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Kundenrezensionen

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am 2. Mai 2002
Was war denn das? Das war mein erster Gedanke, als ich den Film neulich sah. Ich war angewidert und fasziniert zugleich. Ich war abgestoßen und gefesselt. Nach dem Ende saß ich minutenlang noch da, war deprimiert und grübelte nach.
Zu komplex war der Film, um seinen Sinn beim ersten Ansehen zu erfassen. Nachdem ich das Buch gelesen habe, kann ich sagen, daß dies die gelungeste Literaturumsetzung der Filmgeschichte sein dürfte. Alex, ein Typ mit wahrhaft verotteten Manieren und Moralvorstellungen zieht raubend und vergewaltigend (ReinRausSpiel) durch die Stadt. Als ihm dann das "Mißgeschick" passiert einen Mord oder "Ultrabrutale", wie er es nennt, zu begehen und geschnappt zu werden, beginnt eine neue Ebene des Films. Der Vollzug mit seinem Experiment zur Umerziehung. Danach wird Alex als geheilt in die Gesellschaft regelrecht ausgesetzt, unfähig sich zu wehren. Von seinen alten Freunden gequält findet er sich vor der Haustüre wieder, wo er damals die Ultrabrutale begangen hatte. Der Kreis schlließt sich... denn dort wird er quasi wieder rückerzogen und der Film endet deprimierend mit dem Satz "Und ich war geheilt, oh meine Brüder".
Über den Sinn wird so viel gesprochen, aber ich finde das passt alles nicht wirklich. Ich glaube, daß dieser Film einer der wenigen ist, der dem Zuschauer eine absolut individuelle Sichtweise ermöglicht. Jeder findet seine persönliche Botschaft oder Warnung darin.
Ich kann diesen Film nur jedem ans Herz legen. Auch wenn ich zum Teil wirklich gegen den Brechreiz kämpfen mußte, angesichts unverblühmter und roher Gewalt. Malcolm McDowell verleiht dem Film eine Intensität, der man sich nicht entziehen kann. Kalt lächelnd und singend tollschockt er einen starrigen Fecken (Schlägt er einen alten Mann) und obwahl man versucht ist abzuschalten, KANN man es einfach nicht.
Das Interessanteste an diesem Film ist sicherlich die Kunstsprache in der sich Alex und seine Freunde unterhalten, die ganz im Gegensatz zu der rohen Brutalität, bizarr grazil und filigran anmutet. Irgendwie ist es schockierend zu sehen, daß so extreme Gewalt von so lyrisch sprechenden, sauber gekleideten Jungs verübt wird. Das ist auch einer der Reize des Film... Brutal sind nicht nur die Heruntergekommenen - es steckt vielmehr in jedem Menschen!
Alles in allem ist das ein Film der seinesgleichen auch nach zwanzig Jahren immer noch sucht. Und das Ansehen lohnt sich. Aber vorsicht! Ich würde die FSK wirklich ernst nehmen und das nicht mit meiner vierzehnjährigen Nichte ansehen!!!
Mein persönliches Fazit: der grausamste, abstoßendste, fesselndste und lyrischste Film den ich je gesehen habe!
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am 3. Februar 2002
Das "Genie" Stanley Kubrick schuf mit der Verfilmung des auch sprachlich interessanten SF-Romans ein zeitloses Meisterwerk. Selten wurden alle Elemente des Mediums Films derart geschickt genutzt. Zu den eindrucksvollen Bildern und einem eigentlich nur in diesem Film brillierenden Hauptdarstellers kommt noch die kongeniale Musik eines Walter Carlos (so hieß er damals noch). Angesiedelt scheinbar in Mittelengland in den späten 60ern, angereichert mit obskuren Popelementen und immer wieder Einwürfen einer negativen Utopie, wird die Handlung zu einer mehrfachen Drohung gegen die Gesellschaft, die problemlos auf ein Heute übertragbar ist. Das Werk ist quasi dreigeteilt: nach der Darstellung von Alexs typischen Leben in einer Sozialruine folgt die Zeit seiner Haft, die comedyhafte Züge trägt, und Umerziehung, bis dann im Finale Rache und Genesung auftritt. Aus dem Helden wird Täter und Opfer zugleich und im Moment seines wahren Antiheldentums ist man plötzlich ganz auf seiner Seite.
Die DVD bietet keine nennenswerten Extras, das Bild ist gut aufgearbeitet und auch der Ton ansprechend - insgesamt: gut, aber nicht ausgezeichnet. Allerdings sollte jeder diesen Film einmal gesehen haben.
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am 19. Februar 2003
Bereits der Beginn des Films ist bemerkenswert. Das Gesicht Alex', brutal und diabolisch, wird als Nahaufnahme gezeigt. Dann fährt die Kamera zurück und zeigt und mehr von der Korova-Milkbar. Sie ist gefüllt mit Skulpturen von nackten Frauen und mitten zwischen diesen Skulpturen sitzen Alex und seine Droogs. Im Verlauf des Films werden wir sehen, wie sie sich mit anderen Gangs prügeln, Frauen vergewaltigen und hilflose Menschen zusammenschlagen.
Klingt nicht unbedingt nach einem Film, dem man einen gemütlichen Fernsehabend widmen möchte. So ein Film ist es auch nicht. Allerdings ist es auch nicht, wie man vielleicht meinen könnte, eine sinnlose Gewaltorgie. Der Film zeigt Gewalt, sehr drastisch, in gewisser Weise auch sehr komisch, aber er verherrlicht sie nicht. Er zeigt uns stattdessen ein sehr differenziertes Bild von Alex, dem Anführer einer Jugendbande, der schließlich von seinen Droogs verraten wird und ins Gefängnis kommt. Dort unterzieht er sich, um früher frei zu kommen, freiwillig einer Resozialisierung, die für ihn jedoch schlimme Folgen hat.
Diese Geschichte, die an sich schon sehr interessant ist, wird von Stanley Kubrick optisch genial umgesetzt. Die Sets wirken futuristisch, aber es ist kein optimistisches Bild der Zukunft. Auch die schauspielerischen Leistungen sind genial, allen voran natürlich Malcom McDowell als Alex. Seine Darstellung ist nicht bloß eine alberne Karikatur sondern tatsächlich glaubwürdig.
Wer noch zweifelt, ob sich das Geld für diese Special Edition lohnt, dem sei eins gesagt: Ja! Das Booklet, das mitgeliefert wird, bietet viele Informationen über die Entstehung des Films und der Soundtrack ist auch sehr gut. Also, kaufen!
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am 30. September 2005
Ich habe hier in einer Rezension gelesen, dass man den Sinn dieses Films nur schwer erkennnen kann, da die Antagonisten in einer abstrakten Scheinwelt leben...
Kurz dazu: Der Autor des Buches, Anthony Burgess, hat schon beim Schreiben Wert darauf gelegt, nicht festzulegen, zu welcher Zeit und in welchem Land die Geschichte spielt. Im Film ist das dadurch sehr gut umgesetzt, dass hier derbste sixties und seventies Styles mit futuristisch anmutenden (z. B. die Häuser) so wie zeitlich kaum einzuordnenden Elementen aufeinanderprallen. Bei der Sprache ist das natürlich schwieriger umzusetzen, man findet aber im Slang der Droogies Begriffe, wie man sie vielleicht einem eher zu osturopäischen Land assoziiert (Devotchka, Maltschik, tolschocken etc.), obwohl die Umgebung, die Technik, die Musik etc. eher der westlichen Welt zugeordnet werden sollte. Die Drogen werden nicht als bekannte Drogen benannt (moloko PLUS) usw. Zudem werden hier Gegensätze vereint: Der ultrabrutale Alex, der aus einfachem Hause stammt, aber Ludwig van Beethoven verehrt, sich eloquent gibt und sich eines elaborierten Sprachcodes bedient sowie über gesellschaftliche Gepflogenheiten und "Manieren" nicht nur Bescheid weiß, sondern diese in den richtigen Momenten auch zur Anwendung bringen kann.
Das mag auf den ersten Blick abstrakt daherkommen, hat aber eben seinen Sinn: Der Autor will nicht Nostradamos spielen und vorhersagen, wie sich die gesellschaftlichen Zustände eines speziellen Landes zu einem definierten Zeitpunkt darstellen, sondern er malt ein Horror-Szenario an die Wand, dass Ort und Zeit offen und Spielraum für Interpretation lässt. Durch die übertriebene Darstellung einer Gesellschaft im totalen Stil-Mix, in der es nicht gut und böse sondern offensichtlich nur hilf- und orientierungslos gibt, gibt es auch für den Zuschauer keinen Halt.
Der Film ist schwer und für manch eine nach Unterhaltung schreiende Seele sicher nicht leicht zu verdauen. Wer so etwas mag, ist mit dem Film sehr gut bedient, sollte aber eigentlich unbedingt vorher das Buch lesen.
Kurz noch zu einer anderen Rezension: Sicher hat Herr Kubrick diesen Film genial und vor allem einzigartig inszeniert, aber die Geschichte ist nicht von ihm sondern wie o.e. von Anthony Burgess. Insgesamt hat Kubrick das Buch fast eins zu eins umgesetzt, nur am Ende scheint ihn der Mut verlassen zu haben, komplett unpopulär zu werden.
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Auch heute - nach über dreißig Jahren - hat Stanley Kubriks "Uhrwerk Orange" nichts von seiner Eindringlichkeit eingebüßt und schockiert und entsetzt immer noch. Basierend auf dem gleichnamigen Roman des Kult-Autors Anthony Burgess wird hier die Geschichte von Alex erzählt, der zusammen mit seiner Gang (den "Droogs") raubend, plündernd und vergewaltigend durch die die Gegend zieht und dabei der Polizei und auch anderen Institutionen mehr als nur ein Dorn im Auge ist.
Eines Tages schließlich begeht Alex einen fatalen Fehler: Bei einem weiteren Überfall tötet er eine Frau und wird auch noch von seinen Kameraden verraten. Die Folge: 14 Jahre Staatsgefängnis! Doch dann hört Alex von der neuen Konditionierungsmaßnahme des Staates, die aus Kriminellen wieder friedlebende Bürger machen soll. Nichtsahnend ob der Ereignisse, die ihm noch bevorstehen, willigt Alex ein ...
Es ist schwer zu sagen, was an "Uhrwerk Orange" der beunruhigenste Faktor ist. Zu mannigfaltig schlägt Regisseur Kubrik auf den Zuschauer ein, als dass er sich dagegen wehren könnte, seien es nun die eindringlichen Bilder von Gewalt bzw. sinnloser Brutalität oder die schockierende Tatsache, wie leicht es einem Staat fallen könnte, aus seinen Bürgern dumpf vor sich hinlebende Roboter ohne Eigensinn zu kreieren. Noch immer besitzt "Uhrwerk Orange" Gültigkeit und dürfte jedem, der dieses zeitlose Meisterwerk zum ersten Mal sehen wird, schwer im Magen liegen bleiben. Nichts desto trotz stellt dieser Film nicht nur ein Manifest dar, sondern ist gleichzeitig eine Herausforderung, der sich jeder stellen sollte.
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am 5. Januar 2010
Uhwerk Orange war eine der ersten BDs, die Warner auf den Markt gebracht hat, hätte man sich etwas länger Zeit gelassen, wäre das Endprodukt vielleicht eine Spur besser ausgefallen, aber das ist nur eine Vermutung(bei Full Metal Jacket war das Ergebnis der 2.Auflage doch deutlich besser).
Wer richtiges HD-Feeling erwartet, der wird enttäuscht werden, wer den Film allerdings in seiner besten VÖ im Heimkino betrachten will, der kommt nicht an der BD vorbei. Für die BD spricht zudem noch, dass sich das ganze Bonusmaterial auf der gleichen Scheibe befindet und dass der Preis gegenüber der Special Edition DVD günstiger ist(Die alten DVDs lassen wir mal besser beiseite!)
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VINE-PRODUKTTESTERam 12. September 2007
Schon lange befindet sich Uhrwerk Orange in meiner DVD-Sammlung, doch endlich habe ich es geschafft mir den Film anzuschauen. Obwohl der Film mittlerweile über 35 Jahre alt ist, hat der Film bzw. die Themaik nicht an Gegenwärtigkeit verloren. Ich bin mir sicher, dass Clockwork Orange auch in weiteren 35 Jahren anspruchsvolle und intellektuelle Zuschauer begeistern wird. Stanley Kubrick hat mit diesem Klassiker ein Meisterwerk geschaffen, welches zwar viele Gewaltszenen künstlerisch und ästhetisch darstellt, die Gewalt jedoch NICHT verharmslost oder verherrlicht. Wer den Film verstanden hat weiß, dass hinter diesem durchaus brutalen Kunstwerk eine Botschaft steckt. Es geht um den freien Willen eines jeden Menschen, um die Fähigkeit eigene Entscheidungen zu treffen. Dem Protagonisten Alex wird diese Fähigkeit genommen, er durchläuft einen Wandel vom brutalen Schläger und Vergewaltiger zu einer jämmerlichen, gebrochenen Figur, die nur noch aus der Angst heraus entscheidet und suizidgefährdet ist.

Dieser Mix aus Schönheit und Grausamkeit schrieb Kinogeschichte wie kein anderer Film. In Großbritanien wurde der Film nach sehr kurzer Laufzeit 27 Jahre lang (bis zum Tod von Kubrick) unter Verschluss gehalten. In Amerika erhielt der Film ein X-Rating und wurde von der katholischen Kirche auf den Index gesetzt. Bei uns ist der Film ungeschnitten ab 16 freigeben. Die Gewalt wird schließlich in den meisten Szenen auch nur angedeutet, die Ausführung an sich wird jedoch nicht gezeigt.

Wer hier spannendes Popcornkino erwartet, sollte sich den Film gar nicht erst ansehen. Wer dagegen anspruchvolle Filme mag, die zum Nachdenken anregen ist hier genau richtig. Um den Film noch besser zu verstehen, werde ich mir demnächst noch das Originalbuch von Anthony Burgess zulegen.
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TOP 500 REZENSENTam 14. Januar 2016
Als der Film 1971 in den Kinos lief, wird er vermutlich einen Skandal verursacht haben. Solche Szenen waren vor 45 Jahren nicht üblich und vollkommen ungewohnt.

Ich hatte den Film bisher nur als DVD und habe ihn mir wegen der besseren Bildqualität als Blu-ray zugelegt. Verglichen mit der 30 Jahre alten DVD ist die Qualität auf der Blu-ray erheblich besser. Das Bild ist gut ausgeleuchtet und scharf. Die Farben sind kräftig. Mir sind keinerlei Bildmängel aufgefallen. Der Ton ist nach meinem Empfinden kraftvoll und klar. Einige Extras sind auf der Blu-ray vorhanden.

Regie führte der Star-Regisseur Stanley Kubrick. Beim ersten Mal ansehen fand ich den Film gar nicht gut und ich habe ihn nach 30 Minuten aus gemacht und jahrelang nicht mehr angesehen. Trotzdem gingen mir die gesehenen Szenen nie aus dem Kopf. Heute - Jahre später - sehe ich den Film mit ganz anderen Augen und halte ihn für ein Kunstwerk.

Man sieht den Filmen von Stanley Kubrick deutlich an, dass er gelernter Fotograf war. Seine Aufnahmen sind regelrechte Bildkompositionen. Das ist auch bei "Uhrwerk Orange" deutlich zu sehen.
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am 27. Juni 2016
Thema: Wie sich aus Langeweile destruktives Handeln entwickelt, dem Täter mehr Aufmerksamkeit und Interesse beigemessen wird als dem Opfer, die Unfähigkeit der Instanzen mit einer solchen Situation umzugehen und natürlich auch die Intrigen und Diplomatie der Politik. Diese Thematik / Sozialkritik ist nicht neu - es hat sich auch nicht viel verändert. In dieser Inszenierung wird in erster Linie darauf geachtet, auf sehr übertriebene und surreale Weise, in grellen Bildern, brutalen und widerwärtigen Szenarien, diesem Thema Gehör zu verschaffen. Einerseits ist das sehr provokativ und gibt Denkanreize, andererseits ist diese Art der Darstellung schon eine Geschmacksfrage. Mir persönlich war das Spielgeschehen zu derb, der Szenenaufbau mitunter einfach zu langatmig. Natürlicht hatte dieser Film in den 80ern einen besonderen Status, da er wirklich sehr aussergewöhnlich war, dennoch würde ich ihn, aus heutiger Sichtweise, nicht mehr so umjubeln, sondern in ihm sehen was er eigentlich ist - ein Experiment und umstrittener Ausflug in die Moderne von Stanley Kubrick.
Sicher nicht jedermanns Geschmack - sollte man aber mal gesehen haben um mitreden zu können. Ein Stück Filmgeschichte.
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VINE-PRODUKTTESTERam 12. September 2007
Schon lange befindet sich Uhrwerk Orange in meiner DVD-Sammlung, doch endlich habe ich es geschafft mir den Film anzuschauen. Obwohl der Film mittlerweile über 35 Jahre alt ist, hat der Film bzw. die Themaik nicht an Gegenwärtigkeit verloren. Ich bin mir sicher, dass Clockwork Orange auch in weiteren 35 Jahren anspruchsvolle und intellektuelle Zuschauer begeistern wird. Stanley Kubrick hat mit diesem Klassiker ein Meisterwerk geschaffen, welches zwar viele Gewaltszenen künstlerisch und ästhetisch darstellt, die Gewalt jedoch NICHT verharmslost oder verherrlicht. Wer den Film verstanden hat weiß, dass hinter diesem durchaus brutalen Kunstwerk eine Botschaft steckt. Es geht um den freien Willen eines jeden Menschen, um die Fähigkeit eigene Entscheidungen zu treffen. Dem Protagonisten Alex wird diese Fähigkeit genommen, er durchläuft einen Wandel vom brutalen Schläger und Vergewaltiger zu einer jämmerlichen, gebrochenen Figur, die nur noch aus der Angst heraus entscheidet und suizidgefährdet ist.

Dieser Mix aus Schönheit und Grausamkeit schrieb Kinogeschichte wie kein anderer Film. In Großbritanien wurde der Film nach sehr kurzer Laufzeit 27 Jahre lang (bis zum Tod von Kubrick) unter Verschluss gehalten. In Amerika erhielt der Film ein X-Rating und wurde von der katholischen Kirche auf den Index gesetzt. Bei uns ist der Film ungeschnitten ab 16 freigeben. Die Gewalt wird schließlich in den meisten Szenen auch nur angedeutet, die Ausführung an sich wird jedoch nicht gezeigt.

Wer hier spannendes Popcornkino erwartet, sollte sich den Film gar nicht erst ansehen. Wer dagegen anspruchvolle Filme mag, die zum Nachdenken anregen ist hier genau richtig. Um den Film noch besser zu verstehen, werde ich mir demnächst noch das Originalbuch von Anthony Burgess zulegen.

Die normale Single-Disc wird dem Klassiker nicht gerecht, diese schicke Collectors Box dafür schon. Leider nur relativ teuer zu bekommen...
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