Kundenrezensionen


25 Rezensionen
5 Sterne:
 (8)
4 Sterne:
 (6)
3 Sterne:
 (3)
2 Sterne:
 (6)
1 Sterne:
 (2)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen vielleicht nicht für jeden geeignet. Trotzdem Super!
Vorweg gesagt: ich kenne den Film im Original.
Von der ersten Minute an hat mich der Film gefesselt. Schon das Thema um 2 Brüder ist mal was anderes. Und zu sehen, wie Geldnot oder Gier oder einfach Sucht nach dem großen Wurf um dabei sein zu können aus netten normalen bodenständigen Typen wie Du und Ich binnen ganz kurzer Zeit Killer machen...
Veröffentlicht am 17. Juli 2008 von Colina

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen einzelne Szenen sind brillant - der ganze Film überzeugt nicht
Vor kurzem habe ich W. Allans neuesten Film "Blus Jasmine" gesehen und fand ihn absolut gut. Allan ist eine sehr genaue Charakterisierung der Hauptfigur gelungen.

Das kann ich leider von Cassandras Traum nicht sagen. Terry, ein Automechaniker, und Ian, der in der Gaststätte der Eltern arbeitet, sind die beiden Brüder, deren Leben eine dramatische...
Vor 17 Monaten von Gabriele B. veröffentlicht


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen vielleicht nicht für jeden geeignet. Trotzdem Super!, 17. Juli 2008
Von 
Colina (Deep South Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Cassandra's Traum (DVD)
Vorweg gesagt: ich kenne den Film im Original.
Von der ersten Minute an hat mich der Film gefesselt. Schon das Thema um 2 Brüder ist mal was anderes. Und zu sehen, wie Geldnot oder Gier oder einfach Sucht nach dem großen Wurf um dabei sein zu können aus netten normalen bodenständigen Typen wie Du und Ich binnen ganz kurzer Zeit Killer machen können. Vorher kein Thema, dann kurz unvorstellbar und schließlich ein kleiner Schritt zum "wir machens". Sagenhafte Story.
Dabei schön gesplittet die Wirkung, die die Entscheidung auf jeden der beiden hat. Durchaus intensive Psychotiefen, so normal erzählt.
Und packend, weil die beiden Kerle einfach so sympathisch sind.
Begeistert hat mich der Schluss - ein Knaller, auch weil alles so rasant ablief. Hut ab, Mr. Allen.
Die schauspielerischen Leistungen sind erstklassig, in Farrell's Fall preiswürdig. Ich finde überhaupt, dass diese Art Film und Erzählung viel eher die Spreu vom Weizen scheidet: einen Helden-Block-Buster kann jeder hinlegen. Die Feinheiten sind die Herausforderung. Und es gab unendlich Gelegenheit sich darin zu beweisen. Toll, toll und nochmal toll
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von der Last ein Mensch zu sein., 12. Juli 2008
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Cassandra's Traum (DVD)
Die beiden Brüder Terry und Ian leben in London. Terry arbeitet in einer Autowerkstatt, Pokert gerne und will mit seiner Freundin zusammen ziehen. Ian arbeitet im Geschäft der Eltern mit, will sich aber bald selbstständig machen und in die USA ziehen. Beide Brüder legen ihre Ersparnisse zusammen und kaufen ein kleines Boot.

Ian lernt eine Schauspielerin kennen und lebt fortan über seine Verhältnisse. Terry verliert beim Pokern eine größere Summe und die beiden stecken auf einmal in unüberwindlichen Schwierigkeiten. Sie haben einen vermögenden Onkel und versuchen ihn anzupumpen. Dieser ist sogar bereit, die beiden von ihren Geldsorgen zu befreien, wenn sie für ihn einen Mord begehen. Ein Mitarbeiter belastet den Onkel schwer, so dass dieser möglicherweise ins Gefängnis muss.

Terry und Ian begehen die Tat für den Onkel und haben nun keine Geldsorgen mehr. Allerdings quält Terry das Gewissen und er begingt zu trinken und erzählt seiner Umwelt Fragmente von der Tat. Terry wird für seinen Bruder und seinen Onkel zum Risiko. Ian lädt Terry zu einer Bootsfahrt ein.

Die Geschichte wird mit viel Sinn für Details erzählt. Für die Bedenken vor der Tat und für die Gewissensbisse danach wird viel Zeit für filigrane Dialoge eingeräumt. Die verzweifelten Protagonisten glauben zunächst an die Ausweglosigkeit ihrer Situation und die fehlende Alternative. Danach ist ihr äußeres Leben wieder gerichtet, aber sie haben dafür ihren Seelenfrieden eingebüsst. Pittoreske Szenarien, überraschende Wendungen und anspruchsvolle Dialoge verführen den Zuschauer in unsere Welt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen solides Drama im Stile von "Match Point", 4. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Cassandra's Traum (DVD)
CASSANDRA'S DREAM ist der letzte Film einer "London-Trilogie" von Woody Allen - und nach der seichten Komödie SCOOP wieder eine Rückkehr zu den dunklen Themen von MATCH POINT. Wieder geht es um den Aufstieg am gesellschaftlichen Parkett und wie weit man dafür zu gehen bereit ist. Diesmal ist der Film aber in der Londoner Working-Class anstelle der Aristokratie angesiedelt.

Ewan McGregor und Colin Farrell geben hier zwei Brüder aus einfachem Haus, die unterschiedlicher nicht sein könnten, deren Probleme aber einen gemeinsamen Nenner haben: beide brauchen Geld. Zum Glück haben sie einen wohlhabenden Schönheitschirurgen (in Gestalt von Tom Wilkinson) zum Onkel, der für eine Finanzspritze aber eine ungewöhnliche Gegenleistung einfordert - jemand soll aus dem Weg geräumt werden. "Family loyalty cuts both ways" ist seine - durchaus logische - Begründung.

Eine weitere Variation von Schuld & Sühne und den griechischen Tragödien also - und mit seiner Optik und dem Score von Philipp Glass schlägt der Film einen ähnlich kühlen, herz- und humorlosen Ton wie MATCH POINT an. Auch hier gibt es wenige Sympathieträger, dennoch sind die Brüder (der eine ein Möchtegern-Player mit einer anspruchsvollen Freundin, der andere ein grader Michel mit einem Spielsuchtproblem) zu bedauern, wenn sie sich langsam aber sicher ins Verderben manövrieren. Wieweit McGregor (als Schotte) und Farrell (als Ire) glaubhaft Süd-Londoner verkörpern, vermag ich nicht zu beurteilen, aber die Chemie zwischen ihnen stimmt jedenfalls und sie geben ein sehr unterschiedliches, aber dennoch überzeugend eingeschworenes Brüderpaar ab.

Obwohl mir Plot und auch Ausgang des Films schon vorab bekannt waren, empfand ich den Film trotz seiner stattlichen Länge von 108 Minuten nie langweilig. Die Entwicklung der Geschichte ist interessant, und obwohl man von anfang an klar auf ein tragisches Ende zusteuert, hält der Film immer wieder Überraschungen bereit. Man merkt auch dass die Schauspieler die Gelegenheit, in einem Woody-Allen-Film mitzuspielen, zu schätzen wissen und die langen Dialogsequenzen auskosten. An VERBRECHEN UND ANDERE KLEINIGKEITEN kommt auch dieser Film nicht heran, aber er ist - wie schon MATCH POINT - ansprechend erzählt und gespielt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen einzelne Szenen sind brillant - der ganze Film überzeugt nicht, 5. Dezember 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Cassandra's Traum (DVD)
Vor kurzem habe ich W. Allans neuesten Film "Blus Jasmine" gesehen und fand ihn absolut gut. Allan ist eine sehr genaue Charakterisierung der Hauptfigur gelungen.

Das kann ich leider von Cassandras Traum nicht sagen. Terry, ein Automechaniker, und Ian, der in der Gaststätte der Eltern arbeitet, sind die beiden Brüder, deren Leben eine dramatische Schichsalswende nimmt. Terry ist spielsüchtig und hat eine Menge Schulden, Ian fühlt sich zu Höherem berufen, besonders, als er eine junge Schauspielering kennen- und lieben lernt, und braucht Geld, um dieses in irgendwelche Hotels in den USA zu stecken. Zu Hause schwärmt die Mutter ihnen immer und immer wieder von Onkel Howard, ihrem Bruder, vor. Der hätte es zu was gebracht und ist Millionär. Und auch ein Menschenfreund, denn wenn er mal seine Familie besucht, lässt er sie an seinem vielen Geld teilhaben.

Als die Brüder in tiefen Geldschulden stecken, erkennt der Onkel seine Chance und bietet Geld gegen ein Leben.

Diese Geschichte bietet eine tolle Ausgangsbasis, sie hat mich eigentlich immer wieder an die Geschichten von Patricia Highsmith erinnert, dort stehen auch häufig zerrissene Gestalten im Mittelpunkt. Hier aber bleiben die Charaktere irgendwo stecken, ich hatte das Gefühl, sie entwickeln sich nicht dahin, wo sie am Ende stehen. Es wirkt künstlich und das, obwohl die Schaupielerriege sehenswert ist.

Der Film hat mich am Ende unzufrieden zurückgelassen. Das liegt nicht an der Art des Endes. Ich habe den Brüdern nicht wirklich ihre Rollen abgenommen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zwei Brüder, 5. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Cassandra's Traum (DVD)
Bei dem stetigen Ausstoß an Filmen (jedes Jahr einen) kann nicht jeder ein Geniestreich sein. So wie dieser hier keiner ist. Es ist quasi eine Wiederholung des Themas von ‘Match Point‘ nur eine Nummer kleiner, eindimensionaler. Gut gemachte Unterhaltung, ganz nett anzuschauen und auf Hochglanz poliert.
Die beiden Brüder, die von Mördern quasi zu Brudermördern mutieren, sind recht passable dargestellt. Terry (Colin Farrell), der tablettenabhängige Schwächling bekommt Gewissensbisse. Bruder Ian (Ewan McGregor) hingegen ist der erfolgreiche und skrupellose Sonyboy. Zwischen beiden geistert noch die glatte Fehlbesetzung Kate umher (Sally Hawkins), die von Haus aus eher auf ‘Happy-Go-Lucky getrimmt ist und hier selbst in den ernsten Passagen (und die gibt es wirklich) ungewollte Lacher bewirkt.
Da das Ende zu offensichtlich ist, dreht Allen mit kurzem Kommentar in eine dritte Richtung ab. Es ging wieder einmal um das perfekte Verbrechen und am Ende erfährt der Zuschauer, dass alles ganz anders war, als die polizeilichen Ermittlungen ergaben.
Es knistert nicht, man schmeißt sich nicht weg vor Lachen und folgt der Handlung, die in der zweiten Hälfte ein ganz klein wenig an Spannung zulegt.
Und der Titel? Na gut, das Boot hieß so. Bei den alten Griechen sah Cassandra Unheil voraus, nur keiner glaubte ihr. Aber man ja sein Boot schlecht ‘Albtraum‘ nennen, als den Ort, an dem nur die Sonne Zeuge war.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Krimi à la Woody Allen, 22. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Cassandras Traum (DVD)
Der Film schildert die Geschichte zweier Brüder, die aus wirtschaftlichen Gründen für ihren reichen Onkel einen Mord begehen sollen. Dabei erleben sie allerlei und lernen sogar aus versehen das vermeintliche Opfer kennen.

Stellenweise ist der Film auf seine Art komisch und lustig. Familienloyalität mal anders interpretiert. Spannung ist hier garantiert. Wer Woody Allen mag kommt hier auf seine Kosten. Besonders zur Geltung kommt der Film im Originalton, der auch auf der DVD enthalten ist.
In jedem Fall sehenswert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Woody Allens Lieblingsspiel: Schuld und Sühne, Schicksal oder Entscheidung..., 27. Mai 2013
Von 
Timo Brandt "Ways are, there you go" (Quickborn) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Cassandra's Traum (DVD)
Nahezu jeder kennt die Geschichte der Kassandra, sie gehört zu den bekanntesten Sagen der griechischen Mythologie und ihre Figur ist als Symbol auch in unserer Zeit noch sehr gebräuchlich (siehe z.B.: Christa Wolf: Kassandra). Die Tochter Trojas war von Apoll mit der Fähigkeit zur Weissagung/Hellsicht bedacht worden, doch gleichsam war mit dieser Gabe die Tatsache verknüpft, dass niemand ihren Worten je Glauben schenken sollte. Stoff für eine Tragödie.

Eine Tragödie ist auch Woody Allens Film, der oberflächlich (mal abgesehen vom Titel, der im Film selbst aber in der verschleierten Form eine Randerwähnung auftritt) keinen direkten Bezug zu Kassandras Schicksal hat, sondern eher zu Erzählungen großer, klassischer Romanciers wie Dostojewski, Hardy, Thackeray oder Scott Fitzgerald tendiert und ihren metaphysischen, auf Schicksal, Schuld und Fall aufgebauten Handlungsbögen. Trotzdem gibt es eine kassandrische Komponente: die der Vorhersehbarkeit, die gepaart ist mit der Unausweichlichkeit, die wiederum dennoch Platz für Spannung und Hoffnung lässt (nichts ist so ehr an die Unausweichlichkeit geknüpft, wie die Hoffnung und, in der darstellenden Kunst, die Spannung).

Alle wollen es schaffen, es zu etwas bringen - das ist das "Memento Mori" unserer Zeit. "Die meisten Menschen", sagte Jack London einst, "leben nicht, sie existieren nur." (London meinte es allerdings im sinnlichen Sinne, als Wahrnehmen des Lebens, als das Spüren seiner urgewaltigen Kraft und Schönheit - eine Auslegung, die in unserer modernen Gesellschaft durch das Geld und den Glamour, durch Reichtum und Macht, durch Sex und Ansehen ersetzt wurde).

Genau das tun die Brüder Ian (Ewan McGregor) und Terry (Colin Farrell) am Anfang des Films: sie existieren bloß, mehr schlecht als recht. Sie leben in London, wo ihr Vater ein schlecht laufendes Restaurant hat, in das Ian immer noch mit involviert ist, obwohl er längst dort weg will, weshalb er immer wieder versucht ein lukratives Geschäft an Land zu ziehen; Terry derweil hat eine feste Freundin und einen Job als Mechaniker, spielt, wettet auf Hunde und trinkt, wenn auch nicht exzessiv; beide leihen sich beinahe regelmäßig Geld von anderen Leuten.

Doch schon am Anfang des Films, in der ersten Szene, tritt das "Leben" in ihr Leben, in Gestalt eines Segelboots, das Los zur Freiheit, der Anfang des Traums von einer eigenständigen Welt, autark und autonom, im Glanze von erfüllter Liebe zu einer Frau, genug Geld - einer sorgenfreien Existenz. Doch wie weit ist man bereit zu gehen, um sich diesen Traum zu erfüllen? Hat man, mit dem Glück vor Augen, denn die Wahl? Kann man sich abwenden, oder ist das Glück das einzige Ziel und der kürzeste Weg der einzig richtige...

Wie immer geht Woody Allen diesen Fragen in separierten Schritten nach; wie schon in Match Point schlummert das zentrale Motiv eine Weile und viele kleinere Thematiken bestimmen das Geschehen solange, bis das eigentliche, entscheidende Thema langsam soviel Raum einnimmt, dass man es nicht mehr ignorieren kann. Dann ist es für den Zuschauer und die Protagonisten meist schon zu spät. In all dem bewahrt Allen auch in diesem Film wieder ein feines Gespür für das Auf und Ab in Gemütern und dem Ablauf. Es ist kein rasantes sich Zuspitzen, es ist ein viel diffuseres, unsicheres, schleichendes. Jede neue Szene birgt einen neuen Aspekt und bis zum Ende kann man nicht sagen, welcher der Aspekte entscheidend ist. Wie ich finde: ganz großes, wenn auch nicht direkt frontal unterhaltendes Kino.

Man muss schon ein Fan von schicksalhaften, metaphysisch-moralischen Erzählungen sein, überhaupt von Erzählungen und nicht bloß von Geschichten. Um dabei nicht falsch verstanden zu werden: Cassandras Traum ist kein schwergewichtiges Art-Kino, aber trotzdem es ist ein psychologischer Film, ein seziertes Drama, mit Spannungsbogen und, was mich doch beeindruckt hat, einer wirklich sehr guten Besetzung (speziell McGregor und Farrell agieren wirklich hervorragend, aber auch die anderen Rollen sind toll besetzt).

Woody Allen ist vieles: Ein Komiker gewiss, manchmal ein Satiriker, oft ein Melancholiker, aber auch ein Regisseur, der es verdient hat, dass man ihn als einen Künstler ansieht, der Wesentliches über das Leben und die Moral zu sagen hat und dies beides immer wieder geschickt in den interessanten Plots seiner Filme verwebt. Man kann eigentlich nie sagen, wie einer seiner Filme verläuft, auch wenn einem vielleicht schon oft etwas schwant - er hält immer wieder eine Überraschung bereit und selbst der klassischste Verlauf erhält bei ihm Tiefe und Bedeutung. So auch in diesem Film, der sehr geschickt die Moral in ein Zimmer mit dem Glück sperrt. Also: ein guter Jahrgang, sehr zu empfehlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Oder eher California Dreamin'? Woody Allens Jahrgang 2007 ist richtig gut, 3. Juni 2009
Von 
Klein Tonio - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Cassandra's Traum (DVD)
Ich habe keine Ahnung, warum die Kritik mit diesem Film nicht so recht warm wird. Deutlich besser als Scoop (Jahrgang 2006), heißt es da immer, aber deutlich schlechtre als der große "Match Point" (Jahrgang 2005). Nun, bei "Scoop" hinkt einfach jedweder Vergleich, das ist ein ganz und gar anderer Film, zwar auch mit kriminalistischem Hintergrund, aber zuvörderst eine Woody-Komödie, alles schon 1000 Mal gesehen, aber ganz nett für den, der's mag. Man muss "Cassandra's Dream" eher mit Match Point" vergleichen, auch wenn Woody Allen das im Interview weit von sich gewiesen hat. Dennoch, das geht schon: Ganz normale Menschen, übrigens auch in London, sollen einen Mord begehen, und damit wären alle ihre Probleme gelöst, so verspricht an ihnen und so versprechen sie sich auch ein bißchen, doch natürlich wird dadurch alles nur noch schlimmer...

Diesmal sind es zwei Brüder der "einfachen Schicht", diesmal ist es nicht einfach nur ein schnöseliger Tennislehrer, der eigentlich gar keine Probleme hat, außer von dem süßen und kostspieligen Leben nicht mehr lassen zu können, und so hat "TV Spielfilm" Allen vorgeworfen, im Arbeitermilieu schlicht nicht zu Hause zu sein und auch keine Lust zu haben, das genauer abzubilden - so what? Allen hat einfach nur einen wirklich guten Krimi gemacht, trotz der wie üblich warmen Farben eigentlich sogar einen geradezu klassischen Film Noir, und ob das Arbeitermilieu nun realistische getroffen wurde oder nicht, war mir offen gestanden herzlich egal bzw. es war zumindest nicht so schlecht, dass die Fehler dort geradezu den Zuschauer anschrieen. In diesem klassischen Film Noir überzeugt zum einen die psychologische Schilderung aller Figuren, zum anderen die filmische Machart. Aus meiner Sicht gelingt Allen eine Quadratur des Kreises. Er macht

* zum einen einen etwas archetypischen Film Noir, in dem klassische Noir-Themen verhandelt werden: Ganz normale Menschen verstricken sich in schwere Schuld, aus kleinen Sachen werden größere werden große werden sehr große, so eine richtige albtraumhafte Steigerung mit am Schluss tödlicher Präzision, eine Kettenreaktion aus Ausweg, das eine zieht das andere nach sich, konsequent, tragisch, unerbittlich, moralisch. Und das alles nur, weil zwei Brüder gerne ein Stück vom Kuchen des amerikanischen bzw. hier englischer Traumes hätten, zu diesem Zweck einen scharfen Gegensatz zwischen Schein und Sein, Täuschung, Angeberei, Unaufrichtigkeit, Lug und Trug aufbauen, vor allem auch Lug gegenüber sich selbst. Also, das ist schon mal eines meiner Lieblingsthemen.
* zum zweiten in dieser ganzen Genre-Archetypik dann an der einen oder anderen Stelle dann aber doch wieder typisch Allen: Nochmals: Ist doch egal, wenn er sich bei der Arbeiterklasse nicht so wahnsinnig auskennt. Es kommt drauf an, was diese Klasse hier gerne wäre. Wie so oft bei Allen ist dies auch ein Familienfilm, in dem noch ein paar weiteren Familienmitglieder eine Rolle spielen, und er ist da durchweg gut und in den Nebenrollen gut besetzt. Da gibt es die Eltern der Brüder, die immer das Beste wollten, aber der Vater bindet den einen Sohn schon extrem an sich, weil er mehr oder minder darauf besteht, dass er im väterlichen Restaurant mitarbeitet, was sein Ding aber nicht ist. Der reiche Onkel "hat es geschafft" und lebt in Amerika sowie gelegentlich im Rest der Welt, und bezeichnenderweise verkauft auch er Träume, die angeblich zu Realität werden können: Er ist Schönheitschirurg, und man kann sich seine bevorzugte Klientel lebhaft vorstellen... Dieser Onkel ist Anlass für gewisse Spannungen in der Familie, der Vater ist zu stolz, von ihm Hilfe anzunehmen, die Mutter freut sich über seine gelegentliche Unterstützung und seinen Erfolg, die Brüder hätten auch gerne Erfolg. Und mit den Illusionen haben sie's auch. Der eine ist Automechaniker und kann gelegentlich einmal Edelschlitten illegal ausleihen, der Bruder profitiert davon und gibt diese als die eigenen aus, es lohnt der Blick darauf, wie die Arbeiterkleidung besserem Zwirn weicht, wenn mal wieder der reiche Maxe vorgegaukelt werden muss, der eine Bruder ist ein Zocker und benützt dazu selbstverständlich auch schon mal geliehenes Geld, und natürlich kann das nicht gut gehen, und natürlich haben beide Bald großen Gefallen am Schnuppern an der besseren Welt. Der eine redet immer davon, eine Hotelkette aufzubauen, aber über eine nette Idee kommt das nicht hinaus, was ihn natürlich nicht daran hindert, alle Leuten auf die Frage "Was machen Sie beruflich" irgendetwas schamhaft-Verklausuliertes wie "in Hotels", "Investment" oder so entgegenzuhalten. Dieser hat auch eine etwas kostspielige Freundin, Angela, und ob die ein Engel ist, da kann man nicht so sicher sein (es wird nie so ganz aufgelöst). Gerade diese Angela bzw. ihr Milieu ist typisch Allen, eine Schauspielerin, die im Gegensatz zur Johansson-Rolle in "Match Point" darin ziemlich gut ist, vor allem in den Verführungsszenen, die sie so spielen muss... Sie bewegt sich in etwas abgehobenen, typisch Allen, Künstlerkreisen, in denen der neue Freund sich sichtlich nicht so ganz wohl fühlt, bei denen er aber auf jeden Fall mithalten möchte. Ein interessanter Aspekt am Rande war hier übrigens der kurze Besuch der Eltern von Angela, auch hier: In den ganz kleinen Rollen noch stark, wie das Gespräch mit dem Vater verdeutlicht, wie dieser, ein kleiner Taxifahrer, der auch einmal vom Big Business geträumt hatte, die Tochter immer sehr verhätschelt hatte, aber dabei auch wollte, dass sie mal einen richtigen Geschäftsmann als Mann bekommt und nicht so einen Schauspielerspinner... Und den meint Papa nun ausgerechnet in Angelas Freund, "Hotels, Investment", gefunden zu haben, tragische Ironie... Ein wenig eine kleine Rolle wie die ebenfalls wichtigen Eltern in "Match Point", die ja auch sehr genau aufpassen, wie sie den Tennislehrer fördern können, dabei aber überhaupt nicht böse sind. Also, das alles ist in "Cassandra's Dream" jedenfalls wunderbar psychologisch durchkomponiert.
* Drittens ist dies von der filmischen Umsetzung gelungen. Allen hat zwar einen Allen-Film gedreht, aber auf etwas subtilere Art als in früheren Jahren, ein paar auffällige Erkennungszeichen hat er nämlich abgelegt, ohne dabei sich selbst zu verleugnen. Das zeichnet sich ja schon stilistisch seit Match Point ab. London statt New York, Klassik statt Jazz. Nun geht er noch etwas weiter: Er hat - meines Wissens zum ersten Mal seit langem - einen eigenen Komponisten, ansonsten gab es ja immer prä-existente Stücke auf dem Soundtrack. Und er hat einen exquisiten Kameramann, Vilmos Zsigmond. Nicht, dass die Kamera in früheren Werken daneben war, aber mit Zsigmond haben wir einen Mann hinter der Kamera, der eben nicht so ein Woody-Intimus ist, sondern den wir schon aus großen Werken kennen, vor allem von dem stilistisch eigentlich scharf unterschiedlichen Brian De Palma, in mindestens einem Fall ("Sugarland Express", 1974) auch von Steven Spielberg. Zsigmonds Stärken sind elegante Schwenks und Drehungen, bei Allen hält er sich zurück, aber gelegentlich ist seine Handschrift eben doch erkennbar. Als einmal zwei im Jaguar sitzen und sich unterhalten, schwenkt die Kamera zwischen beiden hin und her, anstatt mit dem üblichen Schuss-Gegenschuss zu arbeiten, was ich gelegentlich recht elegant finde und was ja auch über Nähe/Distanz eigentlich mehr aussagt als das letztlich "unrealistischere" Wechseln des Blickes, der mich als Zuschauer mehr bevormundet. Gelegentlich führt Zsigmond die Handkamera, macht dies aber recht ruhig, alles ist in Bewegung, aber halbwegs unauffällig, es brodelt unter der Oberfläche, diese Kameraführung ist betont ruhig und unauffällig, arbeitet aber eben doch mit minimalen dramatischen und daher subtilen Effekten, so z.B. mit einer Reihen sehr sehr sehr langsamer Zooms. Und dann die Meisterszene, typisch Zsigmond (und Brian De Palma, vielleicht ein bißchen unter dem Einfluß des großen Hitch), wozu ein Stück der Handlung verraten werden muss: Der reiche Onkel verspricht, den beiden Brüdern könne problemlos aus der Patsche geholfen werden, wenn sie nur mal eben einen Buchhalter, der ihn ans, haha, Messer liefen könnte, "beseitigten". Der Himmel (dessen Farbe hier immer wichtig ist) verdunkelt sich noch ein bißchen mehr, es beginnt zu regnen, die drei gehen unter ein paar Pflanzen, der Onkel unterbreitet den Neffen den Vorschlag, und die Kamera umkreist sie, gefangen in dem ganzen Gestrüpp, um den Finger und eingewickelt, eine geniale Szene. Auch lohnt sich, darauf zu achten, dass die Brüder in Szenen zu Beginn häufig durch Gitter zu sehen sind. Ob das auf den Ausgang der Geschichte verweiset oder eher auf eine psychologische Gefangennahme, verrate ich hier aber nicht. Oftmals haben wir auch kleine Gruppen unter Verzicht auf Schuss-Gegenschuss (die zwei Pärchen auf dem Boot zu Beginn), man kann die Personen so genauer beobachten, ohne von der Kamera bevormundet zu werden. Oder gegen Ende, als der eine Bruder den begangenen Mord nicht verkraften kann und in Depressionen, gepaart mit zu starkem Alkohol- und Tablettenkonsum verfällt, da kreuzt er einmal bei dem cooleren Bruder auf, bei dem mit der Schauspielerfreundin, in einem schicken Ambiente, und auf einmal werden die Brüder recht klein in diesem schicken Ambiente, der Coole will nicht gestört werden, der Labile soll kein Fremdkörper sein und in die schöne neue Welt des Coolen interferieren, die Kamera folgt den beiden nicht, bleibt auf Distanz, der Labile gehört da nicht hin und der Coole möchte genau dies erreichen. Natürlich kann er das ein Stück weit nicht, weil der Labile ja droht, der Polizei etwas zu verraten, um mit sich ansatzweise ins Reine zu kommen, aber in der beschriebenen Szene hatte ich den Eindruck, als habe die schicke Umwelt schon ein bedrohliches Eigenleben gewonnen, aus dem keiner mehr entfliehen kann.
* Dann war da noch die starke, klassische, eigenkomponierte Musik von Philip Glass. Sie wird nicht so häufig eingesetzt, dann aber deutlich (auch dies eher ein Kennzeichen des klassischen Film Noir wie überhaupt einiger klassischer Filme, von den ganz großen Schmachtfetzen einmal abgesehen), sehr schicksalhaft, bedrohlich, in dem Hauptthema an eine düstere Variante von "Asturias" mit tiefem Streichertremolo erinnernd, geradezu klassisch wird Bedrohlichkeit und gelegentlich auch richtiger Suspense erzeugt.
* Und so haben wir dann einen zum einen sehr klassischen, ein bißchen Noir-archetypischen Film, eine typische Allen-Klassengegensatz-Schuld-und-Sühne-Geschichte, ein bis in die Nebenrollen (vor allem Tom Wilkinson, sonst häufig der Nette, ein bißchen bedröpste, hier nun der nur scheinbar joviale, aber schrecklich selbstgerechte Mordauftraggeber) gut besetztes Drama, einen "erwachsenen" Allen mit "richtiger" Musik und klassisch-schöner Kamera, und damit: Von wegen, alles nur Fingerübung. Mag ja sein, aber durch diese Kombination von typischem Allen und Verzicht auf vordergründige Allen-Handschrift haben wir einen Film, der einerseits ein Stück was Archetypisches hat, andererseits, zumal in der heutigen Zeit: Etwas Einmaliges, das es heute so gar nicht mehr gibt. Dazu trägt auch eine Allen-typische, angenehme Dezenz in den (sehr wenigen) Gewaltszenen bei.

Ein paar weitere Worte, vor allem zu den Hauptpersonen: Während in "Match Point" die richtig Netten fehlen (was ich nie kritisiert habe), ist in "Cassandra's Dream" kaum einer, vom Onkel mal abgesehen, ein richtiger Schuft. Klassisch, aber interessant in der Ausführung ist auch, dass die beiden Brüder natürlich unterschiedlich in ihrer Fähigkeit sind, einen Mord begehen und hinterher damit fertig werden zu können, wobei es dem Film hoch anzurechnen ist, dass der Coolere auch nicht ein völlig gefühlskaltes Schwein ist. In einer unglaublich starken Großaufnahme am Ende (fast die filmische Sünde, in die Kamera zu blicken) sehen wir dies: Der Onkel meint, zur Geheimhaltung des ersten Mordes müsse auch noch ein zweiter begangen werden, auch der eine, der labile Bruder, "müsse weg". Das ist von dem anderen nun doch ein bißchen viel verlangt, und seine Augen verraten so eine interessante Mischung aus Dämonie und Rest-Gewissen, die wie vorher so noch nie gesehen hatten und die sehr für Film wie Schauspieler sprechen. Ein bißchen mehr im Hintergrund stehen die Freundinnen der beiden, aber auch diese interessant besetzt und geschrieben. Angela ist wie gesagt eine Mittelfigur aus Vamp und Guter, es gibt Zeichen in beide Richtungen, man weiß es nicht und sie weiß es letztlich auch nicht. Die Freundin des labileren Bruders ist so eine bodenständigere, etwas unsicherere, weniger gerissene und auch etwas dümmlich wirkende Frau (was vielleicht an der fürchterlich kieksenden Synchronstimme in der deutschen Fassung liegt), aber Allen gewinnt dieser Figur Sympathie ab und auch eine gewisse Größe, natürlich ist sie überhaupt nicht blöd, sondern hat aufrichtige Anteilnahme an dem Verfall des Freundes, ein echter Sympathieträger aus der zweiten Reihe. Mit dieser Figur leistet sich Allen ganz am Ende eine wirklich grausame Schlusspointe, wenn Angela ihr beim Shoppen erstmal als Profi erklärt, auf welche sexy Blusen der gemeine Kerl halt so steht. Grausam nicht in dem Sinne, dass es auf Kosten der "Naiven" geht, sondern nur noch mehr das Schicksalhafte dieser ganzen tödlichen Verstrickungen unterstreicht, aus denne es kein Entrinnen gibt. Nur mal nebenbei: Einen solchen "moralischen" Film, ohne moralinsauer zu werden, das muss man erst einmal hinkriegen!

Und nun bin ich am Ende, stelle aber erschrocken fest, dass ich meine Titelzeile völlig aus den Augen verloren hatte. Ein Boot, das die beiden Brüder (natürlich auf Pump) kaufen, heißt "Cassandra's Dream", Allen hat es ja mit dem Griechischen, den griechischen Chören auch, tja und hätten die beiden halt einmal auf dunkle Vorahnungen, die sich eigentlich aufdrängen sollten, gehört... Die Brüder träumen aber auch von Kalifornien. Da ist sie, die Stadt der Illusionen, Hollywood, der Ort, an dem der reiche Onkel seine Promiklinik hat, der Ort, in dem Angela ihre Schauspielerinnenkarriere pushen möchte, wofür sie natürlich auch gern die Kontakte ihres neuen Freundes zu dessen Onkel anzapfen möchte (die aber andererseits auch die Gelegenheit hätte, sich von einem reichen Schnösel nach Marokko einladen zu lassen, und man weiß nicht, ob sie es machen würde). Kalifornien, der Ort des immer blauen Himmels (und als das von den Personen erwähnt wird, zieht sich der Londoner Himmel schon etwas zusammen...), überhaupt Wegwollen von allem, von London, von Schulden, vom Kleinbürgertum, von der Realität (übrigens zockt nicht nur der labile Bruder mit geliehenem Geld, sondern er lässt sich auch von seiner Freundin zu einem Hauskauf auf Pump überreden, was einen Ortswechsel natürlich noch viel schwieriger macht), dann wegMÜSSEN (damit der Mord nicht herauskommt) und nicht können (man hat doch gerade das teure Haus gekauft). Hier will jeder was anderes und wer anders sein, selbst der Onkel als Mordauftraggeber in der Maske des gönnerhaften Geschäftsmannes (und natürlich die Kundinnen des Onkels, die wie aber nie sehen), aber es gibt kein Entrinnen. Das ganze kongenial umgesetzt. Ich halte sehr große Stücke auf diesen Film!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Familie ist Familie. Blut ist Blut. Wie weit würdest du für Geld gehen?, 11. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Cassandra's Traum (DVD)
Wenn man von dem Film vorher noch nichts gehört hat - und so ging es mir ebenfalls - könnte man vom Filmtitel schließen, es dreht sich um eine Frau namens Cassandra und ihrem Traum - doch weit gefehlt. Cassandra's Dream ist der Name eines Bootes, den sich die beiden Brüder Ian (Ewan McGregor) und Terry (Colin Farrell) zusammen gekauft haben. Es steht symbolisch für Freiheit und Ausbruch aus dem öden Alltag - einfach raus fahren aufs Meer und die Seele baumeln lassen. Doch richtig entspannen können sie nicht, denn beide brauchen Geld: Terry hat Spielschulden und Ian will größere Investitionen vornehmen. Da trifft es sich gut, dass der wohlhabende Onkel Howard (Tom Wilkonson) vorbeischaut. Sie fragen ihm nach dem Geld, doch er braucht selber Hilfe von den beiden in einer ganz anderen Sache. Er möchte, dass die beiden für ihn einen Mord begehen...

Und schon ist der Zuschauer mitten in einer Tragödie, denn es dürfte klar sein, dass die Geschichte so oder so nicht gut ausgehen kann. Ich bin kein Woody Allen-Experte und habe bisher auch nur lustigere Filme von ihm gesehen - Humor findet man hier aber keinen. Es ist durch und durch ein Drama, das den moralischen Konflikt der beiden Brüder (großartig gespielt von McGregor und Farrell) gegenüber ihrem Vorhaben zeigt. Während der eine relativ locker damit umgeht, plagen den einen mehr und mehr Gewissensbisse. Der Film ist stellenweise sehr spannend und man wird bis zum Schluss gefesselt. Sehr schade fand ich allerdings den Schluss, da dieser sehr schnell erzählt wird und der Film danach genauso schnell abrupt aufhört.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein absolutes Erlebnis, 14. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Cassandra's Traum (DVD)
Wow, ich habe diesen Film gerade im Kino gesehen und bin immer noch hin- und hergerissen. Selten hat mich ein Film dermaßen beeindruckt wie "Cassandra's Traum", noch nie wusste ich einen Film so schwer in eine Kategorie einzuordnen wie diesen Streifen. OK, es geht um Mord, aber stellenweise meinte man doch eher, in einer rabenschwarzen Komödie gelandet zu sein. Ewan McGregor und Colin Farell als ungleiches Brüderpaar sind entgegen meinen Erwartungen die absolut perfekte Besetzung, die auch bei einigen extrem hölzernen Drehbuchwendungen stets ihre Glaubwürdigkeit behalten. Allein beim Farells Tabletten- und Zigarettenkonsum rechnet man als Zuschauer fast minütlich damit, dass er tot vom Stuhl kippt. Sogar 2 Minuten vor Ende des Films hat man noch keinerlei Vermutung, womit die Geschichte enden wird, ganze 120 Sekunden später beginnt der Nachspann und zurück bleibt ein sprachloser Zuschauer. Fazit: auch wenn manche Wendungen - gerade am Anfang - etwas zu zufällig und unglaubwürdig daher kommen, ist "Cassandra's Traum" ein rundherum perfekter Film - da verzeiht man auch den zum Himmel schreienden Rechtschreibfehler im deutschen Titel (Gruß an Herrn Sick *g*!)...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Cassandra's Traum
Cassandra's Traum von Woody Allen (DVD - 2008)
EUR 11,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen