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Tod eines Handlungsreisenden - Arthaus Premium (2 DVDs)
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am 15. Januar 2011
Was soll man über die Geschichte des Handlungsreisenden sagen?

Willy Lomann, der Handlungreisende, ist ein Mann anfang 60. Die Haupthandlung entführt uns ins Amerika der späten 1940er Jahre. Lomann,dessen verkäuferische Erfolge sehr bescheiden sind, findet sich mit dem bereits damalig vorhandenen Leistungsdruck nicht zurecht und flüchtet zusehends in gedankliche Scheinwelten. In diesen Monologen spielen sein älterer Bruder Ben, ein erfolgreicher Selfmademillionär, aber auch der ebenfalls erfolgreiche Nachbar "Onkel Charlie", Lomanns Frau sowie die Söhne Biff und Happy eine tragende Rolle. Die dramatischen Ereignisse spielen fast ausschließlich im Lomann's Haus sowie im kleinen Garten. Die Unfähigkeit das eigene berufliche Scheitern sowie die Mittelmäßigkeit seines zur Lichtgestalt verklärten Lieblingssohnes 'Biff' zu realisieren führt unweigerlich in die Katastrophe. Geradezu genüßlich und unerbittlich läßt Arthur Miller(Autor) die Phantomwelt Lomanns und damit den amerikanischen Traum zerplatzen.

Der Film ist ein Meisterwerk. Warum?

Das Theaterstück, Death of a Salesmann 1949 auf dem Broadway uraufgeführt, wurde niemals so datail- und werksgetreu auf die Bühne und damit auch auf die Leinwand gebracht. Alle Figuren wurden perfekt besetzt.
Die Krönung aber ist Dustin Hofmann als Handlungreisender. Hofmann spielt nicht den Handlungsreisenden; er ist es.
Otto Sander's unvergleichbare Synchronstimme führt uns melancholisch durch diesefilmische Offenbarung.
Andere Verfilmungen müßen hier weit zurückstehen. Wer sich das Werk mit Lee Cobb aus dem Jahr 1966 ansieht wird den Unterschied nicht übersehen können. Arthur Miller war in die grandiose Schlöndorff Verfilmung mit einbezogen. Dieser Umstand hat sicherlich das Entstehen maßgeblich geprägt. In einem Interview bekannte Miller, Dustin Hofmann sei "sein" Handlungsreisender.

Der Nostalgiker sagt: Brilliante Umsetzung eines Jahrhundertwerks. Mit dem amerikanischen Traum wurde hier, wie noch nie, gnadenlos abgerechnet.

Willi Lomann, wir haben über dich gelacht und um dich geweint. Sicher ist: Wir werden dich immer lieben.......
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Juli 2008
Jahrelang habe ich auf eine DVD-Edition dieser Verfilmung des bekannten Theaterstückes gewartet. Es war mir völlig unverständlich, dass sich der Rechteinhaber offenbar nicht mehr daran erinnerte, welches Juwel er besaß.
Völlig zu Recht bekam Dustin Hoffman 1986 einen Golden Globe für seine überragende Performance des Willy Loman.
Dass der Film wie auch das Theaterstück sich in Amerika keiner großen Beliebtheit erfreute, liegt auf der Hand. Wagte Arthur Miller doch eine nicht gerade zimperliche Kritik am großen und selbstherrlichen American Dream. "The world is an oyster, but you don't crack it open on a mattress." lautet schließlich die große Lebenslüge des Willy Loman. Volker Schlöndorf inszenierte das grandiose Stück 1985 mit den Augen eines Europäers und kommt damit der Kritik Millers am American Way of Life sehr nahe. Schlöndorf inszenierte das Werk in einer surrealistischen Bühnendekoration mit großen Anleihen an das Theater. Meisterhaft auch wie immer die Kamera von Michael Ballhaus, hier noch in seiner frühen Hollywoodphase.
Das "Paket" Miller-Hoffman-Schlöndorff-Ballhaus setzte seinerzeit einen Meilenstein des Kinos.
Umso unverständlicher für mich, dass es so lange gedauert hat, bis dass dieser Film auf DVD erscheint.
Nun aber soll er ja erscheinen, und ich habe ihn sofort auf meine Wunschliste gesetzt.
Wenn mir jemand einen Freude machen will, kann mir den Film gerne schenken :-)

Reinhard Engels - Hennef
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. März 2014
Diesen Film habe ich schon mal von Jahren im TV gesehen. Heut lief er wieder auf 3sat und ich bin im 2. Drittel reingekommen und habe mir den Film angeschaut, weil die Szenen, die gerade liefen, mich sehr ergriffen haben. Das ist ein Film, bei dem man auch ohne den Anfang zu kennen, reinkommen kann, weil die einzelnen Aussagen von Verlogenheit sehr deutlich herauskommen.

Ich sah einen Dustin Hoffmann, der die Rolle eines Berufstätigen, Vaters und Ehemanns spielte, der von dem Widerspruch seine Werte und seiner Verlogenheit zerfressen war.

Nirgends oder zumindest selten findet man die psychoanalytische Sichtweise und Aufdeckung der großen Problematiken aus Werken und Filmen. Ich möchte dies für diesen Film, dieses Werk einmal etwas deutlicher machen, als ich das anderswo lesen konnte.

Dustin Hoffmann spielt einen Familienvater mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen. Er ist tätig als Handlungsreisender und ist regelrecht pathologisch infiziert vom plötzlich boomenden American Dream, der letztlich nichts anderes darstellt als eine der größte Illusionen der Menschheit. 2014 wie 1940. 1940 wie 1933. 1933 wie zu Christi Tod.

Soll heißen: die Flucht des Einzelnen, der sich minderwertig fühlt, weil er als Kind nicht so angenommen wurde wie er ist. Das ist einer der gravierensten Gründe für all unser Elend. Hieraus entwickeln sich das Elend des kleinen Mannes, des Reichen, des späteren Terroristen, des Querkopfes, des Fanatischen, des Nationalisten, des Hitlers, der ganzen Diktatoren dieser Welt. Dieser Film zeigt schonungslos welcher Schmerz produziert wird, wenn wir unsere Kinder nicht so annehmen wie sie sind. Sie werden anfällig für andere, die ihnen schönreden durch finanzielle und gesellschaftliche Erfolge (auch der Fall Hoeneß ist dadurch bedingt, davon bin ich überzeugt, und die Fälle der meisten unserer Prominenten, - Jackson, Elvis, etc.) das Selbstwertgefühl zu erlangen, das ihre Eltern ihnen nicht geben konnten.

Wenn man die Probleme in unserer Gesellschaft ehrlich und konsequent zurückverfolgt endet man also bei den Traumen, die wir als Kinder erlebt haben.
Wenn wir diese Ursachen dieser Probleme nicht erkennen, bleiben unsere Probleme unbewußt. Schließlich werden sie verdrängt und schaden unserer Seele, unserem Leben und unserem Umfeld und letztlich eben uns selbst. Sie schaden solange wir unsere Trauer nicht spüren und solange wir eben alle Taktiken ausnutzen, damit unser Schmerz nicht an die Oberfläche kommen kann, weil wir glauben, mit ihm nicht klarzukommen, an ihm zu sterben. Doch wer so agiert, der weiss nicht, dass genau das zur Heilung führt.

Der älteste Sohn hat auf gut Deutsch die Schnauze voll von dem Geheuchel seiner Eltern und spricht Klartext. Er ist es, der seine Eltern mit der Wahrheit konfrontiert. Er krempelt sich schließlich, nach Jahren zurückgekommen und zu Besuch bei den Eltern, die Hemdsärmel hoch, um ihnen zu zeigen, dass nun Schluss mit den Lügen ist, die er Zeit seines Lebens zu hören bekommen hatte. Dieser junge Mann konfrontiert seine Eltern mit ihren armseligen Illusionen für die sie ihre Kinder und ihr eigenes Leben geopfert haben. Er lässt sich weder von Vater noch von Mutter durch die stereotypen Sprüche beeindrucken, die ihn als Kind dazu bringen sollten, seine eigene Trauer über seine Nicht-Wertschätzung durch die eigenen Eltern zu unterdrücken, mit dem hilfestellenden Ziel, dass die Eltern ihren eigenen Fehler übersehen, wie sie für Geld und Geltung in der Gesellschaft, die Seelen ihre eigenen unschuldigen Kinder opferten. Kinder werden oft emotional dazu missbraucht, die Lügen der Eltern zu bestätigen. Die Eltern er-ziehen sie zu kleinen Äffchen, deren Kunststücke es sind, den Eltern ihre Lügen als Wahrheiten zu bestätigen. Die dabei entstehenden inneren Widersprüche richten im Gefühlsleben von Kindern einen kapitalen Schaden an, den sie oftmals bis zu Ihrem Tod mit sich herumschleppen und wieder an eigene Nachkommen weitergeben.

Ich würde es daher als Gnade für den älteren Sohn sehen, dass er eigene, alte, festgefahrene Sichtweisen, die nicht aus der eigenen Erfahrung erwachsen sind, sondern von vorhergehenden Generationen kritiklos übernommen wurden, auflösen konnte. In einer Hotelszene in der er seinen Vater mit einer Prostituierten erwischt und dessen daruffolgende Lügen bei ihm tiefste Trauer auslösen, bricht er mit der falschen Loyalität zum Vater und nennt ihn einen Versager, Heuchler, Lügner. Er entmystifiziert den Vater und erkennt ihn als das was er wirklich ist, einen Menschen mit all seinen Fehlern.

Nicht umsonst sagt der ältere Sohn: "...er weiß nicht wer er ist...". Dieser so genannte American Dream ist nur kurz den Amerikanern vorbehalten geblieben. Er bevölkertet nach und nach alle Länder des Kapitalismus. Auf dieser Grundlage unserer zerstörten Seelen, sind wir bereit immer mehr zu zerstören, allem voran unsere Liebe zu uns selbst und zu unseren Kindern, die nicht selten nur eine Affenliebe ist. Der Spruch "meine Kinder sollen es mal besser haben..." geht nämlich genau in diese Richtung. Er impliziert die Kontrolle der Eltern zu wissen was für das Kind gut ist und sie drängen es in eine Richtung, wobei sie vergessen, dass zwischen ihrer Geburt und der ihrer Kinder Zeit vergangen ist. Indem sie ihr Trauma auf ihre Kinder übertragen, traumatisieren sie ihre Kinder, weil sie vergessen ihnen das zu geben, was liebevolle Eltern ihnen geben sollten: Freiraum, Hilfestellung und etwas Richtung. Alles andere programmiert Menschen zu Marionetten.
Der älteste Sohn hat dies erkannt und hat das tiefe Bedürfnis seinen Vater, der sich nur um sich uns seine Minderwertigkeit dreht ohne zu sehen, was um ihn herum passiert, in den Arm zu nehmen und ihm zu sagen, und vor allem ihn spüren zu lassen, dass er ihn liebt. Dieser Älteste hat es satt, Vater oder Mutter für die Bestätigung deren Illusionen und Lebenslügen weiter zur Verfügung zu stehen. Jetzt da er erwachsen und nicht mehr von den Eltern abhängig ist, selbst lebensfähig ist, kann er ohne für sein Überleben relevante Sanktionen seitens der Eltern die Wahrheit aussprechen. Hier wird deutlich, wie groß die Angst der Eltern ist, sich nach so langer Zeit mit der Wahrheit zu konfrontieren. Sie nehmen sogar in Kauf, den Sohn nie wieder zu sehen.
Die (bis dato nie erlaubte) Umarmung durch den Sohn (wegen des Klischee Männer haben keine Gefühle und sind hart und erfolgreich) geht dem Vater letztlich so tief, dass dieser letztlich kurz darauf bei einem tragischen Unfall umkommt. Hoffmann spielt einem Mann, der es zwar nicht zugibt, aber im Grunde seines Herzens weiss, dass er sein Leben an seiner Bestimmung nicht nur vorbeigeschlittert ist, sondern es sich mit seinen Illusion letztlich um das Wertvollste gebracht hat, was ihm in dieser Welt in seinem Leben hätte zuteil werden können: Die tiefe und erfüllende Liebe zu anderen Menschen.
Als schwacher Mensch, der sich nach außen als starken Helden des Verkaufs darstellt, der aber weiß, dass er genau das ist was er nie sein wollte und immer verleugnete, ein Gescheiterter. Er selbst betrachtet sein Scheitern aber aus einem stark bewertenden und negativen Blickwinkel. Sein Scheitern ist sein Versagen, dass nie sein durfte, das er auch für die Früchte, die er zeugte (seine Söhne) niemals sehen wollte, weil er diese Wahrheit aufgrund seiner suchtkranken Wertvorstellungen verleugnete.

Ich kann jedem, der sich für diese Problematik interessiert, die sich wie ein Spinnennetz durch unseren Kapitalismus webt, ein Buch einer renommierten amerik. Psychoanalytikerin empfehlen, die diese Zerstörung als suchtartiges Verhalten beschreibt und genau untersucht hat. Es macht, ich glaube, fast jedem von uns hier und da, mal mehr, mal weniger klar, wo wir uns mit unserer Sucht im Wege stehen. Das Buch heißt: Im Zeitalter der Sucht und ist von Anne Wilson-Schaef. Das Titelbild mit einer Qualmenden Zigarette ist völlig irreführen, bitte ignorieren.

Der Film gibt sehr viele psychologische Facetten von Projektion, von Verdrängung, Verleugnung und Abwehr wieder. Hoffmann spielt diese Rolle absolut perfekt. Ich kann einem anderen Rezensenten, der schrieb, Hoffmann IST der Handlungsreisende, nur zustimmen, ein absolutes Ausnahme-Genie, es ist für mich nur fast unfassbar wie authentisch ein Mensch so eine Rolle spielen kann, - wieso nur fast? Wenn ich sehe, wie viele meiner Mitmenschen, die ich jeden Tag sehe auch ihre Rollen perfekt spielen, dann ist Hoffmann letztlich auch nur einer von ihnen, die dasselbe tun. Wir Menschen sind genial - auch im leben unserer Illusionen, wir selbst bemerken es gar nicht, was wir uns vormachen, weil wir es nicht sollen. Auch das sind letztlich Überlebensstrategien.
Zum Ende des Films in der Grabszene spricht ein älterer Mann zur Witwe und den Söhnen und sagt, man könne ihm, dem Handlungsreisenden, keine Vorwurf machen.
So ist es, wir alle tun unser Bestes, auch wenn wir uns und andere verleugnen.
Es ist aber wünschenswert, wenn immer mehr Menschen diesen Prozess sich mehr und mehr bewusst machen, denn die Verdrängung hat ein ungeheures Zerstörungspotential. Im Film betrifft es nur diese Familie, aber in der Realität, wenn wir über den Tellerrand hinaussehen, dann erkennen wir in Kriegen, im Annektieren von Ländern, in Atom- und Kohleenergie, im Fracking, in den Religionsstreitigkeiten, im Ausländerhass genauso wie im Inländerhass (der scheint übrigens legitim zu sein in unserer dt. Gesellschaft, aber das ist ein anderes Thema), in der Ausbeutung unserer Ressourcen, im unangemessenen Fleischkonsum, der ein unvorstellbares Leid unserer uns anvertrauten Tiere bedeutet und nicht zuletzt im CHRISTUSMORD, den Wilhelm Reich thematisierte, klar wird, wie der Mensch vor sich selbst davonläuft, wenn ihm einmal als Kind das Programm "du bist nicht gut so, wie du bist" eingepflanzt wurde.
An diesem Programm scheitert der Handlungsreisende, Ehemann und Vater und dieses Scheitern ist gleichbedeutend mit all unserem Scheitern, denn die Fehlprogrammierung nimmt uns das Beste was wir haben, das stille Wissen um unsere göttliche Kreativität, die über alle Siege und Reichtümer erhaben ist.

Diese von uns gut gehüteten Lebenslügen sind so gefährlich, weil sie uns nicht bewußt sind, sie sind daher heimtückisch, weil sie uns das Leben kosten, jedem einzelnen aber auch der gesamten Menschheit sehr schnell. Die Menschheit wäre so schon längst gestorben, wäre ausgerottet, wenn nicht doch immer noch ein paar wenige Märtyrer mit ihrem Leben bezahlten, um so die Wahrheit immer wieder zu Zeiten, in denen die Unbewußtheit ein tötliches Ausmaß angenommen hätte. Ein Beispiel war die Illusion Hitlers. Hätte dieser damals über die Atombombe verfügt, hätte dies möglicherweise das Ende des Homo Sapiens besiegelt. Aber auch der Kalte Krieg, das Wettrüsten und die Unfähigkeit der meisten Politik(Darsteller) -weil egozentrisch, pathologisch, korrupt- stellen genau dieses Krankheitsbild dar, das Hoffmann im Film perfekt vorführt. Unsere Schröders, Pofallas und wie sie alle heissen, sind getrieben von ihrer Minderwertigkeit, deshalb werden sie zu allesschluckenden Monstern.
Wir leben in inzwischen in einer Zeit der Psychopathen. Nie war die Schere zwischen Bewußtheit und Unbewußtheit so groß wie heute.

Dieser Film ist großartig von seiner Aussage und in jeder Hinsicht. Meine Empfehlung.

An dieser Stelle noch ein weiterer Buchtipp von Hans-Joachim Maaz: Wenn wir wieder fühlen können. Maaz beschreibt im Grunde genau die Facetten dieser Gefühlsmisere unter der Milliarden Menschen im Kapitalismus leiden.
Kapitalismus ist meines Erachtens ein globales und kollektives Symptom für verdrängte Gefühle. Wir alle suchen in pathologischem Maße eine Erfüllung auf einer anderen Ebene, die aber für das was wir wirklich brauchen, nämlich Liebe, gar nicht geeignet ist. Wir sind es zu feige auszusprechen, dass wir Liebe suchen und sonst gar nichts!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ich glaube, dass dieser jetzt über 30 Jahre alter Film mit Dustin Hoffman aktueller ist als je zuvor. Wer mehr über sich selbst erfahren möchte sollte sich dieser Umsetzung Athur Miller's bemerkenswerten Dramas einfach überlassen. Die Gefahr besteht, dass man seine bisherigen Sichtweisen danach in Frage stellt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. April 2013
Ich habe mir die DVD gekauft um den Film einmal mit dem Buch Arthur Millers zu vergleichen. Brilliant gespielt kommt der Arthouse-Film nahe an das moderne Drama "Death of a Salesman" heran und lässt den Charme einer Theateraufführung spürbar werden.
Absolut empfehlenswert.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Mai 2010
Dustin Hoffman spielt brilliant den alten Mann, den kleinen Mann, den "Versager". Doch so einfach kommen wir als Zuschauer nicht davon. Denn "Er" ist kein Unbekannter.

Die Existenzängste sind genau die, mit denen wir auch konfroniert werden. Was wird aus unseren Kindern? Lügen wir uns als Ehepaar an, nur damit wir nicht die Wahrheit sehen müssen? Sind wir erfolgreich? Hätten wir es besser haben können? Und schließlich: Sind wir noch Herr der Lage? Es sind wahrlich nicht nur die Existenzängste von Loman, er ist WIR.

Seine beginnende Demenz (wie es scheint), lässt ihn inneres und äußeres durcheinander- und zusammenbringen, eine eigene Logik entsteht, ergeben zusammen mit verdrängten Traumata eine gefährliche Mischung, die am Ende des Films zwar nicht explodiert, aber unaufhaltsam das Unglück heraufbeschwört. Dustin Hoffman spielt nicht nur, er ist völlig in der Rolle aufgegangen. Im fantastischen, über 80 minütigen Making Of werden wir auch Zeuge weshalb: Arthur Miller persönlich war mit am Set - gab Tipps. Und sogar eine deutsche Volksmusikband, dem Regisseur zu Ehren. Die Szene mit der Frau, John Malkovich und Hoffmann - fast bis zum Zusammenbruch wurde geübt, einstudiert, verändert. Das war fast so eindrücklich wie der Film selbst.

Ob Selbstgespräche, klassische Paradoxien, Doublebinds - dieses Werk kann als Lehrfilm für Pädagogen durchgehen, ist man gewillt ihn zu interpretieren und studieren.
Die beiden Söhne sind nicht besser / schlechter, wenn man denn werten will. Frauenheld, Träumer, beide über 30, bei den Eltern wohnend.
Die Frau? Will nicht sehen, kann nicht sehen, schafft es nur ansatzweise, verstärkt alles negativ, aber aus Liebe. Es gibt einem einen Stich ins Herz.

Die Requsisiten: Wände, die nicht zusammenwollen, zeigen den Himmel, zeigen die Nachbarshäuser: Das ist die Ambivalenz: Einerseits frei sein, andererseits Gefängnis. Und mitten drin diese kleine
Familie, Loman.
Die Dramaturgie ist eine Achterbahn, reisst mit, soll uns mit Hoffnung trügen, wenn die beiden Söhne mal wieder eine Idee haben, und Vater und Mutter mitmachen, wieder Freude aufkommt.
Nur um dann umso erbitterter zuzuschlagen. Die Emotionen, schon so lange als Gift brodelnd, kochen dann hoch, das sind die einzigen Momente der Wahrheit.
Alle Protagonisten scheinen wohl insgeheim zu wissen, wohin die Reise am Ende führen wird.

Der Film ist aus den 80ern, das Bild hiermit auch. So kenne ich den Film, so liebe ich ihn.

Diese menschliche Studie gewinnt in der heutigen Zeit an brutaler Aktualität.

Mit dabei: Stephen Lang - der General aus Avatar.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Juni 2009
Natürlich geht es in diesem Stück um "den amerikanischen Traum", wie viele Kritiker behaupten, aber diese Tatsache ist nicht der eigentliche Knackpunkt. Viel mehr geht es um die innere Zerissenheit eines Menschen, schwankend zwischen dem Gefühl der eigenen Wertlosigkeit und Größenwahn, immer verzweifelt darum bemüht, das falsche Selbstbild und die Lebenslüge aufrecht zu erhalten. Und diese Form der Persönlichkeitsstörung beschränkt sich nicht auf die USA, sondern ist in allen Gesellschaften anzutreffen, in denen der persönliche Status hauptsächlich über materiellen Wohlstand und Karrieregeilheit definiert wird.
Ich kenne keine Verfilmung, die darstellerisch so beeindruckend die emotionalen und seelischen Verwerfungen einer sozialen Gemeinschaft, wie die der Familie Loman, zum Ausdruck bringt (außer vielleicht: Wer hat Angst vor Virginia Woolf). Selbst der Filmschnitt ist genial (übrigens wurde Dustin Hoffmans Stimme kongenial von Otto Sander synchronisiert).
Wer charaktervolle Schauspielkunst mit überzeugendem Tiefgang einem Filmgenre mit Effekthascherei und stereotypen Darstellungsabziehbildern vorzieht, sollte diesen Film gesehen haben!
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Juni 2009
Pflichttitel für Hoffman-Enthusiasten und Analysten des American Dreams.

Die Performance Dustin Hoffmans ist eine der B E S T E N in all seinen Filmen. Ein absolutes MUST-SEE. Dies ist eine andere Form der Entthronung und Derangierung des AMERICAN DREAM sowie ein kritisierendes Pendant in der Art von "Wer hat Angst von Virginia Wolf" mit Elisabeth Taylor. Auf kleinstem Raum und in dichtester Atmosphäre findet eine thematische Enttabuisierung statt, die durch das künstlerische Können Dustin Hoffmans an Intensität niemals zu überbieten ist.

Fans suchen vergeblich eine US-Edition. Es ist kristallklar warum: Diese Art der deprimierenden Wahrheit ist unpassend und lässt sich heutzutage in viele Länder übertragen.

Die mentale Depression findet hier die totale Verkörperung.

130 Minuten seelische Zerreissproben familiärer Dramatik. Einfach unvergesslich.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. August 2009
Vor Jahren habe ich den Film auf Video aufgenommen und weil er mich so begeistert hat, wurde er, wenn auch in nicht so guter Qualität, auf DVD umkopiert. Um so mehr hat es mich gefreut, dass es ihn nun endlich auf DVD gibt - viel zu lange musste man warten. Dustin Hoffman, 1985 noch keine 50, als alter verbrauchter Mann, der von seiner Lebenslüge nicht lassen kann, ist mehr als nur sehenswert. Dieser Film ist ein ganz großer Wurf - einfach alles passt zusammen. Nicht nur im Sinne der Literaturverfilmung vollkommen gelungen.
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