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Kundenrezensionen

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am 6. Dezember 2013
Schauderhaft schöner Film.

Ich kann die schlechten Kritiken, die der Film vielfach bekam, nicht nachvollziehen.

Julianne Moore in der Rolle als Agent Starling gefällt mir deutlich besser als Jodie Foster.

Aber eig ist es eine One-Man-Show von Anthony Hopkins, der es auf unheimliche Weise schafft, den Balanceakt zwischen kultiviertem,gepflegten Kurator und reissender Bestie immer mit einem Augenzwinkern meistert und einem ob man will oder nicht Sympathien für Lecter abringt.

Die FSK 16 Version unterscheidet sich nicht in dramatischer Weise von der ungeschnittenen Fassung (schnittberichte.com wers überprüfen mag) - mir haben 2 Blutlachen und ein bisl mehr baumelndes Gedärm nicht gefehlt.

Wer Lust auf einen spannenden, gelegentlich blutigen, bildgewaltigen Film hat sollte zugreifen.
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am 12. Januar 2010
Die umstrittenen Ekel-Szenen in dieser Fortsetzung zu "Schweigen der Lämmer" sollen nicht zuletzt Jodie Foster davon abgehalten haben, ihre Rolle noch einmal zu spielen. Sie hätte es tun sollen - sie hat eine Gelegenheit verpaßt, ihren Part psychisch zu erweitern. Julianne Moore tut das über weite Strecken, obwohl man ihr die Verletzlichkeit, die bei der erneuten Konfrontation mit Hannibal Lecter langsam wieder zum Vorschein kommt, nicht ganz abnimmt. Denn vorher wird sie als "beinharte" FBI-Agentin gezeigt, die sich in den zehn Jahren, die seit Lecters Verschwinden vergangen sind, offenbar zu einer kühlen, rationalen und - leider auch schnell schießenden - FBI-Agentin entwickelt hat.Die Schwierigkeiten, die sie mit ihren Vorgesetzten bekommt, nachdem mehrere FBI-Aktionen zuviel Opfer unter der Polizei gekostet haben und sie eine Rauschgift-Dealerin mit Baby im Arm erschossen hat (wenn auch in Notwehr), stürzen sie in eine Krise, die von ihren Chefs ausgenutzt wird, als es Spuren Lecters aus Florenz gibt. Ihre erneute Beschäftigung mit Lecter läßt sie noch einmal intensiv alle Tonaufnahmen ihrer Gespräche vor zehn Jahren studieren, und es scheint, daß dies eher wie eine Therapie für sie wirkt.
Der Millionär Mason Verger (Gary Oldman), einst ein Patient Lecters, hatte sich aufgrund von Drogen, die ihm Lecter verabreicht hatte, selbst die Haut vom Gesicht geschnitten und sie an seine Hunde verfüttert. Mit Hilfe eines weit verzweigten Mitarbeiter-Netzes will er Lecter fangen und an riesige, aus Italien importierte Wildschweine verfüttern.Für seine persönliche Rache kauft er auch ein paar Beamte des FBI. Zuletzt gelingt es ihm Lecter zu kidnappen, aber er hat nicht mit Clarice gerechnet!
In Florenz hat sich Lecter eine neue Identität als Bibliothekar und historischer Dozent zugelegt. Der abgehalfterte Kommissar Pratzi kommt ihm durch einen Zufall auf die Spur und will die hohe Belohnung kassieren. Obwohl von Clarice Sterling gewarnt, läuft er in eine Falle und wird von Lecter auf zwar perfide, aber fast schon seinem Intellekt angemessenen, "ästhetisxche" Weise getötet.Lecter ist letztendlich froh, daß Clarice - der er einen verkappten Liebesbrief schickt - und das FBI ihn aufgespürt haben, kann er dadurch doch seine jahrelange "Untätigkeit" beenden. Von da an hat der charismatische Ex-Psychiater alle Fäden in der Hand, kehrt in die amerikanische Heimat zurück, und es gibt faszinierende Szenen wie er den unmittelbaren Kontakt mit Clarice sucht. Noch deutlicher als in "Schweigen der Lämmer" wird dabei, daß sich Lecter in die FBI-Agentin verliebt hat. Daß er sie im grotesken Finale des Films nicht nur verschont, sondern auch selbst ein Opfer dafür bringt (wie, das darf man nun wirklich nicht verraten), ist nur allzu logisch. In der Buchvorlage werden Lecter und Sterling tatsächlich ein Liebespaar, aber diesen Mut hatte Regisseur Ridley Scott nicht, die story so konsequent weiterzuführen, vielleicht auch deshalb nicht, weil das Ende nach einer weiteren Fortsetzung schreit. Letztendlich fügen sich die blutigen und ekelerregenden Szenen in die Geschichte ein, werden für mich nicht unbedingt zu Effekthascherei. Denn im Mittelpunkt steht erneut die faszinierende Persönlichkeit Hannibal Lecters, ein hochgebildeter, kultivierter Massenmörder, der seine dunklen Triebe auslebt, hier aber seine Morde als Bestrafung für seine Verfolger motiviert. Wieder wird der Zuschauer in den Bann dieses Mannes gezogen, man wünscht sich groteskerweise, daß er nicht gefaßt wird. Der Horror wird weitgehend erzeugt durch das subtile Auftreten von Lecter, ob man das geschmackvoll findet oder ob es einen abstößt, es bleibt eine ständige Ambivalenz zwischen Angst und Faszination für diesen hyperintelligenten Mann. Und in der letzten Szene im Flugzeug läßt Scott seinen Film mit schwarzem Humor enden...Wer ein einigermaßen dickes Fell hat und sich mehr für die geschickte psychologische Dramaturgie eines Thrillers interessiert, kann sich eigentlich nicht abgeschreckt fühlen von den drastischen Ekelszenen und muß diese Fortsetzung als gelungen betrachten, auch wegen der guten Leistungen der Nebendarsteller (u.a. Gary Oldman und Ray Liotta). Dazu beschert uns Ridley Scott wieder einmal ästhetische Bilder, vor allem in den Szenen, die in Florenz spielen. Das ist alles in allem intelligenter Horror, und auch wenn Sir Anthony Hopkins nun mal wieder um zehn Jahre gealtert ist, wünsche ich mir noch eine Fortsetzung!
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Ich habe "Hannibal" im Kino gesehen, bevor ich "Schweigen der Lämmer" kannte und war daher relativ unvoreingenommen, was diesen Film angeht. Mein erster Eindruck war, dass es sich um einen perfekt inszenierten, grandios atmosphärisch abgestimmten Film handelt, der in jeder Hinsicht mehr als sehenswert ist.
Diese Auffassung hat sich kurioserweise noch verstärkt, nachdem ich nun auch den Vorgänger gesehen habe. Sehr durch "Hannibal" geprägt, erwartete ich etwas blauäugig zumindest ähnlich gelagerte Schwerpunkte- was sich natürlich nicht erfüllte. Ich vermisste diesen Hauch Kultur und auch einen Hannibal Lecter, der über einen größeren Bewegungsradius verfügt.
Aber um sich konkret "Hannibal" zu widmen- mich hat selten ein Film so fasziniert, und zwar durch das Zusammenspiel aller Faktoren. Da ist zunächst der Schauplatz; ich selbst war schon einmal in Florenz und war von dem romantischen, melancholischen Flair des Kerns der Stadt mit Palazzo Vecchio, dem Fluss Arno und den engen Gassen fasziniert. Diese Faszination versteht der Regisseur großartig aufzugreifen und visuell zu nutzen, um den Aspekt der Ästhetik und Würde Lecters aufzuzeigen und seine tiefangelegte Persönlichkeit perfekt zur Geltung zu bringen.
Die erste Clarice-Starling- Sequenz (die Szenerie auf dem Fischmarkt) bildet dazu einen wunderbaren Kontrast, der ebenfalls grandios den harten Alltag der FBI- Agentin dokumentiert. Gerade durch diese objektive räumliche Trennung und die- im Kontrast dazu- geistige Nähe wird eine wundervoll harmonische Spannung aufgebaut, die sanft fortgeführt wird.
Hier komme ich zu den beiden Hauptdarstellern, wo meiner Laienmeinung nach Julianne Moore ihre dominante Vorgängerin Jodie Foster sogar übertrifft. Sie umgibt ein Hauch etablierter Kälte, gepaart mit der fühlbaren Erkenntnis, das etwas in ihrem Leben fehlt - und zwar die Konfrontation mit ihrem Intimfeind Lecter. Moores Gestik und Mimik wirken durchweg seriös und geben dem Film die weitreichende Ruhe und den Fluss, von dem er zehrt.
