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47 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Demaskierung des Gewaltkinos
Die Filme des österreichischen Kult-Regisseurs Michael Haneke gelten, vorsichtig ausgedrückt, als schwierig. "Funny Games U.S.", ein mit hochkarätiger Besetzung gedrehtes Remake des (fast) gleichnamigen Films von 1997 macht in dieser Hinsicht keine Ausnahme: In seiner extremen, den Zuschauer im wahrsten Sinne verstörenden Schockwirkung ist das knapp...
Veröffentlicht am 20. November 2008 von S. Baumer

versus
6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Remake auf amerikanisch
Michael Hanake hat "Funny Games" schon in der '90er gedreht. Seit dem hat dieser kontroverse Film viel Kritik und Lob erhalten und die Meinungen der Zuschauer zerrissen (siehe auch die Rezensionen für der original "Funny Games"). Jetzt hat Hanake der Film neue gedreht – aber nicht wirklich! Er hat der Drehort von Österreich nach USA umgezogen, aber sonnst...
Veröffentlicht am 27. Mai 2008 von David Laidlaw


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47 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Demaskierung des Gewaltkinos, 20. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Funny Games U.S. (DVD)
Die Filme des österreichischen Kult-Regisseurs Michael Haneke gelten, vorsichtig ausgedrückt, als schwierig. "Funny Games U.S.", ein mit hochkarätiger Besetzung gedrehtes Remake des (fast) gleichnamigen Films von 1997 macht in dieser Hinsicht keine Ausnahme: In seiner extremen, den Zuschauer im wahrsten Sinne verstörenden Schockwirkung ist das knapp 110 Minuten lange Werk vergleichbar mit Lars Von Trier (etwa "Dancer In The Dark" oder "Dogville"), in Bezug auf die Notwendigkeit einer Nachbesprechung oder Diskussion auf einem Level, das sonst höchstens ein Film von David Lynch ("Lost Highway") erreicht. "Funny Games U.S." macht dabei auch auf dem Bildschirm relativ schnell klar, dass er alles andere als ein normaler Film ist, selbst wenn er relativ gemächlich und konventionell startet.

Ein junges Paar mit Kind wird in seinem Feriendomizil mit einen extrem plötzlich über sie hereinbrechenden Psycho-Grauen konfrontiert, mit extremer Gewalt in Form zweier Jugendlicher, die "ein Spiel spielen wollen", das in der Wette besteht, dass die Familie am nächsten Tag tot sei. Die Frage nach dem Warum, ausdrücklich gestellt von den Opfern wird dabei nur lapidar beantwortet mit einem "Warum nicht?" von Seiten der Täter, eine Rechtfertigung der Tat oder eine Motivation wird nicht nur nicht gegeben, sondern ausdrücklich als unbedeutend abgelehnt, sicherlich auch lesbar als ein ironischer Seitenhieb auf das Gewaltkino. Noch deutlicher wird eben diese beißende Ironie, als die Psychopathen erklären, warum sie ihre Opfer denn nicht direkt umbrächten: Man dürfe nie den Unterhaltungswert bei der ganzen Sache vergessen.

Mittels des filmischen Mittels der direkten Ansprache des Zuschauers über die Grenzen der Kamera hinweg gelingt es Haneke dabei, denjenigen, der den Film ansieht, auch noch direkt auf die Seite der Täter zu ziehen, als wäre der Film nicht auch ohne diese erzwungene "Mittäterschaft" schon grauenhaft genug. Der normale, voyeuristische Blick auf filmische Gewalt, der uns dazu bringt, die üblichen Horror und Slasher-Filme aus der Distanz heraus zu genießen zu können, funktioniert bei diesem Film nicht. Man möchte eigentlich lieber wegsehen, an machen Stellen, dabei wird, und das ist der zweite große Kniff, den Haneke anwendet, explizite Gewalt in dem ganzen Streifen eigentlich nicht gezeigt, sondern jeweils nur angedeutet. Das, was man in der eigenen Phantasie erzwungenermaßen auf Seite der Täter miterlebt, ist dabei aber so grauenhaft, so dass man am Ende fast zwingend dem von Regisseur intendierten Schluss kommen muss, dass es sich hier um einen Film handelt, der ähnlich wie einer der sogenannten Anti-Kriegsfilme mittels einer Potenzierung der Gewalt genau diese kritisiert.

Der Blick auf Filme wie die "Saw"-Reihe wird dem einigermaßen reflektierten Zuschauer nach "Funny Games U.S." jedenfalls nicht mehr so leicht fallen wie zuvor. Und wenn natürlich bei solchen Filmen immer die Gefahr besteht, dass ein paar Leute die Ironie des Geschehens bzw. die eigentliche Botschaft nicht verstehen und sich an der Gewalt an sich berauschen: So leicht ist auch das bei "Funny Games U.S." nicht, weil ein Mindestmaß an eigener Denkleistung immer gefordert ist, und sei es nur, die Leerstellen zu füllen. Haneke erreicht mit "Funny Games U.S." eigentlich genau das, was er wollte: Noch einmal diesen Film auf die Leinwand und die Bildschirme zu bringen, der wie kein anderer sinnlose Gewalt darstellt, thematisiert und auf eine nicht belehrende Art und Weise kritisiert, und dabei aktueller als je zuvor ist. Fünf Sterne für einen in jeder Hinsicht radikalen Film.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen wirklich heftig!!!, 6. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Funny Games U.S. (DVD)
Ich schaue gern Thriller und Horrofilme, aber was ich hier gesehen habe ist an Grausamkeit kaum zu überbieten. Das liegt nicht an den Spezialeffekten oder dem MakeUp sondern einfach an der Handlung und den gezeigten seelischen und körperlichen Grausamkeiten. Der Schmerz und das Leid der Opfer, sowie die Freude und das Vergnügen der Täter wird dermaßen zur Schau getragen und die Hilflosigkeit so deutlich gemacht, dass es einfach nur deprimierend ist. Das Ende sieht man dann schon automatisch kommen.

Ein Film voller Tiefschläge...definitiv kein Vergnügen.
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18 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Funny Games U.S.", 19. November 2008
Von 
billy - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Funny Games U.S. (DVD)
"Funny Games U.S." ist das Remake des gleichnamigen Originals von 1997. Es handelt sich hierbei um eine nahezu 1:1 Kopie und ist wohl nur denjenigen zu empfehlen, die das Original noch nicht gesehen haben.

Die Erzählweise des Films ist sehr ruhig und besitzt eine gewisse realistische Art. Die Geschichte wird mit zunehmender Spieldauer immer intensiver und der Zuschauer wird dazu gezwungen an dem schockierenden Alptraum der Familie teilzuhaben. Die beiden Eindringlinge richten ihren Blick immer wieder in Richtung des Zuschauers und beziehen diesen somit in den Film mit ein. Die Gewaltszenen werden ausnahmslos im Off gezeigt. Durch die eigenwillige Inszenierung haben es aber auch diese Szenen in sich und der Terror läuft weiterhin im Kopf des Zuschauers ab. Leider bricht der Film an manchen Stellen dann ein wenig ein, da einige Einstellungen zu sehr in die Länge gezogen wurden. Die Darsteller liefern allesamt eine solide Leistung ab.

Durch die eigenwillige Inszenierung will uns der Film zeigen, was Gewalt wirklich bedeutet. "Funny Games U.S." ist einfach etwas anderes und egal ob man diesen Film nun gut findet oder nicht, er bleibt einem wohl eine Weile unangenehm im Kopf.

Und sollte sich bei mir mal jemand Eier leihen möchten, werd ich auf jeden Fall sagen: Ne, Ne... den Trick kenne ich schon!
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zu viele Vorschußlorbeeren..., 23. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Funny Games U.S. (DVD)
...und viel zu hohe Erwartungen hatte ich an den Film, auch aufgrund des Titels der mir schon im Original was sagte, und jetzt plus eine Neuverfilmung bei dem bekannte Schauspieler mitwirken, ich war gespannt.
Nur gibts es hier keine Kritik an der Gewalt oder eine Analyse über die Verrohung der Gesellschaft von mir - ich fand ähnliche Filme wie z.B. "The Strangers" mit zusätzlichen Horrorelementen oder "Martyrs" grossartig...ich bin sicherlich kein Moralapostel.
Der Grund warum ich hier nicht mehr als zwei Sterne vergebe ist der schlichte Punkt das mich der Film kein bisschen mitgerissen hat, das ich weder mitgefiebert habe, und mich das ganze Drumherum plus das Schicksal der Protagonisten seltsamerweise gar nicht tangiert hat. Wenn das einem Film nicht gelingt, hat er schon verloren - und die Dialoge mit der Kamera plus das eine andere technische Mätzchen haben nicht gerade positiv dazu beigetragen...
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Remake auf amerikanisch, 27. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Funny Games (DVD)
Michael Hanake hat "Funny Games" schon in der '90er gedreht. Seit dem hat dieser kontroverse Film viel Kritik und Lob erhalten und die Meinungen der Zuschauer zerrissen (siehe auch die Rezensionen für der original "Funny Games"). Jetzt hat Hanake der Film neue gedreht – aber nicht wirklich! Er hat der Drehort von Österreich nach USA umgezogen, aber sonnst bleibt alles gleich: Der Story, das Drehbuch, die Kameraeinstellungen, der Regie, Szene für Szene ist ALLES GLEICH (nur auf Englisch). Gus van Sant hat dasselbe gemacht mit Hitchcock's "Psycho", und mann hat sich damals gefragt "Warum Psycho nochmals drehen, wann Hitchcock es schon gedreht hat?!". Haneke sagt dass die Themen von "Funny Games" (Gewalt in den Medien) eigentlich mehr amerikanisch als europäisch sind, und deswegen hat er seinem Film in Amerika neu gedreht, aber wann mann Deutsch versteht (und dass tut ihr doch, oder?!?), dann kauf lieber der Original von 1997 (der bekommt 5 Sterne!).
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9 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Köder ohne Geschmack für Genreliebhaber, 2. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Funny Games U.S. (DVD)
«But isn't fiction real? Well, you can see it in a movie, right? Well, than it's just as real as reality, because you can see it too, right?»

Abrechnung und Kritik an Kinobesuchern

Vorsicht viele Spoiler enthalten ;)

Wer heute Horrorfilme sehen will, der erwartet ein spannendes Ensemble aus Blut, Spannung und brutalen Massenmördern. Gewalt spielt in solchen Filmen die Hauptrolle, soviel ist klar. Man denke an die Odyssee namens SAW, die wohl nie enden wird und an den hässlichen Kettensägenmörder aus 'Texas Chainsaw Massacre'. Was einem jedoch in Funny Games begegnet sind 2 junge Männer, auf den ersten Blick sehr höflich, sie gehen aufrecht, zerren weder einen klumpigen Fuß hinter sich her, noch müssen sie ihr vernarbtes Gesicht hinter einer Maske verstecken. Sie passen perfekt in die Urlaubsgegend der Hamptons, so wie die Familie, die mit Opernmusik und schickem Wagen auf dem Weg in die Ferien ist.
Als Slasher-Kenner achtet man auf Details, wie das Messer, was im Boot der Familie vergessen wird. Man denkt: OH, das sieht man aber nicht umsonst, damit kann sich später sicher noch jemand verteidigen. Pustekuchen!
In dieser Art und Weise werden einem viele viele Köder hingeworfen. So denkt man zum Beispiel als die Nachbarn mit Boot vorbeikommen, dass die Frau des Hauses versuchen wird, den Nachbarn irgendwie klar zu machen, in was für einer Situation sie steckt. Einer der Peiniger steht zwar neben ihr, wäre aber leicht zu überwältigen gewesen. Jessica Biel hätte längst schreiend die Flucht ergriffen, wäre in den See gesprungen, aus dem Wasser gestiegen, hätte sich das Shirt vom Leib gerissen (warum auch immer) und mit etwas Glück hätte sie mit dem anderen Shirt, was sie sicherlich unter dem anderen getragen hätte, einen wet T-Shirt contest gewonnen. Noch ein bisschen Schreien und eine klaffende Wunde am Beim hätten das Genre-Paket perfekt abgerundet.
Doch Naomie Watts trägt weder ein hautenges weißes Shirt (dafür bald nur noch Unterwäsche, ohne Spitze, todlangweilig) , noch versucht sie Hilfe durch ihre Nachbarn zu holen. Doch wenn schon die Charaktere in Horrorfilmen hölzern bleiben, so findet man in diesem Film noch weniger Tiefgang, man findet keinen Zugang zu den Personen, sie bleiben oberflächlich und langweilig.
Das nun vermutete Szenario spielt auf einer sehr ungewöhnlichen Bühne. Kein College, keine kleine verlassene Stadt, in der oh wunder ein Waxfigurenkabinett steht. Hier geht es wohlhabenden Familien an den Kragen, Menschen, die sogar in einer bedrohlichen Situation noch darum BITTEN, das Spiel, die Quälerei doch bitte zu unterlassen, selbst dann noch wird auf Höflichkeit geachtet und ein Schreien bleibt einem größten Teils auch erspart.
Zum Spiel der beiden Peiniger gehören zwar kleine Quälereien, allerdings spielen sich diese immer oder zumeist außerhalb des Kamerawinkels ab. Man sieht nicht in Nahaufnahme, wie die Kniescheibe des Vaters zertrümmert oder wie der Junge von einer Flinte in zwei Stücke gerissen wird. (Die Slasher-Fans verlassen das Kino).
Dann ein Einbruch! In der Mitte des Films! Im Herzstück eines jeden Horrorfilms wird eine entsetzlich lange Pause eingeschoben. Der Kamerawinkel verändert sich in geschätzten 3000 Minuten nicht ein Stück. Die Eltern ' erstaunlich ruhig nach dem Tod ihres Kindes ' rappeln sich langsam auf, keine Musik spielt. Nichts. Die Peiniger sind weg. Wäre hier der Film zu Ende, wäre das mal ein sehr gewagtes Modell des Horrors. Ist er aber nicht. Nun beginnt die total hirnlose Aktion: Föhn dir dein Handy trocken! Jedes normale Opfer wäre sofort geflüchtet, aber nein, nicht hier. (Müde Personen verlassen das Kino).
Letzten Endes sind alle tot, denn die Peiniger kommen zurück. Sie spulen bei ihnen unpassenden Ereignissen mal eben zurück (kopfschüttelnde Menschen verlassen das Kino). Spätestens mit der Aktion wird dem Film restlicher Wind aus den Segeln genommen. Schlimmer kann es nicht werden. Kurz bekommt der Film irgendwie Bedeutung, man philosophiert ein wenig über Fiktion und Wirklichkeit und kommt zu dem Schluss, dass Kinofilme real sein müssen, weil man sie ja sehen kann. Dadurch, dass man Fiktion und Brutalität auf die Leinwand bringt, macht man diese Fiktion real. Toll. War das jetzt die Moral von der Geschicht? Nicht ganz. Der ganze Film ist eigentlich ein Versuch, mehr Moral zu vermitteln als irgendwie einen guten Film auf die Leinwand zu bringen. Ein kurzer Zeitungsartikel hätte es auch getan.
Die Zuschauer erwarten einen ganz grandiosen Slasher, was sie bekommen ist eine Moralpredigt. Die Peiniger beginnen auf einmal mit dem Publikum zu reden, machen sie zu Mittätern. Fragen beispielsweise, ob sie jetzt genug haben, stellen dann allerdings fest, dass die Zuschauer immer ein plausibles Ende wollen, machen also weiter. Funny Games klingt bestialisch gut, nach Spannung und grausamen Spielen, die Zuschauer wollen Gewalt sehen. Wenn der Film aus ist, gehen die zurückgebliebenen Kinobesucher nach Hause, sind enttäuscht und die meisten machen sich nicht die Mühe, den Sinn des Films zu verstehen, und die, die es tun, werden trotzdem weiter Slasher sehen, gehen nach Hause und schmeißen Hostel aus lauter Frustration über den aus dem Fenster rausgeschmissenen Eintrittspreis in den DVD-Player.
Es wird sich kaum einer dafür schämen, dass er solche Erwartungen an den Film hatte, dass man Blut sehen wollte. Niemand schwört wegen dem erhobenen Zeigefinger vom Regisseur den Slashern ab, auch wenn er sagt, die Zuschauer fänden Gewalt ganz toll, und wenn er darauf hinweisen will, dass viel zu viel Gewalt nicht nur Fiktion ist.
Gut, wir haben den Köder geschluckt, aber auch dumme Fische lernen dazu... und werden keinen Haneke-Film mehr sehen, ohne genügend Kritiken gelesen zu haben.

frook
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10 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschender Psycho-Schocker mit einigen Spannungsbremsen, 10. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Funny Games U.S. (DVD)
Zwei Psychopathen überwältigen eine kleine Familie und treiben ihre kranken Spielchen mit ihnen - genug Potential also für einen spannenden Psychothriller. Und zu Anfang geht das Rezept auch auf. Die beiden jungen Spinner wirken bedrohlich und man möchte ihnen aufgrund ihrer ruhigen und auch nervigen Art am liebsten die Pest an den Hals wünschen. Und die Familie um Naomi Watts und Tim Roth tut einem leid. Man fragt sich, auf welche Ideen die beiden Irren so kommen mögen und dadurch bleibt die Spannung auf einem recht hohen Niveau. Allerdings verpufft diese ziemlich schnell nach dem ersten Opfer, als die beiden Psychos für eine gewisse Zeit das Feld räumen. Diese Minuten danach ziehen sich wie Kaugummi, sind insgesamt recht langweilig und nehmen das Tempo aus dem Film. Und auch nachdem sie wieder auftauchen, gelingt es dem Film nicht mehr, wirklich das Interesse auf sich zu ziehen. Merkwürdig ist der Einfall, dass einer der beiden quasi mit dem Zuschauer des Films redet. Noch merkwürdiger ist allerdings eine Szene, in der er eine Fernbedienung in die Hand nimmt und den Film um ein paar Sekunden zurückspult, um die Geschehnisse zu ändern - das ist in einer Komödie wie "Wayne's World" ja ganz witzig, jedoch in einem Thriller vollkommen fehlplaziert. Hinzu kommt, dass ein Showdown vollkommen fehlt und der Film enttäuschend und unbefriedigend aufhört. Man könnte ihm durch die ganzen Punkte zugute halten, dass er versucht anders und unkonventionell zu sein. Das nützt aber nichts, wenn dadurch die Spannung und der Thrill zu leiden haben. Ich habe mir den Film angeschaut, beim Abspann den Kopf geschüttelt und ich werde ihn mir sicherlich kaum ein zweites Mal ansehen.
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10 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr fies.. doch sicher zu schwer für die Masse.., 20. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Funny Games U.S. (DVD)
Funny Games ist, wie sein 1997er Ursprung nichts für Familien. Nicht das dieser Film trotz FSK 18 Freigabe, Gewalt stilisiert oder gar visuell zum Gegenstand macht, nein- Gewalt ist vorhanden, doch sie spielt größtenteils im Kopf des Betrachters.

Das junge Ehepaar samt Kind wird in einer paradisischen Ferienhaussiedlung von einem Grauen heimgesucht, was Jason, Freddy Krueger und auch Jigsaw, dem Zuschauer nicht vermitteln können. Die Tatsache das hier ein naher Realitätsbezug vorliegt, hinterlässt einen äußerst widerlichen Nachgeschmack, einer Paranoia gleich.

Dies macht es schwer sich in die "Bösen" des Filmes hineinzuversetzen. Ihnen fehlt selbst im Vergleich zu Jigsaw und co jegliche Menschlichkeit. Ich kann fast versprechen, das am Ende des Filmes keinerlei Gedanke mehr daran verschwendet wird, sich in die Täter zu versetzen, nein - man verachtet sie.
Dies sind wahre Monster. Monster in Menschenform.

Die Täter spielen ihr "Spiel" der Freude wegen, übergehen Moral und Motiv, sie tun es, weil sie es wollen und können. Dies ist ein Zustand der den Zuschauer in die passive Rolle der Familie zwängt, die leider jeglicher Gewalt hilflos ausgesetzt ist. Beinah naiv stolpern Naomi Watts und Tim Roth gespielte Charakter in jedes vorgelegte Dornennest und teilen dies mit dem Zuschauer.

Regiesseur Michael Haneke versucht dies so intensiv wie möglich zu vermitteln. So gibt es bspweise keinen musikalischen, atmosphärschen Unterton, sondern nur Geräusche und Gespräche. Haneke wendet zudem lange Einstellungen an, die er scheinbar bei Kubriks Shining abschaute. Diese langen stillen Kameraperspektiven bieten zwar Tim Roth und Naomi Watts intensiv die Möglichkeit zu spielen, bremsen aber den Film gewaltig ab.

Funny Games präsentiert sich mit einer anhaltenden Botschaft, einer gut spielenden Naomi Watts und einem etwas schwachen Tim Roth. Die beiden Aggressoren hingegen spielen das was sie sollen, sie sind kalt, steril.

Ich rate jedem ab, diesen Film nicht zu intensiv zu bedenken, nachdem man ihn geschaut hat - sonst geht man zukünftig mit einem anderen Gefühl an die Tür, wenn es geklingelt hat.
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10 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der härtesten Psycho-Thriller, 26. November 2008
Von 
Helge Müller (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Funny Games U.S. (DVD)
Eine dreiköpfige Familie will einen erholsamen Urlaub im Ferienhaus am See verbringen. Die Idylle wird schon kurz nach der Ankunft von zwei in weiß gewandeten, jungen Männern gestört. Nach kurzem Small-talk geben sie der Familie gewalttätig zu verstehen, dass sie es auf das Leben der hilflosen Menschen abgesehen haben - nicht ohne sie zuvor mit "komischen Spielen" gefoltert zu haben.

Funny Games ist einer der besten und härtesten Psycho-Thriller überhaupt. Ich habe lange keinen so intensiven und heftigen Film mehr gesehen. Ohne Spezialeffekte und mit wenig Blut schafft es Funny Games dennoch den Zuschauer bis auf die Knochen zu schockieren. Was der Regisseur und vor allem die Schauspieler hier abliefern ist erstklassig. Sollte man unbedingt gesehen haben!!
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Extrem verstörend, 1. November 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Funny Games U.S. (DVD)
...mehr kann man dazu nicht sagen ! Der Film polarisiert gewaltig und ich bin wirklich mit nem Schlag ins Gesicht rausgekommen.....
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Funny Games U.S.
Funny Games U.S. von Michael Haneke (DVD - 2008)
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