Fashion Sale Hier klicken Fußball Fan-Artikel 1503935485 Cloud Drive Photos Learn More sommer2016 designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip NYNY

Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen10
4,1 von 5 Sternen
5 Sterne
7
4 Sterne
1
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
2
Format: Audio CD|Ändern
Preis:7,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

1-7 von 7 Rezensionen werden angezeigt(5 Sterne). Alle Rezensionen anzeigen
TOP 500 REZENSENTam 2. Mai 2010
Solstice ist ein richtiger Wurf von einer faszinierenden Jazzplatte. Dieses Album heimste auch ganz sicher nicht umsonst den Deutschen Schallplattenpreis von 1976 ein. Auch wenn ich persönlich solchen Auszeichnungen skeptisch gegenüberstehe - hier kam man nicht aneinander vorbei.
Auch die Zusammenkunft dieser vier enormen Charaktere, von denen jeder eine ausserordentliche Karriere hinlegte, steigert sowohl Reiz als auch Gewicht dieses Meetings noch einmal zusätzlich.

Was gleich zu Beginn besonders auffällig, aber auch unwiderstehlich ist, ist die Tatsache, dass keiner der Beteiligten seine persönliche Ausdrucksform nur im geringsten unterdrückt oder zurückhält. Soviel individuelle Basisdemokratie hört man nicht oft. Und bei solch extrem unterschiedlichen Charakteren verwundert das stimmige Ergebnis umso mehr.
Eberhard Weber bohrt sich mit seinem klagenden Elektrofretless regelrecht manisch durch das Klangbild, aber mit einer tief empfundenen Leidenschaft, die das klassische ECM Format fast schon zu sprengen droht. Selten wurde beseeltes Spiel plastischer abgebildet als hier. Es ist fast schon erschreckend intensiv, wie er sich in die Kompositionen hineinwirft.
Ebenso sein Interplay mit Jon Christensen. Frei, hochlebendig und dennoch eng miteinander verzahnt. Manches wirkt regelrecht telepathisch.
Jan Garbarek spielt auf dem Album für mein Empfinden eher untypisch. Sein Ton ist für mich organisch und konkret. Eher progressiv als in irgendwelchem Weltmusikkontext. Diese Unvoreingenommenheit mag ich persönlich lieber, als manche seiner späteren Trademarks. Sein Ton ist hier musikdienlich und relativ pur. Er widmet sich ganz der Musik und dem Moment. Es mag für viele Künstler ein hehres Ziel sein, ihre Persönlichkeit auszubilden. Mich reizt er als "reiner" Musiker mehr. Seine verschiedenen Klangfarben hier sind natürlich auch bestechend.
Sehr auffallend ist die fast schon kontemplative Zurückhaltung von Ralph Towner, der hier ja eigentlich als Leader aufgeführt wird. So klingt das aber in keiner Sekunde.
Mit buddhistischer Genügsamkeit läßt er den anderen allen erdenklichen Freiraum, mit den Stücken zu tun, was sie wollen. Dabei stammen alle Kompositionen (bis auf eine) aus seiner Feder und wenn man dies nicht wüßte, man könnte es glatt für eine Gruppenarbeit, wenn nicht, teils, sogar -improvisation halten.
Natürlich glänzt auch Towner ausgiebigst auf seine etwas stillere aber gnadenlos brilliante Art und Weise. Seine Gitarrenklänge sind einfach überirdisch.
Aber wie ich schon sagte: Die wahre Größe dieses Zusammentreffens liegt wirklich darin, dass hier alle Klischees irgendwie umgedreht wurden. Das Resultat ist nichts weniger, als pure Magie und eine atemberaubende Atmosphäre. Hier verschmolzen vier Individualisten wahrlich zu einer Einheit.
Ich finde dieses Album verdient die volle Aufmerksamkeit und ich würde mir wünschen es irgendwann im Olymp der großen Meisterwerke wiederzufinden. Aber irgendwie drängt es sich nicht einmal darum. ;-)

