wintersale15_finalsale Hier klicken Reduzierte Hörbücher zum Valentinstag Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More Einfach-Machen-Lassen Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip WSV

Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen270
4,2 von 5 Sternen
Format: DVDÄndern
Preis:6,97 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 16. Juli 2015
Da Stanley Kubrick von den ersten Einspielergebnissen an den US - Kinokassen enttäuscht war, schnitt er den Film für den europäischen Markt um.

Stanley Kubrick hatte eigentlich nie vorgehabt, den Film neu zu schneiden!

Leider hat er zwei, für mich, wichtige Szenen aus der amerikanischen Langfassung nicht in die europäische Version mit übernommen!
Zum einen erfährt man dass Danny Torrance ab einer bestimmten Szene, die nur in der Langfassung enthalten ist, dass er mit der Stimme von Tony spricht, bis zu der Szene, die auch in der europäischen Fassung enthalten ist, als sich die Lage wieder normalisiert und er langsam wieder mit seiner normalen Stimme spricht (REDRUM). Das ist noch einmal zusätzlicher Thrill!
Die andere Szene bezieht sich auf das Rotkäppchen - Motiv (Kind du hast nicht auf deine Mutter gehört - du bist vom Wege abgekommen), Danny geht seiner Mutter so lange auf den Leim, bis sie schließlich nachgibt und er sein Feuerwehrauto holen darf.
Auch wenn die längere Version nicht besser, aber auch nicht schlechter ist, so möchte ich sie nicht missen, da sie ja an so mancher Stelle unheimlicher wirkt!
The Shining aus dem Jahre 1980 ist einer von den Horrorfilmen der kaum ohne Splattereffekte auskommt und dabei Spannung, sowie auch Atmosphäre schafft.

Stanley Kubrick hat seine eigene Interpretation, nach einer Vorlage von Stephen King, filmisch umgesetzt.
Es ist ja auch richtig so, denn sonst würde man ja nur das Buch lesen und den Film würde sich keiner ansehen, weil er 1:1 das Buch kopiert!
Dann bräuchte man ja keine Filme mehr drehen und das währe für die lebendigen Bilder sehr fatal!

Jack Nicholson (Einer flog über das Kuckucksnest, Chinatown) und Shelley Duvall (Drei Frauen - 3 Women, Time Bandits) spielen diabolisch famos.

Nur die Langfassung hat aber das Namensetikett "Horror - Epos" verdient, denn nur in dieser Version erlebt der Zuschauer die ganze epische Breite!
Die Langfassung gibt es über Ebay als Blu - ray , LC - Ländercode B (australische Blu - ray mit englischen Untertiteln, die anderen Blu - rays/DVDs haben LC A oder 1, es gibt aber auch LC 0 bzw. free oder 2, ist aber gegenüber der australischen Blu - ray sehr teuer), zu beziehen für ca 14, 00 Euro inclusive versandt.

Da hier bei Amazon mal wieder alle Rezensionen zusammengewürfelt wurden, (ob DVD oder Blu - ray) muss ich leider mitteilen, dass der Film auf der Blu - ray nur im 16:9 - Bildformat (1:1,78) erschienen ist!

Meine Quelle, ein sehr zu empfehlendes Buch, Kinematograph - Stanley Kubrick Nr. 19 / 2004 / S. 289, gibt an: The Shining F: 35 mm - 1 : 1,66 (5:3) - L.: 146 Minuten USA - L.: 119 Minuten gekürzte Version in Europa!
Zwar hatte Stanley Kubrick auch mit dem Bildseitenverhältnis 1 : 1,77 (16:9) geliebäugelt, dennoch war er von den Bildinhaltsverlusten sehr enttäuscht! Somit hatte er Warner Brothers beauftragt seine Werke im Format, welches die meisten Bildinhalte wiedergibt herauszugeben.
Doch für die Blu - ray - Ausgaben haben Warner Brothers, bei 4 Werken, Stanley Kubricks Wunsch einfach ignoriert!

Siehe dazu meine Rezension "Stanley Kubrick - The Masterpiece Collection (10 Blu - rays)"!

Fazit: Für Horrorfans von anspruchsvollen Horrorthrillern und Stanley - Kubrick - Fans ein Muss!
0Kommentar3 von 3 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Auch wenn es King nicht so sieht: Stanley Kubricks Shining ist trotz der Verfremdung seines Buchs die bessere Verfilmung dieses Werks und ein (das) Meisterwerk des postmodernen Thriller- und Horrorfilms schlechthin. Die in den neunziger Jahren gedrehte Miniserie "The Shining", bei der Stephen King das Drehbuch schrieb, hält sich sehr genau an das Buch. Wenn man bedenkt, dass es sich dabei um eine TV-Produktion handelt und nicht um einen Kinofilm, ist der Horror-Dreiteiler nicht schlecht geraten. Kings geliebte "Heckentiere", die Kubrick als albern empfand, kommen dank moderner Computertechnik darin vor, und manche Szenen lassen durchaus die Haare zu Berge stehen. Allerdings ist er wegen der Detailtreue zu Kings Buch etwas zu lange geraten, hat einen ärgerlichen, hollywoodschmusigen Schluss und verblasst gegen Kubricks Shining, das seinen herausragenden Platz in der Filmgeschichte unantastbar eingenommen hat und das Fundament zu Jack Nicholsons herausragenden Ruf als Schauspieler bildet.

Nicht unerwähnt bleiben darf, dass der Erfolg dieses Films auch auf den Einsatz der von Garrett Brown entwickelten "erweiterten Steadycam" zurückzuführen ist. Das ist eine bewegliche Kamera, die sich der Kameramann in einer Art Rucksack vor die Brust schnallt, um möglichst wackelarme Aufnahmen zu erhalten, die den Zuschauer erlauben, sich visuell mit den Protagonisten zu bewegen. Der Betrachter gibt also seinen fixen (sicheren!) Beobachtungsposten auf und begibt sich mit dem Akteur in die Tiefe des Raums. Das hat zur Folge, dass nun auch der Rücken des Zuschauers freigelegt wird und das unangenehme Gefühl entsteht, es könnte etwas hinter einem sein oder an der nächsten Ecke lauern. Etwas, dass man lieber nicht hinter oder vor sich hätte. So sitzen wir mit Danny auf dem quietschenden Dreirad und radeln durch die endlos langen Gänge des Hotels oder hetzen mit ihm durch das Labyrinth. Adrenalin pur! 1978 hat Garrett Brown einen Oskar für diese Technik bekommen, die heute zur Standartausrüstung eines Kameramanns zählt.

Wie hat Stanley Kubrick diesen Film angelegt? Drei Elemente sind wesentlich: Die Natur, die Geschichte (der Gegend und des Hotels) und das Nebeneinander verschiedener Zeiten, Welten und Realitäten.

Zur Natur.

