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39 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unwissenheit ist Glückseligkeit
"Unwissenheit ist Glückseligkeit" - das wusste schon der englische Dichter Thomas Gray.

In anderen Worten, was wir nicht wissen, kann uns nicht schaden. Dieser Film zeigt dem geneigten Cineasten dennoch, wie verheerend die Folgen mangelnden Wissens, Kennens und Verstehens sein können.

"Crash" ist ein direkter und provokanter Blick auf die...
Veröffentlicht am 10. Juli 2009 von Think blue!

versus
2.0 von 5 Sternen Crash review
Crash is a crime drama film produced and directed by Paul Haggis in 2004. It is about racial and social incidents of 36 hours in Los Angeles. There are different episodes told from the point of several characters of the American society which overlaps and comes together at the end to a big whole.

The story begins when several people are involved in a multi-car...
Vor 7 Monaten von Silke Radmacher veröffentlicht


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39 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unwissenheit ist Glückseligkeit, 10. Juli 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: L.A. Crash (DVD)
"Unwissenheit ist Glückseligkeit" - das wusste schon der englische Dichter Thomas Gray.

In anderen Worten, was wir nicht wissen, kann uns nicht schaden. Dieser Film zeigt dem geneigten Cineasten dennoch, wie verheerend die Folgen mangelnden Wissens, Kennens und Verstehens sein können.

"Crash" ist ein direkter und provokanter Blick auf die komplexen sozialen Konflikte im Herzen Amerikas, auf eine Gesellschaft, die von Rassismus, einem der bedeutendsten Probleme der Menschheit, und Angst geprägt ist, auf eine Gesellschaft, in der oft Gefühle mit einer routinierten Sentimentalität verwechselt werden. Gekonnt setzt sich der Drehbuchautor und Regisseur Paul Haggis mit Thematiken wie Vorurteil, Moral, Diskriminierung, Missbrauch, Mut, Selbstlosigkeit, Wut, Hilflosigkeit, Verzweiflung und gewaltsame (Re)Aktion auseinander und erinnert uns daran, dass die Handlungen eines jeden von uns andere Menschen beeinflussen kann, sowohl positiv als auch negativ.

Der simple und zugleich kontroverse Inhalt dieses Films dürfte hinlänglich bekannt sein: Eine Reihe von Menschen, geblendet von auferlegten Klischees und Vorurteilen, treffen "zufällig" aufeinander. Sie gehören verschiedenen Kulturen und sozialen Schichten an, sie alle sind Räuber und Geraubte, Täter und Opfer, Unterdrücker und Unterdrückte in einer Person. Sie alle fühlen sich missverstanden, allein, sind frustriert und haben das Vertrauen in andere verloren. Der daraus entstandene Mikrokosmos erschüttert, bringt zum Weinen, aber auch zum Lachen, und bleibt bis zur letzten Sekunde unberechenbar.

Wir, die Zuschauer, sehen und hören den Mangel an Verständnis zwischen den Menschen, ferner nehmen wir wahr, dass Gut und Böse nebeneinander existieren. Menschen sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen, ferner können und sollten sie nicht kategorisiert werden. Es gibt keine guten und/oder schlechten Menschen, es sind nur Menschen und Situationen, die interagieren.

Mein Fazit: "Crash" hat seine 3 Oscars, darunter einen für den besten Film, zu Recht verdient. Auch für mich ist dieser geniale und zum Reflektieren anregende Film einer der besten überhaupt, welcher der bitteren Realität sehr nahe steht. Die Darsteller brillieren alle, ohne Ausnahme, die Kameraführung sowie der Soundtrack sind ausgezeichnet.

PS. L.A. ist überall. Leider.
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40 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atmosphärisch, 12. März 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eigentlich mag ich Episodenfilme nicht. Mir hat weder "Short Cuts" oder "Magnolia" gefallen, deshalb habe ich mich lange nicht getraut, mir "L. A. Crash" anzutun. Jetzt habe ich es doch getan und nicht bereut.

