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Kundenrezensionen

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am 2. August 2008
...Da halte ich es in meinen Händen, endlich, DAS Album schlechthin. Das 5. Nach 12 langen Jahren in denen sie getrennte Wege gingen sind Extreme endlich zurück. Wer? Ach die mit 'More than Words' und 'Hole hearted'? Ja, genau die.
Große Erwartungen, große Spannung. Wie werden sie klingen? Flacher? Gefälliger? Billiger Mainstream mit 4wöchiger Halbwertszeit?
Nein -- sie rocken, sind reifer, besser als jemals zuvor !! Es hat mich aus meinen nicht vorhandenen Latschen gehauen. Nunos Riffs blasen einen noch mehr an die Wand als bisher, Garys jetzt leicht rauchigere Stimme berührt die Seele, besonders in 'Last Hour', Pats Bass groovt wie frisch gebohnert und Kevins Drums treffen jeden Punkt.
Die Arrangements unterstützen und streicheln, stoppen und grooven weiter, die Harmonien sind wie Seide, der Sound mal rotzig und funkig, mal leise und sanft, mal unerwartet, mal pianolastig und mit Streichern - aber immer klingt es authentisch nach Extreme. Man merkt ihnen Spaß und Energie in jedem Song an, ja schlechthin das bisherige 'Saudade' (trauern / vermissen / sehnen) nach richtigem Rock. Saudade hat ein Ende.
Die Songs sind teilweise sehr unterschiedlich, aber sie schleichen sich in's Ohr, Gehirn, dann Fuß, man muss mitwippen oder am besten gleich aufstehen und beim zweiten Mal Hören mitrocken. Sie wachsen an einem wie ein guter Wein, man hört bei jedem Durchlauf neue Details die der Komplexität den letzten Schliff geben. Ich könnte alle Songs hier aufzählen, will stellvertretend aber 'Star', 'Ghost', 'Last Hour', 'Take us alive', 'Learn to Love' und 'Interface' nennen: Vom funkigen rock über ruhige Momente bis hin zu ungewöhnlichem Country-Stil ist alles dabei, abgemixt mit EXTREMEr Magie.
Definitiv nichts für Oberflächenrocker, sondern was für die, die Musik lieben und leben, sie als Inspiration verstehen und brauchen, und auch Anspruch an gute Lyrics haben.
Ein besonderes 'Schmankerl' für uns Europäer - der Bonustrack 'Americocaine' der 1985 nicht auf der Demo veröffentlicht wurde.
Die Welttournee hat im Juli begonnen - Extreme, ich bin 100% dabei und werde euch Applaus spenden wenn ihr nach Deutschland kommt. Bis dahin von mir erst einmal - 5 Punkte !!
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am 14. August 2008
Nach 13 Jahren "Extreme-loser" Neuveröffentlichungen beweist Frontiers Records wiederum ein feines Händchen und verwöhnt die Freunde satten Rocks mit "Saudades de Rock".
"More than words" und "Hole hearted" waren die Chartbreaker ihres 1990er Albums "Pornograffiti". Mit ihrem Konzeptalbum "III Sides to every Story" begeisterten sie Fans und Kritiker gleichermaßen.
Außer Neuling Drummer Kevin Figueiredo sind alle Originalmitglieder wieder mit an Bord. Sänger Gary Cherone - nach seinem Kurztrip in Van Halen Gewässern -, Saitenvirutuose Nuno Bettencourt und Bassist Pat Badger präsentieren Powerrock mit abgedrehtem Refrain wie "Stars", Balladen wie "Ghost" und raue Funk-Hymnen wie "Learn to love".
Saudade - "ich habe etwas verloren, was mir viel bedeutet hat und ich weiß nicht ob ich es je wiederbekommen werde". Diese Sehnsucht war die treibende Kraft für Extreme sich nach 13 Jahren Funkstille in L.A. zu treffen und "Saudades de Rock" aufzunehmen.
Extreme ereilte in den 90ern ein ähnliches Schicksal wie zuvor schon andere Rockformationen. Sie wurden auf ihre Charterfolge "Hole hearted" und "More than words" reduziert. In der Realität waren sie härter, vielfältiger und unberechenbarer. Das repräsentative Material erschloss sich nur den Longplayerhörern, leider verpasste da so manche/r wirklich Bemerkenswertes.

Als wären sie nie weg gewesen blasen Extremes Cherone, Bettencourt und Co. nun zum wiederholten Sturm auf den Funky-Heavy-Hardrock Thron.
Mit einem pompösen Chorus in bester Queen Manier eröffnet "Star" die Tour durch die Rockkulturen. Bettencourt's virtuose Gitarrenfiguren und Cherones Shoutervocals beamen die Hardrocknummer im alten Extreme-Spirit bemerkenswert ins Heute.
"Comfortably Dumb" lockt mit Van Halen und Led Zep Ingredenzien und Extreme-typischen Choruseinlagen.
Der Schublade Hardrock wurde Extreme noch nie gerecht, sie waren schon immer für Überraschungen zu haben. Trotzdem verblüfft "Take us alive". Bettencourt pickt im treibenden Countryshuffle Style und zitiert beiläufig mal kurz Vince Gill und die Dixie Dregs; Höchst infektiöses Material.
"Run": Gitarrenbeladen hüpfen hypnotisierende Vocals auf elektrisierendem Groove. Eine der stärksten Nummern des Albums.
Das pianodominierte "Ghost" und das durch seine akustische Gitarren an "More than words" erinnernde "Interface" zeigen die balladeske Seite von Extreme. Im vokalen Duett leuchten Cherones und Bettencourts Stimmen und zeigen wie perfekt sie zueinander passen.

"Saudades de Rock" ist teilweise pures Testosteron. Näher an "Pornograffiti" als an "III Sides to everys story". Nuno Bettencourt zeigt wieder einmal, dass er einer der besten Gitarristen ist. Der Saudades ist Geschichte, Extreme is back.
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TOP 500 REZENSENTam 29. Dezember 2010
13 Jahre nach ,Waiting For The Punchline' und 10 Jahre nach dem verunglückten Van Halen III Projekt von Gary Cherone gab es dann endlich ein neues Album der US Funk-Hard Rocker und irgendwie schien es als wäre die Zeit in Extreme's musikalischem Universum stehengeblieben. Freilich - Cherone's Stimme ist etwas rauer, geworden und Bettencourts früher manchmal übertriebenes Sportgitarristentum wich einer - immer noch virtuosen - aber bondenständigeren Spielweise aber sonst war eigentlich alles beim Alten.

Genau diese zwei Fakten sind aber durchaus ein Grund dafür, watrum Extreme 2008 mindestens soviel Spaß machen, wie die der frühen 90er. Ausschlaggebend für das - leider nur musikalisch - geglückte Comeback, ist aber vor allem das fast durchgehend gute songwriting.

Auf ,Star' brillieren sie wieder mit dem schönsten und punktgenauesten Harmoniegesang seit Queen und einem eingängigen Refrain. ,Comfortably Dumb' ist zwar kompositorisch ein wenig zerschliessen, gleicht dieses Manko dafür aber mit super Riffs und gutem groove aus. Rhythmisch interessant und sehr fetzig ist dann ,Learn To Love' - Pat Badger's Basspiel erinnert hier sehr an John Entwistle - ein super track ist das.

Ganz was anderes bringen Sie dann mit dem Hard-rock Country Shuffle ,Take Us Alive' - das hat man so noch nie gehört - geht aber sofort ins Ohr und in die Beine. Super groovig wird's dann wieder mit ,Run', das von einem typischen loopartigen Bettencourt Riff getragen wird und auch wieder diesen sehr schönen Harmoniegesang hat.

Der emotionale Bluesrock ,Last Hour' ist dann eigentlich das vom songwriting und Arrangement her stärkste Stück der Platte, das wunderbar zwischen ruhigen und harten Passagen hin und her wechselt. Cherone's Gesang hier drauf ist vom Feinsten.

Ein punkiges Riff eröffnet dann ,Flower Man', das zwar druckvoll, aber kompositorisch nicht ganz so stark wie der Rest dieser Scheibe ist. Ziemlich cool klingt ,King Of The Ladies' und erinnert ein wenig an das von Joe Perry geusngene Aerosmith Stück ,Walk On Down'. Mit ,Ghost' folgt dann ein ruhigerer, fast mainstreamiger Arena Rock Track, der wegen des Achtel-Basses zwar leicht an U2s ,With Or Without You' erinnert, aber dennoch ein eigenständiger und sehr guter song ist (die Killers würden hier wohl neidisch werden...)

,Slide' ist dann bester Led Zeppelin Riff Rock - auch vom Schlagzeug her - mit funkigen Unterton. Eine akkustik Ballade darf halt auch nicht fehlen, aber ,Interface' gerät gott sei Dank nicht so zuckrig wie ,More Than Words' - kompositorisch leider aber auch nicht ganz so gut.

Mit dem typische Extreme Rocker 'Sunrise' und dem epischen, fast proggig angehauchten ,Peace' endet dann das reguläre Album. Der Bonus Track ,Americocaine' von 1985 ist zwar OK, kann aber das Niveau der neuen Songs nicht halten.

Ein tolles Comeback der Amerikaner, mit dem man in dieser Güte wohl nicht gerechnet hätte. Und auch wenn es vielleicht über weite Strecken ein wenig veraltet klingen mag - wer den Metal/Rock Sound der frühen 90er schätzt, der wird hier mehr als gut bedient. Und songwriterisch gibt's hier (fast) nichts auszusetzen.
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am 25. August 2008
Ich bin begeistert! Sie können es noch - und wie!
Die Stimme schlechthin, Gary Cherone, zeigt mal wieder, dass man sowohl smooth als auch kratzig klingen kann, wenn man mit seinem Stimmorgan umzugehen vermag, und was den Rest der Crew anbelangt: Hohes Niveau, wohin man auch hört.
Zwar erinnert die Musik manchmal an andere Künstler (mal ein bisschen Dweezil Zappa, mal ein Einfluss aus der Country-Ecke), aber der Extreme-Sound ist und bleibt unverkennbar.
Ich freue mir echt ein Loch ins Hirn, dass es solchen ehrlichen Rock noch gibt, Handarbeit, die überzeugt.
Schade nur, dass großartige Musik selten Massen-kompatibel ist, und somit wird auch diese CD zumindest hierzulande ein Geheimtipp bleiben.
Rock on!
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am 29. August 2008
Der Hammer! Nach so langer Zeit doch wieder etwas Neues von Extreme. Und es klingt im aktuellen Musikmarkt gar nicht so altbacken, obwohl sie sich beileibe nicht neu erfunden haben. Das Album reiht sich problemlos zu den alten Scheiben hinzu, da es unverkennbar nach Extreme klingt. Wie immer etwas sperrig, ohne zu nerven, noch etwas funkiger als früher und mit einer unheimlichen Fülle herrlicher Melodien. Nein, die Jungs haben nichts verlernt und sind sich treu geblieben, ohne wirklich altbacken oder gar uninspiriert zu klingen. Man merkt ihnen den Spaß an, den sie beim Songschreiben hatten und sie bleiben dabei weitaus spannender als z.B. die letzte Red Hot Chili Peppers, die zwar sehr gut war, aber auf zwei CDs nicht annähernd so viele gute Ideen aufweisen kann.

Der Sound ist weder Garagenrock noch überproduziert, also genau richtig, um der technischen Brillianz der Musiker Rechnung zu tragen, ohne die meist funkig rockende Energie missen zu lassen.

Wie immer machen Extreme, was sie wollen und schreiben kein zweites "More Than Words", obwohl sie es zweifellos gekonnt hätten, sondern bannen einfach eine Fülle guter Songs auf das Album, die einfach Laune machen und zudem gute Texte besitzen. Alleine "Sunrise" kann mich nicht so begeistern, da mir das Riff zu oft wiederholt wird.

Ein bißchen sind immer wieder die 60er und 70er herauszuhören, aber Extreme haben noch nie ein Hehl daraus gemacht, Bands wie The Beatles, Led Zeppelin, Queen und natürlich den Funk zu lieben, ohne dabei plagiativ zu werden. Und da viele der jungen Rockbands genau diese Wurzeln wiederentdeckt haben und Extreme nicht den Fehler machen, sich nur auf diese Wurzeln zu beschränken, klingt das Album gleichzeitig modern und zeitlos.

Extreme-Fans werden das Album ohnehin kaufen, aber auch Leute, die auf Red Hot Chili Peppers, Lenny Kravitz, Fallout Boy usw. stehen, sollten mal zwei Ohren riskieren.

Und bitte kauft das Album, denn es wäre schade, wenn es wegen schlechter Verkaufszahlen das letzte Extreme-Album wäre, jetzt, da sie und damit auch (nicht nur) ich wieder Blut geleckt haben.
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am 7. August 2008
Da hat sich doch eine Funk/Rock/Metal-Ikone aus den Neunzigern dazu hinreissen lassen, sich nochmals zusammenzuraufen und ein neues Album zu produzieren - EXTREME are back???? - oder istŽs eben nur eine "Rückkehr der "Knete"-Ritter"???

Nun habe ich den neuen Silberling in den Händen und bin schon mal gespannt, was Nuno, Gary & Co. anno 2008 musikalisch zu sagen haben.

UmŽs kurz zu machen: Wo Extreme draufsteht, ist auch Extreme drin.... - das neue Material enthält alle Trademarks der uns wohl bekannten - heute allerdings fast schon nostalgisch anmutenden - Musik des Vierers.

Jeder, der Extreme damals in den Neunzigern mochte, wird auch das neue Album mögen. Es enthält tolle Melodien, die unverwechselbare und flexible Stimme Garys, anspruchsvolle Instrumentalakrobatik und natürlich eine geballte Ladung Power, wobei weder die echten Rocker noch Fans aus der Funk-Ecke zu kurz kommen. Mit "Take us alive" haben die Jungs auch eine countrylastige Nummer am Start, genauso gibt es einfühlsame Balladen zu hören.

Alles in allem ist das Album somit extrem(e) abwechslungsreich, trotzdem weiß man zu jedem Zeitpunkt, dass es sich eben genau um die Gruppe Extreme handelt, die da aus den Lautsprechern rausknallt. Was bei anderen Künstlern als stylistische Orientierungslosigkeit bezeichnet werden würde, definiert diese Band eben erst richtig - ein seltsames, meiner Meinung nach aber ein unglaublich wertvolles Privileg für eine Gruppe!

Soundmäßig bewegt sich "Saudades De Rock" irgendwo zwischen "III Sides To Every Story.... " und "Waiting For The Punchline", das heisst, die Produktion ist sauber mit einem gehörigen Schuss Erdigkeit, was mich persönlich mehr anspricht, als viele dieser kristallklaren und aufpolierten Produktionen, bei welchen jedes Nebengeräusch wegretouchiert wird.

Subjektiv betrachtet bin ich einerseits glücklich darüber, dass es ein neues Extreme-Album gibt und vor allem, dass es genau so geworden ist - hier arbeiten gereifte Musiker mit enormer Spielfreude und präsentieren uns einfach gute, neue Musik.

Ob sich dieser Sound in der heutigen Musikwelt nochmals durchsetzen oder überhaupt behaupten kann, sei einmal dahingestellt...... - falls nicht, kann es jedenfalls sicher nicht an der Qualität der Musik liegen......

Hoffend, dass dies nicht der letzte Streich von Extreme war, spreche ich jedenfalls eine volle Kaufempfehlung aus.
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am 15. August 2008
Als ich zufällig übers Internet erfahren habe, dass EXTREME nach 13 Jahren ein neues Album, (mit Welttourne) herausbringen, bin ich vor Freude in die Luft gesprungen. Von der ersten Single "Star" war ich auch gleich überzeugt. Obwohl der Refrain nach einiger Zeit ganz schön nervig wird. Aber Nuno reisst hier mit einem gewohnt coolen Gitarrenriff gleich richtig mit.

Am restlichen Album sucht man diesen Stil leider vergeblich. Die funkigen Nummern kommen irgendwie einfach nicht richtig in Fahrt. Der Gitarrensound ist dünner den je und Cherone klingt stellenweise ganz schön heiser. Jedeglich "Take Us Alive" fetzt nochmal richtig cool weg.

Die Balladen sind dafür absolut gelungen und wirklich "Extreme- würdig".
Last Hour, Ghost, Interface und Peace sind wirklich traumhafte Nummern.
Der Rest des Album ist gut! Aber sicherlich nicht überragend wenn man es mit den früheren Werken von Extreme vergleicht.

Saudades de Rock ist ein gutes Album. Aber für DAS Comeback nach 13 Jahren hätte ich mir einen anderen Kracher erhofft! Für meinen Geschmack zu poppig, zu wenig verspielt, zu dünn produziert. Hätte mir zumindest ein paar Songs im Stil vom ersten Part der "III Sides to every Story" gewünscht. Pornograffitti wär natürlich noch besser gewesen, aber die Zeiten sind wohl vorbei :D

Trotz allem freu ich mich dass die Herrn wieder da sind und werde sie mir sicherlich live nicht entgehen lassen.
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am 25. Oktober 2011
Was mir so gefällt: EXTREME entwickelt sich mit jeder Platte weiter!

Während andere übliche verdächtige brav und sicher in ihrem Süppchen kochen, legen die Jungs aus Boston mutig den Nachfolger der Killerscheibe "Waiting for the Punchline" nach. Sehr musikalisch mit ordentlich Druck und ohne nervtötendes Gitarrengeleier und -gefieldel. Hier klingt kein Song wieder andere.

Der Gesang jetzt endlich schön rauh gealtert, das Schlagzeug hängt nach dem Wechsel des Drummers viel weiter hinter dem Timing - genial! -, Bass und Gitarre werfen sich umeinander spielend die Harmonien zu. Nuno deutlich relaxter als bisher.
Und das steht der Musik auf dieser Platte verdammt gut.

Mein Anspieltipp: SLIDE

Bitte mehr von euch! Mehr Groove! Mehr Lässigkeit!
Es wird immer besser ... Ich freue mich schon auf die nächsten Songs!
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am 3. November 2014
Eigentlich bin ich nicht so'n richtiger Hardrock- und schon gar kein Heavy-Metal-Fan, aber an Extreme kam ich einfach nicht vorbei, da sie so ungewöhnlich und vielseitig sind, sich so mutig und klar zu ihren musikalischen Vorlieben wie Queen, Led Zeppelin etc. und sogar den Beatles bekennen und aus diesen immer wieder musikalische Stilelemente aufnehmen und so geschickt verwoben darbieten, dass ich bei einzelnen Songs oft diesen Wiedererkennungseffekt verspüre, ohne sofort sagen zu können, an welche andere Gruppe mich diese Passage gerade erinnert... und dann die Verbindung von Rock und Funk, einfach klasse oder der Wechsel von der kraftvoll vibrierenden E-Gitarre zur herrlich schwingenden und nachhallenden Akustikgitarre... und dann diese einzigartige Stimme von Gary Cherone, dessen gesangliches Können mir erst nach mehrmaligem intensiven Hinhören so richtig bewusst geworden ist, mal singt er sanft und verträumt wie in "Ghost" oder rauh und dennoch wunderschön gefühlvoll wie in "Last hour", und ich denke, dass diese gelegentliche Rauhigkeit so gewollt und ein künstlerisches Stilmittel ist und weniger mit einer alternden Stimme zu tun hat, mich hat's jedenfalls total erwischt...! Ich kann diese gelegentlich aufwallende Kritik an Garys Stimme einfach nicht nachvollziehen, denn er ist "die Stimme" von Extreme, ohne ihn wäre Extreme nicht Extreme! Er benutzt so viele verschiedene Stilmittel und setzt diese gekonnt ein, mal richtig rockig, ohne seine Stimme kaputt zu schreien, mal sanft-balladenhaft, dann wieder kraftvoll hoch im Vibrato endend... und dass er sich sogar auf Augenhöhe mit Freddy Mercury bewegen kann, beweist seine wunderschöne Interpretation des Queen-Songs "Love of my life", (bitte unbedingt reinhören auf Youtube), da kann man wirklich nur noch auf die Knie rutschen...! Nuno zeigt wieder sein großes Talent und Pat ist ein klasse Bass-Gitarrist, der mehr Aufmerksamkeit verdient. Er hat jetzt sogar eine eigene CD herausgebracht, die sich richtig gut hören lässt (!) und Kevin hat sich toll integriert und ist dort genau richtig am Platze.
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TOP 500 REZENSENTam 5. Oktober 2008
Totgesagte leben länger. Neben Queen (The Cosmos Rocks), Nazareth (The Newz) und White Lion (Return of the Pride) melden sich dieses Jahr also auch Extreme zurück. Und natürlich erhofft jeder nach einer so langen Pause etwas Geniales wie Pornograffitti. Doch ein Meisterwerk wie Pornograffitti gelingt selbst den besten Musikern nur selten. Saudades de Rock kommt da nicht ganz ran. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Es fehlt überhaupt nicht viel dazu!

Natürlich klingen Extreme heute etwas anders - in meinen Ohren reifer. Sie versuchen zum Glück nicht, ihre frühen Werke zu imitieren (wie z.B. White Lion). Sie warten , mit originellen Songs auf, die ordentlich rocken und mit Balladen, die Ohrwurmcharakter haben! Und dabei klingt das Album sehr ehrlich. Die Gitarren werden nicht mehr so oft gedoppelt wie früher - teilweise hört man sogar nur eine Gitarre. Sie setzen auf gute Musik und weniger auf bombastischen, fetten Sound, wie z.B. Whitesnake (Good to Be Bad). Zum Glück. Denn der ehrliche Sound ist super und passt perfekt zu diesem Album!

Aber der Hammer ist das Schlagzeug! Das einzige neue Mitglied der Band, Kevin Figueiredo, macht seine Arbeit großartig! Es klingt zwar anders als gewohnt, aber keinesfalls schlechter. Mit einem trockenen Sound sorgt er mit dafür, dass das Album nicht überproduziert klingt, sondern nach ehrlichem Rock und fetzigem Funk.

Meine Lieblingsstücke sind TAKE US ALIVE und KING OF THE LADIES. Aber generell überzeugt das ganze Album mit einprägsamen Melodien, Nuno Bettencourts einzigartigen Gitarrenriffs und genau dem Funk, den ich so lange vermisst habe. Während Queen auf ihrem neuen Album relativ viele traurige Balladen haben, ist Extreme ein Gute-Laune-Album mit humorvollen Lyrics gelungen, das richtig Spaß macht!

Aber vor allem ist es schön, Gary Cherone endlich wieder so singen zu hören, wie er es am besten kann. Bei seinem Ausflug zu van Halen (Van Halen 3) konnte er einfach nicht richtig überzeugen.

Für mich ist dieses Album eines der Highlights dieses Jahr. Eigentlich gefällt mir nur Nazareth noch ein wenig besser, die mit ihrem gewagten Sound ein überraschendes, umstrittenes, aber wie ich finde geniales Comeback geschafft haben.
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