Fashion Sale Hier klicken Strandspielzeug 1503935485 Cloud Drive Photos Erste Wahl Learn More sommer2016 saison Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen59
4,0 von 5 Sternen
Format: Blu-ray|Ändern
Preis:8,94 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

HALL OF FAMETOP 500 REZENSENTam 30. Oktober 2011
Rund 10 dialogfreie Minuten, in denen eine Reiterschar ein kleines Goldgräberdorf in Schutt und Asche legt, muss man warten, bis die knapp 15-jährige Megan mit ihrer eigenwilligen Version des Psalm 23 den "Pale Rider" herbeibetet - natürlich eine Schlüsselszene des 1985 fertiggestellten Spätwestern, mit welchem Clint Eastwood sein erstes Dutzend Regiearbeiten vollmachte.

So wird auch gleich deutlich, dass es nicht nur um den unvermeidlichen Showdown der Revolverhelden geht; Eastwood spielt, wie man es auch aus seinen anderen Filmen kennt, eine ganze Reihe von Themen an, ohne sich erkennbar festzulegen.

Da wäre die Religiosität und die damit verbundene Hoffnung der kleinen Goldgräber, dass ihnen eine höhere Macht zur Seite stehen würde. Sogar ein wenig Ökologie versus Raubbau wird thematisiert. Da ist das Verhältnis von Mutter (Carrie Snodgress, 39) und Tochter (Sydney Penny, 14), die sich beide in den stolzen Helden verlieben. Schließlich die Unwirklichkeit des geisterhaften Ritters auf seinem herrlichen, weißen Pferd. Und natürlich die in Western unvermeidliche Frage, ob man auch einen aussichtslosen Kampf führen soll - weil ein Mann eben tun muss, was ein Mann tun muss.

Eastwood legt seinen Priester zurückhaltend, aber sehr konkret an. Das läuft nicht ohne brutale Kämpfe, eine versuchte Vergewaltigung und ausufernde Schießereien ab. Mit dem aus seinem Bond-Auftritt bekannten "Beißer" (Richard Kiel, 46) bringt Eastwood aber auch eine beängstigende Figur, die zunächst der Lächerlichkeit ausgesetzt wird, sich dann aber zum lieben Monster wandelt: Ein Hauch von Schmunzeln ist gestattet.

Mit 111 Minuten liefert die Ausgabe die Originallänge und das Original-Format von 2,35:1. Manche Bilder der Boulder- und Sawtooth-Mountains sind von beeindruckender Farbenpracht - zum Beispiel, wenn der Priester (Clint Eastwood, 55) auf Megans Gebet hin erstmals ins Geschehen reitet. Aber viele Aufnahmen wirken auch ausgesprochen düster oder fahl, wie der lange Ritt der Reiter zu Beginn des Films, bei dem auch Unschärfe, Rauschen, Konturen, unruhige Kamera und digitale Artefakte in gemeinsamer Anstrengung für ein enttäuschendes Bild sorgen. In solchen Partien wirkt der Film bildtechnisch gesehen überhaupt nicht überzeugend - und enttäuschend unter dem Niveau, das Ford z.B. in dem zwei Jahrzehnt vorher entstandenen "Cheyenne" vorzeigt. Andere Einstellungen hingegen begeistern geradezu mit ihren Farben wie die Szene des Goldfunds (1:05).

Im amerikanischen Originalton kommen die modern-anspruchsvolle Musik von Lennie Niehaus ebenso wie Geräuscheffekte und Dialoge transparent, räumlich und dynamisch. Die deutschen Untertitel - in ihrer monströsen Größe vermutlich für den Filmgenuss auf Smartphones gedacht - wurden leider der deftigen Deutlichkeit des Originals beraubt. Leider liegt in Deutsch nur eine Monospur vor, was aber der Verständlichkeit der Dialoge keinen Abbruch tut.

Die Sammel-Ausgabe, Bestandteil der aus 15 ausgesuchten Filmen bestehenden Reihe "Süddeutsche Zeitung Cinemathek Western", kommt in einem 4-teiligen Faltkarton, der gleichzeitig zur Dokumentation des Films dient.

Für Westernfreunde, die einen vielschichtigen Hintergrund und den vorzüglichen Originalton schätzen, ist der Film durchaus zu empfehlen.

film-jury 4* A0775 30.10.2011 Rezensionsexemplar Genre: Action | Western
0Kommentar|20 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. März 2014
Ein genialer Spätwestern von Eastwood. Den man gesehen haben muss.

Bild in 16:9 \ 2,40:1 aber leider sind die Szenen im dunkeln sehr schlecht zu erkennen kein Unterschied zur normalen DVD.
Ton in DD 1.0 (Deutsch)

Laufzeit ohne Abspann 1.52.51.min. und mit Abspann 1.55.56.min. FSK 16

Bonus: Trailer
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Juni 2015
Der Film ist gut. Solides Filmhandwerk, sowohl optisch wie auch vom Plot her.
Clint Eastwood versucht hier, den von ihm seit den Sechzigern immer wieder verkörperten Westernhelden, weiter zu entwickeln, ihm mehr Tiefe zu verleihen. Das gelingt nur ansatzweise.
Sehr gelungen an dem Film ist die Idee, die Handlung in die frostigen Berge zu verlegen. Großartig ist auch die Idee der ganzen Angelegenheit einen mystischen, biblischen Bezug zu geben. Und den "Fremden ohne Namen" in einen Prediger zu verwandeln, ist ebenalls nicht schlecht. Seinen ganz besonderen Reiz bezieht der Film aus der peter-handtke-artigen Haltung, dass nur beschrieben wird, nicht erklärt. Man kann nur erahnen, was mit dem Fremden passiert ist, was er vorher war und wie er zu dem wurde, was er im Film ist. Das ist ziemlich spannend. Und die zahlreichen Anleihen bei seinen früheren Italo-Western, die Eastwood hier neu kontextualisiert sind ebenfalls wunderbar.
Ein Schwachpunkt ist allerdings, dass der Fremde zu viel redet und dabei ziemlich viel politisch Korrektes von sich gibt, was zu seiner sonstigen Erbarmungslosigkeit nicht so recht passen will. In diesen Szenen kommt Eastwood immer ein wenig wie ein verständnissvoller Religionslehrer daher.
Weiterer Schwachpunkt ist die überaus konventionelle Achtziger-Jahre-Action-Filmmusik. Gerade beim Finale fehlt einem die geniale Musik der Italo-Western-Filme. Das ist schade, denn die Bilder sind großartig.
Und ein letztes Manko: Die Nebendarsteller wirken alle, als wären sie aus irgendwelchen Western-Serien ausgeliehen worden. Keiner agiert besonders überzeugend oder markant. Vor allem der böse Marshall sieht aus wie ein Lee-van-Cleef-Double. Das schwächt den Film zusätzlich.
Also: Kein Meisterwerk. Aber okay. Bei "Erbarmungslos" hat Eastwood sein Vorhaben dem "Fremden ohne Namen" mehr Tiefe zu geben meisterhaft umgesetzt: Männerfreundschaft, statt Frauen, ordentliche Filmmusik, tolle Nebendarstellter.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Mai 2013
Dieser Western ist aus dem Jahr 1985 und wurde von Clint Eastwood,der hier auch die Hauptrolle spielt,inszeniert.
Die Handlung:Eine kleine Gruppe von traditionell arbeitenden Goldschürfern,die in einem kleinen Tal in Kalifornien ihrer Arbeit
nachgehen,werden von Handlangern des Minenbesitzers Coy LaHood(Richard Dysart) überfallen,um überzeugt zu werden,das Tal zu verlassen.
LaHood dem die ganze Gegend gehört und nach dem das nahe gelegene Städtchen benannt ist,möchte auch diesen kleinen Canyon übernehmen,um
das ganze Gebiet mit industriellen Methoden abzugraben. Megan(Sydney Penny) einem der Arbeiter, verliert bei dem Überfall ihren Hund.Als
sie ihn begräbt, schickt sie ein Stoßgebet zum Himmel, dass ein Wunder geschehen möge.Das Wunder erscheint in Form eines namenlosen
Fremden(Clint Eastwood) der auf einem fahlen Pferd sitzt.
Ein weiteres Mal erscheint Clint Eastwood in diesem Film als namenloser Fremder als Retter in der Not.Er trägt einen Priesterkragen
und wird der Prediger genannt,findet aber Geschmack an Whiskey und einer Witwe und hat Schusswunden,die ihn eigentlich hätten töten
müssen.
Für Bondfans ist interessant,dass Richard Kiel(Beißer) einen Auftritt hat,dessen Charakter hier noch eine kleine Überraschung bietet.
Es gibt auch eine angenehme Menge Humor.
Die Inszenierung von Eastwood ist geradlinig und fängt die Landschaft gut ein.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 19. Juli 2014
Coy Lahood beherrscht mit seiner Minengesellschaft fast ein ganzes Territorium in Kalifornien.
Fast....den eine kleine Gruppe Goldschürfer weigert sich ihre Claims an ihn zu verkaufen.
Dafür drangsaliert sie Lahood nach belieben.
Mal werden Mitglieder des Camps in der Stadt attackiert, mal wird direkt das ganze Camp angegriffen.
Als eines Tages Hull Barret, einer der Schürfer, in der Stadt zusammengeschlagen wird erhält er Hilfe von einem mysteriösen Fremden der die Lahood-Schergen ordentlich vermöbelt.
Zusammen mit Barret macht sich dieser auf in das Camp wo sich herausstellt das er in Wirklichkeit ein Prediger ist und so wird er fortan auch genannt.
Nach einigen Zwischenfällen, in denen er Lahood's Leuten einheizt, schöpfen die Campbewohner wieder Mut und weigern sich weiterhin die Claims zu räumen.
Nun sieht sich Lahood gezwungen einen "Marshal" anzuheuern, der aber nicht wirklich auf der Seite des Gesetzes steht, um die Situation blutig zu klären.
Was Lahood nicht ahnt: Der Prediger und der Marshal kennen sich und haben noch eine Rechnung zu begleichen....

Pale Rider aus dem Jahr 1985 von Clint Eastwood inszeniert ist ein typischer Spätwestern nach Italo-Art.
Düster im Grundton, moralisch Fragwürdig, mit einigen Gewaltspitzen und etwas melancholisch.
Obwohl das mit der Gewalt nur rar gesät ist, im Gegensatz zu z.b. High Plains Drifter - Ein Fremder ohne Namen, verfehlen die Headshots und Shotouts ihre Wirkung nicht.
Es fängt mit einer ordentlichen Klopperei an und steigert sich dann sukzessive hin zum furiosen Showdown.
Ganz nach Art des Hauses Eastwood.
Für mich einer der besten Spätwestern überhaupt.
Stimmige Dialoge, eine spannende Story, massig Atmosphäre und schöne Settings runden das ganze ab.
Mit dabei sind neben Clint Eastwood u.a.: Richard Dysart, Chris Penn, Michael Moriarty, Sydney Penny, Richard Kiel und Billy Drago.
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Februar 2016
Warum muss Clint seinen Kautabak ständig auf den Hund rotzen? Ekelhaft!
Deshalb nur 2 Sterne, obwohl der Film mehr verdient hätte.
11 Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 6. August 2009
Hart geht es zu in einer Stadt Namens LaHood - und Filmklassikkenner horchen sowieso auf, wenn eine Stadt nach einem Tycoon benannt ist, denn das ging schon in Iverstown (Die seltsame Liebe der Martha Ivers), Pottersville (Ist das Leben nicht schön?) und Hadley (In den Wind geschrieben) nicht gut. Gleich zu Beginn erweist sich, dass Regisseur und Hauptdarsteller Clint Eastwood der große Meister der Parallelmontage werden wird - er hat das seither noch perfektioniert, aber schildert schon in diesem, 1985 entstandenen Film eindrücklich, wie ein kleiner Trupp Goldgräber ihr karges Dasein fristet, während eine wilde Reiter-GmbH sich nähert. Immer wieder wird hin- und hergeschnitten, die (offensichtlich bösen) Reiter wechseln von leisem Hufgetrappel aus der Ferne zu bedrohlicher Nähe, und natürlich machen sie bald darauf alles platt. Doch der selbstverständlich von Eastwood gespielte "namenlose Reiter" wird den Goldgräbern beistehen...

Das klingt wie eine Mischung aus den dreckigen Italowesternwelten, in denen Clint Eastwood groß geworden ist, und dem US-Klassiker "Mein großer Freund Shane", und irgendwie stimmt es auch. Wobei Eastwood sich bis hin zu Einzelszenen sehr deutlich an dem Shane-Film orientiert. Und ihm gelingt das Meisterstück, das Gute von "Shane" zu übernehmen, ohne es allzu sehr abzukupfern, und die Schwächen des Vorbildes durch interessante und beunruhigende Variationen des Shane-Mythos auszubügeln. Dieser namenlose Fremde ist ein dunkler Bruder des allzu grundguten Shane. Während Shane sogar schon mal von einem Filmbuchautor als Christus bezeichnet wurde, kommt Eastwood geradewegs aus der Hölle (der Originaltitel "Pale Rider" spielt auf eine Figur der biblischen Apokalypse an). Während Shane über jeden Zweifel erhaben ist, fängt Eastwood durchaus was mit der Verlobten des Goldgräbers an, bei dem er sich einquartiert. Während bei Shane trotz Andeutungen einer dunklen Vergangenheit die Gut-Böse-Gegensätze allzu klar gezeichnet sind, ist die Welt des Clint Eastwood ein wilder, verstörender Mix. Der "höllische" Reiter gibt sich als Prediger aus, kann aber auch mit Baseballschläger und Revolver umgehen und ist eigentlich ein (Un-)Toter. Die Bösen stehen offiziell auf der Seite des Gesetzes, sind aber bezahlte Killer mit langen, weiten Mänteln, als seien sie stilistisch mal eben aus der Sierra (Sergio) Leone nach Amiland herüberspaziert. Der Schläger der Bösen, der sich bei "Shane" wie im Eastwoodfilm zum Guten wandelt, tut das hier wesentlich trockener und dialogärmer (und ist angenehm schräg mit dem hünenhaften Richard Kiel besetzt - für alle Bondfans, die schon immer mal wissen wollten, ob der je was anderes als den "Beißer" gespielt hat - voilà).

Mal abgesehen davon, dass dieses Unterwelt-Update eines Westernmythos schon für sich genommen ungemein interessant ist und der charismatische Eastwood sowas auch spielen kann, ist zu bemerken, dass der Film von Bruce Surtees wunderschön fotografiert ist, was aus meiner Sicht Hand in Hand geht mit einem Öko-Nebenelement. Cole/Williams nennen Eastwood in ihrer Biographie insoweit einen "Grünen ohne Namen". Und das stimmt! Bereits 1985, lange vor dem bekannteren "Erbarmungslos", zeigt Clint den Abgesang auf den vermeintlich guten alten Westen. Das Land ist weit, grün und wunderschön, aber die Tycoone unter der Führung von LaHood (siehe oben, dem Namensgeber der Stadt), die die kleinen Goldgräber vertreiben wollen, treiben deutlich Raubbau an der Natur. Das zeigt der Film auch optisch. Wenn sie mit gigantischen Hochdruckspritzen die Täler durchspülen, um Gold abzubauen, wird alles monochrom, die Wasserstrahlen und Maschinen sehen bedrohlich aus und alles versinkt in einheitsbraunem Schlamm. Flüsse, Bäume, Wiesen, oder abstrakter: Farbenvielfalt - dies bleibt intakt und ist zu sehen, wenn die "kleinen Leute" mit den guten alten Pfannen und Sieben an die Arbeit gehen. Dass einige Filmszenen leicht unterbelichtet sind, verschafft dem ganzen immer noch zusätzlich einen wehmütigen Charakter. Das weite, grüne, schöne Land, es ist zwar da, doch es ist bedroht. Der Fremde übrigens kommt mit seinem biblisch "fahlen Pferd" aus einer ebenso fahlen Schneelandschaft, einem Zwischenreich, von dem man erst nicht weiß, ob es schon der Himmel oder die Hölle ist. Jedenfalls nicht von dieser Welt. Man sieht, hier passt alles, der Eastwood hat das sehr poetisch, aber auch nachdenklich gestaltet.

Er glaubt - dies empfinde ich bei vielen seiner Filme - zwar immer an das schöne, gute Amerika, er scheint sein Land zu lieben.

Aber die Liebe hat ihn nicht blind gemacht.

Daher fünf Sterne - trotz fehlender Extras, aber bei insbesondere guter Bildqualität.
0Kommentar|15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Dezember 2014
Kalifornien, irgendwann während des Goldrausches. Eine Gruppe von Gold schürfenden Siedlern wird von Männern des Großgrundbesitzers LaHood überfallen. Er will sie gewaltsam vertreiben lassen, um in dem Tal selbst industriell mit Wasserkraft Gold zu erwirtschaften. Die Siedler beklagen wieder einmal Verluste, wollen sich aber dennoch nicht fort jagen lassen. Einer von ihnen, Hull Barret (Michael Moriarty) kümmert sich um die alleinstehende Sarah Wheeler und ihre Tochter Megan, deren Hund dem Angriff der Meute zum Opfer fiel. An dessen Grab betet sie zu Gott, er möge Hilfe schicken. Kurz darauf erreicht ein Mann (Clint Eastwood) das Dorf, der der sich wundernden Gemeinschaft scheinbar uneigennützig zu Hilfe kommt. Sie wundern sich noch mehr, als sich der Mann als Prediger entpuppt. LaHood heuert bald darauf eine Gruppe von gedungenen Mördern an, um den Prediger und die Siedler ein für allemal zu besiegen. Deren Anführer Stockburn (John Russell) scheint den Mann Gottes zu kennen und auch dieser hat offenbar eine alte Rechnung zu begleichen.

In der Niemandszeit des Genres, Mitte der Neunzehnhundertachtziger Jahre, konnte wohl nur einer wie Clint Eastwood noch ungestraft einen Western inszenieren. Er hatte sich neun Jahre zuvor erfolgreich mit THE OUTLAW JOSEY WALES eigentlich schon beinahe endgültig von seinem Image des Fremden ohne Namen gelöst. Hier kehrt er noch einmal dahin zurück. Aber nur scheinbar. Arbeitete der Fremde, zunächst unter Sergio Leone, später in Eigenregie, ausschließlich auf eigene Rechnung, stellt er sich hier in den Dienst der (Siedler-)Gemeinschaft, seine Altlast wird nur noch angedeutet. Vielmehr liefert Eastwood ein nur wenig verkapptes, manchmal sogar szenengetreues Remake des Über-Western SHANE (George Stevens, 1953), verändert jedoch den wichtigen Grundtenor der Figur des selbstlosen Helfers. Denn während der vom Engelsgleichen Alan Ladd ikonisch verkörperte Shane vom Himmel herab gestiegen zu sein schien um den armen unterdrückten Siedlern zur Seite zu stehen, kommt der Prediger offenbar direkt aus der Hölle um die Schurken in selbige zu befördern.

Das ändert natürlich vieles, etwas Gothic-Feeling kommt in einigen Szenen schon auf, bedient sich Eastwood hier einmal mehr nach HIGH PLAINS DRIFTER mystischer Lesart. Sicherlich bleibt PALE RIDER damit eine Ausnahmestellung, nicht nur die seiner Entstehungszeit, erhalten. Leider muss man ehrlicherweise auch sagen, das Eastwood mit seiner Version der Geschichte zwar im eigenen Kanon funktionieren kann, am Vorbild gemessen jedoch scheitert. Zu wenig geht sein Film in die Tiefe, gerade was die Haupthandlung um Hull Barret und die seinen angeht. Hier wäre deutlich mehr drin gewesen, doch der Regisseur Eastwood begnügt sich mit Stereotypen. Etwas das ihm mit seinem letzten Western UNFORGIVEN nicht noch einmal passieren sollte.

Fazit: Clint Eastwood gibt noch ein letztes Mal den Fremden aus dem Nirgendwo, diesmal jedoch als rettenden Gottesmann der wenig pazifistischen Art.
44 Kommentare|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 18. Dezember 2007
"Pale Rider" entstand vor dem oscarprämierten "Erbarmungslos", sorgte aber damals mit dem fast zeitgleich erschienenen "Silverado" für eine gewisse Neubelebung des Westerns, der seit Jahrzehnten immer wieder totgesagt wird...und trotzdem immer wieder alle paar Jahre durch einige exzellente Werke doch für kurze Momente zumindest auflebt. Zur Zeit mit sogar 4 aussergewöhnlich guten Filmen wie dem Yuma-Remake, dem Jesse James Film oder den beiden unterschätzten Filmen "Seraphim Falls" und "Three Burials".
Nun gut, in einer Zeit des Actionfilms, wo es alle paar Sekunden krachen und knallen muss, wirkt so ein später Spätwestern in seiner ruhigen Erzählweise halt manchmal wie ein Relikt aus der Vergangenheit und hat es an der Kinokasse auch dementsprechend schwer.
Dabei sind Filme wie "Pale Rider" doch geradezu wie geschaffen für die grosse Leinwand. Diese grandiosen Landschaftsaufnahmen eines neuen, noch ungezähmten grossen Landes, das in dieser kargen, noch gesetzlosen Zeit durch viele Neubürger besiedelt wird, urbar gemacht wird und wo sich der Übergang zwischen Wildnis und dem Entstehen einer Nation gerade erst andeutet.
So grandios, wie die Bilder sind, so minimalistisch und genial ist die Handlung des Films. Der Kampf einer Gruppe von armen Goldschürfern gegen die Übermacht des bereits etablierten Minenbesitzers.
Ein aussichtsloser Kampf bis Eastwood in der Gestalt dieses Pale Riders auftaucht. Eine völlig ambivalente Figur, die sowohl Prediger als auch Revolverheld ist.
Dieser Racheengel, eine Mischung aus "Shane" und "Mundharmonika", der sich dann im Showdown einer Übermacht aus 7 bezahlten Killern in bester High Noon Manier stellt, die der Minenbesitzer angeheuert hat, reitet am Ende seiner Mission wortlos aus der entstehenden Zivilisation zurück in die Natur.
Für mich ist "Pale Rider" einer der 10 besten Western überhaupt, er bringt das grosse Thema des Western exakt auf den Punkt...
0Kommentar|14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Mai 2013
Ein erstklassiger Western mit Clint Eastwood als Meisterschütze der armen Goldgräbern hilft sich gegen Skrupellose Gauner zu verteidigen. Für alle Westernfans ein klare Kaufempfehlung.
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

10,98 €