Fashion Sale Hier klicken Strandspielzeug b2s Cloud Drive Photos OLED TVs Learn More sommer2016 HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16

Kundenrezensionen

3,1 von 5 Sternen
165
3,1 von 5 Sternen
Format: Blu-ray|Ändern
Preis:14,90 €+ 5,00 € Versandkosten
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

VINE-PRODUKTTESTERam 12. Dezember 2006
Nachdem vermutlich die meisten bei Nennung des Filmtitels sofort Flamingos, Schnellboote und grellbunte Sakkos vor Augen hatten, muss ich euch bedauerlicherweise enttäuschen. Die cineastische Aufbereitung der (damals) innovativen Actionserie hat beinahe nur den Titel gemein mit dem Original.

Die Optik erinnert von der ersten Einstellung an an den Vorgänger COLLATERAL des Serienerfinders und zwischenzeitlichen Ausnahmeregisseurs Michael Mann. Überwiegend nächtliche Szenarien haben durch die körnige Auflösung fast dokumentarischen Charakter. Dieser kommt besonders beim finalen Schusswechsel (der Ballerorgie in Mann's HEAT in nichts nachstehend) zur Geltung, der quasi aus der Sicht eines Kriegsberichterstatters gefilmt ist. Unterstrichen wird diese Wirkung gerade in genanntem Szenario durch die Soundkulisse, in der das Maschinengewehrknattern trocken und hässlich klingt - so wie man es in leider täglich zu sehenden Berichten aus bekannten Krisenregionen kennt.

Angesichts der Laufzeit von knapp zweieinhalb Stunden kommt die Action wohldosiert, dann aber heftig und im Vergleich zur TV-Fassung sehr viel graphischer. Die Story an sich ist recht durchschnittlich, lebt demzufolge nur von den starken Akteuren. Für mich kommt allen voran Jamie Foxx - coole Konkurrenz von Samuel L. Jackson -, gefolgt vom (Osama-Lookalike) Bösewicht - bedrohliche Ausstrahlung ohne viel Gestik - und erst dann Colin Farrell in Don Johnson's Crocket-Rolle. Dessen Liaison mit der eigentlich recht faden und unsympathischen Gangsterbraut (Gong Li, bekannt aus DIE GEISHA) ist auch der einzige Schwachpunkt, da diese Storyline zu ausgedehnt behandelt wird, und die Wandlung von der knallharten Businessfrau zum Weibchen viel zu schnell vonstatten geht.

Eine Erwähnung wert ist außerdem der Soundtrack, der einem sofort ins Ohr springt. Die (zweifelsfrei ordentliche) Coverversion von Phil Collins' IN THE AIR TONIGHT - einzige akustische Reverenz an das Original - ist dabei noch einer der schwächeren Songs. Die Bandbreite reicht von Hiphop, Rap bis Salsa, jeder Geschmack wird also bedient.

Fazit: Für Freunde erlesen fotografierter Filme, bei denen die Form über den Inhalt triumphiert. Wer Humor in Form cooler Sprüche und Postkartenansichten von Miami erwartet, der ist bei der 80er Serie besser aufgehoben.
0Kommentar| 22 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Juli 2007
Ausnahmetalent Michael Mann (u.a. "Heat", "Ali" "Collateral") fängt in satten und visuell mitunter sehr beindruckenden Bildern die Undercoveroperation der Polizeibeamten Sonny Crocket und Ricardo Tubbs (Colin Farrell und Jamie Foxx) im Drogenmillieu von Miami ein. Neben der Kameraführung sind auch Schnitttechnik und Synchronisation sehr gelungen. An die teilweise rauschende Kontrastierung muss man sich hier und da eventuell gewöhnen - welche nicht zuletzt damit zusammen hängt, dass Mann an Originalschauplätzen gedreht und auf Studionachbauten verzichtet hat. Sie wechselt sich jedoch mit gestochen scharfen Bildcollagen ab und gilt längst als Markenzeichen des Regisseurs. Außerdem vermitteln die ausgewählten Locations im 2.40:1-Format Authentizität. Das Drehbuch ist spannend und in sich schlüssig, die Leistungen der Darsteller erwartungsgemäß von hohem Anspruch. Fazit: "Miami Vice" hat mit der gleichnamigen Fernsehserie nichts zu tun, sondern erweist sich als unerwartet eigenständiger, fesselnder, harter, unaffektierter und temporeicher Thriller mit hohem Unterhaltungswert. Technisch brilliant, erstklassig besetzt und inhaltlich durchdacht, ist der vorliegende Film somit genreübergreifend empfehlenswert! Übrigens: Der Soundtrack zu "Miami Vice" ist ebenfalls sehr interessant!
0Kommentar| 25 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Februar 2015
Schade! Habe mir mehr erwartet. Hält trotz Michael Mann den Vergleich mit der TV-Serie nicht stand. Farell und Fox können Johnson und Thomas das Wasser nicht reichen. Besonders bedauerlich aus meiner Sicht: Die Lockerheit der Serie kommt hier einfach nicht vor. Alles sehr krampf-dramatisch.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. November 2013
Dieser Film ist etwas sehr besonderes. Die Grenzen zwischen Gut und Böse, Lebensfreude und Melancholie, Leidenschaft und Gefahr verschwimmen, wie auch im Film. Die Musik wirkt melancholisch und mitreißend. In Verbindung mit dem Soundtrack einfach ein Geniestreich. Dieser Film ist mit der 80er-Kultserie wenig zu vergleichen. Der Film ist eigenständig, tiefgründig, melancholisch, kraftvoll, knallhart. Ein Ritt auf einem Speed-Boat übers Meer. Die Gefühle werden unterschwellig, aber deutlich transportiert, ohne ins Kitschige abzugleiten. Die Bildersymbolik und die Leistung der Schauspieler ist hier der "Überträger", kein schwülstiger Dialog. Das muss auch so sein, denn an sich ist der Film knallhart mit bleihaltigen Shootdowns und heftigen Sexszenen. Dieser Film ist ein Gesamtkunstwerk, der tief berührt, wenn man es zulässt.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 18. Januar 2011
Auch wenn Miami Vice" für mich - wie für viele andere - für immer eine DER 80er Jahre Serien bleiben wird, muss ich nach etwas Gewöhnungszeit und Überraschung, als ich diesen Film sah, das Vorabfazit ziehen: Fulminanter hätte Michael Mann seine einstige Erfolgsserie der 80er nicht wiederauferstehen lassen können.
Jeder, der die Serie liebt, wird natürlich mit Erwartungen an diesen Film heran gehen. Doch das sollte man wirklich nicht tun, sonst könnte man durchaus eine Enttäuschung erleben, wenn man einfach erwartet, soviel wie möglich Zutaten aus der Serie hier wiederzusehen - denn das ist kaum der Fall.
Einige Dinge, man kann sagen Grundzutaten der Serie, sind beim Alten geblieben, etwa ein Ferrari als Dienstwagen, ein Speedboot, hochklassige Songs. ABER sonst ist auf radikale Art extrem vieles anders. Der Look ist deutlich düsterer - nix mehr mit Sonnenscheinstaat Florida. Die Figurenkonstellationen etwa Tubbs und Trudy sind intimer, der Chef ein Schwarzer. Auch der Stil des Films wirkt deutlich schroffer. Diesen werden eher diejenigen zu schätzen wissen, die mehr mit Michael Manns Kinofilmen, als der TV-Serie vertraut sind. Die Musik ist zwar Klasse, aber weniger Mainstream, sondern stilistisch bunter. Doch sie passt perfekt zum Film. Auch Crockett und Tubbs haben optisch, z.b. in Punkto Klamotten so garnichts mit ihren Vorgängern gemein.
Dieses Miami Vice" ist DEFINITIV kein Film für Serien-Nostalgiker. Keiner der alten Schauspieler hat einen Gastauftritt, das Gefüge ist wie erwähnt innerhalb der Gruppe anders. Zito und Switek z.b. sind zwar dabei, aber als Randfiguren, Tubbs hat wohl schon länger eine Affäre mit Trudy. Ansonsten wird über das Privatleben nicht viel bekannt. Also keine Rückkehr von Crocketts Boot St. Vitus Dance, kein Alligator Elvis, keine Caroline etc.
Das neue Miami Vice" ist einfach ein Thriller ganz im typischen Michael Mann Stil, wie Heat" oder Collateral". Auch sollte man den Film nicht versuchen, in die Serienhistorie einzuordnen. Er funktioniert weder als Prequel, noch als Sequel, sondern steht völlig für sich.
Technisch ist die Disc eine Herausforderung, da extrem viele Szenen Nachts spielen, doch da gibt's keine Unschärfen oder oder zu dunkles, das Ergebnis ist also absolut gelungen und das gilt auch für den Ton.
Miami Vice" gehört ohne Frage zu den radikalsten Verfilmungen einer TV-Serie, die diese Wurzeln am weitestgehendsten ignoriert.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. November 2006
Was hatte ich mich nicht schon auf diesen Film gefreut; weniger weil ich ein Fan der Originalserie bin, sondern weil Michael Mann zu meinen Regiefavoriten gehört und er mit dem Meisterwerk Heat einen meiner absoluten Lieblingsfilme gedreht hat. Für mich hat dieser Film nun sicherlich nicht jenes Kaliber und auch an Collateral reicht er nicht ganz heran; dennoch wurden meine nicht gerade geringen Erwartungen kaum enttäuscht.

