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5.0 von 5 Sternen Weihnachten & Ostern an einem Tag geht nicht, Danse Macabre & Burnt Orchids auf einer CD schon, 21. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Danse Macabre & Burnt Orchids (Audio CD)
Mit "Burnt Orchids" und "Danse Macabre" sind die beiden ersten regulären Alben Paul Rolands endlich wieder auf dem Markt. Dies ist der fulminante Auftakt einer Reissue-Serie in der die alten Meisterwerke neu aufgelegt und dem geneigten Publikum (sowie allen die Roland noch zu entdecken haben) wieder zugänglich gemacht werden. Handelt es sich bei diesen beiden Alben doch im umfangreichen musikalischen Gesamtwerk um zwei der absoluten Höhepunkte. Allein Danse Macabre, welches diese CD eröffnet ist für mich ein Highlight der Indie-Musik der 80er Jahre überhaupt. Zur Erinnerung: damals gab es einen kurzen aber heftigen Hype um die Platte, Spex verneigte sich ehrfürchtig, der WDR kürte es zum Album des Monats und die Independent-Szene hatte einen echten Klassiker. So kometenhaft der Aufstieg, so schnell kam anschließend das Versinken in die Vergessenheit in der Wahrnehmung der breiten Masse, und Paul Roland fristete ab da ein Dasein als klassischer Kult-Star, was der Qualität seiner Musik wohl keinen Schaden getan hat, ihm aber nicht gegönnt war. Vielleicht ist diese Neuauflage die Gelegenheit einen zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Geheimtipp neu zu entdecken. Hinzu kommt Burnt Orchids, das Debut und ebenfalls einer der Qualitätshöhepunkte in der Karriere. Als Abrundung ein paar Songs von EPs die auch den alten Fans vielleicht noch in der Sammlung fehlen.
Aber zum Wesentlichen, zur Musik. Paul Roland verwebt gekonnt wie kaum ein anderer unterschiedlichste Stile der Pop- und Rockmusik zu einer eigenartigen Klangwelt, die irgendwie verträumt und weltfremd scheint und gleichzeitig Saiten in beinahe jedem Hörer anschlagen wird. Sei es, dass die Texte Erinnerungen an eine frühe Zeit wecken, da man noch an große Abenteuer geglaubt hat die einen erwarten, sei es, dass nahezu jede musikalische Erwartung irgendwo in irgendeinem Song mal bedient wird wie sie noch nie zuvor bedient wurde. Es gibt Stücke die richtig abrocken (Death Or Glory), zeitlos schöne Balladen (The Great Edwardian Air Raid), Ohrwürmer (Gabrielle), psychedelische Klangteppiche (In The Opium Den) und vieles mehr. Aber alles bleibt immer ganz eindeutig und unverkennbar Paul Roland. Freibeuter, Inquisitoren, französische Revolutionäre und Exzentriker jeglicher Couleur geben sich ein Stelldichein zu einer epischen Musik irgendwo zwischen Progressive, fiktiver Worldmusic und Hommage an die 60er/70er Jahre. Zeitweise altmodisch mag man meinen und stellt bald fest, dass zeitlos der richtige Begriff ist. Ich höre diese Platten seit zwei Jahrzehnten und sie sind mir niemals langweilig geworden. Sie waren damals so anachronistisch wie sie es heute sind, und genau das macht ihren unvergleichlichen Charme aus. Meine Garantie: Es gibt nichts das man mit Paul Roland in eine Schublade stecken könnte, und es gibt wenige Veröffentlichungen von ihm auf denen man das so deutlich hört wie auf diesen beiden.
Reinhörtipps für Eilige: The Hanging Judge, Still Falls The Snow, Gabrielle, Buccaneers, Cairo.
Schließlich noch ein Wort zur Aufmachung. Das Cover ist originalgetreu gestaltet, sehr schön. Und, besonders toll: Im Booklet gibt es einen kurzen autobiografischen Text Rolands der die damalige Zeit und seine Situation als Musiker beschreibt. Für Fans das größte Geschenkt mit, denn so direkt hat man in Rolands von der Presse kaum beschriebene Karriere selten hinein sehen können.
Fazit: Fans müssen das Werk sowieso kaufen. Und falls irgend jemand hier zufällig gelandet ist, sollte er es als Fingerzeig des Schicksals betrachten; die Soundsamples anhören und dann die Frage stellen: Kann ich darauf ernsthaft verzichten? Meine Antwort (20 Jahre nach dem Kauf des Originals): NEIN !!!
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5.0 von 5 Sternen Wundervolles Moll, 18. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Danse Macabre & Burnt Orchids (Audio CD)
Ein kleines Widersprechen der Behauptung, es gäbe nichts, womit sich Paul Roland vergleichen ließe, in dieser ansonsten leidenschaftlich geschriebenen und überzeugenden Rezension. Roland spielte Ende der Achtziger in einem Berliner Club in der Hauptstraße in Schöneberg, wo ich die Gelegenheit hatte, ihn nach seinem Auftritt zu fragen, warum alle seine Songs in Moll ertönten. Das wisse er auch nicht zu beantworten; das sei eben so. Mich erinnerte seine Musik an Tom Rapp und seine Pearls Before Swine. Das habe er schon mehrfach gehört, war seine Antwort, obwohl er zugab, Pearls Before Swine leider nicht zu kennen, dies aber nachholen wolle.
So ist dies denn auch meine Empfehlung an diejenigen, die Paul Rolands versponnene Musik kennen und lieben. Eine vermutlich willkommene Erweiterung des geschmacklichen Spektrums.
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Danse Macabre & Burnt Orchids
Danse Macabre & Burnt Orchids von Paul Roland (Audio CD - 2008)
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