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45 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geduldsprobe für an heutige Sehgewohnheiten angepasste Zuschauer, Meisterwerk für Fans brillant erzählter Kriminalstorys
Im Dezember 1968, nördlich von San Francisco werden Betty Lou Jensen und ihr Freund David Faraday während ihres Schäferstündchens, abseits belebter Straßen parkend, brutal erschossen. Am 4. Juli 1969 fällt das nächste Pärchen einem gnadenlosen Schützen zum Opfer. Während die Kellnerin Darlene auf der Stelle stirbt,...
Veröffentlicht am 19. August 2007 von J. Schlachter

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zu inkonsequent
Der oft geäußerten Ansicht, Finchers Film sei langweilig, kann ich mich nicht anschließen, jedoch würde ich ihn als inkonsequent bezeichnen. Die Monotonie (nicht Langeweile) entsteht dadurch, dass Fincher den tatsächlichen Fall adäquat darstellen will und gleichzeitig den künstlerischen Fokus auf das Befinden der Ermittler legt. Beides...
Veröffentlicht am 4. Februar 2010 von Falke


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45 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geduldsprobe für an heutige Sehgewohnheiten angepasste Zuschauer, Meisterwerk für Fans brillant erzählter Kriminalstorys, 19. August 2007
Von 
J. Schlachter "Schlachti" (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Im Dezember 1968, nördlich von San Francisco werden Betty Lou Jensen und ihr Freund David Faraday während ihres Schäferstündchens, abseits belebter Straßen parkend, brutal erschossen. Am 4. Juli 1969 fällt das nächste Pärchen einem gnadenlosen Schützen zum Opfer. Während die Kellnerin Darlene auf der Stelle stirbt, überlebt ihr Begleiter Michael Mageau den Anschlag schwer verletzt.
Kurz nach diesem Mord erhält der San Francisco Chronicle neben zwei weiteren Lokalzeitungen einen Brief, in dem der sich selbst "Zodiac" nennende Killer den Chefredakteur des jeweiligen Blattes auffordert, den beigefügten Code auf der Titelseite zu veröffentlichen - andernfalls würde er wahllos weiter morden. Von da an beginnen die zermürbenden Ermittlungen der zuständigen Polizeibeamten Toschi und Armstrong, parallel verfolgen Zeitungsreporter Avery und Karikaturist (sowie passionierter Rätselknacker) Graysmith die zahllosen Spuren. Keiner der Beteiligten ahnt zu der Zeit, dass die Jagd auf den in unregelmäßigen Abständen erneut mordenden Unbekannten über 23 Jahre andauern wird...

Ausnahmeregisseur David Fincher (THE GAME, FIGHT CLUB) hat 1995 mit dem perfiden Thriller SIEBEN das Serienkillergenre neu definiert. Stilistisch, erzählerisch und in darstellerischer Perfektion bislang unübertroffen, war es sichtbar keineswegs Finchers Wunsch, mit seinem neuen Werk die Messlatte höher zu legen. Vielmehr ist es ihm gelungen, angesichts des diesmal fast dokumentarischen Charakters des Streifens das Enthüllungskino der 70er - mit Highlights wie DIE UNBESTECHLICHEN (Watergate-Affäre), DAS CHINA-SYNDROM (Störfall im Kernkraftwerk) oder DIE DREI TAGE DES CONDOR - wiederzubeleben. Wie zuletzt am augenfälligsten in MÜNCHEN haben die Setdesigner und -ausstatter auch hier erstaunliche Arbeit geleistet, die 70er Jahre akribisch genau zu rekonstruieren. Frisuren, Mode, Fahrzeuge und nicht zuletzt die sporadisch eingespielten zeitgenössischen Ohrwürmer unterstreichen die Illusion, ein Zeitdokument zu betrachten. Obgleich der visuelle Stil - düster ausgeleuchtete Schauplätze, atmosphärischer nächtlicher Regen - eindeutig die Finchersche Handschrift erkennen lässt, bleiben kameratechnische Spielereien bis auf wenige, über die zweieinhalb Stunden Laufzeit wohl platzierte Szenen aus. So dient beispielsweise der im Zeitraffer gefilmte und als offensichtlichster Special Effect wahrzunehmende Bau der markanten Transamerica Pyramid im Zentrum San Franciscos der simplen und umso effektiveren Bebilderung der langwierigen Ermittlungsarbeit, die ansonsten durch regelmäßige Einblendung von Orts- und Zeitangaben kommentiert wird. Zur Überbrückung eines Vierjahreszeitraumes wird dieser Systematik folgend die Leinwand sogar für eine Weile schwarz.