Die etwas einfallslose Story lässt sich in folgendem Satz zusammenfassen: Smartes Cop-Duo infiltriert nach dem Tod eines Informanten eine Drogengang und zieht das gegen alle Widerstände durch FBI, Gangster und emotionale Verwicklungen bis zum spektakulären Finale durch.

Was diesen Film über das konventionelle Mittelmaß hebt, ist eindeutig der visuelle Stil. Dunkle und grobkörnige Bilder, geniale Luftaufnahmen vom nächtlichen Miami, coole und rasante Schnitte – es sind die konsequenten Attribute, die auch schon Collateral und Heat auszeichneten, wobei dort die Story mehr war als nur Hülle für grandiose Aufnahmen. Wie auch schon in der Originalserie spielt die Musik, weniger jedoch der Score, eine elementare Rolle und ist wirklich klasse gewählt. Die Darsteller geben ihr bestes, auch wenn es kaum Gelegenheiten gibt, besonders zu glänzen. Seltsam blass bleibt jedoch Colin Farrel in der Rolle des Sonny Crocket. Fans der Originalserie könnten mitunter enttäuscht sein: Von den Achtzigern ist im Film nicht viel zu sehen, Stil, Mode und Autos sind definitiv Ausdruck des hier und heute. Pastellfarbene Blousons mit hochgekrempelten Ärmeln würden 2006 auch eher lächerlich wirken. Der Film funktioniert weniger als Remake sondern ist für mich eine gelungene Variation eines bekannten Themas, wo funktioniert, was normalerweise zum scheitern verurteilt ist:

Funktion und Inhalt folgen Stil und Form. Für Fans von Michael Mann ein Pflichtfilm, für die Pastellfraktion sicher eher nicht.
0Kommentar| 15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Januar 2007
Miami Vice war die Serie der 80er, die erstmal anders war. Härter, brutaler und unglaublich cool wirkten Crockett und Tubbs damals. Die Stories waren erdiger, tiefer im Milieu der Unterwelt Miamis drin als alle "Tatort" und "Derricks" der Zeit. Die Optik war grell, aber auch düster und die Garderobe der Undercover-Polizisten Crockett und Tubbs prägte zum Schluss sogar einige Herrenausstatter.

Das transferieren in die heutige Zeit hat nicht geschadet. Abgesehen von den verwendeten Marken und Waffen ist die Geschichte auch jederzeit in den 80ern (wenn man die Frisur von Collin Farrell anschaut auch 70er) denkbar. Es wird viel aufgefahren an cooler moderner Technik, von UMTS Video-Telefonüberwachung, bis hin zu Luxusschlitten (Bentley, Ferrari, BMW etc.), Motoryachten, Super-Powerboats und entsprechenden Villen.

Anfangs baut der Film langsam auf, die unscharf erscheinende Bedrohung durch eine Faschisten-Bande (Aryan Brotherhood) wächst aus zu einem gewaltigen, Angst einflößendem Rauschgiftring, beherrscht von einem Tycoon des globalen Verbrechens dessen Geschäft der Waffenhandel, Schmuggel, Menschenhandel und natürlich dem Staatsfeind Nummer 1, Rauschgift sind, womit er gut abgeschirmt seine Millionen verdient. Die Story wird diffus, wenn die Undercover-Cops Sonny und Rico rotzig dem FBI Einsatzleiter die Grenzen seiner Handlungsfreiheit darlegen und im Nebensatz aufdecken, in welcher Behörde ein Maulwurf für den Verbrecher-Tycoon sitzt. Zum Schluss kommt eine Schießerei, die sich den Vergleich mit Heat gefallen lassen muss, sie kommt aber weniger intensiv rüber als bei dem Krimi-Meisterstück von Mann.

Die ganze Atmosphäre des Films ist sehr edel, Farben, Schnitte, Schauspieler sind gut gewählt. Die Bild- und Tonqualität der DVD ist gut, wenngleich ich mir mehr Optionen beim Sound (DTS) erhofft hätte.

Miami Vice ist definitiv sein Geld wert und wer Manns Filme liebt (Heat, Collateral, Insider) mag auch diesen Film. Für den 5. Stern fehlt das gewissen Etwas (das Heat z.B. hat). Es ist aber ein absolut sicherer 4 Sterne Krimi.

Was die Lieferung betrifft, bin ich seit über 5 Jahren mehr als zufrieden mit Amazon.de und das gehört überhaupt nicht in die Wertung für den Film mit hinein.
0Kommentar| 18 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Oktober 2006
Bei dem Remake von Miami Vice gibt es zum Glück nicht viele Gemeinsamkeiten mit der TV-Serie, die in dieser Form heute nur noch als Komödien-Remake funktionieren würde. Der Film Miami Vice starte mit einem Knall und danach kommt der Zuschauer nicht mehr zum atmen. Ein eindrucksvolles, düsteres Werk von Michael Mann, voller Emotionen, packender Charaktere, leidenschaftlichem Sex und natürlich jede Menge Action. Der Regisseur setzt aber weniger auf platte Action (á Bad Boys), sondern vielmehr auf realistische Gewalt. Allein der visuelle Style des Films ist genial, erinnert teilweise an Collateral. Anstatt sonniger Küstenstreifen, dem kristall-blauen Meer und rosa Flamingos gibt es Dauerregen und wolkenverhangenen Himmel. Die Charakter von Regisseur Michael Mann (der auch das Drehbuch geschrieben hat) sind so authentisch, dass man in der zweiten Hälfte des Films nicht mehr das Gefühl hat, dass man Beobachter, sondern Teilnehmer ist. SEHENSWERT für alle Cineasten und solche die es werden wollen!
0Kommentar| 14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Mai 2016
Ich muss vorweg nehmen, dass ich die Serie aus den 80ern nie gesehen habe und deswegen nicht in der Lage bin, den Film mit der Serie zu vergleichen. Den Film beurteile ich rein nach meinen Maßstäben an einen Actionfilm. Des weiteren wurde der Film in der deutschen Fassung geschaut, es kann deshalb gut sein, dass eine unglückliche Übersetzung mein Filmvergnügen negativ beeinflusst hat.

Zur Story: Sonny Crocket und Ricardo Tubbs entschließen sich aus persönlichen Motiven und weil es die Ehre als Cop erfordert, von der Beschattung eines gewalttätigen Zuhälters abzulassen, um dem FBI zu zeigen, wie man eine Undercover-Mission in einem Drogenkartell richtig durchzieht. Im Laufe der Geschichte ergeben sich, wie es sich für einen amerikanischen Actionfilm nunmal gehört, eine Menge Waffen, Schießereien, tote Menschen, Drogen, teure Fahrzeuge, hübsche Frauen und ein Happy End.

Die beiden Hauptprotagonisten strotzen nur so vor Selbstsicherheit und Testosteron. Sie sind dadurch absolut überzeichnet, haben aber durchaus etwas besonderes, interessantes an sich und es passt wunderbar zu der Aufmachung des Filmes. Leider tragen nur wenige weitere Charaktere wirklich zur Story bei und noch weniger davon kann man als interessant oder gut ausgearbeitet bezeichnen. Einer davon ist sicherlich der Kartellboss Luis Tosar aber auch sein Mittelmann John Ortiz kann überzeugen. Auch die weibliche Hauptfigur versprüht etwas interessantes, exotisches. Leider wird dies etwas dadurch zu nichte gemacht, dass dem Zuschauer eine eindeutige Asiatin als heißblütige Suädamerikanerin mit kubanischem Cousin verkauft wird. Da gab wohl das Casting einfach nicht mehr her.
Völlig unnötig und fast schon lächerlich wirken hingegen die Teammitglieder von Crocket und Tubbs. Sie laufen einfach nur brav neben den Hauptdarstellern her und geben mehr belanglose denn interessante oder gar geistreiche Einzeiler zum Besten. Ahnliches gilt für den Chef der beiden Protagonisten. Bei ihm wird zudem nie so wirklich klar, welche Funktion er ausübt. Polizeichef? Abteilungsleiter?
Die alles andere als komplexe Story (ist ja schließlich auch ein Actionfilm) wird erstaunlicherweise dadurch verkompliziert, als dass der Schnitt in dem Film grausam ist. Man springt von einer Szene zur anderen und als Zuschauer hatte ich dadurch öfter Mühe der Handlung zu folgen oder die Beweggründe für das Handeln der Charaktere nachzuvollziehen.
Die vielgelobte Schießerei am Ende des Films war für mich eher enttäuschend. Sie war nur geringfügig besser/hochwertiger inszeniert als so mancher B-Movie. Die ganze Szene war für eine Schießerei in der Nacht viel zu hell belichtet, die Aktionen (insbesondere natürlich des Heldenteams) waren teilweise absolut überzogen und lächerlich.

So werden es dann von meiner Seite aus auch nur 2,5 Sterne von 5. Da es allerdings nicht möglich ist halbe Sterne zu vergeben, muss der Film mit 2 Sternen vorlieb nehmen. Es handelt sich definitiv um keinen Film, den man unbedingt gesehen haben muss.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Mai 2016
Vermutlich kennen die meisten Leute die Serie. Don Johnson in seinen lässigen Jackets. Helle Farben, viel Sonne, schöne Menschen, dunkle Sonnenbrillen. Schwarzer Ferrari und mit Vollgas durch die Nacht.
Und nun die Wiederbelebung? Die Daten: Wir schreiben das Jahr 2006. Der dunkelhaarige Ire Colin Farell - ein Haudrauf - soll den smarten und schlitzohrigen Sunny Crockett, ein Mann von Welt und Lebemann spielen. Mhm, auf den ersten Blick passt das nicht. Don Johnson ist so nicht zu ersetzen. Aber - und die Überraschung kommt im Film, muss er auch nicht.
Denn: Der Film ist völlig eigenständig. Er hat mit der Serie und den damit verbundenen Erwartungen nicht viel gemein.
Die Story ist einfach, sie weist keinerlei Spannung oder Überraschungmomente auf. Auch Farell bleibt eher schroff und plump.
Warum schreibe ich dennoch über den Film ?
Weil er Elemente aufweist, die nur Michael Mann so rüberbringt. Was macht den Film also aus ?
Mann zeigte schon in Collateral mit eindrucksvollen Bildern, wie die USA eigentlich ist, welchen Luxus die Gesellschaft dort umgibt, wie die Großstadt Los Angeles bei Nacht atmet und lebt, wie anonym und auch allein jeder einzelne ist - im Dschungel des Wohlstands, in der Einkommenskluft. Man sieht die Weite, das Lichtermeer der Stadt, die Party-People. Man taucht in eine andere Welt.

Und auch hier in Miami Vice zeigt Mann diese Welt wieder. Glamour und Klitzer bei Nacht. Die Palmen, die breiten Straßen, teure Autos, das Lichtermeer des Wohlstands. Die Scheinwerfer, die Gebäude oder Industrieanlagen anstrahlen, als wären sie Konzertbühnen. Und mittendurch die Protagonisten, die mit 7stelligen Speedbooten und teurer Kleidung durch die Nacht rauschen.
Untermalt werden diese Eindrücke von Songs und Soundtracks, die eine unglaubliche Sehnsucht schüren.
Den richtigen Kick verpasst dem Film aber Gong Li. Sie ist sehr intensiv und präsent auf dem Bildschirm. Exotisch, geheimnisvoll, selbstbewußt und anfänglich unnahbar. Klar, dass sich Sunny Crokett in sie verguckt. Hinzu kommt noch eine Musik (Moby Anthem), die ihr wie auf den Leib geschrieben wurde. Sie passt einfach zu den Bildern, dem Luxus, dem Klitzer bei Nacht und dem wehmütigen und melancholischen Blick von Gong Li.

Fazit: Klar kann Michael Mann bessere Filme (Heat), aber keiner kann die Nacht so einfangen wie er. Er könnte mit seinen Digitalkameras ja mal das Nachtleben der High Society, der Milliardäre in ihren Villen und Jets zeigen, die von einer Party zur nächsten wandern. Schöne Frauen, coole Klamotten, teuere Hochglanz-Autos, Infinitypools mit Blick über das Lichtermeer und das ganze mit intensiver Trance-Musik untermalen. Das ist genau sein Ding !
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen