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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen25
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am 13. September 2010
Story:
4000 Mark für zwei Wochen: Leicht verdientes Geld und ein netter Spaß noch dazu, denken die 20 Freiwilligen, die sich auf das von einer Universität ausgeschriebene Experiment einlassen. Um die Erforschung des Aggressionsverhaltens in einer künstlichen Gefängnissituation soll es gehen. Zunächst halten die Beteiligten, die per Zufallsprinzip in Gefangene und Wärter eingeteilt werden, das Ganze für ein Spiel. Doch schon bald setzt sich eine Spirale der Gewalt in Gang, und als der verantwortliche Professor für kurze Zeit nicht erreichbar ist, eskalieren die Ereignisse. Aus dem harmlosen Spiel wird ein erbitterter Kampf um Leben und Tod.

Ein absolut genialer Film der mir jedes Mal ganz kalte Finger beschert. "Das Experiment" zeigt extrem überzeugend, zu was Menschen in der Lage sein können, wenn sie ihre Taten als durch eine höhere Instanz gerechtfertigt sehen.
Im Film geht diese Entwicklung zwar viel zu schnell vonstatten, sie hält den Film dadurch aber pausenlos auf Höchstgeschwindigkeit. Ich kann gar nicht sagen wie sehr ich den Film liebe. Immer wenn ich den Film schaue, schockiert er mich immer aufs neue auf eine unglaubliche Weise.
Hoch lebe das deutsche Kino und Moritz Bleibtreu!

Fazit: Es ist verstörend zu sehen, zu was Menschen alles in einer gewissen Lebenssituation in der Lage sind.Einer der besten deutschen Filme überhaupt. UNBEDINGT (fett unterstrichen ;) ) kaufen!!!
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am 9. November 2010
Das Experiment: Eine Gruppe von zwanzig freiwilligen (und gut bezahlten) Teilnehmern, vom Projektleiter willkürlich (?) in "Wärter" und "Gefangene" unterteilt, hat die Aufgabe, 14 Tage im Gefängnis zu durchleben -mit der knappen Vorgabe, die Rollen ernst zu nehmen, aber Gewalt zu vermeiden. Ersteres klappt überraschend gut, letzteres wird erstaunlich schnell "über Bord geworfen". Soweit die Handlung, die durch das "Stanford Prison Experiment" von 1971 ([...]) inspiriert wurde.

Während der gesamten Spielzeit des Filmes hat man jedoch nie den Eindruck, dass hier durch Schauspieler etwas "vorgespielt" wird. Jede Szene, jede neue Eskalation im Film erscheint plausibel, und immer wieder erwischt man sich bei der Frage, wie man selbst reagieren würde. Wäre man, wie die Nummer 77, stolz und aufsässig? Oder unterwürfig wie die 58? Könnte man dem erklärten Ziel, als Wärter "angemessen" auf die Provokation zu reagieren, treu sein? Und was heißt überhaupt "angemessen"?

Mit diesen Fragen spielt der Film. Moritz Bleibtreu ist ein hervorragender Schauspieler, doch er allein trägt diesen Film nicht. Die Rollen sind durch Schauspieler besetzt, die die Charaktere der Personen zum Greifen nah machen. Die Einzelinterviews mit den Handelnden (Special Feature der DVD) sind der Sahneklecks und machen überdeutlich, dass wir alle empfänglich dafür sind, Rollen, die uns zugewiesen werden, auch auszufüllen. Der Film "Das Experiment" macht nachdenklich, aber er tut dies mit großartiger Unterhaltung. Der erhobene Zeigefinger ist spürbar, aber er wird nicht staubtrocken vermittelt.

Neun Jahre nach dem Kinodebüt 2001 hat der Film "Das Experiment" nichts von seiner Faszination eingebüßt. Obwohl inzwischen fast unvorstellbar ist, dass Filme ohne Riesenbudget, pyrotechnische Effekte und 3D-Animation auskommen können, möchte ich diesen verhältnismäßig alten Film jedem nahe legen, der eine scheinbar simple Handlung noch Stunden nach Filmende "verarbeiten" möchte. Für mich ein herausragender Film aus dem täglichen Einerlei -Gänsehautstimmung garantiert.
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am 24. April 2012
Vergessen Sie "Lola rennt", vergessen Sie aber nicht dieses Spitzendrama um Draufgänger-Seelen. "Sie sind mutige Männer", sagt Professor Tonn im Vorlesesaal seiner Uni. Was zuerst in Gelächter mündet, wird schnell ernst: Menschen lassen sich freiwillig in ein simuliertes Knastspiel für 4000 DM sperren und durchleben binnen Tagen die dunkle Seite der menschlichen Psyche.

Da wird aus dem Familienvater und Bodenpersonaler Justus von Dohnany ein skrupelloser Wachhund, der vor Gewalt nicht zurückschreckt. Da wird aus Moritz Bleibtreu ein am Boden winselnder verdeckter Reporter, über dem uriniert wird. Gefesselt versteht sich.

"Das Experiment" ist eine Mischung aus teils makabrem Humor, einem Tanz auf der Rasierklinge, Spannung, Dramatik und Ohnmacht am Ende. Es ist ein Lehrstück über das Böse, wie es sein Gesicht in dem Mienenspiel der Schauspieler zeigt. "Das Experiment" ist aber auch ein Musterstück guten deutschen Films, der einmal wie ich finde mehr zeigt, dass nicht die Effekte das einzige sind. Hier macht es die Schlichtheit und der intelligente Dialog aus, warum man sich diese DVD getrost ins Regal stellen sollte. Das Experiment
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am 19. April 2012
Als Zimbardo 1971 das Gefängnis-Experiment in Stanford durchführte, wollte er wissen, ob in neben einer "Mutter Theresa" auch ein "Adolf Hitler" schlummert (so eine Aussagen in einem Interview).

Er musste das Experiment nach fünf Tagen abbrechen, weil die Grausamkeiten so zunahmen, dass dafür keine Verantwortung mehr übernommen werdne konnte. Einige Gefangene waren bereits traumatisiert.

Dieses Experiment hat der Film übernommen,allerdings mit Abweichungen, die nicht ganz unerheblich sind. So wird im Film etwa der Eindruck erweckt, die eher brutalen würden Wärter. Das war im Experiment nicht so. Ganz bewusst wurde darauf geachtet, dass der reine Zufall die Rollen zuwies. Zimbardos Anliegen war es ja, dem Durchschnittlichen vor Augen zu führen, welche dunklen Kräften in ihm schlummern. Die Entwürdigungsübungen zeigt der Film nicht in dem Ausmaß, wie sie in Realität vorkamen( sicher um Reaktionen der Filmbewertungsstelle zu entgehen, wie kurze Kleidung ohne! Unterwäsche und sodomitische Handlungen zwischen den Gefangenen.

Als wären diese Erkenntnisse nicht bereits schockierend genug, muss der Film noch eine action-Handlung anschliessen, die nicht der Realität entspricht. Natürlich darf ein Film von der Realität abweichen, es ist keine Dokumentation. Aber durch diesen so unglaubwürdigen Schluss des Filmes wird die Glaubwürdigkeit des Experiments untergraben. Und das ist schade.

Hätte sich der Drehbuchschreiber oder Regisseur mehr mit dem originalen Experiment beschäftigt, wären da ganz andere Optionen möglich gewesen als die Action-Variante. Hirschbiegel(so im Interview) verwunderte sich über die Gewaltphantasien seiner Schauspieler( nicht ohne diese zu geniessen, die Körpersprache verrät mehr als die Worte). In der Tat hatten die Wärter keiner Unrechtsbewusstsein.Sie genossen die Macht und bedauerten sehr, dass das Experiment abgebrochen wurde.Einer, 25 Jahre später befragt, erklärte grinsend, er hätte noch so viel ausprobieren wollen. Da hätte für ein Film Potential drin gesteckt,das zugusten der action-Variante verspielt wurde.

Das Experiment ist ein Baustein zur Erkenntnis, homo homini lupus.

Der Film konnte diesen Baustein nicht adäquat umsetzen.
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am 25. Juni 2010
Ich bin eigentlich überhaupt kein Fan des deutschen Spielfilms. Finde die meisten langweilig, langatmig und uninteressant. Dieser jedoch hat mich umgehauen durch seine Spannung und gute Geschichte. Absolute Empfehlung.
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am 13. Januar 2010
Ich muss meinem Vorredner stark widersprechen: Der Film ist einer der besten deutschen Filme, die im letzten Jahrzehnt gedreht wurden. Moritz Bleibtreu und andere gute deutsche Schauspieler überzeugen durch ihre Leistung und stellen diese erschreckenden Auswirkungen eines harmlos wirkenden Experimentes dar. Wirklich ein super Film, angucken lohnt sich!!
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am 14. März 2013
Nicht nur zum Nachdenken ... Auch als Lehrfilm zum Thema "Umgang mit Macht" sehr geeignet. Fesselnd, da authentisch dargestellt. Empfehlenswert.
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TOP 1000 REZENSENTam 11. Januar 2012
Normalerweise sehe ich mir einen Film nicht mehrmals an, für mich ist der Ersteindruck sehr wichtig und prägend, nicht so bei diesem Film.
Vor fast 10 Jahren sah ich den Film und als ihn mir kürzlich wieder anschaute, war ich noch immer genauso begeistert, wie zuvor.

In letzter Zeit versuchten schon viele Filmemacher die Szenerie in Gefängnissen nachzustellen und filmisch zu verarbeiten, was ihnen oft nur ansatzweise gelungen ist.
Dieser Film hat als Experiment angefangen und zeigt auf welche weitreichenden Folgen ein Mißbrauch von Macht haben kann. Menschen stellen sich über andere und fühlen sich mit der Zeit auch als "eine Klasse höher" und umgekehrt ebenso, dies kennen wir aus der Geschichte nur allzu gut.

Der Regisseuer muß sich aber zuvor miniziös informiert haben, wie es in Gefängnissen zugeht, wie die Verhältnisse, die Beziehungen untereinander funktionieren, also eine sehr aufwendige Vorbereitung, die sich jedoch auszahlte.

Ich kenne kaum einen Film, der sich mit diesem Genre beschäftigt hat und der so authentisch wirkt:

- die Beziehuungen zu den Wärtern
- unter den Gefangenen
- Szenen der Gewalt
- der Unterdrückung
- der physhischen und sexuellen Demütigung
- die Skrupellosigkeit
- des Egoismus
- die Brutatlität physisch und psychisch....................

viele Punkte wären noch anzuführen.

All dies wurde ohne Scheu und Scham, ohne Umschweife und Verschnörkelungen dargeboten.
Viel Mut und Können und sehr gute Schauspieler, um nur Moritz Bleibteu zu erwähnen, sind die Garanten für dieses erstklassische Filmwerk.

Leider bringen immer weniger deutsche Filmemacher den Mut zu solcher Klasse auf.
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am 20. Juli 2013
Der Film basiert bekanntlich auf wahren Begebenheiten, die so realistisch durch die Schauspieler dargestellt werden, dass einem nicht nur der Atem stockt, sondern man zudem so mitfiebern muss, dass man alle anderen Vorgänge um sich herum vergisst. Es ist toll, dass es manche Filme, wie "Das Experiment" noch schaffen, das Publikum richtig zu fesseln und in eine andere Welt zu entführen. Beide Daumen nach oben! Ein faszinierender Film, den man selbst unbedingt gesehen haben sollte!
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am 17. Februar 2010
Zu der Umsetzung des Filmes kann ich sagen: Klasse gemacht. Das ist wirklich gelungen! Allerdings braucht man Nerven wie Drahtseile, wenn man sich diesem Film widmet. Ich habe den Film in der Schule gesehen (Oberstufe Psychologie) und wir waren hinterher alle sprachlos .... Man dachte sich "Gut, das artet vielleicht ein bisschen aus", aber von "einem bisschen" kann hier nicht die Rede sein. Also abgesehn davon, dass der Film nervlich wirklich heftig ist, kann man sich den sich anschauen. Ich glaube das lohnt sich wirklich. Ob man den allerdings öfter gucken kann/sollte, ist eine andere Frage. ;-)
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