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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kino für den Bildschirm
Six Feet Under ist nach den Sopranos die zweite, von HBO produzierte Serie die ich, die aus guten Gründen keinen Fernseher besitzt, mir mit Vergnügen reinziehe. Wieder eine Famlienserie, die den üblichen Rahmen sprengt und irgendwo im ZwischenRaum von Fernsehen und gutem Kino angesiedelt ist, Dies sowohl was die filmischen Mittel angeht als auch von den...
Veröffentlicht am 13. September 2009 von Angela Osius

versus
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für mich zu überzeichnet
Die Serie ist mit Liebe zum Detail gemacht. Die Schauspieler gut besetzt, die Deco/Ausstattung etc. sehr passend. Dafür hätte es 5 Sterne gegeben. Die Grundidee der Story ist eigentlich auch gut.

Aber... die Charaktere sind für meinen Geschmack dermaßen überzeichnet, dass das Ganze nicht mehr glaubwürdig 'rüberkommt...
Veröffentlicht am 19. November 2010 von Kritik1


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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kino für den Bildschirm, 13. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Six Feet Under - Gestorben wird immer, Die komplette erste Staffel [5 DVDs] (DVD)
Six Feet Under ist nach den Sopranos die zweite, von HBO produzierte Serie die ich, die aus guten Gründen keinen Fernseher besitzt, mir mit Vergnügen reinziehe. Wieder eine Famlienserie, die den üblichen Rahmen sprengt und irgendwo im ZwischenRaum von Fernsehen und gutem Kino angesiedelt ist, Dies sowohl was die filmischen Mittel angeht als auch von den Handlungssträngen , den mit wirklich guten Schaupielern besetzten Figuren und der Ausstattung her. Hier wurde nicht gespart.
Die Charaktere sind glaubhaft in ihren Entwicklungen und gut gespielt.
Der Rahmen: jede Folge beginnt mit einem Todesfall, der in der Folge jeweils unterschiedlich starken Einfluss auf den Gang der Handlung und die inneren Prozesse der Protagonisten hat. Hieran gefällt mir besonders, dass Verlust, Tod und Trauer, die im allgemeinen gesellschaftlichen Diskurs so gern ausgeklammert werden, hier immer wieder eine zentrale Rolle spielen und die Protagonisten wie auch die Zuschauer sich mit diesen existentiellen Fragen konfrontieren müssen.
Es werden nicht einfach Klischees bedient, sondern die Prozesse, z.B. Davids Coming out,Claires ambivalente Gefühle zu ihrer Mutter oder die Entwicklung der Beziehung zwischen Nate und Brenda sind differenziert, glaubwürdig und häufig bewegend dargestellt.
Ich habe mir, nachdem ich mit der ersten Staffel durch war auch die anderen angeschafft und bin noch lange nicht durch. Wenn es meine Zeit erlaubt, ist eine Folge Six Feet Under mein abendliches mediales "Leckerli".
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28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Serie, die man so schnell nicht vergessen wird!, 1. Februar 2004
HBO ist ein Garant, wen es um außergewöhliche Serien geht. Das bewiesen Sie schon bei "Band of Brothers". So nich anders bei der neuen Serie namens "Six feet under".
Ich habe den Pilot-Film und die 12 Episoden innerhalb von 4 Tagen "konsumiert" und wahr hellauf begeistert. Die Darsteller sind absolute Spitze. Rachel Griffiths als Nate Fisher's Freundin bekam 2003 den Golden Globe, 2004 folgte dann Frances Conroy als Ruth Fisher.
Die Episoden sind wie ein Wechselbad der Gefühle. Mal lacht man sich halbtot, mal kommen einem fast die Tränen. Das macht die Serie aus.
Man kann also nur noch hoffen, das die 2. und 3. Staffel bald auf DVD veröffentlicht wird. Einiges wird ja schon in der "Hinter-den-Kulissen-Dokumentation" verraten.
Todsichere Kaufempfehlung!
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46 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Drüber - und vor allen Dingen drunter!, 5. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Six Feet Under - Gestorben wird immer, Die komplette erste Staffel [5 DVDs] (DVD)
America the Beautiful - und das auch im Tode. Ein mehr als würdiger Nachfolger von "Tod in Hollywood", sofern man den Film und diese Soap vergleichen kann. Nein, eine Komödie ist dies, trotz sehr komischer Momente, ganz und gar nicht. Manchmal meint man, eine Satire zu sehen, aber bei näherem Hinsehen entpuppen sich die Charaktere und Situationen als durchaus ernst gemeint, wenn auch in einem sehr amerikanischen Sinn. Denn irgendwie durchgeknallt sind sie alle, und dabei zumeist sehr sympathisch:
Mutter Fisher, die in fünf Staffeln und vielen Folgen die verpassten Chancen ihrer Jugend bei der Suche nach dem Richtigen nachzuholen trachtet. Der heimgekehrte Sohn Nate, auf charmante Weise so schrecklich inkompetent, sowohl beruflich als auch in seinem Liebes- und Eheleben. Dessen schwuler Bruder David, der nach einem schwierigen Coming Out eine beachtliche Entwicklung durchmacht mit seinem farbigen Freund Keith. Und das Nesthäkchen Claire, verwirrte Highschülerin und ebenso verwirrte Kunststudentin, auf der Suche nach ihrer - sehr für sie einnehmenden - Identität.
Und nicht zu vergessen natürlich der verstorbene Vater Fisher, der als Gedanken- und Gefühlsprojektion immer wieder seinen Familienmitgliedern - nun ja - wenn man will "zur Seite steht".
Das ist aber nur die prachtvolle Kernfamilie, die uns mehr und mehr ans Herz wächst in ihren Irrungen und Wirrungen.
Denn da sind natürlich noch die diversen, mehr oder weniger vorläufigen, Partner der Protagonisten, die in der Form von Nates Geliebter Brenda gewiss eine gleichwertige Rolle spielen. Nicht weniger durchgeknallt deren Familie mit ihren jenseitigen Psychotherapeuteneltern und dem manisch-depressiven Bruder Billy.

Alle "Nebenfiguren", die sich einem ebenso stark einprägen wie die Hauptfiguren, sind durchweg erstklassig besetzt.

Eine ebenso wichtige Rolle aber wie die Personen spielt, der Natur der Sache gemäß, der Sensenmann. Zu Beginn jeder Folge stirbt jemand, und dies unter den normalsten, aber auch unter den aberwitzigsten Umständen. Und die Präparation der Leichen, das Lifting hin zu einer vorzeigbaren toten Hülle, wird dabei keineswegs ausgespart. Hier spielt Rico, der angestellte puertoricanische Einbalsamierer und spätere Partner der Brüder Fisher eine hinreißende, von keiner wie auch immer entstellten Leiche schockierte Rolle.

Last not least - der Ort der Handlung ist Los Angeles. Und wenn die Sucht nach "feeling good" vielleicht DER amerikanische Charakterzug ist, so ist es der Wunsch, auch im Tode noch "looking good" zu sein, nicht minder. Und LA, die Stadt verwegener und verstiegener Träume, ist eine hinreißende Kulisse für die ach so amerikanischen und ach so überaus menschlichen Dramen, die sich in dieser Soap vor unseren mehr als einmal feuchten Augen entrollen.

Fazit: Unbedingt anschauen!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Exzellente Dramaserie - ein MUSS, 12. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Six Feet Under - Gestorben wird immer, Die komplette erste Staffel [5 DVDs] (DVD)
Man muss leider feststellen: Zwischen den amerikanischen und deutschen TV-Produktionen liegen inzwischen Welten, die Serie Six Feet Under ist ein Paradebeispiel hierfür. Hochwertig produziert, Bilder und Ausstattung auf Kinoniveau, sehr gute Darsteller, ein tiefschürfendes, überzeugendes Drehbuch und ein Konzept, daß sich über viele Folgen und Staffeln hin erstreckt und erst mit fortlaufender Dauer seine ganze Pracht entfaltet.

Six Feet Under nimmt selbst unter den amerikanischen Serien einen besonderen Platz sein, denn es wird auf Thrillerelemente oder spannungsreiche Wendungen (siehe z.B. "Dexter", "Lost") verzichtet, es gibt keine Stories, die in jeweils einer Folge abgehandelt werden (siehe "Dr. House", "CSI"), stattdessen nimmt sich die Serie viel Zeit, Zeit für seine Charaktere und Handlungsstränge, die über Monate oder gar Jahre gesponnen werden.

Die Charaktere und das Leben der Familie Fisher erscheinen nur auf dem ersten Blick skurril und seltsam. Die Familie führt ein Bestattungsunternehmen, die Kinder wuchsen unter der stetigen Präsenz von Tod und Trauer auf und nach dem Tod des eigenen Vaters führen sie das Unternehmen fort, und die so unterschiedlich gearteten Mitglieder der Familie geraten aneinander und oft in schwierige, befremdliche Situationen. Da ist die Mutter, die sich plötzlich mit der nie gekannten Einsamkeit abfinden und ihrem Leben einen neuen Sinn geben muss; da ist der erste Sohn Nate, der sich treiben lässt, den Gefühlen und der Aussicht auf Spaß folgt, ein ausschweifendes Liebesleben führt; da ist der zweite Sohn, David, schwul ohne das es jemand aus seiner Familie weiß, der einst Jura studieren wollte aber zugunsten des Bestattungsunternehmens seines Vaters alle Träume aufgegeben hat; da ist Claire, die um einiges jüngere Tochter, die ihre Brüder kaum kennt, die eher rebellisch und ein wenig verrückt ist; und da sind die vielen weiteren Nebenfiguren, wie Keith und Brenda, die das illustre Gespann ergänzen.

Schnell wird klar, daß all diese Charaktere keine klischeehaften Pappfiguren sind, sondern echte Menschen, mit echten Emotionen und Problemen, aus denen realistische Beziehungsgeflechte resultieren - kein überkonstruierter, unglaubwürdiger Mist, wie es vor allem in deutschen Serien oft der Fall ist. Über die fünf Staffeln verteilt lernt man alle Charaktere bis ins kleinste Detail kennen, meistert mit ihnen die Höhen und Tiefen, lacht und weint mit ihnen, lernt sie lieben und hassen.

Six Feet Under ist mitunter sehr komisch, aber das soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Serie im Grunde ziemlich düster und traurig ist. Nicht nur, weil am Anfang jeder Folge ein Tod steht, der bei den Angehörigen Wunden aufreißt und verarbeitet werden muss, sondern auch weil sich die zahlreichen Handlungsstränge so furchtbar brutal anfühlen, fern von Happy-Endings und romantischer Idylle. Ich weiß nicht, ob Menschen die ohnehin schon zu Melancholie oder an Depressionen leiden, sich Six Feet Under anschauen sollten. Es ist mitunter wirklich schwere Kost.

Abschließend möchte ich noch die Schauspielerleistungen würdigen. Six Feet Under vereint ein großartiges Ensemble. Zahlreiche Darsteller der Serie wurden für die bedeutendsten Fernsehpreise nominiert und auch ausgezeichnet. Peter Krause, Frances Conroy, Lauren Ambrose, Freddy Rodriguez und Richard Jenkins spielen ausgezeichnet. Michael C. Hall sorgte nach Serienende als Hauptdarsteller in "Dexter" für Furore. Nicht zu vergessen Rachel Griffiths, die als psychotische Brenda nicht nur eine der interessantesten Figuren der Fernsehgeschichte spielt, sondern diese schwierige Rolle auch mit Bravour meistert. Insgesamt ein herausragender Cast, weit über dem Durchschnitt vergleichbarer Serien.

Six Feet Under ist ein Serienformat auf Weltklasseniveau, das neue Maßstäbe setzte. Detaillierte, einfühlsame Inszenierung, tragischkomische Handlungen, lebensnahe und glaubwürdige Figuren, ein famoser Cast, und um es vorweg zu nehmen, mit Abschluss der fünften Staffel eines der bewegendsten, gelungensten Enden der Fernsehgeschichte. Unbedingt sehenswert!
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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spitzenserie auf gediegener DVD!, 7. Mai 2004
Zunächst der einzige Wehrmutstropfen an diesem DVD-Set: Es befinden sich nur 13 Folgen der genialen Fernsehserie "Six Feet Under" darauf. Da dies aber nicht dem Vertrieb Warner anzulasten ist, sondern der Tatsache, dass die erste Staffel nur so wenige Folgen hat, schmälert es das Gesamtergebnis nicht!
Neben den lebensnahen Situationen, in die die von den Hauptdarstellern perfekt verkörperten Serienfiguren der Familie Fisher & Co. (besonders hervorzuheben habe ich da Rachel Griffith und Michael C. Hall) hineinschliddern, bietet SFU einen guten Einblick in eine bisher sehr unbekannte Branche: Das Bestattungsgeschäft.
Das DVD-Set war ein Blindkauf und spätestens nach der dritten Folge wurde ich süchtig nach Familie Fisher. Erfinder Alan Ball hat es geschafft, in jeder Folge Komik, Morbidität, Drama und das ganz alltägliche Grauen zu unterhaltsamen 55 Minuten zusammenzupacken. Legt man die erste DVD ein, dann muss man sich schon extrem beherrschen, um nicht die gesamte Staffel in einem Rutsch zu schauen - dies ist die erste Serie auf DVD, die ich mir wirklich jede Woche komplett anschauen kann (bei den Season-Boxen von AKTE X oder E.R. trotz der Genialität beider Serien einfach nicht machbar).
Wer TWIN PEAKS und den Kinofilm AMERICAN BEAUTY mag, der kann sich SIX FEET UNDER irgendwo dazwischen ansiedeln und glänzend unterhalten fühlen.
In einem fast 25 minütigen "Behind-the-Scenes" auf DVD 5 kann man erfahren, wie und was die Hauptdarsteller über SFU denken, es gibt zwei Audio-Tracks der Titelmelodie (einfach genial!), eine entfallene Szene aus dem Pilotfilm, wahlweise mit Original-Kommentar des Regisseurs und Autors Alan Ball und zwei sehr informative Audiokommentare von selbigem zu den Folgen 1 und 13.
Leute, lasst Euch auf die Fishers ein und erlebt wirklich das Beste, was das Fernsehen im Serienbereich zu bieten hat. Bin nicht leicht zu überzeugen aber SIX FEET UNDER hat es geschafft und nun beginnt das Warten auf die zweite und dritte Staffel auf DVD...
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38 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Drei Buchstaben: W-O-W, 14. Dezember 2003
Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ich mich schon vor dem Sendestart im Free-TV auf diese wundervolle DVD-BOX freuen kann.
Die Serie ist einfach DER Hammer. Rührend und komisch zugleich hält sie perfekt die Balance zwischen Drama und intelligenter Comedy. Alles, von dem großartigen Schauspielerensemble bishin zur Produktionsausstattung ist auf extrem hohen Niveau und hält einen während der gesamten Laufzeit wie in Trance an den Fernseherbildschirm gefesselt, nur um nach einer knappen Stunde einen einzigen Gedanken im Kopf zu manifestieren: MEHR!
Immerhin 12 Mal kann die DVD-BOX diesem Gedanken Folge leisten, bevor es wieder heisst: warten! Dass sich diese Wartezeit lohnen wird, ist aber mehr als gewiss, denn auch die zweite Staffel wird allen zu nennenden Superlativen gerecht.
Ich kann nur empfehlen dieser begnadeten Serie eine Chance zu geben! Also: KAUFEN KAUFEN KAUFEN!!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hintergründig, 26. Februar 2007
Von 
Ulrich Hartmann (Mulfingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Die Hauptdarsteller in (amerikanischen)Serien können nicht die großen Filmstars sein - die haben anderes zu tun. Also sind es oft - jedenfalls für uns Europäer - relativ unbekannte Gesichter, Darsteller, die einen großen Teil ihrer bisherigen Karriere im Theater verbracht haben. Das gilt auch für diese Serie, und das merkt man: in den besten Abschnitten fühlt man sich in eine Theateraufführung versetzt. Es mögen nicht einmal unbedingt die allerbesten Theaterschauspieler sein, aber die Sorgfalt, die sie - und die Autoren und Regisseure - auf ihre Dialoge verwenden, zusammen mit der Liebe, mit der die einzelnen Charaktere, in all ihrer Widersprüchlichkeit, gestaltet sind, das macht eine Stärke dieser Serie aus.

Eine weitere ist, daß ihre Macher einer naheliegenden Versuchung nicht erlegen sind: Wer hier schwarzen Humor sucht, weil sie in einer Bestatterfamilie spielt, wird wohl enttäuscht sein; die Serie hat Humor, aber er ist eigentlich nicht schwarz, eher hintergründig. Daß die Familie Fisher von Bestattungen lebt, wird nicht als etwas Makabres dargestellt, sondern als etwas, was zum Leben dazugehört - so wie der Tod für uns alle zum Leben dazugehört.

Eine dritte Stärke: Die Folgen leben weder von der Frage "Wie geht es weiter" noch von einem Handlungsbogen, der auf eine Pointe zusteuert, sondern die verschiedenen Handlungsstränge einer Folge sind kunstvoll um ein Thema herumgeflochten - jedenfalls bei den besten Folgen.

Damit bin ich bei einer der Schwächen: die Folgen stammen von verschiedenen Regisseuren und Autoren. Nicht alle schaffen es, diese Dichte durchzuhalten. Oder bilde ich mir das nur ein?

Was mich auch stört, ist die starke Fixierung auf Sex - und die Sprache: Jeder zweite Satz (im Original) mit sh.. und/oder f... Nichts gegen Slang, aber besteht die amerikanische Vulgärsprache wirklich zu 90% aus diesen zwei Wörtern?
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26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen niveauvolle tv-unterhaltung, 27. Februar 2004
Von Ein Kunde
Nachdem ich schon im Vorfeld allerlei Positives über HBO'S Serie "Six feet under" gehört hatte, musste ich mir selbst ein Bild von der Serie machen und ich muss sagen, dass ich sicherlich nicht enttäuscht wurde und meine Erwartungen mehr als erfüllt worden sind.
Was HBO hier auf die Beine gestellt hat ist eine Serienklasse für sich. Zum Inhalt wurde schon genug gesagt, eher weniger zur Inszenierung der Serie. Der gekonnte Mix aus schwarzem Humor und Familiendrama fesselt wirklich jeden halbwegs interessierten und aufgeschlossenen Zuschauer an den Fernseher. Die Serie überrascht mit allerlei bizarren Szenen, die nicht selten urplötzlich von dramatischen Momenten in sehr amüsante Augenblicke umschlagen. Die durchaus seltsam wirkenden Situationen, in die sich die Familie Fisher verwickelt, bringen einen nicht selten zum Schmunzeln, aber auch zum Mitfühlen. Und dies ist einfach das Beste an der ganzen Serie: Die Geschichten, die auf den ersten Blick grotesk und bizarr wirken, aber bei genauerer Betrachtung durchaus realitätsnah oder zumindest nachvollziehbar sind. "Six Feet under" in Worte zu fassen ist sehr schwer und meiner Ansicht nach eigentlich unmöglich. Die Serie trägt Alan Balls unverwechselbare Handschrift, die auch schon im Fim "American Beauty" zum Ausdruck kam; wer mit der Komik und Dramatik von "American Beauty" etwas anfangen konnte wird von "Six Feet under" auf keinen Fall enttäuscht sein.
Abgerundet wird die 1.Staffel noch mit allerlei Extras wie Audiokommentaren zu einzelnen Episoden, ein Blick hinter die Kulissen und zwei Audiotracks des Serien-Themes.
Fazit: Ein Must-See
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fernsehen in Perfektion, 18. Dezember 2004
Von Ein Kunde
HBO übertrifft sich mal wieder selber. Der Bezahlkanal aus Amerika produziert ja schon seit längerer Zeit Edelfernsehen nahezu am laufenden Band (From the Earth to the Moon, Band of Brothers, Sex and the City und natürlich die Sopranos), aber Six Feet Under stellt meiner Meinung nach die Elite der Elite dar, absolutes Überfernsehen das süchtig macht.
Ist man hierzulande eher gewöhnt, von fitiven Serienformaten intelektuell genauso grauenvoll mißhandelt zu werden wie von den realen (siehe "Die Albertis", "In aller Freundschaft", "Alarm für Cobra 11" und so weiter), kontert dieser Serienknüller mit entwaffnender Ehrlichkeit, authentizität, obszönität und menschlicher wärme - denn kitsch soll ruhig sein, aber bitte mit niveau und dosiert.
Gerade die erste Staffel wird für den deutschen durchschnittszuschauer eine Zumutung sein, geht es doch nicht um Urlaub auf dem Feriendampfer, Vatis neue Freundin oder lustige Verwechslungen in der total flippig-coolen Patchworkfamilie, sondern um eher unübliche Dinge wie abgetrennte Füße, Sex zwischen Männern (erstmals sieht man ein schwules Paar im Fernsehen romantisch und offen inszeniert, ohne das rumgetuckt wird, und man leidet mit den beiden mit, selbst wenn man sich fürs andere geschlecht interessiert - nebenbei eine der aufwühlendsten liebesgeschichten überhaupt in einer TV-Serie) und jede Folge eine neue Leiche.
Six Feet Under behandelt das Tabuthema Tod einerseits unbekümmert, andererseits auch mit dem nötigen Respekt. Wenn Held Nate zuerst nichts weniger will als den ziemlich freakigen Job des Leichenbestatters zu übernehmen und sich schon bei seinem zweiten Fall übergeben muss (verständlicherweise), so werden der Job und seine Familie ihm im laufe der Zeit immer wichtiger.
Jeder Charakter überrascht den Zuschauer immer und immer wieder in dem was er tut. Die Autoren haben auch keine Scheu davor ihren Figuren schreckliches erleben zu lassen, tiefe Schicksalsschläge, moralische Herausforderungen und Enttäuschungen. Gerade das macht die Serie, die hierzulande platt als "Comedy" verkauft wird (Das Meisterwerk von Serienschöpfer Alan Ball, "American Beauty", war ja auch ein echter schenkelklopfer...), so unglaublich gut.
So kann ich jedem, der Freude an wahrhaft mitreißendem Fernsehen hat, diese Serie ans Herz legen, mit der Empfehlung, sie im Originalton zu sehen, da die Figuren dort noch viel lebendiger wirken.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen besser geht's nicht, 14. Februar 2004
Von Ein Kunde
zum inhalt der serie ist bereits genug gesagt worden. das spiel, das sie mit den gefühlen der zuschauer treibt ist genial. von schrill über nachdenklich, von sexy bis brutal komisch (im sinne des wortes) und zeitweise tief bewegend - so schön kann tv sein.
die bilder brennen sich ein - endlich eine serie, die sich visuell vom einheitsbrei abhebt und stlistisch irgendwo zwischen twin peaks, picket fences und natürlich american beauty changiert. a must-buy. (und der preis hier bei amazon ist für das riesenpaket an unterhaltung ein witz!)
übrigens: selbst die aufmachung des dvd-case ist durchdacht und stylish.
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