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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Entdeckung des Jahres 2000
Ich mag Amercina Beauty. Noch mehr aber mag ich Magnolia. Mehrere Menschen treffen sich an einem Tag durch Zufall oder durch Verbundenheit, finden oder verlieren sich. Nach einem fulminanten Prolog zum Thema "Zufall" verknüpft Autor und Regisseur P.T. Anderson die verschiedenen Lebenslinien. Sie werden meisterlich ineinander verwoben. Dabei werden Fassaden...
Veröffentlicht am 31. Dezember 2000 von Ralph Gluch

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Überambitioniert und anstrengend- Drei Stunden Film als Kraftakt
" Magnolia" dieses Lieblingsmonstrum des Feuilletons, die XXL -Geduldsprobe für den geplagten Zuschauer, der sich nach geschlagenen drei Stunden verflossener Lebenszeit mühsam aus dem Sessel quält, muss sich die ein oder andere Frage gefallen lassen.
Zum Beispiel, warum der dreißigjährige Regisseur Paul Thomas Anderson, der mit grosser...
Vor 6 Tagen von RUMBURAK veröffentlicht


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Entdeckung des Jahres 2000, 31. Dezember 2000
Rezension bezieht sich auf: Magnolia (2 DVDs) (DVD)
Ich mag Amercina Beauty. Noch mehr aber mag ich Magnolia. Mehrere Menschen treffen sich an einem Tag durch Zufall oder durch Verbundenheit, finden oder verlieren sich. Nach einem fulminanten Prolog zum Thema "Zufall" verknüpft Autor und Regisseur P.T. Anderson die verschiedenen Lebenslinien. Sie werden meisterlich ineinander verwoben. Dabei werden Fassaden nieder gerissen. Dahinter zeigt sich das andere Bild: einsam, verletzt und verletzlich, mut- und ratlos, Liebe suchend. Fast drei Stunden dauert das Epos. Aber da ist (beinahe) keine Minute zuviel. Als Zuschauer wird man in den Strudel der Geschichten und Episoden hineingezogen. Wenn man wieder auftaucht, hat man ein anderes Gesellschaftsbild. Dieses bezieht sich im Film zwar auf die Staaten. Der Film könnte aber in jedem anderen westlichen Land spielen. Die Unterschiede sind nicht mehr gross. Für mich die Entdeckung des Jahres 2000.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein eindrucksvoller FIlm! <--Zufall? Bestimmt nicht!, 3. Mai 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Magnolia (2 DVDs) (DVD)
Was auch immer Zufall ist, der Film ist nicht durch ihn entstanden.
Dennoch lebt er von Zufällen oder besser gesagt von mit einander verflochtenen Geschichten, die alle eines gemeinsam haben:
Fehler, deren Auswirkungen, Unzufriedenheit oder gar Hass als Folge; und Sehnsucht, Sehnsucht nach Vergebung.

Der Film spricht von Schmerz, von Wut und von verlohrener Elternliebe. Und dennoch wird er zumeist aufgrund falscher Erwartungen, nur zu oft missverstanden. Ich kann davon schreiben wie wunderbar dieses Meisterwerk ist und wecke damit unweigerlich falsche Hoffnungen, denn dies hier ist kein Hollywoodgesülze, das geziehlt auf die allgemeine Tränendrüse drückt oder schmertteringartige Bauchgefühle erzeugen will. Nein, dieser Film ist einfach schlicht das, was ein jeder von ihm wahrnimmt, da er erst auf persönlicher Ebene emotional wird. Der Film will nicht einfach unterhalten, er zeigt Schicksale, wie es sie zu genüge in unserer Geselschaft gibt, lädt zum mitfühlen ein, weckt Interesse und berührt den, der sich in einer der Geschichten wieder findet.

Überaus beindruckend ist wie P.T. Anderson (Regisseur) die Schicksale geziehlt, auf eine Weise miteinander Verstrickt, die weit entfehrnt von rationalem Denken liegt. Er lädt durch die verrücktesten "Zufälle" den Zuschauer ein, den Verstand mal beiseite zulegen und den Film ausschließlich mit dem Gemüt zu betrachten; was zur Folge hat ihn besser verstehen und besser mitfühlen zu können. All diese Ereignisse, seien es Zufälle, von Gott vorbestimmte Dinge oder der gleichen, haben alle eines gemeinßam: Sie holen den Zuschauer aus dem gewohnten, verstandlastigen Denken herraus und ermöglichen es ihm mitzufühlen.
Und das ist geradezu ein Geniestreich.

Kein Film für den müden Moment am späten Abend. Ähnlich wie bei Casion oder Der Pate muss man sich geziehlt Zeit nehmen. Immerhin handelt es sich um ein 180 minütiges Meisterstück, welches leider auch seine Längen hat, den geduldigen Zuschauer jedoch stets darüberhinweg tröstet und mit einem etwas seltsamen, aber dennoch beeindruckenden Ende aufwartet.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein fuliminantes Meinsterwerk, 17. Mai 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Magnolia (2 DVDs) (DVD)
"Magnolia" ist ohne Zweifel einer der besten, wenn nicht gar der beste, Film der vergangenen 10 Jahre.

Paul Thomas Anderson ist ein in jeder Hinsicht dynamisches Meisterwerk gelungen, dass einen dermaßen packt, dass über drei Stunden hinweg nichts anderes übrig bleibt als ungläubig den Atem anzuhalten und den Kopf zu schütteln:

"Magnolia" ist Kino der ekstatischen Überwältigung. So sehr, dass es bei anderen Regisseuren wohl als Pathos aufgestoßen wäre, doch da "Magnolia" vollkommen aus dem emotionalen Geflecht seiner Figuren funktioniert, die allesamt abseits einer pragmatisch rezensierbaren Realität in den Fängen ihrer selbst geschaffenen Realität (die sich im Fernsehen findet) an ihr vorläufiges Ende angelangt sind, gelingt Anderson das Kunststück es niemals zu übertreiben; uns immer wieder, wenn auch nur kurz, vor dem Absturz von diesem schmalen Drahtseil zu bewahren.

"Magnolia" lebt und atmet gewissermaßen im Takt eines kurz vor dem Tod stehenden Menschen, dem es nicht gelingen mag mit der eigenen, schuldhaften Vergangenheit abzuschließen:

Die Kamera dazu bewegt sich dermaßen schnell, dass es überwältigend ist, jede Einstellung will gelingen, erzählt immer wieder eine ganz eigene Geschichte, das Ensemble um Tom Cruise (die beste Rolle seines Lebens!) spielt nuanciert und eindringlich, die Dramaturgie und der Schnitt wirken wie in einem Fluss und die Musik von Aimee Mann wirkt gar wie eine eigenständige Figur, die zum unverzichtbaren Begleiter der Akteure wird.

Cineastisch gesehen ist "Magnolia" ein Paradebeispiel an Filmkunst und Filmhandwerk.

War "Boogie Nights" bereits bester Beweis dafür, dass Anderson wohl die legitime Nachfolge von Martin Scorsese antreten wird, so mag "Magnolia" endgültig dieses Erbe zementieren. War "Boogie Nights" der gelunge Studienabschluss, ist "Magnolia" wohl die Doktor-Arbeit.

"Magnolia" vereint virtuos die Qualitäten jenes New Cinema in sich, dass in den 70er und 80er Jahren von Scorsese, Coppola, Spielberg und DePalma geschaffen wurde und treibt es mit eigener Note bis zur Perfektion. Klassisches trifft hier auf Aimee Mann, Kubrick (das Strauss-Motiv aus "2001" spielt auch hier eine große Rolle) auf Kokain, Tom Cruise auf Sex..."Magnolia" ist ein Meisterwerk!! Und wenn es am Ende Frösche regnet, wissen wir, dass wir es mit dem Lebenswerk eines jungen Genies zu tun haben.
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52 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auch Bücher mit sieben Siegeln können schön sein..., 13. Januar 2007
Von 
Lux Aeterna - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Magnolia (2 DVDs) (DVD)
Zunächst einmal:
Man muss nur einen Blick auf die sehr stark divergierenden Bewertungen hier auf Amazon werfen um zu sehen, dass sich an diesem Film die Geister scheiden wie an kaum einem anderen. Die einen Rezensenten preisen ihn als "den besten Streifen der Neunziger Jahre", die anderen wünschten sich, ihn nie gesehen zu haben.

Ich für meinen Teil muss gestehen, dass ich Schwierigkeiten hatte, "Magnolia" zu bewerten - denn obgleich ich ihn nun schon mehrere Male gesehen habe, drängt sich mir dennoch die Ahnung auf, seine Vielschichtigkeit nach wie vor noch nicht vollends durchdrungen zu haben.

