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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Da wächst was Großes heran, 3. Oktober 2008
Von 
Kleinfeld, Ralf (www.politikon.org) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Censored Colors (Audio CD)
Einfach Irre, wer alles aus Wasilla, Alaska kommt. Sarah Palin (die Frau an McCains Seite), April Flowers (ein weiblicher Pornostar). Und dann einige der Mitglieder von Portugal. The Man. Nach der hier vorgelegten dritten Platte ziehe ich meinen Hut vor einer Band, die sich in sehr kurzer Zeit in die Champions League der Independent Music katapultiert hat.

Wer in die Platte reinhört, bemerkt schnell, dass es sich hier um eine Band mit einem unverwechselbaren Sound handelt. Egal, ob sie leisere Töne anschlägt, die an Cake, Deus, At-the-Drive-In erinnert. Oder ob die Band 40 Jahre Rockmusik wie durch ein Kaleidoskop in völlig eigenständige, extrem tanzbare Songstrukturen integriert. Dabei schafft es die Band immer wieder, Tempo- und Stilwechsel innerhalb eines Stücks ohne jede Bruchstelle harmonisch einzufangen. Viele der Songs wirken so wie Hymnen, die bei jedem Hören wachsen und wachsen.

Und wenn man dann meint, die Musik von Portugal. The Man einigermaßen zu kennen, trifft man die Band in einem Konzert und ist noch einmal überrascht. Da trat eine extem spielfreudigen Gruppe auf, deren Mitglieder sich als geniale Psychedelic Musiker erwiesen. Die Stücke, die man fast alle von den Platten kannte, wirkten im Konzert irgendwo angesiedelt zwischen Velvet Underground, Big Brother, Marvin Gaye und Chicago, bevor sie nahtlos in Songs von Nirvana und Sonic Youth übergingen.

Gegenüber dem famosen Debütalbum ist "Censored Colours" kantiger, hat aber dafür auch mehr "Hymnen" und kommt schon nahe an den Live-Sound heran. Vier starke Stücke finden sich am Anfang (1-4). Es folgt eine kleine Ruhepause, bevor dann vier Hammerstücke hintereinander folgen: New Orleans, Never Pleased, Sit Back and Dream and Hard Times.
Wer alle Stücke in einem Rutsch hintereinander hört, dürfte Emo-tional mitgenommen sein. Kein Easy Listening, eher ein Sigur Ros ähnliches Erweckungserlebnis!

Fazit: Große Rockmusik! Generationenübergreifend! Selten hat eine aktuelle Band so kompetent weiße und schwarze Musik der 60er und 70er Jahre (ohne Retro zu sein) mit Grunge, Reggae und Hiphop zu etwas so ganz Neuem verschmolzen.

Damit sind Portugal. The Man für mich auch in diesem Jahr einer der heißesten Anwärter in der Kategorie Gruppe/Platte des Jahres.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ja und Nein, 8. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Censored Colors (Audio CD)
Schön wenn eine Band als genial zu bezeichnen ist. Gut, wenn man sich darüber einig ist. Problematisch wird's erst in der Beurteilung der einzelnen Platten. Ist das Selbstverständnis der Genies obendrein, dass ihre Musik vornehmlich Kunst darstellen soll, wird's bei Rockmusi bekanntlich problematisch (Ist jetzt "Vespertine" das größte Müll- oder das größte Machwerk von Björk?).
Mit Portugal.The man hat man damit spätestens jetzt ein Problem. Völlig unstrittig ist dabei zunächst, dass sie, wie schon auf "Church Mouth", durchblicken lassen jederzeit ein Album schaffen zu können, das alle anderen Alternative Bands zu Deppen ihres eigenen Schaffens degradieren würde...und allen Radiohead-Jüngern, Arcade Fire-Anbetern, Connor Oberst-Verehrern, Dredglingen und wem auch immer sofort die Prädikate "Album des Jahres" bis hin "beste Band aller Zeiten" aus den Ärmeln schießen würden.
Sie wollen aber scheinbar nicht. Dafür haben sie, wie es aussieht zu viel verschiedene musikalische Interessensgebiete abzudecken. Sie haben eben auch noch mehr Soul, mehr Jazz, Blues und Deep Purple als ihre Artgenossen im Blut.
Mal eben flirrt da zum Beispiel bei "And I" der verzweifelte Schmerzensloop durch die Stille, nach dem Radiohead schon immer gesucht haben. "1989" ist ein Lied, das man so ähnlich schon oft gehört zu haben meint, die Inbrunst mit der es gesungen ist, hinterlässt einem dennoch am ganzen Körper eine Gänsehaut. Die Art von jazzig-souligem Trompetensolo, die ich bei Sting immer nicht mochte, bekommt bei "New Orleans" einen dermaßen geilen verrockten Reggae-Groove untergejubelt, dass es einen schier vom Hocker reißt, usw...
Es ist mir persönlich aber mittlerweile ein bisschen viel. Ich blick in der zweiten Hälfte des Albums zum Teil noch weniger durch, als in zweiten Teilen von Mars Volta-Platten. Mir gefällt zum Beispiel "All Mine" eben einfach auch nicht. Ich fand die beiden Vorgänger besser, trau der Band aber weiterhin alles zu - bis hin zu einem Deep-Purple-Cover Album.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Stilsuche?!, 10. September 2008
Von 
Gabriel Brückner (Ravensburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Censored Colors (Audio CD)
Lange habe ich auf die neue Platte von Portugal. The Man gewartet.
Als ich die CD das erste Mal durchgehört hatte, war ich mir nicht so ganz sicher, was ich davon halten sollte. Aber mein erster Eindruck war: Schlechter als Church Mouth!!
Mittlerweile bin ich er Meinung, dass man die Alben nicht vergleichen kann. In vielem kann ich DJ aDobe in diesem Fall recht geben: Man bekommt, bei einer Gesamtansicht des Albums, den Eindruck, als wage sich die Band in mehreren Musikrichtungen vor. Mit großem Erfolg, wie ich aber nach erneutem Durchspielen der Platte feststellen konnte. Wahnsinnig viele Aspekte verschiedener Musikrichtungen werden in den einzelnen Tracks berücksichtigt und genial nach Art von Portugal. The Man mit eingebaut.
Aber für mich klingt vieles eher nach einer Art Stilsuche. Während sich in "Church Mouth" schon etwas mehr die Richtung der Band herauskristallisiert hatte, bekommt man bei "Censored Colors" eher wieder das Gefühl, als hinge die Band stilistisch gesehen in der Luft.
Dies nimmt der neuen Platte die Einheit und lässt die einzelnen Tracks etwas willkürlich erscheinen.

Trotz allem ist Portugal. The Man musikalisch gesehen für mich eine der genialsten Bands überhaupt und damit verdient das Album meiner Meinung nach vier Sterne.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musik zum in drin untergehen, 27. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Censored Colors (Audio CD)
Das dritte Album einer Band ist meines Erachtens immer eins der wichtigsten, weil sich hier zeigt ob sich eine Band von dem im Vergleich zum ersten schwacherem zweiten Album (so auch in diesem Fall) erholen kann oder weiter abfällt. Und was soll ich sagen...Censored Colors ist(trotz eines weiteren Conor Oberst Albums) mein Album des Jahres.
Die 3 Jungs aus Alaska fahren hier einen deutlichen ruhigere und langsamere Gangart als in den ersten beiden Alben und beweisen hierdrin eine in dem Ausmaß unerwartete Stärke. Elektrische Klänge sind zum Großteil akkustischen/klassischen Instrumenten gewischen, was man nicht unbedingt mögen muss. Den harmonischen Klang in dem man sich fast schon selbst verlieren kann, kann man aber den meisten Tracks nicht absprechen.
Was stilistisch noch erwähnt werden muss, ist dass mehr als bisher mit Hintergrundchören gearbeitet wurde. Portugal. The Man beweisen mit diesem Werk eine, im Gegensatz zu vielen anderen Bands nur verbal gezeigte, Weiterentwicklung/Neuausrichtung. Demnächst sind die Jungs auch wieder live in Deutschland unterwegs (was sich Fans auf keinen Fall entgehen lassen sollten, da die Band auch ungeheure Live-Stärken hat).
Anspieltipp: Created (auf den vorherigen Alben hätte so ein Track noch deplaziert gewirkt)
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5.0 von 5 Sternen "Wo solls eigentlich hingehen?"; "Da fehlt eine klare Richtung"...., 6. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Censored Colors (Audio CD)
... schrecklich, was muss man nicht alles an "Kritiken" lesen, wenn eine junge Band experimentiert und nicht sofort in eine Schublade zu stecken ist... man man man; gut mittlerweile hat sich die Band etwas von diesen Kritiken einnehmen lassen, aber hier wird jetzt über das dritte Album geschrieben!

Los geht's eventuell etwas unspektakulär, eine schöne ruhige, aber melodisch schöne Nummer zum Auftakt und hinterher noch eine ruhige Ballade!? Orrientiert man sich am Vorgänger, der teilweise etwas lauter war, erstmal ungewohnt. Aber das Album entwickelt, man greift im Arrangement zu Streichern, vereinzelten Bläsern und ein Keyboarder ist neu als festes Mitglied zu begrüßen. Aber die Band zeigt hier Qualitäten, schafft musikalische Momente mit diesen neuen Elementen, die einen überraschen.

Ja wo solls nun hingehen, zum Ende hin kommt sogar ein...nun ja, progressiverer Teil, den man gut und gerne als einen musikalischen Epos betiteln könnte... Wo solls denn nun hingehen!?

Ganz ehrlich, mir Wurscht, der Weg war schon immer das Ziel und der Weg, also die Songs; dieses Talent der Band, zu improvisieren und sich in einen musikalischen Rausch zu spielen und dann noch auf einem Studioalbum festhalten zu können, das können heutzutage nur wenig Bands. Hier liegt ein in sich stimmiges Album vor, darauf kommt's an. Die Platte war für mich mal endlich wieder ein Album, das ich lange hören konnte und nach wie vor gerne auf den Plattenteller kommt!
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5.0 von 5 Sternen Macht gute Laune, 14. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Censored Colors (Audio CD)
Ich ertappe mich selbst nur selten dabei, Lieder im ÖPNV, in Mathematikvorlesungen und/oder während der Körperreinigung mitzusummen, aber Lay Me Back Down ist ein verdammter Ohrwurm, seit Monaten schon. Das vom Feuilleton gepriesene Vorgängerwerk Church Mouth war durchaus auch recht nett, aber Censored Colors ist schlicht grandios.

Das Eröffnungsstück (das bereits erwähnte Lay Me Back Down) führt, was heutzutage nicht mehr allzu selbstverständlich ist, tatsächlich in die Stimmung des Albums ein; es mag durchaus sein, dass da der Überschwang aus mir spricht (und im Kopf den Refrain von Lay Me Back Down mitsummt), jedoch ist die sprichwörtliche Sonne, die beim Hören aus dem Gesäß des Konsumenten strahlt, noch eine fast zu blasse Metapher.

Der hohe Gesang wird vermutlich an sich nicht jedermanns Geschmack entsprechen, aber er passt zur Musik. Mal im Ernst: Metal-Gegrunze zu Sommermelodien?

'Tanzbar' ist, wenn auch ein recht metaphorischer Kunstbegriff, eins der beiden Wörter, mit dem sich dieses Album am besten zusammenfassen lässt. Das andere ist 'fröhlich'.

Macht Spaß!
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Censored Colors
Censored Colors von Portugal. The Man (Audio CD - 2008)
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