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Kundenrezensionen

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Hier geht es um Proust, und das heißt, es geht vor allem auch um Prousts Unverfilmbarkeit. "Eine Liebe von Swann" ist nur ein kleiner Teil des großen, volumenreichen Klassikers "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit". Aber schon dieser kleine Teil des Werkes erweist sich als sperrig, als zur Leinwand nicht wirklich kompatibel. In der Geschichte geht es um zu viele Dinge, die kaum visualisiert werden können. Ein Beispiel: Wie zeigt man die unerträgliche Langeweile der gehobenen Gesellschaft, ohne dabei auch den Zuschauer des Films unerträglich zu langweilen? Nicht einfach, würde ich sagen.

Der Film springt daher mitten in die Handlung. Während man bei Liebesgeschichten mit dem Kennenlernen beginnt, wird das hier einfach ausgespart. Man sieht eine große Liebe schon in voller Entwicklung, vielleicht sogar schon jenseits des Höhepunktes. Wir sehen Eifersucht, Zweifel und Korruption. Vor allem sehen wir aber einen Mann, der sich selbst bewusst der Lächerlichkeit preis gibt, dem genau das aber so weit überlegen gegenüber dem Scheinleben der Zeitgenossen erscheint, dass man ihm nur beipflichten kann. Und die Frau? Die er so liebt? Man fragt sich, ob es auf sie überhaupt ankommt. Eine Projektionsfläche ist sie, eher einfach, garnicht so hübsch, nicht gebildet und nach den Ansprüchen einer bürgerlichen Gesellschaft ist sie ehrlos.

Soll man seinen Ruf, sein Leben, für eine solche Frau opfern? Man muss es wohl sogar. Denn Swann lebt, ganz im Gegensatz zu seiner Umgebung. In seinem Verhalten zeigt sich eine Stärke, die wohl seinen und unseren Zeitgnossen in der Regel fehlt. Nur leider ist es ein Luxus, diese Stärke zu zeigen, und so nimmt die Geschichte einen Weg, der wohl in keiner Hinsicht zu Swanns Gunsten verläuft. Aber so ist das mit Helden. Sie enden tragisch, manchmal auch lächerlich. "Der Dorn in seiner Hose sticht keine Rose", dieser geniale Satz aus dem Film fasst das Problem wohl ganz gut zusammen.

Der Film ist mit Jeremy Irons und Ornella Muti mutig und damit großartig besetzt. Der Film lässt sich viel Zeit für die Darstellung eines Paris der Jahrhundertwende. Und bei der Führung der Schauspieler durch die komplexe Story - die ja nicht einmal vollständig erzählt wird - ist dem Regisseur Großes geglückt. Es lohnt, den Film zu sehen, aber man sollte sich dafür bewusst Zeit nehmen.

Eines der Extras enthält ein ganz spannendes Interview mit Schlöndorff, dem Regisseur, der über das Zustandekommen des Films und über die Neurosen von Allain Delon berichtet. Auch ganz unterhaltsam.
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am 29. Juni 2012
Das obige Produkt ist die Verfilmung einer kurzen (im Vergleich zum Buch) aber zentralen Geschichte in der Recherche von Proust, die Liebesgeschichte zwischen Charles Swann (Jeremy Irons, exzellent wie immer) und Odette Crécy (Ornella Mutti, attraktriv wie immer), die eigentliche Hauptfigur des Buches spielt keine Rolle.
Natürlich blieb die Recherche bis auf einige wenige fragmentarische und eher kleinere Versuche unverfilmt und daran ändert auch "Eine Liebe von Swann" nichts.
Das Ganze ist zeitlich gestrafft und mit einer gewissen Teilnahmslosigkeit erzählt, die durch die englisch-zurückhaltende Art von J.Irons noch unterstützt wird.
Die beiden Hauptdarsteller sind zwar überzeugend, mehr noch, sie sind sehr gut, aber wer das Buch nicht kennt wird sich schwerlich für sie und ihre Welt interessieren können. Was besonders schade ist, zumal diese Welt bis ins Detail glaubwürdig und ästhetisch wiedergegeben wird. Es ist die Welt des Faubourg Saint-Germain, der französischen Hocharistokratie während der Belle Époque, in die jene "Liebe von Swann" Odette keine Aufnahme findet.

Der Film bleibt ein lobenswerter Versuch und man kann von Volker Schlöndorff als Regiessuer halten was man will. Vermutlich hat er nicht das beste Auge oder die originellsten Einstellungen aber das Handwerk ist solide. In toto ist dieser Film aber nur Proustlesern zu empfehlen.

DVD: Technisch gibt es an der DVD nichts auszusetzen. Sie ist etwas angejahrt aber überzuegend und viele Extras sollte man auch nicht erwarten.
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am 31. Oktober 2011
Positiv: Schauspieler, Orte, Kostüme, das ganze Setting vom Feinsten. Alles noch perfekter als das Buch selbst. Eine Augenweide pur.
Negativ: Der Film hat einfach einige Längen, die zum Teil etwas langweilig wirken. Zudem ist die Symbolsprache des Regisseurs zum Teil nicht ganz nachvollziehbar. Was sogar Minuspunkte geben müsste ist die Vertonung. Die gesamte Musikauswahl von A-Z ist derart katastrophal und nervenzermürbend, dass uns die Lust auf ein 2. Mal sehen vergangen ist. Leider kann man die Musikspur nicht ausschalten.
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am 17. Dezember 2013
Immer wieder,und die Ware perfekt, pünktlich, und immer per E-Mail informiert, und ich werde immer wieder bei Ihnen neue Ware suchen.
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