Fehlen im Gegensatz zu jüngsten Killerthrillern explizite Mord- und Metzelorgien oder ersatzweise spektakuläre Materialschlachten, muss die Besetzung die Aufmerksamkeit des Publikums aufrecht erhalten. Und die ist ausnahmslos gelungen. Nicht ohne Grund werden die Hauptprotagonisten Gyllenhaal, Downey Jr. und Ruffalo im Vorspann gleichberechtigt nebeneinander aufgeführt. Keiner der drei fällt gegenüber seinen Kollegen auch nur ansatzweise ab. Das Spiel Gyllenhaals (BROKEBACK MOUNTAIN) ist am ehesten mit dem unaufdringlichen, sympathieweckenden Charme eines Tobey Maguire zu vergleichen (Detail am Rande: beide erhielten dieselbe Synchronstimme Marius Clarén). Die sich zur Obsession steigernde Suche nach dem Killer vermittelt Gyllenhaal derart subtil und gleichwohl leidenschaftlich, dass man ihm gegen Ende beinahe zurufen möchte, doch endlich aufzugeben. Robert Downey Jr. (KISS KISS BANG BANG) als grantiger Kollege liefert erneut eine eindrucksvolle Tour de Force vom selbstbewussten Starreporter zum Alkoholikerwrack. Und Mark Ruffalo (COLLATERAL) entwickelt sich mit rauer, aber herzlicher Ausstrahlung von Film zu Film zum zunehmend facettenreicheren Akteur. Die Leistung der langen Liste des Supporting Cast zu würdigen, würde den Rahmen sprengen. So bleibt die Gelegenheit, zahlreiche bekannte Gesichter in kleinen, aber wichtigen Auftritten zu entdecken.

Eine Empfehlung für ZODIAC auszusprechen, gestaltet sich schwierig. 150 Minuten erfordern zwar Sitzfleisch, sind aber angesichts zu Normalwerten mutierten Durchschnittslaufzeiten von zwei Stunden plus nicht mehr ungewöhnlich. Eventhungrige jedoch werden sich möglicherweise vorkommen, als sähen sie Farbe beim Trocknen zu. David Fincher Anhänger dagegen werden nicht enttäuscht, sofern sie keinen SIEBEN Ableger erwarten und aufgeschlossen sind für die künstlerische Weiterentwicklung des Regiegenies. Alle übrigen, denen Substanz über Effekt geht, werden sich der Faszination dieser True Crime Story nicht entziehen können, die weder Protagonisten noch Zuschauer aufatmend in ein Happy End entlässt. So findet der Zodiac-Killer nach fünf Ermordeten sowie den indirekt ruinierten Leben der beteiligten Polizisten und Reporter auch künftig seine - in letzterem Fall freiwilligen - Opfer.
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26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zodiac - Director's Cut (Blu-ray, UK Import), 16. Februar 2009
Zodiac erzählt die wahre Geschichte einer ungeklärten Mordserie, die in den USA Ende der 60-iger/Anfang der 70-iger Jahre stattgefunden hat. Der Schwerpunkt des Films ist die langwierige Ermittlungsarbeit, die sich bis in die 80-iger erstreckt. Der Film hat im Director's Cut die beeindruckende Länge von knapp über 160 Minuten und obwohl der Film kaum Action Elemente enthält, bleibt die Spannung bis zum Schluß weitgehend ungebrochen. Robert Downey Jr. und Jake Gyllenhaal spielen ihre Hauptrollen ausgezeichnet und tragen wesentlich zum guten Gesamteindruck des Films bei. Das Bild von Zodiac gefällt mir sehr gut und beeindruckt mit toller Schärfe und sehr hohem Detailgrad. Die Farben sind nicht natürlich und eher dezent gehalten. Gemeinsam mit einigen anderen Details sorgen sie aber für den passenden 70-iger Jahre Look. Der Ton ist grundsätzlich in Ordnung. Alle Tonspuren sind in Dolby Digital 5.1 vorhanden und bieten keine außergewöhnlichen Highlights. Auf dem UK Import gibt es auf jeden Fall eine vollwertige, deutsche Tonspur. Die Extras sind großartig und bieten jede Menge interessanter Infos rund um die Zodiac-Morde.

Film: 9/10
Bild: 9/10
Ton: 7/10
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67 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk!, 10. März 2008
Von 
M. Engelbrecht (Wedel, Schleswig-Holstein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Zodiac - Die Spur des Killers (DVD)
Vorweg: Wem der Sinn nach reißerischer Action oder gar stumpfsinnigen Gewaltorgien steht, sollte den Film meiden. Er würde enttäuscht oder gar überfordert.
Der Film thematisiert die Fahndung nach dem realen, berüchtigten und bis heute nicht gefassten Massenmörder Zodiac, nicht etwa dessen Geschichte oder die seiner Taten.
Regie-Genius David Fincher zieht den Zuschauer mit feinem Gespinst nach und nach immer tiefer in die Geschichte der Suche nach jenem Mörder, der sich selbst Zodiac nennt und mit Polizei und Medien ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt. Unwiderstehlich in ihren Bann gezogen folgt man Polizist David Toschi und Journalist Robert Graysmith (auf dessen Büchern der Film basiert) bei ihren Ermittlungen, folgt ihren immer neuen Verdächtigungen und wird Augenzeuge, wie beide beinahe ihr ganzes Leben auf der Jagd nach dem Killer hinter sich lassen. Großartig inszeniert Fincher (Drehbuch James Vanderbilt) das Ende des Filmes, das nur Anhänger einfallsloser cineastischer Massenware enttäuschen kann!
Fincher geleitet Ensemble (besonders stark R. Downey jr. und M. Ruffalo) und Zuschauer gleichermaßen traumwandlerisch sicher auf der verworrenen Jagd. Seine Ausnahmestellung in Hollywood untermauert er hier durch angenehm unaufdringliche Inszenierung und zielsichere Pointierung. Effekthascherei bleibt Fehlanzeige; die wenigen deutlich erkennbare Effects transportieren die Handlung elegant über Zeitsprünge hinweg. Mit außerordentlicher Detailbesessenheit lässt er die Siebziger Jahre wieder auferstehen: vom Soundtrack bis hin zu Bäumen, die heute an Schauplätzen nicht mehr stehen und extra für die Dreharbeiten errichtet wurden.
Zodiac ist nicht Fight Club oder Panic Room. Zodiac ist auf seine eigene Weise kompromisslos und spannend. Fincher erweist sich als begnadeter Erzähler, der seine Geschichte zu keiner Zeit aus den Augen und den Roten Faden nie aus den Händen verliert. Fesselndes, intelligentes, herausragendes Kino. Ein Meisterwerk!
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31 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht mit falschen Vorstellungen rangehen..., 19. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Zodiac - Die Spur des Killers (DVD)
Ich sag's gleich zu Anfang: ich war anfangs enttäuscht von 'Zodiac' und glaube auch jetzt noch, dass an dem Film einiges zu verbessern wäre: Er weist keines der üblichen Fincher-Markenzeichen auf; er konzentriert sich statt den Mordszenen auf zähe Polizeiarbeit und er ist mit einer Laufzeit von zweieinhalb Stunden deutlich zu lang. Und trotzdem hing mir der Film noch nach Wochen nach, und einige Szenen sind auch jetzt noch unvergessen.
Fincher benutzt einen eher ungewöhnlichen Ansatz, auf den man sich erst einlassen muss: Statt den Mörder bei der Arbeit zu zeigen, widmet sich der Film ganz dem Leben einer kleinen Handvoll Polizisten, die alle eine eigene Theorie zur Lösung des Falls haben, und dabei ihr Privatleben vernachlässigen. Der Zeitraum von ca. 30 Jahre (von den 60er in die 90er), den der Film umfasst, zeigt den Niedergang vieler veschiedener Leben, die sich alle an der besessenen Jagd nach dem Mörder zerreiben.

Es ist dieses bewusste Ausklammern der eigentlichen Hauptfigur, die den Film so befremdlich macht. Nach ca. 40 Minuten hatte der Zodiac-Killer seinen offiziell letzten Auftritt im Film. Was dann folgt, sind lange Dialogsequenzen und viel unergiebige Recherche. Es bleibt ein Rätsel, wie der Film es trotzdem schafft, den Zuschauer bei der Stange zu halten: Denn jeder der Verdächtigen, die im Film auftauchen, wird so zwielichtig präsentiert, dass man tatsächlich bis zum Schluss miträt. Und da der Fall offiziell nie gelöst wurde, bleiben zum Schluss alle Fragen offen ' und das ist wahrscheinlich das beste an dem ganzen Film.
Nochmal zum Mitschreiben: "Zodiac" ist kein Schlitzerfilm. Die wenigen Mordszenen im ersten Viertel sind zwar brutal inszeniert und bieten intensives Terrorkino; die eigentliche Geschichte einer kleinen Gruppe von Männern, die ihre Ehen scheiden lassen, Einsiedler werden, oder anfangen zu trinken, zeigen aber, dass es mehr als eine Möglichkeit gibt, sein Leben an einen Mörder zu verlieren.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wir finden ihn, wir finden ihn nicht..., 8. Mai 2011
Von 
H. Weisser "Sunny Mars" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zodiac (Director's Cut) [Blu-ray] (Blu-ray)
>>> ZUM FILM <<<
Als David Fincher 1992 den damals sehr unkonventionellen dritten Teil der ALIEN-Reihe inszenierte und dieser sowohl von den Kritikern als auch vom Publikum eher negativ aufgenommen wurde, wäre es unter gewissen Umständen vielleicht nie zu einer großen Regiekarriere des talentierten Newcomers gekommen. Als er anschließend jedoch mit dem genial-deprimierenden SIEBEN, dem wendungsreichen THE GAME und dem kompromisslos-innovativen FIGHT CLUB durchstartete, wurde aus dem ehemals unerfahrenen ALIEN 3-Regisseur einer der Hoffnungsträger des modernen US-amerikanischen Kinos. (über den eher schwachen PANIC ROOM hülle ich an dieser Stelle den Mantel des Schweigens)

Im Vergleich mit David Finchers meisten vorhergehenden Filmen kommt ZODIAC beinahe schon konventionell daher. Zwar konfrontiert er den Zuschauer auch hier wieder mit einem Serienkiller, jedoch verzichtet Fincher weitestgehend auf eine symbolische Bildsprache und intensive Ausflüge ins durchgeknallte Seelenleben des Täters. SIEBEN hat hier bis heute Maßstäbe gesetzt.
In ZODIAC hingegen, stehen jene Reporter im Mittelpunkt der Geschichte, die den (wahren!) ZODIAC-Fall für Ihre Zeitung recherchieren. Die anfängliche Neugier auf eine große Story wird im Laufe der Jahre zur Besessenheit, dem Täter auf die Spur zu kommen. Da die Besessenheit der Reporter der Intelligenz des Täters in nichts nachsteht, entwickelt sich ein Katz-und-Maus-Spiel, das sich über Jahrzehnte hinzieht.
Trotzdem der Zuschauer den Täter nie zu Gesicht bekommt, kann er sich nach und nach ein gutes Bild von ihm machen. Er ist nicht wie der perfide John Doe aus SIEBEN, der einen konkreten Plan verfolgt, dabei die Konfrontation mit der Polizei sucht und am Ende trotzdem gewinnt. Der ZODIAC-Killer ist einfacher gestrickt: Er tötet einfach in Serie. Die Reporter hängen sich aus Neugier an den Fall und kommen nicht mehr davon los. Am Ende des Films hat sich das Leben der Journalisten verändert, die ihr Berufs- und Privatleben vollkommen der Jagd nach dem Killer untergeordnet haben.

ZODIAC ist mehr eine Charakter- und Milieustudietudie als ein Thriller. Trotzdem versteht er es, über die gesamte Laufzeit zu fesseln. Das Drehbuch ist eine reine Freude und die Darsteller sind über alle Zweifel erhaben. Und wir wüssten nicht, was Robert Downey jr. heute machen würde, wenn er von David Fincher nicht für ZODIAC engagiert worden wäre. Der Film leitete jedenfalls sein fulminantes Comeback ein.

>>> ZUR BLU-RAY <<<
Das Bild hat eindeutig Referenzqualitäten! Besonders die extreme Schärfe und die guten Schwarz- und Konstrastwerte begeistern durchgehend!
ZODIAC ist ein Dialogfilm. Folglich kann der klare Sound jederzeit überzeugen. Oder anders formuliert: Wer von dem Ton enttäuscht ist, setzt Maßstäbe an, die ich leider nicht nachvollziehen kann.

Ein echter Genuss ist es, David Finchers hochinteressanen Audiokommentar zu verfolgen. Mindestens ebenso sind die sehr ausführlichen Dokus über den ZODIAC-Fall und den Heuptverdächtigen. Diese kann ich jedem Interessierten nur wärmstens empfehlen.

