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38
4,0 von 5 Sternen
Motörizer
Format: Audio CDÄndern
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65 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. August 2008
Wo gibt es denn heutzutage noch so etwas? Eine Band, die 30 Jahre besteht und nach dieser langen Zeit immer noch gute und erfolgreiche Alben veröffentlicht. Da fallen mir auf Anhieb nur die Stones und die hier rezensierten Motörhead ein. Mit ihrem 20. regulären Studio-Album (d.h. ohne jegliche Live-Alben bzw. Compilations) namens "Motörizer" erheben Lemmy Kilmister und Co. erneut den Anspruch auf den rotzigen Hard'n'Heavy-Thron.

Und das scheint ihnen mit dieser CD auch gelungen zu sein. Aufgrund meiner Tätigkeit besitze ich bereits eine Promo-Version dieser Platte (also nicht denken, dass ich nur die Band bewerte, ohne die Musik dazu zu kennen) und muss zugeben, dass ich positiv überrascht wurde. Natürlich gewinnen die Herren keinen Preis für Innovation und manche Tracks erinnern stark an frühere Hits, doch so sind Motörhead und so werden sie auch ewig bleiben. Rotziger Blues-Rock trifft auf die raue Stimme Lemmys und daraus ergibt sich eine explosive Mischung, die wunderbar funktioniert. Dieser Sound ist nichts für Weichspüler, denn der gute alte Warzenträger ist ja nicht unbedingt bekannt für seine ultra-eingängigen Songs.

Hier wird gerockt, was das Zeug hält. Der Bass wummert, die Drums fliegen einem um die Ohren, während Lemmy uns seine teils sinnentleerten, teils intelligenten Texte entgegen schreit.

Los geht das Album mit "Runaround man". Der Titel startet mit einem brachialen Riff und geht dann in einen fast gesprochenen Vers über. Der Refrain hat zwar so gut wie keine Melodie, geht aber sofort in Fleisch und Blut über und mann will nur noch mitgröhlen. Einen besseren Opener für diese Platte hätten Motörhead gar nicht wählen können, denn dieser Track zeigt eindeutig, wer hier die wahren Eier trägt. Gleichzeitig ist der "Rundaround man" auch einer der härtesten Songs der gesamten Scheibe.

9/10

"Teach you how to sing the blues" handelt textlich von überheblichen Künstlern, die meinen die Welt erfunden zu haben und denen Lemmy die wahre Kunst der (Blues-)Musik beibringen will. Ein rotziger Titel, bei dem man auch gleich mitsingen will und der von tollen Bassläufen begleitet einen guten Hard Rock-Song abgibt. Vor allem das Solo in der Mitte des Tracks hat es mir persönlich angetan.

8/10

"When the eagle screams" beginnt mit einem etwas komisch anmutenden italienischen Gerede, das aber nach einigen wenigen Sekunden wieder in einen Motörhead-typischen Riff übergeht. Thematisch geht es wohl um unser heutiges politisches Umfeld, mit dem wohl die wenigsten Menschen zufrieden sind. "When the eagle screams we die", schon der Text verrät, dass dieser Song nicht unbedingt gute Laune verbreitet. Gleichzeitig wartet er auch mit einer heavy Melodie auf, was ihn auf Anhieb für den Hörer schwer zugänglich macht. Mit mehrmaligem Hören geht der Song zwar eher ins Blut, doch so richtig überzeugt er mich nicht.

6/10

Der nächste Titel auf "Motörizer" ist "Rock out". Ein schneller, hymnischer Party-Track, der einfach auf jeder Motörhead-Platte steht und auch seine Daseins-Berechtigung hat. Auf den Text muss hier nicht unbedingt geachtet werden, denn hier geht es einfach (wie der Titel schon sagt) um den Rock. Nicht mehr und nicht weniger. Die schnellen Riffs verleihen "Rock out" aber einen gewissen Drive, den man nicht leugnen kann.

7/10

"One short life" ist ein getragener Song, der sich vor allem auf den Main-Riff verlässt und Lemmys raue Stimme so richtig durchklingen lässt. Wirkt nach dem rapiden "Rock out" fast schon etwas langweilig, kann aber relativ gut überzeugen. Auch die angezogene Handbremse steht den alten Rockern ganz gut.

7/10

"Buried alive" steigt dann wieder in die Vollen. Die Handbremse wurde ausgerissen und es wird wieder derbe gerockt. Für mich ist dieser Song einer der besten der Platte, denn der Refrain hat sich mir sofort in den Gehörgängen festgesetzt, obwohl man in keinstem Falle von Eingängigkeit oder Ähnlichem reden kann. Mit Sicherheit nicht. Die Drums pfeifen aus den Boxen und Lemmy klingt genau wie noch vor Jahrzehnten auf "Ace of spades" oder "1916". Guter Song!

9/10

"English rose" beginnt mit Lemmy's "Gesang", gänzlich ohne Instrumentierung. Nach einigen Sekunden setzen auch die Instrumente ein und machen aus diesem Song eine richtige Perle. Um wen es sich bei der besungenen englischen Rose handelt, sei dahingestellt. Auf alle Fälle ist dieser Track meiner Meinung nach der beste der gesamten Platte. Dieser Titel atmet noch den Spirit der alten, noch nicht überproduzierten, Blues-Rock-Platten und erinnert an manchen Stellen auch an die ehrwürdigen AC/DC. Riff-mäßig zumindest. Hier muss man die Lautsprecher einfach auf das Maximum stellen...

10/10

Auch mit "Back on the chain" kann das Niveau von "Motörizer" aufrecht erhalten werden, denn auch Track 8 kann, wie schon zuvor das geile "English rose" richtig überzeugen. "Back on the chain" stellt aber eher einen traditionellen Hard-Rocker dar, der Blues-Faktor wurde hier wieder ein wenig zurückgeschraubt. Trotz allem ein toller Song, dessen Chorus wirklich superb geworden ist!

9/10

Weiter geht es mit "Heroes". Ein guter Song, bei dem vor allem der getragene Mittelteil total zu gefallen weiß. Bei den besungenen Helden handelt es sich natürlich um die vortragenden Motörhead, doch wie sollte man ohne einen gewissen Pegel an Selbstbewusstsein drei Dekaden lang so erfolgreich sein. Der Titel ist gut und erinnert mich sehr an die Anfangszeiten der Rocker zurück.

8/10

Dann wird man leider wieder ein wenig in die Realität zurück geholt. Raus aus der verrauchten Billard-Bude, zurück ins langweilige Wohnzimmer. "Time is right" haut mich nicht gerade vom Hocker. Bleibt mir überhaupt nicht im Gedächtnis und ist für mich ein reiner Skip-Song, auch wenn das Gitarren-Riff im Mittelteil ganz gut geworden ist, handelt es sich für mich hierbei um den schwächsten Song des gesamten Albums. Schade eigentlich, denn bis dato haben Motörhead prinzipiell durchweg recht gutes Material auf diese Platte gepackt, aber "Time is right" ist mir persönlich zu langweilig und vorhersehbar.

4/10

Den Abschluss der Platte und gleichzeitigen Rausschmeißer stellt "The thousand names of god" dar. Ein heavy Track, der von getragenen Riffs geleitet wird. Lemmy gibt noch einmal alles und bietet den Fans mit diesem Titel noch einmal einen etwas anderen Song. Auch wenn sich in textlicher bzw. gesanglicher Hinsicht nichts ändert, klingt die Melodie in der Mitte ein wenig nach Axel Rudi Pell und hat etwas Eingängiges an sich. Der Refrain ist nicht unbedingt der Hammer, da er nach Durchhören der gesamten CD schon ein wenig abgestumpft klingt, doch als Schlussteil der Platte, funktioniert "The thousand names of god" relativ gut. Kein Highlight, aber auch nicht schlecht!

6/10

Tja, und das war es dann auch schon wieder. Das 20. Album der ehrwürdigen Motörhead ist durchgehört und übrig bleibt ein wirklich positives Gesamtbild. Natürlich bieten Lemmy und Co. nichts unbedingt Neues, was ab und an vielleicht doch ganz gut tun würde, doch wenigstens Altbekanntes auf hohem Niveau. Bis auf zwei, drei Titel, die mir persönlich nicht unbedingt so gut gefallen (deswegen aber in keinerlei Hinsicht schlecht sind), bietet "Motörizer" gute alte Rock-Kost, die jedem alt eingesessenen Motörhead-Fan sowieso gefällt, doch auch Liebhaber anderer harter Musikstile könnten positiv von dieser CD überrascht werden.

Ob Motörhead neue Fans dazu gewinnen können, bleibt dahin gestellt. Doch darauf legen es diese Typen auch gar nicht mehr an. Sie spielen, was ihnen Spaß macht. Scheißegal, ob es den Fans gefällt oder nicht. Doch eines kann ich mit Sicherheit sagen: Es wird ihen wieder gefallen.

Bleibt nur zu hoffen, dass der Motor in nächster Zukunft nicht allzu schnell ins Stottern gerät...
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
VINE-PRODUKTTESTERam 12. Dezember 2008
Motörhead können kein schlechtes Album machen, allenfalls mal eine passable Scheibe. So stellt sich bei einem neuen Release aus dem Hause Lemmy auch nie die Frage, ob die CD denn was taugt oder nicht, sondern nur, wie gut das neue Werk denn sein mag. Hoffnung auf ein richtig gutes Album hatte ich im Vorfeld schon, denn nach den nur passablen letzten Outputs wurde es meiner Meinung mal wieder Zeit, der Jugend zu zeigen, dass die olle Basswarze Lemmy noch zu Großtaten fähig ist.
Tja, um das Urteil schon mal vorweg zu nehmen: Motörizer ist eine richtig gute CD geworden. Lange hat mir kein Silberling des Trios mehr so gefallen wie dieser hier. Das liegt nicht nur daran, dass das Songmaterial für Motörhead-Verhältnisse recht abwechslungsreich geraten ist, sondern vor allem daran, dass hier nicht nur einmal der großen Vergangenheit der Motorköpfe Tribut gezollt wird. Kommt da beim wahren Fan nicht ein wohliges Kribbeln auf, wenn textlich z. B. dem Überalbum 1916 bei den Zeilen 'Going To Brazil', bei Songtiteln wie 'Teach You How To Sing The Blues' oder auch der mächtigen Bastards mit 'Lost In The Ozone' gehuldigt wird? Oder gar bei 'Rock Out' musikalisch mehr als nur ein wenig an Stücke wie 'Iron Fist' oder gar 'Motorhead' erinnert wird? Aber nicht nur in der Vergangenheit wird geschwelgt, auch Moderneres wird mit dem ungewohnt epischen 'Heroes' geboten, den stampfenden Rauswerfer 'The Thousand Names Of God' nicht zu vergessen. Knapp 40 Minuten Spielzeit sind für eine Motörhead-CD wirklich ausreichend, mehr will kein Mensch hören, dann führe ich mir das Ding lieber mehrmals zu Gemüte, gut genug für die ein oder andere Wiederholung ist der Rundling allemal geworden. Jep, ich behaupte hier mal ganz frech, dass Motörizer das erste wirklich zufrieden stellende Album seit Bastards geworden ist, auch wenn es wegen des ein oder anderen nur soliden Songs nicht ganz auf einer Höhe mit 1916 oder den ganz klassischen Alben der Kilmister/Clarke/Taylor Phase ist. Aber solche Meisterwerke schüttelt keine Band des Planeten dauernd aus dem Ärmel, das war nicht zu erwarten gewesen.
Wo Motörhead drauf steht, ist auch Motörhead drin, so viel war ja schon von Anfang an klar. Aber diesmal ist es mal wieder eine verdammt starke Scheibe geworden, die dem Hörer zeigt, dass Herr Kilmister auch im zarten Alter von 63 (in dem sich 'normale' Menschen schon lange auf den Ruhestand freuen) nichts von seiner Glaubwürdigkeit als Mr. Rock'n'roll verloren hat. Oder um es mit den Worten der Einleitung zu sagen: Motörhead können kein schlechtes Album machen!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. März 2009
Motörizer war zusammen mit dem Best of Album Essential Noize mein erstes
Album der Motörheads und es hat mich sprichwörtlich vom Stuhl gehauen.
Lemmys rockige Stimme ist etwas, wovon andere Rocksänger nur träumen können.
In diesem Sinne, möchte ich die Songs einer Analyse unterziehen:

1.Runaround Man:
Sehr rockig und wohl der beste Einstiegssong, den Motörhead wählen konnte.
Dieser Song ist auch, wie der Name schon sagt, perfekt zum Joggen oder Sprinten.

2.(Teach you how to) Sing the Blues:
Ein herrlich fieser Song, mit herrlich fiesem Text.

3.When the Eagle screams:
Einer der einzigen Songs, der weder richtig rockt, noch einen
sinnvollen Text bietet.
Außerdem ist er auch nicht gerade langlebig, nach dem ersten Höhren
ist die Luft raus.

4.Rock out:
Ein toller Song, der auf einer Live Tour neben Overkill und co.
auch eine Chance haben könnte und bei vollaufgedrehter Anlage die
Nachbarn zum Ausziehen, oder um 4 Uhr Früh, auch zum Totschlag anregen könnte.
Rock Out, Rock Out....................!!!!!!!!!!!

5.One short Life:
Einer der besten Songs auf diser Platte, der herrlich langsame, dahintreibende Klang regt einen schon einmal zum Mitsingen an.
Er unterstreicht vielleicht auch Lemmys Lebensphilosophie.

6.Buried Alive:
Guter Text, geniale Gitarren und Drums, sowie eine unglaubliche Geschwindigkeit.

7.English Rose:
Der beste Song auf dieser Scheibe, Lemmys Reibeisenstimme rockt.
ACHTUNG: English Rose könnte bei hoher Lautstärke zur Schwerhörigkeit
beitragen!!!!!!!!!

8.Bach on the Chain:
Ein relativ guter Song, der jedoch nicht an die Klasse anderen Songs
herankommt.
Trotzdem hat er eine gewisse Langlebigkeit.

9.Heroes:
GENIALER Song, der wunderbar aus der Masse heraussticht und
mit Motörhead- typischem Text zu überzeugen weiß.

10.Time is Right:
Ein eher mittelmäßiger Song, der jedoch eher vom Text lebt, welcher
zeigt, dass Lemmy keine philanthropische Person ist.

11.The thousand Names of God:
Ausgezeichneter Abschlusssong, der zum Besten gehört, was dieses Album zu bieten hat,

FAZIT: Fans der alten Klassiker der Motörheads sollten zuerst einmal probehöhren.
Leute, die bisher mit den Motörheads nichts anfangen konnten, könnten dieses Album sogar richtig gut finden.
Fans, die mit den Motörheads immer zufrieden waren, können auch bei dieser Scheibe getrost zugreifen.
Was meine eigene Meinung betrifft, Motörhead röcks förever!!!!!!!!!!!!!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. November 2014
Habe mir seit längerem die Motörizer heut mal wieder mit ins Auto genommen und muß feststellen daß sie deutlich schlechter ist als ich sie in Erinnerung gehabt habe. Und ich hab sie nicht als gut abgespeichert gehabt.

Es sind ungefähr 2 durchschnittliche Nummern drauf, wie "Rock out" (ist ganz gut aber auch schon 17. mal da gewesen) oder "The thousand names of god". Der Rest ist entweder stinklangweilig oder teilweise sogar unanhörbar sch...lecht.
Es bleibt keine Melodie, kein Riff, kein Refrain, ein Gitarrensolo schon garnicht, im Ohr.

Ich muß sagen daß ich die Besetzung Campbell/Dee eh für eine sehr langweilige halte, immerhin haben die in 20 Jahren keinen einzigen Klassiker für die Ewigkeit zustande gebracht, während die Besetzung Clarke/Taylor in ihren 6 Jahren Klassiker am Fließband produziert hat.
Die Gitarrensolos vom Campbell sind an Langeweile nicht zu überbieten, kennt man 2 Sekunden davon kennt man sie alle und Dees Schlagzeug ist irgendwie auch immer das Gleiche.

Schade, daß sich ausgerechnet diese uninteressante Besetzung so lange hält. Waren ja Sacrifice, We are Motörhead und Hammered schon echt ziemlich mies aber mit Motörizer haben Motörhead ihren totalen Tiefpunkt erreicht.
Wenn man sich da Granaten wie Overkill, Ace of Spades, Orgasmatron, 1916 oder Bastards in Erinnerung ruft, dann ist das hier vorliegende Werk im Vergleich schon sehr kläglich.

2 Punkte gibts dafür weil ich Motörhead eigentlich liebe, bzw. bis Bastards geliebt habe aber Motörizer werd ich mir in den nächsten 200 Jahren nicht mehr anhören.
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am 11. Februar 2010
Der Titel deutet es bereits an: Hier gibts eine echte Energieladung! Unglaublich, was für eine Power das Trio da mal wieder aus dem Boxen ballert. Zehntausende Volt durchströmen von der ersten Minute an den Körper des Hörers, der sich kurz darauf mit Sicherheit als willenlos zuckendes und moshendes Etwas die Scheiße aus dem Leib bangt!

Kaum eine Band wird so von Fans und Kollegen aus allen Richtungen abgefeiert. Und das mit Recht. Denn Lemmy und seine Mitstreiter (seit 1984 Gitarrist Phil und seit 1992 Drummer Mikkey) delivern the goods mit einer unfassbaren Konstanz. Das ist die definitive Attitude und hart rockende Soundwalze, auf die sich Rock n' Roller, Punks und Metalheads in aller Welt einigen können.

Perlen sind auf Motörizer en masse vorhanden - und Lemmy darf lyrisch sowieso alles. Er knödelt "Rock out with your cock out"? Wird gemacht, Herr Kilmister. Teach You How To Sing The Blues? Wenn es einer kann, dann er! Denn der Blues kommt ja auch, wenn man zum Beispiel von seiner Herzdame nicht angerufen wird und ratlos am Telefon warten muss, wie Lemmy in English Rose besingt.

Produziert hat zum dritten Mal in Folge Cameron Webb (Social Distortion, Papa Roach), zu großen Teilen wurde das gute Stück in Dave Grohls 606 Studio in Los Angeles eingespielt. Perfekte Umstände - und das zahlt sich aus: Beim finalen Titel The Thousand Names Of God sollte auch der letzte Zweifler davon überzeut sein, dass einer dieser Namen Lemmy ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Februar 2015
If you're a Motörhead fan, you'll enjoy this album, but don't expect this one to be groundbreaking. The album's flagship song 'Rock out' is tons of fun to listen to, even though the melody sounds a lot like their classic 'Ace of Spades'.

It's a good, but standard album.
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am 3. Februar 2010
Auch mit 63 Lenzen gibt sich Lemmy keine Blöße. Auf "Motörizer" von 2008 demonstrieren er, Schlagzeuger Mickey Dee und Gitarrist Philip Campbell nachhaltig, daß selbst nach über 30 Jahren der Zahn der Zeit an der Musik von Motörhead keine Spuren hinterlassen hat. Ihre ureigene Mixtur aus Metal, Blues- und Hardrock sowie einer Prise Punk kommt derart druckvoll aus den Boxen, daß man von der Wucht schier weggeblasen wird. Selten habe ich auf einer Scheibe einen solch prägnanten Opener wie "Runaround man" gehört. Der Song animiert regelrecht zum Abtanzen und könnte eine Motörhead-Hymne abgeben. Was die CD zudem auszeichnet, ist der deutliche Blueseinfluß. So heißt der zweite Titel auf der Scheibe nicht umsonst "Teach you how to sing the blues". Besonders stark lassen sich die Blueswurzeln Motörheads jedoch in "English Rose", "Back on the chain" und "Heroes" heraushören. "English Rose" war übrigens auch der Titel einer Blues-Scheibe von Fleetwood Mac aus dem Jahr 1969. Zufall? Zu erwähnen gilt es zudem die tolle Slide-Gitarre auf "The thousand names of God" sowie das liebevoll gestaltete Booklet mit sämtlichen Songtexten. Einziger Wermutstropfen ist die allzu knappe Laufzeit der CD von wenig mehr als 38 Minuten.
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Ich oute mich: Ich hab dem Vorgängeralbum "Kiss of Death" nur drei Sterne gegeben, weil mich das Songwriting nicht überzeugt hat. Im Vergleich dazu ist Motorizer für mich wieder ein Schritt nach vorn. Haben mich beim Vorgänger nur vier Songs angezeckt und einer sogar genervt, so läuft diese Scheibe wieder komplett ohne Durchhänger von vorn bis hinten durch. Produzent Cameron Webb siedelt das Werk irgendwo zwischen KoD und dessen Vorgänger "Inferno" an - und ich seh das genauso. Den "Inferno"- Begeisterungseffekt erzielt die Scheibe allerdings zu keinem Zeitpunkt. Immerhin sind mit "Where the Eagle screams" und "English Rose" zwei großartige Songs an Bord, und auch "Rock out", "One short Life" und "Buried alive" gehen gut ins Ohr. "Time is right" ist für mich der schwächste Song der CD. Opener und Closer sind aber gut gewählt... vier Sterne sind wieder drin.

Mann, der Lemmy sieht auf den Bandfotos im Booklet furchtbar alt, müde und verbraucht aus. Beängstigend.
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. August 2008
Ich bin mit ziemlich hohen Erwartungen an die neue Motörhead Platte herangegangen weil mir bereits die beiden Vorgänger "Inferno" und "Kiss of Death" sehr gut gefallen haben. Vor allem "Kiss of Death" fand ich sehr gut, weil Motörhead mehr Melodien in ihre Songs eigebaut haben als auf "Inferno", welches mehr eine mächtige musikalische Dampfwalze war. Allerdings kann ich die Kritik an "Kiss of Death" sehr gut nachvollziehen, dass gerade wegen dieser Vielfalt, das Album ein wenig zusammengewürfelt klingt.

Für meinen Geschmack haben Motörhead mit "Motörizer" ein gutes Mittelding zwischen den beiden Vorgänger-Alben gefunden, ohne die bisher eingeschlagene musikalische Richtung zu verlassen. Das Album klingt für mich in-sich-geschlossener und kompakter als "Kiss of Death", jedoch um einiges mehr nach Rock'n'Roll als "Inferno".

Das Album bietet drückende Up-Time Nummern, rollende Mid-Tempo Songs und ebenfalls swingend-schleppende Shuffles, die jedoch alle wie gewohnt nach Lemmy und den Jungs klingen und sich auch sehr gut ergänzen.

Besonders hervorgehoben sei Phil Campbell's Gitarren-Arbeit, die musikalisch sehr viel ausgereifter und songdienlicher klingt als auf "Inferno" und "Kiss of Death" zusammen, jedoch ohne glatt oder langweilig zu wirken.

Ebenfalls hat Lemmy mit seinen Texten wieder eine tolle Arbeit geleistet. Es gibt wohl kaum einen zweiten Songwriter im Rock-Bereich der es sogut versteht wie Lemmy, dermaßen viel Ironie und bösen Witz in seine Lyrics einzubauen ohne lächerlich zu klingen. Ebenfalls kann der Motörhead-Frontmann wie gewohnt mit seinem rotzigen, dreckigen Basssound, der an einen Bomber-Motor aus dem 2ten Weltkrieg erinnert, überzeugen.

Zu Mikkey Dee ist nicht viel zu sagen, außer, dass er fantastisch ist, wie immer ;). Er versteht es meisterhaft, den Songs den richtigen Groove und die richtige Mikro-Time zu verleihen und ihnen mit den richtigen Fill-Inn's an den richtigen Stellen das gewisse "Etwas" zu geben. Das einzige Manko liegt, meiner Meinung nach, an Dee's Crash-Becken Sounds, die bei der Produktion sehr viel dünner und heller ausgefallen sind als sonst, was mir nicht gut gefällt. Bei diesem Soundbrett von Lemmy und Phil hätten die Crash-Becken ruhig ein wenig aggressiver ausfallen können.

Alles in allem ist "Motörizer" eine tolle Motörhead-Scheibe, die sich ohne Probleme in die lange Discographie einreihen kann. Auch das Cover ist sicherlich nicht das schlechteste, obwohl der legendäre Cover-Designer Joe Petagno leider abgesprungen ist. Motörhead zeigen der Welt mal wieder, wie Rock'n'Roll zu klingen hat. Sie presentieren sich dabei frisch, unaufgebraucht und bieten abgesehen von solider Rock-Arbeit auch an vielen Stellen tolle, kleine Ideen zum Arrangement und zur Instrumentierung, die "Motörizer" zu etwas Eigenständigem machen. Die Produktion ist ebenfalls sehr gut gelungen und führt den mittlerweile klassischen Kilmister-Campbell-Dee Sound in gewohnter Manie weiter. Jedem Motörhead- und Rock-Fan ist somit "Motörizer" wärmstens ans Herz gelegt. 4 Sterne aus dem Grund, da es nicht die Platte des Jahrhunderts ist ;).

P.S.: Jetzt ein für alle Mal an ALLE: Das Bassintro bei "Rock Out" ist weder Ace Of Spades, noch Iron Fist, noch We Are Motörhead sondern Nothing Up My Sleeve(!) von "Orgasmatron". Legt die scheibe mal rein und vergleicht. Ihr werdet es hören.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. August 2008
Jaaaaaaa, endlich wieder 'ehrliche', dreckige Mucke - Lemmy und seinen Bastarden sei Dank! Und was sollen an dieser Stelle wohl für große Worte verloren werden? Auf MOTÖRHEAD ist eben Verlass, eine halbgare Veröffentlichung wird dem Fan wohl nie geboten werden.

Gleich mit dem Einlegen des Silberlings müffelts in der eigenen Bude förmlich nach Fluppen, Schweiß, Furzen, Öl und Whisky... Und es ist wie erwartet (und erhofft ;-)) nichts für Liebhaber cleaner, steriler Radioproduktionen, sondern für 'echte' Kerle und deren Bräute; nichts für bei-Rot-Motor-Aus-Schalter, Sitz-Harner und Schorle-Trinker. Hier steppt die alte Rocksau und für "Sir" Lemmy mutiert selbst die Queen noch zur Stehpinklerin...

Im typischen erdigen, rohen Sound enthält "Motörizer" insgesamt 11 geniale Tracks wie z.B. "English Rose", "The Thousand Names Of God", "Back On The Chain", "Rock Out", "Buried Alive" oder "Time Is Right".
Allen voran siegt natürlich immer wieder der staubtrockene Knarrz-Gesang von Lemmy, welcher von Freundschaft und dem schweren Leben einfacher Menschen erzählt.
Höhepunkt des Albums ist für mich zweifelsohne "Heroes", dessen Biker-Kneipe-Atmosphäre musikalisch nicht zu toppen sein dürfte; in dem Song verbinden sich Schwermut und Freiheit in einer Erhabenheit, die zum gleichzeitigen Lachen und Weinen einlädt.
Phils Gitarrenspiel ist voller groovender Riffs und es gibt genügend Variation und Tempowechsel auf der ganzen 'Platte', um auch jene, die unterm Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom [;-)] leiden, davor bewahren, gelangweilt zu werden.
Simple Riffs meist, die aber verdammt wirksam sind, so wie es auch die Riffs bei Black Sabbath waren. Man könnte meinen, dass für das beste Rezept für deftigen Rock kein Rezept zu haben ist - klingt komisch, ist aber so. Anspieltipps sind das wirklich eingängige "Heroes" und einer der besten MOTÖRHEAD-Songs überhaupt, "English Rose".
Absoluten Neu-Einsteigern (naja,... jeder fängt mal an), denen die "Stimme" von Mr. Kilmister nicht gefällt, sei dringendst empfohlen, die Scheibe öfter rotieren zu lassen, denn nach einer gewissen Zeit will man auf dieses Organ einfach nicht mehr verzichten... Hand drauf!
Alle übrigen Fans der Band werden wieder bestens bedient, und all die Uneingeweihten, die auf ungekünstelten und dreckigen Hard Rock ohne peinliche Allüren stehen, sollten sich unbedingt mal mit MOTÖRHEAD auseinandersetzen. Am besten 'livehaftig' auf der anstehenden Tour, denn was auf Platte schon unendlich geil ist, wird bei den Gigs locker potenziert...

Fazit: Ein zweites "Ace Of Spades" werden Lemmy und Co. wohl nicht mehr eintrichtern - zumal auch 'untoppbar' -, aber auch so verleihe ich hier 4 solide Sterne. Und w e n i g e r als 3* gehen meiner bescheidenen Meinung schon gar nicht...
Noch mal zum Mitschreiben: MOTÖRHEAD sind Religion! Prost & Amen.
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