Anthony Hopkins wiederum geht geradezu in der Rolle des kultivierten Monsters auf- er weckt Sympathie, aber kein Mitgefühl, wirkt in (fast) jeder Situation überlegen und bildet so eine Souveränität aus, die für seine Präsenz und die Atmosphäre des Filmes extrem wichtig ist.
Ein weiterer Höhepunkt des Filmes ist der Zusammenschnitt von Bildern und Musik, die die Eindringlichkeit der Szenen geradezu verblüffend intensiviert. Zum einen ragt hier das Opernstück heraus, an dessen Genuss das Ehepaar Pazzi und Lecter in Florenz teilnehmen- welcher Horrorfilm hat sich jemals auf so ein hohes Niveau begeben? Zum anderen war ich von der Wirkung des Zusammenspiels von Musik und Handlung begeistert, als aus der Vogelperspektive gegen Ende des Filmes die Kolonne der im Dunkeln nahenden Polizeifahrzeuge gezeigt wird. Hierbei ertönt nicht, wie man vielleicht erwarten würde, wildes Motorengeräusch oder Hammermusik, welche Hektik und Dramatik in die Handlung brächten, sondern eine ganz sanfte, ruhige und beinah verträumt-resignierte Melodie. Geradezu genial!
Dies sind nur wenige Details aus diesem Film, der mich einfach in seiner ganzen Breite überzeugt hat. Natürlich kommt man nicht umhin, fernab der Handlung, deren Reiz noch etwas mehr herausgearbeitet werden könnte, über die Gewaltszenen zu diskutieren. Zwei dominieren hier die Erinnerung an "Hannibal"- eine, deren Brutalität man zum Teil sieht, zum Teil erahnen muss- da wollte man dem empfindsamen Publikum wohl nicht zuviel zumuten, da der Ausbruch relativ unvermutet und schockierend in die Handlung integriert ist.
Die zweite Szene ist gegen Ende des Filmes platziert und auch meiner Meinung nach an makabrem Humor, gefrierender Grausamkeit und beiläufiger Menschenverachtung kaum zu überbieten- eine der mutigsten und intensivsten Szenen der Filmgeschichte (natürlich nur soweit diese mir bekannt ist). Ebenso wie diese, die ich hier nicht näher beschreiben kann, ist auch das Ende des Filmes originell und nicht platt- ein würdiger Abschluss des skurrilen Finales. Zwar auch ein wenig unglaubwürdig in der Machart, aber das sollte nicht weiter stören.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass mich selten ein Film so in seinen Bann ziehen konnte, schon garnicht einer aus demselben Genre. Aber "Hannibal" ist einfach anders, was wohl in erster Linie Ridley Scott zu verdanken ist, der wirklich jede Szene zu einem stilistischen Meisterwerk geformt hat. Also: UNBEDINGT ansehen, um sich einen- wenn auch etwas widerlichen- Genuss zu gönnen, der sicher länger im Gedächtnis bleibt.
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am 27. Februar 2015
Zehn Jahre nachdem der Psychater, Kannibale und Serienmörder Hannibal Lecter aus dem Polizeigewahrsam entkommen ist, hat er sich in Florenz unter dem Namen Dr. Fell als Kurator der Capponi-Bibliothek niedergelassen, wo er die Nachfolge seines plötzlich verschwundenen Vorgängers antritt. Inspektor Pazzi - Nachfahre einer alten toskanischen Bankiersfamilie - untersucht den mysteriösen Verbleib dieser Person und stösst dabei unweigerlich auf den nicht minder geheimnisvollen Dr. Fell. Pazzi erkennt ihn aus der berüchtigten FBI-Liste von ’America’s most wanted persons’ und lässt sich Details aus den Staaten übermitteln. FBI-Agentin Starling, eine ’alte Freundin’ Hannibal Lecters, wird durch die Anforderung auf Florenz aufmerksam. Pazzi selbst ist hauptsächlich an der USD 3 Mio. Fangprämie interessiert, die der pädophile Millionär Mason Verger auf den Kopf seines ehemaligen Psychaters ausgesetzt hat. Clarice Starling, zwischenzeitlich aufgrund von Intrigen Ihres Vorgesetzten Paul Krendler beim FBI kaltgestellt, reist nach Florenz und nimmt die Spur zum berüchtigten Serienkiller auf. Pazzi, Verger, Starling, Krendler, das FBI, Gangster und eine ganze Rotte hungriger Wildschweine sind bald auf der Jagd nach Hannibal Lecter. Wer macht am Ende wohl das Rennen ?

HANNIBAL (2001) ist die Fortsetzung des seinerzeit sehr erfolgreichen DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER (1991), in der eine der Hauptpersonen beider Filme, Clarice Starling, noch als Anwärterin des FBI tätig war und von Jodie Foster verkörpert wurde. 10 Jahre später wird die Agentin von der damals noch nicht so bekannten Julianne Moore verkörpert, die 2015 bei der 5. Nominierung den Oscar für die beste Hauptdarstellerin erhalten hat. Natürlich birgt ein Schauspieler-Wechsel immer gewisse Gewöhnungsprobleme beim Publikum, aber in diesem Falle war Julianne Moore eine würdige Nachfolgerin von Jodie Foster.

Inszeniert wurde HANNIBAL als einer von 4 Filmen mit dem Thema dieser Person vom britischen Regiemeister Ridley Scott (ALIEN, BLADE RUNNER, LEGENDE, THELMA & LOUISE, GLADIATOR, BLACK HAWK DOWN). Die Reihe basiert auf Romanen von Thomas Harris, der in seinen Arbeiten ein komplexes Netzwerk von Serienkillern, Opfern und Polizeiapparat miteinander verwoben hat. HANNIBAL ist eine elegante Symphonie voller herrlicher Kulissen (vor allem Florenz), prächtiger Bauten, grossartiger Musik, vielschichtigem Handlungsablauf, dichter Atmosphäre und blutigem Horror. Er ist als stilistisches Pendant zu dem düstern-nüchternen DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER insgesamt gesehen ein opulentes Glanzstück geworden. Daher halte ich einen direkten Vergleich der beiden Filme für wenig fruchtbar.

Auch die Zusammenstellung von Cast und Crew kann man nur als gelungen bezeichnen. Von den Darstellern erwähne ich hier mal die 5 wichtigsten :
- Anthony Hopkins in der Titelrolle - intelligent, scharfsinnig, hintergründig, diabolisch, charmant und gourmethaft in einem, eine absolute Glanzrolle für den Waliser,
- Julianne Moore als Clarice Starling - zielgerichtet und durchsetzungfähig in der Sache, weiblich und einfühlsam in der Person,
- Ray Liotta als Paul Krendler - ein typischer Yuppie, der den Weg vom rücksichtslosen Vorgesetzten bis hin zum bemitleidenswerten Opfer von Lecter bestreitet,
- Giancarlo Giannini als Inspektor Pazzi - eine gestandene, bodenständige Persönlichkeit, die von den Extravaganzen seiner jungen Frau und somit vom Gelde korrumpiert wird und schließlich einen scheusslichen Abgang hat,
- Gary Oldman als Mason Verger - ein Spezialist für bizarre Rollen aller Art, muss seinen unangenehmen Part unter schwerem Makeup absolvieren, das später auch prämiert wurde.

Wenn man etwas am Film kritisieren müsste, dann fällt mir am ehesten der stilistisch unpassende Vorspann (verzerrte Videobilder) ein. Kleinere Schwächen im Drehbuch (logisch minder nachvollziehbare Ermittlungen von Starling oder die traumwandlerisch-sicheren Präkognitionen von Lecter) sind dagegen verzeihlich. Die am Ende jedoch gewählte Alternative Lecters mit dem Entfernen seiner Hand hätte man anders gestalten sollen. Schliesslich schränkt sie auf diese Weise die Handlungsfähigkeit Lecters in einem möglichen Fortsetzungsfilms beträchtlich ein.

HANNIBAL ist ein Film für die Geniesser unter den Horrorfans, dem es gelungen ist Eleganz und Splatter auf geniale Weise in Bild und Ton gegenüber zu stellen. Als krönenden Abschluss hat Hobbykoch Lecter für Clarice Starling und sich ein Dinner zubereitet, dass einen starken Magen erfordert. Wer allerdings vorab schon den Roman gelesen hat, der ist entsprechend vorbereitet. Bon Appetit ! Sicherlich kein optimales Werk für Jedermann, so kann der Film doch auf eine feste Fangemeinde bauen. Unter allem von mir bisher gesichteten Filmschaffen ist HANNIBAL jedenfalls die unbestrittene ’Numero Uno’ !

Die Blu Ray wartet mit gutem Bild und Ton auf. Die Boni dieser Scheibe fallen dagegen nicht ganz so opulent aus wie es der Extraklasse des Films entspricht.
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am 5. März 2007
Hannibal "The Cannibal" Lecter ist zurück. Allerdings scheint er nach "Das Schweigen der Lämmer" auf einen etwas anderen Geschmack gekommen zu sein und verliert dadurch leider einiges seines schaurigen Ambientes.

Story: 10 Jahre sind seit dem "Schweigen der Lämmer" vergangen. Dr. Hannibal Lecter genießt sein Leben als Aufseher in einer Bibliothek in Italien und scheint in Vergessenheit zu geraten. Doch da tritt er plötzlich wieder ins Rampenlicht - denn das einzige Opfer das jemals eine Attacke von ihm überlebt hat ist auf der Suche nach ihm: Der entstellte Mason Verger sorgt dafür, dass Hannibal wieder auf die Liste der 10 meistgesuchten Verbrecher kommt und setzt über dessen auch noch ein Lösegeld auf seine Ergreifung aus. Nach Jahren der Bewunderung und respektvollen Missachtung seines Peinigers, ist er gewillt sich an diesem zu rächen und ihn zur Mahlzeit für seine Schweine werden zu lassen. Dies weckt auch die Aufmerksamkeit der mittlerweile mitgenommenen FBI-Agentin Clarice Starling, welche damals durch Hannibal zu großem Ruhm gelangte. Die Jagd auf den Kannibalen beginnt und dieser treibt wieder sein sadistisches Spiel, doch ohne Hilfe scheint er es diesmal nicht zu schaffen...

Die Story hört sich zunächst recht interessant und spannend an. Sie ist meiner Meinung nach auch recht innovativ und hat ein gutes Grundmodell. Auch die Schauspieler lassen auf viel hoffen: Julianne Moore, Gary Oldman und nicht zuletzt Sir Anthony Hopkins - alles große Namen und auch großartige Schauspieler. Die schauspielerischen Leistungen sind auch nicht der Grund dafür, dass der Film nicht so richtig in die Gänge kommt, denn die einzelnen Rollen werden gut gespielt. Es liegt viel mehr an der zeitweisen Sterilität der Geschichte, gerade zu Beginn. So bleibt zum Beispiel die Rolle der Clarice Starling, einer der vermeintlichen Hauptpersonen, anfangs ziemlich blass und integriert sich nicht gut in den Film. Die spezielle Verbindung zwischen ihr und Lecter kommt erst gegen Ende zum tragen und somit verliert der Film zu Anfang jeglichen psychischen und nervenaufreibenden Effekt auf mentaler Ebene. Und auch die schließliche Zusammenkunft der Zwei ist ein weiteres Beispiel dafür, dass jeglicher Spannungsaufbau in der Inszenierung einzelner Szenen fehlt, obwohl die Grundideen durchaus Potenzial besitzen. Man sitzt einfach nicht mehr so gefesselt und so gespannt vor dem Bildschirm, wie dies bei "Das Schweigen der Lämmer" der Fall war und die Konzentration und die Aufmerksamkeit des Zuschauers kann schnell ins Wanken geraten. Der Eine oder Andere hat sicherlich mit dem "Augen offen halten" zu kämpfen.

Fazit: "Hannibal" kann die hohen Erwartungen, die nach seinem genialen Vorgänger an ihn gestellt wurden, nicht erfüllen. Er besitzt ein gutes Grundkonzept bei der Story und hervorragende Schauspieler. Doch leider wirkt die Umsetzung etwas mau und es kommt keine rechte Spannung auf und es fehlt einfach das "Psycho" in diesem Thriller.
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am 8. März 2009
Zuerst: den Punktabzug gibt es nicht für den Film, sondern für die eigentlich sehr edle Steelbook-Edition.
Die Specials sind toll, die Aufmachung auch, ABER das englische Original kann man "aus lizenzrechtlichen Gründen" NUR mit deutschen Untertiteln für Hörgeschädigte ansehen. Man kann sie nicht abstellen oder gegen englische Untertitel ersetzen - was wirklich weniger irritierend wäre. So wird den eindrucksvollsten Szenen etwa durch die Einblendung "spannende Musik" doch sehr der Wind aus den Segeln genommen. Dafür fehlen die Untertitel bei den geschnittenen/ alternativen Szenen gleich völlig.
Schade...
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TOP 1000 REZENSENTam 24. August 2015
10 Jahre sind vergangen nach den Ereignissen aus Das Schweigen der Lämmer.
Clarice Starling hat es weit gebracht beim FBI....zumindest bis es auf einem Fischmarkt zu einem Massaker kommt für das sie die Verantwortung aufgedrückt bekommt.
Der eloquente und intelligente Kannibale Dr. Hannibal Lecter lebt derweil unter falscher Identität in Florenz als Kurator.
Just zu dieser Zeit wird er vom Florenzer Cop Pazzi erkannt der seine Entdeckung aber nicht den Behörden meldet sondern es auf das Geld abgesehen hat das der entstellte Milliardär Mason Verger auf Hannibal ausgesetzt hat.
Verger verdankt sein aussehen dem Zutun von Hannibal und sinnt auf Rache.
Derweil bekommt auch Clarice Wind von Hannibals auftauchen und will wieder ermitteln.
Noch bevor sie richtig loslegen kann wird sie von ihrem Vorgesetzten Krendler ausgebremst was Folgen haben soll...denn Hannibal hat Clarice auch nicht vergessen....

Diese Fortsetzung zum Schweigen der Lämmer rangiert in meinem persönlichen Ranking auf dem Vorletzten Platz.
Lediglich Hannibal Rising ist in meinen Augen schlechter.
So verkehrt ist Hannibal nun nicht aber er krankt an einigen Mängeln.
Der gravierendste ist das Jodie Foster nicht Clarice Starling spielt sondern Julianne Moore...die ihre Sache aber recht gut macht.
Trotzdem ist sie nicht Jodie Foster die der Rolle einen eigenen Spirit einhauchte.
Dann wirkt der Plot ziemlich übertrieben und teils überladen.
Das liegt sicher auch an der Roman Vorlage...macht den Film aber nicht besser.
Killerschweine, ein Bond-Bösewicht mäßiger Gegner und das seltsame Finale sorgen für Kopfschütteln...zumindest bei mir.
Hervorragend fand ich den Florenz-Handlungsstrang der durch die Atmosphäre brilliert und massig Spannung.
Dialoge, die restliche Atmosphäre nebst Plot und Settings sind Okay.
Der Soundtrack ist wie immer herausragend.

Alles in allem also ein guter Thriller mit einem toll agierenden Anthony Hopkins.
Mehr nicht.
Darsteller neben Hopkins und Moore sind u.a.: Giancarlo, Giannini, Ray Liotta, Gary Oldman, Frankie Faison, Francesca Neri und Zeljko Ivanek.
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am 8. Mai 2011
Durch Anthony Hopkins bekommt der Film erst seine Klasse. Erstaunlich ist allerdings das Hopkins sich der Rolle überhaupt wieder angenommen hat.

Hannibal setzt konsequent sein Prequel "Das Schweigen der Lämmer" fort, allerdings ohne Jodie Forster, die das Drehbuch einfach als zu brutal und blutrünstig empfand und sie hat nicht übertrieben. Für Sie übernahm Julianne Moore den Part der Clarice Starling.

Hannibal ist frei und lebt als Kurator in Florenz. Zunächst bitte ich meine vier vergebenen Sterne nicht falsch zu verstehen.

ACHTUNG SPOILER!!
Hannibal ist definitiv keine leichte Kost. Ridley Scott hat hier mehrfach die Grenze des guten Geschmacks überschritten, zumal der Film in mehreren Ländern
diverse Schnitte bekam. Die ungeschnittene Fassung ist zumindet zum Ende hin nichts
für schwache Nerven. Hannibal setzt den FBI-Agenten Paul Krendler und Starling unter Drogen und offeriert ihnen ein superbes Menu. Als Starling wieder erwacht sitzt sie an einem fein gedeckten Tisch. Hannibal Lecter serviert, er fährt Paul in
einem Rollstuhl in das Zimmer, nimmt ihm seine Mütze vom Kopf und schneidet sehr sorgfältig ihm die Schädeldecke auf. Mit komplett geöffnetem Schädel entfernt
Lecter Teile seines Gehirns, um sie sogleich in einer heißen Pfanne die leicht mit
Öl vorbereitet wurde zu braten. Paul angezogen vom Duft, möchte unbedingt etwas
von der Köstlichkeit probieren, welches Lecter nach einigem zögern, dankend annimmt.

Man denkt jetzt Regisseur Scott wandelt auf den Spuren, der unsäglichen Splatter-Horrorfilmwelle, die mittlerweile so ausgelutscht und unspannend ist, das es schon fast nicht mehr zu ertragen ist.

Weit gefehlt. Hannibal ist ein überwiegend stilistischer Horrorfilm, virtuos inszeniert, besonders die Opernszene, mit tollen Bilder von Florenz bei der Abenddämmerung und dem wunderschönen Vide Cor Meum, welches leider nur extra für den
Film Hannibal inszeniert wurde. Diese Oper gibt es leider in ihrer ursprünglichen Fassung nicht. Komponist des Stückes Patrick Cassidey wollte die Oper komplett fertigstellen, leider sind diese Ambitionen mittlerweile eingeschlafen.

Ansonsten ist es faszinierend anzuschauen, wie Ridley Scott die Geschichte um den Psychopathen, Menschenfresser und Psychiater Hannibal Lecter und Clarice Starling
weiterspinnt. Er erzählt die Geschichte flüssig und schnörkelos weiter, ohne in alte Klischees zu verfallen, ausserdem ist Julianne Moore ein sehr guter Ersatz für Forster, mit ihr wäre der Film sicher noch besser, da man sich auf feste Darsteller einschiessen hätte könne. Aber das hat wohl nicht sollen sein.

Interessant ist auch Gary Oldmans Rolle, den man überwiegend in seiner abschreckenden Maske kaum erkennt. Allerdings ist dieser Film rein darauf ausgelegt den Menschenfresser Lecter endgültig dingfest zu machen.

Die Schlußszene mit dem kleinen Jungen und dem Gehirn (der Junge weiß nichts davon) ist schon ziemlich krass, auch wenn man nichts sieht, über guten Geschmack lässt sich hier streiten.

Die Faszination die Lecter mittlerweile für Clarice entwickelt hat, gibt dem Film einen besonders Kick. Im eigentliche Sinne hat es genau damit zu tun, obwohl der Film doch einige wirklich abstossende Szenen hat, ist er gekonnt inszeniert und hat eine exzellente Darstellerregie die sich sehen lassen kann.

Sogar Barnie, der Wärte Lecters aus dem 1. Teil taucht wieder auf.

Nur erfahren wir leider nicht, was mit Dr. Chilton passiert ist. Wahrscheinlich wurde er auch ein Opfer Lecter's.

Daumen hoch!

jw
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am 4. September 2001
Über den Film kann man geteilter Meinung sein, immerhin erhellt der Audiokommentar von Ridley Scott, warum der Film nicht an die Klasse von "Das Schweigen der Lämmer" heranreicht, vermutlich hätte man besser einen anderen Regisseur beauftragt. Wirklich katastrophal ist nur die deutsche Umsetzung dieser DVD. Das hervorragende englischsprachige Bonusmaterial ist nicht untertitelt, während sich im Film zur englischen Tonspur die (unglaublich dämlichen) deutschen Untertitel nicht ausblenden lassen. Herzlichen Glückwunsch!
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am 22. März 2015
Zugegeben - wer das Buch zuerst gelesen hat, wird bitter enttäuscht.
Denn Handlungsverlauf und Ende weichen doch stark vom Buch ab - aber sei es drum. Hollywood schreibt eigene Gesetze. Anthony Hopkins brilliert in diesem Film einmal mehr. Brutal, ehrlich, zärtlich und geschmackvoll mordet er wieder, um seine Freiheit zu retten, nach seiner Flucht nach Italien.
Nach Amerika zurückgekehrt, gerät er in die Fänge von Häschern, die ihn zur Strecke bringen sollen. Engagiert von dem einzigen Opfer Lecters das überlebt hat - Mason Verger - gerät Alles außer Kontrolle . . .
Jodie Foster hatte die Rolle abgelehnt, weil ihr das Drehbuch zu grausam und zu brutal war. Julianne Moore ist eine würdige Nachfolgerin. Einerseits will sie Lecter zur Strecke bringen und wieder hinter Gitter bringen. Andererseits fühlt sie sich zu ihm hingezogen, verdankt ihm sogar ihr Leben, mehr als einmal. Lecter ist in der Zwickmühle: Freiheit ohne Agentin Starling, oder Starling in der Nähe haben, allerdings in einer Zelle. Das dramatische und offene Ende runden den Film ab. Allerdings entschlossen sich Hopkins und Moore, als auch der Buchautor Thomas Harris gegen eine Fortsetzung. Eigentlich schade, aber nichts desto trotz ein filmisches Meisterwerk das ich jedem/r nur empfehlen kann.
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