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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einzigartiger Gruselfilm mit guten Dialogen, tollen Effekten und genialer Filmmusik! Ein Klassiker von Steven Spielberg!
Dies ist kein Horrorfilm, sondern ein perfekter Gruselfilm mit satirischen Seitenhieben auf die amerikanische Lebensweise! Darüber hinaus spart der Film nicht mit Humor, weiß aber auch, wann es wieder spannend und effektvoll werden muss. Bis zum Ende hin steigert sich der Film in seiner Spannung. Wenn man glaubt, dass alles gut zu Ende gegangen ist wird mit dem...
Veröffentlicht am 7. August 2006 von André

versus
47 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unwürdige
Poltergeist gehört zu meinen Lieblingsfilmen, und ich warte seit Jahren auf eine DVD, die diesem Klassiker gerecht wird. Zum Glück habe ich die "25th Anniversary Edition" nicht blind gekauft: es gibt kein Making-Of, keine Interviews, keine Commentaries, nicht mal den genialen Trailer, der mich damals im Kino erschreckt wie selten ein Stück Film von 2...
Veröffentlicht am 2. Januar 2008 von Martin Genschow


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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einzigartiger Gruselfilm mit guten Dialogen, tollen Effekten und genialer Filmmusik! Ein Klassiker von Steven Spielberg!, 7. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Poltergeist (DVD)
Dies ist kein Horrorfilm, sondern ein perfekter Gruselfilm mit satirischen Seitenhieben auf die amerikanische Lebensweise! Darüber hinaus spart der Film nicht mit Humor, weiß aber auch, wann es wieder spannend und effektvoll werden muss. Bis zum Ende hin steigert sich der Film in seiner Spannung. Wenn man glaubt, dass alles gut zu Ende gegangen ist wird mit dem 2. Höhepunkt aus dem Sessel gescheucht.

Tolle Effekte, gute Dialoge und eine geniale orchestrale Filmmusik von Jerry Goldsmith (Star Trek - The Motion Picture, Omen, Rambo, Medicine Man, Mulan...) machen den Film auch HEUTE NOCH (!!!) zu einem absolut sehenswerten und mitreißenden Meisterwerk. Wer brutale Horrorfilme mag, sollte sich in seiner Sparte woanders umsehen. Dies ist ein Gruselfilm, der auch für ein breites Publikum geeigent ist :-) . Der Film bekam damals 3 Oscarnominierungen (Musik, Ton, Effekte) und war einer der erfolgreichsten Filme des Jahres 1982!

Produktion und Drehbuch sind von Steven Spielberg (drehte parallel E.T.), der auch ständig am Set war und Tobe Hooper auf den Regiestuhl oft ersetzte.

Schade das es keine Extras gibt! Eine Special Edition ist längst überfällig!!!
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45 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unsterblich..., 2. Januar 2001
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Poltergeist (DVD)
Ich war vielleicht 7 oder 8 Jahre alt, als ich Poltergeist das erste Mal sah und mich maßlos gefürchtet habe. Sicher, so schlimm ist es jetzt nich mehr, aber der Film büßt anders als andere kein Bißchen seiner Faszination ein. Sehr schade, daß es solche Spukgeschichten heute nicht mehr gibt, was zweifellos daran liegt, daß sie nicht spektakulär genug sind.
Die spannende Inszenierung schindet auch noch Eindruck, wenn man die großartigen Texte schon alle mitsprechen kann. Man fiebert förmlich dem nächsten großen Moment entgegen. Damit sind die, wenn von heutigem Standpunkt aus betrachtet, knappen Erleuterungen Dr. Leshs genauso fesselnd wie die schönen Spezialeffekte von Altmeiser Richard Edlund, Michael Wood und Bruce Nicholson, die zurecht für einen Oscar nominiert wurden.
Ein Kapitel für sich ist der fantastische Score von Jerry Goldsmith. Wem gute Filmmusik gefällt, dürfte es nicht schwer fallen, sich von der ebenfalls für den Oscar nominierten Musik auf die "andere Seite" des Regenbogens entführen zu lassen. Dabei gelang Goldsmith, der schließlich bereits seit über 50 Jahren Film- und TV-Musik schreibt eine großartige Mischung aus sphärischem Drama und klassischem Spuk, die zwar oft Kopiert, aber nie erreicht wurde. Besonders großartig ist der über 16 Minuten lange Part von der Erklärung Tanginas bis zur Rettung Carol Annes aus den Fängen der Bestie.
Rein technisch hat die DVD zwar lediglich den Film in drei Sprachen mit den bei Warner üblichen Untertiteln zu bieten, dieser kann sich jedoch sehen lassen, da er so gut wie nie im Fernsehen in diesem Wuchtigen Kinoformat zu sehen ist, welches die schönen Effekter erst richtig Detail für Detail in ihrem Glanz erstrahlen läßt. Dies kann man gut in der Szene verfolgen, die die Videokamera von den Geistern auf der Treppe aufgenommen hat. In der Fernsehüblichen Fullscreen Fassung sieht man da kaum mehr als leuchtenden Matsch.
Der Dolby Surround Ton ist durchaus gut gelungen, wenn man das Alter des Films betrachtet. Zwar halten sich die hinteren Kanäle oft etwas zurück und es kommt auch vor, daß die Frontkanäle mit Höhen und Tiefen etwas krass erscheinen aber hey, der Film ist ja auch fast 20 Jahre alt. Für die deutsche Fassung gilt anzumerken, daß man sich zu dieser Zeit mit der Synchronisation des Films noch sehr viel mehr Mühe gab, als das heute oft der Fall ist.
Auf jeden Fall ist Poltergeist ein Film, der es verdient in all seiner Pracht auf DVD gebannt und immer wieder angesehen zu werden.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überraschend gute Neuauflage in der Blu-ray, wenngleich man keinen Referenz-Titel erwarten darf, 9. September 2012
Von 
Jayanti "Ah-hotep" (Château St. Germain, 1663 Gruyères, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Poltergeist [Blu-ray] (Blu-ray)
Format Blu-ray:

Ich war persönlich total neugierig wie Poltergeist wohl gegenüber der DVD als Gesamtes ausschauen würde, und schlußendlich bleibt hierbei festzuhalten, dass der immerhin schon 26 jährige Film in sachen Bild eine positive Überraschung darstellt. Der Film schaut wirklich gut aus, und kommt auf dieser Blu-ray wahrlich toll rüber und hat ganz sicher, zuvor nie so gut ausgesehen wie in dieser Fassung. Er bietet eine solide Schärfe- und Detailzeichnung, sowie eine überraschend gute Kontrast- und Farbwiedergabe. Nur wenige Szenen wirken kontrastmässig ein wenig instabil und könnten einen etwas satteren Schwarzwert aufweisen (wie z.B. während dem nächtlichen Gespräch mit der Parapsychologin). Ausserdem wirken hier vorallem Effektshots meist etwas weicher als das restliche Bildmaterial (und weisen aufgrund der damals noch analogen Effekt-Technologien auch meistens einige Schmutzpartikel auf). Es gibt insgesamt nicht wirklich viel auszusetzen, auch wenn hier keine Referenzwerte erzielt werden. Dennoch kann man ganz klar festhalten, das die vorliegende Blu-ray- Version von Poltergeist, die derzeit beste Version des Films auf dem Markt ist.

Der Ton ist ganz Okay, schaue zumeist die Filme ohnehin nur in English, also im Original, daher war ich nicht enttäuscht, das wir Deutschen wieder einmal keinen HD-Ton erhalten haben. Der Ton könnte aber, unabhängig auf welchem Audio-Kanal besser sein. Nun gut, man kann es aushalten - sage ich mal. Das ärgerlichste hierbei ist aber wieder einmal, das es keinerlei Doku des Films, Making-off oder sonst etwas des Filmes betreffend zu berichten gibt. Auf der Disc gibt es zwar zwei- kleine Geister -Doku`s, welche zwar recht interessant daherkommen, aber hätte man doch gerade zwecks des Blu-ray Formats, etwas mehr Einfallreichstum dahingehend gelten lassen können, oder nicht?. Aber wie gesagt, wenigstens ein bisschen Bonus-material.

Lässt man das aber mal außer Acht, und macht zwei Augen zu, verdient die Neuauflage der Blu-ray vollste Punktzahl, und kann gegenüber der DVD nur weiter empfohlen werden.
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47 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unwürdige, 2. Januar 2008
Von 
Martin Genschow "mgenschow" (Hamburg, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Poltergeist gehört zu meinen Lieblingsfilmen, und ich warte seit Jahren auf eine DVD, die diesem Klassiker gerecht wird. Zum Glück habe ich die "25th Anniversary Edition" nicht blind gekauft: es gibt kein Making-Of, keine Interviews, keine Commentaries, nicht mal den genialen Trailer, der mich damals im Kino erschreckt wie selten ein Stück Film von 2 Minuten Länge. Warner bietet uns zum silbernen Jubiläum nicht mehr als 2 Dokumentationen, die keinen direkten Bezug zum Film haben.

Nachvollziehen kann ich das nicht: Vor einigen Jahren habe ich mir den Film als englische Widescreen VHS Cassette gekauft. Da war nicht nur der Trailer drauf, sondern auch ein Making-Of. Vielleicht kann man bei Warner mal jemanden ins Archiv schicken, bevor die nächste Soundso-Edition veröffentlicht wird.

Der Film Poltergeist verdient 5 Sterne, die Ausstattung dieser DVD bestenfalls 0 Sterne. Da diese DVD großspurig als "25th Anniversary Edition" angekündigt wurde, diesem Anspruch aber nicht gerecht wird, fasse ich das als 2 Sterne zusammen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sie sind hiiiier!, 21. Januar 2012
Von 
H. W. "Sunny Mars" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Poltergeist [Blu-ray] (Blu-ray)
>>> ZUM FILM <<<
Als POLTERGEIST im Jahre 1982 im Kino lief, war ich noch zu jung, um ihn im Kino sehen zu dürfen. Dank eines großen Bruders und seinem in den 80ern schon recht beachtlichen Heimkino durfte ich den Film jedoch schon relativ kurze Zeit später auf einer großen Leinwand bestaunen - und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus! Denn Tobe Hooper gelang mit POLTERGEIST ein überraschend gewaltfreier und dabei sehr effektvoller und spannender Gruselstreifen, der erst eine kaum spürbare und im weiteren Filmverlauf zunehmend intensivere Gruselatmosphäre aufbaut. Das eigentlich vertraute Zuhause der Familie Freeling wird zum Ort permanenter Bedrohung, an dem selbst eine eigentlich harmlose Clownspuppe zur Gefahr mutiert und ein alter Baum vor dem Freeling-Haus zu einer echten Bedrohung fürs Leben wird. Dies alles und mehr trägt dazu bei, dass POLTERGEIST im Ergebnis sehr kurzweilig und hin und wieder sehr actionhaltig, durchweg jedoch sehr fesselnd ist.

Als ich den Film nun auf Blu-Ray nach vielen Jahren wieder einmal gesehen habe, ist mir die Qualität des Films jedoch erst richtig bewusst geworden. Neben der sehr gelungenen Geschichte, die seinerzeit von Steven Spielberg produziert wurde, überzeugt Tobe Hoopers flüssige und natürliche Inszenierung. Über allem stehen jedoch Schauspieler, denen man in jeder einzelnen Szene die große Freude ansieht, mit der sie bei der Arbeit waren. So macht es viel Spaß, Craig T. Nelson und Jobeth Williams dabei zuzusehen, wie sie versuchen, sich und ihre Kinder vor dem Bösen zu schützen. Auch die "kleinen" Darsteller wissen sehr zu gefallen, wie z.B. Dominique Dunne und vor allem die kleine Heather O'Rourke. Dass beide Jungdarstellerinnen schon sehr früh gestorben sind, führte übrigens dazu, dass im Zusammenhang mit POLTERGEIST auch lange Zeit von einem bösen Fluch die Rede war.
Nicht zu vergesssen ist letztlich Jerry Goldsmiths hervorragender Soundtrack. Jedes Stück passt perfekt zu den Szenen, die es unterstützen soll. Das eingängige Titelthema, das sich durch den gesamten Film zieht, dürfte jedem sofort wieder geläufig sein, der den Film nach langer Zeit wieder einmal ansieht.

Kleine Auffälligkeit am Rande: Rauchende und kiffende Eltern als Mitglieder einer US-amerikanischen Bilderbuchfamilie? Was im Jahr 1982 problemlos gezeigt werden konnte, würde in der Gegenwart vermutlich auf heftige Widerstände bei Moralaposteln und Sittenwächtern stoßen. Ein Beleg dafür, wie sehr sich moralische Wertvorstellungen verändert haben...

Leider konnten die beiden POLTERGEIST-Sequels nicht an die inhaltliche Qualität des Erstlings anknüpfen. Von der beonderen Magie und Atmosphäre des Originalfilms war in den Fortsetzungen leider nichts mehr zu sehen oder zu spüren.

Wie auch immer: POLTERGEIST ist das perfekte Beispiel dafür, dass man einen sehr spannenden und packenden Gruselfilm drehen kann, ohne dass im Film eine Person sterben muss!

>>> ZUR BLU-RAY <<<
BILD (gesehen auf 50 Zoll-Display)
Hier erwartet einen eine echte Überraschung! Für einen Film, der nun schon gut 30 Jahre alt ist, bekommt der Zuschauer ein sehr detailliertes und pastisch wirkendes Bild geboten. Kontrat und Schwarzwert sind gut, ohne jedoch zu begeistern. Sie sind jedoch immerhin so gut, dass auch in den zahlreichen dunklen Aufnahmen noch viele Details zu erkennen sind. Insgesamt ein überdurchschnittliches HD-Bild, das dem der DVD-Fassung meilenweit überlegen ist

TON (gehört mit 7.1-Set)
Die deutsche Sprachfassung liegt leider nur in einer 2.0 Stereofassung vor. Zwischen ihr und dem englischen Dolby Digital 5.1-Upmix liegen qualitativ Welten. Hier wäre es schön gewesen, wenn sich Warner die Mühe zu einem Upmix oder zumindest zu einer umfaasenden Tonrestauration gemacht hätte. Der deutsche Ton wirkt im Verlgeich zu englischen Fassung nicht nur nicht räumlich, sondern auch kraftlos und wenig dynamisch.

EXTRAS
Hier wird nur eine Dokumentation zum Poltergeist-Phänomen im Allgemeinen geboten. Hintergrundinfos zum Film, ein interessantes Making-Of oder einen Audiokommentar sucht man leider vergebens.

>>> FAZIT <<<
POLTERGEIST ist 80er-Jahre-Spielberg-Kino in Reinkultur (selbst, wenn Spielberg hier offiziell nur als Produzent tätig war). Der Film besitzt auch nach Jahrzehnten eine große Klasse und ist über jeden Zweifel erhaben! Bei mir stellt sich bei jeder Sichtung ein schönes Retro-Feeling ein und mir wurde nun bewusst, dass er all das besitzt, was eine aktuelle Produktion wie SUPER 8 nicht hat, die ja eigentlich das Spielberg-Kino jener Zeit eifrig zitiert - und zwar NUR zitiert. In POLTERGEIST spürt man hingegen in jeder Einstellung die Atmosphäre jener Zeit. POLTERGEIST ist ein Produkt der 80er Jahre und begeistert bis heute.
Trotz des nicht überzeugenden Tons kann ich die Blu-Ray wegen der sehr guten Bildqualität empfehlen
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einer meiner liebsten Horrorfilme, 28. Februar 2003
Rezension bezieht sich auf: Poltergeist (DVD)
Juchuu-Poltergeist auf DVD. Dieser Film hat mir als Kind so schlimme Angst eingejagt, das ich ihn nachher so oft geschaut habe, bis ich fast mitsprechen konnte, um meine Angstpsychose wieder loszuwerden. Lach. Naja, damals war ich 11 und völlig verschreckt. Clowns mag ich jedenfalls bis heute nicht mehr. Das Schöne an den Film ist, das er ohne all zuviel Splatter und Blut auskommt. Die Umsetzung auf DVD ist gelungen und ich wollte nun endlich einmal das Englische Original sehen. Leider ist nur ein Trailer auf der DVD, denn auch ein Making Off hätte ich sehr interessant gefunden. Die Bildumsetzung ist jedoch gelungen, denn ich habe den Film leider nie im Kino gesehen und im Fernsehformat ist ja teilweise an den Rändern sehr viel abgeschnitten. Hier nicht mehr. In der Szene mit den Geistern auf der Treppe hab ich immer nur alberne Nebelschwaden gesehen und siehe da, in den Nebeln sind diesmal tatsächlich "Gestalten" zu erkennen. Und es immer wieder schön, an so oft gesehen Movies noch neues zu entdecken.
Und wer sich gruseln will, der soll ruhig schauen. O.k., manche Dinge erscheinen etwas altmodisch, denn heute gibt es weder die Nationalhymne im Fernsehn, noch gibt es einen Sendeschluss. Das erschwert den Geistern sehr, Kontakt zu uns aufzunehmen. Grins.
So kommen die "TV-People" nicht ins Haus.
Um den Film ranken sich ja auch einige Legenden, nachdem viele Hauptdarsteller einen nicht natürlichen Tod starben. So ist zum Beispiel die Darstellerin der ältesten der Geschwister von ihrem Freund ermordet worden, die kleine "Carol Ann" ist kurz nach den Dreharbeiten des dritten Teils ich glaube an einer Blinddarmentzündung verstorben und "Taylor" und "Kane" aus dem zweiten Teil sind auch leider schon an Krebs verstorben. Damals für viele ein Grund zu behaupten, das über den Poltergeist-Filmen ein Fluch liegt.
Naja, wem es gefällt.
Befestigt also euren Swimmingpool gut, hackt die Bäume vor dem Haus zu Kleinholz und baut nicht auf alten "Sektenfallen", dann kann schon gar nichts mehr passieren. Viel Spaß.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen UNGEKÜRZT, EFFEKTE KÖNNEN SICH AUCH HEUTE NOCH SEHEN LASSEN !!!, 8. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Poltergeist (DVD)
"Poltergeist" ist meines Erachtens einer der besten Klassiker von Steven Spielberg. Ein spannender, unterhaltsamer Gruselfilm mit Humor, der mich auch heute noch begeistern kann. Die grandiosen Special-Effects für die damalige Zeit (1982) wurden zwar nicht computeranimiert, aber können sich trotzdem auch in der jetzigen Zeit sehen lassen. Kein Wunder, denn kein Geringerer als RANDALL WILLIAM COOK, der auch für die Effekte in GHOSTBUSTERS und der HERR DER RINGE Trilogie verantwortlich war (bekam dafür sogar einen Oscar), war hier am Werk.
Für das TV wurde eine kleine Szene herausgeschnitten, aber auf der DVD befindet sich die komplette Version (FSK16). Leider ist kein Bonusmaterial enthalten, aber man kauft sich DVDs ja schließlich vorrangig wegen der Filme. Bei dem momentanen, niedrigen Preis kann ich die DVD trotz fehlender Extras empfehlen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „Für sie ist es nur ein Kind, für uns ist es... das Biest!“, 25. April 2014
Von 
Sebastian Schlicht "Bumblebee" (Neuwied) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Poltergeist [Blu-ray] (Blu-ray)
Und für mich ist es einer der besten Filme aller Zeiten. Als kleines Kind sah ich diesen Film und natürlich war das nicht der beste Einfall meines Vaters, trotzdem hatte der Film einen unglaublichen Eindruck hinterlassen. Mit den Jahren verflog das aber und ich sah den Film bis jetzt kein einziges Mal mehr. Und selbst nach über 30 Jahren empfinde ich dieses Horrorwerk als wirklich gruselig und einfach genial. Das ist Horror, kein „Saw“- oder „Hostel“-Schrott, wo man nur auf den nächsten Foltermoment wartet, hier ging es noch um wirkliche Auseinandersetzungen mit beängstigenden Themen. Ich mag auch die „Paranormal Activity“-Filme, sie sind keine großen Werke, aber sie haben ihre stellenweise düstere Atmosphäre ganz klar aus diesem Werk erhalten, ebenso wie dutzend andere Filme des Genres.
Mir fällt so viel ein, was ich über diesen Film schreiben und sagen könnte, dass es wirklich schwer ist meine Gedanken zu sammeln, aber ich versuche es, auch wenn mit Sicherheit schon mehr als genug über diesen Film gesagt und geschrieben wurde.
Die Debatte darüber, wer den meisten Einfluss auf den Film hatte (Tobe Hooper, der Regisseur oder Steven Spielberg, der Produzent) dürfte den meisten bekannt sein. Ich finde es ziemlich aufgeteilt. Da ich Hooper nicht wirklich kenne und keinen anderen Film von ihm gesehen habe, kann ich nur für Spielberg sprechen, immerhin sind die großen Effekte und die ausgefeilten Charaktere ein deutliches Zeichen für Spielberg, seinen Einfluss merkte man auch sehr deutlich bei „Gremlins“!
Doch was solls, es geht hier um das Endprodukt und das ist wirklich beachtenswert und zeitlos!

Die Story dreht sich um die Familie Freeling, die in Kontakt mit paranormalen Kräften kommt. Die jüngste Tochter, Carol Anne wird von einer mysteriösen Kraft angezogen und eines Tages von dieser „Macht“ entführt. Wohin weiß niemand, die Familie verzweifelt und holt sich Hilfe von Experten, doch auch die stehen schnell vor einem unfassbaren Ereignis“...

„Poltergeist“ ist eine Achterbahnfahrt an Gefühlen und Erlebnissen. Dieser Film überrascht den Zuschauer immer wieder, nie habe ich mich wirklich „sicher“ gefühlt. Das liegt nicht nur an dem Gruselfaktor, sondern auch einfach simplen Dingen, wie der wunderschönen Kameraführung. Langsame und ruhige Kamerafahrten, die das Gefühl vermitteln, dass jeden Moment was passieren könnte. Auch hier hat sich „Paranormal Activity“ was abgeguckt.

Des weiteren haben wir wirklich charmante und gute Charaktere. Die Familie ist zwar die typische Klischee-Familie aus Amerika, aber alle werden so schön und auch humorvoll eingeführt und vorgestellt, dass man sich schnell mit diesen Leuten sympathisieren kann. Allen voran die Mutter und der Vater (JoBeth Williams und Craig T. Nelson), die nur ihre Tochter retten wollen und alles dafür tun. Aber auch die Kinder sind toll, Heather O'Rourke, die ja leider sehr früh starb wie auch ihre Kollegin Dominique Dunne, die im Film ihre ältere Schwester darstellt, spielt für ihr Alter sehr gut und hat eine unschuldige, aber zugleich auch unheimliche Ausstrahlung.
Sehr gut finde ich ebenso die paranormalen Leute, die der Familie Freeling helfen wollen. Hier besticht besonders Zelda Rubinstein als seltsames „Medium“ Tangina.

Der Film profitiert von vielen Elementen im Genre, die ihn so außergewöhnlich machen: Zum einen schwingt er dauernd zwischen Liebe und Wahnsinn, die Familienszenen sind teilweise sehr zu Herzen gehend, dann gibt es wieder kompletten Terror durch den Poltergeist. Des weiteren bekommt man trotz gewaltiger Effekte nie wirklich was zu sehen von dem Horror. Klar, man sieht dutzend bewegende und fliegende Dinge, Skelette erheben sich und ein dürres Wesen bewacht die Kinderzimmertür, aber der Zuschauer weiß nie, wie die Welt, in der Carol Anne gefangen wird, aussieht, man kann es sich auch schwer vorstellen, denn Tangina sagt den Eltern, dass sie alle Ideen einer christlichen und ethischen Denkweise ablegen müssen. Ich finde die These über eine zweite Lebensdimension sehr spannend, hier geht der Film in sehr interessante Richtungen.
Dennoch überzeugt „Poltergeist“ aber auch auf der Blockbuster-Ebene. Die Geschichte wird rund erzählt und mit vielen Mitteln, wie man sie heutzutage leider nicht mehr in Filmen sieht. Neben dem Horror gibt es auch sehr viel Humor, mal sehr klar erkennbar, dann wieder sehr dezent. Und es ist kein aufgesetzter Haudrauf-Humor, sondern Humor, der manchmal durch die Probleme der Figuren entstehen, also fast schon tragischer Witz...

Optisch ist der Film immer noch eine Augenweide, klar merkt man die 30 Jahre, die zwischen dem Film und heute liegen, aber dennoch sieht es einfach fantastisch aus, wenn teils gezeichnete (als es noch kein CGI gab) und teils organische Effekte miteinander harmonieren.

Zum Schluss noch der wundervolle Score von Jerry Goldsmith: Diese Meisterkomposition ist für viele Gänsehautmomente verantwortlich. Goldsmith erschafft eine unheimliche und zugleich bezaubernde Atmosphäre, vor allem mit dem wunderschönen „Carol Anne Theme“. Wie auch der Film selbst, kann man nie wissen, was einen mit Goldsmiths Musik erwartet, große Empfehlung für Filmmusik-Enthusiasten.

Fazit: Ich bin so froh, dass ich diesen Film endlich wieder gesehen habe. Ein unglaubliches Erlebnis. Nicht nur handwerklich ein berauschendes Werk, sondern auch in dem, was drunter liegt. Hooper und Spielberg kreierten einen aufregenden Trip durch eine andere Welt, bei dem man nie weiß, was einen erwartet. Wunderschön und zugleich beängstigend, wer das schafft, verdient einfach Hochachtung. Ein zeitloses Horror-Meisterwerk!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut abgehangen hat dieser Trendsetter der 80er die Zeiten überdauert, 30. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es gibt nicht viele echte Geister- oder Spukfilme, die wenigen, die man diesem Subgenre des Horror- oder Gruselfilms zuordnen kann, sind auch fast alle Klassiker: DAS GESPENST VON CANTERVILLE (Jules Dassin, 1944), THE INNOCENTS (Jack Clayton, 1961), THE HAUNTING (Robert Wise, 1963), in neuerer Zeit natürlich SIXTH SENSE (M. Night Shyamalan). 1982 wusste auch Steven Spielberg seinen Beitrag zu leisten, wenn auch - offiziell - "nur" als Produzent. POLTERGEIST kam 1982 in die Kinos und wurde recht schnell ein Kassenerfolg, sicherlich auch, weil er die damals angesagte Härte mitbrachte. Die späten 70er und frühen 80er Jahre waren geprägt von den ultrabrutalen Zombiefilmen italienischer Machart, aber auch den damals neuen, sogenannten Slasherfilmen wie FREITAG DER 13. oder der HALLOWEEN-Reihe, mit deren erstem Teil John Carpenter 1978 dieses Subgenre überhaupt erst eingeführt hatte, der aber selbst gewisse Merkmale eines Geisterfilms aufwies. Als Spielberg, der die Idee zu POLTERGEIST hatte und auch maßgeblich am Drehbuch mitarbeitete, den Regisseur Tobe Hooper engagierte, hatte er sich damit die Dienste jenes Mannes gesichert, der acht Jahre zuvor mit THE TEXAS CAHINSAW MASSACRE (1974) jenen Film abgeliefert hatte, der zukünftig als Referenz für jeden Horrorfilm härtere Gangart herhalten musste. Die Legenden über das, was sich am Set zu POLTERGEIST abspielte, sind Legion, sicher ist, daß Spielberg Hooper vom Schnitt und sonstiger Post Production ausschloß, doch hält sich nachdrücklich das Gerücht, daß der Maestro am Set auch selber Hand angelegt und ganze Szenen gedreht habe.

Es sei wie es sei - herausgekommen ist ein bei aller Effekthascherei doch beeindruckender Gruselfilm, der den Zuschauer durchaus auch heute noch das Fürchten lehren kann. Gut abgehangen, hat POLTERGEIST nur wenig von seiner Wirkung eingebüßt, können doch sowohl die Spezialeffekte als auch die Härten des Films immer noch überzeugen.

[ACHTUNG: SPOILER]
Eines Nachts erwacht Steven Freeling (Craig T. Nelson) wie so oft vorm Fernseher und wird Zeuge, wie seine jüngste Tochter Carol-Anne (Heather O'Rourke) vor selbigem sitzt und offensichtlich mit der Mattscheibe, die lediglich graues Gegrissel zeigt, spricht. Sowohl Steven, als auch seine Frau Diane (JoBeth Williams) tun diese wie auch weitere Hinweise auf seltsame Vorkommnisse in ihrem Haus in einer kalifornischen Wohnsiedlung zunächst als Zufälle ab. Erst als sich die Spukerscheinungen massiv häufen und Carol-Anne ihre Eltern wissen läßt: "Sie sind hier!", nehmen die beiden die Geschehnisse ernst. Doch da ist es fast schon zu spät: In einer stürmischen Nacht sind Steven und Diane damit beschäftigt, ihren Sohnemann Robbie (Oliver Robins) aus den Fängen eines Baums zu befreien, der sich seiner bemächtigt hat, als in der Kammer neben dem Kinderzimmer ein übernatürlich helles Licht erscheint und Carol-Anne in den Raum zieht. Ab nun können die Freelings nur noch über den Fernseher mit ihrer Tochter kommunizieren, die offenbar irgendwo im Haus von einer Spukerscheinung festgehalten wird, jedoch aus dem TV-Set redet. Die Freelings holen sich die Hilfe einer Parapsychologin und derer Assistenten. Doch nachdem auch diese von den Erscheinungen nachhaltig beeindruckt wurden, holen Dr. Lesh (Beatrice Straight) und die Familie das Medium Tangina Barrons (Zelda Rubinstein) zur Hilfe. Und wirklich - mit ihrer Hilfe gelingt es, nicht nur das Phänomen zu entschlüsseln, sondern es gelingt Diane auch, ihre Tochter auf Anweisung des Mediums aus dem Schattenreich zu befreien. Steven erhält Besuch von seinem Chef, der ihm ein neues Haus auf der Grund der Cuesta-Verde-Wohnanlage anbietet, denn Steven ist der beste Makler im Stall gewesen und sein Boss möchte ihn ungern verlieren. Wie nebenbei erfährt Steven so, daß die gesamte Anlage auf früheren Friedhöfen gebaut wurde. Er lehnt ab und will mit seiner Familie die Anlage verlassen, doch in der letzten Nacht im alten Haus bricht der eigentlich für beendet gehaltene Spuk stärker aus denn je. In der Kammer neben dem Kinderzimmer öffnet sich ein gewaltiger Schlund, der die Kinder zu verschlingen droht und aus dessen Fängen Diane die beiden so gerade noch befreien kann, während Steven in der Grube für seinen neuen Swimmingpool Bekanntschaft mit den vorherigen Bewohnern des Grundstücks macht: Zwar waren einst die Grabsteine des Friedhofs entfernt und versetzt worden, nicht aber wurden die Särge mit den Leichen ausgegraben und neu bestattet. Vom Regen aufgeweicht gibt der Untergrund nun die leblosen Körper derer frei, deren Seelen im Haus nach den Kindern der Freelings grapschen. So gerade gelingt es der Familie, dem Unglück endgültig zu entkommen - sie kehren in einem Motel ein und Steven schmeißt den Fernseher aus dem Zimmer. Ende.

Alles beginnt, wie wir es kennen in den Filmen Steven Spielbergs: Es wird uns die typische amerikanische Vorortfamilie - Elter und drei Kinder - vorgestellt, die die typischen Steven-Spielberg-Diskussionen führen: Wer darf wo im Auto sitzen, muß man sein Frühstück aufessen oder zur Schule gehen, wie lang darf die älteste Tochter Dana (Dominique Dunne) das Telefon in Beschlag nehmen? Und es laufen in allen Zimmern Fernseher - the all american family of the eighties! Allerdings - es sind eben die frühen 80er - merken wir schnell, daß diese Durchschnittsfamilie - deren Name natürlich Bände spricht, Freeling, Freilinge - eben auch den libertären 70ern entstammt: Nicht nur muß man von zumindest antiautoritärer Erziehung sprechen, nein, man könnte die Erziehungsmethoden der Freelings auch als "überfordert" bezeichnen, tanzen doch die Kinder zumindest Diane auf der Nase herum, spielen beim Frühstück mit dem Essen und lassen so ziemlich nichts aus, was Erwachsene meist nervt. Die Gleichmütigkeit ihrer Mutter könnte man neben einem stählernen Nervenkostüm vielleicht erklären, daß sich die Eheleute des Abends gern einen Joint durchziehen, dabei jede Menge Spaß haben und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Hinzu kommt eine recht unbefangener Umgang mit den ersten paranormalen Erscheinungen. So z.B. findet Diane Freeling es durchaus amüsant, ihre Tochter mit einem Helm für American Footballer beschützt von unsichtbaren Kräften durch den Raum ziehen zu lassen. Erst als die Kräfte stärker und ihr Ziel deutlicher wird, beginnen die Ängste.

Ist diese dem Zeitgeist der 70er entsprungene Familie nun also besonders empfänglich für Übersinnliches, sozusagen esoterisch gestählt, wie ja bekanntlich jeder, der in den 60er und 70er Jahren jung und nicht vollkommen verschlossen war? Oder ist diese Familie ob ihres laxen Umgangs mit Drogen, Autorität, Erziehung geradezu prädestiniert für den typischen Reflex der Horrorfilme jener Jahre: Allzu freiheitliche Bestrebungen (sonst meist sexueller Natur, v.a. in den Slasherfilmen) zu bestrafen. Sicher, Steven Spielberg will vorgeblich immer nur eines: Unterhalten. Doch ist gerade dies eine Ansage, die größtmögliche Skepsis nahezu erzwingt, denn weniges nur macht so unempfänglich und lenkt derart von politischen oder sozialen Realitäten ab, wie gut gemachte Unterhaltung. Und gerade die Filme eines Steven Spielberg sind zeitgenössisch eine Art Paradebeispiel, wie eine reaktionäre Politik mit einer metatextuell äußerst reaktionären Art von Kino Hand in Hand gingen. Ob Lucas' STAR WARS-Filme oder Spielbergs INDIANA-JONES-Reihe - so viel Spaß all diese der Fantasy verhafteten Abenteuer beim Zuschauen immer wieder machen, es sind eben auch Werke fernab jeglicher Realität, die Comicuniversen einfachster Prägung bieten. Pulp. Ihre Botschaften schlummern in den Maschinenräumen dieser Werke, in den Subtexten: Sie erzählen auch immer von der Reaktion einer normativ gefassten Gesellschaft auf die Ausnahmen, die Ausreißer: Entweder diese schlagen irgendwann zurück, oder aber die Gesellschaft wird sie vernichten. Ob die Rednecks in EASY RIDER, ob die Familie in THE TEXAS CHAINSAW MASSACRE oder aber Jason Voorhees, dessen Opfer im Camp Crystal Lake meist dafür büßen müssen, daß sie ob pubertärer Intimitäten unaufmerksam sind: In all diesen Filmen drängt sich auch eine Idee von Schuld und Buße/Bestrafung ins Bewußtsein. In Reaktion auf enorm liberale und libertäre Jahre zeugen all diese Werke auch immer von der Ratlosigkeit nach der großen Sause, davon, daß da vielleicht auch Werte und Tabus eingerissen worden sind, deren Sinn sich erst erschließt, wenn sie fort sind. Es ist eine tiefe Ambivalenz, die all diesen Filmen eingeschrieben ist. Eine Generation des Aufbruchs befragt sich selbst - bestenfalls; bestraft sich selbst - oft. Spielberg, man vergißt das leicht, war ein Kind dieses New Hollywood. Und dessen Totengräber, als er mit JAWS (DER WEISSE HAI - 1975) den modernen Blockbuster "erfand". Ambivalenz blieb eines seiner schöpferischen Merkmale.

POLTERGEIST weiß sich schließlich auf die "richtige" Seite zu schlagen, wenn er letztlich die Schuld an dem was den Freelings hier widerfährt der korrupten, anonymen Baufirma gibt. Das Kapital geht praktisch über Leichen - die Subversion funktioniert schon in beide Richtungen, auch das muß man Spielberg fairerweise zu Gute halten. Wer auch immer das Gros des Materials gefilmt hat, hat einen guten Job erledigt. Mag sein, daß Hooper für die eher schleimigen Szenen, Spielberg für die Atmosphäre und das Gefühl verantwortlich zeichnete, mag sein, daß das streckenweise gestückelt wirkt, doch im großen Ganzen geht es auf. Der Film verliert nicht mal bei den Spezialeffekten, worin für die meisten Effektfilme jener Jahre das eigentliche Problem gegenüber den heutigen CGI-gestützten Effektorgien liegt. Der Charme der Figuren, die Darstellungen durch einige jener heute fast vergessenen Semistars der 80er und 90er, wie Craig T. Nelson, das für Spielberg typische Gespür für jene Settings, die das ausmachen, was man Americana nennt - das richtige Haus für die Story, die Innenausstattung, was die Kids wollen - all das stimmt. Und es stimmt das Timing, ebenso die Mischung aus Goreffekten und einem gewissen Augenzwinkern bei all dem Dargebotenen. Der Auftritt des Mediums Tangina Barrons ist nicht der einzige humorvolle Einfall des Drehbuchs, sicherlich aber einer der besten. Mit dieser sicherlich auf kommerziellen Erfolg ausgerichteten Mischung gelang dem Team zumindest ein Film, der für die folgenden Jahre Maßstäbe setzte, denn die Mischung aus Horror - durchaus auch der härteren Art - und dem Humor, den die Teenagerkomödie mit Suburbiahintergund zu bieten hat, wurde in Filmen wie FRIGHT NIGHT (Tom Holland; 1985) gnadenlos und oft überzeugend ausgeschlachtet.

POLTERGEIST setzt mit seiner ironisch-kritischen Art den Ton für die 80er Jahre und muß von heute aus betrachtet als Trendsetter für jenes Jahrzehnt des reaktionär-revanchistischen Kinos gesehen werden. Einmal mehr hat Spielberg es gut gemeint, gut gemacht und dennoch im Ergebnis schlecht getroffen: Was hier noch satirische Untertöne hat, driftete später nur noch in Zynismus ab.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mystisch bis gruselig!, 25. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Poltergeist (DVD)
"Poltergeist" gehört eigentlich in jede DVD-Sammlung. Wer ihn dort nicht bereits stehen hat, sollte ihn sich aber schleunigst zulegen. Ich habe den Film erst seit ein paar Wochen, aber habe es mittlerweile doch schon auf dreimal anschauen gebracht, weil ich ihn unter meinen Freunden weiterzeigen mußte. Dabei habe ich die unterschiedlichsten Reaktionen erlebt. Eine Freundin fand den Film sehr schlimm und hatte wirklich unheimlich Angst dabei und das, obwohl sie normalerweise ganz andere (heftigere) Horrorfilme gewöhnt ist. Ich persönlich kann nicht behaupten, dass ich Angst hatte bei dem Film und vor Schreck zusammenzucken mußte ich auch nicht. Der Film ist eher mystisch als gruselig, meiner Meinung nach, obwohl auch gerade dieses Mystische recht bewegend sein kann. Der Film spielt gekonnt mit dem Übernatürlichen, aber funktioniert dabei nicht als ein Film, der dem Zuschauer Angst machen soll, sondern bietet Hintergrundwissen und Zusammenhänge zum Vorkommnis eines Poltergeistes. Das ist wirklich sehr interessant und wer ernsthaft in solche Dinge glaubt, wird schon hier und da eine Gänsehaut bekommen können. Allein nachts schlafen nachdem Ansehen dieses Films würde ich dann auch nicht wollen.
Die Rollen im Film sind dazu noch erstklassig besetzt. Die Freelings sind eine funktionierende Familie, nicht nur im Film, sondern einfach auch in ihrer Besetzung. Es passt ganz einfach und man zweifelt keinen Moment an der starken emotionalen Bindung unter ihnen. Liebe und Zusammenhalt sind ein sehr wichtiges Thema dieses Films und begleiten den Zuschauer bis zum Ende durch.
Sicherlich ist der Film nicht jedermanns Geschmack, denn natürlich ist er mittlerweile ein wenig gealtert und heutzutage ist man in Sachen Horror auch Heftigeres gewöhnt. Aber wie schon gesagt ist der Film kein eigentlicher Horror, sondern eher ein Mystery oder Fantasy Film, der ein wenig Gänsehaut verursacht und viel Hintergrund bietet. Es passt einfach alles zusammen.
Die Effekte passen zum damaligen Fortschritt und wirken weder unecht noch überzogen. Immerhin steckten die Visual Effects damals noch in ihren Kinderschuhen und Spielberg war einer der Ersten, der sich getraut hat, mit ihnen zu experimentieren. Deshalb mag es einigen so vorkommen, als wären die Effekte in "Poltergeist" zu viel und zu überzogen. Das finde ich nicht und heute sind viele Horrorfilme doch viel schlimmer überzogen mit unpassenden Effekten, die den Film aufputschen sollen. Bei "Poltergeist" passt alles zusammen. Der Film besteht nicht nur aus Effekten, sondern aus einer echten Handlung, die Sinn ergibt und den Zuschauer interessiert mitfiebern läßt.
Ein echter Klassiker also, den man sich durchaus mehrmals anschauen kann und der bei einigen Leuten sicher auch eine ordentliche Portion Grusel-Feeling auslösen kann - und das ist durchaus beachtenswert bei einem Film, der schon einige Jahre auf dem Buckel hat!
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Poltergeist [Blu-ray]
Poltergeist [Blu-ray] von Tobe Hooper (Blu-ray - 2008)
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