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am 17. April 2013
Ich hatte vor langer zeit schon eine Lieblingsaufnahme dieses Klarvierkonzert mit Brendel auf Vinyl. Leider habe ich meine Schallplattensammlung irgendwann aufgegeben, was ich immer wieder sehr bereue. Diese Aufnahme ist nicht nur von sehr guter akustischer Qualität, sondern sie gefällt mir sogar noch besser als die so vermisste Aufnahme. Es ist wirklich schön, dass Herr Brendel dieses Konzert noch einmal eingespielt hat.
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am 13. Oktober 2009
Seine dritte Gesamteinspielung der Beethoven-Konzerte wurde sehr freundlich aufgenommen. Nur ein Beispiel aus der nmz:
"Spektakuläre Pianisten-Tricks wird man nicht erwarten dürfen. Dazu ist Brendel viel zu sehr am Werk interessiert. Die Zurschaustellung der eigenen Person kümmert ihn wenig. Womöglich ist aber genau das der Punkt: Weil Brendel akribisch die Partitur darstellt und nur sie, legt er neue Details frei. Deshalb gelingt das Ungeheuerliche: Auch nach dem x-ten Hören der fünf Konzerte findet man so nicht gehörte Einzelheiten. Allein das Finale im B-Dur-Konzert, wie Brendel da die Modulation nach G durch Gewichtung des unbetonten Taktteils subtil verschränkt mit ihrer Auflösung! Wie er im Kopfsatz des C-Dur-Konzerts die verqueren Rhythmen in linker und rechter Hand deutlich voneinander trennt! Unnütz zu betonen, dass die Wiener Philharmoniker unter Rattle solcher Präzision in nichts nachstehen. Schon die punktgenauen, ruckartigen Tutti-Einsätze sind eine Freude "

Brendel hatte zuletzt den Zyklus mit Levine und den Chikagoern aufgenommen. Es war eine live-Aufnahme. Beide waren ungeheuer inspiriert, beim vierten Konzert fand Brendel zu einem unglaublichen Spiel,perfekter Anschlag.

Warum macht man nach einer solchen Höchstleistung eine weitere Aufnahme ?
Vielleicht, weil die Firma sagt, es sei doch sinnvoll, eine solche Kombination umsatzträchtig auf den Markt zu bringen ? Ist bei Brendel eigentlich nicht zu erwarten, dass er aus DIESEM Grund die Aufnahme macht. Eher, dass er seine Visitienkarte erneut abgeben will,den Eindruck hat, er könne etwas geben, was er bisher nicht präsentiert hatte.

Mir gefällt sein Zusammenspiel mit Levine besser. Da ist mehr Lebendigkeit drin, nicht so ausgetüftelt. Die Interaktion mit einem begeisterten Publikum hat die beiden Künstler wohl zusätzlich inspiriert.

Hätte ich also nicht zweimal Brendel im Schrank stehen,müsste ich mich entscheiden, diese fiele eindeutig für die frühere Aufnahme aus. Aus den achtziger Jahren stammend, kann die Neuaufnahme auch nicht wegen deutlich verbesserter Technik punkten.

Fazit: Brendel ist sich selbst Konkurrent. Er hatte mit Levine sein Optimum erreicht. Die Variante mit Rattle ist kein weiterer Gewinn.
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