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Kundenrezensionen

302
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No Country For Old Men [Blu-ray]
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am 6. Juni 2008
Lakonien war ein Landstrich der Peloponnes im antiken Griechenland, der von den Spartanern beherrscht wurde. Man traf dort auf Wortkargheit. Soweit das Lexikon... Warum ich das nachgeschlagen habe? Weil "lakonisch" das erste Worte war, was mir zum neuen Film der Coen-Brüder einfiel. Lakonisch bezeichnet eine knappe und kurze Ausdrucksweise ohne schmückende Elemente und genau das bekommen wir hier geboten, in den unendlichen Weiten von Texas. Alles Überflüssige fällt weg und was bleibt, ist die reine, formvollendete Kunst von Joel und Ethan Coen, die hier nach ihrem lahmen "Ladykillers" endlich wieder zu ihren "O Brother, where art thou?", "The Big Lebowski" und "Fargo"-Wurzeln zurückfinden.

Vierfach oscarprämiert, und das zu Recht, liefern sie hier ein wundervoll lakonisches Paradebeispiel dafür ab, was nur Wenige in dieser Branche wirklich beherrschen: zu wissen, welche Zutaten ein guter Film braucht und aus vermeintlich wenig ganz viel zu machen.

Irgendwann in den 80ern, als die Bierdosen noch vollständig abziehbare Aluschnippel hatten: Llewelyn Moss (der von Film zu Film besser werdende Josh Brolin), findet beim erfolglosen Jagen in der texanischen Wüste den berüchtigten Koffer voller Geld, zwei Millionen Dollar Drogengeld, um genau zu sein. Neben dem Koffer sind wahllos diverse Autos, Leichen und Waffen verstreut. Moss nimmt das Geld und in Kauf, von nun an auf der Flucht zu sein, denn logischerweise wird irgend jemand dieses Geld vermissen und alles daran setzen, es zurückzubekommen. "Alles" ist in diesem Fall der ebenso psychopathische wie pragmatische Killer Anton Chigurh (Javier Bardem, "Das Meer in mir", "Liebe in den Zeiten der Cholera"), dessen fast mädchenhafte Mireille-Mathieu-Gedächtnisfrisur in krassem Gegensatz zu seinen eiskalten Tötungsmethoden via Bolzenschussgerät und phallusartigen Schusswaffen steht. Chigurh wiederum sitzt Carson Wells (Woody Harrelson) im Nacken, dessen Auftraggeber gerne ihr Geld zurückhaben wollen. Und über der ganzen Szenerie thront Sheriff Ed Tom Bell (Tommy Lee Jones), den eigentlich nichts mehr aus dem Sattel werfen kann und der selbst in der makabersten Situation immer noch Zeit für ein Gläschen Milch hat. Fortan häufen sich Leichen, skurrile One-Liner und absurde Situationen.

Erster Pluspunkt dieses großartigen Films ist die Buchvorlage von Cormac McCarthy und das darauf basierende Drehbuch der Coens. Die Figur des Anton Chigurh ist das Beste, was ich seit Langem im Kino gesehen habe. Natürlich furchtbar skrupellos und brutal, dennoch kann man sich einer gewissen Faszination für Chigurh nicht entziehen. Die Story wird stringent und chronologisch erzählt, verzichtet auf unnötigen Firlefanz, wozu auch übertriebene Darstellungen der Schauspieler zählen. Rau, ehrlich, brutal und nicht hoffnungs- aber mitleidlos, so sieht die Welt in Ed Tom Bells Augen aus, und genauso zeigen sie die Coen-Brüder. Angereichert wird das Ganze mit dem unvergleichlichen schwarzen Humor, der alle Coen-Filme, mal mehr, mal weniger, auszeichnet. Darin sind sie einfach unschlagbar.

Zweiter Pluspunkt ist der grandiose Cast. Javier Bardem, dieser großartige spanische Schauspieler, ist ein wahrer Meister seines Fachs. In jeder Minute nimmt man ihm diesen eiskalten, völlig durchgeknallten Profikiller ab, der nicht immer nur des Geldes wegen tötet, und auch nicht nur dann, wenn es zwingend erforderlich ist. Je nach Tagesform lässt er einfach mal eine Münze entscheiden, ob jemand ein Treffen mit ihm überlebt oder nicht. Er ist klug, er ist schnell und er ist mehr als effizient. Er ist gemein, böse und sarkastisch. Und jede einzelne Nuance spielt Bardem aus. Es sei ihm zu wünschen, dass er nun endlich einem breiteren Publikum als das bekannt wird, was er in meinen Augen schon längst ist: ein Ausnahmetalent. Josh Brolin, der Sohn von James Brolin ("Hotel"), tritt in die nicht allzu großen Fußstapfen seines Vaters und macht diese locker ein paar Nummern größer. Nach "Planet Terror" und "American Gangster" stellt er auch hier wieder unter Beweis, wie wandlungsfähig er ist. Lange kann es bis zu den richtig großen Hauptrollen also nicht mehr dauern. Verdient hat er's allemal. Und dann natürlich Scarface Tommy Lee Jones, der alte Haudegen. Seit "Man in Black II" entwickelt er sich immer weiter weg vom Hollywood-Allerweltsfilm-Kino hin zum Independent-Film, wo er vorzugsweise den kauzigen, wortkargen, aber immer ehrlichen Kerl gibt. Ein großer Schauspieler mit einem unnachahmlichen traurigen Hundeblick... oder eben einfach nur lakonisch. Ebenso sind die Nebenrollen außerordentlich gut und stimmig besetzt.

Der dritte Pluspunkt sind die Coens selbst. Die gekonnte Regie steht dem exzellenten Drehbuch in nichts nach. Sowas kann man nicht lernen, dafür muss man einfach ein Gefühl haben. Sie haben's einfach drauf, sie machen eigenwillige, spezielle und meist nicht massentaugliche Filme, aber das so gut, dass es schon wieder verwundert, warum ihren Werke nicht eine weitaus größere Fangemeinde angehört. Sie führen ihre Schauspieler mit so schlafwandlerischer Sicherheit durch ihr Story-Konstrukt, dass es eine wahre Freude ist. Die 122 Minuten vergehen wie im Flug und das Ende kommt abrupt und wird den an amerikanische Kino-Massenware gewöhnten Zuschauer ratlos zurücklassen, aber so sind sie eben, die Coens, immer ein bisschen dagegen und dabei sehr, sehr gut. Goodie on top: In der (wie immer vorzuziehenden) Originalversion kann man dem herrlich genuschelten Texas-Singsang, der die Sprache der Texaner auszeichnet, lauschen... so was kann man einfach nicht übersetzen. Also, wer's gut und böse, schwarz und weiß, spannend und ruhig, lustig und sarkastisch, ironisch und ehrlich, eben einfach coen-like mag, nichts wie rein in das Land, das keins für alte Männer ist.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Oktober 2012
Anton Chigurh (Javier Bardem) hat Freude an der Arbeit. Ja, man könnte es Lust nennen, das wird sofort klar. Er nimmt sie sehr sehr ernst und legt allergrößten Wert auf ihre sorgfältige und pflichtbewusste Erledigung. Aber er ist kein sympathischer Kerl. Er liebt es die Angst in Deinen Augen zu sehen. Und die hast Du wenn er Dich mit seinem starren, durchdringenden Blick fixiert. Wenn sich seine Gesichtszüge jedoch entspannen bist Du tot. Mit einem Bolzenschussgerät, wie man es zur Tötung von Vieh verwendet, reist er durch das Land und bringt für Geld Menschen um, im Auftrag anderer Menschen. Und dieses Mal sind es amerikanische Drogenhändler die ihn bezahlen...

Llewelyn Moss (Josh Brolin) ist Schweißer von Beruf, aber eigentlich ein echter texanischer Cowboy. Allein lauert er in der Wüste von Terrell County, mit von Sonne und Sand gegerbter Haut und zusammen gekniffenen Augen, auf Gabelböcke, um sie zu schießen und entdeckt dabei mehrere in der Landschaft herum stehende Pickups mit vielen Leichen drum herum. In einem der Pickups findet er einen angeschossenen Mexikaner, der um Wasser fleht. Aber Llewelyn hat keins. Als er einen Koffer mit zwei Millionen Dollar bei einem der Toten findet nimmt er diesen mit nach Hause. In der Nacht jedoch plagt ihn sein Gewissen wegen des Mexikaners und er fährt mit seinem Pickup zurück in die Wüste, mit einem Kanister Wasser im Gepäck. Ein Fehler. Denn der Mexikaner ist tot, die Scheibe des Pickups auf seiner Seite zerplatzt und mit seinem Blut verklebt. Und plötzlich fliegen Llewelyn die Kugeln um die Ohren. Er kann leicht verletzt fliehen, aber nun ist Anton Chigurh hinter ihm her...

Ed Tom Bell (Tommy Lee Jones) ist Sheriff von Terrell County. Ein alter Mann vom alten Schlag und die perversen Auswüchse der Gewalt müde. Er und sein Deputy finden die Pickups und die Leichen einen Tag später als Llewelyn. Bell findet und erkennt auch Llewelyns Pickup und ahnt sofort, dass der in Schwierigkeiten steckt. Er macht sich auf die Suche nach ihm, doch das ist schwierig, denn der Vietnam-Veteran Llewelyn ist ein Meister des Versteckens und Chigurh ist ihm wesentlich dichter auf den Fersen...

Wer die Coen-Brüder kennt, die diesen Film 2007 in die Kinos brachten, wird überrascht sein. Nicht dass ihr ganz spezieller, ebenso furztrockener, wie liebenswerter und schräger Humor hier keine Rolle spielte. Aber er tritt doch wesentlich in den Hintergrund und kommt hier nur tief schwarz an die Oberfläche, wie das Öl aus den verdorrten texanischen Böden. Stattdessen ist den Brüdern eine Melange aus lakonischem Western, bedrückendem Film Noir, respekt- und liebevollem Heimat- und finsterem Horrorfilm gelungen, wie man sie noch nicht gesehen hat. Es ist ein Film über eine Welt die aus dem Ruder läuft, in der Gleichgültigkeit, die Beliebigkeit von Wertvorstellungen und Gewalt den Alltag zunehmend bestimmen. Und wer sich darauf einlässt den Spuren der Protagonisten zu folgen braucht ebenso viel Geduld, Ausdauer und Scharfblick wie der Fährtensucher in der texanischen Wüste, um nichts zu übersehen und die Spur nicht zu verlieren. Und für jene die das noch nicht verstanden haben: das ist eine Qualität.

Weit abseits der gängigen Handlungsklischees woben die Coens diesen Film nach dem gleichnamigen Roman von Cormac McCarthy („Kein Land für alte Männer“ von Cormac McCarthy), kenntnisreich und mit überragendem Feingefühl. Der Film weist gewisse Parallelen zu „Fargo“ auf, jedoch weit abseits dessen muckeliger, betulicher Humorigkeit. Und in „No Country...“ ist der Schnee fein säuberlich in Päckchen verpackt. Vergesst aufrechte, siegreiche Helden, deren moralische Unantastbarkeit in der Schnelligkeit und Durchschlagskraft ihrer Colts liegt, vergesst die Verlässlichkeit des Siegs der Gerechtigkeit. Das hier ist nüchtern und wahr. Und deshalb so unvergesslich.

Anton Chigurhs Blick ist tödlicher als seine Frisur. Und das ist Javier Bardems exzellenter Darstellung zu verdanken, der hier eine Figur schuf, die in ihrer existenziellen Bedrohlichkeit einem Hannibal Lecter in nichts nach steht. Josh Brolin wirkt als Llewelyn Moss als sei er aus dem Wüstenboden gewachsen und habe dort vom Anbeginn der Zeiten an gelebt, mindestens aber so lange wie die einheimischen Indianer. Und Tommy Lee Jones, als ebenso netter wie bodenständiger Sheriff Ed Tom Bell, trägt die Last der ganzen Welt auf seinen müden Schultern und droht unter ihr zusammenzubrechen. Auch all die anderen Schauspieler, von den Coens mit viel Liebe für menschliche Authentizität ausgesucht, haben großen Anteil an der überwältigenden Wirkung des Gesamtbildes. Allen voran seien hier die Schottin Kelly McDonald, als Llewelins Frau Carla Jean und Woody Harrelson als doppelbödiger Mafia-Agent Carson Wells erwähnt.

Carter Burwells karger Soundtrack, der erst im Nachspann deutlich merkbar wird, ist scheinbar nicht auf Tonträger erhältlich.

Bild und Ton (Deutsch, Englisch, Türkisch Dolby 5.1) geben keinerlei Anlass zur Beanstandung. Untertitel gibt’s in den genannten Sprachen. Als Extras winken drei der für die Coen-DVDs üblichen, sehr informativen Featurettes: Die Arbeit mit den Coens, Making-of und Tagebuch eines Sheriffs.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. September 2013
der film gehört ab sofort zu meinen lieblingsfilmen!!
super schauspieler, top story und echt spannend!
ich hab mir den film in 3 tagen 2 mal angeschaut, weil ich ihn
so gut fand. das ende des films ist offen bzw. etwas für denker.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. September 2013
Im wahrsten Sinne des Titels stellen die Coen-Brüder den Zuschauer in eine Handlung, in welcher keiner alt werden möchte. Neben der texanischen Landschaft, welche bereits Unbehagen bei mir auslöste, lebt der Film vor allem durch und mit seiner unzensierten Brutalität entlang der texanisch-mexikanischen Grenze.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Es könnte so schön sein: Erst findet Lllewyn Moss (Josh Brolin) in der Wüste die Überreste eines geplatzten Drogendeals inklusive eines Koffers mit zwei Millionen Dollar und eines verdurstenden Angeschossenen. Ersteren nimmt er natürlich mit, den Verletzten lässt er aber zurück, worauf hin sich einige Zeit später sein schlechtes Gewissen meldet und er sich zurück zum Ort des Geschehens begibt, um doch noch Hilfe zu leisten. Doch vor Ort wird er von auftauchenden Bandenmitgliedern beschossen und kommt nur knapp mit dem Leben davon. Da er sein Auto zurück lassen muss, wird ihm schnell klar, dass dies fatale Folgen für ihn und seine Frau haben wird. In Folge dieser Ereignisse versuchen nun mehrere Interessensgruppen Moss aufzutreiben, um das Geld in ihre Hände zu bekommen und setzen eine Welle der Gewalt in Gang.

Obwohl ich bisher mit den Filmen der Coens nicht immer sofort "warm" geworden bin, ist "No Country For Old Men" ein großes Werk der Erzähl- und Schauspielkunst. Da wäre zum einen die Geschichte, die an sich recht harmlos beginnt, aber dann schnell eine gigantische Abwärtsspirale in Bewegung setzt, die den Zuschauer kaum mehr Luft holen lässt. Zum anderen sind da unnachahmliche Typen wie Sheriff Bell (perfekt besetzt mit "Knautschgesicht" Tommy Lee Jones) oder natürlich auch Javier Bardem als herrlich-perfider Killer Chigurh, der sich den Oscar als bester Nebendarsteller wahrlich verdient hat.
Technisch ist die Scheibe unerwartet gut, denn das Bild überzeugt mit grandiosen Schärfe- und Detailwerten, satten Schwarzwerten und eine nahezu unverschämter Plastizität, die auch neuere Produktionen teilweise nicht erreichen. Die deutsche Dolby-Digital-5.1.-Spur reißt hingegen keine Bäume aus, muss sie aber auch nicht, da der Film nun einmal nicht von starken musikalischen Effekten lebt, sondern sehr subtil daher kommt. Alle anderen tonalen Eigenschaften, z.B. die ortbare Räumlichkeit, klare Verständlichkeit von Dialogen usw., sind ebenfalls ordentlich gelungen. Einige Extras haben sich auch auf die Scheibe verirrt, allerdings spielen diese keine oscarverdächtige Nebenrolle, denn weder das Making-of, noch die beiden Features zur Arbeit der Coens und zum "Tagebuch" des Sheriffs, sind Meilensteine der Bonusinhalte. Auch das Steelbook selbst kommt ein wenig karg daher, da außerlich kein signifikanter Unterschied zur normalen Plastikhülle gegeben ist und die Innenseite gänzlich auf künstlerische Aspekte jedweder Form verzichtet. Das passt zwar irgendwie auch zum Film, aber könnte Sammler ein wenig vor den Kopf stoßen. Sei es drum, trotz einiger Schwächen ist und bleibt der eigentliche Star natürlich gerade hier der Film selbst und der wäre mit jeder Bewertung unter fünf Sternen zu recht beleidigt...und einen Javier Bardem zu beleidigen kann übel ausgehen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Juli 2013
Mit "No Country for Old Men" haben die berühmten Coen-Brüder einen tiefgehenden und aufrüttelnden Film geschaffen. Die vordergründige Story: Der Jäger Llewelyn Moss findet mitten in Texas die traurigen Überreste eines gescheiterten Drogendeals. Er nimmt einen Geldkoffer mit mehreren Millionen Dollar an sich. Durch seine Rückkehr an den Tatort wird eine ganze Kette von Gewalt ausgelöst. Beim genaueren Betrachten des Films fällt auf, dass die tiefere Botschaft den Verfall der Gesellschaft allgemein betrifft: Die Menschen werden heute nicht mehr von der Politik geschützt, ein tragisches Ende ist unausweichlich. Diese Erkenntnis im Film, und das "Unhappy" End können den Zuschauer frustrieren; dennoch ist dieser Film ein Meisterwerk des Thriller-Genres.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Juli 2015
Super Film den ich schon mehrfach angesehen habe.
Gute Story und viele "Gänsehaut" Momente die sehr viel einprägender sind als 90 Minuten durchgehende Actionfilme.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. August 2013
Der Zuschauer wird mit einem sehr ruhigen Film konfrontiert, was damit zusammenhängt, das nur wenig Hintergrundmusik verwendet wird. Das passt sehr, überhaupt ist vieles sehr passend und bedacht gewählt, Schauspieler wie Bardem oder Lee Jones verleihen der Handlung eine ungeheuerlich große Spannung. Man wartet auf die Konfrontation, den vielleicht kommenden Knall und wird mit einem ungewöhnlichen Ende (daher nur 4 Sterne), sowie einigen Wendungen überrascht.
Dieser Film ist leise, brutal und anders.

Auf der DVD sind ebenso 3 Videos enthalten, die Kommentare zum Dreh- dem Filmset und den Schauspielern geben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Oktober 2014
Javier Bardem - der Film beginnt langsam und der Zuschauer fragt sich was passiert...aber als unser Antilopenjäger die vielen zerschossenen und ausgebrannten Jeeps in der Steppe entdeckt, nicht zu vergessen die vielen toten Mexikaner und einen Koffer voll Geld, ab da wird es spannend. Parallel will jemand nämlich noch sein Geld abholen, und keiner verkörpert diesen unheimlichen und ausgebufften Jäger besser als Bardem...es gibt nur noch wenige Filme, die in dieser Machart gedreht werden, und das ist eigentlich schade. Dieser hier ist lohnt sich.
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18 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. März 2008
Der Jäger Llewelyn Moss (Josh Brolin) stößt in der texanischen Ödnis auf die Reste eines Massakers einer gescheiterten Drogenübergabe. Er findet im weiteren Verlauf einen Toten mit einem Geldkoffer, nimmt diesen an sich. In der Nacht beschließt er, den Tatort erneut aufzusuchen und löst damit eine verhängnisvolle Kette von Ereignissen aus...
Nach "Fargo" und "the man, who wasn`t there" gelingt es den Coen-Brüdern erneut, ihre eigentümliche Sicht auf ein Amerika der banalen Provinzialität geschickt mit den sattsam bekannten Klischees einer Verfolgungsjagd zu verknüpfen. Wenn da nicht die Protagonisten wären. Ein wortkarger Jäger, der zum Gejagten wird, ein noch wortkargerer Auftragskiller, welcher mit eigenartigen verbal-banalen Botschaften, einem apokalyptischen Engel gleich seine Opfer ihrem nachgerade unausweichlichem Schicksal zuführt. Zuletzt ein berufsmüder Sheriff, dem man die Gleichgültigkeit seines Recherchierens mitleidsvoll nachsieht. Dazwischen leuchten wie kleine Blitze in die Handlung eingestreut, die Renitenz oder der Sarkasmus oder einfach nur die Dämlichkeit des nebendarstellerisch gezeigten Allerwelts-US-Amerikaners wie eine kontra-karrikierende Antwort auf den gezeigten Handlungsverlauf auf. Der Besitzer des Wüsten-Stores, der nicht begreift, daß ihm eine Münze das Leben schenkt, weil sie mit der richtigen Seite auf dem Tisch liegt, die fette Campingplatzsekretärin, die mit ihrer Renitenz sogar den Killer verblüfft, oder der großmäulige Grenz-Marshal, der den verletzten Moss wieder in die USA einreisen lässt, weil sich dieser als Vietnam-Veteran zu erkennen gibt. Die USA als Schauplatz einer permanenten Verfolgungsjagd mit Blutspur, gerät zur uninteressierten Farce für Land und Leute. Kein Schwein scheint zu interessieren, was Llewelyn Moss und den Killer Chigurh umtreiben. So auch das logische Ende des Films.
Mir bleiben zwei Aussagen im Kopf, die das Geschriebene unterstreichen.
Der Kollege/Vorgesetzte zu Sheriff Ed Tom Bell: "Was ist aus unserem Land geworden, wenn sich unsere Kinder ihre Haare grün färben und Knochen in die Gesichter stecken."
Und Ed Tom Bells geschilderter Traum am Ende dieses beeindruckenden Filmes.
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