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am 22. Juli 2010
Als ich die D700 vor etwas mehr als einem Jahr kaufte, war ich hin- und hergerissen zwischen der Nikon und der Canon 5D Mark II. Beides sind Vollformatkameras, und die Canon liefert sogar 21 Megapixel (wer sich davon beeindrucken lässt). Insgesamt wäre die Canon sogar etwas günstiger gewesen, wenn man die Objektive mit einrechnet. Dennoch habe ich mich für die Nikon D700 entschieden, und das aus folgenden Gründen:

* Guter und schneller Autofokus auch bei schlechtem Licht
* Auto-ISO funktioniert so, wie es sein soll (man stellt die längste Verschlusszeit und den maximalen ISO-Wert ein)
* Qualität bei hohem ISO-Wert - man muss es einfach gesehen haben, die D700 ist einfach Spitze in der Hinsicht (heute nur durch die D3s übertroffen)
* Eingebauter Blitz - nein, das ist kein Witz. Ich kann den eingebauten Blitz als Auslöser für einen externen Blitz nehmen - funktioniert absolut spitze.
* Schnelle Verschlussfolge - 5 Bilder die Sekunde (manchmal braucht mans eben)
* Ergonomie - alle wichtigen Sachen sind direkt und bequem erreichbar. Die Kamera liegt perfekt in meiner Hand (individuell - sollte jeder selbst probieren)
* Individuelle Einstellmöglichkeiten - habe beispielsweise Spot Metering UND Bracketing auf den FN-Knopf gelegt, wenn ich den jetzt drücke, habe ich sofort Spot Metering, wenn ich an den vorderen bzw. hinteren Einstellrädchen drehe, kann ich blitzschnell alle Bracketing-Einstellungen vornehmen bzw. aktivieren.
* Robuste Konstruktion
* Vorhandene Investition in Objektiven - dies war das letzte Kriterium, da ich die Objektive auch verkaufen konnte.

All die oben genannten Punkte haben sich in der Praxis bestätigt. Manche wurden bei weitem übertroffen, z.B. die Aufnahmequalität bei hohem ISO-Wert. Viele schauen auf das Rauschen, aber das ist noch das geringste Problem. Die D700 schafft es, auch bei ISO 3200 hoch auflösende Bilder (= geringe Rauschunterdrückung = hohe Schärfe) zu produzieren, und dabei auch noch tolle Farben abzuliefern. Hinweis: bei ISO-Vergleichen keinesfalls Herstellerangaben heranziehen - hier scheint leider in letzter Zeit immer mehr geschummelt zu werden. Auch viele Webseiten und Fotozeitschriften beachten dies zu wenig. Um es kurz zu machen - ISO 6400 bei Nikon sind nicht ISO 6400 bei Canon oder einem anderen Hersteller. Wer vergleichen will, sollte alle Kameras auf M stellen und dann das gleiche Motiv mit jeweils denselben Belichtungs- und ISO-Einstellungen ablichten. Manche Kameras werden da ganz schön dunkle Bilder produzieren, mal ganz von den anderen Qualitäten abgesehen.
Zurück zur Praxis. Vor kurzem habe ich meine Tochter bei einer Aufführung fotografiert (Ballett und Jazzdance). Es waren mehrere Gruppen und jedes Stück wurde mit anderen Kostümen und anderer Bühnenbeleuchtung aufgeführt. Blitzen war natürlich untersagt und um eine einigermassen vernünftige Schärfentiefe zu bekommen, musste ich eine kleinere Blende nehmen. Wegen der schnellen Bewegungen brauchte ich eine kurze Verschlusszeit. Also Kamera auf M und Auto-ISO, hier und da Belichtungskorrektur - mehr als 90% der Bilder waren technisch gut (Belichtung, Fokus, Schärfe, Schärfentiefe, usw.), und das mit einem 80-200/2.8 Objektiv (ich war relativ weit weg von der Bühne), das designmässig schon etwas betagt ist und keinen internen Motor noch VR bietet. Ich war beim Durchsehen der ca. 500 Bilder völlig vom Sockel gerissen, da ich schon viel erwartet habe, aber keine so hohe Ausbeute.

Die Kamera sollte mit guten Objektiven gepart werden. Aber, wer die Musse hat, sollte mal ein paar alte manuell fokusierende Nikkor-Objektive "ausgraben". Vor Jahren hatte ich das 50/f1.4 AI-S aus 2er Hand ersteigert, aber mit meiner D700 gleich ein neues 50/f1.4 AF-D dazugekauft. Heute verwende ich lieber das alte AI-S, das übrigens von der D700 voll unterstützt wird (also nicht nur M, sondern auch A und P) - Schärfe, Mikrokontrast und Bokeh sind einfach hervorragend. Wobei ich gleich beim Punkt angekommen wäre: die D700 produziert enorm viel Detail (mit den richtigen Optiken), weit mehr als man von einer "schnöden" 12 Megapixel Kamera erwarten sollte.

Ein weiteres Lob an die D700 geht für den Tonwertumfang (besonders auch bei höheren ISO-Werten, da wo andere einfach nicht mehr mithalten) sowie die Dynamik. Highlights kann ich noch bis +1EV, teilweise sogar bis +1,5EV retten (mit Capture NX2), umgekehrt kann man aus den Schatten noch sehr viele Details herausholen.

Für mich als Brillenträger ist der grosse, helle Sucher ein enormes Plus. Hier bin ich jetzt so verwöhnt, dass ein Downgrade (z.B. eine kleine DSLR für Unterwegs, die meist auch einen kleinen Sucher mitbringt) einfach nicht mehr in Frage kommt. Da schlepp ich lieber die D700 (ja, sie ist schwer). Weiteres Plus: ich kann den Sucher zumachen, wenn ich mit dem Stativ arbeite (dann kommt kein Streulicht durch den Sucher).

Das Fokustracking habe ich schon in verschiedenen Situationen testen können, auch mit dynamischem Autofokus usw.. Besonders dynamisches Fokustracking bedarf einiger Erläuterungen, um die verschiedenen Optionen zu verstehen und auch richtig einzusetzen, aber das Resultat lohnt sich. Hier ist auch einer der wenigen Schwachpunkte der D700: die 51 Fokussensoren sind nicht über den ganzen Bildbereich verteilt, sondern nur im DX (im Englischen "Crop Mode") Bereich. D.h. die Aussenseiten werden von den Sensoren nicht erfasst, was manchmal bedeuten kann, dass man den Fokus auf ein Objekt verliert.

Weiterer Mangel: das Speicherkartenfach geht zu leicht auf. Wurde auch von anderen bereits bemerkt. Der Multifunktionsselektor (Wippknopf oder wie man das nennt) ist auch nicht so präzise, wurde auch schon erwähnt. Schade auch, dass keine 2. Speicherkarte unterstützt wird (da muss man halt die D3 kaufen).

Mein Fazit nach 14 Monaten Nikon D700: Eine sensationell gute Allround-Kamera, die weit mehr liefert, als das Datenblatt hergibt. Am besten selber ausprobieren.

Nachwort (29.10.2010): Verwende in letzter Zeit oft das AF-S 16-35/F4 - ist ein Spitzen-Objektiv. Das 180mm/F2.8 AF-D gehört auch zu den bevorzugten Objektiven, weil es neben seiner optischen Qualitäten auch lichtstark und dennoch kompakt ist und daher einen festen Platz in meiner Reisetasche hat. Aber mein Lieblingsobjektiv ist das bereits erwähnte 50mm F1.4 AI-S. Habe kürzlich damit die Golden Gate Brücke fotografiert und bin begeistert. Wenn man Zeit und Muse für manuellen Fokus hat, sollte man sich dieses kleine Juwel genauer ansehen.

Nachtrag (12.9.2013): Benutze die D700 seit mehr als 4 Jahren, in den letzten beiden Jahren sehr häufig für Exkursionen für Landschaftsbilder bzw. Architektur usw.. Zwei meiner Studienkollegen sind Profifotografen und verwenden die 5D Mk II bzw. jetzt auch die Mk III. Was soll ich sagen - beide Kameras sind toll, letztlich ist es der Fotograf, der den grössten Unterschied ausmacht. Auffällig ist aber das geringere Gewicht der Canons, was bei den Exkursionen mit z.T. stundenlangen Fussmärschen ein merkbarer Vorteil für Canon ist.
Manchmal habe ich Probleme mit dem Farbabgleich - in der Regel ist die automatische WB recht gut, aber manchmal erfordert sie Nachjustierung. Ich schiesse dabei nur RAW.
Zur Zeit verwende ich Lightroom, damit lässt sich meines Erachtens nach schneller und flüssiger arbeiten. Auch das Tagging geht schneller.
Das meistverwendete Objektiv ist mein 16-35mm f4, danach kommt das 70-200/2.8 VR I. Letzteres hat zwar viel Vignetting, das lässt sich aber über Lightroom beheben. Leider kommt das 50mm 1.4 AI-S recht wenig zum Einsatz, ebenso das 180/2.8, obwohl ich beide nach wie vor liebe - es ist halt zu wenig Zeit da zum Objektivwechsel, und für eine zweite Kamera reicht momentan das Geld nicht.
Die automatische Sensorreinigung ist nicht viel Wert, man muss schon mit Sensor-Wipes rangehen, um den Dreck/Staub rauszubekommen. Da ich in letzter Zeit viel in der Wüste bzw. staubiger Umgebung unterwegs bin, sammelt sich da auch schnell der Dreck an.

Zur Verarbeitungsqualität: Bisher hat die Kamera noch keinen Nikon-Service gesehen. Einzig zu bemängeln ist, dass die Gummierung anfängt, sich zu lösen. Ich musste schon das eine Teil mit Sekundenkleber wieder ankleben. Ansonsten funktionieren Kamera und Objektive alle noch einwandfrei.

Insgesamt bin ich mit dem Kauf der D700 sehr zufrieden.
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am 22. Januar 2015
So, nun habe ich sie... mein Upgrade zur Nikon D300. Das Warten auf eine D400 hat für mich endlich ein Ende. Zur technischen Seite der D700 muss ich nichts mehr schreiben., dafür gibt es genügend Berichte im Internet. Was manch einen vielleicht interessiert, ist der Umstieg von einer "alten" Kamera (D300) auf eine "alte" Kamera (D700) und der damit verbundene Unterschied.

Warum also der Umstieg? Mit meiner D300 ist nichts kaputt. Es ist immer noch eine hervorragende Kamera, die ich sehr liebe. Aber ich spiele gerne mehr mit der Schärfentiefe und wünschte mir öfters ein bisschen mehr ISO. Dies habe ich mit der D700 erhalten. Dazu noch den wirklich großen Sucher und einen umfangreicheren INFO-Button. Meine Gewichtung lag auf der Rauscharmut bei höheren ISO-Werten.

Warum keine modernere Kamera, wie D7100, D610 oder gar D750? Nun, wer einmal mit einer D300 gearbeitet hat, tut sich schwer mit den neuen Gehäusen. Sie sind wirklich nicht schlecht, aber mir persönlich haben sie einfach nicht gefallen. Ich hatte mir mal für eine gewisse Zeit eine D7000 ausgeliehen und wurde damit überhaupt nicht warm. Die D700 ist von den Knöpfen so ausgelegt wie die D300 und liegt noch satter in der Hand. Das aktuelle Gejammere wegen dem Gewicht von DSLRs kann ich nicht so richtig nachvollziehen. Auch will ich meine Männlichkeit nicht mit einer Kamera hervorheben, sondern nur fotografieren. Und das geht mit der D700 noch immer gut. Nunja, und natürlich besteht immer noch ein preislicher Unterschied zu einer neueren Kamera.

12 MP, reicht das denn noch? Natürlich reicht mir das, wieso auch nicht. Hat doch vor 4 Jahren auch schon genügt und da wurden schon Poster gefertigt und großformatige Abzüge gemacht. 12 MP sind für meinen Arbeitsablauf und meine Geräte genau richtig. Die Aufnahmen sind klasse und die Qualität für Abzüge und Internet mehr als ausreichend. Ich fotografiere viel für das Web und für Freunde und Verwandte lasse ich gerne großformatige Abzüge anfertigen. Partybilder oder ähnliches fotografiere ich als Jpeg mit noch viel geringerer Auflösung.

Hat sich der Umstieg von der D300 gelohnt? Ich habe die Kamera erst eine Woche, aber ja, es hat sich gelohnt. Die Qualität der Bilder ist schon einmalig. Auch im unteren ISO-Bereich. Der große Sucher ist einfach toll. Alles in allem liegt sie noch besser in meiner Hand finde ich und da ich von der D300 komme, finde ich alle Knöpfe und Funktionen ohne Probleme.

Nachteile? In Berichten liest man oft, dass der Sucher nur 95% des Bildes wiedergibt. Das ist wieder mal so eine Zahl, die mir persönlich gar nichts sagt. Wenn ich fotografiere, weiß ich doch am nächsten Tag sowieso nicht mehr, was ich im Sucher sah oder eben nicht sah. Sollte etwas ungewolltes auf dem Foto am Rand sein, schneide ich es einfach ab.
Es wird oft die Lautstärke des Auslösers bemängelt. Klar, der hört sich richtig satt an. Aber mal unter uns... ich fotografiere gern seit meiner Kindheit. Ich habe mir noch nie über das Auslösegeräusch Gedanken gemacht. Das mag bei Generation Smartphone anders sein. Bei Hochzeitsfotografen mag es ein wichtiges Kriterium sein. Bei anderen ruhigen Orten, Museen etc... ist es ja meist so, dass ich zum Pressetermin geladen werde. Und da klickt es eh an allen Ecken und Enden.
Das Gewicht... tja, wie schon oben erwähnt spielt dies bei mir keine Rolle. Ich habe mir lange die neuen Spiegellosen angeschaut und ausprobiert... tolle Teile, ohne Frage. Aber ich will eben alles fotografieren können - meinen Hund, Sport, Porträts... eben alles was mir vor die Linse kommt. Und dies alles beherrscht meine D700 eben.

Fazit? Die D700 war und ist immer noch eine Super-Kamera. Man erhält heutzutage damit ein Profigerät zum Bruchteil eines Preises was sie mal neu gekostet hat. Einen günstigeren Einstieg ins FX-Format gibt es nicht. Ich habe die Kamera hier bei AMAZON über den Marketplace gebraucht gekauft und bin sehr zufrieden. Ob man mit 12 MP leben kann, muss jeder für sich entscheiden. Ich bin happy mit meiner Entscheidung.

Und die D300? Tja, ich schätze, dass sie nun erstmal im Schrank bleibt. Als Zweitbody habe ich immer (wirklich immer), meine RICOH GR dabei.

Nachtrag 27. Januar 15:
Ich war nun zwei Tage auf einer Messe mit der Kamera unterwegs. Den seperaten Blitz konnte ich getrost in der Tasche lassen. Alles wurde ohne Blitz fotografiert und die Bilder sind einfach klasse. Selbst im Dauereinsatz lag die Kamera immer gut in der Hand und ich hatte sehr viel Spaß mit ihr beim Fotografieren. Was mich allerdings sehr überraschte sind die Jpegs. Ich fotografie immer RAW+Jpeg Fine. Die Jpegs waren fast alle super und direkt zu verwenden. Bearbeitung der RAWs in Lighroom führten fast zu identischen Ergebnissen. Das war ich von meiner D300 nicht so gewohnt.
Ich werde mir noch für die Kamera eine schöne Handschlaufe zulegen, weil ich sie wirklich gerne in der Hand halte. Dann werde ich mir noch das 70-300er Objektiv von Nikon holen für alle Eventualitäten. Ansonsten fotografiere ich mit dem 50 mm 1,8 G - eine tolle Kombo mit der D700.

Nachtrag 11. März 15:
Ich hatte die Kamera nun sehr oft im Einsatz und bin nach wie vor begeistert. Ich habe nun alle Knöpfe nach meinen Belangen konfiguriert, so dass ich die Kamera quasi blind bedienen kann (was gut ist, wenn man normalerweise eine Lesebrille trägt). Das 70-300 habe ich inzwischen ebenfalls und es ist eine sehr gute Kombination. Am meisten nutze ich jedoch nach wie vor das 50 mm 2,8 von Nikon.
Einen wichtigen Tipp habe ich zum Abschluss: Normalerweise nutze ich Lightroom. Ich habe aber nochmals die Nikon-Software ViewNX2 in Verbindung mit der D700 getestet. Das Resultat - unglaublich. Auf Anhieb eine viel bessere Bildqualität durch die hauseigene RAW-Entwicklung als mit Lightroom (selbst gegenüber den dort hinterlegten Profilen). Ich bin nun wieder auf ViewNX umgestiegen für die Fotos, die ich noch bearbeiten möchte. Für den Rest nutze ich meine Jpegs aus der Kamera.

Nachtrag 12. Januar 2016:
Ich habe mir nun einen USB-Adapter für mein iPhone und mein iPad gegönnt. Kamera angesteckt, Bilder ausgewählt und fertig. So einfach kann das auch gehen - ohne WLAN in Topqualität und kurzer Ladezeit.
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am 16. März 2013
Bin ehrgeiziger Amateur. 2 Jahre Fujifilm s6500fd (Bridge), 2 Jahre Olympus E520 (Four-Thirds DSLR) und seit einem Jahr Nikon D700. Kann die positiven Vorredner zur D700 nur bestätigen. Die Lichtempfindlichkeit ist traumhaft; ich kann alles fotografieren, was ich will, ohne Stativ und ohne Blitz. Der Grund liegt ganz einfach in der Physik: Je weniger Pixel, desto größer das einzelne Pixel und desto besser der Signal-Rausch-Abstand. Beim Studium von Testberichten, welche die Lichtempfindlichkeit bzw. das Rauschverhalten elektronisch exakt gemessen haben, fand ich damals, dass diese Kamera tatsächlich diejenige mit dem geringsten Rauschen ist, weil sie die einzige mit Vollformat-Sensor und "nur" 12 Megapixeln ist. Der Signal-Rausch-Abstand der D700 mit 12 MP war damals genau doppelt so gut bei der besten Canon mit 24 MP, über alle ISO-Zahlen hinweg. Die einstellbare ISO-Zahl ist kein Kriterium, denn sie sagt gar nichts über das Rauschen aus. Mit einem lichtstarken Objektiv (1.8) kann ich mit der D700 auch bei Kerzenlicht noch Bilder aus der Hand machen. Auch bei Dunkelheit, wo das menschliche Auge schon keine Farben mehr wahrnehmen kann, "sieht" die Kamera die Farben immer noch ganz normal (die Bildschärfe ist dann Freihand aber doch grenzwertig). Die D700 ist so gut, dass ich nur in RAW fotografiere und sämtliche Bild-Optimierungs-Funktionen in der Kamera ausgeschaltet habe. Fast immer sind die Bilder so schon optimal. Wenn überhaupt, dann sind nur minimalste Einstellungen bei der RAW-Entwicklung nötig. Auch bei schwierigen Lichtverhältnissen (Sonne und Schatten) kommt die hohe Lichtempfindlichkeit zu Gute. Ich belichte dann um ca. 0.7-1.3 EV unter, sodass die Areale im Sonnenlicht normal erscheinen. Die dunklen Schatten-Partien werden dann bei der RAW Entwicklung gezielt aufgehellt, praktisch ohne Rauschen, sodass erstaunliche Details dabei zu Tage treten. Der Grund dafür liegt in den 14 Bits pro Farbkanal der D700; fast alle Computer-Displays haben aber nur 8 Bit. Die RAW-Entwicklung holt quasi die Bildinformation aus den niederwertigen Bits "nach oben", bei Erhalt der natürlichen Farben (anders als bei HDR, wo die Natürlichkeit der Farben doch sehr leidet).
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am 24. April 2012
Auch im vierten Jahr nach Erscheinen eine traumhafte Kamera. Grandiose Bildqualität, neutrale Farben, Rauscharmut bzw. -freiheit auch bei hohen ISO-Zahlen, sehr ordentliche Eingangsdynamik.
Robustes und spritzwasserfestes Gehäuse: Hat schon Schlauchbootfahrten im Salzwasser und einen Sahara-Ausflug schadlos überstanden. Das Rauschverhalten sucht auch (oder gerade) in Zeiten von 20-36 Megapixel-Boliden immernoch seinesgleichen. Canons 5D MkII kann mithalten, die APSC-Format-Kameras von Nikon jedoch nicht. Selbst bei den hochgelobten (und neueren) D5100 und D7000 konnte ich ein DEUTLICH schlechteres Rauschverhalten mit bloßem Auge feststellen. Schade, dass die Videofunktion erst eine Generation später kam. Aus heutiger Sicht die einzige Schwachstelle. Von mir gibts trotzdem volle Punkte, denn ich bewerte schließlich einen Fotoapparat;-)
Wer die Vorzüge des Kleinbildformates zu schätzen weiß und aufs filmen verzichten kann, wird mit einer tollen Kamera belohnt.
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am 6. Juni 2010
Die Nikon D700 ist eine großartige Kamera. Die Papierform ist bestechend: Dank Vollformatsensor sei sie bei 12 MP unglaublich lichtstark, bis 3200 ISO könnte man sie fast blind verwenden, darüber hinaus müsse man aufpassen. Dann kann man seine alten Objektive wieder wie gewohnt verwenden. Robust sei sie, extrem flexibel und konfigurierbar, also praktisch eine D3 im kleineren Gehäuse....

Sie ist leider auch eine teure Kamera.

Deshalb dauerte der Entscheidungsprozess bei mir fast zwei Jahre, bis ich mich endlich entscheiden konnte, sie zu kaufen. Als D200 Besitzer und Available Light Fan fand ich die Aussagen zur High ISO Performance elektrisierend. Auf der anderen Seite fotografiere ich dann doch nicht so viel mit hohen ISO Werten. Dann hatte ich mir zu allem Überfluss noch die Panasonic GF1 angeschafft, die mich mit Ihrer Kompaktheit und ihrer super Bildqualität beeindruckte.

Anfang des Jahres (Weihnachtsgeld...) schlug ich dann im Impulskauf zu... Anschliessend fragte ich mich, ob das jetzt wirklich notwendig war, nachdem ich ja schon zwei wirklich sehr gute Kameras hatte...

Die Antwort gab der Frühjahrsurlaub, mit 50/1,8, 28-105/3.5-4,5, 70-300 VR und Tokina 12-24 ATX (oh ja, ein DX Objektiv) im Gepäck.

Bei normalen Motive mit normaler Beleuchtung bringt die D700 natürlich keinen wesentlichen Vorteil gegenüber D300, D200 oder D90.

Wo die D700 jedoch brillierte, waren Motive mit sehr hohem Kontrast, wo die Lichter auf den ersten Blick total weg waren, oder andererseits, die Schatten. Die Details die man aus den Lichtern in den RAWs noch herausholen konnte, waren schlicht und ergreifend umwerfend.

Die High Iso Qualitäten in der Nacht waren wie erhofft. Mit dem 50/1,8er war die Kamera souverän im Bereich zwischen ISO 200 und 3200 unterwegs und die Bilder sahen blitzsauber aus. Wenn ich mich da an meine alten Film-Zeiten zurückerinnere, wo ISO 400 Filme schon ziemlich Korn zeigten und Filme ab ISO 800 (Damals DIN 30) Filme echte Spezialitäten waren, dann ist das im wahrsten Sinne ein Unterschied wie Tag und Nacht,

Die eigentliche Offenbarung kam aber mit einem Tagesausflug, bei dem es etwas dunkler war als erwartet, und wo ich noch dazu ziemlich viel im Wald unterwegs war. Ich hatte während der Aufnahmen nur auf Blende und Verschlusszeit geachtet und sah alles im grünen Bereich. Abends erst stellte ich fest, das es tatsächlich so schummrig war, dass die Kamera die Empfindlichkeit über Auto ISO teilweise auf ISO 5000 hochgezogen hatte. Und den Aufnahmen sah man das wirklich nicht an. Scharf, klar, kein Rauschen, dass einem ins Auge fallen würde. Was ich hierbei mit dem Holzhammer lernte, war das diese Kamera einem Aufnahmen in Situationen ermöglicht, die vorher schlicht und ergreifend unmöglich waren.

Eine weitere Erfahrung war, dass nicht nur die neuen, sondern auch die "alten" Objektive aus den 80er und 90er in der Tat einwandfrei funktionieren. Das 28-105/3,5-4,5: Scharf, kontrastreich und gut zu handhaben. Das 70-300 VR (dies natürlich ein neues Design) : Wie zu erwarten sehr gut.
Das Tokina 12-24 (für DX) war ein Experiment auf Basis einiger Statements in Foren. Es kann in der Tat im Bereich zwischen 20 und 24 mm ohne Vignettierung am FX Format genutzt werden, und die Bildqualität ist dafür dass das Objektiv nur DX scharfzeichnen soll, auch an den Rändern okay. Nicht Brillant, aber okay.

Das 50/1,8er hat meine Liebe zu den Festbrennweiten wieder entflammt. Mit ihm ist die D700 recht kompakt und "leicht" (dazu gleich mehr), und gut zu handhaben. Im Vergleich zum 50er wird einem auch schmerzhaft bewusst, wie schwer man so an seinem typischen Fuhrpark aus Zooms (Weitwinkel, Normal, Tele) zu tragen hat. Deshalb war eine meiner Entscheidungen nach dem Urlaub, mir ein 24/2,8er zuzulegen und dieses in der Kombo mit dem 50er und dem 70-300er zu verwenden. Vielleicht kehre ich irgendwann zum Klassischen Trio aus Weitwinkel, Normal und Tele Festbrennweite zurück. Die D700 legt das nahe.

Das Handling der D700 ist gut. Persönlich finde ich die Möglichkeit, einen künstlichen Horizont im Sucher anzeigen zu lassen, sehr praktisch, da ich Kameras auf Teufel komm raus nicht gerade halten kann.
Die Anpassbarkeit an eigene Vorlieben ist ausgezeichnet. Man kann wirklich alles und jedes irgendwie konfigurieren.
Das Gewicht der Kamera in Verbindung mit den Proportionen ist aus meiner Sicht jedoch zu hoch. Während die D200 in dem Bereich perfekt ist (liegt genau richtig in der Hand, fühlt sich gewichtsmäßig genau richtig an), ist die D700 einen kleinen Tick zu schwer und ist durch ihre etwas weniger ausmodellierte Form nicht ganz so gut zu halten. Klingt harmlos, ist im täglichen Leben aber doch störend.

Trotzdem habe ich meine D700 liebgewonnen. Sie ist robust, die Bildqualität ist auch in Extremsituationen wirklich gut. 12 MP ist aus meiner Sicht der "Sweet Spot" bezüglich der Kameraauflösung: Ich habe Aufnahmen meiner alten D200 auf 50*70 ausbelichten lassen, und schon diese sehen fantastisch aus. Ob einen 18 oder 24 MP als Hobbyfotograf wirklch weiterbringen, muss jeder für sich entscheiden. Für mich sind 12 MP genau richtig.

Zusammengefasst ist die Nikon D700 eine wirklich tolle Kamera aufgrund ihrer High ISO Fähigkeiten und der Möglichkeit viele "unrettbare" Aufnahmen doch noch zu retten. Sie ist aber auch sehr teuer. Deshalb würde ich jedem Interessenten raten, die bisherigen Aufnahmen und die Motive, die er photographieren will, dahingehend zu analysieren, ob es die D700 dafür wirklich braucht, oder ob die D300s oder D90 (das wäre meine Wahl im DX Bereich gewesen) zur Erreichung der Ziele auch ausreicht.
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am 24. Januar 2013
Um es vorneweg zu sagen: Ob 12MP heute ausreichen, darüber kann man sich sehr wohl streiten. Ich habe mich allerdings bewusst gegen hohe Auflösung entschieden, um von der extremen Rauschärme des Sensors zu profitieren. Ich muss mich immer und überall darauf verlassen können, auch bei schlechtem Licht ein passables Bild liefern zu können, und die Geschwindigkeit mit der die D700 die Daten verarbeitet tut beim professionellen Einsatz ihr Übriges.
Natürlich sind die D3, D3s oder D4 besser, aber die sind dafür auch neuer und v.a. wesentlich teurer. Es ist aber noch zu sagen, dass Nikon in die D3 und in die D700 den gleichen Sensor baut, nur die Mechanik des Verschlusses und die Software sind etwas anders, sodass die D3 noch 1fps mehr schafft.
Ich bin sehr zufrieden mit der D700, sie ist perfekt (mit dem MB-D10 Handgriff und dem EN-EL4a) für fast alles geeignet, sei es Sport-, People- oder Landsschaftsfotografie. Es kommt hier vielmehr auf die verwendeten Optik und auf die Fähigkeit des Fotografen an, ob mit dieser ehemaligen "Einsteiger"-Vollformatkamera in allen Bereichen sehr gute Aufnahmen entstehen.
Die Messungen der D700 sind präzise und bieten extrem viele Einstellmöglichkeiten, die Menüs sind klar strukturiert und weitgehend selbsterklärend (sofern man sich mit Fotografie auskennt).
Alles in allem ist zu sagen, dass die D700 mit wenigen kleinen Abstrichen eine sehr gute Profi-DSLR ist, die wenige Wünsche offen lässt.
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am 3. März 2013
Habe lange mit mir gerungen aufs Vollformat umzusteigen und mich dann für eine gebrauchte Nikon D700 entschieden.
Bin erst vor kurzem von Canon auf Nikon umgestiegen, und besitze noch eine D300 (Cropfaktor 1,5), die ebenfalls Bilder auf hohem Niveau zulässt. Generell hat mich die intuitive Bedienbarkeit der Nikon-SLR's zum Umstieg bewogen.

Wer die D700 kennt, weiß was er da in der Hand hält. Magnesiumgehäuse, massiv, vertrauenserweckend, für die Ewigkeit gebaut.
Handling und Bedienbarkeit sind intuitiv, durch die vielen Direktzugriffstasten.
Sie produziert moderate Dateigrößen (12MP-Vollformatsensor), man braucht keinen neuen Rechner, die Rauscharmut ist ein Traum. ISO 1600 sind kein Problem.

Besonders für mich ist die Tatsache interessant, das Nikon seit ca. 1960 das gleiche Bajonett (F-Bajonett) verwendet.
Dies erlaubt, auch ältere, und dadurch preisgünstigere aber trotzdem optisch hervorragende Linsen zu erwerben, zum Beispiel auf Fotobörsen.

Fazit: TOP - SLR mit überzeugender soliderTechnik, die sich vor den heutigen Pixelmonstern nicht verstecken muß, von einem sehr freundlichen und hilfsbereiten Verkäufer.

Gruß, Uwe Zimmermann
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am 3. Oktober 2012
Ich habe die D700 mehrere Jahre lang besessen und fast täglich benutzt. Über 40.000 Bilder habe ich mit ihr gemacht. Bis zum Tage ihres Verkaufs konnte ich mich stets auf diese Kamera verlassen, es gab nie Ausfälle, Problemmeldungen oder andere "Ermüdungserscheinungen" seitens Gehäusequalität, Knöpfen, Belederung oder anderen Teilen, die bei billigen Kameras gerne mal verschleißen. Die D700 ist meiner Meinung nach ein Profiwerkzeug und Nikon hat sich damals selbst ins Bein geschossen, als der Hersteller fast sämliche Profifunktionen in ein kleineres Gehäuse packte und die Kamera zur Hälfte des Preises der D3 anbot.

Die Bildqualität ist bis heute kaum erreicht. Zwar lösen D800 und Konsorten höher auf, die Qualität der Detailwiedergabe der D700 wird aber kaum erreicht (von der D800E schon). Zwar sind Schärfe und Tonwertabstufungen auf den ersten Blick (und skaliert) sehr ähnlich, doch bei genauerer Betrachtung offenbart die D700 eine enorme Grundschärfe auch mit etwas weniger hochwertigen Linsen. Gut erkennen kann man das, wenn man die Abgrenzung der einzelnen Pixel in 1:1-Darstellung (100%-Ansicht) vergleicht. Die sehr großen Pixel der D700 lassen sich tonal sehr fein voneinander trennen. Natürlich! - Das ist Pixelpeeperei, aber ich möchte damit sagen, dass die Qualität des Sensors sehr hoch ist. Mit sehr guten Linsen wie den mikrokontraststarken Zeisslinsen erhöht sich der Schärfeeindruck noch mehr. Ich finde bei sauberer Arbeitsweise die Bildqualität bei 70%-Vergrößerung noch so ansprechend, dass ich mir Ausdrucke bis DinA2 davon machen lassen würde - und das obwohl die effektive Auflösung nur noch etwa 3 MP betrüge.

Ich hatte erwartet, dass die aktuellen Kameras nach fünf Jahren Entwicklungszeit ein deutlich besseres Rauschverhalten als die D700 bieten würden, doch das tun sie absolut gesehen nicht. Eine D800 oder D600 rauscht etwa genauso wenig wie die D700 - zwar bei dreifacher bzw. doppelter Pixelmenge, aber was bringt mir das, wenn ich gerne eine Kamera hätte, die bei ISO 3200 rauschfrei ist? Herunterskalieren auf 12MP ist nicht drin, dafür gebe ich nicht so viel Geld aus. Ich hoffe, Nikon bringt noch einen richtigen D700-Nachfolger raus, der die Rauscharmut einer D3s aufweist und dafür meinetwegen auch "nur" 18 MP wie die D4 hat. Ein würdiger D700-Nachfolger hat einen moderaten Pixelzuschlag bei signifikant weniger Rauschen in 100%-Ansicht. D800 bzw. D600 sind sehr gute Kameras, aber zu speziell, um als echte Nachfolger der D700 zu gelten. Die D700 ist eine Allround-Kamera für alle Gelegenheiten und gut in jeder Disziplin. D600 und D800 schwächeln jeweils in der ein oder anderen Kategorie, während sie in anderen Spitze sind. Hier ist das Gleichgewicht eher unausgewogen.

Die D700 ist eine ausgereifte Kamera. Es gibt keine Kinderkrankheiten wie bei der D800, sie ist ein Instrument, welches einfach funktioniert wie es soll! Ein moderner Klassiker. Zwar ist die Kamera heute nicht mehr up-to-date was die Features angeht, aber wenn man sich auf das Wesentliche bei der Fotografie - nämlich auf die Fotografie - beschränkt, dann gibt es derzeit kaum eine bessere Kamera. Für die allermeisten Menschen dürften 12 MP ausreichend sein. Vor allem wenn man einen großen Bereich mit hochwertigen Zoomobjektiven abdeckt, dürfte man immer mit der Auflösung klar kommen, da man keine Crops machen müsste.

Ich möchte etwa die D800 nicht schlecht reden. Sie wird vielleicht meine nächste Kamera sein. Aber sie ist nicht der Nachfolger der D700 und leider im Zeitalter eines neuen Produktmanagements (schnell produzierte Ware, die der Consumer selbst auf Fehler überprüfen und dann in den Internetforen dieser Welt diskutieren und dem Hersteller mitteilen muss) geboren.

Einige Kleinigkeiten finde ich an der D700 bisweilen störend:
1. Der Blitz klappert ein wenig (aber immerhin hat sie einen!!)
2. Das Kartenfach öffnet sich manchmal, wenn man die Hand zurückzieht
3. Der Akku könnte für mehr Bilder reichen
4. Der Live-View-Modus ist noch etwas unausgereift (gewesen)
5. Der Sucher deckt nicht 100% des Sichtfeldes ab (man muss immer noch etwas "Rand" dazudenken)
6. keine Tastenbeleuchtung (hat bisher aber leider kaum eine Kamera)
7. Die JPG-Engine ist sehr schlecht -> immer RAW fotografieren!
8. Der Autofokus bei schlechtem Licht könnte ein klein wenig treffsicherer sein (könnte aber auch an den Objektiven liegen)

Ich konnte inzwischen auch die 5D Mark II testen, das damalige Konkurrenzmodell. Im Vergleich siegt die D700 mEn haushoch. Es sind viel mehr nützliche Funktionen eingebaut (Intervallaufnahme, Mehrfachbelichtung, Aufklappblitz!!), der Belichtungsmesser ist viel genauer und im Detail sind viele Spezifikationen einfach professioneller, was man deutlich merkt (auch bei der Verarbeitungsqualität). Ich persönlich kann mit der 5D II nicht vernünftig fotografieren. :)
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am 2. März 2012
...beschlich mich, nachdem ich die ersten Bilder mit Nikons D700 gemacht habe. Welch weiten Weg habe ich zurückgelegt - zwischen Canon und Nikon, Vollformat, APS-C und APS-H, doch keine Kamera konnte mich vollends überzeugen, zumindest nicht in demselben Maße wie die D700.
Diese Rezension entsteht kurz vor der Auslieferung der neuen D800 mit 36MP, die ich lange in Betracht bezogen habe. Klar, das neueste Modell zu besitzen, ist immer äußerst reizvoll, das Gefühl, veraltete Technik gekauft zu haben, unangenehm. Daher: was sind die Vorteile der neuen D800:
-ein neuer 36MP-Sensor, auf Wunsch sogar ohne AA-Filter (bessere Wiedergabe kleinster Details)
-ein etwas besserer 100%-Sucher
-ein Quiet-Modus
-ein etwas größerer Bildschirm gleicher Auflösung
-Videofunktionalität
-ein schnellerer Expeed-3-Prozessor, welcher gleichzeitig hochauflösende UND ruckelfreie Liveview bietet (die D700 kann immer nur entweder-oder)
-besserer Verschluss mit angezielten 200.000 statt 150.000 Auslösungen
Dies alles zu einem Mehrpreis zu knapp 1000€, vermutlich in den nächsten Monaten noch weniger.

Warum dennoch die D700? Nun, für mich war das größte Gegenargument der 36MP-Sensor. Zwar bietet dieser (vorausgesetzt, Nikon hat einen guten Sensor auf der Höhe der Zeit entwickelt) ein vergleichbares Rauschverhalten bei 3facher Pixel-Auflösung, allerdings würde das mich zur Neuanschaffung eines leistungsfähigeren Macs zwingen (die sind ja nicht gerade billig). Mein 3GHz-Dualcore-iMac kommt mit den 12MP-RAWs noch ganz gut klar, bei 21MP wirds schon schwierig, 36MP geht schlicht nicht. Und in Anbetracht der Tatsache, dass ich nie groß drucke, ist der hochauflösende Sensor für mich mit meinem momentanen Desktop ein sigifikanter Nachteil (wer einen schnelleren Rechner hat, braucht sich da weniger Gedanken zu machen).

Wer nicht sehr groß drucken möchte, ist mit der D700 hervorragend bedient: 12MP in feinster Auflösung und mit einem spektakulär guten Rauschverhalten (ich habe es spaßeshalber mal gegen die Canon EOS 40D antreten lassen - gleiches Rauschen bei 4facher Empfindlichkeit der D700!). Durch den für Objektive sehr unkritischen großen Bildkreis werden Öffnungsfehler weniger stark wiedergegeben - Arbeiten mit Offenblende macht so viel mehr Spaß. Dazu kommt das systembedingt hohe Freistellpotenzial der D700 - sie ist eine hervorragende Portrait- und Lowlight-Kamera. Des Weiteren ist sie mit 5 Bildern pro Sekunde recht flott und weist das komplexe Autofokusmodul der D3 auf - welches anscheinend so gut ist, dass es selbst in der neuen D4 nicht grundlegend verändert wurde. Hier ein großer Pluspunkt gegenüber der Canon EOS 5D II (mit einem einzigen Kreuzsensor).

Das Gehäuse der D700 ist hervorragend - nicht zu schwer und nicht zu leicht (okay, dem ein oder anderen wird sie zu schwer sein, mir passt sie perfekt). Die Fertigungsqualität ist hervorragend, die Materialien sehr hochwertig - hier kommt Canon meiner Meinung nach nicht ganz mit. Der Handgriff ist groß und angenehm - die Bedienelemente intuitiv zu erreichen. Hervorragend! Der große Vollformatsucher tut sein Übriges.

Empfehlenswert ist die Kamera besonders mit guten Festbrennweiten - es muss auch nicht teuer sein - ein 50mm 1,8G schlägt in einigen Kriterien die besten Zoomobjektive, die 10mal mehr wiegen. Ich werde mir auch noch das 105mm 2,8G Micro anschaffen, ein hervorragendes Portrait- und Makroobjektiv.

Welche Kamera also für welchen Anwender? Wer Wert auf höchstmögliche Auflösung legt, sollte sich eine D800E, Canon EOS 5D Mark II (oder III, die wurde ja gerade vorgestellt) Sony NEX-7 oder eventuell eine Nikon D7000 überlegen. Alle diese Kameras bieten mit guten Objektiven ein bis zwei Stufen abgeblendet höhere Auflösungen. Wer jedoch eine weniger hoch auflösende Kamera mit hervorragender Bildqualität, Action-Tauglichkeit und sehr ausgereiften Gehäuse sucht, wird mit der D700 glücklich.
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am 4. September 2008
Seit August 2008 hat die neue Nikon D700 meine bisherige Nikon D100 abgelöst. Das Fazit zuerst: ich bin einfach nur begeistert!

Die Verarbeitung ist - wie bei allen Nikon - sehr hochwertig, alle Bedienelemente sind da, wo sie sein müssen, die Kamera ist sehr griffig und liegt - auch mit dem schweren AF VR 80-400 - sicher in der Hand.

Hier merkt man, daß Nikon seit vielen Jahren Profikameras baut und eben genau weiß, worauf es in punkto Handlichkeit ankommt.

Über die vielfältigen Einstellmöglichkeiten für Programm, Aufnahmemodus, Autofokus-Modus, Belichtung etc. sei nur soviel gesagt: es bleibt kein Wunsch unerfüllt. Besonders schön: alle Einstellungen lassen sich individuell konfigurieren und für den raschen Zugriff in 4 Programmplätzen abspeichern, die sich sogar via Speicherkarte auf andere D700 übertragen lassen. Abblendtaste, Funktionstaste und die beiden Einstellräder lassen sich frei belegen, so kann jeder Fotograf "seine" D700 den eigenen Bedürfnissen leicht anpassen.

Einfach nur geil: die Bildqualität des Sensors. Die Farben sind echt, tendenziell eher satt als matt. Sehr schöne Detailschärfe, sehr schöne Durchzeichnung. Das Teil arbeitet zudem enorm rauscharm, selbst bei sehr hohen ISO-Äquivalenzen. Erst oberhalb von ISO 6400 wird das Rauschen deutlich merkbar. Wer also available light liebt, der wird die D 700 heiraten wollen. Durch den Sensor im 24x36 mm Format (Nikon nennt das FX-Format) haben die Brennweiten keinen Umrechnungsfaktor mehr (wie das bei den D60, D80, D100, D200 und D300 ja der Fall ist). Der Telebereich wird also im Vergleich wieder kürzer, dafür bleibt Weitwinkel jetzt aber Weitwinkel.

Ebenfalls sehr hilfreich: die Live-View-Funktion, der künstliche Horizont und die Sensorreinigung und der eingebaute Blitz.

Die Nikon D700 besitzt denselben Expeed-Bildprozessor, der auch in der Nikon D3 zum Einsatz kommt. Dessen hohe Geschwindigkeit erlaubt Serienaufnahmen bis 5/sek, mit dem Zubehörhandgriff sogar 8/sek. Um diese Geschwindigkeit nicht auszubremsen, sollte eine schnelle CF Karte eingesetzt werden, z.B. SanDisk CF Extreme IV.

Zu meckern gibt es nur wenig: der beigelegte Tragegurt ist billig und nicht sonderlich bequem - schließlich ist die D700 mit 1200g kein Leichtgewicht. Außerdem nervt mich, daß die Abdeckklappe des Speicherkartenfachs immer mal wieder unbeabsichtigt aufspringt weil eine Verriegelung fehlt.

Diese Malaisen reichen jedoch nicht für einen Punktabzug, daher von mir:

5 Sterne für die D700
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