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Auch wenn es King nicht so sieht: Stanley Kubricks Shining ist trotz der Verfremdung seines Buchs die bessere Verfilmung dieses Werks und ein (das) Meisterwerk des postmodernen Thriller- und Horrorfilms schlechthin. Die in den neunziger Jahren gedrehte Miniserie "The Shining", bei der Stephen King das Drehbuch schrieb, hält sich sehr genau an das Buch. Wenn man bedenkt, dass es sich dabei um eine TV-Produktion handelt und nicht um einen Kinofilm, ist der Horror-Dreiteiler nicht schlecht geraten. Kings geliebte "Heckentiere", die Kubrick als albern empfand, kommen dank moderner Computertechnik darin vor, und manche Szenen lassen durchaus die Haare zu Berge stehen. Allerdings ist er wegen der Detailtreue zu Kings Buch etwas zu lange geraten, hat einen ärgerlichen, hollywoodschmusigen Schluss und verblasst gegen Kubricks Shining, das seinen herausragenden Platz in der Filmgeschichte unantastbar eingenommen hat und das Fundament zu Jack Nicholsons herausragenden Ruf als Schauspieler bildet.

Nicht unerwähnt bleiben darf, dass der Erfolg dieses Films auch auf den Einsatz der von Garrett Brown entwickelten "erweiterten Steadycam" zurückzuführen ist. Das ist eine bewegliche Kamera, die sich der Kameramann in einer Art Rucksack vor die Brust schnallt, um möglichst wackelarme Aufnahmen zu erhalten, die den Zuschauer erlauben, sich visuell mit den Protagonisten zu bewegen. Der Betrachter gibt also seinen fixen (sicheren!) Beobachtungsposten auf und begibt sich mit dem Akteur in die Tiefe des Raums. Das hat zur Folge, dass nun auch der Rücken des Zuschauers freigelegt wird und das unangenehme Gefühl entsteht, es könnte etwas hinter einem sein oder an der nächsten Ecke lauern. Etwas, dass man lieber nicht hinter oder vor sich hätte. So sitzen wir mit Danny auf dem quietschenden Dreirad und radeln durch die endlos langen Gänge des Hotels oder hetzen mit ihm durch das Labyrinth. Adrenalin pur! 1978 hat Garrett Brown einen Oskar für diese Technik bekommen, die heute zur Standartausrüstung eines Kameramanns zählt.

Wie hat Stanley Kubrick diesen Film angelegt? Drei Elemente sind wesentlich: Die Natur, die Geschichte (der Gegend und des Hotels) und das Nebeneinander verschiedener Zeiten, Welten und Realitäten.

Zur Natur.

Grandios und bedrohlich. Die Großartigkeit, aber auch Überlegenheit und Gleichgültigkeit der Natur ist von Anfang an präsent. Später wird das Wetter, das wie ein Bann wirkt, als gefährliche Komponente ebenfalls allgegenwärtig sein. Zu Beginn sehen wir aus der Vogelperspektive, wie sich der gelbe Käfer weg vom Pazifik und Hwy 1 immer höher in die Bergwelt schraubt. Es ist ein schöner Herbsttag, Indiansummer, der an der Schneegrenze zurückbleibt. Hier schmiegt sich das Overlook Hotel an einem leicht von Schnee bestäubten, baumlosen Bergrücken. Der Winter ist noch weit entfernt und nur die Musik wirkt in dieser zauberhaften Bergwelt bedrohlich. Noch einmal findet das Auto den Weg zurück ins Tal, um die Familie des Schriftstellers Torrance abzuholen. Sie werden den langen, schneereichen Winter, abgeschnitten von der Zivilisation, im Hotel verbringen, um es zu hüten und vor Frostschäden zu schützen. (Das Overlook gibt es wirklich. Es ist ein 3-Sterne-Hotel in Oregon namens Timberline Lodge, ein architektonisches Meisterwerk aus Holz und nationales Wahrzeichen; aber auch eine Art XXL-Skihütte an der Südwand des ca. 3400 m hohen, weithin sichtbaren Mount Hood. Das Hotel liegt ziemlich entlegen, obwohl es nur ca. 150 km von der Pazifikküste entfernt ist und Portland in ca. 2 Fahrstunden erreicht werden kann - vorausgesetzt es liegt kein Schnee! Wenn man der sich in die Höhe windenden Straße eine kleine Ewigkeit folgt, hat man irgendwann in 1800 m Höhe ein Stück Filmgeschichte vor sich: Die Silhouette des Hotels aus Shining. Das Zimmer 237 gibt es allerdings nicht und auch der bis zur Bösartigkeit höfliche englische Service fehlt. Die Innenaufnahmen entstanden auch nicht hier, sondern in einem englischen Studio.)

Zur Geschichte.

Die Besiedelung des Westens der Vereinigten Staaten kennt viele grausame Stories. Eine davon ist die der historisch verbürgten 'Donner-Gruppe', die Jack Nicholson bei der Fahrt zum Overlook erwähnt. Beim Treck nach Westen warfen die Überlebenden der Siedlergruppe alle zivilisatorischen Werte über Bord und wurden zu Kannibalen. Das Hotel selbst steht auf einem heiligen Ort der Indianer und musste während des Baus mehrfach gegen Indianerangriffe verteidigt werden. Es steht für die gewaltsame Landnahme und die Ausrottung der Ureinwohner. Im Film sind etliche indianische Motive zu sehen: im Dekor, in den Teppichen, selbst im labyrinthischen Teppichboden mit seinen psychedelischen Knallfarben der 1970er Jahre. Das Labyrinth selbst ist in der indianischen Kultur ein Weltall- Schöpfungs- und Unendlichkeitssymbol. Auch die hippieartige Kleidung Wendy's hat indianische Anklänge. Es gibt in der Vorratskammer eine herabfallende Kiste mit der Aufschrift "Indian Head" und am Schluss rettet sich Danny durch einen Indianertrick: Er geht rückwärts in den eigenen Fußstapfen. Das Hotel selbst hat ebenfalls eine lange, gewalttätige Geschichte. Hier sind Morde und Selbstmorde begangen worden. Das Haus ist nach den Regeln des Horrorfilms böse und will den drei von der Außenwelt abgeschlossenen Menschen böses. Der kleine Danny mit seinem "Zweiten Gesicht" spürt das von Anfang an. Er hat dadurch immer einen Wissensvorsprung und weiß, dass sein Vater das schwächste Glied der Kette ist und so als Instrument des Hotels zur tödlichen Bedrohung wird.

Das Nebeneinander verschiedener Welten, Zeiten und Realitäten

Danny lebt in einer eigenen Welt, in der es "Tony" und Visionen gibt. Ist das Gegenwart, Vergangenheit oder gar die Zukunft, die er sieht? Wendy steht für Realität, Normalität und Gegenwart, die zu zerbrechen droht. Der labile Jack mutiert zum blutrünstigen Monster; das Hotel ergreift Besitz von ihm. Die Bilder an der Wand gaukeln vor, dass Jack schon immer und zu allen Zeiten hierher gehört hat. Die Normalität entgleitet ihm: "'All work and no play makes Jack a dull boy."' Die Außenwelt wird durch den Koch des Hotels verkörpert, der aus einem in diesem Film völlig surreal wirkenden Florida aufbricht, um Danny zu retten. Er nimmt eine beschwerliche Anreise auf sich, um sofort bei Ankunft - vernichtet zu werden. Da ist dann wieder das Grauen: In einem ordentlichen amerikanischen Film kommt die "Kavallerie" immer rechtzeitig und rettet die "Guten". Hier nicht. Immerhin aber liefert er das überlebensnotwendige Schneemobil.

Viele Szenen im Film sind gespiegelt und die rote Farbe zieht sich wie der berühmte Faden durch den Film. Der in rot/weiß gehaltene Waschraum, in dem das Hotel in der Gestalt des Mörders Grady' Jack ermuntert, seine Familie zu ermorden, erscheint unwirklich und ist in keiner Zeit verankert. Als Leit- und Schlüsselmotiv wird das Labyrinth(metapher) benutzt. Der Irrgarten steht zwar für Chaos, folgt jedoch logischen Gesetzen. Hier findet der Film sein (gutes?) Ende und lässt das Grauen zu Eis erstarren. Das Hotel bleibt zurück, erfüllt von einer unwirklichen Leere, festlicher Tanzmusik und der Schwarzweiß-Fotografie vom 4. Juli 1921. Sie zeigt einen jungen, strahlenden und hoffnungsfrohen Jack im Smoking, inmitten von illustren Ballgästen des Overlooks.

Shining will Angst erzeugen. Keine Frage. In dem Film werden jedoch viele andere interessante Themen aufgegriffen, allerdings ohne eine Vertiefung zu erfahren. Die handelnden Figuren sind treffend gezeichnet und agieren gut, wirken aber dennoch wie Schachfiguren, die von einem unsichtbaren Spieler bewegt werden. Der Horror findet fast immer in gut ausgeleuchteten Räumen statt. Bei den wenigen Nachtszenen kommt das Grauen nicht aus dem Dunkel, sondern stets aus der Situation, in der sich die Akteure befinden. Jack Nicholson spielt hier die Rolle seines Lebens. Seine Mimik, besonders sein Haifischgrinsen, das zu seinem Markenzeichen werden sollte, ist uneingeschränkt sehenswert. Das einzige Manko des Films ist vielleicht, dass er seiner Figur von Anfang an zu sehr einen Anstrich von Wahnsinn gibt. Eine zunächst liebevolle oder auch nur normale Beziehung zu seiner Frau und seinem Kind ist kaum erkennbar. Mit diesem Mann möchte man nicht monatelang in einem riesigen Hotel allein und auf sich gestellt sein. Das ist sofort klar. Eine Bedrohung von einem zunächst sehr vertrauten, liebevollen Menschen hätte den Horror noch vertieft. Ansonsten gilt: Chapeau Mr. Kubrick!

Helga Kurz
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TOP 500 REZENSENTam 18. Mai 2011
"Hier ist Jackieee". Dieser Satz und die dazu gehörige Filmszene eines wahnsinnig durch die Tür schauenden Jack Nicholson gehören heute wohl zu den bekanntesten Szenen eines Horrorfilms.
Doch lieferte Jack Nicholson nicht nur in dieser Szene, sondern generell eine seiner besten Leistungen ab. Er vermag den Schriftsteller Jack Torrance von Anfang an so zu spielen, dass man das Gefühl hat, mit dem Typen stimmt was nicht. Die Bestätigung kommt nach 30 Minuten, wenn Torrance allein bewegungslos in der Halle des Overlook Hotels steht. Ein unheilverkündenderes Gesicht hat man in einem Film selten gesehen.
Doch ist das erst der Anfang, denn Stanley Kubrick hat perfekte Arbeit abgeliefert. Bildkomposition, Musik, Darsteller, Horror- und Mysterieelemente, Drehorte, Kulissen, Kameraführung, all das ist hier perfekt.
"Shining" war damals eine der besten King Adaptionen und ist es bis heute geblieben.
Wer sich übrigens interessiert, welches Hotel Stephen King als Vorlage diente, der möge mal nach dem Eisenbahnhotel in Kanada suchen, das 1888 erbaut wurde.
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am 9. März 2007
Meine Wertung (3 Sterne) bezieht sich nur auf die technische Qualität der DVD, nicht auf die künstlerische bzw. inhaltliche.

Fassung: Diese DVD zeigt die von Kubrick für den europäischen Markt autorisierte, 119 Minuten* lange Fassung (US-Fassung: 144 Minuten*). Die Texttafeln (Kapitelbezeichnungen, nicht Untertitel) sind allerdings die englischen; auch die Szene in welcher Wendy Jacks Schreibarbeiten besieht, enthält seltsamerweise die englische Fassung, obgleich Kubrick eigens eine deutsche, eine spanische, eine italienische und eine französische Fassung gedreht hat.

* bei 24 fps.

Ton (Englisch): sauber, gute Höhen, kaum Rauschen oder Artefakte.

Ton (Deutsch): die Musik ist etwas dumpfer als auf der engl. Tonspur, sonst gut.

Untertitel (deutsch): dummer Fehler gleich zu Anfang: Aus dem gesprochenen (im Deutschen und Engleischen gleichen) Namen "Delbert Grady" wird im Untertiteltext "Charles Grady". Später im Film stimmts dann.

Bildqualität: recht gut, könnte wohl etwas schärfer sein, ist aber sehr stabil (kein Verrutschen) und klar.

Bildformat: 4:3. Kubrick verfügte dogmatisch, daß alle Ausgaben für den heimischen Bedarf dem Medium angepaßt sind. Zur Zeit dieses seines Entschlusses zeichnete sich der Wandel hin zu 16:9 zwar bereits ab, doch Kubrick hielt andere Formate offenbar für undenkbar. Ich konnte bis heute nicht herausbekommen, ob dieser Film in seiner 4:3-Fassung nun Open Matte ist oder nur einen 4:3-Ausschnitt zeigt. In "Stanley Kubrick" von Thomas Allen Nelson steht zu den techn. Angaben, daß der Film auf 35 mm (1:1,66) gedreht worden sei.

Extras: Das beste Backstage-material das ich je zu einem Film gesehen habe. Es zeigt Situationen am Set, die sonst üblicherweise zensiert werden: Kubrick schimpft mit Shelley Duvall, Nicholson tapst ungepflegt am Set umher... tolle, authentische Einblicke!
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am 18. September 2006
Man muss immer wieder darauf hinweisen, dass es sich bei dieser DVD um die europäische Version handelt, die gegenüber der amerikanischen (146 min.) um eine halbe Stunde gekürzt ist. Zwar wird gesagt, dass diese Version ebenfalls von Kubrik autorisiert ist, jedoch ist die längere meines Erachtens wesentlich besser, da die Handlung in sich stimmiger ist.

Beispielsweise sagt Ullman am Anfang etwas über das Labyrinth, man sieht Danny beim Arzt, Ullman zeigt den Torrances den "Golden Saal" usw. Diese Sachen und einige mehr fehlen in dieser Fassung, weshalb ich sie nicht empfehlen kann.

"The Shining" selbst ist ein interessanter Film (kein Horrorfilm im eigentlichen Sinne), mit einer erinnerungswürdigen Vorstellung von Jack Nicholson.
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am 19. Mai 2003
Bedarf Stanley Kubrick einer Erklärung? Können Worte das Geheimnis Kubrick überhaupt erklären? Wohl kaum. So unterschiedlich seine Filme, so gespalten die Meinung der Zuschauer. Ob „2001 - a space odyssey", „Uhrwerk Orange" oder „Eyes Wide Shut" - er verstand es einfach unsere Sehgewohnheiten auf subversive Weise auf den Kopf zu stellen.
In seiner Werkbiographie findet sich jedoch ein Film, der von den meisten als der „gewöhnlichste" seiner Filme bezeichnet wird: The Shining.
Kubrick wollte mit der freien Adaption des gleichnamigen Stephen King-Bestsellers den „endgültigen Horrorfilm" drehen. Dieses Ziel erreicht er selbstverständlich nicht, dennoch lockte „The Shining" über Wochen hinweg große Zuschauermassen in die Kinos.
Die Geschichte ist schnell erzählt: Der ehemalige Lehrer Jack Torrance zieht mit seiner Frau und seinem Sohn Danny in ein abgelegenes Berghotel, in dem er den Winter über als Hausmeister arbeiten soll. Ihm kommt die Isolation und Einsamkeit zunächst sehr gelegen, da er an einem eigenen Buch arbeiten will, doch mit der Zeit verfällt er dem Wahnsinn dieses verfluchten Ortes, an dem schon einmal ein Hausmeister seine Familie umbrachte.
Sein Sohn Danny ist der einzige, der das Unheil schon voraussieht mittels einer außergewöhnlichen Gabe - dem sogenannten „Shining".
Soweit der Plot. Doch Kubrick wäre nicht Kubrick, wenn er nicht die ganze Geschichte mit geheimnisvollen Hinweisen ausschmücken würde. Warum schreit Jack Torrance in der Schlüsselsequenz: „Here comes Johnnnnny!!!" (im deutschen Original übrigens falsch übersetzt)? Was haben die Tiermasken zu bedeuten? Warum ist der einzige, der im Film getötet wird ein Schwarzer, der zuvor als „Nigger" denunziert wird?
Unter Betrachtung dieser Details erscheint der Film nicht minder rätselhaft als seine übrigen Werke.
Doch im Vordergrund steht selbstverständlich die visuelle Wirkung. Das erschreckende Spiel Jack Nicholsons, die langen Kamerafahrten, die intelligent eingesetzte Musik und das sich dramatisch zuspitzende Finale zeugen von der meisterhaften Machart des Filmes, in der Kubrick beweist, dass er auch mit diesem Genre umzugehen weiß.
Schade ist nur die Aufbereitung der DVD. Das Bild ist akzeptabel (4:3), der Ton weist Schwächen auf und das Bonusmaterial ist mit dem Making Of von Vivian Kubrick eher mau. Wirklich bedauerlich ist jedoch, dass dem Zuschauer, die in der amerikanischen Originalversion enthaltenen Szenen, vorenthalten wurden.
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VINE-PRODUKTTESTERam 23. Februar 2007
Da der Vergleich mit der Buchvorlage des frühen und damals noch innovativen Stephen King hinkt, sollte der Film als eigenständiges Werk betrachtet werden. Denn im Buch entwickelt sich der Charakter Jack Torrance sukzessive vom harmlosen Familienvater zum rasenden Axtschwinger, während Jack Nicholson typbedingt bereits von vornherein eine beunruhigende, leicht irre Ausstrahlung mit sich bringt. Der zwar werkgetreuen Neuverfilmung von 1997 gelang aufgrund der ungleich schwächeren Darsteller nicht annähernd die Schaffung der dichten Atmosphäre, die Kubricks Interpretation zu kreieren in der Lage war.

Ungewöhnlich und seiner Zeit voraus verzichtete Kubrick nahezu völlig - abgesehen vom nebelgeschwängerten Finale - auf typische Horrorfilm-Klischees und inszenierte in exakt und meist geometrisch komponierten Einstellungen die Schocksequenzen bei hellem Tages- bzw. Neonlicht. Nur unterbewusst registriert, dafür umso effektiver geriet dabei der Einsatz der in den Anfängen steckenden Steadicam, bedient von ihrem Erfinder Garrett Brown (siehe beispielsweise in den Tretrollersequenzen, in denen Danny die Hotelflure erkundet).

Im direkten Vergleich mit aktuellen Horrorfilmen und deren mehr blutigen, denn furchteinflößenden Exzessen fällt dem Filmgourmet auch nach mehr als einem Vierteljahrhundert die zeitlose Eleganz dieses packenden Genrebeitrags des leider viel zu früh verschiedenen Regieexzentrikers auf. Nach CARRIE die beste Stephen King Adaption.
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am 28. März 2008
Über den Film wurde in den vorangegangenen Besprechnungen so ziemlich alles gesagt.
Für den deutschen Kunden steht mit der BluRay von The Shining die optisch und akustisch beste Version die je veröffentlicht wurde nur zur Verfügung.
Bild und Ton sind um Klassen besser als die gute alte DVD.

Der Film an sich polarisiert das Publikum:
Die einen mögen ihn, (das sind wohl die Kubrick Fans), die anderen hassen ihn (vor allem die Stephen King Fans)

Ich möchte hier jedoch noch auf folgendes hinweisen:

Stephen King und dessen Verlag hatten Stanley Kubrick alle "Freiheiten" eingeräumt um den Film filmisch zu realisieren. Stephen King fühlte sich sehr geehrt, dass ein Filmgenie wie Stanley Kubrick, seinen Roman zu verfilmen gedachte.

Kubrick nahm sich die Freiheiten, und verzichtete z. B. auf das Happy-End. (Dies brachte ihm die meiste Kritik ein)

Nachdem der Film bei der US-Premiere auf ein gespaltenes Echo traf, kürzte Kubrick diesen von 146 Minuten auf 142 Minuten.

Die Veröffentlichung in den US-Kinos war trotzdem ein Kassen-Flop.

Daher setzte Kubrick nochmals die Schere an, und die europäische Fassung wurde von Ihm nochmals um ca 20 Minuten gekürzt - ein kapitaler Fehler.

Hier hatte sich Kubrick wohl dem Druck des Filmstudios Warner beugen müssen, anders kann ich mir das nicht erklären.

Die gute Nachricht ist, die 142 Minuten Fassung als US-Bluray Disc läuft auch auf deutschen Playern. (Allerdings kein deutscher Ton)

Wer den Film also mal vollständiger erleben möchte...
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am 27. April 2016
Nachdem ich das Buch erst vor kurzem gelesen habe, wollte ich den Film dazu unbedingt sehen. Natürlich war ich enttäuscht, da die vielen Hintergrundinformationen, die die Storry erst rund machen, fehlen. Die Filmsenen sind gut umgesetzt und entsprachen ziemlich genau meiner Vorstellung, allerdings ist die Handlung so komprimiert, dass der Film langweilig und zusammenhandlos auf mich wirkte.
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am 26. Januar 2003
Man sollte vielleicht noch die absolut geniale Kameraführung und das Overlook (man achte mal auf die psychedelischen Teppiche...) als Location hervorheben. Und Jack Nicholson als wahnsinniger Schriftsteller ist schon alleine eine Meisterleistung. Am besten wirkt der Film natürlich mit Projektor und im abgedunkelten Raum...
Wer einen Splatter Film erwartet, bei dem dumpf ständig irgendwelche Innereien durch die Gegend fliegen, ist hier falsch.
Kubrick: Versteht nicht jeder... ist auch besser so!
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am 20. Juni 2016
Ein Horrorfilm? Eher ein Meisterwerk über die Wechselwirkung von Realität und Illusion von Regisseurs Stanley Kubrick. Jack Nicholson in einer Glanzrolle und Danny, der kleine Junge mit hellseherischen Fähigkeiten, der Wahnsinn. Ein Meilenstein der Filmgeschichte.
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