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35 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meilenstein der Filmgeschichte
Ein paar Anmerkungen zu dem vorherigen Kommentar.
Sowohl in Peckinpahs Biographie als auch in diversen Filmlexiken kann man lesen, dass es von Wild Bunch eine 152min Fassung gäbe. Das ist insofern richtig, dass diese Fassung diejenige ist, die Peckinpah gerne ins Kino gebracht hätte. Leider war Warner Bros anderer Meinung und hat vor allem Szenen...
Am 1. März 2006 veröffentlicht

versus
13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der beste Western in um 20 Minuten gekürzter Fassung
Als der Film das erste mal im Kino zu sehen war, verusachte The Wild Bunch eine heftige Kontroverse im Kino. Schuld daran war die totale Abkehr vom typisch amerikanischen Western mit ihrem Gut gegen Böse Szenario, klaren Moralvorstellungen und gelgentlich mit viel Zucker versehenden Stories (siehe die Glorreichen Sieben). Stattdessen gab es Kopfgeldjäger, die im...
Veröffentlicht am 5. November 2005 von Anonym


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35 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meilenstein der Filmgeschichte, 1. März 2006
Von Ein Kunde
Ein paar Anmerkungen zu dem vorherigen Kommentar.
Sowohl in Peckinpahs Biographie als auch in diversen Filmlexiken kann man lesen, dass es von Wild Bunch eine 152min Fassung gäbe. Das ist insofern richtig, dass diese Fassung diejenige ist, die Peckinpah gerne ins Kino gebracht hätte. Leider war Warner Bros anderer Meinung und hat vor allem Szenen gekürzt oder ganz herausgenommen, die zur eigentlich dazu gedacht waren den Charakteren mehr Tiefe zu verleihen. Roger Spottiswoode, einer der Cutter Peckinpahs, hat später den Film um die Szenen erweitert, die Warner gekürzt oder ganz geschnitten hatte. Das es die 152 minütige Fassung liegt wohl daran, dass Filmaterial verloren gegangen ist. Trotzdem kommt der Directors Cut Peckinpahs Vorstellung von WILD BUNCH wohl am nächsten. Das die deutsche Fassung "nur" 139 min lang ist -im Vergleich zur amerikanischen (144min) - liegt an der PAL / NTSC Norm. PAL Filme laufen in der Regel 4% schneller als ihre NTSC Pedanten. Somit kann auch hier der Behauptung, der Film wäre im Gegensatz zur amerikanischen Fassung geschnitten, widersprochen werden. Im Übrigen besitze ich auch die amerikanische DVD und beim Anschauen der deutschen Fassung sind mir keine Schnitte o.ä. aufgefallen.
Wer also die deutsche DVD kauft, macht nichts falsch, da es was den Film angeht keine Unterschiede gibt.
Zum Film selber braucht man nicht viel sagen. Neben DER SCHWARZE FALKE der wohl beste Western der je gedreht wurde.
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31 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieser Film läßt aktuelle Actionkracher alt aussehen-und hat 40 Jahre auf dem Buckel!, 9. November 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Wild Bunch (Director's Cut) [Blu-ray] (Blu-ray)
Berühmt,berüchtigt ist dieser Klassiker des Westerngenres vor allem,wegen seines gewalttätigen Finales.
Dabei zündet Peckinpah ein brilliant choreographiertes Action-Feuerwerk,daß man es einem noch Jahrzehnte später die Sprache verschlägt!
Die Technik Actionsequenzen aus verschiedenen Kameraperspektiven und sowohl in Realzeit als auch Slowmotion zu filmen hat Sam Peckinpah überhaupt erst erfunden!
Ohne seinen Einfluss wären die Filme anderer Action-Größen wie John Woo oder Walter Hill(beide bekennende Peckinpah-Schüler!) gar nicht denkbar!
Dabei hat THE WILD BUNCH viel mehr zu bieten.Vor allem wirklich gute Schauspieler.
William Holden,Ernest Borgnine,Robert Ryan,Warren Oates und Ben Johnson, alle gestandene Charaktermimen geben hier die beste Vorstellung ihrer Laufbahn!
THE WILD BUNCH ist richtig großes klassisches Breitwandkino, phantastisch fotographiert und mit stimmungsvoller Musik und sollte,falls vorhanden,am besten auf einem Beamer vorgeführt werden!

Damit wären wir allerdings beim einzigen Kritikpunkt!Das Bild ansich ist zunächst eimal gar nicht schlecht,die Farben zum Beispiel sind wirklich brilliant,aber die Bildschärfe ist leider suboptimal,auch aus altem Bildmaterial läßt sich mehr herausholen.
Ich selber habe übrigens einen älteren Beamer noch mit 720p Auflösung,ich wage aber zu bezweifeln,daß das Bild in 1080p tatsächlich besser rüberkommt!
Als THE WILD BUNCH 1997 zum ersten mal ungeschnitten herauskam,hatte ich mir damals für viel Geld die amerikanische Laserdisc besorgt.Damals fand ich die Bildqualität überragend(auf dem Röhrenfernseher!).
Es hat den Anschein als habe Warner das selbe Master von damals auch für die DVD benutzt und nochmals in HI-DEF für die BluRay "aufgebügelt".Das Endresultat ist trotzdem ganz anständig.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überragender Spätwestern von Sam Peckinpah, 21. Februar 2007
"The Wild Bunch" ist einer der ehrlichsten US-Western überhaupt. Es gibt keine keine Supermänner des Wilden Westens, keine strahlenden Westernhelden, die einsamen Witwen beistehen und keine revolververliebten Saubermänner die einfach schneller ziehen als die ohnehin sofort erkennbaren Bösewichter.

Die Mitglieder des "Wild Bunch" sind Außenseiter - es sind Verbrecher. Und darin genau liegt die Kunst des Sam Peckinpah. Ihre Taten werden ungeschönt dargeboten, die Gewalt wird als solche aufgezeigt, schonungslos und direkt, unverklärt und alles andere als verherrlicht. Gleichzeitig werden diese Charaktere aber nicht verdammt. William Holden, Ernest Borgnine, Edmond O'Brien, Jaime Sanchez, Ben Johnson und Warren Oates sind exzellente Protagonisten - ihnen gehören auch viele Sympathien, schlußendlich nicht nur die des Regisseurs...

In einer weiteren Hauptrolle ist der vielfach unterschätzte Robert Ryan zu sehen, ebenfalls in absoluter Topform. In weiteren Nebenrollen die vielbeschäftigten Nebendarsteller Emilio Fernandez, Albert Dekker (sein letzter Film vor seinem Selbstmord), Dub Taylor, Bo Hopkins und natürlich das "Aasgeier-Duo" Strother Martin & L.Q. Jones.

Es mangelt weder an Action noch an komödiantischen Elementen, die Story ist dramaturgisch perfekt - die gesamte Atmosphäre dieses Meisterwerks paßt einfach. Die für Peckinpah typischen Zeitlupeneffekte sind atemberaubend gefilmt.

Nicht zuletzt gilt es die schöne Filmmusik des Routiniers Jerry Fielding positiv zu erwähnen.

Unterm Strich ein zeitloses Monument amerikanischer Filmgeschichte, glücklicherweise in unzensierter Fassung auf dieser lobenswerten DVD.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "I'd like to make one good score and back off." (Pike), 23. März 2015
Rezension bezieht sich auf: The Wild Bunch (Director's Cut) [Blu-ray] (Blu-ray)
Sam Peckinpah stellte die hypothetischen Fundamente des amerikanischen Selbstverständnisses, vor allem das als autonom dargestellte und im Mittelpunkt stehende Individuum als vergangene Vision in Frage, bis es am Ende zerfällt. Was Peckinpah anstrebte, war im Grunde ein Kino der Desillusion, was sich zumindest in drei Filmen ausdrückt: The Wild Bunch (1969), Pat Garrett & Billy the Kid (1973) und Bring Me the Head of Alfredo Garcia (1974). Dies ist zwar nur skizzenhaft ausgedrückt, dürfte aber für sein gesamtes Oeuvre zutreffen, das nostalgisch den amerikanischen Traum bis zu dessen radikaler Dekonstruktion durchquert. Wegen der Vielschichtigkeit des Films kann und sollte dieser Beitrag natürlich nur als einer von vielen gesehen werden, auf eine komplette Inhaltsangabe wird zugunsten anderer Aspekte ebenfalls verzichtet. Kunden, die sich die Lektüre einer langatmigen Rezension ersparen möchten, können natürlich auch die Kurzbeschreibung von Sam Peckinpah akzeptieren: "The Wild Bunch is simply what happens when killers go to Mexico." In der Karriere des Regisseurs steigerte sich Mexico zunehmend zu dem Land in dem er sich wohlfühlte und sein letztes grosses Werk schuf: Bring Me the Head Of Alfredo Garcia.

Mittlerweile wird anerkannt, dass Sam Peckinpahs The Wild Bunch einer der einflussreichsten Filme des amerikanischen Kinos ist. Kontrovers diskutiert wurde seinerzeit vor allem die multiple Kameratechnik, mit der Peckinpah und sein Kameramann Lucien Ballard eine durch Montage und Zeitlupe erhöhte Intensität filmischer Gewalt darzustellen vermochten. Ein ähnlicher Wendepunkt gelang zwei Jahre zuvor Arthur Penn und Warren Beatty mit dem an die Nouvelle Vague angelehnten Film Bonnie and Clyde, allerdings erntete auch dieser zuerst massive Kritik, weil man es als unpassend empfand, Gewalt und, wie man sagte, Slapstick Szenen zu kombinieren.

Peckinpahs Intensität der Gewalt war zuvor, auch aufgrund des Codes, nie erreicht worden. Aber es war The Wild Bunch der in fundamentaler Weise den Western veränderte, um in ein brutaleres und geradezu psychopatisches Territorium vorzustossen. In den 1960er Jahren wurde die Vietnamisierung des Western derart häufig als Argument herangezogen, dass es Gefahr lief, zur Plattitüde zu degenerieren - nichtsdestotrotz war es zutreffend. Auch andere Regisseure hatten das Thema aufgenommen, wie z.B. Robert Siodmak mit dem Epos Custer of the West (1968), Buzz Kulik mit Villa Rides (1968), oder George Roy Hill mit Butch Cassidy and the Sundance Kid (1969). Oberflächlich gesehen hat Peckinpahs Film einige Gemeinsamkeiten mit Butch Cassidy, denn beide Filme fokussieren auf Outlaws "who have outlived their time" und die historische Bande von Butch Cassidy hiess tatsächlich The Wild Bunch. Aber hier enden die Gemeinsamkeiten, denn über all diese Produktionen ragt Sam Peckinpah weit hinaus, da er alle angedeuteten Probleme hier komprimiert und ausdrückt.

Peckinpahs ambitiösestes Projekt war zweifellos Major Dundee (1965), ein Film der nebenbei auch das renegado Image des Regisseurs zementierte. Major Dundee ist jedoch mehr als nur eine Generalprobe für The Wild Bunch, zumal er sowohl individuelle als auch imperiale Hybris kritisiert. Es kann als bittere Ironie bezeichnet werden, dass Major Dundee reale Ereignisse vorausnahm, denn drei Monate nach den Dreharbeiten ereignete sich der umstrittene Golf von Tonkin Zwischenfall, den Präsident Johnson zum Anlass nahm, das amerikanische Engagement in Vietnam auf legale und gross angelegte Kriegsführung auszuweiten. Hatte der zweite Weltkrieg das Land noch geeint und geradezu gestärkt, riss dieser Stellvertreter-Krieg in Fernost Generationen auseinander und entwickelte sich zum tiefsten Riss in der amerikanischen Gesellschaft seit dem Bürgerkrieg.

In der ersten Szene von The Wild Bunch reiten sechs U.S. Soldaten entspannt und friedlich in das kleine texanische Grenzkaff Starbuck, sie verhalten sich so zurückhaltend, dass sie keine Aufmerksamkeit erregen. Am Dorfrand ist eine Gruppe von Kindern damit beschäftigt, Skorpione mit roten Ameisen zu quälen. Unter einem behelfsmässig errichteten Zeltdach halten die Temperenzler unter den guten Bürgern eine kleine Feier ab. Die "Soldaten" betreten das Railroad Office und legen sofort jede entspannte Zurückhaltung ab, ohne Umschweife und unter vorgehaltenen Revolvern schnappen sie Banker und Kassierer und beginnen mit dem Einsacken der Bareinnahmen. Ihr Anführer Pike Bishop (William Holden) faucht: "If they move - kill 'em!"

Allein diese Eröffnung stellt alle konventionelle Erwartungen an einen Standard Western auf den Kopf. Wir befinden uns in einer Welt in der Kinder, traditionell Symbole der Unschuld, grausamer sind als giftige Skorpione und kurz danach überwältigt Peckinpah sein Publikum mit drei weiteren kühnen und brillanten Zügen. Erst stellt er die Outlaws in Uniform dar, um sie sofort wieder als Gesetzlose zu entlarven, einen Moment später explodiert förmlich die ganze Stadt als sie entdecken, dass sie in einen Hinterhalt von Thorntons (Robert Ryan) "Gesetzeshütern" geraten sind, was an den amerikanischen industriell-militärischen Complex erinnert. Als die Outlaws oder besser der Wild Bunch beschliesst, sich den Weg freizuschiessen, beginnt ein unvorstellbares Massaker, vor allem an der Zivilbevölkerung weil diese in verschiedene Schusslinien gerät. Dies ist die erste Szene, die mit ihren menschlichen Kollateralschäden an Vietnam erinnert. Um den getarnten Wild Bunch (Guerillas) zu annihilieren, wird vom Gesetz (US Aussenpolitik) nicht die geringste Rücksicht genommen. Peckinpah geht noch einen Schritt weiter, indem er Thorntons "Gesetzeshüter" nach dem Massaker als ekelerregende Leichenfledderer zeigt, die sich um jeden Stiefel und jeden Goldzahn streiten. Manichäische Moral ist das erste Opfer dieses Films in dem Peckinpah eine Welt entwirft in der sich Vertreter des Gesetzes ehrloser verhalten als die Bande von Gangstern die sie verfolgen.

Auch wenn sich am Anfang die Männer des Wild Bunch ihren Weg freischiessen, finden sie am Ende weder Freiheit noch Erlösung. Peckinpah präsentiert zwei Helden und zerlegt sie gnadenlos: Bishop und Thornton. Beider Situation ist von Anfang an moralisch korrumpiert und beide töten Unschuldige nur weil sie sich unvorsichtigerweise nicht rechtzeitig aus dem Bleiregen entfernen, Kollateralschaden. Der Film schlägt sich nicht auf die eine oder andere Seite, verschweigt aber keinesfalls die dunklen Seiten, demonstriert sie sogar. Bereits das erste Massaker in Starbuck nachdem Bishop und der Bunch in die von Thornton gestellte Falle gelaufen sind, lässt alles offen. Peckinpah schneidet rasant um seine Sichtweise zu verstärken, aber nicht nur um den Betrachter zu überwältigen. Er benutzt alle Elemente der Kameratechnik, Schnitt, die berühmte Slow Motion, Zoom hinein in die Aktion und Perspektivenwechsel um die Konfusion der Szenerie zu erhöhen und vor allem um jede Präferenz zu vermeiden, man sieht sterbende Opfer und hämische Täter die ohne nachzudenken Unschuldige erschiessen. Das Bild allgemeiner Panik entspricht der moralischen Konfusion der Protagonisten.

Auch der Bunch muss Blutzoll entrichten und als es um die Aufteilung der Beute geht, müssen die Mitglieder feststellen, dass sie auch noch verhöhnt wurden, da die erbeuteten Geldsäcke nur wertlose Metallscheiben enthalten. Wie Butch Cassidy muss nun auch Pike realisieren, dass das Ausrauben von Banken und Zügen nicht mehr zu Reichtum führt und deklariert, "We gotta start thinkin` beyond our guns." Aber das Problem dieser Männer liegt nicht einfach darin, dass sich die Zeiten geändert und sich damit auch ihre Überlebenschancen reduziert haben. Es ist eindeutig, dass sie ihr Leben zugunsten von Gewalt und Kriminalität verschwendet haben. Sie sind mit dem gleichen Problem konfrontiert wie die Glorreichen Sieben oder Henry Fonda in Warlock, auch Peckinpah selbst hat das Thema in Ride the High Country aufgenommen, aber niemals wurde es so klar dargestellt.

Spätestens mit der Überquerung des Pecos Rivers nach Mexico sollte man auch die historisch herrschende Gewalt berücksichtigen, denn zum Zeitpunkt der Handlung 1913 befand sich Mexico mitten in den Revolutionswirren, die in Wirklichkeit noch grausamer waren als die Schilderungen des Films insgesamt. Es war die Zeit von Pancho Villa, ein Bandit und Revolutionär, der in Durango und Chihuahua den Norden Mexicos gegen die Truppen von Porfirio Díaz verteidigte und kontrollierte. Mehr oder weniger entspricht das Gebiet dem Ort der Handlung, und selbstverständlich floss dort Blut in Strömen, es wurde geraubt, geplündert, vergewaltigt und gemordet und in weiten Teilen des Landes herrschte Anarchie. Ausserdem kamen automatische Waffen und motorisierte Fahrzeuge zum Einsatz; womit eine neue Zeit und eine neue Ära des Tötens begonnen hatte. Hier befindet sich Peckinpah auf dem Boden des Realen. In den wein-, weib- und tequilaberauschten Szenen, in denen der Film immer wieder zu scheinhafter Ruhe kommt, träumt der Wild Bunch von einer gewissen Unschuld, vor allem in Angels (Jaime Sanchez) Dorf. Aber auch darauf liegt der Fluch der Gewalt seit es von General Mapache überfallen wurde, dabei wurde nicht nur Angels Vater ermordet, seine geliebte Teresa (Sonia Amelio) lief zu Mapache über und wurde freiwillig dessen Hure. Auch diese Situation ist in keinster Weise clichébehaftet, keine Hure-mit-Herz Dichotomie, Peckinpah attackiert Hollywood Konventionen um alle romantisierten Mythen zu zerstören, er weiss auch, dass die Schönheit Mexicos eine Unschuld vorgaukelt, die es in diesem Land nie gegeben hat.

Der Film war kommerziell nur ein bescheidener Erfolg und die meisten Kritiker explodierten förmlich wegen des extrem hohen Niveaus an brutalster Gewalt und Zynismus, die Ideale maskuliner Kameradschaft seien zu Neurosen pervertiert, ja, der Wild Bunch wurde sogar mit Senator McCarthy auf eine Ebene gestellt. Aber die negativen Meinungen änderten sich relativ schnell, man erkannte, dass der Bunch Peckinpahs komplexeste Analyse der Metamorphose von Mensch zu Mythos darstellt. Man anerkannte, dass Kameramann Lucian Ballard Aufnahmen gelungen sind, die nicht nur die verwahrloste Schönheit Mexicos perfekt darstellen sondern auch die Essenz von The Wild Bunch einfangen.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen the Wild Bunch (SE, DC, 2 DVD's), - danke ! danke ! danke ! ;-), 26. März 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nun endlich ist auch dieser Meilenstein der Filmgeschichte in akzeptabler Qualität auf DVD zu bekommen ... nun endlich. Zur Handlung, - ja überhaupt zum eigentlichen Film braucht ja wohl nichts mehr weiter gesagt werden. Wer den nicht wenigstens 1x in seinem Leben gesehen hat, darf sich nicht wirklich als Filmfreund bezeichnen.

Habe mir dieses Werk sofort zusammen mit "Pat Garrett vs. Billy the Kid" besorgt, bei dem mich die Tonspur allerdings schnell das Grausen gelehrt hat.

Umso positiver war ich dann überrascht, das hier ausnahmsweise mal das Preis - Leistungsverhältniss gestimmt hat. Es gibt ja sicherlich, je nach Ansichtssache, bessere wie schlechtere Beispiele.

Etwas Befürchtungen hatte ich noch, das hier möglicherweise die 3 SAT - TV Fassung von 2004 drauf sein könnte, - bei der die Szene gekürzt war, als der General dem Mexikaner hinterrückst die Kehle durch schneidet. Und so erst das grandiose Schlussmassaker selbst ausgelöst hat. Aber Gott sei Dank war dem nicht so.

Und zum Lachen gebracht hat mich auch der Kommentar in den Extras auf dieser DVD oder bei "Pat Garrett vs. Billy the Kid", - das die Produzenten zuerst von den Gewaltdarstellungen bei "Wild Bunch" ziemlich erschrocken waren und diese gewissen Kürzungen verlangten (im Netz wird ja teilweise von bis zu 180 Min. verschollenen Fassungen berichtet).

Aber hinterher, nach den unglaublichen Erfolg später bei "Pat Garrett vs. Billy the Kid" gerade die etwas spärlicher ausgefallenen brutalen Szenen bemängelt haben. Und sich eine dann doch blutigere Fassung gewünscht bzw. erwartet hätten.

Tja, - beim Profit hört eben die Moral auf. Das war damals schon und ist heute noch genau so. ;-)
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22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen SAVAGE POETRY, 2. März 2006
Von 
Vergesst den hier abgegebenen unqualifizierten 'Director's Cut' Kommentar: die 139 PAL-Minuten entsprechen den 144+ NTSC-Minuten der US-Fassung, und dies IST der Director's Cut! Eine 152 Minuten Version ist nie aufgetaucht und wurde nur 1970 (fälschlich?)in einem US-rental Katalog erwähnt. Entweder ein Druckfehler, oder ein Preview-Cut (Peckinpah entfernte nach Publikumsreaktionen einige ZU heftige Gewaltszenen) der seitdem leider verschollen ist. Mit Sicherheit aber NIE für eine Kinoauswertung gedacht war: Die DVD-Fassung ist Peckinpah's Schnitt, der im Sommer 1969 in die Kino's kam (und dann langsam im Laufe der Zeit zusammengekürzt wurde - siehe deutsche Katastrophen-Videos..).
Das DVD-Bild finde ich etwas verpfuscht: Es ist zwar besser als das der 1. DVD (nur USA/UK), aber genau wie die SE von BULLITT etwas beschnitten und zu dunkel.
Die Doku ALBUM IN MONTAGE von 1995 ist natürlich eine der besten überhaupt - großartig.
Die lange Doku über Peckinpah's Western würde ich als sehr uninspiriert bezeichnen - leider keine Regie erkennbar. Für Einsteiger aber sicher sehr informativ.
SIMPLE ADVENTURE STORY ist etwas amateurhaft gemacht, beinhaltet aber ganz wunderbare Outtakes - für BUNCH-Fans ein Schatz!
Wieder mal keine Bildergalerien und die 1994 entdeckten s/w-Dreharbeitenaufnahmen (ca. 20% davon wurden in ALBUM IN MONTAGE verwendet) wurden auch nicht weiter berücksichtigt.
Aber bei dem jahrelangen Theater mit dieser Box, muß man schon froh sein, dass sie überhaupt erschienen ist...
MEIN LIEBLINGSFILM.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein Lieblingswestern, 28. Februar 2006
Von Ein Kunde
The Wild Bunch stellt für mich den besten Western und den besten Actionfilm dar, den es jegegeben hat. Die gezeigte Gewalt im Film ist zum einen gnadenlos spektakulär und intensiv, aber auch angereichert mit krassen und gesellschaftskritischen Momenten (Kopfgeldjäger feuern im Namen des Gesetzes in eine zivilisierte Menge, Banditen nehmen sich menschliche Schutzschilde). Diese Härte, aber auch die pessimistische Grundhaltung machen den Film zu etwas Besonderem. Der böse Blick auf unsere heutige Gesellschaft wie z.B. Massenarmut, von der man nichts mit bekommt bzw. die einen egal ist, Wirtschaftskonzerne (hier die Eisenbahn), die ihr eigenes Gesetz schreiben und dafür Menschen opfern, sowie die Bedeutung von Waffen, dienen aber mehr oder weniger als Geleit für die eigentliche Handlung, denn in dieser düsteren und unmoralischen Welt sind es nur die Bösen, die in der Lage sind zu handeln und jede im Film vorgestellte Partei ist nicht rein davon. Zwar gibt es auch Unschuldige, doch diese werden ermordet und ausgeplündet.
Von der anderen Seite bietet der Film einen fantastischen Einblick in die Personen der fünf Outlaws, welche von ihrer brutalen, aber auch von ihrer menschlichen Seite gezeigt werden. Die Geschichte über das Ende des Wilden Westens und die Einleitung in die Moderne ist heute noch relativ unverbraucht und es kommt auch zu skurillen Szenen, wie ein Auto, das in eine primitive, verottete Gegend einfährt, oder der Einsatz eines Maschinengewehrs aus dem ersten Weltkrieg.
Gleichzeitig ist der Film auch sehr harmonisch und auf seine Weise romantisch, die Feier im mexikanischen Dorf ist atmosphärisch umwerfend und sehr emotional. Am besten ihr seht euch den Film einfach selber an und lasst euch fesseln, denn wenn ich alles gute hier auflisten müsste, da würde der Text nicht reichen. Bleibt noch zu sagen, dass die Schauspieler allesamt brillant sind und ihre Rolle bestens verkörpern. Auch der Soundtrack ist sehr mitreißend und die Kamera fängt die Szenen gekonnt ein!
Nun zur DVD: Sie ist brilliant ausgestattet, enthält eine spannende Doku über die Dreharbeiten, einen Ortsvergleich von heute und damals bei den Drehorten und, was ein besonderes Schmankerl ist, eine ungefähr 80-minütige Doku über Peckinpahs Westernfilme und sein Leben. Großartig und sehr interessant!
Die DVD beinhaltet den Directors Cut in der 139 Minuten-Fassung, der amerikanische soll zwar 145 Minuten lang sein, aber es ist die selbe Fassung, da die DVDs aus England und Amerika mit einer Geschwindigkeit von 24 Bildern pro Sekunde anstatt 25 Bildern pro Sekunde ablaufen. Summiert sich das auf, kommt man etwa auf sechs Minuten, was den Zeitunterschied erklärt. Auch gibt es Versionen die 152 und 180 Minuten lang sein sollen, aber diese gelten seit Ewigkeiten verschollen und die fehlenden Szenen sind bisher nicht geborgen!
Alles in allem ist die Qualität der DVD super, Bild und Ton zufriedenstellend, die Extras dank der Sam P.- Doku hervorragend. Der Film sollte von Western- und Actionfans auf alle Fälle mal gesehen werden. Eine würdige Ausstattung, eine würdige Qualität, ein überragendes Erlebnis!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DVD?, 22. August 2004
Von Ein Kunde
Der Film ist Weltklasse. Aber ich würde mir nur die Original- Version (140 min) angucken. Ich habe nur eine Frage zu diesem Film. Warum gibt es den nicht auf DVD?
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit einer der besten Spätwestern die je gedreht wurden, 17. Januar 2008
Von 
S. Warstein-R "cseidelmann" (Warstein-Belecke) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Pike Bishop und seiner Bunch bleibt nichts anderes übrig, als nach einem gescheiterten Banküberfall nach Mexiko zu flüchten. Dort angekommen erhalten sie von General Mapache den Auftrag einen Militärzug auf welchem Waffen transportiert werden zu überfallen, um ihm diese auch zu liefern, natürlich gegen gute Bezahlung versteht sich. Bishop und seine Männer drehen das Ding erfolgreich und verhelfen dem General zu den gewünschten Waffen. Dieser bezahlt auch die Bunch wie vereinbart, und nimmt allerdings aus persönlichen Gründen einen von Bishops Männern gefangen. Nachdem Bishop schließlich die Freilassung des Gefangenen fordert, wird dieser vor den Augen der Bunch vom General ermordet. Der Rest ist Filmgeschichte, das Ballett des Todes hat begonnen. Sam Peckinpah ist ein absoluter Westernklassiker gelungen, welcher aufgrund seines hohen Blut- und Gewaltgrades für seine Zeit als aussergewöhnlich bezeichnet werden musste. Zahlreiche Zeitlupensequenzen mit blutigen Schiessereien schockierten die Zuschauer damals noch mehr, als dies heute der Fall ist. Der Film lebt aber absolut nicht nur von Blut und Gewaltszenen, sondern liefert auch eine spannende Story, die von herausragenden Schauspielern rübergebracht wird. Inzwischen ist The Wild Bunch fast 39 Jahre alt. Aber ist er deswegen veraltet oder angestaubt? Nein ganz und gar nicht. Im Gegenteil: Dieser ist ein Zeitloser und immer wieder guter Western, den man gesehen haben sollte. Allein schon die Starbesetzung macht einiges her: William Holden, Ernest Borgnine, Strother Martin, L.Q. Jones und Warren Oates. Dann der sehr gut passende Score von Jerry Fielding runden das Ganze ab. Diese Fassung ist übrigens ungeschnitten. Also wer diese noch nicht kennt: Ansehen lohnt sich. Daher 5 Sterne von mir. Technisch ist auch tolles bei den DVDS rausgekommen: Bildformat 2,40:1 anamorph abgetastet, Dolby Digital 5.1 in englisch und in deutsch 1.0 Mono, und Untertitel auch in deutsch und englisch.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Wild Bunch - Würdige Blu-ray Umsetzung!, 6. Februar 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: The Wild Bunch (Director's Cut) [Blu-ray] (Blu-ray)
Über den Inhalt des Filmes ist ja schon genug geschrieben worden! Die Qualität dieser Blu-ray ist wirklich hervorragend! Kommt nicht ganz an die Blu-rays von "Der schwarze Falke" oder "Das war der wilde Westen" heran, ist aber auch nicht allzu weit entfernt. In jedem Fall noch besser, als die, ohnehin schon sehr gute, DVD Veröffentlichung. Klare Kaufempfehlung, bei amazon.uk mit deutscher Tonspur um die Hälfte billiger, leider!
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The Wild Bunch (Director's Cut) [Blu-ray]
The Wild Bunch (Director's Cut) [Blu-ray] von Sam Peckinpah (Blu-ray - 2008)
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