Wünsche ganz viel Genuss damit!
0Kommentar|17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. April 2011
Ich werde mich hüten, zu dieser phantastischen CD aus grauer Vorzeit des ECM-Labels meinen Senf
abzugeben, denn meine "Vorschreiber" haben dies sehr treffend getan.
Ich habe mir die CD als Ersatz für die kaputtgehörte Schallplatte angeschafft und bin froh darüber.
Diese Musik hat nach sechsunddreißig Jahren !!! immer noch eine vitale Frische die keinen Vergleich
zu scheuen braucht, so sind die paar Euro sehr gut angelegt.
Kritik: Die Spieldauer von schallplattengerechten 41 Minuten und das Pappcover aus der die CD nur mit
Fingerabdrücken herauszuholen ist.
Unbedingt kaufen!
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. September 2015
Towners solstice ist meiner Meinung nach das charakterstärkste Album im gesamten ecm Katalog. Dies würde ich nicht leichtfertig dahersagen, sondern ist eine Aussage die sich schon auf einige Jahre intensiver Beschäftigung mit ecm output beruft.Ralph Towner ist ein großartiger Komponist,der sich zwischen den Genres Folk , Jazz und Klassik mühelos bewegt und seine Gitarre als eine Art Forschungsinstrument benutzt um tief in transzendete (also Genre und zeitlose) musikalische Sphären vorzudringen. Diese Ensembleaufnahmen aus den siebzigern zählen sicher zu seiner allerbesten Arbeit. Eine Art (auf die Zukunft bezogene) all star combo von Jazzmusikern die den Eurojazz maßgeblich geprägt und gestaltet haben läuft hier zu Höchstform auf und spielt Jazz in einer sehr selten erreichten ästhetischen Reinheit. Und das mag vielleicht auch gleich der polarisierendste Aspekt hieran sein. Solstice ist sozusagen das Gegenteil von bluesig warm beschwingten Jazzsounds die uns aus amerikanischen Gefilden zugeweht kommen. In gewisser Weise klingt solstice kalt und harsch. Ein klanggewordener Eissturm der irgendwo in die stille Einsamkeit in eine meditativ und verwunschen wirkende Ursprünglichkeit entführt. Aber selbst diese Assoziationen schafft das Album zu transzendieren und auch in anderen Kontexten passend zu wirken.Die Grundthemen der Songs werden in deren Mittelteilen weit gestreckt und dennoch wirken die Grenzen zwischen Improvisationen und Komposition fließend. Diese Musik läßt sich sehr viel Zeit und es geschieht eine Zeit lang kaum etwas während nur die dezent treibenden Beats von Jon Christensen und gelegentliche Einwürfe die Spannung aufrechterhalten. Dann wieder schraubt sich plötzlich das Ganze in sekundenschnelle in einem melodisch virtuosen climax noch oben. Prägend ist hier auch der
kristalline 12 Saiten Gitarrensound der zu einer Art Markenzeichen von Towner geworden ist. Selten hat man die Beiträge von Jan Garbarek besser integriert gehört und Eberhard Weber am Bass ist für mich sowieso der beste Jazzexport den Deutschland zu bieten hat.
Solstice hat einen Rang unter den bedeutendsten und stilprägendsten Alben des modernen Jazz verdient. Eine Art kind of blue des Eurojazz(auch wenn es sich stilistisch völlig unterscheidet und das arme kind of blue zugegebenerweise sowieso schon zu oft in Vergleiche gequetscht worden ist:-) )
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
interessanterweise ist dies die verbreitetere und viel bekanntere scheibe aus ralph towner solstice projekt mit jan garbarek, eberhard weber und jon christensen.
weiters interessant ist, dass es diese scheibe nun als touchstone edition (das bedeutet in einem mini-LP-cover aus carton - sehr nett!) gibt, die zweite hingegen "sound and shadows" (auch soeben rezensiert) aber nicht.

die platte entstand 1975, heimste zu recht preise ein und ist wohl mitverantwortlich für den aufstieg des ECM-labels als adresse für pipifeinen schönjazz.

projektleiter towner (der damals nebenbei auch schon das fulminante world-jazz-quartett "oregon" verstärkte) lässt hier seinen am beginn ihrer karrieren stehenden mitmusikern weitgehend freie hand und so entstand ein seltsam demokratisches album das sich ausschliesslich in den dienst von intelligenten kompositionen, schönen harmonien und ungewöhnlicher instrumentenbehandlung (für damalige verhältnisse jedenfalls) stellt. skandinavisch eingefärbter, irgendwie meditativer schönjazz, dargeboten von leuten die später zu legenden auf ihren instrumenten werden sollten und heute noch als mitmusiker begehrt sind.

dieser vorteil des albums ist aber gleichzeitig auch ein schwachpunkt, da immer wieder inhomogenitäten auftreten. diese reibungsflächen fallen mir vielleicht nur deshalb auf, weil die oben erwähnte, 1977 erschienene "sound and shadows" frei von solchen artefakten ist und zeigt, mit wieviel selbstverständlichkeit ein quartett zu einer kongenialen einheit verschmelzen kann.

ich will hier aber keinesfalls eine diskussion drüber lostreten, welches nun das bessere solstice-album ist, dies ist sowieso nicht messbar und bleibt daher geschmackssache, beide verdienen sowieso ohne wenn und aber die volle sternezahl und gehören für mich zu den besten alben, die der ausnahmegitarrist und pianist ralph towner veröffentlicht hat.

auch der sound der aufnahme ist über jeden zweifel erhaben, die scheibe ist um den hier geforderten obulus eigentlich ein muss.
und noch mehr - aus meiner subjektiven sicht - die zweite!
88 Kommentare|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. März 2006
Aufgenommen 1974 in Oslo ist dieses Album für mich das beste von Towner, bzw. die beste Jazz Scheibe überhaupt. Towners Gitarrenspiel, Garbareks saxofon, Webers Bass und die Drums von Christensen vereinen sich hier in unvergleichlicher art und weise. Mein Vovorit der Scheibe ist und bleibt der Titel "Nimbus". Mein Tip: Diese CD hören, ein gutes Glas Rotwein, evtl. noch neben dem Kachelofen sitzen und dabei die Klangbilder an sich vorüberziehen lassen. Gehört in jede CD-Sammlung, nicht nur in die von Jazz-Fans!!
0Kommentar|12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. April 2013
zur Vermeidung von Wiederholungen verweise ich auf die bisher abgegebenen Rezensionen.

Die richtige Platte, wenn man abends ruhig lesen will.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Januar 2014
Wie alle ernst zu nehmenden Rezensenten hier bereits geschrieben haben, bietet diese CD fantastische Musik. Sehr fein zelebriert von allen beteiligten Musikern, werden abwechslungsreiche Stimmungsbilder erzeugt, besonders hervor heben möchte ich dabei das Bassspiel von Eberhard Weber.
Es ist immer eine wahre Freude, ihm zu zuhören.
Einzig das kurze Stück "Visitation" fällt vor Allem zum Ende hin etwas aus dem Rahmen und klingt mehr nach Begleitgeräusch zu einem älterern Gruselfilm.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden