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Sämtliche Klaviersonaten Vol.8
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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Das letzte Foto im Booklet zu dieser CD zeigt Andras Schiff in der Carnegie Hall, die Bildunterschrift spricht von der "Einsamkeit des Langstreckenläufers" und suggeriert vielleicht auch, dass hier einer, neben seinem Flügel stehend, am Ziel angekommen sei. Dem würde Schiff selbst vermutlich vehement widersprechen, da er (zum Glück für uns) allenfalls in Zwischenzielen denkt; aber dass hier einer nach einer sehr langen Strecke (wo auch immer) "angekommen" ist, ist unbestreitbar. "Mitgebracht" hat er uns die wohl schönste Einspielung der Beethovenschen Klaviersonaten, die für sich schon einen ganz eigenen Kosmos bilden und in der Interpretation von Schiff ein fast schon überirdisch anmutendes Leuchten bekommen. Schiffs Spiel nimmt uns mit auf eine Reise in die unglaublich vielfältige, facettenreiche, sensibelst nuancierte Welt dieser Sonaten, und wer ihm folgen möchte, der sollte sich festes Schuhwerk anziehen: Denn es ist eine lange Strecke, die hier zurückzulegen und an deren Ende man vielleicht nicht an einem "Ziel" angekommen ist, aber mit einem Glücksgefühl beschenkt wurde, das man mit einem einzigen - zugleich Schiffs Spiel vielleicht am besten charakterisierenden - Wort beschreiben kann: beseelt.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. April 2009
Andras Schiff vergleicht die Beethoven-Sonaten mit diesem Höchstgebirge und zieht andere Vergleiche heran, die deutlich machen, hier liegen Werke vor, die zum Unentbehrlichen ,Ewigen des klassischen Repertoires gehören.

Diese Werke sind von unzähligen Pianisten eingespielt worden. Sie werden ja als das " neue Testament" bezeichnet.

Kann man sich aus dieser Überfülle hervorheben ?

Schiff wird allseits höchste Könnerschaft bestätigt. Christoph Vratz meint:"Schiff spielt Beethovens späte Sonaten mit einer ebenso heiklen wie gelungenen Mischung aus Lyrischem und Expressivem." und."Die Fülle an Details, mit denen sein Beethoven-Zyklus aufwarten kann, ist frappierend".

In der Tat ist die Herausforderung weniger eine manuelle. Pianisten können solche Werke spielen, aber die geistige Durchdringung ist erforderlich. Insbesondere bei Anfängern merkt man , manuell können sie das Stück spielen, aber durchdrungen haben sie es nicht.

Dann kommen Könner, die von ihrer eigenen Lesart überzeugt sind, und auf diese Weise ein Stück Arbeit am Werk verweigern. Das Extrembeispiel ist Glenn Gould, der die letzten Sonaten Mitte der fünfziger Jahre einspielte und Protest hervorrief. Er spielt Gould, mit dem Notentext von Beethoven. Ich räume ein, dass mich diese Interpretation immer wieder fasciniert, auch wenn sie bestimmt nicht Werk-getreu ist.

Schiff widmet sich der Interpretation des Werkes, mit der Reife eines Pianisten, der seit Jahrzehnten erfolgreich die Podien der Welt bespielt.

Sein Beethoven ist gar nicht martialisch. Er donnert nicht über die Stücke hinweg, sondern, wie Vratz ausführte, kommen sehr viele Details zum Vorschein. Er ist ein höchst kultivierter Pianist- nie ein hässliches Forte. Den langsamen Sätzen und der Arietta aus op. 111 kommt dies natürlich überaus zugute.

Kann man sich aus der Überfülle herausheben ? Diese Frage kann ich nicht wirklich beantworten. Es gibt so viel, auch sehr berührende Interpretationen, das ich Schiff nicht als singulär bezeichnen könnte. Etwa ein Michelangeli oder der späte Serkin setzen ebenfalls deutliche Marksteine.

Aber es ist eine überaus hörenswerte Interpretation.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
VINE-PRODUKTTESTERam 16. Dezember 2009
5 Sterne auch von mir, einem Kritiker in Sachen Aufnahme- und Tontechnik. Das Jazz- und Sparten-Label ECM aus München hat uns mit dem Zyklus der Klaviersonaten eine hochklassige Aufnahme beschert.
András Schiff spielt den Zyklus der Sonaten auf unterschiedlichen Instrumenten, er möchte uns jeweils nicht verraten, ob er einen STEINWAY oder einen BÖSENDORFER benutzt hat. Zu groß seien seiner Meinung nach die Vorbehalte, der Klang soll allein für sich sprechen. Dieser Klang kommt dank der hervorragenden Tontechnik und einer weitläufig-sanften Akustik (Reitstadl Neumarkt) auch wirklich beim Zuhörer an, und ich wage zu vermuten, dass es sich bei den letzten drei Sonaten (Vol.8) um einen STEINWAY handelt. Das Instrument ist allerdings sehr gediegen und für die Aufnahme hervorragend präpariert worden. Die Stimmung wirkt vollkommen frisch und unverbraucht. Keine Kleinigkeit, wenn man bedenkt, dass der Klavierbaumeister aus Pescara stammt und regelmäßig die Instrumente von Schiff pflegt, egal wo er auftritt. Es ist schon von der physikalischen Seite her ein echtes Vergnügen, dieser Musik zuzuhören.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. März 2009
Nun ist der Gipfel erreicht, und wie beim Blick über Ketten der größten Gebirge, die sich unter der unendlichen Weite des Himmels ausbreiten, Geist und Seele ob der majestätischen Größe der Naturlandschaften auf das Tiefste bewegt sind, erklingen in Entsprechung die letzten Klaviersonaten von Beethoven als eine der größten geistigen Hervorbringungen eines Menschen überhaupt. Sicher: der Mensch ist Teil der Natur, und was er allein schon in der Technik an Leistungen sichtbar gemacht hat, kann problemlos als Wunderwerk bezeichnet werden. Der Mensch lässt seine geistigen Fähigkeiten hervortreten, aber nicht nur in der Technik. Gerade die großen und kühnen Werke der schönen Künste zeigen mehr noch als alles andere den Wert allen Hervorgebrachtem. Das Wahre, Gute und Schöne kann nur in Freiheit und Humanität gegenläufige Kräfte des Seins überwinden und gerade durch diese Überwindung eindrucksvolle Gestalt gewinnen. Ich mag nicht widersprechen, was ich vor langer Zeit einmal von einem Musikliebhaber gelesen habe, der die letzten Streichquartette und Klaviersonaten von Beethoven als die größten Leistungen eines Menschen bezeichnet hatte. Aber das kann letztlich nur Ausdruck einer subjektiven Bewunderung sein, gegen die man sich nicht streitbar wenden muss, um kollidierende Maßstäbe zu ordnen. Der in seiner Musik lebende und fortlebende Geist von Beethoven und sein menschliches schicksalhaftes Leid haben für den empfindenden Menschen versöhnenden Charakter.

Von András Schiff, der längst als Großpianist anerkannt ist, wurden in einem Zeitraum von 5 Jahren (2004 bis 2008) an 8 Abenden in der Tonhalle Zürich in chronologischer Reihenfolge sämtliche Klaviersonaten von Beethoven live und somit vor Publikum eingespielt (Vol. 1 - 8, teils auf 2 CDs). Weder Huster noch Applaus sind zu vernehmen, so dass der Hörer ganz störungsfrei und konzentriert dem Spiel von András Schiff folgen kann. Freilich besteht das Risiko, dass man von der Gesamtaufnahme süchtig wird. Man spürt förmlich den Atem und Geist Beethovens. András Schiff vermeidet jede Exzentrik und vordergründige Effekthascherei, sondern lässt im wahrsten Sinn des Wortes Beethoven den Vortritt. Unvoreingenommen und unpathetisch wie auch mit Klugheit und tiefem Einfühlungsvermögen macht er Beethoven für den Hörer vor dem inneren Auge geradezu sichtbar. Einen besseren Anwalt konnte Beethoven nicht finden. Der Hörer wird gleich in die erste Reihe des Tempels geführt, in der sich die Titanen der Klavierkunst befinden. Ein neuer und atemberaubender Meilenstein in der Rezeptionsgeschichte wurde geschaffen. Ohne damit die genialen Leistungen von Artur Schnabel, Arthur Rubinstein, Wilhelm Kempff und Edwin Fischer, nur um einige zu nennen, schmälern zu wollen, kann mit Berechtigung gesagt werden, dass Andras Schiff magisch den Hörer zum Erfassen und Bestaunen eines Kosmos großartiger Klavierkunst veranlasst. Eindringliche Interpretation durch authentisch erscheinende Deutung nebst perfekter Anschlagstechnik verbindet sich mit optimaler Klangtechnik unter den denkbar besten Aufnahmebedingungen der Tonhalle Zürich.
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