FAZIT:
Für Freunde intelligenter, abgründiger Filme ist ZODIAC ein Pflichtkauf
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eigentlich nicht schlecht..., 20. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Zodiac - Die Spur des Killers (DVD)
Ich muss erstmal sagen, dass mir der Film vom Namen her durchaus bekannt war, ich aber über den Inhalt kaum was gehört hatte, daher auch mit keinen wirklichen Erwartungen herangegangen bin... und das war wahrscheinlich auch gut so.
Man bekommt in 2 1/2 Stunden einen Film geboten, der teilweise so ganz anders ist, als man es in diesem Genre von den meisten anderen Filmen kennt und daher erwarten würde. Man wird erst in eine Richtung gelenkt, um dann doch wieder in einer Sackgasse zu landen, man beginnt zu rätseln und will endlich wissen, wer Zodiac denn nun ist. Der Film ist keineswegs vorhersehbar und im Gegensatz zu vielen anderen hier, finde ich ihn auch nicht langweilig. Im Gegenteil, ich finde es beachtlich, wie ein Film, mit einer doch etwas längeren Spieldauer es schafft, durchwegs spannend zu bleiben.
Auch finde ich toll, dass der Film nicht wie andere zu sehr auf den grausamen Handlungen des "Killers" basiert, sondern viel mehr auf den einzelnen Charakteren und deren Lebenssituationen. Sie verändern sich, die Geschehnisse wirken sich auf ihren Alltag aus und haben ihre Konsequenzen (dieser Aspekt kommt, meiner Meinung nach, in vielen anderen Filmen zu kurz).
Als einzigen Kritikpunkt muss ich aber noch folgendes anfügen: Der Film spielt in einer Zeitspanne von über 20 Jahren und natürlich verändert sich das Aussehen der Schauspieler kein Stück, was dem Film natürlich nicht wirklich wahnsinnig schadet, das Ganze aber doch ein Stück weit unrealistisch macht. Ich hätte mir hier von der Maske ein bisschen mehr erwartet, es hätte sicher Möglichkeiten gegeben, aber diese Kleinigkeit war wahrscheinlich nicht wichtig genug, um Zeit damit zu verschwenden.

Alles in allem muss ich sagen, es ist ein guter Film, allerdings nicht für Freunde von großem Gemetzel.
Mein Tipp - erstmal ausleihen, ansehen und dann über den Kauf nachdenken!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterhaft inszenierte Chronik einer Verbrecherjagd von David Fincher, 2. September 2007
Von 
Florian Hoffmann (Homburg/Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Nach sechsjähriger Wartezeit ist es nun soweit: Mit "Zodiac" erscheint der neue David Fincher Film. Es ist ein Werk herausgekommen, das viele Zuschauer mit Sicherheit überraschen, aber auch enttäuschen kann, abhängig davon, was man erwartet.

Der Film ist in vielerlei Hinsicht für Fincher Verhältnisse, der die Kinowelt der 90er besonders mit den Paukenschlägen "Sieben" und "Fight Club" aufgerüttelt und schockiert hat, untypisch.

"Zodiac" ist ein akribisch detaillierter, enorm faktentreu umgesetzter Serienkiller-Krimi, der vor allem aus langen Dialogpassagen besteht. Dies bedeutet jedoch keineswegs, dass dadurch Langeweile aufkommt, Fincher hält konsequent über knapp 160 Minuten die Spannung hoch und sorgt nahezu permanent für ein gewisses Gefühl der Bedrohung beim Zuschauer.

"Zodiac" steht im Grunde auf der einen Seite in der Tradition von Alan J. Pakulas "Die Unbestechlichen" von 1976, denn auch hier spielt sich das Geschehen zu einem recht großen Teil in Räumen ab (genauer gesagt in einer Zeitungsredaktion). Auch die obsessive Recherche der Protagonisten, die einige Grenzen überschreitet, stand schon im damaligen Film im Mittelpunkt. Jedoch wäre Fincher nicht Fincher, wenn er daraus nicht etwas ganz Besonderes, Einzigartiges machen würde. Denn nun kommen die typischen Elemente der Filme des Regisseurs zum Vorschein.

Die erste Stunde zeigt im Grunde die Morde, die dem Zodiac-Killer nachgewiesen worden konnten und parallel dazu die Ermittlungen von Dave Toschi (Mark Ruffalo) und William Armstrong (Anthony Edwards) und die Recherchen von den beiden Journalisten des San Francisco Chronicle, Robert Graysmith (Jake Gyllenhaal) und Paul Avery (Robert Downey Jr.). Die Szenen, in denen der Zodiac-Mörder aus dem Nichts auftaucht und seine Opfer überrascht, gehören zum Beklemmendsten, das jemals in diesem Bereich auf Zelluloid gebannt wurde.

Schon bei der Eröffnungsszene wird der Zuschauer sofort von der Atmosphäre des Films aufgesogen. Der Anfang ist schon verstörend, doch ganz besonders die Szene am See hinterlässt den Zuschauer geschockt und verstört und wirkt auch noch nach dem Kinobesuch.

Besonders in diesen markerschütternden Szenen lässt sich Finchers unglaubliche Virtuosität erkennen, die ihn zu einem der großartigsten Filmemacher überhaupt machen. Mit einem beeindruckenden Gespür für Atmosphäre und Timing baut er eine immense Spannung auf, ihm gelingt hier vielleicht die realistischste Mordszene der Kinogeschichte. Mit diesen Szenen etabliert Fincher die Stimmung des Films und hält den Zuschauer im weiteren Verlauf jederzeit bei der Stange.

Im Folgenden schreitet die minutiös auf dem Tatsachenroman von Robert Graysmith basierende Story voran. "Zodiac" deckt eine Zeitspanne von knapp über 20 Jahren ab, wodurch man als Zuschauer schon eine gewisse Aufgeschlossenheit und Geduld mitbringen sollte.

David Fincher, der allgemein als detailbesessener Perfektionist gilt, bebildert die Geschichte mit einer unglaublichen Akribie, die die Atmosphäre regelrecht spürbar macht und viel Lokal- und Zeitkolorit versprüht. Stilistisch wirkt der Film wie aus einem Guss und ist in seiner Bildsprache schlichtweg perfekt. Obwohl nicht so vielzählig wie in seinen vorigen Filmen, wartet Fincher mit einigen faszinierenden visuellen Einfällen auf.

Großartig ist auch die Musik, die der Regisseur verwendet. Besonders Donovans Song "Hurdy Gurdy Man" sorgt für zusätzliche Beklemmung und klingt noch lange nach Ansehen des Films weiter. Aber auch der in der Eröffnungsszene gespielte Song "Easy to Be Hard" untermalt die Szenerie perfekt. Die Songs unterstreichen jedoch nicht nur die einmalige Atmosphäre, sie passen auch häufig textlich zur Handlung, bzw. den Charakteren.

Bei "Zodiac" geht es Fincher nie darum reißerisch zu sein, der Film ist auf der einen Seite Chronik der Ereignisse, aber auch der damit verbundenen Besessenheit der Beteiligten, allen voran Robert Graysmith, der aufgrund dieses Falles gar sein Familienleben aufs Spiel setzte. Jake Gyllenhaal verkörpert diesen Charakter wunderbar vielschichtig, vielleicht seine bisher beste Rolle. Auch Robert Downey Jr., der Paul Avery darstellt, kommt unter Finchers Führung zu einer Karriere-Höchstleistung. Seine Performance des Reporters, der an diesem Fall regelrecht zerbrochen ist, ist in jedem Fall wie der ganze Film Oscar-würdig. Ebenso hervorzuheben ist Mark Ruffalos Darstellung des Inspector David Toschi, den der Zodiac-Fall ebenso über Jahrzehnte nicht mehr losließ.

Besonders gegen Ende hin wird der Film dann fast schon unerträglich spannend, wobei das besonders vielschichtige Ende zwar etwas antiklimatisch wirkt, aber dennoch absolut passend für diesen Film ist.

David Fincher gelang hier nach längerer Abwesenheit einer der besten Filme der letzten Jahre, ein Film, der ein Gefühl der Beklemmung hinterlässt und in einigen Jahren vielleicht zu einem echten Klassiker wird.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolle Rekonstruktion eines Ausnahme-Verbrechens, 13. April 2010
Von 
S. K. (Sauerland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Zodiac - Die Spur des Killers (DVD)
Als dieser Film vor wenigen Wochen auf ZDF lief, habe ich meinen Festplatten-Recorder auf Gutdünken einprogrammiert, da ich allgemein viel Interessantes zu dem Film gehört habe. Da außerdem niemand anderer als David Fincher für die Regie verantwortlich war, war die Neugier umso größer, steht dieser Mann doch fast ausnahmslos für gute Filmkost: intelligent, düster und unkonventionell.
Diesem Anspruch wird auch einer seiner letzten Filme, "Zodiac - Die Spur des Killers", gerecht, wenn auch mit klitzekleinen Abstrichen.

Der Film spiegelt die Ereignisse in und rund um San Francisco wieder, die in Zusammenhang mit dem berühmt-berüchtigten Zodiac-Killer stehen, die im Jahr 1968 ihren Anfang nehmen. Ein Mann, der sich nur kurz "Zodiac" nennt, begeht mehrere Morde an jungen Menschen (bei denen stets die Frauen umkommen - bewusst oder Zufall ?!). Die Polizei und die örtliche Presse stehen unter besonderen Druck, denn der Killer schickt nach jedem Mord Briefe mit detaillierter Beschreibungen der Tatvorgänge, wodurch der Wahrheitsgehalt in den Briefen und hinter dem Schreiber bestätigt wird. Mit der Aufforderung, seine "Zodiac-Codes" in den Zeitungen zu veröffentlichen und der Androhung, weitere Morde zu begehen, beginnt eine jahrelange Ermittlung und Recherche, die jedoch nie ausreichend Ergebnisse liefern, um dem Killer hundertprozentig auf die Spur zu kommen.
Insbesondere wird hier auf drei Personen verwiesen, die tiefer in der Zodiac-Materie stecken als sonst jemand: Robert Graysmith, ein Karikaturist des San Francisco Chronicle (Jake Gyllenhaal), sein Kollege und Journalist Paul Avery (Robert Downey jr.) und der Polizist Dave Toschi (Mark Ruffalo). Sie alle suchen verzweifelt nach stichhaltigen Beweisen, um u.a. den wohl deutlichsten Hauptverdächtigen Arthur Lee Allen als Killer zu überführen. Doch all ihre Mühen werden nicht zufriedenstellend belohnt, und während dieser vielen Jahre hinterlässt dieser Fall auch an ihnen deutlich Spuren, in ihrem Privat- bzw. Berufsleben und auch in ihrer Psyche...

Der für grandiose Thriller bekannte Fincher liefert hier einen Film ab, der so gar nicht in ein einziges Genre hineinpassen will und auch generell ein für ihn recht untypisches Werk darstellt:
"Zodiac" ist kein reiner Thriller, kein Krimi oder Psychodrama. Vielmehr vermixt Fincher viele dieser Genre-Eigenschaften mit einer großen Portion Doku-Zeitgeschichte. In sehr penibler Genauigkeit rekonstruiert er einen der wohl bekanntesten (ungelösten) Serien-Mordfälle in der Geschichte der USA. Eingetaucht in tollen Bildern, die den Zeitverlauf von Ende der 60er bis Anfang der 90er sehr authentisch wirken lassen, wird hier keine ausgedachte Story, sondern wahre Geschichte erzählt. Abgerundet wird dies mit einen Großaufgebot von vielen bekannten Charakter-Darstellern. Besonders das Kern-Trio Gyllenhaal, Downey jr. und Rufallo liefert hier eine makellose Vorstellung ab, sie passen wunderbar in ihren Rollen.
Was mir besonders gut gefallen hat war die Wirkung, die diese drei Figuren auf den Zuschauer übertragen: Der Fall macht sie mehr und mehr mürbe, jeder von ihnen muss im Laufe der Filmhandlung persönliche Niederlagen einstecken (Graysmiths' Spurensuche steigert sich zum puren Fanatismus, wodurch sein Familienleben in die Brüche geht; Paul Averys Angst, hervorgerufen durch direkt an ihn adressierten Brief von Zodiac, macht ihn zu einen drogensüchtigen Wrack; Toschis langjähriger Kollege und Partner wechselt die Abteilung), und diese pessimistische Stimmung ging letztendlich auch auf mich als Zuschauer über. Sowas passiert in nur ganz wenigen Fällen, und dieses Kunststück schafft auch nicht jeder Film.

Ein an sich wunderbarer Ausnahmefilm, der allerdings wegen seiner oftmals rasend schnellen Zeitsprünge etwas anstrengend ist. Hier wird viel Aufmerksamkeit verlangt, sonst verliert man schnell den Faden. Auch ist der Film mit soviel Informationen gefüllt, dass sich der Durchschnitts-Kinofan eventuell erschlagen fühlt. Und wer den realen Kriminal-Fall schon kennen sollte, wird hier wenig Neues oder gar Überraschendes finden, denn wie bereits erwähnt, gilt dieser Fall bis dato als ungelöst (und wird es auch wohl bleiben, denn der Hauptverdächtige weilt nicht mehr unter den Lebenden).

Und zum Schluß noch eine kleine Vorwarnung: Der Film zieht seine Spannung hauptsächlich aus seiner detaillierten Wiedergabe der Geschehnisse und der Recherchen / Polizeiarbeit. Wer sowas wie eine tempo- oder gar actionreiche Verbrecherjagd erwartet, wird hierbei ein langes Gesicht ziehen.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super-Atmosphäre und hohe Spannung - und eine angekündigte Langfassung für 2008, 4. September 2007
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
"Zodiac" hat mich fasziniert. Die Atmosphäre des Films hat schon fast dokumentarische Züge. Stimmung und Realismus sorgen jedoch dafür, dass der Film zu keinem Zeitpunkt langweilig wird.

Dabei konzentriert sich der Film weniger auf die Taten des Killers, als auf die Arbeit der Ermittler und Reporter - insofern darf man keine reißerische Spannung wie bei Finchers "Sieben" erwarten, sondern einen Film, der vor allem durch Logik und Tatsachenbezug unterhalten will.

Die Darsteller agieren dabei einwandfrei, und werten den Film noch einmal zusätzlich auf.

So ist "Zodiac" vor allem für die Zuschauer interessant, die dokumentarische Filme im Stil von "JFK" oder "Thirteen Days" mögen.

Zudem sollte man wissen, dass ein Director's Cut bereits für 2008 angekündigt wurde.
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22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen There's more than one way to lose your life to a killer..., 29. August 2008
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zodiac - Die Spur des Killers - Director's Cut (2 DVDs) (DVD)
Regisseur David Fincher bringt erfreulicherweise keinen SE7EN-Neuaufguss, sondern legt ZODIAC als True-Crime-Dokumentation im 70er-Stil von "Die Unbestechlichen" an - als Recherchen- & Zeitgeist-Puzzle mit hohem Realitätsbezug.

Der offiziell immer noch ungelöste Kriminalfall aus den 60/70'ern ist ebenso kurios wie verstörend, und sorgt bis heute für rege Diskussionen unter Hobby-Ermittlern. Fincher und sein Team haben den Fall praktisch neu aufgerollt, sämtliche Polizeiakten gesichtet und alle wichtigen Zeitzeugen befragt, um die Ereignisse möglichst präzise nachzustellen. Wer keinerlei Vorwissen zu dem Fall mitbringt, darf sich also zunächst einmal auf eine wahre Flut an Informationen einstellen. Zusammen mit einem Karikaturisten, einem Reporter, und zwei Beamten des S.F.P.D. begibt sich der Zuseher auf die Spur des Killers, welcher ganz Kalifornien mit seinen unberechenbaren Morden, höhnischen Briefen und verschlüsselten Codes in Atem hielt.

Keine Frage, ZODIAC verlangt mit gut 2,5 Stunden Laufzeit einiges an Sitzfleisch, den offiziell letzten Auftritt hat der Killer nämlich bereits nach 40 Minuten, anschliessend wird vor allem diskutiert und ermittelt. Aber wer gerne miträtselt und sich vom Enthusiasmus der Beteiligten anstecken lässt, wird begeistert sein - auch wenn am Ende alles wie ein Puzzle scheint, das nicht so recht zusammenpassen will.

Technisch gibts an dem Film absolut nichts zu bemängeln. David Fincher trägt visuell weniger dick auf als gewohnt und konzentriert sich darauf eine gute Geschichte möglichst authentisch einzufangen. Ausstattung, Schnitt, Musik, Farbpalette und CGI-Effekte passen einmalig zur Materie. Die Schauspieler sind ebenfalls perfekt gewählt. Jake Gyllenhaal als anfangs schüchterner, dann immer mehr vom ZODIAC-Fall besessener Cartoonist, Robert Downey Jr. als extravaganter Szene-Reporter mit Hang zur Selbstzerstörung, und Mark Ruffalo als Columbo/Bullit-Verschnitt David Toschi. Dazu gibt es noch hochkarätige Darsteller in zahlreichen Nebenrollen. Ganz nebenbei bekommt man interessante Einblicke in die zermürbende Bürokratie von Kriminalermittlungen vor dem Computerzeitalter sowie den oftmals verheerenden Einfluss der Presse.

Drehbuchautor James Vanderbilt hat den Film nicht nur ausgezeichnet strukturiert, sondern auch mit starken Dialogen und überraschend viel Humor gewürzt, sodass er trotz zäher Ermittlungsarbeit nie langweilig wird. Er versetzt den Zuseher vielmehr in dieselbe Lage wie die Ermittler: es ist anstrengend ZODIAC zu folgen - aber man kann nicht anders als es zu tun... es gibt Filme die unnötig in die Länge gezogen sind, und solche die lang sein müssen weil sie soviel zu erzählen haben. ZODIAC gehört zur letzteren Kategorie.

Noch ein Wort zu den Extras: der Director's Cut selbst bietet nicht allzu viel Neues, dafür finden sich zwei gute Audiokommentare zum Film. Auf Disc 2 sind neben einem einstündigen "Making-of" ausserdem zwei ausführliche Dokumentationen zum Fall zu finden, bei der auch zahlreiche Zeitzeugen zu Wort kommen, und teils sehr widersprüchliche Aussagen tätigen, was einmal mehr beweist wie gut die Spuren des ZODIAC bereits verwischt sind.
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