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66
4,7 von 5 Sternen
Penelope
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am 15. November 2014
Ich gebe zu, das ich mir den Film ausgeliehen habe, weil ich ein Fan von Christina Ricci's Schönheit bin :)
Aber auch eine vernünftige Liebesgeschichte weiß ich auch als Mann zu schätzen. Und dies ist in diesem Film der Fall.
Ein Fluch lastet auf einer Familie, dass das nächstgeborene Mädchen mit einer Schweinsnase auf die Welt kommt. Es vergehen einige Generationen, bis es soweit ist und dann kommt Penelope auf die Welt. Mit Schweinsnase. Ihre Eltern halten sie versteckt, bis sie im Heiratsfähigen Alter ist und ein Mann mit wahrer Liebe den Fluch brechen soll. Doch das ganze klappt nicht, weil alle vor Furcht und Ekel davon laufen, bis Max kommt und sich mit ihr anfreundet.

Ich will jetzt nicht zu weit vorgreifen. Die Geschichte beginnt, wenn man denkt, das ja eigentlich schon alles im Kasten ist. Penelope bricht aus ihrem Elternhaus aus und entdeckt zum ersten Mal die Welt. Eine schöne und überraschende Geschichte. Dabei kommt sie erstaunlicherweise ohne den berühmten "Fatalen Totpunkt" aus, den es in jedem Film kurz vor Schluss gibt. So erzählt sich die Geschichte erstaunlich positiv, ohne "Angst vor schlimmeren" zu machen.

Am Ende geht natürlich alles gut aus und die Geschichte kann auch noch ein oder zweimal überraschen.

Alles in allem kann ich den Film durchaus empfehlen. Er ist nicht zu viel Liebesgeschichte, als mehr die Geschichte eines "Aussätzigen, der gar nicht so schlimm ist, wie ihn seine Eltern immer sehen wollten".
Wenn man mutig ist, kann man hier durchaus einige Anleihen zum "Elefantenmann" finden, wenn auch nicht annährend vergleichbar.

Nebenbei bemerkt muß man unweigerlich zugeben, wie süss Christina Ricci mit Schweinsnäschen eigentlich aussieht.. Vielleicht ist das ja mal irgendwann die Zukunft der Nasenoperationen? Wäre mal was.. Gerade jetzt, wo sich Frauen schon eine dritte Brust operieren lassen oder ein Katzengesicht..

Empfehlenswert für Romantiker und Liebhaber gut erzählter Geschichten.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 13. November 2008
...aber leider nicht alles.

Die märchenhaft bezaubernde Geschichte um das Mädchen mit der Schweinenase auf der Suche nach der wahren Liebe, wird durchweg von charismatischen Schauspielern dargestellt. Zu Beginn wird der Film mit viel Liebe zum Detail und einem erfrischend absurd komischen Humor inszeniert. Manches mag auf den ersten Blick etwas kindisch wirken, aber wenn ausgerechnet ein einäugiger Kleinwüchsiger alle Hebel in Bewegung, um ein Photo des (vermeintlichen) Freaks Penelope zu ergattern, wird deutlich, dass vieles durchaus hintersinnig und augenzwinkernd ironisch gemeint ist. Zudem weiß der Ablauf an einigen Stellen durchaus zu überraschen und ist nicht ganz so vorhersehbar wie man zunächst befürchten muss.

Von der Art und der Atmosphäre erinnert der Film an die Roald Dahl Verfilmung "Matilda", was als Kompliment verstanden werden muss.

Zu einem rundum gelungenen Filmvergnügen fehlt indes das letzte Quäntchen. Bedauerlicher Weise drängt sich der Verdacht auf, dass den Machern nach zwei Drittel des Films aufgefallen ist, dass sie das Tempo deutlich anziehen müssen, um eine vorgegebene Laufzeit nicht zu überschreiten. Nachdem man sich zunächst soviel Zeit gelassen hat, die Grundproblematik und die wichtigen Personen ausführlich einzuführen, will es nicht so recht passen, dass gegen Ende die komplette Wendung der Geschichte und die Ereignisse vieler Wochen in verhältnismäßig wenige Minuten gequetscht werden. Das hinterlässt einen etwas lieblosen Eindruck.

Auch die Blu-ray reißt einen nicht gerade vom Hocker. Die Bildqualität übertrifft fraglos die DVD-Version, ist aber recht weit von Referenz Filmen des Mediums entfernt. Auch die Extras bieten mit den üblichen Making of, Interviews und Kinotrailern lediglich die übliche Durchschnittskost. Wer auch stets ein Auge auf den Preis hat, muss in diesem Fall nicht zwingend zur Blu-ray greifen.

Letztlich bleibt es aber ein empfehlenswerter, herzerwärmender Film, der sehr gut in die düster-herbstliche Vorweihnachtszeit passt.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Mai 2008
Die Geschichte der wunderschönen Prinzessin, die ein Leben in Apathie in ihrem tristen, grauen Turm führt und dabei auf den Prinzen in eiserner Rüstung wartet, kennen wir alle zur Genüge. Und genau davon versucht sich "Penelope", erfolgreich - oder auch nicht, zu differenzieren, denn die Protagonistin (Christina Ricci) leidet unter einem auffälligen Schönheitsfehler und auch das Pferd des sonst so edlen Prinzen lahmt ganz schön.
Der Fluch einer bösen Hexe verpasste der kleinen Penelope eine hässliche Schweinsnase, was besonders ihre Mutter (ganz toll: Catherine O'Hara) nur schwer ertragen kann und ihre Tochter aus der Öffentlichkeit fernzuhalten versucht. Dieser Plan funktioniert so lange, bis Penelope ausreisst...

Obwohl der Film meiner Meinung nach nicht wirklich etwas Neues enthüllt, weder Moral noch Statement, gelingt es ihm doch mit seinem Charme und den durchaus passenden Darstellern zu entzücken. Natürlich hat man dabei auch nicht auf eine der typischen Liebesgeschichten verzichtet und trotzdem scheint das Gewicht auf einem anderen Schwerpunkt zu liegen: Die "Prinzessin" muss sich selbst finden, die Eroberung ihres Traummannes (James McAvoy) ist dabei eher zweitrangig.
Angenehm wurde ich auch von der Wahl der verschiedenen Nebenrollen überrascht, besonders die geniale Reese Witherspoon wusste mit ihrer Darstellung als etwas verrückte Annie auf Anhieb zu überzeugen.

Fazit: Ein durchaus sehenswerter Film, ähnlich mit einem Tiramisu zu vergleichen. Denn nicht jedermann verträgt dessen kitschige Süsse, in manchen ruft es sogar eine eher unangenehme Übelkeit hervor. So auch Penelope. Die Handlung und besonders Ricci sind zuckersüss und treffen somit vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber schon alleine wegen James McAvoy, der seine Rolle absolut liebenswürdig spielt, sollte man keineswegs auf einen Kauf verzichten.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Juni 2008
Von manchen Filmen hört oder liest man irgendwo was, denkt sich, "Ja, vielleicht, eigentlich, mal sehen…" und vergisst sie dann wieder. Bis man durch Zufall dann doch wieder drauf gestoßen wird und sich plötzlich im Kino wiederfindet.

So geschehen bei "Penelope". Was für ein wunderbarer, kleiner, verschrobener, warmherziger, märchenhafter Film! Zwar nicht ganz so ausgefeilt und detailverliebt wie der in etwa vergleichbare "Big Fish", aber bis man die Kunst eines Tim Burtons (Regie bei "Big Fish") erreicht, braucht es halt etwas mehr als nur einen Kurzfilm vom bis dato nicht weiter in Erscheinung getretenen Regisseur von "Penelope", Mark Palansky. Aber in Punkto Setdesign, Musik, Regie und Schauspieler braucht sich Palansky wirklich nicht hinter einem Tim Burton zu verstecken. Unglaublich kreativ kommen seine Kulissen daher, wunderhübsche Locations hat er sich in und um London ausgesucht und der Cast ist fast schon unheimlich passend besetzt, ich hätte mir sowohl für Haupt- als auch für Nebendarsteller kaum geeignetere Schauspieler vorstellen können.

Zur wahrlich märchenhaften Geschichte: Die adelige Familie Wilhern wurde vor einigen Generationen mit einem Fluch belegt, den sie einem wankelmütigen Vorfahren zu verdanken hat, der eine Dame gleichen Standes der unstandesgemäß geschwängerten Magd vorzog, welche sich daraufhin samt Babybauch von den Klippen stürzte. Die erboste Mutter der Magd verfügte daraufhin per verhexten Verwünschungen, dass fortan alle weiblichen Nachkommen der Familie mit Schweinsnase und -ohren das Licht der Welt erblicken sollten. Glücklicherweise wurden in den nachfolgenden Jahrzehnten durchweg Söhne, Enkel und Urenkel gezeugt, so dass der Fluch ein wenig in Vergessenheit geriet. Dann aber erblickt Penelope (Christina Ricci, "Addams Family", "Sleepy Hollow") das Licht der Welt - und mit ihr ein Paar Schweinsöhrchen und eine piggyeske Nase. Der Schock bei den Eltern (Catherine O'Hara, "Lemony Snicket" und Richard E. Grant, "Jack & Sarah") ist so groß, dass Penelopes Mutter sogar den Tod des Babys vortäuscht, um das arme Geschöpf unter Ausschluss der Öffentlichkeit heimlich großzuziehen. Irgendwann jedoch wird auch das niedlichste Schweinsgesicht flügge und versucht, seinen eigenen Weg zu finden. Zuerst noch mithilfe von Mutter und Partneragentur, da der Fluch angeblich nur durch Heirat mit jemandem gleichen Standes aufgehoben werden kann. Da das alles aber wenig zielführend ist, da jeder potenzielle Bräutigam schreiend die Flucht ergreift, sobald er Penelope zu Gesicht bekommt, büxt die Kleine schließlich heimlich aus, um sich sowohl von Mutters Rockzipfel als auch vom heimischen Anwesen zu lösen. Mit Schal und langen Haaren gut verhüllt, macht sie sich daran, London und das Leben "da draußen" zu entdecken, ohne selbst entdeckt zu werden. Dies wird zunehmend schwieriger, da sie sowohl Freunde (z. B. Reese Witherspoon, "Sweet Home Alabama", "Walk the Line") findet als auch Liebe sucht. Diese erscheint in der Gestalt des völlig abgerissenen Spielers und Ex-Musikers Max (James McAvoy, "Der letzte König von Schottland", "Abbitte"), der ihr ebenfalls bereits als Heiratskandidat vorgestellt wurde. Im weiteren Verlauf der Geschichte muss sich Penelope mit Lügen, Intrigen, miesen Journalisten, die dann doch noch ihr Herz entdecken und ängstlichen Adligen rumschlagen, bis sie… ja, bis sie endlich zu sich selbst findet.

Das ist für meine Verhältnisse eine ellenlange Inhaltsangabe, aber selbst damit habe ich nur einen Bruchteil dessen wiedergegeben, was Penelope & Co. in diesen 104 Min. so alles passiert. Die grandiosen Nebenfiguren reichen von Nick Frost aus "Shaun of the Dead" und "Hot Fuzz" über Simon Woods aus "Elizabeth I" und Reese Witherspoon, die eine leicht durchgeknallte Kurierfahrerin mimt bis hin zu Peter Dinklage aus "Sterben für Anfänger" und "Station Agent", und sie alle spielen bestens. Natürlich teilweise ein wenig übertrieben und überdreht, aber hey, es ist ein modernes Märchen, da kann ja nicht alles normal sein. Christina Ricci ist bezaubernd als Penelope, sie meistert ganz hervorragend die Mischung aus Verletzlichkeit und Dickköpfigkeit und bewegt sich mit traumwandlerischer Sicherheit durch die phantasievollen Kulissen ihres wahrlich märchenhaften Kinderzimmers und eines angehübschten Londons. Ihr zur Seite steht der überaus begabte und charmante James McAvoy, der von Film zu Film mehr seiner schauspielerischen Bandbreite offenbart. Und mit Hut ist er trotz latentem Schmuddellook ein echter Hingucker.

Schauspieler, Ausstattung, Kostüme, Musik, Regie… hier stimmt einfach alles. Und es ist wirklich ein modernes Märchen. Einerseits verspielt und ein wenig kitschig, andererseits erstaunlich modern und mit genau der richtigen Portion aus Wahrheit und Dichtung ausgestattet. Der Film macht einfach Spaß, wartet mit einigen Überraschungen auf und entlässt einen zufrieden und lächelnd aus dem Kino. Ihm hätte sogar fast noch ein wenig mehr Phantasie gut zu Gesicht gestanden. Ich hätte mir durchaus noch die ein oder andere skurrile Nebenfigur und ein Mehr an verrückter Ausstattung vorstellen können, ohne dass dies zu sehr von der Geschichte abgelenkt hätte. Aber sei's drum, der Film ist ungewöhnlich und liebenswert genug, um von mir vorbehaltlos empfohlen werden zu können. Somit also 4 von 5 rosa Schweinchen mit Zuckerguss.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Neue Märchen braucht das Land und die Produktion von und mit Reese Witherspoon hilft diesem Bedürfnis sehr phantasievoll ab. Dabei wird nach beinahe klassischem Erzählmuster die Geschichte eines Fluches erzählt, nur ist der Zauber, der ihn hier bricht ein wenig ungewöhnlich. Die süße Christina Ricci spielt die schweinsnasige Penelope, die nur durch die eheliche Verbindung mit einem "von ihrem Blute" vom Rüssel befreit werden soll. In vielfarbigen Kulissen schleicht die scheue Verunstaltete durch das Hochherrschaftliche Haus und bereitet sich auf den Tag vor, an dem ein Verehrer nicht schreiend vor ihrem Anblick davon läuft, sondern sie trotz Schweinsnase herzlich küsst. Doch schließlich wird ihr es ihr zu viel: Diese aufregende, glitzernde Welt hat schon viel zu lange auf ihren Auftritt gewartet! So marschiert das verzauberte Mädchen vermummt, aber entschlossen durch das heimatliche Tor und entdeckt die große Stadt.

Der Zeitpunkt des Eintritts in das selbstständige Leben ist von Penelope denkbar schlecht gewählt. Denn einer ihrer letzten Hochzeits kanditaten, Edward Vanderman (Simon Woods "Stolz und Vorurteil"), lief vor ihrem Anblick nicht nur schreiend davon, er entkam auch dem Butler, so das nun keine Geheimhaltungserklärung von dem Mitwisser vorliegt. Und der völlig panische Edward weiß nichts Besseres, als seine Geschichte der Polizei zu erzählen. Die halten ihn zwar für einen Spinner, doch der Journalist, der vor Jahren sein Auge lassen musste, als er einen Blick auf Baby Penelope werfen wollte, sieht nun seine zweite Chance gekommen. Jetzt muss nur ein adliger Spion eingeschleusst werden, der heimlich ein Bild von Penelope in Lebensgröße schießt. In einer Spielhölle sucht der findige Zeitungsschreibling den abgebrannten Max (James McAvoy "Geliebte Jane") auf, um ihm ein unwiderstehliches Angebot zu machen. Der spielsüchtige junge Mann geht darauf ein. Bevor Max Penelope zu Gesicht bekommt, unterhalten die beiden sich zunächst nur durch einen Spiegel. Die Unterhaltung trägt zur Freude der beiden bei, aber auch die Eltern Penelopes und die Heiratsvermittlerin sind begeistert, was die Videokamera für sie aufzeichnet. Doch als der große Moment kommt, als Penelope sich zu erkennen gibt, scheint auch dieses Date ein völliger Fehlschlag zu sein. Denn Max gesteht Penelope, dass er sie nicht heiraten kann. Als er zu einer Erklärung ansetzt, wendet sich die tief verletzte junge Dame enttäuscht ab und weigert sich, Max anzuhören. Der junge Mann gibt auf und zerstört vor seinem Auftraggeber die Kamera mit den enthüllenden Bildern.
Nach diesem erneuten Desaster beschließt Penelope, sich selbst mehr Freiheit zu gön-nen. In der großen Stadt trinkt sie ihr erstes frisch gezapftes Bier und schlendert unbekümmert durch den Park. Ihre neue Freundin Annie (Mini-Rolle von Reese Witherspoon) scheint ihr die Geschichte von der verpfuschten Nasen-OP abzunehmen. Doch als die suchenden Eltern auf ihre Tochter stoßen, gibt Penelope nach einer schnellen Verfolgungsjagd atemlos um. Besorgt nehmen ihre neuen Bekannten den Schal vom Gesicht und alle Welt blickt auf den Schweinerüssel!
Zum großen Erstaunen Penelopes nehmen die Medien großen Anteil an ihrem Schicksal und bald liebt alle Welt die Schweinsgesichtige! Sogar der vormals angeekelte Edward sucht sie auf und bittet sie um ihre Hand! Die Auflösung des Fluchs scheint nur noch ein "Ja-Wort" entfernt. Doch mittlerweile hat sich Penelope an ihr öffentliches Leben gewöhnt und sich mit ihrem Anblick anrangiert. Außerdem ist da noch eine unbestimmte Sehnsucht nach Max, dem sie in einer Bar zufällig wieder begegnete und der nun das Spielen aufgegeben hat und sich wieder der Musik widmet. Auch Penelope scheint er nicht vergessen zu haben. Soll sie ihm noch eine zweite Chance geben?

Da der Fokus der Kamera hier sehr oft auf die Gesichter der Schauspieler gerichtet hat, lebt die Geschichte sehr stark von der Mimik der Beteiligten. Simon Woods als neurotischer Adelsspross mit dem riesengroßen Ekelfaktor in Bezug auf Schweinsnasen stellt seine Gefühle ebenso auffällig zur Schau, wie uns die liebliche Scheu von der schweinsnasigen Penelope berührt. Mit der Zeit gewöhnt man sich so sehr an die Nase, dass man sich Christina Ricci gar nicht mehr ohne vorstellen kann! Okay, das ist natürlich übertrieben, aber es zeigt den Charme, den die Darstellerin zu entfalten versteht.
Auch James McAvoy geht ganz in seiner Rolle als Fast-Märchenprinz auf. Wie er sich nach einer ziemlich langen Pokerpartie endgültig vom Spieltisch losreißt oder wie er auf den ersten Anblick auf Penelope reagiert, sind große Momente, die ganz von McAvoys Ausdruckskraft leben.

Aber in welcher Stadt soll diese Geschichte spielen, die aus vielen zusammen gewürfelten Orten zu bestehen scheint? Gedreht wurde ja in London. Aber wahrscheinlich sollte das Märchenhafte der Erzählung mit den phantasievollen Eindrücken eines unwirklichen Ortes unterstrichen werden. Damit wurde hier auf jeden Fall nicht gespart und manche Kulisse wirkt es sehr kitschig oder aufgesetzt. Das Haus von den Wilherns ist zum Teil der bunt mit grünen Wänden und Penelope trägt dazu pinke und rote Kleider. Das ist vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber vielleicht waren die Filmemacher der Ansicht, dass auf diese farbenfrohe Ausstattung nicht verzichtet werden kann.

Auch die Figuren wurden zum Teil überzeichnet dargestellt. Zum Beispiel die furchtbar hysterische Mutter, mit ihrem Schönheitsfimmel oder die adligen Heiratsunwilligen, die vor Schreck durch das geschlossene Fenster springen. Ironie und Übertreibung mögen als Stilmittel nicht unbedingt fehl am Platze sein, aber manchmal ist es dann doch zuviel!

Das Ende des Films ist so märchenhaft und gefühlvoll, dass sich nicht nur der kleinwüch-sige Journalist eine gerührte Träne aus den Augenwickeln wischt und seine Kamera beiseite legt. Fast schon wartet man auf den klassischen Satz "Und wenn sie nicht gestorben sind..." Aber diese Worte kann man sich durchaus heimlich durch den Kopf gehen lassen!
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TOP 500 REZENSENTam 10. März 2014
Cyrano von Bergerac mal anders herum. Diesmal ist Cyrano ein Mädchen namens Penelope. Durch einen Uralten Fluch kam Penelope mit einer Schweinenase geboren. Ihre Eltern sind entsetzt und verstecken das Mädchen und fingieren sogar ihr Ableben. Nur einer von ihrem Blut, kann den Fluch brechen, also werden Adelige Bewerber gesucht, die Penelope heiraten sollen, damit der Fluch aufgehoben wird.

Diesmal ist die Geschichte jedoch eine familientaugliche Komödie mit den üblichen Zutaten. Vom gutaussehenden, liebenswerten Looser, zum verkannten Mammasöhnchen, über einen Reporter, der die Wahrheit herausfinden will, ist alles vorhanden. Vorhersehbare, unterhaltsame, seichte Familienunterhaltung, die mich vor allem mit einer Frage zurückließ: Was ist so schlimm an ihrer Nase? Warum so ein Aufhebens wegen einer Nase? Sie hat immerhin eine Nase, manche Leute haben keine, das ist schlimmer. Davon abgesehen, fand ich sie mit Schweinenase hübscher als mit normaler Nase.

Die Besetzung ist hochkarätig, Peter Dinklage als Reporter Lemon ist ein echter Lichtblick, während Russell Brand als Sam verschenktes Talent ist. Schöne, märchenhafte Kulissen (erinnert ein wenig an die Zauberhafte Welt der Amelie), nur insgesamt fehlt etwas. Da hätte es so viele Möglichkeiten gegeben, darauf hinzuweisen, dass ein Mensch mehr ist, als sein Äußeres oder seine Nase. Dass unsere Gesellschaft unglaublich oberflächlich ist… Man versucht es am Schluss noch einmal hinzubiegen, indem man die Kinder eine Moral zu finden sucht, aber irgendwie… es bleibt ein schaler Nachgeschmack der verpassten Chance. Insgesamt jedoch familientaugliche, seichte, amerikanische Märchenunterhaltung.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
VINE-PRODUKTTESTERam 4. November 2008
Für mich ist "Penelope" einer der besten Filme der letzten Zeit. Für meinen Geschmack ein kleines Meisterstück, weil ich nichts zu bemängeln habe. Ich war im Kino mehr als begeistert, da muss natürlich gleich die DVD her!

Die Schauspieler waren große klasse, der Film war sehr witzig und hat eine neue und fantastische Geschichte erzählt, die mir von der ersten bis hin zur letzten Minute gefallen hat. Der Erzählstil ist außergewöhnlich und schön märchenhaft, da ist es natürlich, dass einige Szenen etwas übertrieben wirken.

Ein toller Film, sehr witzig, aber auch emotional. Die Musik ist mehr als fantastisch, die Charaktere sind sehr interessant und wurden von wirklich jedem Schauspieler sehr gut verkörpert. Tolle Bilder und ein wohliges Gefühl in der Magengegend runden den Film perfekt ab.

Und nun kommt die Special Edition daher, was ich einfach fantastisch finde. Das Cover ist richtig schön, viel besser, als die der anderen Versionen. "Penelope" hat einen tollen Soundtrack, den es leider nicht in Deutschland gibt. Doch nun ist er in der Special Edition dabei und das freut mich, so kann ich endlich auch musikalisch in die Welt von "Penelope" eintauchen!
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Dezember 2010
die film dvd ist, den aufdruck ausgenommen, identisch zur einzel-edition und lässt bis auf fehlende
englische untertitel keinen anlass zur kritik. die dvdhülle ist von einem geprägten softschuber umgeben
und enthält neben der filmdvd noch eine postkarte und (was für mich ausschlaggebend war) den schönen
soundtrack mit 14 titeln (53:47 min) als original soundtrack-cd, die einzeln schon mehr als das doppelte kostet.
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am 13. März 2012
Penelope erzählt die tragisch-verzauberte Geschichte eines einsamen Mädchens, das sich selbst befreit.
Mehr zum Inhalt will ich gar nicht sagen, mehr zur Umsetzung:
Besetzung, Kostüme, Kulisse und Musik heben den Film in eine magisch-versponnene Atmosphäre, die dennoch im wahren Leben verankert bleibt. Trotz der Märchen-Elemente sind Handlung und Charaktere absolut verständlich und können gut nachempfunden werden. Die Gut-Böse-Grenzen sind unscharf gezogen, was die Geschichte auch für Erwachsene (besonders für romantisch veranlagte Frauen wie mich) interessant macht. Einige Szenen musste ich doppelt sehen, um alle Schichten der Handlung zu erkennen. Und damit wäre auch gesagt, dass auch bei mehrmaligem Schauen dieser Film noch Neues bietet, mal ganz abgesehen von der emotionalen Verzauberung (die jedes Mal Anschauen wert ist).
Fazit:
Ein Märchen mit einer klaren, ehrlichen Botschaft, die heute vielleicht wichtiger ist als zu alten Zeiten.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Juni 2009
Und wieder eine DVD zu der mich meine Schwester "nötigen" musste. Dieses Mal waren wir erfolgreicher.
Penelope ist ein modernes Märchen, bei dem einem das Herz aufgeht. Die Geschichte über das Mädchen mit der Schweinenase berührt einen und ist mit Christina Ricci sehr gut besetzt. Aber auch James McAvoy wirkt in diesem Film sehr anziehend und hat das gewisse Etwas. Die Schlussszene habe ich nicht nur einmal gesehen.....ich denke, das sagt alles aus.

Ein wirklich netter Märchenfilm für Menschen die auch mal in eine Fantasiewelt abtauchen können.
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