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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Traumhaft!
Nicht wenige HipHopper weltweit halten Nas für den lyrischsten MC des amerikanischen Mainstreams. Sein aktuelles Werk, um das es auf Grund des ursprünglichen Arbeitstitels "Nigger" heftige Kontroversen gab, untermauert diesen Ruf stärker als jedes der bisherigen Alben. Löblicherweise hat Nas den Anspruch, Texte mit Inhalt und Aussage zu schreiben...
Veröffentlicht am 2. Oktober 2008 von Oliver M

versus
1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk ? Nein, leider nicht !
Also erst mal muss ich sagen das ich die Begeisterung für dieses Album nicht teilen kann. Ein Meisterwerk, ein Klassiker, ein Illmatic ist es überhaupt nicht. 5 Sterne stehen für mich als Classiker und da gibt es sehr wenige die diesen Titel verdienen. Von Nas könnte man "Illmatic" und "It Was Written" nehmen, aber doch nicht "Untitled". Also das mit...
Veröffentlicht am 28. August 2008 von Don


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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Traumhaft!, 2. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Nas (Audio CD)
Nicht wenige HipHopper weltweit halten Nas für den lyrischsten MC des amerikanischen Mainstreams. Sein aktuelles Werk, um das es auf Grund des ursprünglichen Arbeitstitels "Nigger" heftige Kontroversen gab, untermauert diesen Ruf stärker als jedes der bisherigen Alben. Löblicherweise hat Nas den Anspruch, Texte mit Inhalt und Aussage zu schreiben. Während die meisten seiner besserverdienenden Kollegen noch immer ihre kriminelle Vergangenheit bzw. ihr jetziges Leben voller Champagner, Diamanten, Topmodels und Luxuskarossen besingen, zeigt Nas gesellschaftliche Missstände auf: Ob unseriöse Medien, Rassismus oder sexuelle Diskriminierung - Nas stellt sich all dieser Schlechtigkeit mit nahezu rebellischer Attitüde entgegen, und das auf sprachlich hohem Niveau. Dazu kommen einfallsreiche Ideen, die für jeden gelangweilten Rap-Fan eine willkommene Erfrischung darstellen dürften. So ist "Fried Chicken" (feat. Busta Rhymes) einfach mal eine Liebeserklärung an sündhaft fettiges Essen. Oder auch "Project Roach", auf dem die schwarze Unterschicht metaphorisch mit einer nicht totzukriegenden Ungezieferart verglichen wird.

Auch aus musikalischer Sicht ist "Nas", wie die LP schlussendlich betitelt wurde, erstklassig produziert. Bei der Auswahl der Beats zeigte sich Nas diesmal besonders offen und vielseitig. So engagierte er Veteranen wie Dead Prez' Stic.Man ebenso wie den umstrittenen Newcomer Polow Da Don, der sich erst kürzlich einen Namen durch seine Arbeit für Rich Boy gemacht hat. Das Ergebnis ist ein ausgesprochen abwechslungsreicher Sound, der angenehm ins Ohr geht. Zum Beispiel hat der namenlose Track "Untitled" einen wahnsinnig smoothen Drive, der während einer nächtlichen Autobahnfahrt mit Blick auf die erleuchtete Skyline einer Großstadt für pure Gänsehaut sorgen kann.

Das Album hat nachdenkliche und wehmütige Momente, aber auch partytaugliche Hits wie das großartige "Make The World Go Round" mit Chris Brown und The Game. Ähnlich stark schlägt die synthetische Aufsteh-Hymne "Hero" ein. Trotzdem wird die Gesamtspieldauer zum Großteil von politischem Trueschool dominiert, wobei in erster Linie warme Soul- und Orchester-Loops zum Einsatz kommen. Der gesamplete Tupac auf "Black President" hätte keinen würdigeren Einsatz finden können als hier.

Fazit: Mit Sicherheit auch aus objektiver Sicht eines der besten Alben von Nas. Beim ersten Hören haut es einen noch nicht vom Hocker, entfaltet seine großartige Wirkung jedoch mit jedem Mal ein bißchen mehr. Kaufempfehlung.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ohne Titel..., 9. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Nas (Audio CD)
Mit seiner inzwischen neunten Platte beweist Queensbridge-MC Nas, dass man ihn nicht nur auf seinen 94er Meilenstein "Illmatic" reduzieren sollte. Noch auf seinem letzten Album warnte er die HipHop-Szene vor dem Verfall ihrer Kultur und heimste dafür mächtig Kritik und Aufmerksamkeit ein. "Untitled" ist nicht weniger diskussionswürdig - sondern sogar mehr: Die Idee von Nas a.k.a. Nasir Jones, sein nächstes Album schlicht "Nigger" zu nennen, ließ Journalisten, Blogger, Plattenbosse und Forentyper ausrasten. Nach einem Hin und Her einigte man sich auf ein "namenloses" Album. Doch wer sich das Cover vor Augen führt, ahnt, welches Wort einen da anschreit.
Untitled" ist ein Konzeptalbum, das Fragen aufwerfen soll, warum dieses Wort denn so berüchtigt sei. In den Songs geht es um schwarze Kultur und Geschichte, Rassismus, Diskriminierung und ähnliche Themen. Ich beschreibe die 15 Stücke im Einzelnen:

1. Queens Get The Money: Die Platte beginnt mit einer auf-den-Punkt-bringenden Ansage Nas' gegen Hater und Zweifler, die ihm Relevanz absprachen. Er geht auf seine "HipHop is dead"- Phase ein mit den Worten: "HipHop was aborted, so Nas breathes life back into the embryo". Einzig Klavierklänge ohne Percussion untermalen diese wütende, rechtfertigende Aussage. Großartig!

2. You Can't Stop Us Now: Die allseits bekannte Melodie von Barrett Strong und Norman Whitfield's "Message from a black man" ertönt auf einem dreckigen mit Schallplatten-Crackles belegten Beat von Salaam Remi. Aussage ist, niemand kann die afroamerikanische Kultur verdrängen. Blues und Spoken Word sind auch noch in den Song eingeflossen. Passt perfekt, der Refrain klingt fast wie eine Weisheit. Ist er ja auch: "No matter how hard you try, you can't stop us now"!

3. Breathe: J. Myers & Dustin Moore schusterten dieses wunderbare Instrumental, dass die einfache Erkenntnis unterstreicht, dass es schwierig ist, doch einfach das Wesentliche zu sehen, zwischen all dem Trouble in der Welt eines Hustlers.

4. Make The World Go Round: Ein eher poppiger Song über das Hustlen von Nord bis Süd, von Ost bis West. Nas sagt hier, dass er nichts dagegen hat, wenn andere Rapper durch Ringtones reich werden, und gratuliert ihnen für solch einen Erfolg. Das Instrumental kommt von Cool & Dre, und ist modern, aber unkitschig gehalten. Als ich Anfangs Chris Brown las, dachte ich an nichts Gutes, doch der Gesang des "nächsten Michael Jackson" fügt sich perfekt und absolut grandios in den Song ein. The Game hat einen gewohnten soliden Part.

5. Hero: Die perfekte Single für ein solches Album wächst von mal zu mal hören. Der Beat ist wie der des Songs davor, ziemlich trendorientiert gehalten - stammt ja von Polow Da Don, der mit 808 Drums und klimpernden Keys einen druckvollen Beat zauberte, der auch zu T.I. oder Lil' Wayne passen würde. Nas sagt unter Anderem, dass er seinen Block aus alten Zeiten nicht vergessen hat und auch immer noch der Selbe ist wie damals.

6. America: Dies ist ein absolut melancholischer, melodiöser Song über ein zerfallenes Amerika, das gar nicht Jenes glänzendes Paradies ist, was Ikonen wie Marilyn Monroe usw. verkörpern. Nas sieht stattdessen strenge Gesetze und korrupte Cops. Hört man diesen Song öfters, kann es sein, dass er zum Ohrwurm wird. Nices Ding!

7. Sly Fox: Im Frühjahr 2008 berichtete der US-Nachrichtensender "FOX-News" über Nas im Rahmen eines Autritts bei einer christlichen Verantstaltung und stellte ihn als gewaltverherrlichenden Gangsta-Rapper dar. Der Sprecher Bill O'Reilly griff ihn besonders hart an. Nas antwortet mit dem Song "Sly Fox" (dt.: schleichender Fuchs) auf die Vorwürfe. Hier geht er auf die allgemeine Manipulation der Medien (speziell FOX) auf den Betrachter ein und warnt vor einer totalen Verdummung. "The eye in the sky, number five on the dial", spricht die Big-Brother-is-watching-you-Rolle von FOX an. Zu den Vorwürfen, er würde, offensichtlich Gewalt propagieren und Waffen verherrlichen fragt er sich, was denn mit "Kill Bill" sei, das doch viel deutlicher Gewalt verherrlicht aber nicht als gefählich betrachtet wird, da es ein ausgezeichneter Film ist. Die Raps werden begleitet von wütenden Gitarren-Riffs aus der Hand von Dead Prez' stic.man. Sehenswert ist auch das offizielle Video (Regie: Rik Cordero) dazu!

8. Testify: Ein smoother, langsamer Song, der mit einer gesungenen Hook über Pianos auffährt, wobei sich die Hook ziemlich oft wiederholt. Fast sprechend fügt hier Nas seine Stimme ein, ein paar sanfte Lacher sind auch dabei. Bluesgesänge begleiten das Instrumental so gut wie von Anfang bis Ende. Im Song fragt er u.a. seine Fans, ob sie auch persönlich zu ihm halten würden, anstatt nur alleine die Musik zu hören.

9. N.I.G.G.E.R. (The Slave And The Master): Das Knochenmark des Albums! "Sie sagen N***** zu uns, doch wir sind viel mehr als das" , ist die Hauptaussage dieses, ja, Bretts, das vor allem Nas' Menschlichkeit zeigt. Das Instrumental erinnert von Aufbau und Tempo etwas an Kanye West's Can't tell me nothing" - kein Wunder, ist es doch ebenfalls von DJ Toomp produziert. Die Melodie setzt sich aus einem Sample der Gruppe The Persuaders" zusammen: Die Streicher-Klänge wirken sehr stabil und erwachsen. Wahnsinns Ding!

10. Untitled: They did not have the power, to stop Louis Farrakhan" ertönt Anfangs, bis ein schneller, düsterer und basslastiger Beat einsetzt.
Untitled" ist ein stark politischer Song, der das Thema "Revolution" intelligent anspricht. Hierbei wird auch weiterhin im Refrain der Nation of Islam-Führer Louis Farrakhan erwähnt, der eine stark rassistisch geprägte Ideologie propagiert. Die Athmosphäre, die dabei aufkommt, erinnert mich fast an einen Science Fiction-Film, da Beat und Lyrik hier ziemlich heftig in die eher düstere Ecke gehen.

11. Fried Chicken: Mark Ronson bringt hier eine traurige Melodie und militärische Snares. Nas und Busta Rhymes bringen die Raps und rollen zum Einen das Klischee eines hühnchenfressenden Schwarzen auf, zum Anderen sprechen sie mit etwas Wortwitz die Massenkäfighaltung von Hühnern an. Genüsslich beschreibt Nas die Geflügelspeise, die wir zwar essen, doch dabei nicht bedenken, was das Tier alles schon erleben musste, um auf dem Teller zu landen... oder womöglich gar kein Hühnchen ist... Busta sagt: "Wir fressen alles in uns rein, ohne nachzudenken, bis wir schließlich daran krepieren". Brillianter Song!

12. Projekt Roach: Eban Thomas, ein Lyriker, spricht im Intro und Outro dieses kurzen Stückes ein für diese Platte typisches Thema an. Das böse N-Wort müsse man gar nicht beerdigen, den täglich geht die Scheiße, die man als Schwarzer erleben muss weiter. Nas rappt hier über Wertlosigkeit. Die Musik ist Lounge-mäßig gehalten.

13. Y'all My Niggas: J. Myers bringt hier einen gute Laune Beat, der mit Trompeten-Synthies im Refrain aufwartet, worüber Nas rappt, dass im letzten Jahrhundert zwar Ghettos entstanden, dies aber auch positiv zu sehen sei. Aus all den Nachteilen, die die Schwarzen in den USA hatten/haben entstanden Schönheiten und Einzigartigkeiten wie die Coolness und eine eigene Sprache. Daher will heute jeder ein "N*****" sein. Nas würde dies akzeptieren.

14. We're Not Alone: Dieser Song ist geprägt von Hoffnung, der dem Zuhörer fast Tränen in die Augen treibt, wenn er über den Text nachdent. Die Hauptaussage: "Wir sind nicht alleine, überall werden Menschen gequält bzw. diskriminiert. Doch wir müssen uns nur anschauen um zu sehen, was wir sind, wir sind die schönste Kultur". Der Refrain, absolut wunderbar gesungen von Mykel, unterstreicht diese Aussage. Die Afro-Kultur von Afrika bis in die USA wird erläutert. Stic.man von den Dead Prez zeigt auf dem Song seine Klasse als Produzent. Am Ende des Songs macht Nas klar, dass Rassismuss beendet werden müsse und er Liebe für jeden Mensch, jeder Nation verpüre. Wahre Worte.

15. Black President: Der Song, der mit nachgesprochenen Martin Luther King-Zitaten aufwartet und die Präsidentschaftskandidatur von Barack Obama thematisiert, ist der krönende Abschluss des Albums. Wie ein "Bam!" beginnt der Song, der die berühmten 2Pac-Zeilen "And though it seems heaven sent, we ain't ready to see a black President" interpretiert. Nas rapt hier hungrig wie lange nicht mehr und, ja, alles abreisst, wie man so schön sagt. Bam!

Fazit: Das Konzeptalbum "Untitled" ist für viele nicht umsonst das beste Nas-Album seit "Illmatic". Es weist einen roten Faden auf. Nas bringt auf fast jeden der 15 Songs pure Hitze. Wer das Album noch nicht illegal aus dem Internet hat, sollte es sich käuflich erwerben, es lohnt sich, denn es ist vielseitig und abwechslungsreich. Ich kann noch nicht sagen, wie Untitled" in 5 Jahren dasteht, deswegen lasse ich den Begriff "Klassiker" ersteinmal liegen.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nas so stark wie lange nicht mehr, 6. Juli 2008
Von 
JazzMatazz (Würzburg, Dirty South) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Nas (Audio CD)
Nas is back! Und wie! Nach leider nur durchschnittlichen Vorgängern scheint es, als hätte Nas endlich das Gespür für gute Beats wieder entdeckt. Sein neuntes Album, das je ursprünglich den Titel "Nigger" tragen sollte, wurde zum namenlosen Werk "umbenannt". Lyrisch zeigt sich Nasir Jones auch hier wieder von seiner besten Seite und behandelt Themen wie Rasse, Politik und den Struggle auf den Straßen. Allerdings stellt sich hier auch die Frage, ob dies bei Pop-Features wie Chris Brown oder Keri Hilson auch wirklich glaubhaft rüberkommt. Produziert wurde das Ganzen von der Creme de la Creme der Producer-Szene, nämlich von u.a. Polow Da Don, Cool & Dre, stic.man, Stargate, DJ Toomp oder DJ Green Lantern. Wer sich das im Vorfeld erschienene "Nigger Tape" besorgt hat, wird hier nicht mehr all zu sehr überrascht werden, denn es wurden erstaunlich viele Songs davon auch hier mit untergebracht, allerdings unter anderen Bezeichnungen.
Mit "Queens Get The Money" ist Nas ein grandioser Einstand gelungen. Lediglich von einem schlichten Klavierspiel begleitet, zeigt er uns auf diesem Introsong seine ganze Klasse am Mic. Ähnlich gut geht es auch gleich mit dem nächsten Track, "You Can't Stop Us Now" weiter. Mit ruhigem und dunklem Beat und einigem an Jazz-Instrumenten ausgestattet ist schon gleich das Instrumental eine echte Wucht. Nasty Nas rappt auch hier wieder wie am Fliesband, wird jedoch von dem richtig mitreißenden Refrain von Eban Thomas und den Last Poets noch übertrumpft. Leider ist auch beim unbetitelten Werk nicht alles Gold was glänzt, will heißen: Lieder wie "Breathe", "Testimony" oder "Untitled" wirken eher uninspiriert und auf Teufel komm raus schnell dahin geklatscht und gewinnen dadurch stark an Langeweile. "Make The World Go Round" dürfte die Nas-Fangemeinde spalten. Das liegt daran, dass die Produzenten Cool & Dre hier zwar auf sehr freshe aber gleichzeitig auch sehr poppige Synthies gesetzt haben, noch dazu steht Michael Jackson-Nachfolger Chris Brown neben The Game als Feature zur Verfügung. Insgesamt wohl eindeutig Geschmackssache. Richtig grandios hingegen wurde Smash-Hit "Hero". Donnernde Beats und wieder einiges an Synthesizer und anderen elektronischen Hilfen, die zu einer genialen und emotionalen Hintergrundmelodie verschmelzen und Nas, sowie Gast Keri Hilson die Arbeit doch recht einfach machen, denn bei einem solchen Instrumental kann man einfach nur gut aussehen. Düster, hart und sozialkritisch, also genau Nas' größte Stärke, bekommt man mit "America" zu hören. Aufgrund seiner sowohl dunklen als auch gefühlvollen Elemente geht einem der Track sofort unter die Haut, Nas' Rhymes verursachen beim ein oder anderen bestimmt auch etwas Gänsehaut. Von ganz anderem Kaliber ist das Brett "Sly Fox", dessen E-Gitarrenriffs eher an Rock am Ring als an Queensbridge erinnern. Für eingeschweißte Rap-Fans vielleicht nicht ganz das Richtige, für den etwas toleranteren Hörer sicher eine willkommene Abwechslung. Der Song "N.I.G.G.E.R. (The Slave And The Master)" ist ja schon etwas länger draußen und dürfte deshalb vielen bereits bekannt sein. Eine traumhafte Melodie aus Streichern und Bläsern in Kombination mit Nasty Nas, der uns über die Rolle der Schwarzen aufklärt, machen dieses Lied zum emotionalen Höhepunkt des gesamten Albums. "Fried Chicken" erinnert aufgrund seiner Armeetrommel etwas an die alte Kolonialzeit und Eroberung der Südstaaten. Dazu kommen Trompeten, Gitarren und andere akustische Instrumente, die diesen Song zum echten Klangerlebnis machen. Unterstützung bekommt Nastradamus hier von Busta Rhymes, der zwar einen guten Job macht, dem Gastgeber jedoch lange nicht das Wasser reichen kann. Funky und fast schon fröhlich aber auch etwas rockig wirkt "Y'all My Niggas", was noch einmal die viele Abwechslung, die man hier geboten bekommt, aufzeigt. Kraftvoll und sehr energiegeladen kommt "Black President" um die Ecke. Die hart hämmernden Bässe schaffen eine schon leicht aggressive Grundstimmung, die Nas mit seinen motivierten und bissigen Rhymes ausnutzt und zu begeistern weiß. Highlight hier dürften jedoch die Samples von 2Pac's 'Changes' sein, die seine fast schon legendären Worte "I know it seems heaven sent, we ain't ready to have a black president" beinhalten. Aufgrund Barack Obamas vielleicht nicht mehr ganz aktuell, dennoch sehr unterhaltsam.
Nas' unbetiteltes Album ist schon fast wie eine kleine Wiedergeburt von Queensbridge bekanntestem Sohn, denn solch starke und aussagekräftige Beats hat er uns schon seit Jahren nicht mehr aufgetischt, die lyrische Klasse ist nach wie vor beim Alten. Aufgrund einiger langweiliger Tracks zwischendurch bekommt Nasir Jones zwar nicht die Höchstpunktzahl für diese Platte, dafür aber die Empfehlung an all seine Fans und Freunde des gepflegten East Coast Raps sich dieses Album unbedingt zu besorgen.
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5.0 von 5 Sternen Nach HipHop is Dead das nächste Meisterwerk !, 8. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nas (Audio CD)
Das vielleicht beste NAS Album zusammen mit illmatic und God's Son !
Eine Offenbarung für jeden wahren HipHop fan.
Eigentlich sollte das Album NI**ER heißen aber das war dem Studio zu kontrovers, der Titel hätte aber durchaus perfekt gepasst und das Coverartwork unterstreicht das eindrucksvoll.
Hier einen Song hervorzuheben ist wirklich schwierg denn das Album ist ein Gesamtkunstwek, welches man bis auf ein, zwei Ausnahmen durchhören kann.
Der einzige Song der mir absolut garnicht gefällt ist die Single "Make The World Go Round" mit The Game und Chris Brown,
der Song ist einfach zu glatt und zu R&B lastig, nicht das ich mit R & B nichts anfangen kann aber wenn dann sollte er auch soul-lastig sein, das ist hier nicht der Fall.
Zwei Songs möchte ich aber doch etwas hervorheben....die Brettsingle "Hero" und das geniale "Amerika" !
Alleine die beiden Songs rechtfertigen den Kauf alle mal.