Worum geht es?
Regisseur und Drehbuchautor Paul Thomas Anderson entfaltet in dem episodisch erzählten Drama ein - anfangs beinahe verwirrend vielfältiges - Bouquet einzelner Handlungsstränge: Der Zuschauer lernt neun Menschen kennen, die zunächst, obgleich allesamt in Kalifornien lebend, in keiner besonderen Verbindung zu einander zu stehen scheinen. Sie alle werden jedoch, wie sich alsbald zeigt, von (unterschiedlich schweren) Belastungen gepeinigt - sei es in Form gravierender gesundheitlicher Probleme ihrer selbst oder eines ihnen sehr nahe stehenden Menschen, sei es infolge familiärer Konflikte oder auch aufgrund allgemeiner zwischenmenschlich-sozialer Schwierigkeiten der Betreffenden.

Erst ganz allmählich kristallisiert sich heraus, dass alle diese Menschen damit sehr wohl etwas gemeinsam haben; dass ihr Handeln - so autark es ihnen subjektiv auch erscheinen mag - dennoch Auswirkungen auf die jeweils anderen Figuren des Streifens hatte und nach wie vor hat.
Zunehmend verbindendes Element sind hierbei weniger die Wirkungsweisen des Zufalls, der die Wege der Charaktere im Verlauf der Handlung in bisweilen verblüffender Weise kreuzen lässt, sondern vielmehr die Frage nach individueller Schuld. Diese tritt im Zusammenhang mit einzelnen Verfehlungen ganz unterschiedlicher Art mehr und mehr zutage, beginnend etwa bei Betrug und Diebstahl, weitergehend über eheliche Untreue bis hin zu möglichem Missbrauch der eigenen Tochter. Die im Film dargestellten Figuren haben unter derlei schlaglichtartig dargebotenen Impressionen unterschiedlich drastischer Abgründe menschlichen (Fehl-)Verhaltens und den hieraus resultierenden Wechselwirkungen im Umgang mit ihrem persönlichen Umfeld massiv zu leiden - und zwar sowohl die jeweiligen Opfer als auch die mutmaßlichen Täter.

Insofern verlangt "Magnolia" seinem Zuschauer sehr, sehr viel ab.
Es ist definitiv kein Streifen, den man anlässlich eines geselligen DVD-Abends mit Freunden schauen sollte; ein entsprechender Versuch meinerseits endete denn auch eher desaströs.
Der Film giert regelrecht nach der uneingeschränkten Aufmerksamkeit des Zuschauers, gesteht diesem keinen noch so flüchtigen Augenblick der Ablenkung zu, denn jede scheinbar noch so beiläufig gesprochene Textzeile, jede noch so nebensächlich erscheinende Geste der Charaktere, jede noch so zufällig wirkende Kameraeinstellung dieser multiplen Charakterstudie ist derart bedeutungsschwanger und inhaltlich geladen, daß man sofort Gefahr liefe, den Anschluss an die zahlreichen Erzählfäden zu verlieren, wenn man auch nur einen kurzen Moment lang gedanklich abschweifte.

Das mag sich nun übertrieben lesen, trifft aber tatsächlich zu; nicht zuletzt einige der hiesigen negativen Bewertungen machen mit ihren Ausführungen anschaulich deutlich, dass es mitunter sehr schwerfallen kann, die obig beschriebene, dringend benötigte Aufmerksamkeit über gut drei Stunden unentwegt und ohne kleinste Abstriche aufrecht zu erhalten, insbesondere aufgrund der streckenweise ausgesprochen dialoglastigen - und damit vermeintlich handlungsarmen - Struktur des Streifens.

Auch emotional muss der Zuschauer einiges leisten.
"Magnolia" funktioniert nur, wenn der Rezipient willens und in der Lage ist, sich auf den Film einzulassen. Das klingt leichter, als man es umsetzen kann, denn der Streifen ist weitgehend von solch tiefgreifender Wehmut und Verzweiflung gezeichnet, daß er den Zuschauer in immer quälendere Abgründe von Hilflosigkeit hinabreißt; einige meiner Bekannten waren davon schlicht überfordert oder gerieten aufgrund ihrer eigenen Bewegtheit dermaßen in Verlegenheit, dass sie sich weigerten, den Film bis zum Ende zu schauen.
Wie schmerzhaft er mitunter in latent vorhandenen Wunden bohren kann, lässt sich wohl auch an der Tatsache anschaulich ablesen, dass er gerade von jenen meiner Bekannten in Bausch und Bogen abgelehnt wird, deren persönliche und/oder familiäre Situation den im Film thematisierten Konflikten erschreckend nahe kommt.

Doch macht so etwas den Streifen zu einem schlechten Film?
Dürfen nur Dokumentationen auf "Arte" oder Beiträge in der "Zeit" halbwegs anspruchsvoll sein? Darf ein Kinofilm seinen Zuschauer nicht bis an dessen individuelle emotionale Grenze bringen?

Ich denke doch, er darf - und deshalb kann ich mich den teilweise harschen Verrissen hier auch nicht anschließen.
Dennoch möchte ich "Magnolia" auch nicht gleich im Umkehrschluss, wie andere Rezensenten es getan haben, zum "mit Abstand besten Film aller Zeiten" küren, denn natürlich hat auch er seine Schwächen.

So erscheint mir der Themenkomplex "Krebs" zu stark vertreten; gleich zwei der handelnden Charaktere leiden an verschiedenen Formen der Krankheit, von weiteren Menschen, die an Krebs verstorben seien, ist die Rede - das erscheint mir überladen. Mag sein, dass Anderson hier eigene Traumata verarbeitet hat; eine derart einseitige Schwerpunktsetzung solch vieler Krebserkrankungen auf engstem Erzählraum ist der Glaubwürdigkeit aber eher ein Stück weit abträglich.

Auch das Finale des Streifens lässt den Zuschauer eher hilflos und verwirrt zurück.
Das brachiale, metaphysisch eingefärbte Naturphänomen, welches plötzlich und regelrecht schockartig über die Handlungsstränge hereinbricht, soll nach Aussage des Regisseurs offenbar nicht, wie oft vermutet, eine Reminiszenz an die entsprechende alttestamentarische Plage sein. Ich hatte diese dramaturgische Zäsur des Films bislang so gedeutet, dass in diesem einschneidenden Ereignis der grundlegende Wandel zum Besseren versinnbildlicht wird, der für die einzelnen Charaktere gegen Ende des Streifens eintritt - doch analog zu der Äußerung Andersons soll dem wundersamen Regen wohl gar keine kathartische Wirkung beigemessen werden.
Was stattdessen? Das Spektakel geschieht einfach nur so, passiert quasi lediglich um seiner selbst willen?

Wie weiter oben erwähnt:
Auch wenn ich "Magnolia" nun schon mehrfach mit Begeisterung gesehen habe, kann ich nicht mit Bestimmtheit behaupten, inzwischen voll und ganz zu dem Streifen durchgedrungen zu sein. Er wirft immer noch viele Fragen auf, mit denen er den Zuschauer schließlich sich selbst überlässt.

Dennoch - oder gerade deshalb - verdient er, nicht zuletzt aufgrund der phänomenalen schaupielerischen Leistung ausnahmslos aller Darsteller sowie wegen seiner enormen atmosphärischen Dichte, seiner überaus gelungenen Dramaturgie und einem fulminanten Soundtrack, vier Sterne.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wirklich großes Kino, 20. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Magnolia (DVD)
Ich bin ein ungeduldiger Filmegucker. Mir sind kurze Filme lieber als lange. Generell kann man mich sehr oft nach der Uhr sehen ertappen – beim dreistündigen Epos MAGNOLIA aber kein einziges Mal!

MAGNOLIA ist an sich kein innovativer Film. Die Idee, mehrere Menschen miteinander zu verknüpfen, ist nichts neues. Auch die Konfrontation dieser Figuren mit dem Tod nicht. Tatsächlich aber gelingt es P. T. Anderson mit diesem Meisterwerk, das sich nur über einen sehr kurzen Zeitraum erstreckt (nicht länger als einen Tag), die Figuren plastisch und ambivalent herauszubilden. Aus den Schauspielern holt er das beste heraus, nicht nur aus Philip Seymour Hoffman, Julianne Moore oder Jason Robards, von denen man kaum etwas anderes erwartet, sondern sogar aus – man halte sich fest – Tom Cruise, der hier höchstwahrscheinlich die beste Performance seiner ganzen Karriere abliefert!

Bei genauer Betrachtung MAGNOLIAS stockt einem der Atem: Anderson hat sich hier als exzellenter Regisseur bewiesen. Hochkomplexe Bilder löst er meisterhaft auf – photographiert werden sie von Altmeister Robert Elswit, der hierfür nicht einmal für den Oscar nominiert wurde (dafür erhielt er ihn 2008 für THERE WILL BE BLOOD; 2000 erhielt ihn Conrad L. Hall für AMERICAN BEAUTY, den ich noch nicht gesehen habe, an den ich jetzt aber sehr hohe Ansprüche habe!).

MAGNOLIA erzählt eine spannende und tragische Geschichte (oder neun?) mit viel Witz, ist dabei tiefgründig und keine Sekunde lang ermüdend, wunderschön anzusehen und hervorragend gespielt. Einzig seine Länge kann man dem Film zum Vorwurf machen. Aber wenn ihr mich fragt, sitzt jeder Schnitt am richtigen Fleck. Wenn ich die Möglichkeit hätte, an MAGNOLIA etwas zu ändern – ich würde es nicht tun.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aua..., 27. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Magnolia (DVD)
Es gibt immer wieder Phasen des Lebens, sagt mein koreanischer Meditationsmeister, wo persönliche Entwicklung nur mit Schmerzerleben möglich ist. Nun, gemeinhin sucht der modern kultivierte Mensch den Schmerz zu meiden (Masochisten ausgenommen) und die Bewerbung Schmerz stillender Mittel im Fernsehen spricht hier für sich selbst. Magnolia ist ein Film über Schmerzempfinden, das aus den Lebenserfahrungen der Protagonisten bis hin zum Krebs Endstadium entsteht bzw entstanden ist und indem Magnolia den Zuschauer nun daran teilhaben lässt und der Epilog es einem an drei Beispielen vorstellt, dass scheinbar nichts im Leben ohne Koinzidenzen geschieht, wie denn die Protagonisten in ihrem Leiden alle aneinander gebunden sind, folgt der Film der Meinung Aristoteles zum Wesen der Tragödie, dass sie geneigt ist, ihren Betrachter von eben solchen Gefühlen zu reinigen, wofür Regisseur Anderson immerhin drei volle Stunden braucht, wie er sich gegen einen Zeitgeist stemmen muss, der den Sinn des Leidens nur zu gern negiert. Wer sich angesichts solcher Dauer erfolgreich dagegen wehrt, eine innere Reflexion zu zulassen, kann diesen Film eigentlich nur schrecklich, langweilig und mit "viel zu viel Geräusch auf der Tonspur"(O-Ton) empfinden. Doch allein die Sequenz in der alle Protagonisten an getrennten Orten eine Passage von Wise up (Der Soundtrack ist ohnehin eine Klasse für sich) mit singen, summen oder röcheln ist ein ganz großer Moment des Kinos und selbst Tom Cruise als Guru eines Neo Machismo Kults, der zunächst seine gewohnt überlegenen Performance gibt, kommt hier erst zur Sprachlosigkeit und dann zu einem Gefühlsmoment,den man ihm in der Intensität seiner Darstellung kaum noch zugetraut hat. Kurzum: Dieser Film ist in seinem Genre ein Meisterwerk.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk, 20. Februar 2012
Von 
Micky (Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Magnolia (DVD)
Über 3 Stunden, dazu ein Intro, das etwa 20 Minuten dauert.
Kein Wunder war der Film nie so erfolgreich, wie er hätte sein sollen.
Das Problem des Filmes ist sein unglaublicher Tiefgang. Das hat man so, gar noch nicht gesehen, und deswegen ist der Zuschauer schlicht überfordert. Dabei ist der Strang des Filmes so klar, wenn man ihn denn mehrmals gesehen hat und die nötige Geduld und das nötige Wissen besitzt, um die Bilder richtig zu deuten.
Sind die (schlechten) Dinge die geschehen Zufall? So lautet die Eingangsfrage. Und am Ende meint einer der Protagonisten, dass selbst ein Regen mit Fröschen zu den Zufällen gehört, die "einfach so" passieren. Der unkundige Cineast steht in Gefahr, das für die Aussage des Films zu halten. Dabei sagt der Film die ganze Zeit, dass nichts zufällig geschieht.
Da stirbt ein Mann, wie (s)ein Hund. Da steht im Zentrum eine Kindershow und die Protagonisten sind vornehmlich Kinder (wenn auch meist bereits Erwachsene), welche alle auf ihre Art die Sünden ihrer Eltern tragen.
Alle Konflikte spitzen sich zu auf einen monumentalen Regen, der alle Akteure zum Innehalten zwingt. Es regnet Frösche. Um dieses Bild zu verstehen, müsste man das Buch Exodus, welches im Film zitiert wird, nicht nur kennen, sondern auch den Sinn der 10 Plagen in diesem Buch verstehen. Für den Unkundigen versucht der schwarze Junge in seinem Rap die Bedeutung zu entschlüsseln.
Alle halten inne. Und die Meisten beginnen zu lernen. Für einen ist es zu spät zum lernen. Er ist tot. Ein anderer versteht nichts und lernt nichts (Vater des Wunderkinds). Und der Zuschauer? Wenn er die Zusammenhänge nicht im Film erkennt, wird er sie auch im Leben nicht erkennen, wird alles für Zufall halten. Aber wenn er die Zusammenhänge erkennt, wird er ganz viel lernen.
Ein Meisterwerk, das es Wert ist, bis auf den letzen Satz und auf das letze Bild zu analysieren und zudem noch ein Genuss für alle Sinne.
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50 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein anspruchsvolles Meisterwerk mit Tiefgang, 24. Oktober 2001
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Magnolia (2 DVDs) (DVD)
Magnolia ist ein unglaublich dichter emotionaler Film.
P. T. Anderson gelingt es von Anfang an, beim Betrachter eine einzigartige Stimmung auszulösen.
Der Film beginnt mit einer meisterlichen Sequenz über das Thema "Zufall und Bestimmung".
Danach werden die 9 Charaktere geschickt der Reihe nach dem Zuschauer nähergebracht. Dabei wurde darauf geachtet, dass sich jede Person ganz deutlich von der anderen abhebt.
Nach dieser Exposition beginnt ein Handlungsgeflecht, das nicht mit dem anderer Filme vergleichbar ist.
Anstatt sich auf eine Hauptperson und ein paar Nebenfiguren zu konzentrieren, beleuchtet der Film anhand prägnanter Szenen neun Hauptpersonen. Es entwickeln sich verschiedene Handlungsstränge. Der Zuschauer merkt jedoch schnell, dass Anderson diese scheinbar lose Aneinanderreihung von Einzelschicksalen schrittweise geschickt miteinander verknüpft.
Magnolia ist wirklich ein sehr anspruchsvoller Film mit faszinierenden schauspielerischen Leistungen und einer ergreifenden Musik.
Man muss jedoch 100% bei der Sache sein, wenn man diesen Film verstehen und ihm gerecht werden möchte. Ein Film fernab vom Popcorn-Kino à la "Charlies Angels" oder "American Pie".
Meine Meinung: EIN ECHTES MEISTERWERK!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Magnolia, 8. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Magnolia (DVD)
Ich bin wahrhaftig kein Tom Cruise-Fan und Actionfilme wie Mission Imposible sind schon mal gar nicht meine Welt, aber in Magnolia ist er grandios. Ein Schauspieler, der den Verführer so auf den Punkt spielt, daß man glatt vergißt, daß er danach nur noch Actionfilme gemacht hat. Ich denke mal wegen des kommerziellen Erfolges.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein Lieblingsfilm - und er wird es bis auf weiteres bleiben, 6. Dezember 2003
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Magnolia (2 DVDs) (DVD)
Mein absoluter Lieblingsfilm, den ich immer wieder anschauen kann und der trotzdem nie langweilig wird - obwohl ich mir vorstellen kann, dass manche ihn langweilig finden. Ich jedoch entdecke bei jedem Wiedersehen neue Kleinigkeiten (Film-Enthusiasten mögen noch mehr entdecken als ich.) Man kann dem Film vorwerfen, er kopiere Altman und andere, aber manchmal ist eine Kopie eben doch besser als das Original. Er verbindet das Kleine mit dem Großen, das Unverständliche mit dem Erklärbaren, Liebe und Hass, Gewalt und Sanftheit, Ordnung und Chaos und bettet es ein in ein Panoptikum der (mehr oder weniger) alltäglichen Krisen, Nöte, dem Leid am Dasein und der Freude am Dasein. Und dieser Film tut es mit fast magischen Bildern und Klängen sowie hervorragenden Schauspielern. Für mich: ein absolutes "Muss".
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Magnolia
Magnolia von Jason Robards (DVD - 2008)
EUR 7,99
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