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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen zwei Geschwister und ihr dementer Vater, 4. November 2008
Von 
Joroka (Darmstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Die Geschwister Savage (DVD)
Sun City ist ein amerikanisches Rentnerparadies im Bundesstaat Arizona. Lenny und seine Lebensgefährtin sind auch schon lange nicht mehr die jüngsten und beide unterdessen dement. Lenny muss das Haus in sonnenverwöhnter Umgebung verlassen, nachdem die Begleiterin seiner letzten 20 Jahre im Nagelstudio tot zusammensackt. Ein Vertrag regelt, dass er keinerlei Ansprüche auf das Vermögen der Verblichenen hat. Wie günstig für die Erben. Nun haben Wendy und Jon, seine beiden Kinder, ihn an der Backe kleben. Sagen wir mal so, das Verhältnis zu ihnen war die zurückliegenden Jahre vor allem durch Schweigen geprägt. Jon wohnt an der eher winterlichen Ostküste in Buffalo. Und dort wird erst einmal in ein Pflegeheim umgezogen. Welch krasser Wechsel. Doch Lenny bekommt davon scheinbar nicht mehr viel mit. Er denkt ja auch, er wäre in einem Hotel abgestiegen.
Nebenschauplätze: Wendy, die erfolgsentwöhnte Theaterautorin, die eine Affäre mit einem unattraktivem, mindestens 15 Jahre älteren Mann in ihrem Mietshaus hat und Jon, der auch nicht gerade den sortiertesten Eindruck hinterlässt und seine polnische Freundin lieber ausweisen lässt, als mit ihr den Bund der Ehe einzugehen.
Was bewegt die beiden Geschwister, sich so "rührend" um ihren alten Vater zu kümmern, der ihnen gegenüber beileibe keine weiße Weste trägt? Vor allem Wendy entwickelt eine nahezu selbstaufopfernden Zug, um ihrem Erzeuger einen möglichst angenehmen Lebensabend zu ermöglichen.

Der Film berührt, da es sich nicht ausschließlich um eine amerikanische Geschichte handelt. Sie kann jedem Best Ager passieren, mit Eltern so um die 70 - 80. Dass es dem Film trotz ernstem Thema dennoch gelingt, phasenweise ausgesprochen komisch zu sein, ist ihm hoch anzurechnen. Natürlich, natürlich kein Popcorn-Kino.... aber eine gelungene Auseinandersetzung mit dem Thema Abschiednehmen und Verzeihen. Laura Linney und Philip Seymour Hoffman überzeugen mit ihrer schauspielerischen Leistung allemal.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nah am Leben, 12. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Geschwister Savage (DVD)
Der Film berührt und zeigt einem eigentlich die eigene Zukunft mit seinen Eltern. Die Problematik trifft jeden irgendwann, wenn die Eltern nicht mehr in der Lage sind, sich selbst zu helfen und die Kinder die Verantwortung übernehmen müssen. Ein schwieriger Lebensabschnitt für jeden, ist dieser Abschied von den Eltern. Diese höchst emotionale Zeit ist wirklich gut umgesetzt und nicht so amerikanisch-kitschig verkorkst worden. Sehr gute Schauspieler und schön gelassen inszeniert. Ein Film bei dem man ruhig auch mal heulen kann und darf.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wunderbar lebensechte Tragikomödie - ein kleines Juwel, 9. Juni 2009
Von 
Florian Hoffmann (Homburg/Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Geschwister Savage (DVD)
Es ist immer wieder schön über kleine, aber feine Filme zu stolpern, die abseits des Mainstreams angegliedert sind und einen erheitern und nachdenklich machen. Dies und vieles andere gelingt dem Film "Die Geschwister Savage" (OT: The Savages), der ein sehr schwieriges Thema behandelt ohne jedoch dabei im geringsten prätentiös zu sein. Im Gegenteil, der Film ist geradezu leichtfüßig inszeniert, mit Fingerspitzengefühl und feinsinnigem, lebensechtem Humor. Viele heutzutage produzierten Independet-Filme sind mittlerweile selbst zu einem Klischee geworden, bei "Die Geschwister Savage" hat man jedoch nie dieses Gefühl.

Der Film handelt, wie es der Titel schon andeutet, von den beiden New Yorker Geschwistern Wendy und Jon Savage, die plötzlich von der Nachricht überrascht werden, dass ihr Vater, von dem sie sich schon lange entfremdet haben, langsam Anzeichen von Demenz zeigt. Jedoch lebt dieser im wert entfernten Sun City in Arizona. Als dann noch seine langjährige Lebensgefährtin stirbt, bleibt dem exzentrischen Geschwisterpaar nichts anderes übrig, als ihrem Vater zu helfen.

Hier driftet der Film jedoch nicht in Kitsch oder Sentimentalität ab, sondern präasentiert lebensechte Personen, die versuchen müssen, ihr Leben in den Griff zu kriegen. Sie ist ohne echte Bindung, hat lediglich eine Affäre mit einem älteren, verheirateten Mann und versucht schon seit längerem ihre Karriere als Schriftstellerin anzukurbeln.
Er ist ebenfalls Literat, ist Professor und Dozent für Theaterwissenschaften und gerade dabei ein Buch über Bertolt Brecht zu schreiben. Diese Konstellation erinnert unweigerlich an die Filme von Woody Allen, in dessen Filme auch häufig intellektuelle Literatenkreise dargestellt werden. Der tragikomische Ansatz erinnert ebenso an Allens Werke.

"Die Geschwister Savage" ist jedoch nicht nur fantastisch von Tamara Jenkins geschrieben, sie wird auch von brillanten Akteuren unterstützt, die ihre Vision erst lebendig machen. Wendy Savage wird von der wunderbaren Laura Linney gespielt, bei der es wirklich Spaß macht und fasziniert ihr zu zusehen. Sie spielt enorm facettenreich und kreiert eine Figur, die sämtliche Höhen und Tiefen durchmacht, am Ende aber doch zu sich findet. Hierfür wurde sie ebenso wie Jenkins mit einer Oscar-Nominierung und vielen anderen Auszeichnungen geadelt.
Die selbe Bezeichnung passt auch zu Philip Seymour Hoffman, der wie immer faszinierend spielt und auch diese Rolle zu was besonderem macht, gerade wenn man bedenkt, wie wandelbar er doch in all seinen Filmen ist.

Diese lebensechte Dynamik in Familien und das Herangehen an die Themen Tod und Altern entsteht wahrscheinlich auch zum Teil dadurch, dass Regisseurin/Autorin Tamara Jenkins selbst vergleichbare Erfahrungen in ihrem Leben gemacht hat, wie sie im Making-Of zum Film berichtet. Dennoch kann der Film für manch einen, der vielleicht direkt mit dem Thema vertraut ist, ein klein wenig unangenehm sein, trotz des lebensbejahenden und kathartischen Effektes.
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5.0 von 5 Sternen toller Film zum Thema Demenz und Alter!, 9. Mai 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Geschwister Savage (DVD)
Savage ist natürlich kein Film, der durch seinen Spaßfaktor besticht. Es ist ein sehr ernster Film, der die Problematik des Umgangs mit Pflegebedürftigen beschreibt.
Besonders interessant dürfte er für Pflegekräfte oder Betroffene sein, weil dieser Film die nackte Wahrheit ungeschminkt wieder gibt. Es ist ein Film der auf Beschönigungen verzichtet und realitätsnahe "echte" Menschen zeigt. Wobei die schauspielerische Leistung insgesamt grandios ist!
Savage macht nachdenklich, ein wenig betroffen und man hat Gelegenheit sich mit seiner eigenen Ansicht zum Thema Alter und Demenz zu befassen.
Allerdings glaube ich, das Leute die mit diesem Thema beruflich oder privat zu tun haben, mehr aus diesem Film mitnehmen werden, als nicht Betroffene.
Ich finde dieser Film ist ein Must-have für alle die damit zu tun haben.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen geschwister savage, 29. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Geschwister Savage (DVD)
gut erzählte geschichte, mit einem wie immer großartigem Philip Seymour Hoffman.
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5.0 von 5 Sternen Muß man gesehen haben, 31. März 2009
Kinder-Rezension
Rezension bezieht sich auf: Die Geschwister Savage (DVD)
Muß man gesehen haben, hat sogar Leuten gefallen die noch nichts mit dem Thema zu tun haben.
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Die Geschwister Savage
Die Geschwister Savage von Laura Linney (DVD - 2008)
EUR 13,42
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