Fazit: Nas lässt mit diesem Album die Konkurrenz weit hinter sich und zeigt den 50ties und Lil' wayne's wie tiefgründiger, eingängiger und zeitloser Hip Hop heute zu Tage funktioniert.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Starker Rap mit politkritischen Lyrics, 10. September 2008
Von 
Miffe (Karlsruhe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Nas (Audio CD)
Nas ist zurück und macht gleich zu Beginn nicht nur muskalisch
von sich aufmerksam.
Dass das Album ohne Titel im Laden steht hat seinen Grund,
denn die geplante Betitelung mit dem "N-Wort" wurde durch
aufkommende Kritik nun doch unterlassen.

Trotz des fehlenden Titels ist es klar worauf es Nas abgesehen
hat.
Mit einem rundumschlag politischer Kritik rechnet er so ziemlich
mit jedem ab, der in den USA etwas zu melden hat.
Schließlich wird das ganze Werk mit einer regelrechten Hymne
an Präsidentschaftskandidat Barack Obama gen Ende
geschlossen.

Nas provozierte schon immer gern in seinen Songs, doch stellte
er niemals zuvor die Lyrics derart in den Vordergrund.
Bis auf das unglaublich eingängige und selbstverherrlichende
"Hero", zusammen mit Timbaland-Entdeckung Keri Hilson, darf
man von den Beats her diesmal nicht all zu viel verlangen.

Nas legt Wert darauf was er sagen will und stellt dies vor alle
anderen Prioritäten.

Tatsächlich gelingt es ihm ein rundum gelungenes Album
abzuliefern, dass mit einigen Hits den Chartthron erklimmen wird.

Neben dem bereits genannten "Hero" überzeugen Titel wie
"Make the World go Round", zusammen mit Chris Brown und
The Game, sowie "Y'all my N***as" hauptsächlich durch den guten
Beat, und Tracks wie "America" oder "Sly Fox" durch die starken,
teilweise provozierenden Lyrics, die sich mit den innenpolitischen
Abläufen auseinander setzen, und natürlich hauptsächlich auf
die Rassenfrage eingehen.

Dass Nas keine halben Sachen macht war zu erwarten und so
überzeugt er ein weiteres Mal mit einem Album, zwar ohne Titel,
dafür aber mit einer Fülle guter Songs.
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5.0 von 5 Sternen The N, 16. Oktober 2013
Von 
DES - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nas (Explicit Version) (MP3-Download)
Nas sorgte bereits vor der Veröffentlichung seines neunten Solo-Albums für reichlich Furore, als er den geplanten Titel offenbarte. Doch Def Jam erschien dieser zu heikel, sodass es schlicht und ergreifend ''Untitled'' (also titellos) geworden ist. Mit dieser Platte briliert der New Yorker ein weiteres Mal und unterstreicht seine einzigartige Qualität als Lyriker, denn auf disem Album behandelt Nasir grandios ziemlich unbequeme Themen und sorgt nicht nur für Unterhaltung, sondern auch für reichlich Gesellschaftskritik. Das gesamte Werk ist in sich stimmig und überzeugt auf ganzer Linie. Insgesamt ein weiteres Meisterwerk von Nas. Exzellent!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Meister aller Klassen, 18. August 2008
Von 
V-Lee (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Nas (Audio CD)
Dieses Album ist ohne Zweifel ein Meisterwerk, das Album, das sich schon seit Anbeginn von Nasir Jones Karriere ankündigt, und dem er wegen der zu aufdringlichen Produktion von Will.i.am mit dem - trotzdem sehr guten - ,Hip Hop Is Dead', noch nicht ganz Rechnung tragen konnte.

