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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen18
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am 15. Oktober 2010
Diese rabenschwarze Thrillerperle hat alles, was man sich von einem Film der Coen-Brüder erhofft: einen eigentlich simplen Plot mit fiesen Wendungen, lakonisch bis morbide gestimmte Charaktere und nicht zuletzt natürlich diesen unvergleichlichen Humor, der immer beides zugleich ist: böse und leichtfüßig.

Es geht um Ehebruch, Verrat, dumme Missverständisse und natürlich Mord, den Stoff aus dem Beziehungsalbträume sind also. Es ist nicht nur der erste Film der Coens sondern auch das Schauspieldebüt von Frances McDormand, der Frau also, die später noch weiteren Werken des Brüderpaares ihren Stempel aufdrücken wird, allen voran natürlich "Fargo". Mehr noch sind es aber M. Emmet Walsh und Dan Hedaya die hier ihr ganzes Können auffahren und "Blood Simple" auch schauspielerisch in die erste Liga hieven. Doch Marionetten sind sie alle miteinander im coen'schen Schauertheater, dessen Drehbuch seine Figuren mit purer Zerstörungsfreude immer und immer wieder aufeinanderprallen lässt, bis es zum Letzten kommt.

Abgerundet wird diese Triumphstunde des amerikanischen Independent-Kinos durch die glänzende Kameraarbeit von Barry Sonnenfeld, der sich als Regisseur später Schrott wie "Wild Wild West" und "Men In Black I & II" zuschulden kommen ließ, in diesem Fall aber ein ausgezeichnetes Gespür für das richtige Bild im richtigen Moment beweist.
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TOP 1000 REZENSENTam 6. Juni 2012
Vorweg:

Meine Rezension bezieht sich ausschließlich auf den Film - wer Informationen zum beworbenen Film-Paket und den enthaltenen Extras sucht, kann meine Rezension einfach überspringen.

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"Schieflaufen kann immer was - aber hier, bei uns in Texas, ist jeder auf sich selbst gestellt."

< EINSTIEG >

Nach dem verheißungsvollen Statement zu Beginn eine düster-stimmungsvolle und perfekt komponierte Anfangsszene:

Düstere "Akte-X"-Musik ... Zwei Silhouetten in einem Auto ... völlige Dunkelheit ... Starkregen ... ab und zu gleißendes Licht von entgegenkommenden Autos ... ein inhaltlich-explosiver und doch irgendwie trockener Dialog.

< STÄRKEN >

Wie der Beginn, so auch der Rest des Films: Sehr minimalistische, äußerst detailverliebte und durchkomponierte, erstklassige Inszenierung der einzelnen Schauplätze und Akte, abscheuliche Missverständnisse, brutal-böse weil extrem authentisch inszenierte Greueltaten, spannungsgeladene Klaviermusik mit einem erstklassigen, sich wiederholenden Thema. "Blood Simple" überzeugt darin, die Abscheulichkeit und die daraus folgende gewaltige Überwindung bei der Tötung eines Menschen, und sei er noch so schlecht, darzustellen. Das Opfer hilflos, verelendet und gebrochen, vertiert und sich mit letzter Kraft und intuitiv-kompromisslos wehrend. Der "Vollstrecker" konfrontiert mit all seiner verbliebenen Moral, mit allem Ekel, Abscheu und Skrupel und nicht zuletzt auch mit der mechanisch-technischen Hürde des Tötungsvorgangs.

< MEIN FAZIT >

"Blood Simple" ist ein außerordentlich ruhig, detailliert und sparsam erzählter Film: Wenige Dialoge, wenige Figuren, eine einfache Handlung und ein ökonomischer Einsatz von Hintergrundmusik. Der Film konzentriert sich auf die einzelnen szenischen Segmente. Immer wieder reißt er uns in Momente, die uns absolut fesseln und packen, uns das Blut in den Adern gefrieren lassen - und uns erst wieder loslassen, wenn die Szene langsam ausklingt. Die extrem grausame und filmisch gleichzeitig extrem faszinierende "Fenster-Szene" gegen Ende des Films ist für mich in ihrer atmosphärischen Druckkraft z.B. vergleichbar mit der finalen Erhebung des Jigsaw-Killers in SAW 1. Was bei SAW v.a. über den genialen Soundtrack erreicht wird, inszenieren die Coen-Brüder durch ihr minimalistisches Spiel mit Licht und Schatten.