Grandios und bedrohlich. Die Großartigkeit, aber auch Überlegenheit und Gleichgültigkeit der Natur ist von Anfang an präsent. Später wird das Wetter, das wie ein Bann wirkt, als gefährliche Komponente ebenfalls allgegenwärtig sein. Zu Beginn sehen wir aus der Vogelperspektive, wie sich der gelbe Käfer weg vom Pazifik und Hwy 1 immer höher in die Bergwelt schraubt. Es ist ein schöner Herbsttag, Indiansummer, der an der Schneegrenze zurückbleibt. Hier schmiegt sich das Overlook Hotel an einem leicht von Schnee bestäubten, baumlosen Bergrücken. Der Winter ist noch weit entfernt und nur die Musik wirkt in dieser zauberhaften Bergwelt bedrohlich. Noch einmal findet das Auto den Weg zurück ins Tal, um die Familie des Schriftstellers Torrance abzuholen. Sie werden den langen, schneereichen Winter, abgeschnitten von der Zivilisation, im Hotel verbringen, um es zu hüten und vor Frostschäden zu schützen. (Das Overlook gibt es wirklich. Es ist ein 3-Sterne-Hotel in Oregon namens Timberline Lodge, ein architektonisches Meisterwerk aus Holz und nationales Wahrzeichen; aber auch eine Art XXL-Skihütte an der Südwand des ca. 3400 m hohen, weithin sichtbaren Mount Hood. Das Hotel liegt ziemlich entlegen, obwohl es nur ca. 150 km von der Pazifikküste entfernt ist und Portland in ca. 2 Fahrstunden erreicht werden kann - vorausgesetzt es liegt kein Schnee! Wenn man der sich in die Höhe windenden Straße eine kleine Ewigkeit folgt, hat man irgendwann in 1800 m Höhe ein Stück Filmgeschichte vor sich: Die Silhouette des Hotels aus Shining. Das Zimmer 237 gibt es allerdings nicht und auch der bis zur Bösartigkeit höfliche englische Service fehlt. Die Innenaufnahmen entstanden auch nicht hier, sondern in einem englischen Studio.)

Zur Geschichte.

Die Besiedelung des Westens der Vereinigten Staaten kennt viele grausame Stories. Eine davon ist die der historisch verbürgten 'Donner-Gruppe', die Jack Nicholson bei der Fahrt zum Overlook erwähnt. Beim Treck nach Westen warfen die Überlebenden der Siedlergruppe alle zivilisatorischen Werte über Bord und wurden zu Kannibalen. Das Hotel selbst steht auf einem heiligen Ort der Indianer und musste während des Baus mehrfach gegen Indianerangriffe verteidigt werden. Es steht für die gewaltsame Landnahme und die Ausrottung der Ureinwohner. Im Film sind etliche indianische Motive zu sehen: im Dekor, in den Teppichen, selbst im labyrinthischen Teppichboden mit seinen psychedelischen Knallfarben der 1970er Jahre. Das Labyrinth selbst ist in der indianischen Kultur ein Weltall- Schöpfungs- und Unendlichkeitssymbol. Auch die hippieartige Kleidung Wendy's hat indianische Anklänge. Es gibt in der Vorratskammer eine herabfallende Kiste mit der Aufschrift "Indian Head" und am Schluss rettet sich Danny durch einen Indianertrick: Er geht rückwärts in den eigenen Fußstapfen. Das Hotel selbst hat ebenfalls eine lange, gewalttätige Geschichte. Hier sind Morde und Selbstmorde begangen worden. Das Haus ist nach den Regeln des Horrorfilms böse und will den drei von der Außenwelt abgeschlossenen Menschen böses. Der kleine Danny mit seinem "Zweiten Gesicht" spürt das von Anfang an. Er hat dadurch immer einen Wissensvorsprung und weiß, dass sein Vater das schwächste Glied der Kette ist und so als Instrument des Hotels zur tödlichen Bedrohung wird.

Das Nebeneinander verschiedener Welten, Zeiten und Realitäten

Danny lebt in einer eigenen Welt, in der es "Tony" und Visionen gibt. Ist das Gegenwart, Vergangenheit oder gar die Zukunft, die er sieht? Wendy steht für Realität, Normalität und Gegenwart, die zu zerbrechen droht. Der labile Jack mutiert zum blutrünstigen Monster; das Hotel ergreift Besitz von ihm. Die Bilder an der Wand gaukeln vor, dass Jack schon immer und zu allen Zeiten hierher gehört hat. Die Normalität entgleitet ihm: "'All work and no play makes Jack a dull boy."' Die Außenwelt wird durch den Koch des Hotels verkörpert, der aus einem in diesem Film völlig surreal wirkenden Florida aufbricht, um Danny zu retten. Er nimmt eine beschwerliche Anreise auf sich, um sofort bei Ankunft - vernichtet zu werden. Da ist dann wieder das Grauen: In einem ordentlichen amerikanischen Film kommt die "Kavallerie" immer rechtzeitig und rettet die "Guten". Hier nicht. Immerhin aber liefert er das überlebensnotwendige Schneemobil.

Viele Szenen im Film sind gespiegelt und die rote Farbe zieht sich wie der berühmte Faden durch den Film. Der in rot/weiß gehaltene Waschraum, in dem das Hotel in der Gestalt des Mörders Grady' Jack ermuntert, seine Familie zu ermorden, erscheint unwirklich und ist in keiner Zeit verankert. Als Leit- und Schlüsselmotiv wird das Labyrinth(metapher) benutzt. Der Irrgarten steht zwar für Chaos, folgt jedoch logischen Gesetzen. Hier findet der Film sein (gutes?) Ende und lässt das Grauen zu Eis erstarren. Das Hotel bleibt zurück, erfüllt von einer unwirklichen Leere, festlicher Tanzmusik und der Schwarzweiß-Fotografie vom 4. Juli 1921. Sie zeigt einen jungen, strahlenden und hoffnungsfrohen Jack im Smoking, inmitten von illustren Ballgästen des Overlooks.

Shining will Angst erzeugen. Keine Frage. In dem Film werden jedoch viele andere interessante Themen aufgegriffen, allerdings ohne eine Vertiefung zu erfahren. Die handelnden Figuren sind treffend gezeichnet und agieren gut, wirken aber dennoch wie Schachfiguren, die von einem unsichtbaren Spieler bewegt werden. Der Horror findet fast immer in gut ausgeleuchteten Räumen statt. Bei den wenigen Nachtszenen kommt das Grauen nicht aus dem Dunkel, sondern stets aus der Situation, in der sich die Akteure befinden. Jack Nicholson spielt hier die Rolle seines Lebens. Seine Mimik, besonders sein Haifischgrinsen, das zu seinem Markenzeichen werden sollte, ist uneingeschränkt sehenswert. Das einzige Manko des Films ist vielleicht, dass er seiner Figur von Anfang an zu sehr einen Anstrich von Wahnsinn gibt. Eine zunächst liebevolle oder auch nur normale Beziehung zu seiner Frau und seinem Kind ist kaum erkennbar. Mit diesem Mann möchte man nicht monatelang in einem riesigen Hotel allein und auf sich gestellt sein. Das ist sofort klar. Eine Bedrohung von einem zunächst sehr vertrauten, liebevollen Menschen hätte den Horror noch vertieft. Ansonsten gilt: Chapeau Mr. Kubrick!

Helga Kurz
0Kommentar101 von 119 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. März 2008
Über den Film wurde in den vorangegangenen Besprechnungen so ziemlich alles gesagt.
Für den deutschen Kunden steht mit der BluRay von The Shining die optisch und akustisch beste Version die je veröffentlicht wurde nur zur Verfügung.
Bild und Ton sind um Klassen besser als die gute alte DVD.

Der Film an sich polarisiert das Publikum:
Die einen mögen ihn, (das sind wohl die Kubrick Fans), die anderen hassen ihn (vor allem die Stephen King Fans)

Ich möchte hier jedoch noch auf folgendes hinweisen:

Stephen King und dessen Verlag hatten Stanley Kubrick alle "Freiheiten" eingeräumt um den Film filmisch zu realisieren. Stephen King fühlte sich sehr geehrt, dass ein Filmgenie wie Stanley Kubrick, seinen Roman zu verfilmen gedachte.

Kubrick nahm sich die Freiheiten, und verzichtete z. B. auf das Happy-End. (Dies brachte ihm die meiste Kritik ein)

Nachdem der Film bei der US-Premiere auf ein gespaltenes Echo traf, kürzte Kubrick diesen von 146 Minuten auf 142 Minuten.

Die Veröffentlichung in den US-Kinos war trotzdem ein Kassen-Flop.

Daher setzte Kubrick nochmals die Schere an, und die europäische Fassung wurde von Ihm nochmals um ca 20 Minuten gekürzt - ein kapitaler Fehler.

Hier hatte sich Kubrick wohl dem Druck des Filmstudios Warner beugen müssen, anders kann ich mir das nicht erklären.

Die gute Nachricht ist, die 142 Minuten Fassung als US-Bluray Disc läuft auch auf deutschen Playern. (Allerdings kein deutscher Ton)

Wer den Film also mal vollständiger erleben möchte...
11 Kommentar16 von 19 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. September 2006
Man muss immer wieder darauf hinweisen, dass es sich bei dieser DVD um die europäische Version handelt, die gegenüber der amerikanischen (146 min.) um eine halbe Stunde gekürzt ist. Zwar wird gesagt, dass diese Version ebenfalls von Kubrik autorisiert ist, jedoch ist die längere meines Erachtens wesentlich besser, da die Handlung in sich stimmiger ist.

Beispielsweise sagt Ullman am Anfang etwas über das Labyrinth, man sieht Danny beim Arzt, Ullman zeigt den Torrances den "Golden Saal" usw. Diese Sachen und einige mehr fehlen in dieser Fassung, weshalb ich sie nicht empfehlen kann.

"The Shining" selbst ist ein interessanter Film (kein Horrorfilm im eigentlichen Sinne), mit einer erinnerungswürdigen Vorstellung von Jack Nicholson.
88 Kommentare63 von 78 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. August 2010
Ich spare mir, den Film zusammenzufassen oder über Stanley Kubricks oder Stephen Kings Meinungen zu schreiben, oder zu spekulieren, ob eine längere Version des Films besser wäre. Die Frage, die ich versuche zu beantworten ist: Sollte man diese Bluray im Schrank stehen haben?

Man sollte.

"Shining" ist ein Film, der von den Bildern lebt. Die beeindruckenden Berge am Anfang, die der kleine gelbe Wagen erklimmen muss, die hochglanzpolierte, von rechten Winkeln dominierte Hotellobby, die langen Gänge mit den bunt gemusterten Teppichen, durch die Danny mit seinem Dreirad karriolt - all dies wirkt besser auf dem großen Bildschirm und mit hoher Auflösung. Wenn ein so alter Film nach zwanzig Jahren Bildröhre wieder im Großformat zu sehen ist, ist das für mich immer wieder wie eine kleine Auferstehung. Dazu muss die Bildqualität natürlich einwandfrei sein, was sie auf dieser Bluray auch ist. Klar und sauber, wie es sein soll.

Die Bilder und die schauspielerischen Leistungen vor allem von Jack Nicholson und Shelley Duvall sind es, die faszinieren. Die Story baut sich langsam auf, und lange weiß man nicht, ob das, was man sieht, Wirklichkeit ist oder Einbildung der Protagonisten. Werden die im Hotel Eingeschlossenen in der Einsamkeit langsam wahnsinnig, oder spukt es tatsächlich in dem alten düsteren Bau? Diese Frage beschäftigt den Leser des Buches, und auch den Filmzuschauer. Insofern ist die filmische Umsetzung sehr gut gelungen. Es ist natürlich ein Film der 70er und hat noch nichts von der Slapstick-Action späterer Jahrzehnte. Das Grauen findet auch in der Phantasie des Zuschauers statt.

Dieses Meisterwerk hat mit der Bluray und mit einem großen Bildschirm endlich wieder die Bühne, die es adäquat zur Geltung bringt. Daher kann ich den Kauf nur empfehlen.
11 Kommentar5 von 6 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Mai 2008
Der Film ist absolut ein "must have"! Gute Story, die so nach und nach in die Gänge kommt. Sensationell spielende Schauspieler. Besser hätte man den Film nicht besetzen können. Ein Horror-Klassiker, den man sich öfters anschauen mag, obwohl er schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel hat.

Die Bildqualität der Blu-ray hingegen kommt einer DVD gleich. Ein alter Film, der nicht bzw. nur mäßig restauriert wurde. Bildrauschen über den kompletten Film hinweg. Starke Unschärfen vor allem in der Anfangssequenz in den Bergen. Anschließend wird er ein wenig schärfer und bleibt auf mittleren Niveau. Transparente Komprimirungsschatten, wie man sie um Personen und Objekte bei DVDs oft sieht, Beschädigungen am Filmmaterial, Verschmutzungen und Kratzer gibt es hingegen keine! An Farben und Kontrast wurde nichts verändert, etwas blass und kontrastarm, so das er auch in einem altbackenen Aussehen daher kommt, was ihm aber nicht schadet, sondern wunderbar steht. Auch der Ton entspricht seiem Alter.

Manche Rezensenten beschreiben die Filmqualität als überragend oder sensationell. Ich kann mir wirklich nicht erklären, wie so eine Beurteilung zusatande kommen kann. Ich habe mir die Anfangssequenz ein zweites, dieses mal auf meinem Notebook angesehen. Die Kammera fliegt mit dem Hubschrauber über die Landschaft hinweg und verfolgt den VW-Käfer von Jack eine Zeit lang. Die Schattenbereiche der Berge und die Spiegelungen im Wasser sind total verrauscht und flächig, als wenn die Sequenz eine Farbauflösung von nur 64K hätte. Die Bäume sind unscharf und die Berge am Horizont heben sich nicht scharfkantig vom Himmel ab. Dazu kommt die natürliche Bewegungsunschärfe durch die Verfolgung. Die nachträglich eingefügten Schriften sind dagegen wie mit der Rasierklinge ausgestanzt (aber nicht schön). Von HD-Qualität, wie man sie heute von neu produzierten Filmen erwartet, kann hier keine Rede sein. Nicht das Sie falsche Erwartungen haben und hinterher enttäuscht werden. Die Auflösung meines Notebooks hat allerdings auch nur 1280 x 800. Die von meinem Beamer ist Full-HD (Sony Black-Pearl).

Als Gegenbeispiel "Blade-Runner", ein alter SiFi-Klassiker! Man bekommt den Eindruck, als hätte man ihn mit neuster Technik grade fertig gestellt. Das ist für mich eine super gute brillante Bildqualität! Er wurde mit allen machbaren technischen Möglichkeiten 1A restauriert und mit HD4K digitalisiert.

Man hätte können, wenn man hätte wollen! Aber in diesem Fall war es eine gute Entscheidung, den Film so zu belassen wie er im Original war. Es verleiht ihm Authentizität und das ist gut so. Insofern ist für mich die Qualität OK und das neue 16:9 Format gefällt mir persönlich sogar besser.
Am besten über einen Full HD Beamer auf großer Leinwand ansehen, das braucht der Film!

Fazit: Film 4 1/2 Sterne, Bild und Ton maximal 2 Sterne, muss aber so sein. Unbedingt Kaufen!
22 Kommentare5 von 6 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. März 2007
Meine Wertung (3 Sterne) bezieht sich nur auf die technische Qualität der DVD, nicht auf die künstlerische bzw. inhaltliche.

Fassung: Diese DVD zeigt die von Kubrick für den europäischen Markt autorisierte, 119 Minuten* lange Fassung (US-Fassung: 144 Minuten*). Die Texttafeln (Kapitelbezeichnungen, nicht Untertitel) sind allerdings die englischen; auch die Szene in welcher Wendy Jacks Schreibarbeiten besieht, enthält seltsamerweise die englische Fassung, obgleich Kubrick eigens eine deutsche, eine spanische, eine italienische und eine französische Fassung gedreht hat.

* bei 24 fps.

Ton (Englisch): sauber, gute Höhen, kaum Rauschen oder Artefakte.

Ton (Deutsch): die Musik ist etwas dumpfer als auf der engl. Tonspur, sonst gut.

Untertitel (deutsch): dummer Fehler gleich zu Anfang: Aus dem gesprochenen (im Deutschen und Engleischen gleichen) Namen "Delbert Grady" wird im Untertiteltext "Charles Grady". Später im Film stimmts dann.

Bildqualität: recht gut, könnte wohl etwas schärfer sein, ist aber sehr stabil (kein Verrutschen) und klar.

Bildformat: 4:3. Kubrick verfügte dogmatisch, daß alle Ausgaben für den heimischen Bedarf dem Medium angepaßt sind. Zur Zeit dieses seines Entschlusses zeichnete sich der Wandel hin zu 16:9 zwar bereits ab, doch Kubrick hielt andere Formate offenbar für undenkbar. Ich konnte bis heute nicht herausbekommen, ob dieser Film in seiner 4:3-Fassung nun Open Matte ist oder nur einen 4:3-Ausschnitt zeigt. In "Stanley Kubrick" von Thomas Allen Nelson steht zu den techn. Angaben, daß der Film auf 35 mm (1:1,66) gedreht worden sei.

Extras: Das beste Backstage-material das ich je zu einem Film gesehen habe. Es zeigt Situationen am Set, die sonst üblicherweise zensiert werden: Kubrick schimpft mit Shelley Duvall, Nicholson tapst ungepflegt am Set umher... tolle, authentische Einblicke!
44 Kommentare25 von 31 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. November 2011
Zum Film muss ich wohl nichts sagen. Für mich ein Meisterwerk und vor allem ein super Jack Nicholson.

Habe mir diesen Film als Blue Ray angeschafft, da ich der Meinung bin, gute Filme sollte man als Blue Ray besitzen.
Da der Film natürlich schon etwas älter ist, kommt die Qualität einer Blue Ray nicht heraus. Aber das kann man auch nicht erwarten.

Von mir als Fan von Nicholson und Kubrick ein Muss als Blue Ray - für alle anderen reicht er auf DVD.
11 Kommentar2 von 2 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Dezember 2009
Einzigartig! Jack Nicholson grandios! Die Spannung in diesem Film perfekt, es läuft einem kalt den Rücken runter. Ein Klassiker, der beweist, dass es keinem widerwärtigen "Gemetzel" bedarf um den Zuschauer "Horror" spüren zu lassen! Tolle Aufnahmen und Musik... Die Blu-Ray Qualität macht den Filmspass zum Genuss! Dieser Film ist ein Meisterwerk!
0Kommentar2 von 2 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. November 2002
Was macht diesen Film so genial? Meiner Meinung nach sind es die beiden Sichtweisen, mit denen man an die Ereignisse im Overlook-Hotel herangehen kann. Schriftsteller Jack Torrance (Jack Nicholson) lebt als Hausmeister mit seiner Frau und seinem hochbegabten Sohn ueber Winter in einem verlassenen Hotel - eingeschneit und abgeschottet von der Aussenwelt. Doch die Einsamkeit und die grausame Vergangenheit des Hotels holen ihn schon bald ein, und er beginnt, wahnsinnig zu werden. Bald glaubt Jack, es sei seine Aufgabe, seine Familie zu toeten. Doch sind die Geschehnisse im Hotel nun Realitaet oder ist alles nur eine schizophrene Wahnvorstellung? Fast bis zum Ende des Films bleibt diese Frage unbeantwortet - im Gegensatz zum Originalroman von Stephen King, der eindeutig fiktional ist. Genau das jedoch macht Shining zu einem meiner Lieblingsfilme, auch wenn er in den letzten Minuten ein paar kleine Schwaechen hat. So genial (wie zum Beispiel in der Badezimmer-Szene mit Dalbert Grady) wurden Wahnvorstellungen selten in Szene gesetzt - natuerlich ein Verdienst des genialen Jack Nicholson. Wer verstoerende Horrorvisionen mag, sollte auf jeden Fall zugreifen.
11 Kommentar12 von 15 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

6,97 €
7,99 €