Kundenrezensionen


28 Rezensionen
5 Sterne:
 (12)
4 Sterne:
 (9)
3 Sterne:
 (4)
2 Sterne:
 (3)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


54 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft
Allgemein:
-----------------------
"Along came a spider" ist ein Alice Cooper Album wo die Meinung stark auseinander gehen werden. Wo andere Musiker eine Kardinalssünde sehen, nämlich ihren Stil zu ändern, sieht Alice Cooper eine Herausforderung. Man wird es sehr schwer haben einen anderen Musiker auf der Welt zu finden der auch nur annähernd...
Veröffentlicht am 9. Juli 2008 von s.oliver

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht so gut wie das Konzept vermuten lässt
Alice Cooper – Along came a Spider (2008)

Ein Serienkiller hat sich den perfekten, psychopathischen Plan ausgedacht: Man nehme acht Opfer, wickle diese in Seide ein und klaue ihnen je ein Bein. Perfekt ausgearbeitet um quasi seine eigene Spinne zu erschaffen. Doch leider geht bei der Durchführung des Plans etwas gehörig schief. Willkommen zu...
Vor 5 Monaten von Jan Tausendsacher veröffentlicht


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

54 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft, 9. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Along Came a Spider (Audio CD)
Allgemein:
-----------------------
"Along came a spider" ist ein Alice Cooper Album wo die Meinung stark auseinander gehen werden. Wo andere Musiker eine Kardinalssünde sehen, nämlich ihren Stil zu ändern, sieht Alice Cooper eine Herausforderung. Man wird es sehr schwer haben einen anderen Musiker auf der Welt zu finden der auch nur annähernd soviele musikalische Richtungswechsel unternommen/geprägt hat. Diese Frage des Geschmacks wird nun deutlicher denn je an Coopers Anhängerschaft weitergereicht. Das Album kann stiltechnsich nicht eindeutig kategorisiert werden. Ich persönlich würde sagen es hat definitiv Anklänge der Alben "The Last Temptation" und "Special Forces"(!!). Dazu kommen noch deutliche Prisen von Industrial Rock und der 70er Jahre Alben. An dieser Stelle kann ich voll und ganz verstehen das Album vielleicht von vielen Fans abgelehnt wird aber dennoch muss ich sagen das das Endergebnis richtig gut geworden ist. Nicht jeder Song zündet beim ersten Mal (einer hat bei mir bis heute nicht gezündet) aber spätestens nach dem ersten durchhören, wenn man die zusammenhängende Story genau betrachtet und Parallelen schließt, merkt man das Alice Cooper wiedermal einen richtig großen Wurf gelungen ist der nur denen offenbart wird die sich dem aktuellen Stil nicht verschließen. Ich bin nicht Alice Cooper Fan weil ich NUR den Klang seiner Musik gut finde, sondern die Idee hinter einem Album, seine Art von Humor und vorallem die Liedtexte genial finde. Aus diesem Grund halte ich ihn für einen der besten noch lebenden Musiker der Welt. Jeden dem es genauso geht sei gesagt das er hier auf seine vollen Kosten kommt.

Hintergund/Konzept:
-----------------------
"Along came a spider" ist die Art von Konzept-Album auf das ich lange gewartet habe. Es ist geprägt von schwarzen Humor und einer verbaler Härte die ich seit "Roses on white lace" nicht mehr erlebt habe (damit sei hier nicht Fäkalsprache gemeint, die bei Alice Cooper eh nicht zu finden ist). Protagonist ist "Spider", ein Serienmörder der wirklich verrückten Art. Von einem Song zum nächsten erfahren wir wie präzise er seine Opfer jägd, sie wie eine Spinne in Seide bettet und ihnen sogar ein Bein für sein großes Werk entfernt. "Spider" ist dabei nicht eindimensional geraten, da er selbst im späteren Verlauf sogar seine Taten stellenweise hinterfragt und sich in eines seiner Auserwählten Opfer verliebt. Das Album ist spannend, man will wissen wie es weitergeht was der nächste Schritt im Netz der Spinne ist. Freunde von Thrillern und Horrorgeschichten werden schon in der ersten Zeile des Prologes aufmerksam in dem eine Frau mit den Worten "We've found his diary today ..." beginnt.

Songs:
-----------------------
Die 11 Songs der CD kommen auf eine ungefähre Spielzeit von 45min. Am Anfang von Song 1 befindet sich ein kurzes Intro welches Lust auf mehr macht. so wie am Ende des letztes Liedes ein Epilog folgt der Lust auf eine Fortsetzung macht und vor allem echten Alice Cooper Kenner ein Lächeln auf Gesicht zaubert.

Prologue/I know where you live
Nachdem uns eine nette Dame in bester Horrormanier ins Geschehen wirft beginnt der erste Song. Hier wird zum ersten Mal die Teil der Silhouette des neuen Stil offenbart. Beim ersten Mal war ich doch sehr überrascht und nicht wirklich zufrieden aber spätestens jetzt ist dies in meiner Meinung nach ein geeigneter Opener für die Geschichte um Spider. Auch wenn ich den Ausdruck nicht mag, aber diesen Song "hört man sich mit der Zeit schön" [2-]

Vengeance is mine
... war ja schon im Vorfeld auf der Website veröffentlicht wurden und bildet musikalisch den härtesten Song des Albums. Freunde der Brutal Planet Phase werden einfach die Lautstärke nach oben korrigieren ... und die Gitarrenarbeit genießen. Außerdem hat dieses Lied ein Refrain zum niederknien [2]

Wake up dead
Tja der Song bringt die Story um Spider natürlich weiter und ist daher wichtig. Dennoch ist er für mich mit Abstand der schwächste Song auf dem Album. Allgemein ist hier die Reihenfolge ein Problem. Nach einem gewöhnungsbedürftigen Opener und einen bereits bekannten Lied folgt eine Luftnummer ... das ist nicht gut [4]

Catch me if you can
Hier kommt nicht nur ein Song der storytechnisch einiges zu bieten hat, er ist allgemein auch noch ein HAMMER. Wirklich ein Highlight [1]

(In touch with your) feminine side
Spätestens jetzt fühlt man sich so als wäre man wieder nach Hause gekommen. Leichte Dirty Diamonds/70er Jahre Anleihen belohnen wir hier mit rhythmischen Schnipsen. [1-]

Wrapped in silk
Mit der Story im Hinterkopf ein ganz ganz fieser Song, sehr nett umgesetzt, mit guten Texten versehen und einem Refrain der einem einfach zum Mitsingen einlädt. [1-]

Killed by love
Und schon ist sie da, die routinierte Alice Cooper Ballade. Ein Hauch Schmalz mit akustischen Klängen und einem leidenden Alice Cooper haben immer schon funktioniert ... warum sollte das hier anders sein?! Ähnlichkeiten mit "It's me" werden mal übersehen [2+]

I'm hungry
Wieder mal ein Song der richtig abgefahren ist, gewöhnungsbedürftig ist die richtige Wortwahl. Der Refrain und der Humor helfen dem Song über die Schwelle, dran gewöhnt trägt er sich auch selbst ganz gut. [3+]

The one that got away
... ist wieder mal ein persönliches Highlight. Ich kann gar nicht beschreiben wie oft ich bei diesem Lied geschmunzelt oder gelachen habe. So einen bitterbösen Humor kann man nur gut finden und außerdem ist es einfach ein richtig genialer Rock-Song [1]

Salvation:
Eine Überraschung, es gibt noch eine Ballade und die ist wirklich richtig gut. "Spider" hinterfragt sein handeln und denkt über Erlösung nach. Super komponiert [1-]

I am the spider/Epilogue
Da 45min schnell vorbei sind eröffnet sich schon das Ende der Geschichte. Der Song funktioniert wie "Inmates" auf dem "From the inside"-Album hervorragend als Ende. Natürlich ist die Komposition und der Text sehr düster geraten. Zusammen mit dem Epilog der nicht nur ein Resumé zieht sondern für Fans (wie bereits erwähnt) noch eine Überraschung parat hält ein würdiges Ende das nur einen Wunsch offen läßt ... den Wunsch nach mehr [1-]

Fazit:
-----------------------
5 Punkte von mir für ein Album was kleine Hänger hat und einen wirklich gewöhnungsbedürftigen Stil hat. Warum nicht 4 Sterne? Das musikalische Gesamtkonzept und die Story hinter dem Album sind meiner Meinung nach zu genial um "nur" 4 Sterne zu bekommen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nix für Trash- und Hey Stoopid-Jünger, 13. August 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Along Came a Spider (Audio CD)
Meine Mitrezensenten haben schon eine Menge über "Along Came A Spider" geschrieben, vieles meiner Meinung nach richtig, manches kann ich allerdings null nachvollziehen (Industrial? Wo?).

Bei diesem Album bilden das Konzept, die Texte und die Musik eine untrennbare Einheit. Man kann sich diese Scheibe nicht so nebenbei anhören ohne auf die Geschichte zu achten, die Alice uns erzählt. Im Zusammenhang betrachtet ergibt alles einen Sinn, zum Beispiel die teils recht plötzlichen Song-Enden. Wo sonst ein letztes Riff erklingt oder dezent ausgeblendet wird, hört Alice einfach auf zu singen und die Instrumentalisten hören auf zu spielen. Punkt. Auch die ausschließlich männlichen Backing-Vocals irritieren zunächst, aber nach ein paar Durchläufen und Beschäftigung mit dem Konzept wird klar, anders könnte es sinnvollerweise gar nicht sein.

Ich liebe dieses Album in seiner Gesamtheit und nenne deshalb auch keine Anspieltipps, denn Catcher wie "Poison" oder "Feed My Frankenstein" sind hier nicht drauf.

"Along Came A Spider" ist was für Zuhörer. Hören alleine reicht nicht. Dafür bekommt man ein Album mit Langzeitwirkung!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Alice Cooper - Along Came A Spider, 1. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Along Came a Spider [Vinyl LP] (Vinyl)
Der `Prince Of Darkness' ist zurück! Mit `Along Came A Spider' kehrt Alice Cooper wieder zur Konzeptkunst zurück, von der die beiden Vorgängeralben `Dirty Diamonds' und `The Eyes Of Alice Cooper' abgekommen waren. Herausgekommen ist dieses Mal ein schöner Rocker rund um den fiktiven Serienkiller Spider, verkörpert natürlich von Alice selbst. Das Album hat alles, was man vom König des Schock-Rock erwartet: coolen Hard Rock, mit `Killed By Love' und `Salvation' die obligatorischen Balladen und - ganz wichtig - Alice' ausgezeichneten Humor, der sich in verschiedenen Textstellen findet. Mit dabei sind auch Gastauftritte von Ozzy an der Mundharmonika bei `Wake Up The Dead' und bei `Vengeance Is Mine' rifft Slash höchstperönlich. Möglicherweise dem Konzept geschuldet, fehlt der Platte zwar der Über-Hit und vielleicht auch hier und da noch ein bisschen mehr kompositiorischer Feinschliff, spätestens nach ein paar Durchläufen ist man aber auch bei diesem Album wieder im Banne Alice'. Denn eins macht das Date mit Spider auf alle Fälle: Spaß!

Die LP selbst kommt im schicken Gatefold mit von der CD verschiedenem Cover. Zum Album stimmungsvoll wunderbar passende Bilder im Innenteil runden das Außen ab. Die LP selbst ist in schicker Milchglas-Optik gehalten. Alles in allem bereits vor dem Hören ein Genuß!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen You trap, you kill, you eat ... you trap, you kill, you eat ... you trap, you kill, you eat ..., 3. April 2009
Von 
Mario Karl "musikansich.de" (Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Along Came a Spider (Audio CD)
Seit Anbruch des neuen Jahrtausends und dem Paukenschlag Brutal planet ist unser liebster Horroronkel Alice Cooper wieder sehr umtriebig unterwegs und verwöhnt seine Anhänger regelmäßig mit neuen Alben und Konzerten. Über mangelnde Qualität konnte man sich seitdem auch selten beklagen. Wenn auch keine wirklichen Meilensteine, so waren die letzten CDs aus dem Hause Furnier keinesfalls Ausfälle und konnten auf ihre Art überzeugen. Der neueste Streich Along came a spider reiht sich nahtlos in diese Reihe ein, auch wenn das Album gerade bei den ersten Höreindrücken ein wenig farblos wirkt.

Ein Konzeptalbum mit einer durchgehenden Geschichte sollte es mal wieder sein. Das erste seiner Art seit The last temptation aus dem Jahre 1994. Auf Along came a spider dreht sich alles um einen namenlosen Massenmörder der sich (O-Ton) "selbst als größtes Raubtier aller Insekten sieht, sein Beutetier einfängt, es tötet, dann seine acht Opfer in Seide einwickelt und von jedem ein Bein abtrennt". Eine Spinne also - daher auch der Titel. Somit mehr eine Serienkiller-, als eine klassische Gruselgeschichte.

Wer jetzt aufgrund der Konzeptgedankens Theatralik im Stil eines Welcome to my nightmare erwartet, ist vielleicht etwas enttäuscht. Denn Along came a spider kommt mit einer ganzen Ladung lässigen und griffigen Rocksongs daher, die ähnlich auch auf den Vorgängeralben The eyes of Alice Cooper und Dirty diamonds stehen könnten. Dazu gesellt sich ein gewisser Retrofaktor in Richtung Killer. Das ganze verpackt in eine klasse, zeitgemäße Produktion mit einigen modernen Gitarrensounds (z.B. bei "I know where you live"), die doch irgendwie bewusst nach 70er klingt.

Soweit, so gut. Jetzt müsste nur noch das Songwriting passen und wir hätten einen weitern Alice Cooper-Klassiker vor uns liegen. Doch hieran hapert es stellenweise ein wenig. Gerade während der ersten Hördurchläufe klingt Along came a spider relativ platt und nur wenig, wie die tolle Ballade "Salvation", bleibt hängen. Den meisten Songs, gerade in der ersten Albumhälfte, fehlt es einfach an wirklich griffigen Hooks und Refrains, auch wenn letztere zwischen betont streetrockig ("Wrapped in silk") und leicht lasziv wie bei "(In touch with your) Feminine side" rüberkommen, was die einzelnen Tracks etwas schwerfällig wirken lässt. Zwar bemüht man sich um musikalische Abwechslung und auch David Bowie ("Wake the dead" mit Gaststar Ozzy Osbourne an der Mundharmonika) und John Lennon (die wunderbare Ballade "Killed by love") dürfen mal vorbeischauen, doch insgesamt klingt alles doch relativ gleichförmig. Auch der Auftritt von Slash (ex-Guns 'n Roses, Velvet Revolver) in "Vengeance is mine" klingt nett, aber nicht besonders zwingend.

Das alles täuscht allerdings darüber hinweg, dass das Album als Ganzes mit der Zeit seine Wirkung nicht verfehlt und eine zur Story passende (wenn auch nicht gruselige) Stimmung erzeugt. Mit der richtigen Bühnenshow erwacht Along came a spider sicher so richtig zum Leben. Doch so ist es einfach ein weiteres gutes, aber nicht herausragendes Alice Cooper-Album. Ein vorheriges Probehören wäre vielleicht angebracht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht so gut wie das Konzept vermuten lässt, 31. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Along Came a Spider (Audio CD)
Alice Cooper – Along came a Spider (2008)

Ein Serienkiller hat sich den perfekten, psychopathischen Plan ausgedacht: Man nehme acht Opfer, wickle diese in Seide ein und klaue ihnen je ein Bein. Perfekt ausgearbeitet um quasi seine eigene Spinne zu erschaffen. Doch leider geht bei der Durchführung des Plans etwas gehörig schief. Willkommen zu einem weiteren, stark ausgearbeiteten Konzeptalbum von Altmeister Alice Cooper!

Schief geht musikalisch leider auch einiges, wohl auch weil dieses Werk wieder größen(wahnsinnig) ambitionierter daher kommt, als die locker rockenden Vorgängeralben und so weitaus mehr schief gehen kann. Doch dazu später. Zuerst sei gesagt, dass Alice lyrisch wieder voll in seinem Element ist. Waren die letzten Alben eher von guter Unterhaltung geprägt, packt Tante Alice nun sämtliche aufgesparten, schockenden Elemente wieder aus. Das lyrische Ich stellt diesmal ein gewisser Spider da (eigentlich ein alter Bekannte, siehe Epilog), ein Psychopath, ein Mörder. Und auch hier geht etwas schief, nämlich als er sich in sein letztes Opfer verliebt und sogar beginnt seine Taten in Salvation zu hinterfragen. Großartige Kunst und Leckerbissen für jeden Alice-Fan!

Musikalisch hingegen werden die Daumenschrauben nicht halb so fest angezogen. Die beiden neuen Produzenten / Gitarristen in Alice' Team (namentlich Greg Hampton und Danny Saber) sind leider nicht ganz so versiert, wie ihre Vorgänger. Es fehlt den Riffs fast durchweg an Prägnanz und den Soli an Eiern. Lieder wie Wrapped in Silk hauen leider nie völlig auf die Pauke und sogar gleich zu Anfang (Prologue / I know where you live) verwirrt man mit komischen Verzerr-Effekten und einer kruden Strophe, bevor erst der Refrain das Ganze wieder mit einer typisch Alice-leichtfüßigen Melodie herausreißen kann. Gelobt sei das catchige auflockernde Catch me if you can.

Zudem die Produktion etwas komisch ausgefallen ist. Es dürfte klar sein, dass ein Konzeptalbum dieses lyrischen Kalibers nicht so frech und rotzig ausfallen kann wie das grandios rockende Dirty Diamonds und ich bin auch froh, dass man nicht so düster „metallt“ wie in Brutal Planet. Irgendwo dazwischen liegt der Sound bei Along came a Spider, vermischt mit der Trockenheit eines The Last Temptation. Jedoch hat man manchmal etwas eigenartige Gitarren-Verzerrungen gewählt und meist klingt auch das Schlagzeug etwas schwach auf der Brust. Alice hingegen hat eher mit ständigen Verzerrungen seiner Stimme oder grausamen Doppler-Effekten zu kämpfen. Nicht ein einziges Mal darf er uneffektiert ins Mikro brüllen. Keine Sorge, Alice Stimme ist nicht unkenntlich geworden, so schlimm ist es nicht. Die eigenartige Trockenheit beziehungsweise Schwerfälligkeit nimmt aber Standard-Rocker-Songs mit guten Refrain-Anleihen allerdings das gewisse Etwas. Songs wie I'm hungry oder The One that got away. Diese rocken (besser rucken) deswegen eher etwas bemüht, statt verblüffend durch die Gegend. Selbst geilen Songs wie das düstere, brutale I am the Spider / Epilogue wären mit einer Gitarrenarbeit eines Brutal Planets deutlich besser zur Geltung gekommen.

Streicher kommen auch zum Einsatz, immerhin gut arrangiert. Zumindest in der Klischee-Ballade Killed by Love. Naja, wem's gefällt. Nächster Titel bitte! Was haben wir denn noch? Zum einen (In Touch with) Your Feminine Side, dessen Text nur so vor Wortwitz sprüht und wobei sich das hartrockende Stück sogar superb gegen die schwerfällige Produktion durchsetzen kann. Da bleibt kein Bein still. Und ein wirklich herausragendes, geniales, düsteres und brutales Meisterwerk hat es dann doch noch auf die Platte geschafft. Vengeance is mine überzeugt mit einem hämmernden Schlagzeug, einem latent aggressiven melodischen Aufbau, absoluten Killer-Riffs und natürlich (Achtung, Trommelwirbel) Slash an der Gitarre. In typischer Rockstar-Manier dudelt er ein Solo nach dem anderen herunter. Technisch unperfekt, aber mit Eiern!

Fazit: Hier kommt ein lyrisch außergewöhnliches Konzeptalbum mit sämtlichen Wortwitz und Horrorgeschichten, die einen Alice-Fan durchaus zufrieden stellen können. Allerdings ist die kompositorische Ausführung arg dürftig ausgefallen. Die meisten Riffs zünden einfach leider nicht.
Wertung: ***
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Herr der Spinnen, 14. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Along Came a Spider [Vinyl LP] (Vinyl)
Nachdem der Urvater des Schock-Rock sich in jüngerer Vergangenheit moderneren Tönen zuwandte ("Brutal Planet") und danach wieder tradionelleren Rock zelebrierte, verbindet er nun beides auf "Along Came a Spider" zu einer gelungenen Melange.

Auch wenn das Album nicht gleich beim ersten Anhören zündet, frißt es sich langsam aber sicher ins Gehirn. Vincent holte sich eine kompetente Mannschaft ins Studio, wobei Eric Singer (Kiss) an den Drums wohl der Bekannteste ist. Dazu kommen noch Gastauftritte von Slash ("Vengeance Is Mine") und Ozzy Osbourne ("Wake the Dead"). Auf dem langsamen "Killed by Love" und auf "Salvation" kommt mitunter sogar eine "Welcome to My Nightmare"-Stimmung auf.

Erzählt wird auf diesem Konzeptalbum übrigens die Geschichte eines Serienmörders.

Manch einem mag die moderne Produktion stören, aber Fans traditionellen Rocks werden hier trotzdem bestimmt nicht enttäuscht.

Die Vinyl-Ausgabe kommt übrigens nicht nur im schönen Klapp-Cover (mit einem anderen Motiv als auf CD), sondern auch noch im (fast) durchsichtigen Vinyl daher. Ein echtes Sammlerstück.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nice surprise ..., 3. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Along Came a Spider (Audio CD)
2008 haben so einige Rock-Dinos wieder den Weg ins Studio gefunden, u.a. auch Alice Cooper und um es vorweg zunehmen, das ist gut so.
Sicherlich hat Cooper den Rock nicht neu erfunden, einen richtigen Hit-Kandidaten sucht man auch vergebens, dennoch wirkt er mit diesem, auf einer Konzept-Story basierenden, 30(!) Album authentischer als manch andere alte Recken wie bspw. Uriah Heep.
Alle Titel passen gut zueinander, unterstreichen in Melodie und Dramatugie die nur vordergründig morbide Story. In Verbindung mit der derzeit laufenden PR-Kampagne, Konzerten u. dergl. wird ACAS wohl in ähnliche Chart-Regionen wie etwa Poison vorstossen - und zwar verdient!

Anspiel-Tipps; Etwas schwierig, da die Songs thematisch aufeinander aufbauen, von daher bietet es sich an, die CD möglichst komplett zu hören, es darf auch gern etwas lauter sein!

Hmm, zu den Sternen, es sind im Grunde deren 3, einen weiteren gibts als Bonus dafür, dass Cooper auch bei dieser CD einfach nur Alice Cooper, er einfach authentisch in dem, was er macht, ist.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mr. Cooper hats drauf(immer noch)....., 26. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Along Came a Spider (Audio CD)
Vorab schon mal 10 **** von mir!!!!
Ich habe mich nicht von den teils negativen Kritiken beeiflussen lassen,
so wie es sich für ein langjährigen treuen Fan gehört.Das Album gefiel schon nach 1x hören....um so öfter ich es höre umso genialer finde ich es.
Es ist ein Mischung aus WELCOME TO MY NIGHTMARE, THE LAST TEMPTATION, BRUTAL PLANET und DIRTY DIAMONDS....finde ich.
Mann kann es nicht vergleichen mit den 80er Chartbreaker TRASH und HEY STOOPID!Es ist eher die logische Weiterführung(Kombination) aus den Werken ab 2000.
Für Fans die Alice nur über Poison,Schools out und Billion Dollar Babies definieren, ist es vielleicht schwerer zugänglicher,als für die, die sich für alle Schaffensperioden von Alice befasst haben.
Man weiß nie welchen Sound er auf dem nächsten Album favorisiert.

Die stärksten Tracks sind:

1.The One that got away: Rockhymne Headbanger

2. Wake the Dead: mit Ozzy an der Mundharmonika-HIT!!!

3.Killed by love:Ohrwurm- typische Alice Ballade kommt fast an ONLY WOMEN BLEED ran

4.Salvation: absolut Chartstauglich-klasse Ballade!!

5. I am the Spider: hat sich ins Gehirn eingefressen!!

Seit Temptation '94 das beste Album von Ihm.

Ich hoffe noch viel von ihm zu hören.
DANKE MR. COOPER!!!!!

ron
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zu inkonsequent, aber ein guter Ansatz, 25. Juli 2008
Von 
V-Lee (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Along Came a Spider (Audio CD)
Tante Alice ist wieder (oder immer noch?) da. Vor kurzem in einem Interview nach Marylin Manson gefragt antwortete Cooper: ein Typ mit einem weiblichen Vornamen der sich schrecklich maskiert und auf der Bühne eine Horrorschow abzieht - wie originell!" Und vielleicht war das ja der Grund warum sich Cooper nun musikalisch - zumindest teilweise auf diesem Album - an dessen Genre, nämlich ,Industrial' vergreift.
Das klingt auch sehr gekonnt wie er da auf ,I Know Where You Live' die Synths im Rasierappartsound Marke Trent Reznor zu den krachenden Gitarren einsetzt und auch der Song ist Klasse. Auch auf ,Vengeance Is Mine' und ,Wake Up Dead' geht der Flirt mit Industrial weiter, allerdings schon abgeschwächter und mit 80's Sleaze Rock vermischt.

Danach kommt noch viel klassischer Cooper (also Glam und 70'S Hardrock) - nicht schlecht, aber man ist enttäuscht weil man wegen durch die ersten Songs wirklich denkt hier kommt ein Cooper der eine musikalische Frischzellenkur durchlaufen hätte, man bekommt aber danach zwar noch einen guten langsamen Song (,Killed By Love') aber sonst jede Menge Slade, Ziggy Stardust Outtakes und eben 70er Alice Zeug hinterhergeschoben und das ist es dann eben nicht. ,Salvation' geht in Ordnung guter Song und der Epilog knüpft dann noch ein wenig an das Anfangssoundpattern an, wenn der Song auch etwas zusammengestoppelt wirkt.

Vielleicht sollte Cooper für sein nächstes Album bei Trent Reznor anfragen, und versuchen ihn als Produzenten zu gewinnen; der würde diese Idee sicher 100%ig durchziehen.
Aus alter Symapthie trotzdem gerade noch 4 Sterne.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen TOLLES KONZEPT-ALBUM MIT VIEL SCHWARZEM HUMOR, 28. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Along Came a Spider (Audio CD)
He's back ! - Das neue Album von Alice überzeugt mit ungeschliffenen Garage-Rock-Sound und viel schwarzem Humor in den Texten. Meiner Meinung nach hat jedes Cooper-Album seinen eigenen Charme. Dieses Album hat sehr viel davon und es ist ein Album was man ständig hören kann, ohne dass es langweilig wird. Alice singt hier 11 Lieder aus der Perspektive eines Killers. Man merkt ähnlich wie beim Vorgänger "Dirty Diamonds", dass Alice Cooper wahrlich seinen Spass an diesem Album hatte. Und dieser Spass springt auf den Zuhörer schnell über. Man kann dieses Album nicht mit anderen Cooper Alben vergleichen. Aber wer die Top Alben "Dirty Diamonds", "From the Inside" und "The eyes of Alice Cooper" mochte, der wird auch dieses Album lieben. Meiner Meinung nach ist es ein weiteres Meisterwerk der Rockgeschichte. Ich hoffe Alice wird noch viele Alben rausbringen und weiter sein Ding machen ohne auf seine kommerziellen Erfolge Ende der '80er Jahre und Anfang der 90'er Jahre anknüpfen zu wollen. Meine Lieblingslieder auf diesem Album sind : "I KNOW WHERE YOU LIVE", "CATCH ME IF YOU CAN" , "(IN TOUCH WITH)YOUR FEMININE SIDE", "WRAPPED IN SILK" , "THE ONE THAT GOT AWAY" und die wunderschöne Ballade "KILLED BY LOVE".
Alice Cooper singt nach seinem 60. Geburtstag seine songs immer noch genauso kraftvoll und cool wie schon in seiner Jugend vor fast 40 Jahren. Along came a spider bekommt von mir 5 Sterne und zählt zu meinen Lieblingsalben von Alice Cooper.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Along Came a Spider
Along Came a Spider von Alice Cooper (Audio CD - 2008)
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen