wintersale15_finalsale Hier klicken Reduzierte Hörbücher zum Valentinstag Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More Einfach-Machen-Lassen Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip WSV

Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen312
3,9 von 5 Sternen
Format: Blu-rayÄndern
Preis:6,97 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 6. Juni 2008
Lakonien war ein Landstrich der Peloponnes im antiken Griechenland, der von den Spartanern beherrscht wurde. Man traf dort auf Wortkargheit. Soweit das Lexikon... Warum ich das nachgeschlagen habe? Weil "lakonisch" das erste Worte war, was mir zum neuen Film der Coen-Brüder einfiel. Lakonisch bezeichnet eine knappe und kurze Ausdrucksweise ohne schmückende Elemente und genau das bekommen wir hier geboten, in den unendlichen Weiten von Texas. Alles Überflüssige fällt weg und was bleibt, ist die reine, formvollendete Kunst von Joel und Ethan Coen, die hier nach ihrem lahmen "Ladykillers" endlich wieder zu ihren "O Brother, where art thou?", "The Big Lebowski" und "Fargo"-Wurzeln zurückfinden.

Vierfach oscarprämiert, und das zu Recht, liefern sie hier ein wundervoll lakonisches Paradebeispiel dafür ab, was nur Wenige in dieser Branche wirklich beherrschen: zu wissen, welche Zutaten ein guter Film braucht und aus vermeintlich wenig ganz viel zu machen.

Irgendwann in den 80ern, als die Bierdosen noch vollständig abziehbare Aluschnippel hatten: Llewelyn Moss (der von Film zu Film besser werdende Josh Brolin), findet beim erfolglosen Jagen in der texanischen Wüste den berüchtigten Koffer voller Geld, zwei Millionen Dollar Drogengeld, um genau zu sein. Neben dem Koffer sind wahllos diverse Autos, Leichen und Waffen verstreut. Moss nimmt das Geld und in Kauf, von nun an auf der Flucht zu sein, denn logischerweise wird irgend jemand dieses Geld vermissen und alles daran setzen, es zurückzubekommen. "Alles" ist in diesem Fall der ebenso psychopathische wie pragmatische Killer Anton Chigurh (Javier Bardem, "Das Meer in mir", "Liebe in den Zeiten der Cholera"), dessen fast mädchenhafte Mireille-Mathieu-Gedächtnisfrisur in krassem Gegensatz zu seinen eiskalten Tötungsmethoden via Bolzenschussgerät und phallusartigen Schusswaffen steht. Chigurh wiederum sitzt Carson Wells (Woody Harrelson) im Nacken, dessen Auftraggeber gerne ihr Geld zurückhaben wollen. Und über der ganzen Szenerie thront Sheriff Ed Tom Bell (Tommy Lee Jones), den eigentlich nichts mehr aus dem Sattel werfen kann und der selbst in der makabersten Situation immer noch Zeit für ein Gläschen Milch hat. Fortan häufen sich Leichen, skurrile One-Liner und absurde Situationen.

Erster Pluspunkt dieses großartigen Films ist die Buchvorlage von Cormac McCarthy und das darauf basierende Drehbuch der Coens. Die Figur des Anton Chigurh ist das Beste, was ich seit Langem im Kino gesehen habe. Natürlich furchtbar skrupellos und brutal, dennoch kann man sich einer gewissen Faszination für Chigurh nicht entziehen. Die Story wird stringent und chronologisch erzählt, verzichtet auf unnötigen Firlefanz, wozu auch übertriebene Darstellungen der Schauspieler zählen. Rau, ehrlich, brutal und nicht hoffnungs- aber mitleidlos, so sieht die Welt in Ed Tom Bells Augen aus, und genauso zeigen sie die Coen-Brüder. Angereichert wird das Ganze mit dem unvergleichlichen schwarzen Humor, der alle Coen-Filme, mal mehr, mal weniger, auszeichnet. Darin sind sie einfach unschlagbar.

Zweiter Pluspunkt ist der grandiose Cast. Javier Bardem, dieser großartige spanische Schauspieler, ist ein wahrer Meister seines Fachs. In jeder Minute nimmt man ihm diesen eiskalten, völlig durchgeknallten Profikiller ab, der nicht immer nur des Geldes wegen tötet, und auch nicht nur dann, wenn es zwingend erforderlich ist. Je nach Tagesform lässt er einfach mal eine Münze entscheiden, ob jemand ein Treffen mit ihm überlebt oder nicht. Er ist klug, er ist schnell und er ist mehr als effizient. Er ist gemein, böse und sarkastisch. Und jede einzelne Nuance spielt Bardem aus. Es sei ihm zu wünschen, dass er nun endlich einem breiteren Publikum als das bekannt wird, was er in meinen Augen schon längst ist: ein Ausnahmetalent. Josh Brolin, der Sohn von James Brolin ("Hotel"), tritt in die nicht allzu großen Fußstapfen seines Vaters und macht diese locker ein paar Nummern größer. Nach "Planet Terror" und "American Gangster" stellt er auch hier wieder unter Beweis, wie wandlungsfähig er ist. Lange kann es bis zu den richtig großen Hauptrollen also nicht mehr dauern. Verdient hat er's allemal. Und dann natürlich Scarface Tommy Lee Jones, der alte Haudegen. Seit "Man in Black II" entwickelt er sich immer weiter weg vom Hollywood-Allerweltsfilm-Kino hin zum Independent-Film, wo er vorzugsweise den kauzigen, wortkargen, aber immer ehrlichen Kerl gibt. Ein großer Schauspieler mit einem unnachahmlichen traurigen Hundeblick... oder eben einfach nur lakonisch. Ebenso sind die Nebenrollen außerordentlich gut und stimmig besetzt.

Der dritte Pluspunkt sind die Coens selbst. Die gekonnte Regie steht dem exzellenten Drehbuch in nichts nach. Sowas kann man nicht lernen, dafür muss man einfach ein Gefühl haben. Sie haben's einfach drauf, sie machen eigenwillige, spezielle und meist nicht massentaugliche Filme, aber das so gut, dass es schon wieder verwundert, warum ihren Werke nicht eine weitaus größere Fangemeinde angehört. Sie führen ihre Schauspieler mit so schlafwandlerischer Sicherheit durch ihr Story-Konstrukt, dass es eine wahre Freude ist. Die 122 Minuten vergehen wie im Flug und das Ende kommt abrupt und wird den an amerikanische Kino-Massenware gewöhnten Zuschauer ratlos zurücklassen, aber so sind sie eben, die Coens, immer ein bisschen dagegen und dabei sehr, sehr gut. Goodie on top: In der (wie immer vorzuziehenden) Originalversion kann man dem herrlich genuschelten Texas-Singsang, der die Sprache der Texaner auszeichnet, lauschen... so was kann man einfach nicht übersetzen. Also, wer's gut und böse, schwarz und weiß, spannend und ruhig, lustig und sarkastisch, ironisch und ehrlich, eben einfach coen-like mag, nichts wie rein in das Land, das keins für alte Männer ist.
55 Kommentare32 von 34 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Juni 2015
Ein Film, der sich knallhart mit der Gewaltspirale innerhalb einer Generation in Amerika auseinandersetzt. Er zeigt was der Neoliberalismus und die sich auflösenden gesellschaftlichen Strukturen und Werte mit den Menschen in der so vermeintlichen freien Welt macht. Der Film schafft es auch ohne übertriebene Actionszenen, dazu noch mit unglaublichen Szenen der Tristesse des alltäglichen amerikanischen Landlebens, die Spannung aufrecht zu erhalten und den Zuschauer genauso fassungslos zu machen, wie die alternde Generation, die diese irrsinnigen Abgründe der menschlichen Seele nicht mehr nachvollziehen kann und kapituliert. Die Kameraführung und die Bildauswahl ist hervorragend, sowie die schauspielerischen Fähigkeiten der Akteure. Ich habe den Film ein zweites mal nach mehreren Jahren gesehen und war noch genauso hineingezogen, wie beim ersten Mal.
Wer nur nach stumpfsinniger Actionballerei sucht, der versteht die Handlung und den Film auch nicht. Für alle die denken können und Hintergründe hinterfragen, kommen bei dem genialen Film der Coen-Brüder auf ihre kosten. Einfach ein Meisterwerk.
0Kommentar3 von 4 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Juni 2015
Der Film hat nicht ohne Grund 4 Oscars bekommen.
Auch wenn ich das Ende etwas seltsame finde hat mich der Film echt umgehauen.
Klasse Besetzung und Ausgezeichneter Film !

Klare Kaufempfehlung !
11 Kommentar3 von 3 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. August 2015
Endlich, nach 8 Jahren habe ich es geschafft, diesen grandiosen Film zu sehen! Er schwingt diffus-melancholisch nach, in mir begegnen sich Verwirrung und Existentialismus auf faszinierende Weise. Zentral ist die Rolle des Chigurh, der diesen Grenzbereich zwischen Leben und Sterben, zwischen sinnlos-aufgeblähtem Jagen nach Geld, dem stillem, konsequenten Töten und damit Sterben in zwanghaft-stringenter Perfektion in einer fatalistischen, lakonisch-minimalistischen, fast meditativen Weise darstellt. Javier Bardem spielt Chigurh sensationell, bin tief beeindruckt!
0Kommentar2 von 2 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Dezember 2015
Ich kann es eigentlich garnicht in Worte fassen, wie grandios dieser Film ist.
Wenn es um die Wahl meiner absoluten Lieblingsfilme gehen würde, wäre dieses Kunstwerk mit Sicherheit auch dabei.
Diesen Streifen kann man immer zu jeder Zeit kucken und er wird nie langweilig.
Das erste mal bin ich damals auf diesen Film gestoßen, als er vor einigen Jahren im TV lief. Es ist einer von wenigen Filmen bei dem ich während des durchzappen im Programm hängen geblieben bin. Es ist einfach unglaublich wie es dieser Film schafft, vor lauter Spannung den Zuschauer am Bildschirm zu halten.
Es konnte natürlich auch nicht lange dauern, bis ich mir diesen Film dann fürs Heimkino zugelegt habe. Erst auf DVD und mitterweile auch auf Blu-Ray. Und ich habe diese Käufe bis heute nicht bereut.

ZUR STORY:
Auf der Jagd von Böcken stößt Llewelyn Moss nur eher zufällig auf den verlassenen Tatort eines Massenmordes, mitten in der Wüste von Texas. Mehrere Leichen am Boden, einen mexikanischen Truck voller Drogen und einen liegen gebliebenen Koffer voller Geld, lassen drauf deuten, dass hier wohl ein Drogendeal geplatzt ist und sich die Gangster gegenseitig erschossen haben. Alleine ein schwer verletzter Überlebender, der zu verdursten droht, scheint der einzigste Zeuge des Vorfalles zu sein.
Moss überlebt nicht lange, nimmt den Geldkoffer an sich und verschwindet damit. Als es dunkel wird, traut er sich aber wieder an den Tatort zurück, um dem schwerverletzen einen Kanister Wasser zu bringen. Er ahnt allerdings nicht, das mitterweile auch die mexikanische Mafia am Ort des Geschehens angekommen ist um das Geld und die Drogen sicher zu stellen.
Als sie Llewelyn Moss dort entdecken, beginnen sie eine Jagd auf ihn. Zwar kann er zunächst einmal noch entkommen, sicher ist aber noch lange nicht. Die Mexikaner beauftragen kurz drauf den skrupellosen Auftragsmörder Anton Chigurh damit, den Koffer zu finden und Llewelyn Moss zu töten. Es beginnt eine Jagd auf Leben und Tot.
Es dauert nicht lange und auch der Sheriff Ed Tom Bell wird zu diesem Tatort gerufen. Er findet schnell heraus was hier passiert ist und macht nun auch Jagd auf den Killer um ihn zu stoppen, und natürlich auch Jagd auf Moss um ihn zu beschutzen.

ZUR BEWERTUNG:
Dieser Film ist ein Meisterwerk und wurde nicht umsonst mit 4 Oscars ausgezeichnet. Die Meisterregiseure und Drehbuchauthoren Ethan und Joel Coen haben hier wiedereinmal bewiesen, welche Genies sie doch sind. Ich glaube "No Country for old man" war auch der entscheidende Grund, warum ich entgültig Fan der Coen Brothers geworden bin. Zuvor kannte ich zar schon "Fargo" und "Millers Crossing", die ja auch schon extrem gut sind, aber "No Country for old man" ist glaube ich nochmal das i-Tüpfelschen ihrer Filme.
Einzigartiges Drehbuch, gute Handlung, wunderbare Landschaften und extrem viel Spannung, machen diesen Film wirklich zu einem Meisterwerk. Daher liebe ich amerikanisches Kino einfach über alles.
Auch die schauspielerische Leistung der Darsteller ist echt unglaublich gut. Josh Brolin, der den Llewelyn Moss verkörpert spielt seine Rolle einfach so gut, dass man teilweise sogar mitfiebert sobald er irgendwo in Gefahr steckt. Auch Javier Bardem, der den skrupellosen Killer Anton Chigurh spielt, kommt einem teilweise so furchteinflößend rüber, dass man denkt dieser Typ ist auch im echten Leben so krass. Zu guter letzt darf natürlich auch nicht der gute alte Tommy Lee Jones fehlen, der hier die Rolle des Sheriffs Ed Tom Bell übernimmt und jagd auf den Killer sowohl auch auf Llewelyn Moss macht. Diese Rolle passt wiedereinmal wie die Faust auf Auge. Denn Tommy Lee Jones in der gewohten Rolle eines Polizisten zu sehen, erinnert mich sofort an andere Filme wie z.B. Auf der Jagd, Auf der Flucht oder auch Man in Black. Ich glaube niemand anderes hätte besser in die Position des Gesetzeshüters gepasst wie Tommy.
Obwohl dieser Film mit seiner Laufzeit von 122 Minuten schon sehr lange ist, kommt es einem trotzdem vor als sei nach 70 Minuten schon Schluss. Der Film ist eben zu keiner Sekunde langweilig.

MEIN FAZIT:
Ich bewerte hier alleine den Film. Auf Qualität möchte ich eigentlich nicht großartig eingehen. Aber ich empfinde die Blu-Ray Qualität eigentlich sehr angenehm. Den Vergleich zur DVD kann ich jetz nicht ziehen, da ich die Unterschiede jetzt nicht mehr so in Erinnerung habe.
Aber besser als die DVD scheint die Bildqualität auf Blu-Ray schon zu sein.
Bei den Tonformaten stehen außer deutsch, französich, italienisch und spanisch natürlich auch der Originalton englisch zur Verfügung. Alle natürlich auch in Dolby Digital 5.1 Sound.
Es kleines Manko gibt es in diesem Film allerdings schon, denn gegen Ende passiert etwas sehr unerwartetes. Es kommt zu einer Wende, in der plötzlich und ohne Vorwarnung etwas drastisches passiert womit man eigentlich garnicht rechnet. Meiner Meinung nach ghet das alles auf einmal viel zu schnell, sodass man erst garnicht richtig realisieren kann, was ganau da jetz eigentlich passiert ist.
Während man die ganze Story fast einundhalb Stunden lang spannend und langsam durcherzählt, versucht man hier am Ende alles ganz schnell zum Finale zu bringen, weil der Film sonst wahrscheinlich zu lange geworden wäre.
Zumindest ich habe die Befürchtung das dies der Grund gewesen sein könnte.
Aber auch in anderen Rezesionen wird sich über das plötzliche und viel zu schnelle Ende beschwert, da bin ich ja nicht der einzige.
Dennoch verliert dieser Film daduch nicht an Qualität und hat seine 5 Sterne auf jeden Fall verdient.
ich spreche hier eine klare Kaufempfehlung aus.
0Kommentar1 von 1 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Dezember 2015
Der Film ist eine Art Roadmovie und spielt sich im Jahre 1980 meistens in den herrlich schmuddeligen amerikanischen Motels und Hotels in der Pampa und der Provinz ab. Der psychotische Killer Anton Chigursh ist trotz seiner bemerkenswerten Frisur und Schädelform nicht so humorlos wie im Film behauptet wird, sein Humor ist nur etwas trocken. Seine Arbeitsutensilien sind so bemerkenswert wie seine Frisur, eine Kompressionsflasche mit Schlauch um damit Türschlösser rauszusprengen sowie eine überdimensionierte Schrotflinte mit gigantischem Schalldämpfer sorgt dafür, dass die Opfer mit professioneller Effizienz liquidiert und jeweils wüst zugerichtet werden. Der Nebendarsteller ist hier die eigentliche Person die im Mittelpunkt der Handlung steht, diesem geht es vielmehr um seine Prinzipien und seine Arbeit als um das verfolgte Geld im Koffer. Auf dem cover der DVD ist die Rede von einem Katz und Mausspiel bis zum Herzschlagfinale, das ist allerdings Quatsch, der Film hat für den Betrachter einen eher überraschenden typisch offenen Schluss ohne Finale und kommt absolut passend ohne jegliche Begleitmusik aus; nur schon deshalb unbedingt sehenswert.
0Kommentar1 von 1 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. September 2013
Im wahrsten Sinne des Titels stellen die Coen-Brüder den Zuschauer in eine Handlung, in welcher keiner alt werden möchte. Neben der texanischen Landschaft, welche bereits Unbehagen bei mir auslöste, lebt der Film vor allem durch und mit seiner unzensierten Brutalität entlang der texanisch-mexikanischen Grenze.
0Kommentar2 von 2 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Es könnte so schön sein: Erst findet Lllewyn Moss (Josh Brolin) in der Wüste die Überreste eines geplatzten Drogendeals inklusive eines Koffers mit zwei Millionen Dollar und eines verdurstenden Angeschossenen. Ersteren nimmt er natürlich mit, den Verletzten lässt er aber zurück, worauf hin sich einige Zeit später sein schlechtes Gewissen meldet und er sich zurück zum Ort des Geschehens begibt, um doch noch Hilfe zu leisten. Doch vor Ort wird er von auftauchenden Bandenmitgliedern beschossen und kommt nur knapp mit dem Leben davon. Da er sein Auto zurück lassen muss, wird ihm schnell klar, dass dies fatale Folgen für ihn und seine Frau haben wird. In Folge dieser Ereignisse versuchen nun mehrere Interessensgruppen Moss aufzutreiben, um das Geld in ihre Hände zu bekommen und setzen eine Welle der Gewalt in Gang.

Obwohl ich bisher mit den Filmen der Coens nicht immer sofort "warm" geworden bin, ist "No Country For Old Men" ein großes Werk der Erzähl- und Schauspielkunst. Da wäre zum einen die Geschichte, die an sich recht harmlos beginnt, aber dann schnell eine gigantische Abwärtsspirale in Bewegung setzt, die den Zuschauer kaum mehr Luft holen lässt. Zum anderen sind da unnachahmliche Typen wie Sheriff Bell (perfekt besetzt mit "Knautschgesicht" Tommy Lee Jones) oder natürlich auch Javier Bardem als herrlich-perfider Killer Chigurh, der sich den Oscar als bester Nebendarsteller wahrlich verdient hat.
Technisch ist die Scheibe unerwartet gut, denn das Bild überzeugt mit grandiosen Schärfe- und Detailwerten, satten Schwarzwerten und eine nahezu unverschämter Plastizität, die auch neuere Produktionen teilweise nicht erreichen. Die deutsche Dolby-Digital-5.1.-Spur reißt hingegen keine Bäume aus, muss sie aber auch nicht, da der Film nun einmal nicht von starken musikalischen Effekten lebt, sondern sehr subtil daher kommt. Alle anderen tonalen Eigenschaften, z.B. die ortbare Räumlichkeit, klare Verständlichkeit von Dialogen usw., sind ebenfalls ordentlich gelungen. Einige Extras haben sich auch auf die Scheibe verirrt, allerdings spielen diese keine oscarverdächtige Nebenrolle, denn weder das Making-of, noch die beiden Features zur Arbeit der Coens und zum "Tagebuch" des Sheriffs, sind Meilensteine der Bonusinhalte. Auch das Steelbook selbst kommt ein wenig karg daher, da außerlich kein signifikanter Unterschied zur normalen Plastikhülle gegeben ist und die Innenseite gänzlich auf künstlerische Aspekte jedweder Form verzichtet. Das passt zwar irgendwie auch zum Film, aber könnte Sammler ein wenig vor den Kopf stoßen. Sei es drum, trotz einiger Schwächen ist und bleibt der eigentliche Star natürlich gerade hier der Film selbst und der wäre mit jeder Bewertung unter fünf Sternen zu recht beleidigt...und einen Javier Bardem zu beleidigen kann übel ausgehen.
review image
0Kommentar4 von 5 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Mai 2015
Javier Bardem in einer seiner besten Rollen. Skurril, spannend und actiongeladen zugleich. Der Film fesselt und erzählt dabei eine Geschichte über Geld, Drogen und eine der spannendsten Verfolgungsjagden zugleich. Top Film
0Kommentar1 von 2 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. August 2013
Der Zuschauer wird mit einem sehr ruhigen Film konfrontiert, was damit zusammenhängt, das nur wenig Hintergrundmusik verwendet wird. Das passt sehr, überhaupt ist vieles sehr passend und bedacht gewählt, Schauspieler wie Bardem oder Lee Jones verleihen der Handlung eine ungeheuerlich große Spannung. Man wartet auf die Konfrontation, den vielleicht kommenden Knall und wird mit einem ungewöhnlichen Ende (daher nur 4 Sterne), sowie einigen Wendungen überrascht.
Dieser Film ist leise, brutal und anders.

Auf der DVD sind ebenso 3 Videos enthalten, die Kommentare zum Dreh- dem Filmset und den Schauspielern geben.
0Kommentar1 von 1 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden