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Who Killed Amanda Palmer
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. November 2008
Nein-nein, CD-Titel und Abbildung entsprechen nicht der Wahrheit. Amanda Palmer, noch in allerbester Erinnerung aus dem phänomenalen Debüt-Album der Dresden Dolls, ist quietschlebendig und legt nun solo in alter Frische stimmgewaltig los. Ein paar Begleitmusiker hat sie dabei; diesmal ist die Band etwas opulenter bestückt, aber trotz gelegentlichem Trompeten-, Geigen- und E-Gitarren-Einsatz zum Glück ohne musikalischen Overkill. Neben der Stimme bildet immer noch das gnadenlos bearbeitete Piano das Rückgrat. Und Amanda Palmers Gesangsstil ist sowieso immer noch unverkennbar, diese Kombination aus melancholisch getragenem Erzählen, hingerotztem Punk und furiosem Sprechgesang, der seine Zuhörer atemlos hinterherhecheln lässt. Diese mal gewaltige, mal zerbrechliche Stimme, die mühelos über die Oktaven, Tempi und Klangstärken hinwegtobt, immer mit dem Charme einer ausgehungerten Viper, die man am Schwanz gezogen hat. Diese Sängerin legt los mit einer gnadenlosen Ausdruckskraft, die sie gleich im ersten Takt für immer unterscheidet von den gesammelten Klonen der Top-ten-Damen. Glasklarer, messerscharf akzentuierter Gesang, egal welches Tempo sie hinlegt. Sowas gibt's nicht nochmal.
Und das, was die Dresden Dolls so einmalig machte, diese perfekte Kombination aus Kurt Weill und Punk, die ist auch noch da. Dennoch ist "Who Killed Amanda Palmer" kein müder Aufguss, sondern eine konsequente Weiterentwicklung. Bei aller Perfektion, allem Einfallsreichtum ist das Album dennoch melodiös (nicht umsonst denkt man an Kurt Weills beste Zeiten). Das Piano ist gelegentlich etwas zahmer geraten, aber immer noch eine Kriegserklärung an alles gefällige Barjazz-Geklimper. Amanda Palmer kann nicht nur singen, sondern sie weiß auch, wie's gemacht werden muss. Die Arrangements sind bis ins letzte Detail ausgefuchst, und dennoch kommen sie so behende daher, dass einem unterm Hören entgeht, welch musikalisches Können drinsteckt. Entfesselte Musik, die einem keinen Moment lang mit aufgetakeltem Kulturanspruch vor der Nase rumfuchtelt.

Das Spektrum ist breit: "Astronaut: A Short History of Nearly Nothing" als erster Track knüpft nahtlos ans erste "Dresden Dolls"-Album an, auch "Guitar Hero" erinnert an beste "Dresden Dolls"-Härten -- verstärkt um East Boy Ray von den Dead Kennedys. "Leeds United" zeigt, dass sich in diesen einmaligen Klang auch Trompetenfanfaren integrieren lassen; "Blake Says" und "Have to Drive" beweisen Balladen-Qualitäten in düsterster Stimmung und lassen einen Leonard Cohen vergleichsweise heiter-beschwingt erscheinen, und wer immer das Intro in "Strength through Music" daherrumpeln lässt -- er rumpelt daher wie Tom Waits nach dem Gesangsunterricht und passt einfach zu Palmers diesmal hingehauchten höchsten Höhen und tiefsten Tiefen. Das getragene "What's the Use of Wond'rin?" lässt eine ganz andere Amanda Palmer hören, die mühelos höchste Höhen erklimmt ohne Abstürze -- leider aber auch ohne diese scharfen Kontraste, die Palmer so charakterisieren. Den Kontrast liefert sie allerdings direkt anschließend nach: "Oasis" ist "Dresden Dolls" im "Beach Boys"-Stil. Wer sich's vorstellen kann, der stelle sich's vor. Alle anderen dürfen sich's anhören, die Glücklichen: Am besten gleich alle zwölf Songs mit Ecken und Kanten und Amanda Palmers Stimmgewalt.
"Who Killed Amanda Palmer" ist jedenfalls einer jener seltenen Glückstreffer ohne Füllmaterial, lässt knapp eine Stunde lang exzentrische Musik mit Ohrwurm-Qualitäten vom Stapel.

Ganz erreicht "Who Killed Amanda Palmer" allerdings nicht immer das Niveau vom "Dresden Dolls"-Debüt 2004, aber das ist ja kein Wunder; das war auch nicht mehr zu überbieten. Dennoch ruht sie sich nicht auf den Lorbeeren aus, sondern entwickelt ihren Stil überzeugend weiter, liefert ein Album ab, das sich von allem 08/15 abhebt, ohne sich im Anspruchs-Gehabe zu verheddern. Manchmal werden die Streicher oder die sakralen Zitate für meinen Geschmack etwas zu exzessiv eingesetzt und nehmen manchen Songs die letzte Schärfe, aber das sind höchstens kleine Kratzer am Gesamteindruck und stören nicht entscheidend. "Who Killed Amanda Palmer" ist ein kleiner (Rück-)Schritt für Amanda Palmer, aber erneut ein großer Sprung für jedes Plattenregal.

Allerdings ist das Booklet eher ein Fall für eingefleischte CD-Hüllen-Spartaner: Man liest zwar auf der Rückseite immerhin einen hinterlistigen Pseudo-Nachruf von Neil Gaiman, aber das war's auch schon. Wer z.B. gern die Songtexte nachgelesen hätte oder gern wüsste, wer das Intro von "Strength through Music" raunzt, muss sich schon an den Herrn Internet wenden. Sonst finde ich aber tatsächlich rein garnix zum Beanstanden. Aber umso mehr zum enthusiastischen Loben.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. September 2008
Guten Tag,

hier also die erste Rezension für Amanda Palmers erstes Soloalbum. Ich bin schon lange begeistert von den Dresden Dolls und als ich hörte, dass die Stimme selbiger nun ein Soloalbum macht, musste ich es sofort haben. Es ist, wie erwartet, großartig. Dresden Dolls Liebhaber werden auch dieses Album lieben. Es hat einige schwere Balladen, die durch Frau Palmers Klavierspiel zusammen mit ihrer Stimme wunderschön anmuten. Aber es gibt auch durchaus schwungvolle Stücke, die mitreißen! Alles in Allem ist es eine gelungene CD mit einem schönen Mix aus Temporeichen experimentellen (Dresden Dolls ähnlichen) Stücken und wunderschönen, zum Träumen verleitenden Klavierstücken.
Unbedingt kaufen!!!

P.S.: An alle Amanda Palmer Fans: auf der Promopage ihrer CD gibt es exklusiv Videos zu einigen ihrer Songs von diesem Album, die eine Geschichte erzählen. Wenn das mal nicht Kunst ist.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. März 2009
Wenn man Amanda Palmers erstes Soloalbum hört, fragt man sich sofort, was für eine Motivation sie überhaupt hatte, sich mit einer unabhängigen Karriere zu verwirklichen: Als Texterin, Sängerin und treibende Kraft der Dresden Dolls, kann man nicht unbedingt von künstlerischer Eingeengtheit sprechen und noch dazu klingt die Musik dieses Albums stilistisch und emotional aufs Haar genauso wie ein Album ihrer ursprünglichen Band. So hätte "Who killed Amanda Palmer" auch problemlos unter dem Dresden Dolls-Etikett durchgehen können; was einerseits lobenswert ist, da der Fan somit vor bösen Überraschungen geschützt ist, andererseits kann man einer so vielseitigen Sängerin durchaus das Potential zutrauen, sich auch sicher in anderen Musikgenres zu bewegen.

Mehr braucht man, denke ich, über das Album nicht zu sagen: Es ist die Musik der Dresden Dolls: Klavier und Schlagzeug, Chanson und Rockmusik mit dem gewohnt vieloktavigen, charismatischen Gesang; kompositorisch durchweg auf hohem Niveau, und auch textlich sehr originell - als ganzes verdient es ohne Probleme die Bestnote. Für das nächste Soloalbum wäre aber ein Ausflug in ein anderes Genre wünschenswert.
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am 11. April 2013
Amanda Palmer ist seit den Dresden Dolls eine stete Begleiterin meines Leben. Eine gelungene Mischung aus Punk und Kabarett mit viel Charme, Witz und Biss. Gesungen mit ihrer unverwechselbaren Stimme, authentisch vom ersten bis zum letzten Ton. Diese Frau hat viel Herz, Verstand und Rückgrat. Und das Album ist absolut spitzenklasse!
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. November 2009
Ich werde hier jetzt nicht jedes einzelne Lied beschreiben, jeder Track hat seinen ganz eigenen Zauber, den man aber selbst ergründen muss. Ich sage nur soviel: Die Lieder gehen von gefühlsvoll über sarkastisch zu herzzerreißend und sogar zu fröhlich und surreal. Es ist es auf jeden Fall wert, mal reinzuhören.

Amanda Palmer macht jedenfalls auch ohne Brian (Dresden Dolls) eine gute Figur.

Dieses Album ist absolut uneingeschränkt empfehlenswert!
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