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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer ist der Halstuch-Mörder???
Die zweite DVD-Edition mit historischen "Strassenfeger"-Kriminalserien der ARD aus den 50er bis 70er Jahren enthält wie schon die Nummer 1 zwei "Durbridges" in Schwarz-Weiss:

Zum einen den wohl berühmtesten überhaupt, nämlich DAS HALSTUCH mit Heinz Drache, Horst Tappert, Albert Lieven, Margot Trooger, Eva Pflug, Eckart Dux, Dieter Borsche,...
Veröffentlicht am 7. Oktober 2008 von Charlie

versus
16 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Muß man nicht haben
Sie sind bis heute legendär, die "Straßenfeger" aus den sechziger Jahren, als das Fernsehen noch neu war. Es ist schön, daß man sich mit dieser DVD-Ausgabe selbst ein Bild von ihnen verschaffen kann. Man muß dann allerdings feststellen, daß es in diesen Mehrteilern fast nur um die Frage "Wer war's?" geht und sie ihre Wirkung vor allem dem...
Veröffentlicht am 28. Dezember 2009 von Ulrich Hartmann


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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer ist der Halstuch-Mörder???, 7. Oktober 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Straßenfeger 02 - Das Halstuch / Die Schlüssel (DVD)
Die zweite DVD-Edition mit historischen "Strassenfeger"-Kriminalserien der ARD aus den 50er bis 70er Jahren enthält wie schon die Nummer 1 zwei "Durbridges" in Schwarz-Weiss:

Zum einen den wohl berühmtesten überhaupt, nämlich DAS HALSTUCH mit Heinz Drache, Horst Tappert, Albert Lieven, Margot Trooger, Eva Pflug, Eckart Dux, Dieter Borsche, Hellmut Lange, Erwin Linder u.v.a.
Bei der Erstaustrahlung des Sechsteilers im Januar 1962 wurden Einschaltquoten von 90% gemessen - und auch noch heute ist dies absolut nachvollziehbar. Die Geschichte baut sich herrlich skurill und spannend auf, wie es ihr Erfinder Francis Durbridge gerne hat: Ein Kommissar, eine Tote im Viehwagen, seltsame Spuren, unzählige Verdachtspersonen und ein ominöser Drahtzieher, der seine Opfer mit einer Halstuch-Schlinge ins Jenseits befördert.

Alle Fans, die das Durbridge-Feeling nur aus dem Radio, speziell der fantastischen Hörspielserie "Paul Temple und der Fall..." (die inzwischen komplett auf CD im Audio/Hör-Verlag erhältlich ist) kennen, werden im HALSTUCH erstaunliche Parallelen feststellen. Zum einen war in beiden Fällen der WDR federführend, die exquisite Titelmusik ist wie auch das "Temple"-Thema von Hans Jönsson und dem Kölner Tanz- und Unterhaltungsorchester. Und schon ab der ersten Szene der Fernsehserie erklingen im Hintergrund die Melodien, die die Hörspielfreunde als Zwischenmusik der "Paul Temple"-Serie kennen.
Auch eine Vielzahl an Schauspielern, die in den "Temples" zumeist mehrfach in Nebenrollen zu hören waren, treten im HALSTUCH auf, darunter Alf Marholm, Alwin Joachim Meyer, Helga Zeckra, Harald Meister, Gerhard Becker, Annelie Jansen, Wolf Schlamminger, Bernd M. Bausch und Heinz von Cleve.

Als Bonus gibts neben einer netten Dokumentation über die Strassenfeger in ihrer Zeit ein Schmankerl aus dem Archiv: Eine Fernseh-Diskussion aus der ABENDSCHAU von 1962 über Nachahmungskriminalität, die durch das HALSTUCH ausgelöst wird (bzw. werden könnte). Herrlich, 5 rauchende Männer mit seltsamen Frisuren im Halbkreis und Zuschauer dürfen anrufen. Ein gelungener Fund.

Sehr berühmt wurde das HALSTUCH seinerzeit auch dadurch, daß der Kabarettist Wolfgang Neuss in einer Werbeanzeige für seinen neuen Kinofilm den Mörder vorab verriet. Die Nation regte sich furchtbar auf, und obwohl Neuss nur (richtig) geraten hatte, saßen bei der Schlussepisode noch einmal mehr Zuschauer vor dem Fernseher als bei den Vorgängerfolgen.
ACHTUNG: Alle diejenigen, die das HALSTUCH nicht kennen und miträtseln wollen, sollten daher unbedingt das Booklet der vorliegenden DVD-Box meiden, dort ist nämlich Neuss' berüchtigte Kinowerbung abgedruckt, inklusive dem Hinweis auf den Täter! Also ein gefährlicher SPOILER!!!

3 Jahre später, im Januar 1965 hatte DIE SCHLÜSSEL Premiere im Deutschen Fernsehen, erstmals entschied man sich, die BBC-Originalfassung von 6 Folgen auf 3 zu verteilen. Die Hauptrollen spielen Harald Leipnitz, Friedrich Joloff, Magda Hennings, Reinhard Glemnitz, Christian Wolff, Bum Krüger, Benno Hoffmann und der bereits im HALSTUCH und DER ANDERE zur Höchstform aufgelaufene Albert Lieven.

Glemnitz gibt im Bonusmaterial ein interessantes Interview über seinen Auftritt in den SCHLÜSSELN, sowie sein Mitwirken in vergleichbaren Kriminalserien wie "Die fünfte Kolonne", "Das Kriminalmuseum" und natürlich "Der Kommissar".

Auch DIE SCHLÜSSEL ist ein echter Strassenfeger und mit Harald Leipnitz tritt nach Heinz Drache im HALSTUCH schon der zweite Kommissar auf, der neben seiner Tätigkeit für Durbridge im Fernsehen auch mehrfach in den "Edgar Wallace" - Streifen des Deutschen Nachkriegskinos Berühmtheit erlangte.

Die kommenden 2 "Strassenfeger"-Editionen widmen sich zunächst PERCY STUART, erst danach folgen die restlichen "Durbridges" "Tim Frazer 1&2", "Melissa", "Ein Mann namens Harry Brent", "Wie ein Blitz" und "Das Messer". Ich freu mich drauf!

Viel Spaß!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein guter, ein durschnittlicher Klassiker, 8. März 2011
Von 
Grüner Baum - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Straßenfeger 02 - Das Halstuch / Die Schlüssel (DVD)
Der Doppelpack enthält die beiden Sechsteiler (40 Minuten je Folge), die Anfang der Sechziger in Deutschland ausgestrahlt wurden, "Die Schlüssel" hier allerdings in drei entsprechend längere Folgen gepackt.

Im "Halstuch" geht es um die Aufklärung des Mordes an einem jungen Mädchen, das in einem kleinen Ort bei London tot aufgefunden wird. Schnell fällt der Verdacht auf einen wohlhabenden Londoner, der wohl eine Verbindung zu dem Mädchen hatte, auch wenn er alles leugnet. Mit der Zeit entfaltet sich ein vielfältiges Geflecht an Beziehungen zwischen den anfangs oft bieder und unscheinbar daherkommenden Figuren.

In "Die Schlüssel" wird ein Mann in einem Hotel tot aufgefunden. Der vermeintliche Selbstmord ist natürlich keiner. Nicht nur die Polizei, sondern als Hauptfigur sein Bruder ermitteln und kommen den Dingen auf die Spur, in die der vermeintlich unbescholtene Bruder verwickelt war.

Das Halstuch ist für mich auch aus heutiger Sicht eine gute Krimigeschichte. Die Auflösung hat mich zwar etwas enttäuscht (und nicht nur aus untigen Gründen), aber es ist eine zeitlos gut erzählte Kriminaleschichte, die sich langsam mit richtigem Gefühl fürs Timing entfaltet. Zurückhaltend, aber packend gespielt und inszeniert. Im Vergleich zu heute passiert freilich alles sehr langsam und manche Dialoge ziehen sich etwas. Da hilft es, wenn man dem gemütlichen Schwarz-Weiß-Charme und der größeren Betulichkeit der Zeit etwas abgewinnen kann, aber auch ohne das wird man hier gut und klassich unterhalten.

Ohne den Gefallen an diesem besonderen Charme, wird man von "Die Schlüssel" allerdings ziemlich gelangweilt werden. Am Anfang baut sich auch hier noch eine interessante Geschichte auf, die aber im Laufe der Zeit so verwickelt und konstruiert wird, mit sehr irrealen Verhaltensweisen der Protagonisten, die noch dazu für die heutigen Augen fernsehtechnisch sehr komisch agieren, dass man ein wenig gelangweilt anfängt, nebenbei in einer Zeitschrift zu blättern. Die letzliche Aufklärung schließlich ist sehr komplex und m.E. mit zuvielen Fehlern (ein paar Logiklücken lässt man ja jedem Krimi durchgehen, aber hier sind es zu viele).

Fazit: Als Doppelpack nur nostaligschen Krimifans zu empfehlen, die aber sollten wegen "Das Halstuch" auf jeden Fall zugreifen.

Zur eigenen emotionalen Entlastung noch ein Wort noch zum beiliegenden Inlay, das in bisherigen Rezensionen zu meinem Erstauen ein nur bedingtes Erzürnen hervorgerufen hat: Seit ungefähr 30 Jahren habe ich in ein paar Dutzend Artikeln über die Geschichte von damals gelesen, dass Wolfgang Neuss vor der letzten Folge in einer Zeitung den Mörder von "Das Halstuch" verraten hat, und jeder - ich wiederhole: jeder! - davon hat es verstanden, den Mörder tunlichst nicht zu nennen, so dass das Geheimnis bewahrt bleibt und ich wusste es bis dato wirklich nicht. Dann aber kommt dieser unglaublich schwachsinnige, verblödete und die Grenzen menschlicher Dummheit bei weitem überschreitende Inlay und druckt die Orginalanzeige mit Nennung des Mörders ab! (wer es vermeidet, die zu lesen, sei noch gewarnt, dass in einem kurzen Special auf DVD 1 (!!!) die Szene mit der Enttarnung von DVD 2 (!!!) vorab gezeigt wird). Das ist ein Verhalten, das mit menschlichem Verstand nicht mehr zu begreifen ist. Entweder ist die ARD intern völlig verblödet und kann das Wort Qualitätskontrolle nicht mal buchstabieren, oder man hat als Inlayautor unkontrolliert einen der Drehbuchautoren der 08/15-Vorabendserien von heute walten lassen, der aus purer Gehässigkeit den Zuschauern den Spaß verderben will, damit der Unterschied zu den eigenen Machwerken nicht zu sehr auffällt. Auf jeden Fall: ACHTUNG! ACHTUNG! INLAY NICHT LESEN! SPECIAL AUF DVD 1 NICHT ANSCHAUEN!!!
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Strassenfeger - Schon gehts weiter...., 25. Oktober 2008
Von 
Ein Kunde - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Straßenfeger 02 - Das Halstuch / Die Schlüssel (DVD)
Inhalt

Das Halstuch: Ein Kaff namens Littleshore in der Nähe Londons. Eine junge Frau, tot - mit einem Schal erdrosselt. Inspektor Harry Yates übernimmt den Fall. Wer ist die Tote? Gutsbesitzer Alistair Goodman erkennt sie bald. Es handelt sich um Faye Collins, die Schwester des gehbehinderten Musikers Edward Collins. Marian Hastings, die Verlobte des reichen Goodmans, hat Faye Collins am Abend vor ihrer Ermordung angeblich mit einem unbekannten Herrn gesehen. Ein paar Tage später erkennt sie ihn wieder - auf einem Zeitungsfoto. Es ist der Londoner Verleger Clifton Morris. Die Ereignisse überstürzen sich, als ein Geigenschüler von Edward Collins in seinem Geigenkasten die Mordwaffe - das Halstuch - findet...

Die Schlüssel: Eric ist enttäuscht: Sein Bruder Philip, der ihn während seinem Wehrdienst in Deutschland überraschend in London besucht, möchte gleich weiter nach Dublin. Sein Grund für den übereilten Aufbruch: Philips Kamerad aus Irland, Sean Reynolds, der in Hamburg überfahren worden ist. Vor seinem Tod hat er ihn, Philip, angeblich gebeten, seine Frau in Dublin aufzusuchen. Philip fährt aber gar nicht nach Dublin. Er nimmt sich ein Zimmer im Hotel Royal-Falcon" in Maidenhead. Ein Gedichtband wurde dort für ihn abgegeben. Philip, der sonst nie liest, vertieft sich in die eigenartige Lektüre. Schließlich wird er tot dort aufgefunden. Selbstmord lautet der Befund. Eric glaubt daran genauso wenig wie Inspektor Hyde von Scotland Yard. Er entdeckt, dass Sean Reynolds, Philips Kamerad, überhaupt nicht existiert...

Bildbewertung
Schon auf der zweiten Box aus der Reihe "Straßenfeger", befindet sich ein unter Kennern als einer der besten Durbridge-Krimis dieser Veröffentlichung bezeichneter Film. Im Film "Das Halstuch" (Erstausstrahlung Januar 1962) gibt es u.a. ein Wiedersehen mit den noch jungen Horst Tappert und Heinz Drache.

Aber auch der zweite Film "Die Schlüssel" (Erstausstrahlung Januar 1965) bietet spannende Krimikost. Bei "Die Schlüssel" entschied man sich erstmals, die Verfilmung auf nur 3 Folgen und nicht wie bei den Veröffentlichungen zuvor auf 6 Folgen aufzuteilen.

Für einen Skandal sorgte, im Zusammenhang mit der Ausstrahlung von "Das Halstuch", der Kabarettist Wolfgang Neuss. Er inserierte 2 Tage vor Ausstrahlung der letzten Folge in einer Zeitungsannonce, zusammen mit einer Werbung für seinen neuesten Kinofilm, den Täter im Film "Das Halstuch". Ziel von Wolfgang Neuss war es, Besucher für seinen Film in die Kinos zu locken, der am selben Tag der Ausstrahlung der letzten Folge von "Das Halstuch" startete. Er wurde daraufhin von der Bild-Zeitung als Vaterlandsverräter betitelt und erhielt sogar mehrere Morddrohungen. Später gab er dann zu, den Täter nur geraten zu haben, wobei er den wahren Täter in der Anzeige genannt hatte.

Das Bild beider Filme wurde wieder aufwendig restauriert. Trotz aller heutigen technischen Möglichkeiten kann auch die digitale Bildrestauration keine Wunder vollbringen. Die Qualität der Bilder wurde schon um einiges verbessert, aber es bleiben nun einmal alte Filme. Dennoch kann das mit der Bearbeitung der alten Filme erreichte Ergebnis für die DVDŽs überzeugen.

Mit viel Mühe und Liebe zum Detail, wurden die DVD-Menüs und die Extras für die DVD`s produziert. So wird der Begriff und die Entstehung des Phänomens "Straßenfeger" erläutert. Des öfteren schmunzeln musste ich bei der Diskussionsrunde der Abendschau. Hier wird in bedeutungschwangeren Worten über die "Nachahmungskriminalität", die "Das Halstuch" auslösen könnte, debattiert. Sehr informativ ist als weiteres Extra eine Dokumentation über die aufwendige Bearbeitung der Filme für die DVD-Veröffentlichung. Ein Interview mit dem Darsteller Reinhard Glemnitz vermittelt viel Informatives.

Tonbewertung
Der Ton für beide Filme liegt im Dolby Digital 2.0 Mono auf den DVD`s vor. Auch hier kann natürlich, trotz größter Bemühungen bei der Ton-Bearbeitung der alten Filme, kein komplett neuer Ton erschaffen werden. Aber es gelingt, den Ton der beiden Filme fast rauschfrei zu bekommen und vor allem die Verständlichkeit der Dialoge gut zu gestalten. Es ist gelungen, den Ton bestmöglichst zu restaurieren. Leider fehlen auch bei dieser, wie auch schon bei der ersten Box, Untertitel. In Anbetracht, dass sicher auch viele ältere Menschen und Hörgeschädigte sich diese Filme ansehen möchten, wäre es wünschenswert, auf kommenden Boxen dieser Reihe Untertitel anzubieten.

Extras
- Kurzdokumentation "Straßenfeger - Das Phänomen"
- Interview mit den Darstellern Siegurd Fitzek und Eva-Ingeborg Scholz
- TV Juwelen - Die Straßenfeger im neuen Glanz

Gesamturteil:
Eine wirklich geniale Idee die mit "Straßenfeger" ihre Veröffentlichung findet. Nicht nur für Nostalgiker absolut zu empfehlen. Die Vorfreude auf die kommenden Boxen wächst schon jetzt.

Autor: Torsten
[...]
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4.0 von 5 Sternen Straßenfeger 02 : Das Halstuch / Die Schlüssel, 21. Januar 2015
Von 
Poldis Hörspielseite - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Inspector Harry Yates wird zu einem Mord gerufen, der sich in der kleinen Stadt Littleshore nahe London ereignet hat: Eine junge Frau, Faye Collins, wurde mit einem Schal erdrosselt. Angeblich wurde sie kurz zuvor mit einem unbekannten Mann gesehen. Und so muss Harry Yates tief in dem komplexen Beziehungsgeflecht ganz unterschiedlicher Menschen forschen... (Das Halstuch)
Kurz nachdem Philip seinen Bruder Eric besucht hat, wird er tot in seinem Hotelzimmer aufgefunden. Doch Eric glaubt nicht an einen Selbstmord und versucht, den Täter ausfindig zu machen. Dabei entdeckt er einige Ungereimtheiten... (Die Schlüssel)

In der Reihe „Straßenfeger“ mit populären Fernsehproduktionen vergangener Jahre hat Studio Hamburg auch Klassiker von Francis Durbridge veröffentlicht, in dieser Ausgabe sind es gleich zwei Miniserien, die für Aufsehen gesorgt haben.
„Das Halstuch“ gehört wohl zu den bekanntesten Geschichten des Krimiautoren und hat zu seiner Zeit bis zu 90% Einschaltquote eingefahren. Die sechs Teile zu je etwa 40 Minuten bauen dabei eine sehr dichte Atmosphäre auf. Im Laufe der Zeit wird dabei ein dichtes Netz an Beziehungen und Verflechtungen aufgedeckt, was zwar recht komplex ist, durch die gelungene Erzählweise und den langsamen Aufbau wird dies aber gut und verständlich aufgeschlüsselt. Besonders gelungen dabei die Darstellung der Charaktere, denen ein gewisser Hauch von Skurrilität anhaftet, so bekommen diese eine ungewöhnliche und ausdrucksstarke Aura. Für heutige Sehgewohnheiten ist der Fall zwar recht langsam erzählt, entwickelt aber dennoch viel Spannung und kann den Zuschauer fesseln. Die Auflösung ist gelungen, selbst wenn das Booklet den Mörder schon vorher verrät – wer sich überraschen lassen will, sollte dieses also erst nach der Miniserie anschauen.
„Die Schlüssel“ kann dabei leider nicht mithalten und präsentiert sich deutlich unspektakulärer. Ursprünglich bestand diese Serie ebenfalls aus sechs Teilen, die hier aber zu drei deutlich längeren Episoden zusammengefasst wurden. Der Start ist zwar recht gelungen, es wird eine rätselhafte und mysteriöse Stimmung aufgebaut, doch im Laufe der Zeit schimmert das Konstrukt einfach zu sehr durch. So wirkt die Handlung gekünstelt und unglaubwürdig, besonders einige Stellen sind eindeutig nur dazu gedacht, um die Handlung in die richtige Richtung zu lenken. Schade, denn der viel versprechende Start hat mehr versprochen und hätte zu einem spannenden Fall gestrickt werden können, so ist „Der Schlüssel“ wohl nur für Liebhaber gedacht.

Beide Serien wurden noch in schwarz-weiß gedreht, sind aber recht gut erhalten. Durch mittig eingestellten Kontrast sind die einzelnen Bildelemente gut erkennbar, und auch die Schärfe bewegt sich in einem guten Rahmen. Bildrauschen oder andere Fehler konnte ich nicht feststellen. Der Ton wirkt – typisch für Aufnahmen dieser Zeit – etwas blechern, aber alle Dialoge sind gut verständlich und stehen in angemessenem Verhältnis zur eingesetzten, sehr prägenden Musik.

Für „Das Halstuch“ lohnt sich diese Box allemal, eine sehr spannende und gut erzählte Krimi-Miniserie, die mit vielen Verstrickungen und einem gelungenen Aufbau überzeugen kann. „Die Schlüssel“ konnte mich hingegen wegen der arg konstruierten Handlung nicht überzeugen. Beide Produktionen sind technisch gut umgesetzt.
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5.0 von 5 Sternen Zwei Thriller von Francis Durbridge, 18. Dezember 2014
Studio Hamburg hat mit seiner Edition „Straßenfeger“ wertvolle Schätze aus den Fernseharchiven ausgegraben und digital restauriert mit Bonusmaterial und zusätzlichem Informationsmaterial herausgebracht. Es sind durchweg wertvolle Filme und Serien meist des Kriminalfilmgenres aus den 1960er und 1970er Jahren, als das deutsche Fernsehen noch in den Startlöchern stand. Damals gab es zwei Programme und traumhafte Einschaltquoten, die heute noch nicht einmal bei wichtigen Fußballmeisterschaften erreicht werden. Einige Krimi-Mehrteiler nach Francis Durbridge erreichten Traumergebnisse von bis zu 90 Prozent. Das Fernsehen lockte eine ganze Nation vor die Bildschirme und sorgte für leere Straßen. Die „Straßenfeger-Edition“ möchte in mehreren Phasen an diese gute alte Zeit des Fernsehens erinnern und unterschiedliche Aspekte dieser besonderen Epoche thematisch abbilden.
Die erste Phase („Eine Nation hält den Atem an“) mit den Boxen 1-10 widmet sich besonders Francis Durbridge mit seinen raffiniert konstruierten Fällen. Sie eröffnen dem Zuschauer den faszinierenden Kosmos des Verbrechens, der ihn in allen seinen Facetten von da an nicht mehr loslässt. In dem klassischen Erzählmuster sammelt ein Ermittler Indizien, verhört Zeugen und besteht Gefahren, bis er am Ende mit Beharrlichkeit und Köpfchen den Verbrecher dingfest macht. In der zweiten Phase („Vom Kammerspiel zum Krimireißer“) mit den Folgen 11-20 stehen Actionfilme und Thriller im Mittelpunkt. Die Nachfolger des englischen Gentleman-Ermittlers kämpfen nach dem amerikanischen Vorbild mit härteren Bandagen. Vor allem der Kalte Krieg mit Themen wie Spionage, Sabotage, Geiselnahme und politischer Mord sorgt für neue Krimistoffe in der DDR und BRD. Die dritte Phase („Klassiker und Remakes“) mit den Folgen 21-30 zeigt Vorläufer der aktuellen Krimireihen wie „Das Kriminalmuseum“, aber auch Parodien wie die Geldfälscher-Komödie „Millionen nach Maß“ mit Curd Jürgens, ein Remake von „Die zwölf Geschworenen“ mit Mario Adorf, „Graf Yoster gibt sich die Ehre“ oder den DDR-Spionage-Thriller „Das unsichtbare Visier“. Die vierte Phase („Ermittler, Exotik und illegaler Grenzverkehr“) bringt ein Wiedersehen mit „Privatdetektiv Frank Kross“, Superdetektiv „Cliff Dexter“ oder mit dem „grünen Ungeheuer“, das exotische Abenteuerstimmung in die Edition bringt. Schmuggel und Zollbetrug führen bei „Es geschah an der Grenze“ und „Eurogang“ zu illegalem Grenzverkehr. Die erfolgreichste Krimi-Serie der ARD „Sonderdezernat K1“ ist ebenso dabei wie der erste deutsche Krimi-Mehrteiler „Gesucht wird Mörder X“ oder „Stahlnetz“, das bis heute als Synonym für „Straßenfeger“ steht. Die neueste Phase widmet sich Einzelfilmen und Serien, darunter etwa nach Vorlagen von Agatha Christie.
In der Folge 2 sind mit „Das Halstuch“ und „Die Schlüssel“ zwei typische Vertreter der beliebten Francis-Durbridge-Reihe enthalten. Die Laufzeit ohne Extras beträgt 458 Minuten. Dazu kommen noch Extras wie eine Abendschau-Diskussion über das „Halstuch“, das damals die ganze Nation bewegte und eine Interview mit dem bekannten Darsteller Reinhard Glemnitz, außerdem die Kurzdokumentationen „Straßenfeger - Das Phänomen“ und „TV Juwelen - Die Straßenfeger im neuen Glanz“. „Das Halstuch“ spielt in dem Dorf Littleshore in der Nähe Londons. Eine junge Frau wurde mit einem Schal erdrosselt. Inspektor Harry Yates (Heinz Drache) übernimmt den Fall und muss zunächst die Tote identifizieren. Gutsbesitzer Alistair Goodman (Erwin Linder) erkennt sie bald. Es handelt sich um Faye Collins, die Schwester des gehbehinderten Musikers Edward Collins (Hellmut Lange). Marian Hastings (Margot Trooger), die Verlobte des reichen Goodmans, hat Faye Collins am Abend vor ihrer Ermordung angeblich mit einem unbekannten Herrn gesehen. Ein paar Tage später erkennt sie ihn wieder auf einem Zeitungsfoto. Es ist der Londoner Verleger Clifton Morris (Albert Lieven). Die Ereignisse überstürzen sich, als ein Geigenschüler von Edward Collins in seinem Geigenkasten die Mordwaffe, das Halstuch, findet. Ebenso raffiniert ist auch „Die Schlüssel“. Eric (Harald Leipnitz) ist enttäuscht, denn sein Bruder Philip (Peter Thom), der ihn während seines Wehrdienstes in Deutschland überraschend in London besucht, möchte gleich weiter nach Dublin. Sein Grund für den übereilten Aufbruch ist Sean Reynolds, ein Kamerad aus Irland, der in Hamburg überfahren worden ist. Vor seinem Tod hat er Philip angeblich gebeten, seine Frau in Dublin aufzusuchen. Philip fährt aber gar nicht nach Dublin. Er nimmt sich ein Zimmer im Hotel „Royal-Falcon“ in Maidenhead. Ein Gedichtband wurde dort für ihn abgegeben. Philip, der sonst nie liest, vertieft sich in die eigenartige Lektüre. Schließlich wird er dort tot aufgefunden. Selbstmord lautet der Befund. Eric glaubt daran genauso wenig wie Inspektor Hyde (Albert Lieven) von Scotland Yard. Er entdeckt, dass Philips Kamerad Sean Reynolds, gar nicht existiert.
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16 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Muß man nicht haben, 28. Dezember 2009
Von 
Ulrich Hartmann (Mulfingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Straßenfeger 02 - Das Halstuch / Die Schlüssel (DVD)
Sie sind bis heute legendär, die "Straßenfeger" aus den sechziger Jahren, als das Fernsehen noch neu war. Es ist schön, daß man sich mit dieser DVD-Ausgabe selbst ein Bild von ihnen verschaffen kann. Man muß dann allerdings feststellen, daß es in diesen Mehrteilern fast nur um die Frage "Wer war's?" geht und sie ihre Wirkung vor allem dem "Cliffhanger" verdanken, mit dem jede Folge endet. Filmische Meisterwerke sind es nicht. Es handelt sich auch nicht um Spielfilme, sondern um die heute ausgestorbene Gattung des Fernsehspiels. Bis auf kurze Außenaufnahmen findet also alles in Innenräumen statt, die nur zu deutlich als Studios erkennbar sind. Die Geschichten spielen in England, aber die Schauspieler wie die gezeigten Ortschaften wirken ziemlich unenglisch. Da es sich um reine "Whodunits" handelt, sind auch die handelnden Personen nicht wirklich interessant und nur einigen der - durchweg nicht schlechten - Schauspieler gelingt es, sie darüber hinaus mit Leben zu erfüllen.
Schlecht ist das Ganze nicht, aber es ist doch sehr konstruiert und hat wenig Atmosphäre, vor allem wenn man Reihen wie das nur wenig jüngere "Stahlnetz" (nach tatsächlichen Fällen gedreht) danebenhält.
Hochinteressant ist die als Bonusmaterial enthaltene Fernsehdiskussion zum "Halstuch" (fast möchte ich sagen: faszinierender als der Film selber), während das Interview mit einem der Darsteller aus "Die Schlüssel" eine Zumutung ist.
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 2 absolute Krimi-Klassiker, 5. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Straßenfeger 02 - Das Halstuch / Die Schlüssel (DVD)
Ich habe erst vor kurzem das Halstuch im Fernsehen gesehen und war ziemlich begeistert. Obwohl aus heutiger Sicht eher unspektakulär, bin ich besonders von dem "kammerspielartigen" Charakter der Produktionen sehr angetan und habe mir zunächst die 2. Box der Straßenfeger zugelegt.
Am vergangenen Donnerstag wurde meine Bestellung nun endlich ausgeliefert. Den Kauf habe ich keine einzige Sekunde bereut.

Die DVD-Umsetzung ist perfekt gelungen. Es ist sehr zu begrüßen, dass den DVDs ein umfangreiches Booklet mit vielen interessanten Hintergrundinformationen beigefügt wurde, da mich nicht nur die Serie an sich, sondern vor allem auch die Umstände um die Entstehung der beiden Krimis interessieren. Auch die Kurzdokumentation zu den Straßenfegern hat sehr viel Spaß gemacht.
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5.0 von 5 Sternen Das Halstuch / Die Schlüssel, 6. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Straßenfeger 02 - Das Halstuch / Die Schlüssel (DVD)
Es ist wirklich schön unsere Altstars auf DVD wiederzusehen. Die meisten sind nicht mehr auf dieser Welt. Diese alten Filme von Francis Durbridge verdienen die Auszeichng Wertvoll.
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5.0 von 5 Sternen Durbridge, 10. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Straßenfeger 02 - Das Halstuch / Die Schlüssel (DVD)
Meine Frau liebt diese Verfilmungen und hat sich sehr gefreut. Das Halstuch sah sie bestimmt schon fünf mal. Aber ebenso war sie sehr begeisert über den Fil Die Schlüssel.
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5.0 von 5 Sternen Bewertung, 9. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Straßenfeger 02 - Das Halstuch / Die Schlüssel (DVD)
Auch dieser Straßenfeger verdient seinen Namen. Immer wieder spannend, mit herragenden Charakteren die überzeugend ihre Rolle spielen. Ein muss für einen Krimifan.
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Straßenfeger 02 - Das Halstuch / Die Schlüssel
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