Spiels erreicht dieser Stil jedoch genau das, was sich die Grafik-Designer versprochen haben: einen leicht comic-artigen Look, der das Gefühl von sich bewegenden Konzeptzeichnungen vermittelt - und wer die Concept Artists von Ubisofts PoP-Team kennt, weiß, wie gut diese Zeichnungen aussehen.
Zum Design der Charaktere und Levels fällt mir vor allem Eines auf: es handelt sich dieses Mal um etwas grundlegend Anderes als in den vorangegangenen Spielen. Sicher, die Umgebung sieht wunderschön und beeindruckend aus - aber wie Persien wirkt das nicht. Man sehe sich die prachtvolle Architektur der Städte und Palastanlagen von Azad und Babylon an in "Sands of Time" und "The Two Thrones" - SO stellt man sich ein Setting der Geschichten aus Tausendundeiner Nacht vor. Das neue "Prince of Persia" wartet mit einer ganzen Palette aus unmöglich anmutenden Gebäuden und Anlagen auf, die toll aussehen, aber eher die Design-Note der Firma Square Enix (d.h. Final Fantasy) treffen. Ein gesamtes Gebiet ist auch um das Thema von überdimensionalen wasser- und dampfbetriebenen Maschinen mit unnötig vielen Zahnrädern aufgebaut - man kann einfach nicht anders, als an Steampunk-Filme und -literatur zu denken. Auch das Design des Prinzen selbst erinnert stark an Kostüme von Charakteren der "Final Fantasy"-Reihe (seit FFX).
Kurzum: zwischendurch fragt man sich immer mal wieder, warum das Spiel "Prince of Persia" heißt, besonders, wenn man auf einer hohen Plattform steht und die bombastische Aussicht genießt - aus dem einfachen Grund, weil das gesamte Teil nicht nach Persien aussieht. Trotzdem, dies tut dem Spiel in seiner Gesamtheit keinen Abbruch an.

Fazit:
Wer gerne Plattform-Jump'n'Runs mit großartigem Design, ansprechenden Charakteren und einer ausgeklügelten Story spielt, ist mit "Prince of Persia" perfekt bedient. Grafik und Sound sind wie immer Geschmackssache, ich kann beides aber nur empfehlen. Fans des Prinzen werden sowieso um einen Kauf nicht herumkommen, aber auch allen anderen kann ich sagen: dieses Game ist jeden Cent wert!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Prinz ist zurück - Realistische Rezension, 2. August 2009
Von 
OffendedGamer (Heidelberg, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Prince of Persia (Videospiel)
Der Prinz hat ein Problem. Nicht nur, dass er während eines Sandsturms die Orientierung verloren hat und in einen Canyon gefallen ist, nein, als ob das nicht genug wäre, ist auch noch sein Esel weg. Und die Tatsache, dass der mit einem Riesenhaufen Gold aus den antiken Mausoleen um die Ecke beladen war, wurmt den Abenteurer natürlich ganz besonders.

Zuallererst jedoch: Nein, es ist nicht der Prinz aus den drei Vorgängern. Der hatte laut Ubisoft ausgedient, und wurde nun durch einen Anderen ersetzt. Dieser ist, das wird dem Spieler schon in den ersten Minuten klar, ein Lebemann wie er im Buche steht, mit flapsiger Ausdrucksweise, und ganz sicher nicht von blauem Geblüt. Er trifft auf der Suche nach seinem Esel - der als Sidekick auf die Vorgänger "Farah" getauft wurde - auf die schöne Elika, die sich als Prinzessin des Landes entpuppt, durch das der Prinz gerade wandelt. Obendrein ist sie auf der Flucht vor den Häschern ihres Vaters, des Königs. Der hat seit dem Tod seiner Frau alle Hoffnung fahren lassen, und trauert Erinnerungen hinterher. Sein Land ist indes zu Grunde gegangen, die Bürger sind abgewandert, die einst ruhmreichen Täler und Städte sind verfallen. Aber wenigstens gibt es noch keine blutrünstigen Dämonen! Zumindest solange, bis der Prinz und Elika einen heiligen Tempel betreten, und durch eine Reihe dummer Zufälle dafür sorgen, dass der dunkle Gott Ahriman drauf und dran ist, aus seinem Gefängnis auszubüchsen. Das klappt zwar vorerst nicht, mit Dunkelheit überzogen und verflucht wird das Land aber trotzdem. Das Ziel des Spiels ist klar: Der Prinz muss mit Elika die vielen Gebiete des Landes von den Schatten befreien, und am Ende verhindern, dass Ahriman in diese Welt gelangt.

Die Story dürfte dem interessierten Leser damit zur Genüge dargelegt worden sein. Nun zum Gameplay: Diesbezüglich haben sich die Entwickler logischerweise sehr an der alten Trilogie orientiert, was bedeutet: Springen, Klettern und Hüpfen im Quadrat. Und ein bisschen Kämpfen. Hier wurde aber der Anteil deutlich zurückgeschraubt: Waren die Scharmützel gegen die Sanddämonen in den Vorgängern fester Bestandteil des ganzen, so dienen die sporadisch platzierten Kämpfe im neuen Spiel nur noch als Lückenfüller zwischen den Sprungpassagen.

Apropos Kampfsystem: Dieses stellt wohl das größte Manko im neuen Spiel dar. Grund: Es ist einfach nur endlangweilig. Bei jedem Kampf, vor allem bei den zahlreichen Bosskämpfen, muss man dabei zusehen, wie der Prinz sich im Zeitlupentempo an den Gegner herantastet, obwohl man meint, dass einem gleich der Knochen aus dem Daumen springt, weil man den Steuerknopf so fest drückt. Elika indes ist zu nichts weiter gut, als ab und an mal eine nette kleine Kombo zu vollführen, die sich gegen magisch schwache Gegner als recht effektiv entpuppt, und das macht sie noch nicht mal von allein. Den Rest der Zeit sucht sie hinter dem Prinzen Deckung, während er die Arbeit erledigt. Hier hätten die Entwickler viel mehr ihre Phantasie spielen lassen dürfen und auch müssen, denn schließlich muss sich das Spiel zwangsläufig gegen die zahlreichen Qualitäten seiner Vorgänger behaupten. Und vor allem beim Kampfsystem scheitert es hier eben ganz. An sich ist die Gewalt, was besorgte Eltern wohl freuen wird, minimal gehalten. Kein Blut, keine abgerissenen Körperteile wie zum Beispiel beim grandiosen zweiten Teil "Warrior Within". Stattdessen bestehen sämtliche Gegner aus "Dunkelheit", und lösen sich, nach dem sie besiegt wurden, einfach auf. Einzig und allein die vier Hauptbosse sind für jüngere Spieler vielleicht ein bisschen gruselig designt, allen voran der dämonische "Jäger" mit seiner monströsen scherenartigen Klaue und der "Alchemist". So ist die Alterfreigabe "ab 12" durchaus gerechtfertigt, dadurch, dass Blut und Innereien gänzlich fehlen, kann man das Spiel aber auch schon jüngeren zumuten.

Der Rest des Gameplays ist währenddessen nichts geringeres als eine Augenweide. In der riesigen, von Anfang an frei begehbaren Welt kommt sich der Spieler vor wie auf einem gigantischen Abenteuerspielplatz. Schaukeln, Rampen, Rutschen - alles da! Allerdings wünscht man sich doch zuweilen etwas von der Geradlinigkeit der Vorgänger zurück. Bei einer so großen Spielwelt wie der hier beschrieben kann das zuweilen auftretende Backtracking nämlich ganz schon nervig werden. Allerdings besteht die Möglichkeit, mit Elikas Hilfe zwischen den schon befreiten Gebieten innerhalb weniger Sekunden hin- und herzuspringen. Das ist auch bitter nötig, denn müsste man die zahlreichen teils schier endlos langen Sprungpassagen jedes Mal aufs neue komplett durchlaufen, würde man warscheinlich nach kürzester Zeit den Controller mit Schmackes gegen die Wand pfeffern.

Abseits der "gewöhnlichen" Akrobatikeinlagen wie Wand- und Deckenlauf, Säulenhopping und Kombosprüngen et cetera bietet das neue Spiel allerdings auch einiges an frischem Wind. Mithilfe von vier magischen Mächten, die dem "guten" Gott Ormazd gewidmet sind, können sich Elika und der Prinz an bestimmten farbigen Plattformen unter anderem in die Lüfte erheben, auf gut Deutsch also fliegen, und gigantische Sprünge machen. Mag sich bescheuert anhören, aber hier offenbart sich tatsächlich die großartigste Neuerung der Serie: Wenn die beiden Helden erst an die Wand klettern, dann einen Riesensprung zu einer weit entfernten Plattform vollführen, dort eine steile Rampe hinunterrutschen und zwischendurch aggressiven Gegner auszuweichen, nur um gleich darauf zum nächsten Siebenmeilenschritt anzusetzen, kommt allerbestes Mirror's Edge-Feeling auf.

Zum Schluss noch eines: Was mich in den ersten Stunden verwundert hat, im Nachhinein aber sehr begeistert, ist die neue, frische Charakterisierung des Prinzen. War sein alter Ego in den Vorgängern ein verbitterter Krieger, der, von Monstern gejagt, sein Schicksal zu verändern suchte, wirkt der neue Held wie jemand, der gerade den besten Tag seines Lebens hat. Fast alles, was er von sich gibt, ist entweder durchzogen von rabenschwarzem Humor oder ehrlicher Begeisterung. Die grandiose deutsche Synchronisierung haut hier natürlich einiges raus. Ein Beispiel, über das ich sehr schmunzeln musste: Die beiden Helden haben gerade ein Gebiet befreit, und Elika sagt: "Na, das hat sich doch gelohnt!". Da meint der Prinz bloß: "Ja, genauso sehr, wie mit Schokolade überzogen in einen Harem einzubrechen!".

FAZIT:

Das neue Prince of Persia ist an für sich ein ziemlich gutes Spiel geworden. Die Hüpf- und Klettereinlagen haben alles, was schon die Vorgänger so genial anders machte, plus einige spektakuläre Neuerungen. Die Helden sind sympathisch, und die bunte Grafik sowie die fast nicht vorhandene Gewalt machen das Spiel auch als Geburtstagsgeschenk für jüngere interessant. Einzig und allein das Kampfsystem gerät fast durchweg zur anstrengenden Prügelsession. Leider kann man auftretende Gegner auch nicht einfach umgehen, weshalb hier ein Punktabzug mehr als gerechtfertigt ist.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Super Grafik aber Lliebhaber des "alten" Princen werden enttäuscht sein, 8. Januar 2009
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Prince of Persia (Videospiel)
Ich habe the warrior within mit Begeisterung gespielt und jetzt eine steigerung erwartet aber da wurde ich doch etwas enttäuscht. Was negativ aufgefallen ist, man kann im Prinzip überhaupt nicht sterben, Elika, die den Prinzen begleitet, kann ihn aus jeder tödliche Situation wieder zurückholen was dann doch etwas den Ehrgeit und Reiz das Spiel zu spielen wegnimmt. Auch von der Steuerung ist das Spiel sehr einfach zu spielen und man kommt ziemlich schnell voran. Vermisst hab ich auch die vielen Gegner. In diesem Spiel hat man insgesammt nur 4 wiklich enrstzunehmende Gegner, die immer mal wieder auftauchen: Die Konkubine, der Alchemist, der Jäger und der Krieger. Hat man einmal herrausgefunden wie man sie erledigt(dazu stehen verschiedene Combos zur verfügung), sind auch sie keine große Hürde mehr. Auch die Rätsel die man lösen muß um weiter zu kommen sind relativ enfach und motivierne einen nicht wirklich. Zusammenfassend kann man sagen, das das neue Prince of Persia nicht mehr viel mit den Vorgängern zu tun hat. Der Prinz ist jetzt ein etwas frecher Frauenheld, der immer gut gelaunt ist und immer ein paar nette Sprüche auf Lager hat. Wer ein Fan der sand-of-time Trillogie ist, sollte vor dem Kauf vielleicht mal reingeschnuppert haben um nicht enttäuscht zu werden. Was mir aber an dem Spiel sehr gut gefallen hat war die atemberaubende Grafik und Kulisse, das wird glaube ich zur Zeit von keinem anderen Spiel getoppt. Und man muß noch erwähnen, um bei dem Spiel weiter zu kommen, muß man Lichtkeine einsammeln was nicht jedermanns Sache ist aber entscheidet selbst ob euch das Spiel gefällt oder nicht.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Assassins Creed 1.5, 30. Dezember 2008
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Prince of Persia (Videospiel)
Wie der Titel schon sagt. PoP nutzt die Engine von Assassins Creed, und wer diese geniale Spiel geliebt hat, sollte sich PoP in seine Spielesammlung stellen.

Im Prinzip fing die PoP Reihe als Jump and Run an und ist nun im Tomb Raider Genre angelangt, deshalb sollte man es nicht mit den Vorgängern vergleichen, da hier einige Entwicklungssprünge gemacht wurden.

Steuerung ist so perfekt wie in Assassins Creed und die Grafik ist bombastisch. Sound und frische Dialoge peppen das ganze gehörig auf und der neue Grafikstyle ist einfach Hammer, man kommt sich vor wie in 1001 Nacht und kann sich am genialen Leveldesign erfreuen. Dieses ist ist offen gestaltet und man kann seinem Spieltrieb nachgehen.

Wer glaubt das sei zu unübersichtlich, der irrt. So ein innovatives und gleichzeitig intuitives Leveldesign sucht seinesgleichen. Wer die Navigation in Dead Space kennengelernt hat, wird hier ein Wiedersehenserlebnis haben, denn so muß das heute in einem Spiel aussehen.

Auch möchte ich erwähnen, dass es wie in Dead Space kein störendes HuD gibt, es werden bei Bedarf Informationen eingeblendet ansonsten hat man 100% Grafik pur.

Schwierigkeitsgrad ist genau richtig nicht zu leicht und nicht zu schwer. Die Entwickler haben sich wirklich Gedanken gemacht und finde, dass sich das Spiel wie aus einem Guss anfühlt, dass ist heute leider auch nicht selbstverständlich.

Ubisoft hat mit Assassins Creed, Prince of Persia und Far Cry 2 tolle und ausgereifte Titel abgeliefert.

Bitte weiter so :-)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tolle Kulisse, eintöniges Gameplay, 18. Februar 2010
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Prince of Persia (Videospiel)
Lang, lang ist's her als der 'Pince Of Persia' 1989 zum ersten Mal ein Abenteuer bestritt. Zwischenzeitlich etwas untergegangen, verhalf die 'Sands Of Time' Serie, die für die 5. Konsolengeneration erschien, wieder für Ruhm und Ehre in der arabischen Pixelwelt und sorgte gleichzeitig dafür, dass die Erwartungen an die 2008 erschienene erste Next-Gen Ausgabe von 'Prince Of Persia' verdammt hoch gelegt wurden.

Im Gegensatz zu den beliebten Vorgängern, kommt die Hauptfigur eher wie ein Streuner daher und wirkt alles andere als adelig. Daher wird man dem Spiel auch keinen Untertitel verpasst haben um darauf zu spekulieren, dass eher auf das gleich gebliebene Spielprinzip geachtet wird. Beginnt man das Spiel, so wird man mitten in die Story hineingeworfen. Man erfährt nichts über die Vergangenheit und wieso alles so kommt, wie es kommt. Ein solcher Einstieg birgt natürlich das Risiko etwas flach zu sein und so ist es tatsächlich auch, denn der Prinz stolpert quasi über die fliehende Elika, der er aus der Patsche hilft und die ihn von nun an das komplette Spiel über begleiten und als eine Art Schutzengel für euch tätig sein wird. Durch zahlreiche Unterhaltungen, die ihr während der Reise der beiden anhört, offenbart sich euch so nach und nach der eigentliche Kern der Geschichte: im Kampf der beiden Götter Ormazd und Ahriman, der eine der Herr über Licht, der andere über Dunkelheit, kommt es natürlich dazu, dass der Bösewicht der beiden, in diesem Falle Ahriman, Oberwasser behält und zu allem Übel und den sogenannten 'Baum des Lebens' zerstört, was dazu führt, dass die Welt, in der ihr euch befindet, komplett von Ahriman's Dunkelheit überzogen und jedes noch so kleine Bisschen Leben ausgelöscht wird. Ab hier seid ihr nun gefordert und macht euch gemeinsam mit Elika auf den Weg, den alten Zustand wieder herzustellen.

Als erstes wird einem natürlich die durch Cellshading sehr auf Comic getrimmte Grafik auffallen. Wirklich sehr schön anzusehen, besonders das Leveldesign ist richtig gelungen. Egal ob Landschaft, die sehr außergewöhnlichen Gebäude oder der Blick in die Ferne ' alles ist ein Genuss fürs Auge! Bleiben wir gleich bei den Levels an sich. Die Welt in der ihr euch befindet, ist nicht viel mehr als ein großer Tempel, zu dem ihr immer wieder zurückkehren werdet, um eure Fähigkeiten zu erweitern und den ein oder anderen Bosskampf zu bestreiten, und eine Art Gebirge, dessen einzelne Abschnitte alle miteinander verbunden sind und die ihr auch alle von Beginn an betreten könnt, allerdings nur mit den richtigen Skills in der Lage seid, sie auch bestreiten zu können. Einfach gesagt heißt das Folgendes: ihr sucht euch einen Startpunkt aus und versucht das Areal, in dem ihr euch gerade befindet, von der Dunkelheit zu befreien. Logisch, dass dies nicht ganz so leicht ist! Diverse Abgründe, Wände, Vorsprünge, Säulen und noch vieles mehr müssen überquert werden, wobei des Prinzen ganze Trickkiste gefragt ist. Wie man es aus den alten Teilen schon kennt, habt ihr auch hier eine Menge an artistischen Moves parat, mit denen ihr von A nach B kommt. Sprünge sind dabei noch das Langweiligste. Klettern und natürlich das Laufen an Wänden fordern etwas Geschick am Controller, sind aber schnell zu erlernen und benötigen später nur noch der Betätigung im richtigen Augenblick. Sollte dabei mal etwas schief laufen und ihr fallt in eine Schlucht oder werdet von der schleimigen schwarzen Masse, die sich überall befindet, verschluckt, dann ist Elika sofort zur Stelle, rettet euch und setzt euch an einem vorherigen Punkt wieder ab, sodass ihr euer Glück sofort noch einmal probieren könnt.

Elika könnte man generell auch als die Lebensversicherung des Prinzen bezeichnen, denn nicht nur vor Sprüngen in den Tod bewahrt sie euch, auch im Kampf steht sie tapfer an eurer Seite. Kämpfe an sich kommen in 'Prince Of Persia' viel weniger vor, als noch bei der 'Sands Of Time' Serie. In jedem Abschnitt trefft ihr auf 3-4 kleinere Gegner, die auftauchen, sobald ihr an bestimmte Stellen kommt, leider wird man von ihrem Kommen nicht überrascht, da man die Punkte ersten schon erahnen kann und es zweitens ein bisschen dauert, bevor aus einer rauchähnlichen Substanz endlich ein Bösewicht hervor steigt. Wenn man schnell genug ist kann man durch einen Schlag mit dem Schwert das Ganze schon beenden, bevor es überhaupt anfängt und selbst wenn man es nicht schafft und sich ein Fight entwickelt, stellt dieser kein all zu großes Hindernis dar. Bis auf Verteidigen im rechten Augenblick und eintöniges Eindreschen auf den Kontrahenten müsst ihr nicht viel machen, da man Elika und ihre magischen Kräfte noch mit einbeziehen kann, kommt glücklicherweise noch etwas Action mit dazu. Habt ihr es nun bis zur Arena des Endgegners der jeweiligen Area geschafft, wartet auch dieser darauf, von euch besiegt zu werden. Diese Widersacher haben doch gleich ein ganz anderes Format. Wesentlich anspruchsvoller im Kampf, aber auch von der Persönlichkeit her zumeist so gut gemacht, dass man sofort eine Hassbeziehung aufbaut und motiviert zur Sache geht. Besonders 'Der Alchemist' wird sich beim Spieler alles andere als beliebt machen und man ist froh, wenn man ihn endlich zur Strecke gebracht hat. Ist dies der Fall, setzt Elika ihren Zauber ein, der den durchquerten Abschnitt von der Dunkelheit befreit und ihm wieder Leben einhaucht, so wie es früher war. Gleichzeitig bilden sich überall die sogenannten 'Lichtkeime', genau auf dem Weg, den ihr hergekommen seid. Da ihr sie einsammeln müsst, um euch damit neue Kräfte zu verdienen, seid ihr quasi gezwungen, das komplette Level noch einmal zu bestreiten, allerdings ohne Gegner oder irgendwelche andere Hürden, das wird doch schnell nervig und auch langweilig, da ohne die Schergen der Dunkelheit absolut nichts mehr los ist im Land.

Warum das alles? Die 'Lichtkeime' ermöglichen es euch am Ausgangspunkt, dem angesprochenen Tempel, neue Kräfte zu erlangen, die unbedingt notwendig sind, um in bestimmten Levels über verschiedene Energiefelder, die spektakuläre Sprünge ermöglichen, voran zu kommen. Insgesamt gibt es vier dieser Kräfte, einzeln werden sie in unterschiedlichen Levels benötigt, nur mit allen könnt ihr das Game komplett durchspielen. Soweit so gut. Nun aber zur großen Kritik an 'Prince Of Persia', die der tollen Grafik und den atemberaubenden Fähigkeiten des Prinzen einen doch sehr faden Beigeschmack geben. Ein Punkt wäre die Story, die sich während des Spiels so gut wie nicht verändert. Ihr wisst von Anfang an worum es geht, erlebt also keine Wendungen oder neuen Dinge. Problematisch wird es nun, da sich auch der Ablauf des Befreien der Welt von Dunkelheit ständig wiederholt. Jedes Mal aufs Neue heißt es springen, klettern, den ein oder anderen Gegner besiegen, Bosskampf gewinnen und zu guter Letzt das ätzende 'Lichtkeim'-Aufsammeln ' und das gefühlte hundert Mal in Folge! Es ist schon fast dreist von den Entwicklern, den Spieler immer wieder das Selbe machen zu lassen, irgendwann gibt es einfach keine Herausforderung mehr, sobald man verstanden hat, wie man problemlos voran kommt, einzig die Motivation auf das Ende der Story hält einen dabei noch einigermaßen bei Laune. Hat man nun endlich alles soweit geschafft, darf man sich auf tolle Action zum Schluss freuen, die das Ganze dann doch noch zu einem einigermaßen versöhnlichen Ende kommen lässt, mehr wird an dieser Stelle jedoch nicht verraten'

'Prince Of Persia' wird in keiner Weise den Erwartungen gerecht, lediglich die Bewegungen des Prinzen erinnern noch an die glorreichen Vorgänger. Schwache Story, eintöniger Spielverlauf und zu wenig spielerischer Anspruch lassen das Game fast zum Flop werden, die positiven Aspekte retten es jedoch gerade noch so. Insgesamt ist 'Prince Of Persia' wohl eher für ein jüngeres Publikum zu empfehlen, oder eben Fanatikern der Serie, für die es auch noch einen Epilog zum Download gibt, der die Story noch ein wenig fortführt und dann komplett abschließt. Bei günstigem Preis sicher keine Fehlinvestition, aber leider auch nicht der Spitzentitel, der möglich gewesen wäre.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen LAAAANGWEILIG, 21. Oktober 2010
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Prince of Persia (Videospiel)
Das Spiel ist am Anfang interessant, die Story auch, aber nach 3 Spielstunden ist es immer das gleiche:
-Gebiet suchen
-Gegner suchen
-Gegner fangen
-Gegner in langweiligem Kampf besiegen
Man tritt mehrmals gegen die gleichen Gegner an und Rätsel gibt es so gut wie keine.
Die Grafik ist Gut, die Story auch, aber das Spiel an sich ist einfach nur ÖDE
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wow, sieht das gut aus.., 23. Dezember 2008
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Prince of Persia (Videospiel)
..das waren meine ersten Gedanken, als ich dieses Kunstwerk gesehen habe! Wer sich nur ansatzweise für dieses liebevolle und außergewöhnliche Gamedesign begeistern kann, der sollte zugreifen. Neben den vielen anderen Top-Titeln der letzten Monate ist das neue Prince of Persia ebenfalls ein wahrer Edelstein! Bei dieser Umsetzung stimmt (fast) alles. Lediglich das sich irgendwann wiederholende gameplay trübt den osmanischen Hüpfspass (das Assassins Creed Syndrom). Den auffällig leichten Schwierigkeitsgrad empfand ich mal als ganz angenehm. Fazit: Wer diesem -jump n run- ein paar Schwächen verzeihen kann, der wird mit ca. 10 Stunden sehr guter, humorvoller und optisch beeindruckender Unterhaltung belohnt! Da sich der Gewaltgrad auch sehr in Grenzen hält, ist es auch wirklich mal für Kids geeignet..
Ich freue mich auf die Fortsetzung!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Märchen wie aus 1000 und einer Nacht., 5. Oktober 2012
Von 
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Prince of Persia (Videospiel)
Ein Königreich für einen Esel

"Farah! Faraaah...!" Wenn der namenlose Prinz zu anfangs rufend durch die Wüste streift, könnte man denken, er ist auf der Suche nach seiner Geliebten (bekannt aus den Vorgängern). Aber nein, wie sich kurz darauf herausstellt, sucht er lediglich seinen, voll mit Gold bepackten, Esel. Hier zeigt sich zum ersten mal der Humor des Spiels, welcher nicht zuletzt durch den Prinzen selbst getragen wird. Auch die, bis auf wenige Ausnahmen, deutsche Synchro (der Hauptheld wird von der dt. Synchromstimme des verstorbenen Heath Ledger gesprochen) kann sich hören lassen.

Der Baum des Lichts

Statt seinen Esel, trifft der Prinz auf Elika. Vielmehr fällt sie, von Wachen verfolgt, auf ihn. Die Story? Der böse Gott Ahriman, gefangen in einem Tempel und einst gebannt durch einen mysteriösen Baum, ist durch den König des Landes freigekommen und taucht nun die Welt in Dunkelheit. Jetzt ist es an euch, die 20 fruchtbaren Gebiete zu befreien um so die Gottheit wieder dorthin zurückzuschicken, wo sie hergekommen ist. Den Tempel als Augangsort, gibt es also 4 verschiedene Locations mit jeweils 4 Level. Nachdem ihr die Regionen befreit habt, könnt ihr jederzeit per Karte zwischen ihnen switchen, trotzdem sind alle Orte ohne Ladezeiten frei begehbar, Open-World also. Die letzten 4 Gebiete sind den Bossen vorbehalten, aber dazu später mehr.

Wie aus dem Bilderbuch

Angefangen vom Design des Hauptmenüs, über die orchestralische Untermalung bis hin zur Spielwelt selbst, wirkt einfach alles wie aus einem Guss. Es scheint, als wurden die Artworks 100%ig auch so ins Spiel übernommen. Der Mix aus Cel-Shading und Comic-Grafik sieht einfach wunderschön aus und läuft noch dazu angenehm flüssig. Oft musste ich beim Spielen an Okami oder Ico denken, ein gutes Zeichen also.

Akrobatik für Jederman

Das der Schwierigkeitsgrad sehr einfach gehalten ist, wurde ja schon oft geschrieben. Mich hat's allerdings nicht gestört, im Gegenteil. Es macht einfach unheimlich Spass, mal völlig unbeschwert durch die Gegend zu fliegen und zu denken - WTF, das will ich auch können! Aber auch wenn das Spiel eher in Richtung casual geht, ist die Lernkurve (sehr angenehm) schon vorhanden, ein paar knifflige Stellen gibt es also auch. Was noch gesagt werden muss - Ihr könnt nicht sterben. Kurz bevor ihr das Zeitliche segnet, packt euch Elika am Arm und setzt euch stylisch am letzten Rücksetzpunkt (letzter fester Bodenkontakt) ab. Für Profis gibt es hier übrigens einen Erfolg, wenn ihr nicht über 100 mal Elika's Rettungsaktion in Anspruch nehmt. Hab davon leider erst zu spät gelesen.

Kämpfe gibt's auch?

Türlich. In unregelmässigen Abständen zückt der Prinz sein Schwert gegen Standard-Gegner und die weiter oben erwähnten Bosse. Leider empfand ich die Fights mit der Zeit eher nervig als motivierend. Jeden der vier Obermotz-Dämonen müsst ihr 5mal bekämpfen, nicht gerade kreativ. Dabei stehen euch jede Menge (um die 60) Kombos zur Verfühgung, die, zu langen Ketten aneinanderzureihen, gelernt sein will.

Kurz und knackig

Leider ist der Spass bereits nach 8-12 Stunden vorbei. Das Einsammeln von 1001 Lichtkeimen klingt zwar mehr nach Zeitstreckerei, trotzdem macht es - zummindest mir - Spass, nochmal die befreiten Gebiete danach abzusuchen. Insgesamt also ein Abenteuer, das man nicht so schnell vergisst.

Fazit:

+ offene Level-Auswahl mit weitläufigen Locations
+ orientalische Bildbuchkulissen
+ halsbrecherische Akrobatik
+ Prinz mit klasse Synchro

- bis auf die 4 erlernbaren Kräfte kein Upgraden der Waffen oder Fähigkeiten möglich
- teils langwierige Kämpfe
- Story etwas unlogisch
- zu wenig Rätsel

Passend zur Weihnachtszeit, ein Märchen wie aus tausend und einer Nacht. Der Prinz lebt und bekommt von mir - 85%
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Prince of Persia
Prince of Persia von Ubisoft (Xbox 360)
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