Abseits der sehr politischen, sehr black power-mäßig angehauchten lyrics, schafft es dieses Album nämlich auch musikalisch den Hörer vollends in seinen Bann zu ziehen, was zum einen an der Vielfalt der hier auftauchenden Spielarten des Hip-Hop liegt, zum anderen auch an äußerst cleverem, atmosphärisch dichtem Sampling. Nas schafft es die Balance zwischen eingängig und marktschreierisch, zwischen gefühlsbetont und pathetisch zu halten. ,Hero' das mit seinem fast schhon erdrückenden Sample stimmungsmäßig an Beyonce's ,Crazy In Love' erinnert, ist das beste Beispiel: dort wo sich Beyonce's Song nach gutem Anfang in Plattitüden ergeht, wird bei Nas ein stilvoller, süchtigmachender Hip Hop Track aus dem Sample geschnitzt.

Die Songtitel verraten schon wo's textlich langgeht: ,You Can't Stop Us Now', ,America', ,Ni**ger' (The Slave & The Master)', 'Black President'... Nas macht den Hip Hop wieder politisch - ähnlich wie die roots auf ihrem letzten Album, und er will den Afroamerikanern neues Selbstbewußtsein auf Basis des aussichtsreichen schwarzen Präsidentschaftskandidaten Obama initiieren. Wäre 2Pac noch am Leben, die zwei würden wohl eine black hip-hop community - strictly political, versteht sich - aufziehen, doch Nas ist ohnehin der einzig legitime Erbe 2Pacs - vor allem auch musikalisch - , und er läßt ,Stars' wie Timbaland, Jay-Z, etc. mit diesem Album aussehen wie bubblegum Musiker, denn was er auf diesem Album in Wirklichkeit macht ist, er läßt die Geschichte des Rap/Hip-Hop der letzten - sagen wir mal 20 Jahre - Revue passieren (siehe z.Bsp. ,Sly Fox' - Run DMC nur zeitgemäßer) und aktualisiert und adaptiert Sie clever und gewitzt zu seinem eigenen Hip-Hop sound, und der wird immer unwiderstehlicher. Eigentlich befinden sich unter den 15 songs nur zwei die etwas abfallen, das aber auf höchstem Niveau.

Hier schreibt einer der bis Mitte der 90er ein glühender Hip-Hop und Rap Fan war, danach aber feststellen mußte, daß Rap immer mehr zu einer Parodie von sich selbst, von der Musikindustrie vereinnahmt und selbstgefällig wurde, das ,Gangsta' Gehabe nur mehr Vermarktungsstrategie war und die sogenannte ,street credibility' de facto, bei den erfolgreichen acts nicht existierte. Nas und The Streets schaffen es möglicherweise mich von einer Erstarkung, einer Wiedergeburt des US Hip-Hop's zu überzeugen, ich hoffe viele andere folgen ihrem Weg...
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Masterpiece" wäre der beste Titel für dieses Album, 3. Juli 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Nas (Audio CD)
1994 veröffentlichte Nasir Jones sein Debut Album "Illmatic", das heute noch als Classic/Meilenstein des Eastcoast Raps zählt. 14 Jahre später steht Nas nun mit seinem mittlerweile 9. Studioalbum, zugleich der zweiten Veröffentlichung unter Def Jam, in den Startlöchern. Bereits seit vielen Monaten sorgt das Album für Aufsehen, denn Nas betitelte den Longplayer ursprünglich mit dem kontroversen Titel "Nigger", aber mittlerweile hat das Album keinen Namen mehr sondern wird als "Untitled" veröffentlicht. Nas konnte sich für sein 15 Track starkes Nachfolgeralbum zu "Hip Hop Is Dead" einige gute Leute ins Studio holen. Produktionen gibt es auf "Untitled" von u. a. Polow Da Don, Stargate, DJ Green Lantern, Cool & Dre sowie DJ Toomp und auch die Gastauftritte von u. a. Busta Rhymes, The Game, Chris Brown oder Keri Hilson können sich mehr als sehen lassen. Im April diesen Jahres bekamen wir den ersten Vorgeschmack in Form von "Be a nigger too" zu hören, dieser Song findet jetzt aber nicht den Weg auf das Album, vielmehr begeistert uns die erste offiziele Single "Hero" zusammen mit Keri Hilson. Polow Da Don steuert hier einen grandiosen Beat bei, den Nas mit seinem Können am Mic das gewisse Extra gibt und Keri Hilson setzt dem ganzen noch mit ihrem traumhaften gefühlvollen Gesang die Krone auf. Doch jetzt erstmal zurück zum Anfang denn dort kriegen wir eine Art Introsong namens "Queens get the money" geboten der vollkommen ohne Beat auskommt und Nas hier schon mächtig flowt und nur von einer tollen Klaviermelodie begleitet wird. Da könnte man Stundenlang zuhören, aber 2:12 Minuten geht es dann schon mit "You can't stop us now" weiter. Ein smoother Song über den Nas sehr lässig rappt und die Blues Elemente sich toll zu dem guten Beat ergänzen. Bei "Make the world go round" hat sich ein Trio gefunden, denn Nas, Game und Chris Brown machen allesamt einen super Job und dazu ein überragender Beat von Cool & Dre, der auch von The Game mitproduziert wurde. Stargate stand bei "America" an den Reglern und schuff hier einen wunderbaren Song, der v. a. durch seine nachdenkliche und teilweise traurige Atmosphäre punktet und natürlich den Refrain, der von einer Frauenstimme gesungen wird. "Sly Fox" erinnert vom Stil her an den Titeltrack "Hip Hop Is Dead" vom gleichnamigen Vorgängeralbum, denn auch hier bekommen wir Drums bis zum abwinken und geniale E-Gitarren Riffs, was den ganzen Song etwas rockig daherkomemn lässt. "Testify" ist ein eher ruhigerer Song, der durch chillige Elemente und einen langsamen aber kraftvollen Beat besticht. DJ Toomp sorgte für "Nigger (The Slave And The Master" einem Hammertrack, der durch seine Streicher im Hintergrund wie eine Art Hymne wirkt und Nas Lyrics sind hier einfach nur gelungen. "We're not alone" ist dann wieder ein nachdenklicher und ruhigerer Song, der mit einer wundervollen Klaviermelodie auftrumpft, die allerdings etwas gedämpft im Hintergrund gehalten wird und der Gesang von Mykel im Refrain läd zum zurücklehnen und träumen ein. Am Ende gehts dann nochmal gut ab mit "Black President". Etwas schnellere Drums bilden noch einmal einen Top Beat und Voice Samples von 2Pac bilden u. a. mit den Refrain, wirklich cool gemacht das ganze. Zum Schluss bleibt zu sagen das Warten auf Nas's neues "Untitled" Album hat sich mehr als gelohnt denn der 34 jährige Queensbridge Rapper liefert uns hier ein Meisterwerk ab mit abwechslungsreichen Produktionen, exzellenten Lyrics über Rassismus, Ungleichheit, Armut, Macht und das ganze vermischt mit ein bisschen politischen und religiösen Elementen und natürlich perfekten Skillz am Mic. Das beste Eastcoast Album bisher in diesem Jahr und damit Pflichtkauf für alle Hip Hop Fans.

PeAcE
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "No matter what the CD called I'm unbeatable, y'all", 29. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Nas (Audio CD)
Ich höre das Album jetzt seit über einem Monat und es ist kein Track dabei den ich skippe, was bei mir nur sehr selten vorkommt.
Das ganze Album ist von Konzept und vor allem vom Sound her gelungen und rund.
Nas setzt größtenteils auf ruhigere Beats. Mit 'Hero' hat Nas aber auch ein super Clublied auf dem Album. Textlich beschäftigt sich Nas hauptsächlich mit gesellschaftspolitischen Themen und 'afroamerikanischer' Kultur/Geschichte.
Die Features sind gut gewählt und ergänzen Nas optimal.

Ich denke, dass dieses Album sehr lange hörbar bleibt und das Potential zu einem Klassiker hat.

Meine Favs sind hero, sly fox, america, you cant stop us now, yall my ni**as und black president

Also wer Nas mag und auf lil' wayne und Konsorten als Feature verzichten kann sollte sich das Teil zulegen!

'So in God's Son we trust'
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nas is the Hero., 15. Juli 2008
Von 
Naser Duraku (Bonn) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Nas (Audio CD)
Ich wills nicht lange machen,aber dieses Album ist super geworden!
Da sind Lieder drin,die man sich 10000male anhören kann. Nas ist für mich der poetischste und beste Rapper der Welt. Hut ab!
Bitte holt euch das Album,es lohnt sich einfach!
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