"L. A. Crash" erzählt zwei Tage aus dem Leben mehrerer Menschen, deren Schicksale irgendwie miteinander verbunden sind. Dabei geht es im Grundton meist um Rassismus oder Vorurteile. Am deutlichsten wird das in der Matt Dillon-Episode: Dillon spielt einen Polizisten, der bei einer Leibesvisitation eine schwarze Frau mehr begrabscht als durchsucht. Eben dieser Frau rettet er einen Tag später bei einem Verkehrsunfall das Leben. Der Blick, den ihm die Frau dann am Ende der Szene zuwirft, lässt erahnen, dass sie nicht begreift, was da eben passiert ist, weil sie diesen Mann wegen dem Vorfall am Tag zuvor so hasst, dass sie sich nicht einmal von ihm retten lassen will.

Am Ende des Films hat fast jede der Personen eine Wandlung durchgemacht. Dass sie alle auf irgendeine Art und Weise dem Zuschauer schließlich sympathisch werden, ist zwar nicht ganz glaubwürdig, aber nicht wirklich ein Fehler.

Was den Film so gelungen macht, ist die Leistung sämtlicher Schauspieler (wie z. B. Sandra Bullock, die völlig untypisch eine zänkische Frau spielt, der auf einmal bewusst wird, wie sie sich damit selbst kaputtmacht) und die wunderbare Atmosphäre, die durch den Song "In The Deep" von Bird York (auf diesem Director's Cut auch als Video zu sehen) unterstrichen wird.

Am Ende ist man teils entspannt, teils nachdenklich. Wie viele Filme können das schon von sich behaupten?
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Oscars sagen alles, 22. Mai 2007
Ursprünglich wollte ich bei dieser Rezension ja nicht auf den Inhalt eingehen. Da ich allerdings einige Meinungen gelesen habe, die nicht nachvollziehen kann, hole ich nun weiter aus:

Ich denke, dass dieser Film einer der besten der letzten Jahre ist und somit den Oscar, u.a. für den besten Film, sehr wohl verdient hat. Das Thema ist aktuell, zeitlos und vor allem in den USA ein großer Diskussionspunkt mit massivem, öffentlichen Interesse und Druck.

Die Dialoge stehen im Mittelpunkt des Films und sind mit feinem Humor und subtiler Kritik bespickt. Man muss zwischen den Zeilen lesen und über das Gesagte nachdenken und sich vor allem seine eigne Meinung bilden.

Der Stil des Episodenfilms ist hier sehr gut eingesetzt, da man so ein breites Spektrum der Gewalt und Rassenproblematik einfangen kann. Außerdem zeigt die Verknüpfung der einzelnen Geschichten, wie klein die Welt doch ist, selbst in L.A. (und LA ist riesig, war selber schon dort^^). Außerdem ist es filmtechnisch eine Abwechslung und so hebt sich der Film vom Alltags-Blockbuster-Brei ab.

Als oberflächlich würde ich den Film auf gar keinen Fall bezeichnen. Man sollte den Film vllt. mehrmals gucken, um alle Verknüpfungen und Details zu erkennen. Und man sollte sich darüber im klaren sein, dass dieser Film nicht als Popcorn-Entspann-Abend-Movie taugt.

Nun aber mal zur DVD:

Zunächst habe ich mir die Single-Disc gekauft, weil ich den Film nicht kannte und er hier in Deutschland auch kaum lief (was sich nach den Oscars komischerweise veränderte). Allerdings fand ich sowohl die Thematik, als auch die Filmtechnik des Episodenfilms interessant und so holte ich ihn mir auf "Gut Glück". Und es war ein Volltreffer.

Dann konnte ich die Special-Edition günstig erstehen und so besitze ich den Film jetzt 2mal. Die Special-Edition beinhaltet neben der 2 DVDs im Steelbook auch noch ein Büchlein mit Infos zur Produktion und den Schauspielern. Also endlich mal wieder eine ordentlich ausgestattete DVD. Technisch ist die DVD sicherlich nicht das beste, was es zur Zeit auf dem Markt gibt, aber das Bild ist trotzdem gut und wer unglaublichen Sound und meeega Special Effects braucht, sollte sich die entsprechenden Oscar-Gewinner nach Hause holen ;-) Die Special-Edition im Director's Cut (ca. 5 Minuten länger) ist auf jeden Fall jeden Cent wert - natürlich wie immer - vorausgesetzt man mag das Thema und den Stil des Films.
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32 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen L.A. Crash Directors Cut und 2 DVD`s, warum nicht gleich so?, 9. August 2006
Die Frage, warum denn nicht gleich eine Doppel-DVD erschienen ist, lässt sich wohl nicht damit beantworten, dass man doppelt kassieren will, sondern einfach damit, dass kaum einer mit dem riesen Erfolg dieses Films gerechnet hat! Als die Oscarnominierungen 2006 veröffentlicht wurden, war es schon unglaublich, als dann auch noch welche gewonnen wurden, sogar u.a. für den besten Film, ging der Film dieses Jahr in die Geschichte ein! Und dies absolut gerechtfertigt! Dieser Film hat sich eine solche Edition verdient, der Directors Cut bietet etwa 7 Minuten mehr Film, was aber wohl wichtiger ist, ist die zweite DVD, die einiges an interessantem und informativem Bonusmaterial zu bieten haben wird, zusätzlich wird diese Edition als Steelbook mit einem mehr als 50 seitigem Booklet erscheinen, was die Sache gut abrundet. Wer die dovor erschienenen DVD besitzt und nichts mit Bonusmaterial anfangen kann, sollte bei seiner Fassung bleiben, weil die 7 Minuten mehr Film das Geld nicht wert sind. Wer etwas mehr Film sehen will und Bonusmaterial mag muss hier zugreifen. Wer L.A. Crash noch gar nicht besitzt, sollte spätestens hier zugreifen, ein stark gespielter Film, realitätsnah, aufwühlend, spannend und einfach stark inszeniert!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Melo-Drama mit tollem Soundtrack, 13. März 2007
Rezension bezieht sich auf: L.A. Crash - Focus Edition (DVD)
Ein weißer Staatsanwalt und seine Frau, ein farbiger Regisseur und seine Frau, ein farbiger Polizist und seine latino Partnerin/Geliebte, zwei farbige Autodiebe, ein latino Schlüsseldienstmitarbeiter mit seiner Frau und seiner Tochter, ein persischer Händler mit seiner Familie, ein weißer Polizist mit seinem Vater. Menschen, die verschiedener nicht sein können, deren Wege sich aber kreuzen.

Der große Tenor des Films ist der Kampf gegen Rassismus, aber nicht nur der Rassismus von weiß auf schwarz, sondern auch von Latino auf Asiat, sogar von schwarz auf schwarz.

Das Bild ist als gut zu bewerten. Die große Stärke des Films liegt in der stimmigen Musik. Wenn man nicht alleine von dem Film schon Gänsehaut bekommt, dann spätestens bei der genialen Musik.

Auf der Single-DVD-Ausgabe sind als Extras ldlg. ein paar Trailer enthalten.

Ein Film der mitreißt und aufrüttelt und betroffen macht. Sehenswert.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen bessere Story gibt´s nicht...., 11. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Crash [UK Import] (DVD)
viele einzelne Stories werden zu einen knallhart emotionalen, spannenden und mitreissenden Film zusammengefasst,
welche im Endefekt alle gemeinsam miteinander verstrickt werden.
Grossteils geht´s um Gleichberechtigung und rassistische Einsichten der verschiedenen Familien / Gangs.
Ein richtiges "boah-Erlebnis" nach dem anderen!!
Dieser Film zeichnet unteranderem eine super Star-Besetzung aus.
also absolut empfehlenswerte DVD!
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen the human drama, 29. November 2006
Rezension bezieht sich auf: L.A. Crash - Focus Edition (DVD)
„L.A. Crash“ ist einer jener seltenen Filme, die bewusst mit den Konventionen des modernen Kinos brechen und sich ausschliesslich der Wiedergabe einer Botschaft widmen.

Dass der Film dabei jedoch weit mehr ist als ein gewöhnlicher „Rassismus ist schlecht“-Streifen zeigt sich schon nach wenigen Sekunden. Die ruhige, einfühlsame Inszenierung packt den Zuschauer von Beginn an, und findet einen guten Mittelweg zwischen ästhetischen Effekten und schauspielerischer Darstellung. Zu der klaren, niemals hektischen Bildsprache gesellt sich noch der schöne und passende Score von Mark Isham.

Obwohl der Film eigentlich über keine Story im engeren Sinne verfügt, sondern nur episodenhaft Einblicke in die Leben der verschiedensten Leute gewährt, schafft er es nicht eine Sekunde langweilig zu werden. Die Fragmente die einem hier vorgestellt werden scheinen derart flüchtig und zerbrechlich, wie die Personen, von denen sie handeln, und doch strahlen sie eine emotionale Kraft aus, wie man sie nur selten im Film findet. Hier finden sich Momente von derart menschlicher Grösse und Schönheit, dass sie einem den Atem rauben und zu Tränen rühren.

Und so gelingt es auch hervorragend, den Zuschauer emotional an die Charaktere zu binden und in den Konfrontationsszenen enorme Dramatik aufkommen zu lassen.

Die Schauspieler sind allesamt hervorragend und passen perfekt zu ihren jeweiligen Charakteren. Sämtliche Darstellungen sind zutiefst menschlich, nuanciert und abgesehen von wenigen stereotypen Ausnahmen auch sehr vielschichtig.

Hier wird ein wunderschönes neues Heldenbild erschaffen: Jene Person, schwach, zerbrechlich, den Problemen der Gesellschaft unterworfen, die trotz allem versucht das Gute zu finden, sich daran festzuklammern, und endlich in ihrem unauswindbar jämmerlichen Versagen zu menschlicher und spiritueller Grösse findet.

Diese Ästhetik des Zerbrechlichen, des Menschlichen wird den ganzen Film hindurch zelebriert, und von den Schauspielern brillant umgesetzt. Don Cheadle, Matt Dillon, Michael Pena, Terrence Howard, Sandra Bullock – Jeder von ihnen hätte sich hier eine individuelle Erwähnung verdient, doch wahrhaft herausstechen kann vor allem Shaun Toub als persischer Ladenbesitzer Farhad, dessen Story den dramatischsten Teil des Films ausmacht.

Die Zeichnung des latenten Rassismus schliesslich ist sehr gelungen und behandelt ohne Voreingenommenheit seine verschiedenen Spielarten. Auf moralisierende Urteile oder pathetische Reden wurde glücklicherweise fast vollständig verzichtet, was dem Film einen tiefgründigeren und realistischeren Anstrich verleiht.

Dass sich unter den vielen tollen Storyideen dann auch ein paar allzu exaltierte und anrührige Szenen finden (China-Einwanderer ; „You’re my only real friend“ etc...) kann da auch verschmerzt werden.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sich kreuzende Spuren - kollidierende Welten, 4. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auf dem nächtlichen Mulholland Drive oberhalb von Los Angeles fährt eine Chinesin mit ihrem Auto auf den vorausfahrenden Wagen auf, weil dessen Fahrerin bremste um nicht auf den wiederum vorausfahrenden Wagen aufzufahren, der ebenfalls zuvor bremste. Auslöser dieser Kettenreaktion sind polizeiliche Aktivitäten am Straßenrand, welche die Aufmerksamkeit der Autofahrer vom Verkehr ablenkten. In dem Wagen auf den die Chinesin auffuhr sitzen Detektive Graham Waters (Don Cheadle) und seine Partnerin Ria (Jennifer Esposito). Waters geht hinüber zur Polizeiabsperrung um zu sehen worum es dort geht. Im Gestrüpp unweit der Straße liegt die Leiche eines schwarzen Jugendlichen, den Waters erkennt. In einer Rückblende spulen sich die Ereignisse der letzten 24 Stunden ab, die auf schicksalhafte Weise mit dem Tod des Jungen verknüpft sind.

Der iranische Ladenbesitzer Farhad (Shaun Toub) kauft sich in einem Waffengeschäft einen Revolver um seinen Laden gegen Überfälle verteidigen zu können. Weil der Verkäufer über seine mangelnden Englisch- und Waffenkenntnisse die Geduld verliert kommt es zum Streit, bei dem Farhad sich als Terrorist und Dschihadist beschimpfen lassen muss, sodass er letztlich zwar seine Waffe bekommt, aber aus dem Laden geworfen wird. Der Bezirksstaatsanwalt Rick Cabot (Brendan Fraser) und seine Frau Jean (Sandra Bullock) werden mitten in der Stadt von zwei schwarzen Jugendlichen (Chris „Ludachris“ Bridges und Larenz Tate) überfallen, die ihnen ihr Auto stehlen. Cabot lässt daraufhin in seinem Haus sämtliche Schlösser austauschen. Der Schlosser, der den Auftrag ausführt, der Latino Daniel (Michael Peña), wird von Cabots frustrierter Frau Jean, aufgrund seiner ethnischen Herkunft und seiner Tattoos, lauthals und in dessen Anwesenheit, verdächtigt ein Krimineller zu sein. Daniel ist verheiratet und Vater einer kleinen Tochter. Er und seine Familie sind erst kürzlich in ein anderes Viertel umgezogen, nachdem an ihrem vorherigen Wohnort eine Revolver-Kugel durch das Fenster seiner Tochter geflogen war. Daniel tauscht kurz darauf auch das Schloss einer Tür zum Laden von Farhad aus. Die Tür selbst ist jedoch marode, worauf Daniel den Ladenbesitzer aufmerksam macht. Der wiederum versteht Daniel, aufgrund seiner geringen Englischkenntnisse, falsch und glaubt der wolle ihn über den Tisch ziehen. Daniel verlässt schließlich wütend den Laden ohne für seine Arbeit bezahlt worden zu sein. Kurz darauf wird der Laden nachts ausgeraubt, verwüstet und mit fremdenfeindlichen Graffiti beschmiert. Farhad sieht in Daniel den Schuldigen und sinnt auf Rache. Sergeant Ryan (Matt Dillon) ist Streifenpolizist bei der Polizei von Los Angeles. Er wohnt mit seinem Vater zusammen, der ein kranker Mann ist, dem das nächtliche Wasserlassen unmenschliche Qualen bereitet. Sein Arzt aber, der Patienten wie am Fließband abfertigt, stellt keine wirksame Hilfe dar, und die Krankenkasse, vertreten durch die schwarze Sachbearbeiterin Shaniqua Johnson (Loretta Devine), verweigert die Unterstützung eines Arztwechsels. Auf Streife fährt Ryan und seinem Partner Officer Hanson (Ryan Phillippe) das schwarze Ehepaar Cameron und Christine (Terrence Howard und Thandie Newton) über den Weg. Terrence arbeitet als Regisseur für das Fernsehen, die Beiden kommen gerade von einer Preisverleihung und sind entsprechend ausgelassen. Doch das soll sich nun ändern, denn jetzt bekommen sie Sgt. Ryans Frust zu spüren. Dieser demonstriert Terrence seine Überlegenheit indem er dessen Frau einer unangemessen peinlichen Leibesvisitation unterzieht, der Terrence machtlos zusehen muss. Christine, die sich missbraucht und gedemütigt fühlt, wird ihrem Mann später schwere Vorwürfe machen ihr nicht beigestanden zu haben. Und auch Ryans Partner Hanson ist von dem Vorfall so entsetzt, dass er seinen Vorgesetzten um einen neuen Partner ersucht, was jedoch aus politischen Gründen abgelehnt wird. Unter demütigenden Umständen gelingt es Hanson sich eine Stellung als Einzelstreife zu verschaffen. Und so gehen die Menschen in L.A. ihre verschiedenen Wege, die sich manchmal berühren oder gar kreuzen und hin und wieder abrupt aufeinander prallen...

Die Idee zu „Crash“ (2004), wie der Film im Original schlicht heißt, kam Regisseur Paul Haggis, der zusammen mit Robert Moresco auch das Drehbuch schrieb, durch einen Überfall, bei dem ihm schwarze Jugendliche, ähnlich wie im Film, seinen Wagen raubten. „Crash“ war Haggis' Debüt als Regisseur. Der Film erzählt in sich immer wieder kreuzenden, episodischen Erzählsträngen von Rassismus und Vorurteilen, und den daraus resultierenden Missverständnissen und verhängnisvollen Aggressionen im ethnischen Schmelztiegel der USA, ja der Welt, mustergültig repräsentiert durch das soziale Extrem Los Angeles. Extrem, weil nirgends sonst in den USA die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinander klafft. Bemerkenswert ist, dass der Film Rassismus als ein Übel zeichnet, das vor jeglichem ethnischem Hintergrund gedeiht und political correctness und institutionellen Toleranzzwang als einen Hemmschuh, wenn nicht gar Multiplikator des Problems. Dabei gerät der Film aber niemals zu elitär verkopftem Minderheiten-Kino, womit er seiner Intention auch kaum gerecht werden könnte.

Trotz der Komplexität der Handlung mit ihren ungewöhnlich zahlreichen Handlungssträngen gelang es Haggis diese zu einem außergewöhnlich dichten Werk zusammenzuführen, bei dem man nie den Überblick verliert. Das ist sicher nicht zuletzt der Tatsache zu verdanken, dass nahezu jede tragende Rolle prominent und exzellent besetzt wurde, was nur möglich war, weil die Schauspieler sich bereit erklärten für einen Bruchteil ihrer üblichen Gage mitzuspielen. Don Cheadle beteiligte sich sogar an der Produktion. So beliefen sich die Produktionskosten dieses Projekts letztlich auf vergleichsweise läppische 7,5 Millionen US-Dollar. Das weltweite Einspielergebnis betrug ca. 83,4 Millionen US-Dollar. In Deutschland sahen ihn jedoch nur rund 220.000 Zuschauer in den Kinos.

Für die fließend, aus einer sehr lebensnahen Perspektive filmende Kameraarbeit zeichnet James Michael Muro verantwortlich, der auch schon u.a. an James Camerons "The Abyss", Kathryn Bigelows "Strange Days" und Michael Manns "Heat" mitwirkte.

Großen Anteil an der eindringlichen Wirkung des Films hat auch der dichte, mit sakralem und ethnischem Gesang durchsetzte, überwiegend aus impressiven, sphärischen Synthesizer-Klängen komponierte Soundtrack von Mark Isham ("L.A. Crash"), abgerundet mit einigen Songs verschiedener Stilrichtungen, wie vor allem der sehr warmen Ballade „In the Deep“ von Bird York und „Maybe Tomorrow" von den Stereophonics (die übrigens beide auch auf der Soundtrack-CD enthalten sind).

Unter Mitwirkung von Haggis wurde 2008 auch eine TV-Serie gleichen Titels und ähnlicher Thematik gedreht, die zwei Seasons mit insgesamt 24 Folgen umfasste bevor sie eingestellt wurde ("L.A. Crash - Die Serie - Staffel 1 (3 DVDs)").

Bild und Tonqualität dieser DVD-Edition sind exzellent. Der Ton wird in den Sprachen Deutsch und Englisch jeweils in Dolby 5.1 angeboten. Untertitel gibt es nur auf Englisch. Als Extras sind in dieser Steelbook-Doppel-DVD auf Disc 1 der Kino-Trailer und eine Trailer-Show enthalten. Disc 2 enthält ca. 90 Minuten weiteres Material: „Paul Haggis kommentiert ausgewählte Szenen“, „Unspoken – Hinter den Kulissen“, Deleted Scenes“, „Behind Metal and Glass – In the Deep“, „L.A.: The other Main Character“, Kinotrailer und 2 Musikvideos (Bird York „In the Deep“ und „If I never see you again“ von Kanasacall). Die Extras sind informativ und umfangreich, überschneiden sich jedoch stellenweise, einige Interview-Schnipsel der jeweils Beteiligten kommen in mehreren Features vor. Besonders hervorzuheben wäre noch das (mit Titel und Backcover) 56(!)-seitige Booklet, das einige Informationen zum Film, unter anderem Filmographien einiger beteiligter Schauspieler, enthält, mit einem etwas festeren Einband versehen und schön gestaltet ist.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein schlauer Film, der zum Nachdenken anregt, 30. November 2006
Crash ist wahrlich einer der besten Filme der letzten Jahre. Eine Stärke des Filmes sind die Darsteller, die sich regelrecht in ihre Charaktere zu verwandeln scheinen. Matt Damon beispielsweise spielt seine Rolle bravourös, was ich so zuvor nicht erwartet hätte. Eine weitere Stärke des Films ist die Darstellung von der Vielfalt der Eigenschaften der Protagonisten. Die übliche schwarz-weiss Formel wird hier nicht angewandt, was zum selbständigen Nachdenken anregt und somit mehr erreicht als die meisten Filme vermögen. Darüber hinaus sind die Personen des Films sehr realitäts-nah dargestellt, diese Themen gehen uns alle persönlich an. Und ganz nebenbei ist Crash auch ein sehr spannendes und unterhaltsames Werk. Ich kann diesen Film nur empfehlen.
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen the human drama, 29. November 2006
„L.A. Crash“ ist einer jener seltenen Filme, die bewusst mit den Konventionen des modernen Kinos brechen und sich ausschliesslich der Wiedergabe einer Botschaft widmen.

Dass der Film dabei jedoch weit mehr ist als ein gewöhnlicher „Rassismus ist schlecht“-Streifen zeigt sich schon nach wenigen Sekunden. Die ruhige, einfühlsame Inszenierung packt den Zuschauer von Beginn an, und findet einen guten Mittelweg zwischen ästhetischen Effekten und schauspielerischer Darstellung. Zu der klaren, niemals hektischen Bildsprache gesellt sich noch der schöne und passende Score von Mark Isham.

Obwohl der Film eigentlich über keine Story im engeren Sinne verfügt, sondern nur episodenhaft Einblicke in die Leben der verschiedensten Leute gewährt, schafft er es nicht eine Sekunde langweilig zu werden. Die Fragmente die einem hier vorgestellt werden scheinen derart flüchtig und zerbrechlich, wie die Personen, von denen sie handeln, und doch strahlen sie eine emotionale Kraft aus, wie man sie nur selten im Film findet. Hier finden sich Momente von derart menschlicher Grösse und Schönheit, dass sie einem den Atem rauben und zu Tränen rühren.

Und so gelingt es auch hervorragend, den Zuschauer emotional an die Charaktere zu binden und in den Konfrontationsszenen enorme Dramatik aufkommen zu lassen.

Die Schauspieler sind allesamt hervorragend und passen perfekt zu ihren jeweiligen Charakteren. Sämtliche Darstellungen sind zutiefst menschlich, nuanciert und abgesehen von wenigen stereotypen Ausnahmen auch sehr vielschichtig.

Hier wird ein wunderschönes neues Heldenbild erschaffen: Jene Person, schwach, zerbrechlich, den Problemen der Gesellschaft unterworfen, die trotz allem versucht das Gute zu finden, sich daran festzuklammern, und endlich in ihrem unauswindbar jämmerlichen Versagen zu menschlicher und spiritueller Grösse findet.

Diese Ästhetik des Zerbrechlichen, des Menschlichen wird den ganzen Film hindurch zelebriert, und von den Schauspielern brillant umgesetzt. Don Cheadle, Matt Dillon, Michael Pena, Terrence Howard, Sandra Bullock – Jeder von ihnen hätte sich hier eine individuelle Erwähnung verdient, doch wahrhaft herausstechen kann vor allem Shaun Toub als persischer Ladenbesitzer Farhad, dessen Story den dramatischsten Teil des Films ausmacht.

Die Zeichnung des latenten Rassismus schliesslich ist sehr gelungen und behandelt ohne Voreingenommenheit seine verschiedenen Spielarten. Auf moralisierende Urteile oder pathetische Reden wurde glücklicherweise fast vollständig verzichtet, was dem Film einen tiefgründigeren und realistischeren Anstrich verleiht.

Dass sich unter den vielen tollen Storyideen dann auch ein paar allzu exaltierte und anrührige Szenen finden (China-Einwanderer ; „You’re my only real friend“ etc...) kann da auch verschmerzt werden.
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