"Blood Simple" ist ein packender, wenngleich über weite Strecken ein wenig karger, inhaltlich boshafter Film, der mich v.a durch seine emotionale Wucht und die authentischen, detailverliebt-durchkomponierten greulichen Szenen überzeugte.
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am 3. März 2013
Barbesitzer Harry engagiert einen Detektiv (M. E. Walsh), damit dieser seine Freundin Abby (F. McDormand) beschattet. Schon einen Tag darauf liefert der Schnüffler Fotos, die in Harry den Hass hoch kochen lassen, sodass er die Untreue samt Nebenbuhler Ray eliminiert haben will.

Das Debüt der Coen - Brüder beinhaltet die berühmte lebendig - begraben - Szene auf einem Acker im unidentifizierbaren Nirgendwo. Von der Gestaltung her ist "Blood Simple" eher fad und trostlos, McDormand sieht immer blank (ungeschminkt) aus. Die Dekors sind oft in hell - blasse Farben getaucht, große Räume erscheinen einem merkwürdig leblos.
Unangenehm sind viele der Kamerawinkel, besonders am Anfang, wo meist im Dunkeln Gesichter ignoriert werden und am Ende, in welchem eine feine Kammerspiel - Atmosphäre herrscht. Die gezeigten Gewaltszenen sind wirklich sehr fies, man spürt sie fast am eigenem Leib.
Ständig laufen im Hintergrund Musikstücke, welche rein gar nicht die Stimmungen der Figuren auffangen, so als ob sie sich über die Figuren lustig machen, sie verhöhnen wollen.
Trashig geht es bei den Figuren weiter, vielleicht sogar "White Trashig". Die Erscheinung der Weißen ist durchgehend schlunzig bis unglamorös, die Dialoge sind abgehackt, wie wenn man Gefühle unterdrückt und alle sind mehr oder weniger opportunistisch, wie eben M. E. Walsh, der als schmieriger, geldgeiler, windiger Texaner eine herrliche Leistung bringt.

Die Coens haben eine simple Geschichte für die Filmmimen sehr undurchsichtig und kompliziert gestaltet. Niemand weiß so recht, was eigentlich wirklich los ist. Der, der es weiß, ist tot, ein Anderer kommt nicht mehr dazu es zu sagen, Abby begreift es erst in der letzten Minute vorm Abspann und zu allem Überfluss verdächtigt Barkeeper Maurice Ray des Diebstahls von Geld aus dem Safe der Kneipe.

Die Charaktere sind zu bemitleiden, das Publikum wird über den Ausgang des Plots mindestens von Neugier befallen.
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am 19. April 2001
Das Regiedebüt der Coen-Brüder ("Fargo") von Kritikern hochgelobt, vom Publikum rüde verschmähtes Frühwerk spielt mit Elementen des Film Noir, in die ein rabenschwarzes Puzzle um Mord, Neid und Gier injiziert wurde.
Kameramann Barry Sonnenfeld, mittlerweile erfolgreicher Regisseur, fing das mörderische Vexierspiel in düsteren Bildern ein.
Frances McDormand, 1997 für ihre Rolle in Fargo mit dem Oscar gewürdigt, mimt die abtrünnige Ehefrau in einem Thriller, der sich erst bei mehrmaligem Ansehen erschließt.
Es ist ein böser kleiner Thriller, der auf virtuose Weise erzählerische Raffinesse mit einer aufregenden Bildsprache verknüpft.
Ein MUSS für jeden Coen Brothers Fan, da man erst nach diesem Film ihre cinematische Entwicklung nachvollziehen kann. Ein Film der länger im Kopf bleibt und daher sehr empfehlenswert ist.
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am 27. Oktober 2010
Wir sehen als erstes einen einsamen Highway mitten im Nirgendwo. Ein zerfetzter Reifen liegt auf der Straße und im Hintergrund erkennt man Bohrtürme. Eine Off-Stimme erklärt uns, dass wir in Texas sind, wo man sich ausschließlich um sich selbst kümmere.
Der erste Eindruck, den der Zuschauer bekommt, vermittlelt ein Gefühl der Trostlosigkeit und der Verlorenheit. Alles scheint ruhig, doch Unheil liegt in der Luft, das spürt man.
Die Handlung konzentriert sich auf vier Hauptcharaktere, die in gewisser Weise alle miteinander verbunden sind und über diese Verbindungen werden einige von ihnen noch gewaltig stolpern.
Abby hat in einer Nacht- und Nebelaktion ihren Freund Julian Marty verlassen, der eine Bar besitzt. Sein Barkeeper Ray begleitet sie auf ihrer "Flucht", weil er sie, wie er selbst sagt, mag. Sie landen im Bett und es entwickelt sich so etwas wie eine Beziehung. Marty erfährt von ihrer Affäre, durch den Detektiv Visser, den er auf seine Freundin angesetzt hatte. Verärgert und gekränkt beauftragt er Visser, die beiden zu ermorden.
So nimmt eine Geschichte ihren Lauf, die gespickt ist mit Wendungen und Missverständnissen, die es ihren Protagonisten unmöglich machen, ihrem Schicksal zu entfliehen. Ähnlich wie in späteren Werken der Coens, nehmen die beiden Brüder keine Rücksicht auf ihre Figuren, sondern lassen sie mitunter in eine tiefe Gruben fallen.
Bei "Blood Simple" handelt sich um ihr erstes eigenständiges Projekt, in dem die Handschrift der Brüder bereits unverkennbar ist.
Es taucht z.B. das erste Mal ein VW Käfer auf, dessen Besitzer auch noch ein Detektiv ist. Genau diese Kombination wird in "The Big Lebowski" wieder aufgegriffen werden.*
Auch viele Elemente ihres filmischen Stils lassen sich in ihrem Erstlingswerk schon erkennen und wurden in ihren folgenden Filmen noch vertieft und ausgefeilt. Doch schon hier ist ihr Genie kaum zu übersehen und der Zuschauer kommt voll auf seine Kosten.
Es gelingt es den Coens bereits in ihrem ersten Werk hervorragend, eine bestimmte Atmosphäre zu erzeugen. Dies geschieht oftmals nur durch die eigentlich unspektakulären Geräusche eines Ventilators oder das Prasseln des Regens gegen die Scheiben eines Autos. In Verbindung mit den Ventilatoren, die immer wieder im Film auftauchen, kann man auch sehr einfallsreiche Szenenwechsel beobachten. So dient einmal eine Großaufnahme des Ventilators als Übergang, denn plötzlich befinden wir uns in einem anderen Raum, der eben auch einen Ventilator hat.
Besonders auffällig ist auch der Gebrauch von Schatten und relativer Dunkelheit in einem Großteil der Szenen. Dies findet seine Entsprechung in einer gewissen Undurchsichtigkeit der Figuren, aber auch darin, dass sie oftmals im Dunkeln tappen und niemals alle Verbindungen erkennen können. Der Zuschauer hat indes oftmals einen Informationsvorsprung, der bereits beim guten alten Hitchcock das klassische Mittel der Erzeugung von Suspense war. Indes kann man sich bei den Coens nicht einmal darauf verlassen. Ihr Film ist in einer Szene so schwarz, dass nicht einmal das Blut rot zu sein scheint und Licht in das Dunkel bringt - doch ausgerechnet diese Szene entpuppt sich als Fake, als Albtraumsequenz. Auch der Off-Stimme, die doch eigentlich Klarheit verschaffen sollte, können wir nicht immer trauen - genauso wenig wie manchen Bildern. Beispielsweise glauben wir eine Zeit lang, Visser hätte die beiden Liebenden getötet. Immerhin sehen wir die Bilder mit den Leichen, so wie Marty. Doch kurz darauf sehen wir Ray und Abby quicklebendig. Die Frage nach der Richtigkeit der Informationen die wir als Zuschauer bekommen, macht unter anderem den besondern Reiz von Blood Simple aus.
Die Coens machen sich auch einen besonderen Spaß daraus, Marty und Visser eine vordergründig sinnfreie Unterhaltung über das Fischen halten zu lassen. Marty wird nämlich von Visser "in den Urlaub geschickt", damit er für die Morde ein wasserdichtes Alibi hat und Visser rät ihm zusätzlich noch, ein paar Fische zu fangen. Als Marty dann zurück kommt, bringt er Visser tatsächlich einige Fische mit. Offensichtlich soll auf den Ausdruck "red herring" angespielt werden, die im Deutschen mit "falsche Fährte" übersetzt werden kann. Von falschen Fährten wimmelt es in "Blood Simple" nur so und so wird dies dem Zuschauer auch symbolisch näher gebracht. Diese skurrilen Einfälle sind es auch, die den Charme eines (bzw. so gut wie) jeden Coen-Films ausmachen und die Zuschauer zum Schmunzeln bringen.
Der Film ist mit aberwitzigen Situationen ist der Film gespickt. So bringt es einer der Charaktere nicht über sich, eine andere Person zu überfahren, die er anfänglich für tot gehalten hatte. Aber anders als der Zuschauer vielleicht erwarten würde, hilft er dem Verletzten auch nicht, sondern begräbt ihn lebendig, was eigentlich noch viel grausamer ist. Für so was muss man die Coens und diesen Film einfach lieben.
Mit dem Detektiv Visser kommt auch noch ein unglaublich interessanter Charakter hinzu, der mein persönliches Highlight war. Mit diesem texanischen Dialekt und dieser widerwärtigen Art kann Name des Schauspielersm mehr als überzeugen und stiehlt meiner Meinung nach, den anderen Schauspielern ein wenig die Show. Interessant finde ich übrigens, dass gerade Visser relativ selten in diesen schattenlastigen Szenen zu sehen ist, wo er doch die dunkelste und hinterhältigste aller Figuren ist.

Der einzige "negative" Punkt, den ich anmerken möchte, ist, dass ich doch mehr Blut erwartet hätte. Mir wurde der Film als blutig angepriesen und das habe ich doch ein wenig vermisst. Es fließt zwar durchaus Blut in beträchtlichen Mengen, aber die Brutalität, die ich mit so etwas verbinde, blieb über weite Strecken aus. Eigentlich spricht das sogar für die Coens, die es also offensichtlich auch ohne allzu viel überzogene Brutalität schaffen, den Zuschauer bei der Stange zu halten, zumal dieser Mangel an exzessiver Brutalität sowieso rein subjektiv ist.
"Blood Simple" kann ich somit wirklich jedem ans Herz legen, ob Coen-Fan oder nicht. Der Film mit all seinen Handlungssträngen und Verwirrspielchen zieht den Zuschauer in seinen Bann und dürfte niemanden enttäuschen.

*In "Das filmische Universum von Joel und Ethan Coen" wird dies dahingehend gedeutet, dass Käfer (nicht das Auto) im englischen mit "bug" übersetzt werden kann und auch Detektive als "bug" bezeichnet werden.
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am 17. September 2014
würde eigentlich gerne nur die Sterne verteilen, aber das ist ja leider immer noch nicht möglich. Sehr schade eigentlich. Also musste ich dies schreiben.
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am 6. November 2008
Sehr beeindruckend, damals, dieser Film. Ich erinnere mich daran, dass ich danach in sämtliche Coen-Filme 'reinging und dieser hier immer eine gute Referenz blieb. Raising Arizona fand ich ehrlich schwach, Millers Crossing ... na ja, usw. Hudsucker ganz nett und Fargo dann phänomenal. So wie No Country For Old Men ... genial.

Es bleibt spannend, bei den Brüdern.
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am 13. Januar 2007
Wer "Blood Simple" gesehen hat, weiß das dieser düstere und wunderbar inszenierte Thriller von 1984 als Vorlage und Inspiration für viele Filme diente. Einer der ersten Filme der Coen Brüder, der eine neue Ära des Independent Kinos begründete.

Die Geschichte spielt in der texanischen Provinz. Ein Barbesitzer, seine Frau, ihr Liebhaber und ein Privatdetektiv begeben sich auf eine mörderische Gradwanderung am Rande des Wahnsinns. Jede der vier Figuren verfolgt ihre eigenen Interessen, zieht jedoch aus dem Geschehen die falschen Schlussfolgerungen. Die Tatsachen erscheinen für jede Person im ersten Augenblick offensichtlich, was im weiteren Verlauf jedoch zu Missverständnissen, Verdächtigungen und fatalen Konsequenzen führt. Die Darsteller sind in einem paranoiden Spiel um Liebe, Geld und Eifersucht gefangen, das sich nicht mehr aufhalten lässt und in der unvermeidlichen Katastrophe endet.

Eine ähnliche Geschichte hat David Lynch als Vorlage für "Lost Highway" benutzt, nur mit dem Unterschied, dass sich alles im Kopf einer einzelnen Person abspielt.
Im Zustand völliger Gespanntheit und Konfusion fährt ein Mann nachts mit dem Auto auf einer Landstraße einer ungewissen Zukunft entgegen. Im Scheinwerferlicht sieht man nur die gelben Mittelstreifen. Dieses Bild findet man in "Lost Highway" und "Twin Peaks" wieder und ist eine Hommage an diesen Film der Coen Brüder.

Wie eigentlich immer bei den Coen Brüdern haben die Darsteller eine ganz besondere Tiefe und Persönlichkeit, die dem Film einen überrealistischen Eindruck verleihen. Die Einfachheit der Bilder und Darsteller stehen im klaren Gegensatz zur psychologischen Ebene, die den Zuschauer in ein Netz nicht vorhersehbarer Handlungen hineinzieht. Diese Art von Kino wurde später in "Fargo" fortgesetzt, dessen Hauptdarstellerin hier auch die Hauptrolle spielt.

Ein Mann begräbt in der Nacht eine Leiche, mitten auf einem Feld. Es ist bereits Morgengrauen. Der Wagen springt nicht an. Solche Situationen werden hier meisterhaft inszeniert und auf die Spitze getrieben.
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TOP 1000 REZENSENTam 6. Januar 2009
Vorläufiger Höhepunkt im nunmehr fast 25 jährigen Filmschaffen der Coen Brothers ist der mehrfache Oscar-Triumph 2008 für die Killersaga "No Country for old men". Die Filmographie ist vollgespickt von neuen Klassikers wie "Fargo", "Big Lebowksi", "Millers Crossing" oder "Barton Fink".
Alles fing 1984 mit dem Erstlingswerk, eine Art Neo Noir Movie "Blood Simple" an. Diese Hommage an den Film Noir, angereichert mit der Optik der B-Pictures wird aus einer eher ungewöhnlichen Perspektive erzählt: Während üblicherweise der Zuschauer die Lösung eines Rätsels/Mordes verfolgt, ist er hier ständig den Filmfiguren voraus.
Abby (Frances McDormand), die frustrierte junge Frau des psychopathischen Barbesitzers Julian (Dan Hedaya) beginnt ein Verhältnis mit dessen jungem Barkeeper Ray (John Getz). Der eifersüchtige Julian hat natürlich schon längst einen abgehalfterten Privatschnüffler Loren Visser (M.Emmet Walsh) engagiert, der eindeutige Beweisfotos vom Fremdgehen schiesst.
Julians Hass auf beide nimmt immer drastischere Formen an, er heuert Visser noch einmal an, diesmal als Killer...
Szenenhöhepunkte des Films ist eine Begräbnisszene der etwas anderen Art und der Showdown des Killers.
Zweifelsohne ist schon damals das grosse Können der Coens sichtbar, trotzdem leidet "Blood Simple" vielleicht unter dieser B-Picture Optik, die vermutlich auch daran lag, dass für die unbekannten Filmemacher damals am Anfang ihres Schaffens das Budget klein sein musste.
Die Folgefilme sind alle optisch stilvoller inszeniert. Mit Story und einem Mix an skurrilen Filmfiguren machen die Brüder dies aber wett. Der Film erhielt den grossen Preis beim Sundance Film Festival 1985.
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am 11. August 2009
Tief im Herzen von Texas. Abby (Frances McDormand) die Frau eines Barbesitzers namens Julian Marty (Dan Hedaya), beginnt ein verhältnis mit dessen angestellten Ray (John Getz).
Als Abbys Ehemann dies herausfindet beauftragt er einen Dedektiv (M. Emmet Walsh) der die beiden ermorden soll. Doch der schmierige Dedektiv spielt ein falsches spiel. Er kassiert das Geld tötet die verliebten Abby und Ray aber nicht. Stattdessen jagt er seinem Auftraggeber eine Kugel in die Brust. In dem glauben Julian Marty getötet zu haben verschwindet er.
Ray der die vermeintliche Leiche entdeckt glaubt das es Abby gewesen ist da Julian die beiden bedrohte.
Um sie zu schützen versucht er den Leblosen Körper zu entsorgen doch das entpuppt sich als schwieriges Unterfangen und der Dedektiv taucht auch wieder auf...

Die Brüder Joel und Ethan Coen legten mit ihrem fulminanten Regiedebüt einen wahren Klassiker des Film Noir hin.
Meiner Meinung nach ist Blood Simple einer der besten Werke der Coens.
In ihrer Filmografie befinden sich wahre Meisterwerke wie "Miller Crossing", "Barton Fink", "Fargo", "The Big Lebowski" oder "No Country For Old Man".
Ich finde es toll das sich die Coens weit weg von Hollywood bewegen. Sie sind schräge Geschichenerzälher weit weg vom Mainstream. Ihre Filme sind nicht geprägt von Tempo oder Action. Weshalb sie zwiespältig gesehen werden. Die einen sagen sie sind langweiler die anderen schätzen ihren schrägen sinn für Humor in absolut grotesken Situationen.

Ich kann Blood Simple nur empfehlen das einzige was mich stört ist die Altersfreigabe die ist völlig überzogen eine Freigabe ab 16 wäre sinnvoller.
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