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am 30. Januar 2009
Rezension eines Hobbyfotografen

Einsatzgebiet: Portrait, Konzert, Landschaft

Hallo,

ich möchte nicht nochmal alle Vor und Nachteile der Kamera aufzählen, wurde ja bereits ausgiebig diskutiert.
Dennöch möchte ich sagen, dass diese Kamera für unter 1000 Euro meiner Meinung nach zurzeit das Beste auf dem Markt ist! Ich hatte mehrere Kameras zuvor im Einsatz, zuerst Kompaktkameras (Canon IXUS 50 und 80) später Nikon D40, Nikon D300 und Canon EOS 40D.

Als "Amateur" Fotograf und ohne irgendwelche speziellen Labortests kann ich sagen, dass die Bildqualität locker an die der D300 rankommt. Bei meinem Einsatzgebiet sehe ich keinen besonderen Unterschied, vor allem nicht bei Zoom-Objektiven, leider kann ich das mit Festbrennweiten nicht beurteilen, da ich die D300 nur kurze Zeit hatte, und nur mit Zoom-Objektiven.
Aber ich sehe wirklich keinen Unterschied in der Qualität, ich sage lieber nichts zu dem Sensor, da das schon des öfteren hier Diskutiert wurde, ob das der Selbe ist wie in der D300 oder nicht. ;-)

Mit der Bedienung komme ich VIEL besser zurecht, als mit der Canon 40D, das mag vielleicht daran liegen, dass ich Nikon gewohnt bin. Bei der D90 sitzt alles perfekt und ist gut platziert, man kann blind Bedienen, was natürlich wichtig ist beim Sucherblick.

Das Gehäuse macht einen stabilen Eindruck, hat ca. die Maße der D80. Sie ist natürlich kleiner als die D300 und leichter, was für mich auch ein Grund war, auf die D90 "runter" zu schrauben.
Ein weiterer Grund war einfach der Preis, 400 Euro bei "gleicher" Bildqualität ist schon ein Argument.

Im nachhinein (habe die Kamera jetzt ca. 6 Wochen) hab ich den Kauf nicht bereut, im Gegenteil, ich bin froh, das Geld für eine Profikamera gespart zu haben, und gebe dieses lieber für weitere Objektive aus.

Ich fotografiere hauptsächlich mit dem 50mm 1,8 Objektiv von Nikon, was einfach ein MUSS für jeden Nikkorianer ist! Super Qualität, super Lichtstärke für den Preis.
Sonst besitze ich immoment noch das Standardobjektiv 18-105mm VR, was im Vergleich zum 16-85mm VR in der Bildquali nicht viel schlechter ist, eventuell die Tonnenförmige Verzerrung, aber das ist akzeptabel.
Klar, von der Verarbeitung kommt es weit nicht an das 16-85mm VR oder 18-200mm VR ran, aber das stört mich nicht, vor allem nicht bei dem Preis.

In nächster Zeit werde ich mir noch ein Macroobjektiv und ein Telezoom leisten, um meine Wunsch-Bereiche abgedeckt zu haben.

Noch eins zur Videofunktion: Ohne Stativ kann man die Funktion eigentlich völlig vergessen, da der Sensor einfach nicht dafür gebaut ist, es gibt Schlieren, dass man oft gar nichts mehr erkennt bei kleinsten Verwacklungen, AF geht sowieso nicht, aber das ist für mich völlig unrelevant, da ich mir die Kamera zum Fotografieren und nicht zum Filmen gekauft habe.

Wie gesagt, die Kamera ist jeden Cent wert, ich würde sie mir sofort wieder kaufen.
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Es war für mich ein unendlicher innerer Kampf - die Entscheidung zwischen Canon und Nikon! Meine früheren Fotoerfahrungen liegen Jahre zurück, damals hat man grundsätzlich alles per Hand geregelt - heute in Zeitalter der digitalen Fotografie sieht die Welt ganz anders aus.

Die Entscheidung zwischen Canon und Nikon ist auch immer eine Systementscheidung. Die Wahl zwischen "Mercedes" und "BMW" zwischen "Pest" und "Cholera". Es gibt heftige Verfechter auf beiden Seiten, sogenannte "Canonisten" und "Nikonianer". Mancher Streit driftet schon in`s Absurde ab. Ich möchte eigentlich zu niemanden gehören, einfach nur gute Bilder schießen!

Nach zahllosen Recherchen standen zur Auswahl: Canon EOS 50 D und Nikon D 90! Grundsätzlich ist die Canon 50 D schon ein Profimodell, jedoch sind beide Kameras derzeit zum fast gleichen Preis zu bekommen. Die D 90 wildert als ausgereifte Consumerkamera bereits im Profilager. Bliebe man im selben Segment, müsste man sich als Gegner eher die Canon EOS 500 oder 550 D ansehen. Ich möchte aber für mein Geld das Beste erhalten.

Canon EOS 50 D - ein wirklich klasse Gehäuse (fast baugleich wie die Canon 7D) aus einer Magnesium Legierung, super Haptik und für große Hände sehr griffig! Das Gehäuse der Canon kriegt 5 Sterne. Die Tests der Zeitschriften und User sind gut bis sehr gut. Sucherbild - entgegen allen Unkerufen hell und groß. Menueführung mehr als übersichtlich, klasse Monitor etc.. eine Top Kamera! Dennoch wurde es eine Nikon, warum?

Hier der Versuch einer Beschreibung und Einschätzung der Fotoleistung:

Es gab für mich folgende wichtige Auswahlkriterien:

- Bildqualität
- Nachträgliche Bildbearbeitungsmöglichkeiten in der Kamera
- Variabilität (Objektive etc.)
- Benutzerfreundlichkeit + Alltagstauglichkeit
- Haptik im Allgemeinen

Alles subjektive Kriterien, logisch. Canon bietet Gleiches, teils auch Besseres aber anders. Letztendlich ist es auch immer eine Bauchentscheidung. Zudem gab es ein Argument, was sicherlich mit den Tick zu Nikon gab, nämlich ein echt guter Kumpel -Fotojournalist- benutzt ausschließlich Nikon, dies seit gut 20 Jahren, das täglich - ohne Probleme! Kamera tausend mal raus und rein in die Tasche, Objektive mehrmals am Tag gewechselt, Hitze, Staub, Nässe...Das hat mich persönlich überzeugt. Die Teile sehen zwar benutzt aus, aber arbeiten wie am ersten Tag - Qualität vom Profi für Profis - so was wollte ich auch haben. Leider kenne ich keinen Journalist mit einer Canonausrüstung persönlich - so konnte ich diesen Punkt nicht vergleichen. Aber Canon ist in der Pressewelt eine gleichgroße, wenn nicht sogar größere Nummer im Geschäft.

Was hat die Canon 50 D nicht? Ein gutes kamerainternes Bildbearbeitungsprogramm, denn ich habe nicht Lust wirklich jedes Foto erst am PC nachzuarbeiten. Was sicherlich nicht immer nötig ist, aber bei Schnappschüssen kann der Farbwert etc. schon mal daneben liegen und muss korrigiert werden. Nicht erst am heimischen Rechner, nein sofort, in der Kamera. Dazu später mehr. Profis sehen das natürlich anders und arbeiten grundsätzlich vieles am Rechner nach. Die D90 hat das alles und noch viel mehr!

Im Einzelnen:

Bildqualität: 5 Sterne +

Mit einem Wort grandios (je nach Objektiv)! Der visuelle Eindruck: knackscharf, farb- und kontrastreich. Mit solch einer Abbildungsleistung habe ich wahrlich nicht gerechnet.
Das Bildrauschen ist auch bei sehr hohen ISO-Werten sensationell niedrig. Selbst im Schummerlicht gelingen noch recht scharfe und farbenfrohe Bilder und das alles ohne Blitz. Ganz so wie es die zahlreichen Testberichte in den Zeitschriften vorhergesagt haben. Mit Blitz werden trotz des kleinen kamerainternen Lichtspenders sehr gut ausgeleuchtete und ebenfalls knackscharfe Fotos erstellt. Bei größeren Räumen etc. benötigt man selbstverständlich ein Zusatzblitzgerät.
Der Weißabgleich (automatisch) arbeitet zufrieden stellend, man kann aber zahlreiche individuelle Einstellungen in diesem Bereich vornehmen und sogar die Farbtemperatur verändern.

Bei den Rauschwerten geht nämlich die 50 D recht früh in die Knie. Der Vorteil für Nikon ist auf die etwas größere Pixelgröße zurückzuführen. Selbst die topaktuelle Canon 550 D mit 18 Mio Pixel schafft es, laut neuester Fachzeitschrift "FotoColor" (Ausgabe 04.2010), in punkto Bildqualität nicht, die D 90 vom Thron zu stoßen. Für Leute, die sehr viel mit Zusatzblitzgeräten arbeiten ist dieser Umstand aber vernachlässigbar. Im ISO 200er Bereich schenken sich Nikon und Canon nämlich nichts.
Grundsätzlich kann man aber sagen, dass die D 90 in allen ISO-Bereichen in Sachen Farbneutralität und Rauschen, der 50 D deutlich überlegen ist. Dagegen ist die Canon aber schneller, dazu gleich mehr.
Das Plus in meiner Sterneskala hat sich die D 90 redlich verdient - sie zeigt selbst neuesten Kameragenerationen aus dem Hause Canon (Canon 550 D, Canon 7D und Canon 50 D) in Sachen Bildqualität, wo der Hammer hängt. Meine ersten eigenen Aufnahmen sind einfach nur "Klasse" geworden.

Benutzerfreundlichkeit: 4 Sterne

Die Benutzer- Menueführung ist anders als bei Canon. Anfangs bin ich fast verzweifelt, wollte das Teil schon wieder einsenden, aber mit etwas Geduld hat sich auch mir das Bedienkonzept erschlossen, auf das "Nikonianer" so schwören. Mittlerweile finde ich es sogar logisch aufgebaut, man kann fast blind und intuitiv arbeiten. Beispiel gefällig?

Die Einstellräder (Blende + Belichtungszeit) befinden sich rechts am Handgriff. Mit Daumen und Zeigefinger kann man intuitiv alles verstellen, das gelingt super schnell und problemlos. Verfechter des Einstellrades - wie bei Canon müssen den Daumen etwas mehr verbiegen. Hat aber auch Vorteile in anderer Hinsicht. Die Funktionstaste an der Gehäusefront mit dem "Autofokusmessfeldauswahlmodus" belegt und schon kann man im Verbund mit eines der Einstellrädchen die einzelne Messfelder des Autofokus rasend schnell und problemlos anwählen.

Die Inbetriebnahme ein Traum: Rechte Hand an die Kamera - Wahlhebel am Auslöseknopf gedreht und sofort (nicht mal 1 sec Anschaltzeit) losknipsen! Sprich im Alltag: Rechte Hand in die Fototasche, Kamera greifen, mit demselben Griff anschalten und Auslöser betätigen. Die linke Hand kann der Weil schon mal das nächste Objektiv rauskramen.

Neben RAW Dateien kann man auch JPEG Dateien oder wenn man Lust hat beides gleichzeitig in verschiedenen Qualitätsstufen abspeichern. Leider besitzen die RAW Dateien nur 12-Bit Konvertierung. Canon bietet noch eine zusätzliche Größen-Abstufung der RAW-Dateien an.

Was zu erwähnen wäre, ist das Active D-Lighting, damit gelingen ohne Nachbearbeitung (statt D-Lighting im Bildbearbeitungsporgramm) kontraststarke Bilder (Aufhellungen in den Schattenbereichen) - großes Kino - sage ich nur. Ich nutze es leidlich!

Mit der Automatikfunktion gelingen zu 98 % fast immer sehr scharfe und kontrastreiche Bilder - wenn es mal schnell gehen muss und keine Zeit für eigene Einstellungen bleibt.

Was ich etwas vermisse ist eine "leise Auslösung" wie es die 50 D von Canon bzw. die Nikon D300s bietet, das hat große Vorteile in der Tierfotografie, na ja die "Eierlegendewollmichsau" gibt es eben nicht, schon gar nicht für diesen Preis.

Dafür besitzt die D 90 zur besseren Bildausrichtung ein einblendbares Gitternetz im Sucher, das bietet die 50 D nicht.

Die Videosektion nutze ich gar nicht, dafür habe ich einen Videocamcorder, Basta! Die 50 D bringt erst gar keine solche Funktion mit - Zielrichtung klar: der Semiprofi.

Thema Serienbildgeschwindigkeit, fast immer ein Steckenpferd der Canons. Diese Zeiten sind aber vorbei. Die D 90 bietet mit serienmäßigen 4,5 Bildern/sec noch ein gutes Ergebnis. Sofern man sich eine SanDisk Extreme III Karte mit 30 MB/sec Schreibgeschwindigkeit gönnt, steigt diese über die Herstellerangaben auf recht sportliche 5,5 Bilder/sec. Die 50 D von Canon legt mit ihren 6,2 Bilder/sec aber ein rasantes Tempo vor, was die D 90 in der Summe nicht erreicht. Aber jeder sollte überlegen, ob es darauf ankommt? Für den Amateurbereich sind beides Topwerte und fast jede sportliche Situation lässt sich damit gut einfangen. Insofern stört mich auch die geringere Verschlusszeit der D90 mit 1/4000sec gegenüber der Canon mit 1/8000sec wenig. Zumal vor nicht all zu langer Zeit im analogen Bereich 1/3000sec und mehr als Sensation galten, oder haben etwa unsere Vorväter schlechte Sportaufnahmen gezeigt?

Der Autofokus der Nikon greift - je nach Einstellung - auf bis zu 11 Meßfelder zurück und arbeitet entsprechend des verwendeten Objektives schnell und sicher. Die D90 bietet ihrem User auch ein 3D-Tracking-Modus im Autofokusbetrieb an, so dass bei schnell bewegten Zielen, die Schärfe automatisch nachgeführt wird. Von daher gelingen auch Sportaufnahmen vorzüglich. Allenfalls im LiveView-Modus läßt er sich deutlich mehr Zeit, besitzt aber eine Gesichtserkennung (bis zu 5 Gesichter). Ich selbst bin ein "Sucher-Kind" und ich glaube auch nicht, das jemand die D90 mit großem Objektiv lange mit seinen Armen von sich streckt, um den LiveView zu benutzen. Die Nikon hat schon ordentlich Gewicht. Ich benutze LiveView max. auf dem Stativ. Insoweit stört mich der langsame Autofokus im LiveView Betrieb nicht.

Grundsätzlich bietet daher die D 90 auch dem Sportfotografen ein recht ordentliches Arbeitsgerät.

Gehäuse - Haptik: 3 Sterne

Viel Polycarbonat umgarnt den Kunden aber zumindest ein kleiner Metallkern (Aluminiumlegierung) mit Metallbajonett. Canon 50 D bietet schon ein Gehäuse aus Magnesiumlegierung, wer so was im Nikonlager sucht muss schon zur erheblich teureren D300s greifen. Deren Gegner ist dann aber schon die Canon 7D. Zudem ist die D 90 etwas kleiner und leichter als die Canon 50 D, was für mich mit meinen großen Grabschen schon ein Problem darstellt. Der Griff ist schmal und der Auslöseknopf sehr an den Rand gerückt. Kleinere Hände werden wiederum die Canon für zu "Big" halten und mit der Nikon besser zu Recht kommen. Die Damen unter den Fotoenthusiasten werden es aber sicher mögen. Um die mangelnde Griffgröße, die noch akzeptabel war, auszugleichen, habe ich den optionalen Handgriff MB-D80 angeschraubt. Zusammen ist das Handling auch für große Hände recht ordentlich.
Zudem wurde ein echtes Glasprisma und kein verspiegeltes Plastik-Dachkantenprisma verbaut. Das Sucherbild ist hell und klar, aber besitzt nur 96% des Bildausschnittes - ganz ähnlich die 50 D.

Verarbeitung und Finish: 5 Sterne

Die D 90 ist trotz allem sehr solide verarbeitet aber nicht so tresorartig und schon gar nicht abgedichtet wie die Canon 50 D. Dennoch, alles passt und hat keine Luft, keine Gehäusespalten etc. etc. Die Gummierung ist sehr sauber aufgebracht, das Plastikgehäuse wurde in der Summe wie ein großes Metallgehäuse verarbeitet. Lediglich der Gehäuseblitz könnte im zugeklappten Zustand noch etwas enger anliegen. Die D 90 wirkt in der Tat solide und wertig. Wenn man es nicht genau wüsste, könnte man meinen einen Metallkorpus in den Händen zu halten. Überhaupt punkten Nikon Kameras mit einer Traumverarbeitung.

Bildbearbeitungsfunktionen: 5 Sterne

Die D90 bietet seinem User zahlreiche manuelle Korrekturmöglichkeiten, wie etwa das bereits erwähnte D-Lighting, verschiedene Filter, Rote-Augen-Korrektur (welche sehr wirkungsvoll und natürlich arbeitet), RAW in JPEG Konvertierung (mit allen Möglichkeiten der Bildbearbeitung), Vignettierungskorrektur, Horizontbegradigungen etc, etc. Das alles ohne PC! Wenn das Bild bearbeitet wurde, wird neben dem Original die geänderte Version abgespeichert. So geht nichts verloren und man kann, wenn man möchte am PC noch mal alles nachbearbeiten - aber die Ergebnisse sind meisten so gut, dass es diesen Aufwandes nicht bedarf. Das war für mich das "Totschlagargument" gegen die 50 D von Canon. Wer sehr schnell gut verarbeitete Aufnahmen zu Papier bringen möchte ist mit der D 90 sehr gut beraten. Ich bin Amateur und kein Profi, der stundenlang vor dem PC abhängen möchte. Hätte die 50D Ähnliches ich hätte wohl nicht zur D90 gegriffen, so viel steht fest. Zudem halte ich die in der 50 D fehlende kamerainterne RAW in JPEG Konvertierung für ein Manko. Letztlich sind aber auch die RAW Bilder der D 90 für tolle Ergebnisse am heimischen PC verantwortlich und somit schon profitauglich.

Weiterhin bietet die D90 ein so genanntes PictureControl System, sprich auf 9 separaten Plätzen kann man ganz individuelle Bildparameter für Aufnahmen abspeichern und diese via Speicherkarte sogar auf den PC oder in andere Nikons übertragen! Die Anwahl dieser individualen Parameter kann im Menü oder über den Monitor mit der Infotaste leicht erfolgen. So was in der Art hat die Canon auch, aber ohne Übertragungsfunktion. Dagegen besitzt die Canon drei zuvor definierbare Benutzereinstellungen (Belichtung, Zeit etc.), am Programmdrehrad anwählbar, was wiederum der D 90 fehlt - alles kann man eben nicht haben.

Dafür bietet Nikon eine sehr intelligente Blitzsteuerung, wobei der Gehäuseblitz als Masterblitz eingesetzt werden kann. Diese Masterfunktion gibt es bei dem Canon 50 D Gehäuseblitz gar nicht. Canon geht dabei einen anderen Weg, der nur über teures Zubehör realisiert werden kann.

Überhaupt kann man fast alle Funktionen an der D90 individualisieren. Wenn alles "doof" läuft, einfach die Reset-Tasten-Kombination drücken und schon hat man wieder den Werkszustand!

Alltagstauglichkeit (Akkulaufzeiten): 5 Sterne

Wie gesagt, erstmal dran gewöhnt, kann man die D90 schnell und intuitiv bedienen. Besonders erwähnenswert die Akkulaufleistung, diese ist sensationell, dank kamerainterner Energiesparmaßnahmen. So sind mit einem einzigen Nikon EN--EL3e Beipack-Akku sagenhafte 1850 Bilder drin, mit teilweisem Blitzeinsatz immerhin noch 1250! Bei der EOS 50 D sieht das ganz anders aus. Ohne Blitz noch stolze 1200 Bilder mit Blitz nur noch 770.
Bei LiveView wird es noch krasser, Nikon schafft mit Blitz so um die 200 Aufnahmen, Canon knickt bei nicht mal 140 Aufnahmen ein (nachzulesen bei [...] Ich konnte diese Werte im Alltag nachvollziehen.

Mit Batterriepack MB-D80 (passend für 2x EN-EL3e)erhöht sich diese Laufleistung noch erheblich. So habe ich mit unterschiedlichsten Aufnahmetypen (viele Blitzaufnahmen + einige LiveView Bilder) beachtliche 1967 Fotos (Bildzähler in Kamera) gemacht, bevor beide Akku`s die Segel strichen! Vorteil, der Batteriegriff greift auf jeden einzelnen Akku separat zu, so dass man auch nur mit einem EN-EL3e die Nikon "fahren" kann, während der andere geladen wird. Das bedeutet im Urlaub nur selten bis gar nicht den Akku nachzuladen, oder etwa Ersatzbatterien rumzuschleppen - SUPER! Wer einmal im teuren Übersee-Urlaub gute Schnappschüsse wegen leerer Akkus verpasst hatte, und weit und breit weder Steckdose noch Wegwerfakkus aufzutreiben waren, weiß diese Energieversicherung sehr zu schätzen.
Wer normale R 6 Akkus verwenden möchte - mit dem MB-D 80 kein Problem, ein entsprechender Adapterkäfig ist beigefügt. Ich empfehle aber die Nikon eigenen Energieblöcke.

Mitgelieferte Objektive: 3,5 Sterne

Das kleine Zoom DX 18 - 105 VR mm ist ein Traum aus "Hartplastik" mit billigem Kunststoffbajonett. Bin mal gespannt wie lange es durchhält. Eigentlich für mich ein No-Go, aber Nikon gibt immerhin 2 Jahre Garantie. Die optische Leistung ist aber mehr als ausreichend, die Verzeichnung hält sich jeh nach Blende in Grenzen, am ausgeprägtesten ist diese im 18 mm Weitwinkelbereich. Auch Farbsäume konnte ich, selbst bei großen Bildvergrößerungen, fast keine ausmachen - toll soweit. Problematisch ist dagegen die Nahfokussierungsgrenze von 45 cm, das stört teilweise schon. Ein vernünftiges Reisezoom sozusagen. Somit bekommt es gute 3 Sterne. Wäre es aus Metall könnte man auch guten Gewissens 4 Sterne vergeben.

Das große Zoom AF-S 70 - 300 mm VR ist da von ganz anderem Schrot und Korn. Gute Haptik, Metallausführung und sehr ordentliche optische Leistungen. Die Aufnahmen werden noch einen Zacken schärfer als beim kleinen Zoom und auch der Ultraschallmotor arbeitet geräuschärmer. Die Vignettierung ist im unteren und oberen Drittel ausgeprägter, aber typisch für ein Superzoom dieser Klasse. Bei 300 mm fährt es leider gehörig aus, es verdoppelt fast seine Baulänge, von daher etwas Vorsicht walten lassen. Gute 4 Sterne dafür.

Ein 5 Sterne Objektiv kann man in diesem Set aber ehrlicherweise nicht erwarten.

Beide Objektive besitzen einen integrierten Bildstabilisator (der sehr gut in der Praxis funktioniert) und Ultraschallmotoren, was den Autofokus sehr leise arbeiten lässt. Beide Optiken können je nach fotografischem Können extrem detailreiche und sehr scharfe Bilder produzieren, in der Summe somit die besagten 3,5 Sterne.

Preisleistung: 4 Sterne

Ich habe das große Set gekauft. 2 Objektive (incl. Gegenlichtblenden + Body + diverse Kabel, Schnellladegerät + Handbuch + Software + Objektivbeutel) Hier bei Amazon bei unter 1.300 , das ist noch gerade so ok, aber ich habe auch schon günstigere Angebote gesehen - so um die 1150 €.

End Fazit: 4,3 Sterne

Im Ergebnis kann man sagen, ein ordentliches Gehäuse, sehr sauber verarbeitet, jedoch mehr Plastik als Metall und von der Haptik mit der Canon 50 D leider nicht vergleichbar. (Jedoch ist die D 90 in der Gehäusequalität der neuen EOS 550 D deutlich überlegen. Mit dem optionalem Zusatzhandgriff aber in der Summe ganz ok. Die Bildqualität ist wirklich fantastisch, das Rauschverhalten in allen ISO Bereichen sensationell niedrig. Die Schärfe und der Detailreichtum der Aufnahmen, auch bei hohen ISO Werten, haben mich vollends überzeugt. Die tollen Bildnachbearbeitungsmöglichkeiten in der Kamera runden die positive Gesamteinschätzung ab und sind der eigentliche Knaller neben der grandiosen Fotoleistung. Enorme Akkulaufzeiten versüßen zudem den langen Fotoausflug.

Ob ich die D90 auf Dauer in mein Herz schließen werde, wird die Zeit zeigen. Allen Interessenten kann ich den Kauf insoweit guten Gewissens empfehlen. Mehr braucht man nicht, es sei dann man ist Profifotograf. Dieser würde aber eher zur D300s, D700 oder neuen D3s greifen (letztere besticht durch eine Fotoleistung, die derzeit in ihrem Preissegment unerreicht ist). Gute 4 Sterne für die Nikon D 90 als semiprofessionelle Kamera. Dennoch auch die Canon 50 D ist ein klasse Gerät. Wer lieber bzw. grundsätzlich am PC nachbearbeitet sollte (beim gleichen Preis) eher zur Canon 50 D greifen, deren Fotoleistung ist grundsätzlich gleichwertig, vorausgesetzt, man arbeitet mehr mit dem Blitz, denn das Gehäuse ist ein absolutes Gedicht - meine ganz persönliche Meinung.
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am 18. Juni 2012
Leute, ich gebe zu, das wird eine Rezension, die die Welt eigentlich nicht braucht, denn zu dieser Kamera ist bereits alles gesagt.

Es werden nun bald schon vier Jahre, als ich eines der ersten bei uns erhältlichen Exemplare in den Händen hielt, ganz stolzer Papa.
Es wäre auch nicht richtig zu sagen: Ich liebe diese Kamera wie am ersten Tag, denn ich liebe sie nach all den Jahren noch mehr.

Am ersten Tag habe ich mich nämlich ordentlich darüber aufgeregt, dass die so viel beworbene Videofunktion mehr oder weniger unbrauchbar ist, steht ebenfalls zigfach in diesem Forum. Damit meine ich nicht nur die theoretisch notwendige Dreihandbedienung wegen des fehlenden Autofokus, sondern das Ruckeln, das auf für mich unakzeptablem Niveau abläuft und spätere Modelle - nicht nur von Nikon - deutlich besser können.
Nur, das wusste damals noch keiner, daher ich zurück zum Händler und die Kamera zuerst in der lokalen Nikon Werkstatt untersucht, dann in der Europazentrale - ich glaub in Düsseldorf, dann nach gefühlten Monaten wieder zurück, weil alles in Ordnung, Videofunktion halt sch.....

Mittlerweile ist genug Zeit vergangen, die Wunden sind geheilt, die (nicht)Existenz der Videofunktion verdränge ich jetzt, ich habe mir schon überlegt, den Knopf zu überkleben :-))

In dieser Zeit, habe ich die Kamera als großartigen und verlässlichen Fotopartner kennengelernt, mir eine Menge Zubehör angeschafft und viele, viele Fotos gemacht mit minimalster Ausschussquote.

Über die Jahre gab es schon mal Flirts mit der 300, der 300s und der 7000, aber da muß schon etwas deutlich Bahnbrechenderes kommen, um die D90 bei mir abzulösen, Vollformat ist mir nicht zuletzt der Optiken halber zu teuer.

Die highlights:

- ein wirklich toller Sensor, der mit seinen 12 MP den Pixelwahn der Kompaktkameras ad absurdum führt
- tolle Akkuleistung, mit Batteriegriff entsprechend noch besser
- eine enorm gute interne Aufbereitungs software die fast immer zu sehr guten JPG Resultaten führt und die Stunden im "lightroom" drastisch verkürzt.
- mittlerweile ein sensationeller Preis

Die Kombination D90 und Sigma 18-250 mit Stabi ergibt ein sensationelles Reisepaket um nicht mal mehr EUR 1000.-

Ich schraube diese Optik nur mehr selten runter, einerseits ist sie wirklich gut (schreibt mir bitte nicht, dass es viel bessere gibt, weiß ich eh auch), andererseits bügelt die D90 einen Großteil der Fehler wie CAs und Verzeichnungen automatisch weg.

Wer ein bißchen mehr Auflösung will, dem lege ich das tolle und mit unter 200.- sagenhaft billige Nikkor AF-S DX 35mm 1.8G ans Herz, mit dem man sehr gut freistellen kann, auch wenns für Portrait ein bisschen kurz ist.
Grundsätzlich wird man in dem Riesenangebot eigener und fremder Objektive aber kaum eines finden, dass die D90 überfordern würde.

Natürlich geht der Trend in Richtung nutzbare 20, 30 MP, natürlich könnte der Autofokus noch einen Hauch schneller sein, auch eine Abdichtung des Gehäuses a la 7000 wäre wünschenswert, aber - hab ich es schon gesagt - ich liebe meine D90.

Den Punkteabzug gibt es wegen dem Video Mist, weil wenn ich es mir recht überlege, ich habe es eben doch noch nicht gänzlich verziehen!

Grrr.....
33 Kommentare|21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Januar 2012
Ich habe mal als ambitionierter Hobbyfotograf den Fehler gemacht, meine D 90 zu verkaufen, da ich der Ansicht war, eine gute Kompakte bzw. eine Systemkamera, sowie eine Superzoom -Bridge-, könnte ihr das Wasser reichen bzw. diese "ersetzen". Ich wollte auch Gewicht sparen, nicht mehr soviel mitschleppen. Weit gefehlt. Die von mir genannten Cams sind teilweise zwar ganz gut, aber der letzte Pfiff in der Bildqualität fehlt. Diese machen allenfalls als gewichtssparende Zweitkamera für Schnappschüsse eine gute Figur. Nach fast einem Jahr habe ich mir reumütig wieder die Nikon D90 mit dem Kitobjektiv 18-105 VR zugelegt und ich bin wieder begeistert, habe nicht das Gefühl, einen Kompromiss eingegangen zu sein. Wer auf Qualität, sowohl in der Handhabung, als auch in der Bildqualität, steht, sollte, wie ich es vorrübergehend irrtümlich getan habe, keine Kompromisse eingehen und z. B. zur D90 mit dem bereits genannten Kitobjektiv, greifen. Eine absolute Empfehlung von mir.
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am 13. Februar 2011
...das digitale Zeitalter beschert uns täglich Neuerungen und geschickten Marketingstrategen lassen uns gerade bei der Fotografie glauben, dass wenn man dazu gehören möchten unbedingt immer das neueste Model erwerben muss. Nikon geht mit der D90 einen anderen Weg und bietet die Kamera aus dem dem Jahr 2008 immer noch an und wie ich meine aus gutem Grund, die D90 muss sich wahrlich nicht hintern den neueren Modellen verstecken. Ihre Qualitäten wissen auch heute noch zu überzeugen.

Vieles wenn nicht alles ist über die Nikon schon bekannt, daher möchte ich hier nur ganz und gar subjektiv beschreiben warum sie meine Kamera ist und auch noch lange bleibt.

Die Größe ist perfekt - medium sized - gross genug um ihren gehobenen Qualitätsanspruch zu demonstrieren, aber nicht zu gross um schon wieder unhandlich zu werden.
Die Menuführung ist so logisch und gut, dass ich die Bedienungsanleitung quasi noch nie gebraucht habe.
Viele wichtige Funktionen haben einen Direktschalter oder Knopf.
Die Displays sind beide sehr gut und beleuchtet.
Eine riesen Auswahl von Objektiven sind erhältlich und Nikon bleibt schon seit Jahrzehnten seinem Bajonett treu.
Bis ISO 1600 sind die Bilder sehr gut...selbst mit ISO 3200 kann man in den meisten Fällen noch arbeiten.
Die Geschwindigkeit beim AF und in der Serienbildfunktion ist immer noch zeitgemäß.
12 Megapixel sind heute kein Wert mehr der einem vom Hocker reisst, dafür zählt die Gesamtqualität des Sensors immer noch zu den sehr guten.
Die Verarbeitung ist sehr hochwertig.
Das Kitobjektiv 18 - 105 ist für ein Kit wirklich ordentlich und muss nicht direkt getauscht werden, wie dies leider all zu oft der Fall ist.

Und am Ende tut sie das wofür sie gebaut wurde, sie macht sehr gute Bilder, mit echten, natürlichen Farben und sehr guten Hauttönen.

Dafür gibt es von mir auch über zwei Jahren nach dem Erscheinen noch volle 5 Sterne!
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am 19. April 2010
Nach dem ich nun zwei Monate mit der Nikon D90 unterwegs bin, möchte ich nun auch meine Rezension zu dieser Kamera abgeben.

Die Nikon D90 betreibe ich im Moment nur mit dem Objektiv VR18-105. Für dieses Objektiv habe ich jedoch bereits eine getrennte Rezension erstellt und möchte hier nur die Kamera beurteilen.

Die Nikon D90 ist bereits meine dritte DSLR, davor waren es die Pentax K20D und auch ganz kurz die Olympus E-520.

Die D90 liegt mir sehr gut in der Hand und die Verarbeitung finde ich auch gar nicht mal so schlecht. Lediglich der Akkudeckel ist ein wenig klapperig und könnte etwas stabiler sein. Schön finde ich auch, dass die Kamera nicht zu schwer ist. Das Bedienkonzept der D90 ist jedoch nicht so besonders gelungen. Im Vergleich zu meiner vorherigen Pentax K20D ist die D90 für mich unbequemer zu bedienen. Man muß für fast jede Veränderung in den Einstellungen sich die Kamera anschauen um die richtigen Knöpfchen zu finden und kann nicht so einfach blind bedienen ohne das Auge vom Sucher zu entfernen.

Die Bildqualität der D90 überzeugt mich jedoch zu 100%. Das Rauschverhalten bei den JPEGs, ist spitze. Auch im RAW Format kann der Sensor absolut überzeugen. Die in der Kamera zu JPEG konvertierten Bilder sind sehr schön und knackig. Es gibt auch viele einstellungsmöglichkeiten für die JPEG-Engine und die Erweiterung des Dynamikumfangs liefert sehenswerte Ergebnisse. Der Weissabgleich der Kamera ist in Ordnung. Es ist etwas gelblastig beim Kunstlicht, jedoch machen es die anderen DSLR's auch nicht besser.

Das AF-Modul von der D90 ist sehr gut. Es ist ausreichend schnell für Sportfotografie und ziemlich Treffsicher. Nur bei ganz wenig Licht kann sich der AF schon mal irren, bleibt jedoch trotzdem sehr flott und ruckelt kaum.

Insgesamt ist die D90 ein stimmiges und rundes Paket, das nicht um sonst zu den Bestsellern unter den DSLR's gehört.

Hier noch einige Pro- und Kontra-Punkte zu der Nikon D90.

Pro
- AF-S und AF-C Geschwindigkeit und Genauigkeit
- Wenig Rauschen in den Bildern
- Guter Dynamikumfang des Sensors
- Heller Pentaprismensucher
- 2 Eistellrädchen
- 3.0 Zoll Monitor mit klasse Auflösung und guter Farbabstimmung
- Haptik/Werigkeit
- LCD-Display oben mit vielen Infos
- Serienbildgeschwindigkeit
- Unterstützt alte AF Objektive mit Standenantrieb
- Sehr effiziente Staubabweisung (habe noch kein Staub auf dem Sensor gesehen)
- Lange Akkulaufzeit

Contra
- Kein Stabilisator im Body (VR ist jedoch sehr effektiv)
- Bedienungskonzept etwas umständlich
- Kontrast AF im LiveView sehr langsam
- Videofunktion nur rudimentär realisiert, kein AF
- Keine Pixelmapping Funktion
- Wenige Vorschaufunktionen (keine Splitscreen-Darstellung zum Bildervergleich)

Fazit:
Ich bin mit dem Kauf von D90 absolut zufrieden und würde diesem Gerät 4,5 Sterne vergeben. Leider geht das hier nicht, deshalb runde ich auf. :-)
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am 1. November 2008
Ein tolles Team sind D90 in Verbindung mit dem 18-105er Objektiv. So viel kann ich nach wenigen Tagen Test schon sagen. Wollte eigentlich "nur" eine gute Optik für die Minolta 5D, stellte mir aber doch die Frage, ob ich beim System bleibe. Sony baut - jedenfalls bis zur Alpha 700 -nur winzige Sucher. Live-Bild-Spielereien mit Klappdisplay müssen es aber bei mir nicht sein, sonderen eher ein solides fotografisches Handwerkszeug. So machte ich mich lange auf die Suche. Wie vom Blitz getroffen, sah ich im Sommer die ersten Veröffentlichungen zur D90: Und da war die Entscheidung gefallen - die oder keine.

Zur Optik: Vignettierung bei höheren Brennweiten - je nach Motiv schon im Sucher sichtbar. Verzeichnung ist vorhanden, aber besser als ich dachte (zumindest besser als die Minolta Kit-Linse zuvor). Kunststoffverarbeitung - aber das muss einen wirklich nicht erschrecken. Die Optik ist grundsolide verarbeitet, nichts wackelt und sie sitzt wie in Stein gemeißelt in der Bajonett-Fassung. Beeindruckend: Tolle Schärfe und schöne Farben. Und endlich bauen auch die beiden "Großen" Bildstabis ein. Zwar nicht im Gehäuse, was eigentlich noch die bessere Variante wäre, aber zumindest auch in den preiwerten Optiken. Und die schöne Erkenntnis: Das Ding funktioniert auch einwandfrei. Gut auch das leise Eintauchen des Autofokus durch den Ultraschallmotor.

Die Kamera selber ist in der Tat beinahe die "eierlegende Wollmichsau". Vielfältige Ausstattungsmerkmale (wobei mich der Video-Modus nicht wirklich interessiert), ein griffiges solides Gehäuse, ein - ganz wichtig - großer und gut einsehbarer Pentaprismensucher. Und das alles so verpackt, dass man auch damit noch reisetauglich ist. Meine Präferenz liegt bei der Landschaftsfotografie. Und da habe ich gestern schon trotz trübem Wetter schöne Ergebnisse erzielt. Die Farben des Herbstlaubs kommen toll rüber. Im übrigen gibt es eine Menge an individuellen Einstellmöglichkeiten. Wobei eine der wichtigsten sicher die Dynamikoptimierung ist. Sehr schön gelöst.
Alles in allem bin ich sehr zufrieden. Und diese Optik ist ebenfalls klar zu empfehlen, da sie durchaus dem Leistungsvermögen der Kamera gerecht wird. Dies waren die Erfahrungen von Color-Foto. Ich selbst bin zwar kein wandelndes Messlabor - aber die guten Ergebnisse kann ich schon sehen. Und wenns ein wenig professioneller sein soll, nehme ich die sehr preiswerte und gute Festbrennweite 50mm 1,8.
Fazit: Nach guten Spiegelreflex-Kameras (Minolta 7000 in den 80ern, EOS 50E Ende der 90er und auch die Dynax 5D) bin ich nun beim besten Teil angekommen, was ich je mein eigen nennen konnte. Tolle Arbeit Nikon!

Achtung, Nachtrag zum Displayschutz vom 19.11.!!

Das Kunststoff-Display-Schutz-Cover war fachgerecht aufgeklemmt und nach einiger Zeit habe ich schon die ersten Kratzer bemerkt. Macht nichts, habe ich mir gesagt, zum Glück ist das ja nur der Schutz und das Display bleibt sauber. Weit gefehlt. Wollte beides mal mit einem geeigneten Microfasertuch säubern und musste mit Erschrecken feststellen, dass die beiden dicken Kratzer wie fotokopiert auf der Innenseite des Display-Schutzes sowie in gleicher Weise auf dem Display selber waren. Kann nur so passiert sein, dass sich Staubpartikel zwischen Display und Schutzcover geschmuggelt haben und jeweils bei Druck (z.B. Reinigung auf der Außenseite) beidseitig die Schädigungen hevorgerufen haben. Was eigentlich ein Segen sein soll, ist hier leider ins Umgekehrte geschlagen. Und ich schicke voraus, dass ich mit der Cam kein Unwesen getrieben habe und sie eher wie ein rohes Ei behandele. Mit den zwei Kratzern kann ich leben, zumal sie sich sicher nach einigen Durchgängen mit einem guten Reinigungstuch sicher noch etwas abschwächen. Aber meine Lehre daraus ist: Weg mit dem Schutz und die bisherigen Erfahrungen umgesetzt. Die sehen nämlich so aus, dass ich schon mehrere Digicams ohne jeden Schutz - aber auch ohne nennenswerte Beschädigungen des Displays - auch über mehrere Jahre - benutzt habe. Fazit: Weg mit der Schutzhülle und einfach so weiter fotografieren.

An meiner Bewertung von Kamera und Objektiv ändert sich allerdings dadurch überhaupt nichts. Auch nach weiteren Tests (mit Antiverwackler und 1600 ASA nächtens in Paris unterwegs gewesen...) einfach nur TOP!!
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am 11. Februar 2010
Habe die D90 mit Kitobjektiv 18-105 jetzt seit 4 Wochen und ca. 1500 Bilder damit gemacht.
Die D90 verlangt schon ein wenig Grundwissen der digitalen Fotografie denn ohne manuelle Einstellungen vorzunehmen sind die Ergebnisse deutlich schlechter als bei optimaler Einstellung einiger Parameter. Autom. Weißabgleich stellt sich nur in den wenigsten Fällen richtig ein sodass bei Wechsel der Umgebung ( außen ' innen, hell ' dunkel, innen mit Blitz) eine manuelle Korrektur unbedingt erforderlich macht.

Sehr anwendungsfreundlich sind die gut angeordneten Einstelltasten in Verbindung mit dem jeweiligen hinteren oder vorderen Einstellrad. Diese Funktionen lassen sich sehr gut über das eingebaute obere LCD Display einstellen, bei Dunkelheit auch über das hintere große Display sehr gut steuern.
Das Gehäuse liegt gerade wegen seiner Größe sehr gut in der Hand, die Einstellräder und die Richtungstasten lassen sich sehr gut erreichen. Einzig das Batteriefach, der SD Kartendeckel und die Halterung des internen Blitzes sind meiner Meinung nach sehr klapprig und dem Preis der Cam nicht würdig.

Die Menueführung ist übersichtlich und nach einiger Übung sehr gut beherrschbar, sehr positiv ist das Register 'Letzte Einstellungen' in der sich die Cam die letzen
20 Veränderungen 'merkt' und man somit wieder einen leichten Zugriff darauf hat.
Für Benutzer die häufig den manuellen 'M' Modus benutzen ist das hintere u. vordere Einstellrad ein Segen, die Einstellung von Blende und Zeit wird sehr vereinfacht.

Mir persönlich wichtig war die Isoautomatik und zwar weil sie sich nach oben begrenzen lässt und somit die Iso nicht durch die Automatik sich ins Uferlose geht. Bei z.Bsp Begrenzung auf Iso 800 wählt die Cam die Isozahl zwischen 200 und 800 je nach Bedarf aus. Bis Iso 1600 ist für mich kein Rauschen feststellbar und somit absolut ok.

Liveview und Videofunktion habe ich einmal zum Test benutzt und beschlossen das ich sie nicht brauche. Die D90 ist nun mal keine 169 Gramm Knipse die man mal so eben mit halbausgestreckten Armen ruhig halten kann. '

Das Kitobjektiv ist für den Anfang mehr als brauchbar macht einen wertigen Eindruck und liefert sehr gute Bilder.

Habe mir ein ca. 25 Jahre altes Ais 50mm/1.8 ersteigert und bin restlos begeistert ( funktioniert natürlich nur im manuellen Modus ohne Belichtungssteuerung und ohne Autofokus, der Blitz muss auf manuell gestellt werden) trotzdem nur klasse.

Plus:
Hinters u. vorderes Einstellrad
Sehr gutes großes Display
Gut erreichbare Einstelltasten
Überraschend guter interner Blitz
Fast alle Objektive sind nutzbar (mit Funktionseinschränkung)
Großer Sucher, alles gut ablesbar

Minus:
Nicht sehr gut verarbeitete Batteriefach u. Sd kartendeckel
keine benutzerdefinierte Einstellung speicherbar

Fazit: In der Preisklasse absolutes Topgerät, sehr gut durchdacht der Mehrpreis zur D5000 allemal wert zumal durch den eingebauten Autofokusmotor auch Objektive ohne Motor problemlos funktionieren.
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am 20. Juni 2009
Beruflich fotografiere ich mit der Nikon D300. Eine Super-Kamera, die mir aber als Privatanwender auf Reisen, Spaziergängen etc. zu groß und schwer ist. Vor gut einem Jahr hatte ich mir daher die D40x gekauft. Die ist schön klein, aber Bildqualität und intuitive Bedienbarkeit sind bei der D300 so viel besser, dass ich die D40x nie so richtig ins Herz schließen konnte. Daher nun der Versuch mit der D90. Die ist etwas schwerer und größer und teurer als die D40x, aber nicht ganz so schwer und groß und teuer wie die D300. Einfach phantastisch ist aber die Bildqualität. Sie übertrifft die D300 noch deutlich; insbesondere bei hohen ISO-Werten in dunklen Räumen. Ich habe noch nie eine Kamera in der Hand gehabt, die bei 1600 ASA derart wenig rauscht. Toll ist auch, dass man weniger häufig in die Untiefen der Menüs tauchen muss wie bei der D40x. Denn die D90 hat für fast alle wichtigen Funktionen Einstellknöpfe; die D300 ist aber in dieser Hinsicht nochmals eine Klasse besser ausgestattet. Auch nicht selbstverständlich: Die D90 hat eine Abblendtaste, die für ambitionierte Fotografen, gerade bei Makro- oder Tabletopaufnahmen, ja eine wichtige Funktion darstellt.

Absolut entbehrlich ist natürlich Live-View, das nett wäre, wenn der Autofokus im Live-View-Modus nicht so grottenmäßig langsam wäre. Schwachsinn ist auch die Video-Funktion, die nach ein paar mal Herumspielen kein Mensch nutzen wird. Denn das Zoomen geht dabei nur von Hand und entsprechend ruckelig, und auch der Autofokus funktioniert im Videomodus nicht. Dass Nikon diesen Quatsch einbaut, verstehe ich nicht, denn damit ruinieret die Firma doch eigentlich ihr Image, echte Handwerkszeuge und keine sinnlosen Spielzeuge herzustellen.

Aber im Alltag stören die überflüssigen, schlecht realisierten Funktionen ja nicht; man muss sie ja nicht benutzen. Trotzdem: ohne Video und Liveview und dafür 50 Gramm leichter, 5 mm kleiner und 50 Euro billiger wäre mir die Kamera noch deutlich lieber!
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am 29. Dezember 2008
Nach einem kurzen Ausflug in das Lager der Bridge Kameras, bin ich doch wieder zurück zur SLR.
Ich hatte lange gesucht, bis ich die für mich richtige Kamera gefunden hatte. In der Summe ist die D90 das überzeugenste Angebot. Angefangen von der hervoragenden Verarbeitung bis zur tollen Qualität der Bilder. Hier passt wirklich alles. Ich bin vor allem überrascht, wie gut Nachtaufnahmen und Bilder mit schwierigen Lichtverhältnissen gelingen.
Das 18-105 Kit Objektiv ist ein guter Allrounder, allerdings steht noch das 70-300 und das 16-85 auf meiner Liste.
Die Bedienung war am Anfang gewöhnungsbedürftig ' doch gilt dies für jedes neue Gerät. Nach kurzer Zeit durchblickt man die Logik und dann erscheint doch vieles durchdacht und sinnvoll angeordnet.
Von mir eine absolute Kaufempfehlung. Ich habe keinen Cent bereut.
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