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602 von 613 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ich benutze eine D90 seit über 2 Jahren und habe 25.000 Bilder in der Zeit gemacht, mit verschiedenen Objektiven, 18-55 VR, 18-105 VR, und 18-200 VR-II Zoom, 10-24G ED Weitwinkel, und 50mm 1.4D Festbrennweite. Also mich hat die Nikon D90 bislang sehr überzeugt. Vor allem zusammen mit dem 18-200 VR-II Zoom ist diese Kamera meiner Meinung nach immer noch eine der besten Komplettlösungen für ernsthafte Amateur-Fotografen und kann teilweise sogar der neueren D7000 die Stirn bieten.

Also, nun versuche ich hier, im Telegramm-Stil, meine Erfahrungen mit der D90 wieder zu geben:

PLUS:
++ Hat das "Gewisse Etwas". Man verliebt sich in diese Kamera. Sie hat irgendwie "Sex-Appeal", und liegt unheimlich gut in der Hand
++ Gehäuse macht einen sehr stabilen, wertigen Eindruck (viel besser als andere, billigere DSLR's, der Unterschied ist gross).
++ Grösse und Gewicht gut geeignet für grosse Männerhände, trotzdem nicht zu gross oder zu klobig für Frauenhände. Für beide Geschlechter sehr gut geeignet. Die D90 hat eine ideale, mittlere Grösse für eine DSLR, Einfach ideal.
++ Sehr gute Bildqualität! Und komplettes Fehlen von Rauschen bis ISO 1600! Bei ISO 3200 Rauschen nur sehr geringfügig, je nach Motiv auch gar nicht vorhanden. Sehr gute Schärfe, Detailauflösung, und sehr neutrale, realistische Farben! Das Farben-Management ist sehr realistisch und neutral. Nicht auf Effekthascherei ausgerichtet, sondern auf Naturtreue.
++ Sehr guter Weissabgleich, der fast immer stimmt, ich muss nie den Weissabgleich am Computer korrigieren, bei anderen Kameras muss ich jedes zweite Bild korrigieren
++ Autofocus und Auslösezeit sehr schnell. 4,5 Bilder pro Sekunde. Auslösezeit 64 Millisekunden + schneller AF ca. 200 Millisekunden
++ Viele Funktionen und "Spielereien" (die aber Spass machen und sinnvoll sind) und Einstellungsmöglichkeiten
++ Sehr gute LiveView-Funktion für eine DSLR (obwohl AF beim LiveView Modus ein wenig zu langsam)
++ HD-Video 720p (aber ohne AF während der Aufnahme, nur manuell - man gewöhnt sich aber daran. AF nur am Anfang der Videoaufnahme)
++ Sehr gutes, scharfes, farbenfreudiges 3-Zoll-Display mit 920.000 Pixel (!)
++ Sehr guter, grosser, heller, echter Prismensucher aus Glas! Der BESTE Sucher in dieser Preisklasse, Prismenglas (echtes Glas, kein Plastik-Sucher wie in anderen, billigeren DSLR). Einen solchen Sucher haben ansonsten nur die Profi-DSLR's die das Dreifache kosten
++ Verzeichnungen im WW-Bereich des 18-105 Zoomobjektivs können in der
kamerainternen Bildbearbeitung korrigiert werden! (Nur manuell, nicht automatisch wie bei der D5000). Geniale Funktion die sehr gut funktioniert, habe ich oft angewendet! Funktioniert aber nur mit Nikkor G-Objektiven mit CPU wie das AF-S 18-105G VR aus dem Kit
++ Überhaupt ist die *kamerainterne* Bildbearbeitung der D90 eine geniale Sache, man kann Bilder begradigen, Verzeichnungen korrigieren, Farbkorrekturen und Schärfe nachkorrigieren, RAW bearbeiten (!), Filter anwenden, etc. etc. Einfach genial. Man braucht fast gar kein Photoshop mehr : Macht Spass und ist sinnvoll
++ Die VR (Vibration Reduction), optische Bildstabilisierung des Kitobjektivs, funktioniert hervorragend, scharfe Bilder bis 1/15 sec bei 157mm(105mm) tele möglich, also 3 bis 4 Zeitwerte/Blenden Verbesserung. Ganz hervorragend, bin mehr als zufrieden
++ AF und VR am Kitobjektiv schnell und angenehm geräuschlos. Geschmeidig, man hört nichts, es vibriert auch nichts
++ Sehr gute Bracketing Funktion für HDR-Aufnahmen, 2 oder 3 Aufnahmen einstellbar und 0.33 bis 2.0 Lichtwerte in 1/3 steps einstellbar. Bracketing direkt steuerbar über eine Taste am Gehäuse, man muss nicht in Menüs und Untermenüs herumwurschteln
++ Sehr viele wichtige Funktionen sind direkt über Tasten erreichbar, die D90 hat 19 Tasten/Schalter am Gehäuse und 2 am Kitobjektiv = 21 wichtige Funktionen können direkt über Tasten gesteuert werden
++ HDMI Anschluss vorhanden (aber kein HDMI-Kabel im Lieferumfang)
++ Die D90 ist Hi-Speed Sync-fähig bei geeigneten Blitzgeräten. Das bedeutet, die Kamera kann Blitzlicht bis zu einer Verschlusszeit von 1/4000s (!) synchronisieren. Das ist ideal fürs Aufhellblitzen draussen unter Tageslichtbedingungen. Ich besitze das Nikon SB-900 Blitzgerät und damit kann ich tatsächlich bis 1/4000s blitzen, am Anfang dachte ich es sei ein Scherz. Man muss im Menü der Kamera unter e5 FP-Kurzzeitsynchronisation = ON einstellen und dann geht das. (In der Standardkonfiguration ist Hi-Speed-Sync ausgeschaltet). Auf dem Display vom SB-900 erscheint dann ein Icon "FP". FP = Flash Power. Dann kann es los gehen mit der Hi Speed Synchronisation. Mit dem SB-600 geht es auch! Mit dem SB-400 dagegen nicht.
++ Eingebauter Blitz beherrscht i-TTL und Nikon-CLS. Er kann als Master für ein ferngesteuertes Blitz-System geschaltet werden, kontrolliert dabei bis zu 4 Blitzgeräte in 2 Gruppen und steuert auch die Blitzstärke der anderen Geräte (Slaves). Das Ganze nennt sich CLS-System (Creative Light System) und funktioniert hervorragend.

MINUS:
-- Das Gehäuse ist nicht abgedichtet, wie z.B. bei der D300, K20D, K7 oder 5D MkII. Regen, Sand, Staub, Nebel (feuchte Luft) sind Gift für die D90
-- Kitobjektiv verzeichnet relativ stark im WW-Bereich, lässt sich aber mit der Kamera intern manuell korrigieren und macht sogar Spass, habe mich daran gewöhnt. Man kann diese Verzeichnungen auch bequem am PC mit den Programmen DxO Optics oder Nikon Capture NX2 korrigieren, die allerdings Geld kosten. Ansonsten finde ich das Kitobjektiv 18-105 VR sehr gut! Ich habe mir DxO Optics gekauft, halb so teuer wie Nikon Capture NX2
-- Man muss teure Software kaufen, um das Beste aus der D90 heraus zu holen (DxO, Capture NX, Photoshop). Zumindest eine Software zum Korrigieren der WW-Verzeichnung sollte doch im Lieferumfang sein, finde ich. Die mitgelieferte ViewNX Software bietet diese Möglichkeit nicht und ist daher nicht ausreichend. Aber: Wie gesagt, man kann die WW-Verzeichnungen mit der *kamerainternen* Software korrigieren, die D90 hat sozusagen eine eingebaute Photoshop-Software ;) Nur am Computer vermisse ich die Möglichkeit, Verzeichnungen zu korrigieren
-- Mattscheibe nicht austauschbar, für mich aber irrelevant
-- Audio bei Videoaufnahmen nur Mono; Kein externes Mikrofon anschliessbar

Die D90 hat 21 Direkttasten (19 am Gehäuse + 2 am Objektiv) welche die Bedienbarkeit enorm erleichtern. 21 wichtige Funktionen sind direkt und schnell über Tasten/Schalter erreichbar, besser geht es kaum. Dabei sind die vier Pfeiltasten am Rundmenü, das Modus-Drehrad und die 2 Steuerräder nicht mitgezählt. Zusätzlich zu den Tasten gibt es über 100 verschiedene Einstellungen im Software-Menü, welches über das 920.000-Pixel-Display bequem und hervorragend zu bearbeiten ist, so lässt sich die D90 absolut individuell auf jeden persönlichen Geschmack anpassen ("personalisieren"). Alle Einstellungen funktionieren perfekt, bislang habe ich keinen einzigen Bug in der Firmware gefunden (Version 1.00).

Nach 2 Jahren und 25.000 Auslösungen bin ich von der D90 immer noch so begeistert wie am ersten Tag.

Fazit: Ich kann die D90 weiter empfehlen.

P.S. wenn Sie diese Bewertung als hilfreich empfunden haben: ich freue mich sehr über jeden Klick auf den "ja"-button - es ist schön wenn man merkt, daß es nützlich ist, hier eine Rezension zu erstellen.
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44 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Oktober 2012
Ich habe die D90 jetzt ein Jahr und einige tausend Bilder mit Ihr (und mit verschiedenen Objektiven) gemacht.
Wenn ich heute nochmal eine Kamera kaufen müsste, würde es wieder die D90 sein. Preis und Leistung sind einfach unerreicht. Wenngleich aktuelle Halbformat SLR’s etwas bessere Bildqualität im höheren ISO-Bereich bieten, stimmt einfach das Gesamtpaket bei der D90.
Die Kamera liegt gut in meiner (nicht allzu großen) Hand. Andere SLR Kameras in dieser (Preis) Klasse sind etwas kleiner und eher unhandlich. Die Kamera macht einen wertigen Eindruck obwohl sie natürlich auch aus Kunststoff ist.
Was mich aber absolut überzeugt hat ist der superhelle Pentaprismensucher. Eine etwa preisgleiche Canon, die ich vorher in der Hand hatte (wg. Schwenkmonitor) habe ich sofort aus der Hand gelegt. Man muss einfach mal durchgeschaut haben um den Unterschied zu sehen.
Ein weiterer Vorteil ist das zweite Display oben an der Kamera. Diese Feature lernte ich erst nach und nach zu schätzen, ist aber mittlerweile unverzichtbar für mich geworden. Obwohl der Schwenkmonitor für mich eigentlich ein Muss war, vermisse ich ihn absolut nicht. Die Auflösung und das Handling des D90 Monitors ist sehr gut und vollkommen ausreichend.
Ein weiterer Vorteil für mich sind die 12 MPixel. Ich hasse es mit großen Bilddateien hantieren zu müssen. Ja, ich gehe sogar soweit, dass ich meine JPEG’s einmal in der Kamera komprimiere (Einstellung „Normal“), dadurch hat ein Bild etwa nur 3 MB anstatt 6 MB. Der Qualitätsverlust beträgt angeblich etwa 10%, ist aber optisch fast nicht zu erkennen. Der Purist schüttelt jetzt den Kopf, ich finde das absolut ok. Die Bilder bearbeite ich fast nicht, evtl. wird etwas aufgehellt/Kontrast angepasst, das war’s aber auch schon. Ich will fotografieren, nicht am PC rumsitzen. Die Reserven der Kamera sind einfach riesig und Bilder die am PC verwaschen (weil hoher ISO-Wert) wirken, sind als DIN A3 Abzug knackscharf. Wenn möglich versuche ich allerdings immer mit möglichst niedrigen ISO-Einstellungen zu fotografieren. Lediglich in großen Räumen, wenn ich mit Blitz fotografiere, schraube ich ISO etwas hoch, um die Blitzausbeute zu erhöhen.
Ein Wort noch zu den Objektiven. Ich habe 5 davon (Nikkor DX 18-105, Sigma 10-20, Nikkor DX 35mm/1,8, Nikkor DX 85/ 3,5 und das Tamron 70-300 DI SP VC). Alle machen gute Bilder, zweifelsohne. Unterschiede sind allerdings zu sehen, d.h. man kann aus der Kamera schon noch etwas rausholen. Gerade das 1,8‘ er liefert unglaubliche Bilder, aber auch das Tamron (mein Lieblingsobjektiv) scheint wie für diese Kamera gemacht zu sein.
Fazit: Mehr Kamera benötigt kein Mensch und es hat schon seinen Grund warum man die D90 nach all den Jahren immer noch kaufen kann.
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135 von 143 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Es war für mich ein unendlicher innerer Kampf - die Entscheidung zwischen Canon und Nikon! Meine früheren Fotoerfahrungen liegen Jahre zurück, damals hat man grundsätzlich alles per Hand geregelt - heute in Zeitalter der digitalen Fotografie sieht die Welt ganz anders aus.

Die Entscheidung zwischen Canon und Nikon ist auch immer eine Systementscheidung. Die Wahl zwischen "Mercedes" und "BMW" zwischen "Pest" und "Cholera". Es gibt heftige Verfechter auf beiden Seiten, sogenannte "Canonisten" und "Nikonianer". Mancher Streit driftet schon in`s Absurde ab. Ich möchte eigentlich zu niemanden gehören, einfach nur gute Bilder schießen!

Nach zahllosen Recherchen standen zur Auswahl: Canon EOS 50 D und Nikon D 90! Grundsätzlich ist die Canon 50 D schon ein Profimodell, jedoch sind beide Kameras derzeit zum fast gleichen Preis zu bekommen. Die D 90 wildert als ausgereifte Consumerkamera bereits im Profilager. Bliebe man im selben Segment, müsste man sich als Gegner eher die Canon EOS 500 oder 550 D ansehen. Ich möchte aber für mein Geld das Beste erhalten.

Canon EOS 50 D - ein wirklich klasse Gehäuse (fast baugleich wie die Canon 7D) aus einer Magnesium Legierung, super Haptik und für große Hände sehr griffig! Das Gehäuse der Canon kriegt 5 Sterne. Die Tests der Zeitschriften und User sind gut bis sehr gut. Sucherbild - entgegen allen Unkerufen hell und groß. Menueführung mehr als übersichtlich, klasse Monitor etc.. eine Top Kamera! Dennoch wurde es eine Nikon, warum?

Hier der Versuch einer Beschreibung und Einschätzung der Fotoleistung:

Es gab für mich folgende wichtige Auswahlkriterien:

- Bildqualität
- Nachträgliche Bildbearbeitungsmöglichkeiten in der Kamera
- Variabilität (Objektive etc.)
- Benutzerfreundlichkeit + Alltagstauglichkeit
- Haptik im Allgemeinen

Alles subjektive Kriterien, logisch. Canon bietet Gleiches, teils auch Besseres aber anders. Letztendlich ist es auch immer eine Bauchentscheidung. Zudem gab es ein Argument, was sicherlich mit den Tick zu Nikon gab, nämlich ein echt guter Kumpel -Fotojournalist- benutzt ausschließlich Nikon, dies seit gut 20 Jahren, das täglich - ohne Probleme! Kamera tausend mal raus und rein in die Tasche, Objektive mehrmals am Tag gewechselt, Hitze, Staub, Nässe...Das hat mich persönlich überzeugt. Die Teile sehen zwar benutzt aus, aber arbeiten wie am ersten Tag - Qualität vom Profi für Profis - so was wollte ich auch haben. Leider kenne ich keinen Journalist mit einer Canonausrüstung persönlich - so konnte ich diesen Punkt nicht vergleichen. Aber Canon ist in der Pressewelt eine gleichgroße, wenn nicht sogar größere Nummer im Geschäft.

Was hat die Canon 50 D nicht? Ein gutes kamerainternes Bildbearbeitungsprogramm, denn ich habe nicht Lust wirklich jedes Foto erst am PC nachzuarbeiten. Was sicherlich nicht immer nötig ist, aber bei Schnappschüssen kann der Farbwert etc. schon mal daneben liegen und muss korrigiert werden. Nicht erst am heimischen Rechner, nein sofort, in der Kamera. Dazu später mehr. Profis sehen das natürlich anders und arbeiten grundsätzlich vieles am Rechner nach. Die D90 hat das alles und noch viel mehr!

Im Einzelnen:

Bildqualität: 5 Sterne +

Mit einem Wort grandios (je nach Objektiv)! Der visuelle Eindruck: knackscharf, farb- und kontrastreich. Mit solch einer Abbildungsleistung habe ich wahrlich nicht gerechnet.
Das Bildrauschen ist auch bei sehr hohen ISO-Werten sensationell niedrig. Selbst im Schummerlicht gelingen noch recht scharfe und farbenfrohe Bilder und das alles ohne Blitz. Ganz so wie es die zahlreichen Testberichte in den Zeitschriften vorhergesagt haben. Mit Blitz werden trotz des kleinen kamerainternen Lichtspenders sehr gut ausgeleuchtete und ebenfalls knackscharfe Fotos erstellt. Bei größeren Räumen etc. benötigt man selbstverständlich ein Zusatzblitzgerät.
Der Weißabgleich (automatisch) arbeitet zufrieden stellend, man kann aber zahlreiche individuelle Einstellungen in diesem Bereich vornehmen und sogar die Farbtemperatur verändern.

Bei den Rauschwerten geht nämlich die 50 D recht früh in die Knie. Der Vorteil für Nikon ist auf die etwas größere Pixelgröße zurückzuführen. Selbst die topaktuelle Canon 550 D mit 18 Mio Pixel schafft es, laut neuester Fachzeitschrift "FotoColor" (Ausgabe 04.2010), in punkto Bildqualität nicht, die D 90 vom Thron zu stoßen. Für Leute, die sehr viel mit Zusatzblitzgeräten arbeiten ist dieser Umstand aber vernachlässigbar. Im ISO 200er Bereich schenken sich Nikon und Canon nämlich nichts.
Grundsätzlich kann man aber sagen, dass die D 90 in allen ISO-Bereichen in Sachen Farbneutralität und Rauschen, der 50 D deutlich überlegen ist. Dagegen ist die Canon aber schneller, dazu gleich mehr.
Das Plus in meiner Sterneskala hat sich die D 90 redlich verdient - sie zeigt selbst neuesten Kameragenerationen aus dem Hause Canon (Canon 550 D, Canon 7D und Canon 50 D) in Sachen Bildqualität, wo der Hammer hängt. Meine ersten eigenen Aufnahmen sind einfach nur "Klasse" geworden.

Benutzerfreundlichkeit: 4 Sterne

Die Benutzer- Menueführung ist anders als bei Canon. Anfangs bin ich fast verzweifelt, wollte das Teil schon wieder einsenden, aber mit etwas Geduld hat sich auch mir das Bedienkonzept erschlossen, auf das "Nikonianer" so schwören. Mittlerweile finde ich es sogar logisch aufgebaut, man kann fast blind und intuitiv arbeiten. Beispiel gefällig?

Die Einstellräder (Blende + Belichtungszeit) befinden sich rechts am Handgriff. Mit Daumen und Zeigefinger kann man intuitiv alles verstellen, das gelingt super schnell und problemlos. Verfechter des Einstellrades - wie bei Canon müssen den Daumen etwas mehr verbiegen. Hat aber auch Vorteile in anderer Hinsicht. Die Funktionstaste an der Gehäusefront mit dem "Autofokusmessfeldauswahlmodus" belegt und schon kann man im Verbund mit eines der Einstellrädchen die einzelne Messfelder des Autofokus rasend schnell und problemlos anwählen.

Die Inbetriebnahme ein Traum: Rechte Hand an die Kamera - Wahlhebel am Auslöseknopf gedreht und sofort (nicht mal 1 sec Anschaltzeit) losknipsen! Sprich im Alltag: Rechte Hand in die Fototasche, Kamera greifen, mit demselben Griff anschalten und Auslöser betätigen. Die linke Hand kann der Weil schon mal das nächste Objektiv rauskramen.

Neben RAW Dateien kann man auch JPEG Dateien oder wenn man Lust hat beides gleichzeitig in verschiedenen Qualitätsstufen abspeichern. Leider besitzen die RAW Dateien nur 12-Bit Konvertierung. Canon bietet noch eine zusätzliche Größen-Abstufung der RAW-Dateien an.

Was zu erwähnen wäre, ist das Active D-Lighting, damit gelingen ohne Nachbearbeitung (statt D-Lighting im Bildbearbeitungsporgramm) kontraststarke Bilder (Aufhellungen in den Schattenbereichen) - großes Kino - sage ich nur. Ich nutze es leidlich!

Mit der Automatikfunktion gelingen zu 98 % fast immer sehr scharfe und kontrastreiche Bilder - wenn es mal schnell gehen muss und keine Zeit für eigene Einstellungen bleibt.

Was ich etwas vermisse ist eine "leise Auslösung" wie es die 50 D von Canon bzw. die Nikon D300s bietet, das hat große Vorteile in der Tierfotografie, na ja die "Eierlegendewollmichsau" gibt es eben nicht, schon gar nicht für diesen Preis.

Dafür besitzt die D 90 zur besseren Bildausrichtung ein einblendbares Gitternetz im Sucher, das bietet die 50 D nicht.

Die Videosektion nutze ich gar nicht, dafür habe ich einen Videocamcorder, Basta! Die 50 D bringt erst gar keine solche Funktion mit - Zielrichtung klar: der Semiprofi.

Thema Serienbildgeschwindigkeit, fast immer ein Steckenpferd der Canons. Diese Zeiten sind aber vorbei. Die D 90 bietet mit serienmäßigen 4,5 Bildern/sec noch ein gutes Ergebnis. Sofern man sich eine SanDisk Extreme III Karte mit 30 MB/sec Schreibgeschwindigkeit gönnt, steigt diese über die Herstellerangaben auf recht sportliche 5,5 Bilder/sec. Die 50 D von Canon legt mit ihren 6,2 Bilder/sec aber ein rasantes Tempo vor, was die D 90 in der Summe nicht erreicht. Aber jeder sollte überlegen, ob es darauf ankommt? Für den Amateurbereich sind beides Topwerte und fast jede sportliche Situation lässt sich damit gut einfangen. Insofern stört mich auch die geringere Verschlusszeit der D90 mit 1/4000sec gegenüber der Canon mit 1/8000sec wenig. Zumal vor nicht all zu langer Zeit im analogen Bereich 1/3000sec und mehr als Sensation galten, oder haben etwa unsere Vorväter schlechte Sportaufnahmen gezeigt?

Der Autofokus der Nikon greift - je nach Einstellung - auf bis zu 11 Meßfelder zurück und arbeitet entsprechend des verwendeten Objektives schnell und sicher. Die D90 bietet ihrem User auch ein 3D-Tracking-Modus im Autofokusbetrieb an, so dass bei schnell bewegten Zielen, die Schärfe automatisch nachgeführt wird. Von daher gelingen auch Sportaufnahmen vorzüglich. Allenfalls im LiveView-Modus läßt er sich deutlich mehr Zeit, besitzt aber eine Gesichtserkennung (bis zu 5 Gesichter). Ich selbst bin ein "Sucher-Kind" und ich glaube auch nicht, das jemand die D90 mit großem Objektiv lange mit seinen Armen von sich streckt, um den LiveView zu benutzen. Die Nikon hat schon ordentlich Gewicht. Ich benutze LiveView max. auf dem Stativ. Insoweit stört mich der langsame Autofokus im LiveView Betrieb nicht.

Grundsätzlich bietet daher die D 90 auch dem Sportfotografen ein recht ordentliches Arbeitsgerät.

Gehäuse - Haptik: 3 Sterne

Viel Polycarbonat umgarnt den Kunden aber zumindest ein kleiner Metallkern (Aluminiumlegierung) mit Metallbajonett. Wer so was im Nikonlager sucht muss schon zur erheblich teureren D300s greifen. Deren Gegner ist dann aber schon die Canon 7D. Zudem ist die D 90 etwas kleiner und leichter als die Canon 50 D, was für mich mit meinen großen Grabschen schon ein Problem darstellt. Der Griff ist schmal und der Auslöseknopf sehr an den Rand gerückt. Kleinere Hände werden wiederum die Canon für zu "Big" halten und mit der Nikon besser zu Recht kommen. Die Damen unter den Fotoenthusiasten werden es aber sicher mögen. Um die mangelnde Griffgröße, die noch akzeptabel war, auszugleichen, habe ich den optionalen Handgriff MB-D80 angeschraubt. Zusammen ist das Handling auch für große Hände recht ordentlich.
Zudem wurde ein echtes Glasprisma und kein verspiegeltes Plastik-Dachkantenprisma verbaut. Das Sucherbild ist hell und klar, aber besitzt nur 96% des Bildausschnittes - ganz ähnlich die 50 D.

Verarbeitung und Finish: 5 Sterne

Die D 90 ist trotz allem sehr solide verarbeitet aber nicht so tresorartig und schon gar nicht abgedichtet wie die Canon 50 D. Dennoch, alles passt und hat keine Luft, keine Gehäusespalten etc. etc. Die Gummierung ist sehr sauber aufgebracht, das Plastikgehäuse wurde in der Summe wie ein großes Metallgehäuse verarbeitet. Lediglich der Gehäuseblitz könnte im zugeklappten Zustand noch etwas enger anliegen. Die D 90 wirkt in der Tat solide und wertig. Wenn man es nicht genau wüsste, könnte man meinen einen Metallkorpus in den Händen zu halten. Überhaupt punkten Nikon Kameras mit einer Traumverarbeitung.

Bildbearbeitungsfunktionen: 5 Sterne

Die D90 bietet seinem User zahlreiche manuelle Korrekturmöglichkeiten, wie etwa das bereits erwähnte D-Lighting, verschiedene Filter, Rote-Augen-Korrektur (welche sehr wirkungsvoll und natürlich arbeitet), RAW in JPEG Konvertierung (mit allen Möglichkeiten der Bildbearbeitung), Vignettierungskorrektur, Horizontbegradigungen etc, etc. Das alles ohne PC! Wenn das Bild bearbeitet wurde, wird neben dem Original die geänderte Version abgespeichert. So geht nichts verloren und man kann, wenn man möchte am PC noch mal alles nachbearbeiten - aber die Ergebnisse sind meisten so gut, dass es diesen Aufwandes nicht bedarf. Das war für mich das "Totschlagargument" gegen die 50 D von Canon. Wer sehr schnell gut verarbeitete Aufnahmen zu Papier bringen möchte ist mit der D 90 sehr gut beraten. Ich bin Amateur und kein Profi, der stundenlang vor dem PC abhängen möchte. Hätte die 50D Ähnliches ich hätte wohl nicht zur D90 gegriffen, so viel steht fest. Zudem halte ich die in der 50 D fehlende kamerainterne RAW in JPEG Konvertierung für ein Manko. Letztlich sind aber auch die RAW Bilder der D 90 für tolle Ergebnisse am heimischen PC verantwortlich und somit schon profitauglich.

Weiterhin bietet die D90 ein so genanntes PictureControl System, sprich auf 9 separaten Plätzen kann man ganz individuelle Bildparameter für Aufnahmen abspeichern und diese via Speicherkarte sogar auf den PC oder in andere Nikons übertragen! Die Anwahl dieser individualen Parameter kann im Menü oder über den Monitor mit der Infotaste leicht erfolgen. So was in der Art hat die Canon auch, aber ohne Übertragungsfunktion. Dagegen besitzt die Canon drei zuvor definierbare Benutzereinstellungen (Belichtung, Zeit etc.), am Programmdrehrad anwählbar, was wiederum der D 90 fehlt - alles kann man eben nicht haben.

Dafür bietet Nikon eine sehr intelligente Blitzsteuerung, wobei der Gehäuseblitz als Masterblitz eingesetzt werden kann. Diese Masterfunktion gibt es bei dem Canon 50 D Gehäuseblitz gar nicht. Canon geht dabei einen anderen Weg, der nur über teures Zubehör realisiert werden kann.

Überhaupt kann man fast alle Funktionen an der D90 individualisieren. Wenn alles "doof" läuft, einfach die Reset-Tasten-Kombination drücken und schon hat man wieder den Werkszustand!

Alltagstauglichkeit (Akkulaufzeiten): 5 Sterne

Wie gesagt, erstmal dran gewöhnt, kann man die D90 schnell und intuitiv bedienen. Besonders erwähnenswert die Akkulaufleistung, diese ist sensationell, dank kamerainterner Energiesparmaßnahmen. So sind mit einem einzigen Nikon EN--EL3e Beipack-Akku sagenhafte 1850 Bilder drin, mit teilweisem Blitzeinsatz immerhin noch 1250! Bei der EOS 50 D sieht das ganz anders aus. Ohne Blitz noch stolze 1200 Bilder mit Blitz nur noch 770.
Bei LiveView wird es noch krasser, Nikon schafft mit Blitz so um die 200 Aufnahmen, Canon knickt bei nicht mal 140 Aufnahmen ein (nachzulesen bei [...] Ich konnte diese Werte im Alltag nachvollziehen.

Mit Batterriepack MB-D80 (passend für 2x EN-EL3e)erhöht sich diese Laufleistung noch erheblich. So habe ich mit unterschiedlichsten Aufnahmetypen (viele Blitzaufnahmen + einige LiveView Bilder) beachtliche 1967 Fotos (Bildzähler in Kamera) gemacht, bevor beide Akku`s die Segel strichen! Vorteil, der Batteriegriff greift auf jeden einzelnen Akku separat zu, so dass man auch nur mit einem EN-EL3e die Nikon "fahren" kann, während der andere geladen wird. Das bedeutet im Urlaub nur selten bis gar nicht den Akku nachzuladen, oder etwa Ersatzbatterien rumzuschleppen - SUPER! Wer einmal im teuren Übersee-Urlaub gute Schnappschüsse wegen leerer Akkus verpasst hatte, und weit und breit weder Steckdose noch Wegwerfakkus aufzutreiben waren, weiß diese Energieversicherung sehr zu schätzen.
Wer normale R 6 Akkus verwenden möchte - mit dem MB-D 80 kein Problem, ein entsprechender Adapterkäfig ist beigefügt. Ich empfehle aber die Nikon eigenen Energieblöcke.

Mitgelieferte Objektive: 3,5 Sterne

Das kleine Zoom DX 18 - 105 VR mm ist ein Traum aus "Hartplastik" mit billigem Kunststoffbajonett. Bin mal gespannt wie lange es durchhält. Eigentlich für mich ein No-Go, aber Nikon gibt immerhin 2 Jahre Garantie. Die optische Leistung ist aber mehr als ausreichend, die Verzeichnung hält sich jeh nach Blende in Grenzen, am ausgeprägtesten ist diese im 18 mm Weitwinkelbereich. Auch Farbsäume konnte ich, selbst bei großen Bildvergrößerungen, fast keine ausmachen - toll soweit. Problematisch ist dagegen die Nahfokussierungsgrenze von 45 cm, das stört teilweise schon. Ein vernünftiges Reisezoom sozusagen. Somit bekommt es gute 3 Sterne. Wäre es aus Metall könnte man auch guten Gewissens 4 Sterne vergeben.

Das große Zoom AF-S 70 - 300 mm VR ist da von ganz anderem Schrot und Korn. Gute Haptik, Metallausführung und sehr ordentliche optische Leistungen. Die Aufnahmen werden noch einen Zacken schärfer als beim kleinen Zoom und auch der Ultraschallmotor arbeitet geräuschärmer. Die Vignettierung ist im unteren und oberen Drittel ausgeprägter, aber typisch für ein Superzoom dieser Klasse. Bei 300 mm fährt es leider gehörig aus, es verdoppelt fast seine Baulänge, von daher etwas Vorsicht walten lassen. Gute 4 Sterne dafür.

Ein 5 Sterne Objektiv kann man in diesem Set aber ehrlicherweise nicht erwarten.

Beide Objektive besitzen einen integrierten Bildstabilisator (der sehr gut in der Praxis funktioniert) und Ultraschallmotoren, was den Autofokus sehr leise arbeiten lässt. Beide Optiken können je nach fotografischem Können extrem detailreiche und sehr scharfe Bilder produzieren, in der Summe somit die besagten 3,5 Sterne.

Preisleistung: 4 Sterne

Ich habe das große Set gekauft. 2 Objektive (incl. Gegenlichtblenden + Body + diverse Kabel, Schnellladegerät + Handbuch + Software + Objektivbeutel) Hier bei Amazon bei unter 1.300 , das ist noch gerade so ok, aber ich habe auch schon günstigere Angebote gesehen - so um die 1150 €.

End Fazit: 4,3 Sterne

Im Ergebnis kann man sagen, ein ordentliches Gehäuse, sehr sauber verarbeitet, jedoch mehr Plastik als Metall und von der Haptik mit der Canon 50 D leider nicht vergleichbar. (Jedoch ist die D 90 in der Gehäusequalität der neuen EOS 550 D deutlich überlegen. Mit dem optionalem Zusatzhandgriff aber in der Summe ganz ok. Die Bildqualität ist wirklich fantastisch, das Rauschverhalten in allen ISO Bereichen sensationell niedrig. Die Schärfe und der Detailreichtum der Aufnahmen, auch bei hohen ISO Werten, haben mich vollends überzeugt. Die tollen Bildnachbearbeitungsmöglichkeiten in der Kamera runden die positive Gesamteinschätzung ab und sind der eigentliche Knaller neben der grandiosen Fotoleistung. Enorme Akkulaufzeiten versüßen zudem den langen Fotoausflug.

Ob ich die D90 auf Dauer in mein Herz schließen werde, wird die Zeit zeigen. Allen Interessenten kann ich den Kauf insoweit guten Gewissens empfehlen. Mehr braucht man nicht, es sei dann man ist Profifotograf. Dieser würde aber eher zur D300s, D700 oder neuen D3s greifen (letztere besticht durch eine Fotoleistung, die derzeit in ihrem Preissegment unerreicht ist). Gute 4 Sterne für die Nikon D 90 als semiprofessionelle Kamera. Dennoch auch die Canon 50 D ist ein klasse Gerät. Wer lieber bzw. grundsätzlich am PC nachbearbeitet sollte (beim gleichen Preis) eher zur Canon 50 D greifen, deren Fotoleistung ist grundsätzlich gleichwertig, vorausgesetzt, man arbeitet mehr mit dem Blitz, denn das Gehäuse ist ein absolutes Gedicht - meine ganz persönliche Meinung.
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am 14. Dezember 2012
Dies ist meine kurze Rezension zur D90. Sie soll meine Erfahrungen im Vergleich zur D3000 beschreiben, und Leute ansprechen, die mit dem Gedanken spielen von der Einsteigerklasse "aufzusteigen". Einen Vergleich zu höherwertigen Kameras kann ich nicht anstellen, jedoch zur Einsteiger Canon 1100.

Ich habe die D90 gebraucht erworben, nachdem meine D3000 durch einen Sturz defekt geworden ist. Die D90 benutze ich mit dem Nikkor 18-55, einem älteren Tamron 70-300 und einem manuellen Elicar 90 mm. Außerdem benutze ich das SB-700 Blitzlicht.

+ Sehr gute Haptik: schwer, angenehme Materialien, schön groß. Sie, und auch die D3000, sind deutlich wertiger als die Canon.
+ Ausstattung: Viele Direkttasten lassen alle Einstellungen zügig mit zwei Handrädern von statten gehen. Das Menü ist auch sehr umfangreich. Ich schätze besonders die Spiegelvorauslösung für Stativaufnahmen und die Möglichkeit den internen Blitz als Master verwenden zu können. Es lassen sich zudem ältere Objektive ohne integrierten AF verwenden!
+ Bildqualität: Lässt für mich keine Wünsche offen
+ Leistung: Serienbildfunktion und Autofokus ist zügig.

- LiveView und Videofunktion sind nicht auf dem Stand der Technik. Mein Smartphone mach bessere Videos… (daher nutze ich die Videofunktion nicht)

Fazit: Geniale Kamera für experimentierfreudige Hobbyfotografen. Alle Funktionen sind vorhanden und durchweg, wegen der hohen Qualität, zu nutzen (außer LiveView & Video). Kaufempfehlung Dezember 2012!!!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. August 2010
Zunächst zum Hintergrund der kurzen Besprechung, die keinen umfassenden Anspruch hat und nur einige Anhaltspunkte liefern soll. Ich würde mich selbst als ambitionierten Amateur bezeichnen und fotografiere seit 1989 mit Spiegelreflex-Kameras, zunächst mit der sehr guten Ricoh KR-10x und ab 2000 mit der geliebten Nikon F80. Vor allem letztere ist mein Vergleichsmaßstab bei der Bewertung der Nikon D90. Seit 2000 digitalisiere ich auch analoge Aufnahmen mit einem Filmscanner, ab 2002 hauptsächlich Dias, womit ich schon eine erhebliche Verbesserung erreicht hatte. Man erhält aber kaum noch verwertbare Entwicklungen von analogem Film durch die Labore. Die D90 verwende ich seit Juli 2010.

Im Vergleich mit der F80 ('der besten semiprofessionellen Kamera ihrer Zeit') liegen nach der Rabattaktion bei der D90 beide Kameras nicht nur beim selben Anspruch, sondern auch bei etwa demselben Preis, umgerechnet rund 1200 DM (bei der F80 hatte ich aber noch ein billiges Zoom dabei). Auch deshalb würde ich die D90 als Nachfolgerin der F80 bezeichnen. Was sich in den dazwischenliegenden 10 Jahren im Bereich der Fotografie entwickelt hat, ist allerdings gewaltig. -

Zunächst überraschend bei der Nikon D90 waren für mich - gegenüber der Nikon F80 - das höhere Gewicht, die geringere Größe und der laute Verschluss.

Die Kamera liegt sehr gut in der Hand, auch ohne den Batteriepack. Die Bedienkonzept ist logisch und für Nikon-Fotografen - ich nehme an, auch für Um- und Aufsteiger von anderen Herstellern - ohne große Umstellung leicht und schnell anzuwenden.

Die Bildqualität ist sehr gut und stellt alles in den Schatten, was man mit analogem Kleinbild erreichen konnte. Klare (nicht zu gesättigte!) Farben, scharfe, aber natürliche Konturen und eine hohe Auflösung.

Die Farbwiedergabe ist allerdings noch nicht perfekt (12 bit Farbtiefe statt 16 bit bei der D700). Ich finde Grüntöne noch nicht ganz realistisch (aber besser als auf Film). Rottöne verschwimmen (rote Blüten), ein Problem, das ich auch mit dem Nikon Filmscanner habe. (Auf die Möglichkeiten umfangreicher Nachbearbeitung am Rechner gehe ich hier nicht ein.)

Bei der F80 sah ich manchmal eine Tendenz zur Unterbelichtung, die D90 tendiert nach meiner Auffassung in manchen Situationen zur Überbelichtung. Es gibt aber viele Möglichkeiten der Korrektur.

Der Sucher ist sehr hell, aber nur mäßig groß und kleiner als derjenige der F80. Gerdae für Brillenträger nicht ideal. Der Sucher der D90 hat leider auch nur eine 96%-ige Bildabdeckung (der Sucher der F80 hatte 95%). Dass man hier noch nicht volle 100% anbietet, ist das einzige, was wirklich ein Manko ist, zumal der Ausschnitt mit ungleichmäßigen Seitenabständen auf dem tatsächlich aufgenommenen Bild liegt, d.h. nicht auf diesem zentriert ist.

Bei der Sensorgröße hätte ich das Vollformat bevorzugt, jedoch ist mir dieses momentan noch zu teuer. Alle meine teuren Objektive (ich setze fast ausschließlich Objektive mit fester Brennweite ein) funktionieren aber einwandfrei an der D90. Die Brennweitenverlängerung ist zwar unerwünscht, bringt aber auch Vorteile. So ist jetzt aus meinem Lieblingsobjektiv, dem Micro-Nikkor 60 mm / 2.8 D, ein Makrobjektiv mit 90 mm Brennweite geworden. Damit habe ich in den vergangenen Wochen einige Aufnahmen mit überragender Bildqualität gemacht, wie sie auf Kleinbild-Film nicht denkbar waren.

Da mein kürzestes Objektiv aber 28 mm hat (am DX-Format 42 mm), habe ich zur Zeit kein Weitwinkelobjektiv.

Die Menüs sind meist, aber nicht immer logisch. Es ist schwierig und nicht intuitiv möglich, aus dem Verkleinerungsmodus bei der Wiedergabe wieder herauszufinden.

Bei den Standardeinstellungen erstaunt, dass diese nicht auf die höchste Auflösung (JPEG fine) gesetzt wurde.

Insgesamt eine sehr gute Kamera auf dem Stand der Zeit. Wenn man bedenkt, dass man mit dem Nachfolgemodell (D95?) zwar ein paar Kleinigkeiten mehr bekommen wird (noch lichtstärkerer Sensor, wenige MP mehr, HD-Video), aber auch nach den bisherigen Informationen gegenüber dem derzeitigen rabattierten Preis der D90 etwa das doppelte bezahlen muss, sollte man sich fragen, ob es einem das wert ist.

Ich persönlich habe lange auf die D800 gewartet, dann, als ich nicht mehr warten wollte, zwischen der D700, D300 und D90 geschwankt. Meine letztendliche Wahl habe ich nicht bereut. (Trotzdem werde ich irgendwann wieder auf Vollformat wechseln.)
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113 von 123 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Mai 2009
Zur D90 ist ja inzwischen ohnehin eine ganze Menge geschrieben worden, da lässt sich nur noch schwer etwas Neues hinzufügen. Ich will es dennoch versuchen.
Vor der D90 habe ich 5 Jahre und ca. 13000 Auslösungen lang eine D70 verwendet. Nachdem ich eigentlich sehr zufrieden mit dieser "Mutter-aller-Nikon-Mittelklasse-DSLRs" war und bin, habe ich lange gezögert, ein Upgrade zu wagen. Immerhin sind die 12 Megapixel der D90 lediglich 42% mehr (lineare) Auflösung als die 6 Megapixel der D70.

Es sind jedoch die Detailverbesserungen gegenüber der "alten" Maschine, die für mich den Ausschlag gegeben haben.
Die D90 ist für mich die erste Kamera, bei der die übrigen AF-Messpunkte um das zentrale Messfeld herum wirklich nutzbar sind! Die Empfindlichkeit der Messfelder ist deutlich verbessert worden, daher sind auch alle nicht als Kreuzsensoren ausgeführten Messfelder wirklich einsetzbar. Das war früher nicht der Fall. Es sollte also niemanden abschrecken, dass "nur" das zentrale Messfeld ein Kreuzsensor ist.

Über das 3 Zoll Display ist ja nun schon genügend geschrieben worden. Es ist in der Tat das erste Display bei dem man das gerade aufgenommene Bild wirklich beurteilen kann!

LiveView ist für mich weniger interessant, ich möchte aber doch ein paar Zeilen dazu schreiben:
Im Internet und auch hier in den Rezensionen findet man häufig die Beschwerde, dass der Autofokus im LiveView sehr langsam ist. Sogar langsamer als bei einer Kompaktkamera (Point-and-Shoot). Die Frage ist, warum ist das so? Meine Vermutung ist folgende: Bei einer DSLR haben wir einen Sensor, der ca. 6-8 mal so groß ist, wie bei einer Kompaktkamera. Das bedeutet aber auch, dass der Tiefenschärfebereich deutlich geringer wird (der hängt nämlich u.a. von der Größe des Aufnahmemediums ab). Es wird dem einen oder anderen aufgefallen sein, dass man mit einer digitalen Kompaktkamera viel weniger gut mit Schärfe-Unschärfe spielen kann als mit einer SLR.
Dieser geringe Tiefenschärfebereich (immer bei Offenblende gerechnet, weil da ja auch der AF funktionieren muss) führt aber dazu, dass die Scharfeinstellung diffiziler ist und die AF-Funktion dementsprechend genauer arbeiten muss. Zur Zeit führt das dazu, dass der AF im LiveView sehr deutlich zu langsam ist.
Im Übrigen dürfte das der eigentliche Grund sein, warum auch der Video-Modus der D90 keine AF-Funktion bietet.

Sowohl LiveView als auch Video-Modus halte ich bei einer DSLR aber einfach für Gimmicks. Der eigentliche Grund, eine SLR zu kaufen ist ja - neben der Möglichkeit die hervorragenden Wechselobjektive verwenden zu können - auch die Verwendung des (optischen) Suchers, der jedem EVF nach wie vor überlegen ist. Warum sollte man also auf einen Monitor starren?
Zusätzlich ist eine SLR in der Regel so schwer, dass es ohnehin gar keinen Sinn macht, sie vom Körper weg zu halten (um auf den Monitor sehen zu können). Stabiler liegt die Kamera sowieso, wenn man das Auge an den Sucher drückt. (Stichwort: Schwerpunkt! Den sollte man halt nicht vor den Körper verlagern, wenn die Fotos was werden sollen.)
Der Sucher der D90 ist gegenüber der D70 ebenfalls stark verbessert (höhere Vergrösserung) worden und macht die Arbeit mir der Kamera viel angenehmer. Erfreulicherweise hat Nikon dem Trend widerstanden, einen Dachkantspiegelsucher zu verbauen, wie man ihn in Modellen der Konkurrenz findet. In der D90 ist nach wie vor ein Pentaprismensucher eingebaut, der ein helleres und kontrastreicheres Sucherbild liefert.

Für mich ist es ein wesentlicher Punkt gewesen, dass die D90 weiterhin den klassischen "Stangen"-AF unterstützt. Nachdem ich seit 1992 Besitzer einer Nikon Ausrüstung bin, musste natürlich auch bei allen alten AF-Objektiven die AF-Funktion weiterhin gewährleistet sein. Sonst wäre das für mich schon fast ein Systemwechsel geworden.

Bisher bin ich sehr zufrieden mit dieser Kamera, sie hat meine Erwartungen erfüllt. (Was absolut positiv gemeint ist. Man muss berücksichtigen, dass die D90 inzwischen meine vierte Nikon SLR ist und ich dementsprechende Erwartungshaltung den Geräten gegenüber habe.) Wenn nichts dazwischen kommt, wird mir diese Kamera also die nächsten vier bis fünf Jahre als Hauptkamera dienen.
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53 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. März 2009
Ich kann die D90 jedem empfehlen, der Fotografie zwar als Hobby betriebt, sich mit den "kleinen" Nikon-Modellen (D40/x, D60) aber eingeschränkt fühlt. Ich selbst hatte vorher eine D40 (auch eine Superkamera in ihrer Preisklasse), die aber bzgl. der Bedienung und individueller Einstellungen einiges zu wünschen übrig lässt.

Was mir an der D90 gefällt:
+ Schnellzugriff auf die wesentlichen Einstellungen (Aufnahmemodus, Belichtungsmessung, AF-Messung und -Modus, ISO, WB, Bildqualität/Format)
+ Abblendtaste, LiveView (und sogar Spiegelvorauslösung)
+ Wertigkeit der Kamera im Vergleich zur kleinen Baureihe D40/x/60
+ Handlichkeit, Ergonomie der Bedienelemente
+ in Grenzen frei konfigurierbar (Farbe, Schärfe etc.)
+ kleines Display auf der Kamera sehr informativ, trotzdem übersichtlich
+ das Preis/Leistungsverhältnis ist enorm hoch, für dieses Geld bekommt man anderswo nichts Vergleichbares.

Nachteile sind mir bisher verborgen geblieben. Einzig die Videofunktion halte ich für überflüssig. Da ich sie nie ausprobiert habe, kann ich zur Qualität nichts sagen.

Allen Käufern empfehle ich den zugehörigen Nikon-Batteriegriff. Der schränkt m.E. die Handlichkeit nicht ein, und ist bei Hochkantaufnahmen von unschätzbaren Wert. Der zusätzlich Akku ist eher ein "Bonbon", da die Akkuleistung auch mit einem Akku schon enorm ist!

Also: Wer in dieser Preis- und Anspruchsklasse investieren will, macht mit der D90 a) nichts falsch und b) alles richtig!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. April 2013
Ich besitze meine D90 seit 2009.
Sie hat u.A. stürmisches Aprilwetter auf der Müritz, Regengüsse auf Bali, Wüstensand in Afrika und diverse Mauerrempler in Großstädten ohne Murren ertragen. Nach wie vor verrichtet sie ihre Dienste und das mit dem Originalakku von 2009. Dank Stellmotor kann man auch tolle ältere Linsen an ihr verwenden. Als Standardlinse empfehle ich das 35er/1.8.
Bei einer DSLR Neuanschaffung würde ich aber eher zu einem der Nachfolgermodelle raten. Diese kosten z.T. nicht viel mehr als eine "neue" D90 und haben nochmals an Bildqualität zugelegt. Meine Rezension soll aber verdeutlichen, dass man mit einem guten DSLR-Body sehr lange Spaß haben kann. (In meinem Fall hat sich Nikon als Hersteller bewährt).
Gebraucht ist die D90 nach wie vor eine absolute Empfehlung wert!
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31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Meine ersten Gehversuche mit den kleinbildformatigen SLRs habe ich vor weit über zwanzig Jahren unternommen. Nach einer defekten AE1 habe ich mir eine Nikon F401 gekauft. Sie hat mich auf vielen Reisen begleitet und mich nie im Stich gelassen. Seit meinem Wiedereinstieg in die DSLR Fotografie vor fünf Jahren, habe ich einiges für mich ausprobiert, den Objektivpark wie auch die Systeme mehrmals gewechselt. Irgendwie war ich aber nie 100% zufrieden. Einzig meine Panasonic GF-1 möchte ich nicht mehr missen. Die kompakte Kleine begleitet mich auf meinen Motorradtouren und liefert mir trotz der Kompaktheit des Systems, erstklassige Bilder. Nur für meine Street- und Porträtfotografie fehlte mir eine Kamera mit mehr Möglichkeiten. Allerdings war ich nicht mehr gewillt tausende von Euros in ein Zweitsystem zu investieren. Nach langer Überlegung habe ich nun Nikons D90 auf dem Schreibtisch stehen.

Die Nikon D90 ist bekanntlicher Weise eine sehr gute und feine Kamera. Nikon hat sie nicht umsonst noch im Angebot. Für den momentan aufzurufenden Preis ist die 2008 auf dem Markt gekommene DSLR ein echtes Schnäppchen. Die kompakte D90 ist außerordentlich gut verarbeitet und frei von Kinderkrankheiten. Das Gehäuse ist sehr wertig verarbeitet und muß sich in Sachen Haptik vor der D7000, einer 60D oder auch einer Sony 55 wirklich nicht verstecken. Alles ist sehr solide gebaut. Die Knöpfe und Drehräder sind von anständiger Qualität und guter Bedienbarkeit. Das erhältliche Originalzubehör, wie der Batteriegriff MB-D80, ist mittlerweile sehr günstig zu bekommen. Die Bildqualität ist immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Erfreulicher Weise ist sowohl eine Bedienungsanleitung wie auch eine Schnellanleitung in Printversion im Lieferumfang. Das schaffen nicht mehr alle Hersteller. Auch der aufsteckbare Displayschutz ist löblich zu erwähnen. Ansonsten fehlt nichts im Lieferumfang.

Zur Ausstattung der Kamera muß ich nicht mehr viel schreiben. Meine Vorrezensenten haben das schon zu genüge getan. Nur soviel: Nach Pentax, Sony, Canon und Co fehlt mir nix. Der Sucher der 90er deckt zwar die 100% nicht vollständig ab, ist aber angenehm hell und gut ausreichend. Das D-Lightning ist eine Funktion, die ich an meiner P50 schon geschätzt habe. Sehr gut finde ich auch die Bedienbarkeit der Nikon. Mit den zwei Drehrädern geht alles sehr schnell. Meine 7D war diesbezüglich eine tolle Kamera, was nicht heisst das die D90 hier schlecht ist. Es ist eben ein anderes gutes Bedienkonzept. Natürlich ist die Serienbildgeschwindigkeit nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Aber 10bps würden mir nicht helfen, ich nutze sie nicht. Genial sind die einblendbaren Gitterlinien. Das habe ich an meiner 7D schon geschätzt. Die D90 hat eine Spiegelvorauslösung die mit dem Selbstauslöser kombinierbar ist. Die Auswahl der Zeiten von 2,5,10 und 20 sek ist dazu in der Praxis sehr hilfreich. Sehr hilfreich finde ich es auch, sich Histogramme von Detailbereichen eines Bildes anzeigen zu lassen. Das Schulterdisplay der Nikon Oma ist zudem ein praktisches Werkzeug bei Aufnahmen in Bodennähe oder auf dem Stativ. Das dazugehörige Gewinde sitzt bei der D90 in der optischen Achse. Leider fehlen der D90 ein paar Dichtungen, um sie gegen Umwelteinflüsse ein wenig resistenter zu machen. Das das in dieser Klasse nicht unbedingt Hexenwerk ist, zeigt uns Pentax seit Jahren.

Frustrationserlebnisse mit Kitobjektiven habe ich mir erspart. Einzig das 16-85 wäre eine Option gewesen. Für meinen Einsatzzweck habe ich mir das Nikkor 85/1.8D Nikon AF Nikkor 85mm 1:1,8D Objektiv (62mm Filtergewinde) und das 50 1.4D Nikon AF Nikkor 50mm 1:1,4D Objektiv (52 mm Filtergewinde) angeschafft. Beides Optiken die über jeden Zweifel erhaben und zudem erschwinglich sind. Interessierten sei dazu die Seite photozone.de angeraten. Für Objektive meine Infoseite der Wahl. Wie erwartet liefern beide Gläser an der D90 schon in der Standardeinstellung hervorragende Ergebnisse. Vor allem das 1.8 ist offen schon sehr gut und wird meine neue Lieblingslinse. Das Bokeh ist sehr fein, die 100% Ansichten sind überragend. In der Abbildung ist es dem 85er von Canon nicht unähnlich. Das 50er ist offen etwas weich, wird abgeblendet aber schon bei 2.0 scharf. Alternativ werde ich das 50er Sigma mal probieren. Auch ein lichtstarkes Zoom steht noch auf dem Einkaufszettel. Den Nikon Batteriegriff habe ich mir angeschafft, da ich die Möglichkeit schätze herkömmlich AA Akkus zu verwenden, was mit dem Nikon MB-D80 Battery Grip möglich ist.
Wie immer in meinen Rezensionen verzichte ich auf eine Bewertung des Videomodus. Ich nutze die Nikon nur zum fotografieren.

Kurz und Knapp

Positives:
+ Hochwertige und haptisch erstklassige Kamera
+ tolle Verarbeitung
+ Ausstattung
+ viele direkte Zugriffstasten
+ Keine Kinderkrankheiten
+ Abbildungsleistung
+ Anschaffungspreis
+ Zubehör in rauhen Mengen
+ Lieferumfang
+ Stativgewinde in der optischen Achse

Neutral:
o Videomodus

Negatives:
- nervige Kunststoffdeckelchen links am Gehäuse
- fehlende Abdichtung

Mein Fazit: Ich bin zurück bei Nikon. Die Entscheidung Pro D90 war gut. Die Nikon D90 ist nach wie vor eine beachtenswert gute und ausgereifte APS-C Kamera. Sie ist trotz ihres Alters auf der Höhe der Zeit und liefert ausgezeichnete Bilder. Die Ausstattung ist mehr als ausreichend. Ihre wenigen Schwächen sind vernachlässigbar. Unschlagbar ist jedoch der zu entrichtende Preis. Das gesparte Geld ist in lichtstarke Festbrennweiten, oder einem Systemblitz besser angelegt. Was will man mehr. Fest steht: Vom alten Eisen ist die D90 jedenfalls noch weit entfernt.
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. April 2012
Es wurden schon so viele Rezensionen über dieses Gehäuse geschrieben das ich mich kurz halten will.

Hier die Punkte die mich überzeugen:

- erstklassige Ergonomie
- einfache Menüführung
- überzeugende Automatik für den Normal Gebrauch
- einfache Handhabung bei allen manuellen Einstellungen
- lang haltender Akku
- Gewicht im grünen Bereich
- Zubehör en Mass erhältlich, auch Gutes von Fremdanbietern
- ausgereifte Technik (daher die Entscheidung zu einem Modell aus 2008)
- sehr gute Ergebnisse mit dem hier verbauten 12MP Chip
- Rauschverhalten auf sehr hohem Niveau (im Normalgebrauch nicht relevanter Qualitätsverlust)
- sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis
- und vieles mehr ...

Als Hobby Fotograf überzeugen mich extreme Labor Teste nicht, die gestellten Situationen gehen zu weit an der Realität vorbei. Diese Tests die, zum Beispiel zwischen Canon und ähnlichen Nikon Gehäusen durchgeführt werden, bringen dem Normal Verbraucher gar nichts. Hier ist ein Niveau erreicht das der Hobby Fotograf nur schwerlich nachvollziehen kann, wenn er seine Bilder normal verwendet und bis auf DIN A3 vergrössert. Vergrösserungen auf 1000% mit extremen ISO Zahlen sind nicht dienlich und sollten Profi Kameras vorenthalten bleiben. Meiner Meinung nach hinken hier die Vergleiche. Letztendlich sind in diesem Bereich der höher angesiedelten Konsumer SLR die Unterschiede zu gering. Die Tendenz zu der einen oder anderen Marke nur ein bauchgefühl oder Vorliebe. Ferner steht und fällt die Qualität mit den verwendeten Objektiven. Hier kann ich nur raten die Finger von Kits zu lassen, lieber selber entscheiden für welche Zwecke man das Objektiv braucht. Finger weg von Weitwinkel bis zu mittleren Tele Zoom, die Qualität ist zu schlecht (Eierlegende Wollmilchsau). Festbrennweite für den normale Gebrauch mit gutem Lichtfaktor und ein Makro reichen für den Anfang. Eventuell noch ein Tele Zoom, das sollte aber lichtstark sein.

2008 hätte ich die Kamera für den damaligen Preis nicht gekauft, jetzt ist sie ein echtes Schnäppchen das auch ambitionierte Hobby Fotografen mit Grundwissen der Fotografie glücklich machen kann. Ob man sich für Nikon oder andere Marken entscheidet ist eine Gewissensfrage, sicher keine objektive Frage der Qualität bei diesem Preisniveau. Outdoor-Spezialisten sollten zu entsprechend abgedichteten Gehäusen greifen, das geht aber richtig ins Geld.
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