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53 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Achtung auf die Blu-ray-Auflage!
Obwohl es die meisten wohl wissen, sein nochmals erwähnt: Es gibt bzw. gab von Full Metal Jacket zwei unterschiedliche Auflagen auf Blu-ray. Nach dem Fiasko der ersten Auflage, die qualitativ maximal einer DVD entsprach, legte Warner eine verbesserte Neuauflage nach, die sich nun wirklich Blu-ray nennen darf. Das Bild ist weitestgehend scharf und fast rauschfrei. Der...
Veröffentlicht am 2. Oktober 2010 von 50:50

versus
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Perfekter Kriegsfilm im Kubrik typischen Style !
Der Film hätte eigentlich 5-Sterne verdient, aber bei der DVD-Umsetzung wurde absolut gepennt !
Erstmal zur Beruhigung : Der Film selbst geht in Ordnung. Das 4:3 Vollbild, ist das Originalformat des Films, bzw. das original Kamera-Negativ. Die Bildqualität ist gut bis sehr gut.
Aber jetzt geht es los...
...ich habe so gut wie noch nie so viele...
Veröffentlicht am 10. Mai 2008 von Rainer Fiedler


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53 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Achtung auf die Blu-ray-Auflage!, 2. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Full Metal Jacket [Blu-ray] (Blu-ray)
Obwohl es die meisten wohl wissen, sein nochmals erwähnt: Es gibt bzw. gab von Full Metal Jacket zwei unterschiedliche Auflagen auf Blu-ray. Nach dem Fiasko der ersten Auflage, die qualitativ maximal einer DVD entsprach, legte Warner eine verbesserte Neuauflage nach, die sich nun wirklich Blu-ray nennen darf. Das Bild ist weitestgehend scharf und fast rauschfrei. Der Ton ist immer noch schwach auf der Brust, sowohl im Original als auch in der Synchro. Extras sind mit einem 30minütigem Making of und einem Audiokommentar von einigen Darstellern jetzt auch vorhanden. Meines Erachtens wurde es leider verabsäumt zusätzlich zur Widescreenversion noch die von Kubrick favorisierte Vollbildfassung aufzuspielen.
Fazit: In dieser Version nun ein klares Upgrade zur DVD!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial, einfach Genial!, 23. Juli 2013
Von 
Frank Linden (Troisdorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Full Metal Jacket [Blu-ray] (Blu-ray)
1967/Parris Island - Gunnery Sergeant Hartman bekommt einen neuen Zug Rekruten in die Hände die er zu ordentlichen Marines drillen soll.
Er geht mit unerbittlicher Härte vor und im laufe der Monate trägt seine Ausbildung Früchte.
Nur mit einem Rekrut hat er Probleme oder vielmehr der Rekrut mit Hartman.
Der leicht unterbelichtete und dickliche Leonard Lawrence, genannt pPrivate Paula, bekommt nichts auf die Reihe und leistet sich einen Fauxpas nach dem anderen.
Auch individuelles Training mit Gruppenführer Joker bringt nicht den erwünschten Erfolg.
Erst als eine Gruppenbestrafung erfolgt, bei der die rRekruten auf Private Paula mit in Handtüchern eingerollten Seifestücken einschlagen, ändert sich sein verhalten.
Er wird zunehmend verschlossener und redet mit seinem Gewehr.
Dann am letzten Tag kommt es zu einer Katastrophe.
Danach gehts nach Vietnam wo die wahre Hölle auf die nun fertigen Marines wartet.

Full Metal Jacket aus dem Jahr 1987 von Stanley Kubrick ist wohl der Film den ich in meinem Leben am öftesten gesehen habe. Kann nicht mal mehr sagen wie oft.
fFür mich ist der Film der ideale Mix aus genialen Dialogen, einer brillianten Story, einem perfekten Soundtrack, grandioser Atmosphäre, authentischen Settings und einem hervorragendem Cast (u.a.: Matthew Modine, Vincent d'Onofrio, R. Lee Ermey, Adam bBaldwin, Ed O'Ross).
Kein anderer Antikriegsfilm schafft es auch nur vergleichsweise die Härte der Ausbildung und die Schrecken des Krieges so Perfekt zu vereinen.
Die Mimiken der Akteure, ihre Handlungen, die bedrückende und hoffnungslose Atmosphäre und nicht zuletzt die wirklich genialen Dialoge und Sprüche machen diesen Film zu einem echten Klassiker der sich einem ins Gedächnis brennt.
Das Bild der Blu-Ray ist kristallklar und der Ton satt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Grausamkeit des Krieges, 29. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Full Metal Jacket (DVD)
Außer "Apokalypse Now" gelingt es sonst kaum einem Film, die Grausamkeit des Krieges auf so eindringliche Art und Weise zu schildern.
Schon in den ersten Minuten, in denen der Ausbilder den Rekruten in einem vor Beleidigungen und Erniedrigungen nicht zu übertreffenden Appell verdeutlicht, dass sie schon vor dem Einsatz in Vietnam ihre Menschenwürde verlieren, macht den zukünftigen Marines zweifellos klar, dass eine schreckliche Zeit beginnt. Die Grundausbildung ist gleichzusetzen mit dem Verlust jeglicher Menschenwürde. Die Dialoge zwischen Ausbilder und den Rekruten bringen den Zuschauer anfangs sogar zum Lachen, stecken voller schwarzem Humor.
Der Krieg beginnt für die jungen Männer, wie z.B. wie dem übergewichtigen "Private Paula", bereits in der Kaserne während der Grundausbildung. Die schreckliche, menschenunwürdige Grundausbildung bringt die Männer an ihre Grenzen und sogar oft darüber hinaus. Dies wird bereits in der Szene deutlich, in welcher "Private Paula" mit einem, in ein Handtuch gewickeltes, Stück Seife von allen Anderen verprügelt wird. Erschreckend; sogar der gutmütige und beinah schon mit ihm befreundete "Joker" schlug letztlich wie von Sinnen auf "Paula" ein.
Um dieser Hölle zu entkommen erschießt "Private Paula" zuerst seinen perversen Ausbilder und anschliessend sich selbst, ohne auch nur einen Tag in dem eigentlichen Kriegsgebiet verbracht zu haben . Der Gesichtsausdruck und die Körpersprache bei dieser Gänsehaut erzeugenden Szene ist eine von vielen tollen schauspielerische Leistungen.
Im Kriegsgebiet von Vietnam gelingt es Stanley Kubrick immer wieder die Ambievalenz der Soldaten während ihres Einsatzes zu verdeutlichen. Gerade noch hilf- und wehrlose Menschen erschossen sieht man dem Soldaten die Liebe, welche er beim Anschauen eines Fotos seiner Frau empfindet, an.
Ein weiteres Beispiel für diese Ambievalenz ist das "Peace-Zeichen" an der Uniform eines Soldaten und die Aufschrift "Born to kill" auf seinem Stahlhelm.
"Full Metal Jacket" vermag es auf besondere Art uns die Grausamkeit, Sinnlosigkeit des Krieges durch tolle Aufnahmen und super Schauspieler zu verdeutlichen.
Doch selbst in den zu wahren Killermaschinen mutierten Soldaten schlägt ein menschliches Herz.
Dieser sich so sehr tief einprägende Kriegsfilm erklärt mir zudem, warum so viele Vietnam-Veteranen nie mit dem Erlebten fertig wurden und nach ihrer Heimkehr oft psychisch schwer erkrankten.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Psychologie Des Krieges, 15. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Full Metal Jacket (DVD)
Der Film von Stanley Kubrick beschäftigt sich mit der psychologischen Seite des Krieges und des US- Militärs allgemein.
Er spielt in der Zeit des Vietnam-Krieges und begleitet einen jungen Soldaten auf seinem Weg durch die Grundausbildung bis in die Hölle des vietnamesischen Dschungels.
Der Film erzählt von den gezielten Methoden des Militärs seine Soldaten gefügig und scheinbar willenlos zu machen. Es gilt das Dogma einer Bruderschaft auf Lebenszeit; die gnadenlose Vernichtung des Feindes. In diesem Fall die Kommunisten in Nord Vietnam.
Während seiner Ausbildung erlebt der angehende Marine wie junge Männer erbarmungslos schikaniert, bloß gestellt, gedemütigt und ohne Grund gequält werden. Einer von ihnen zerbricht daran und erschießt erst seinen Ausbilder und dann sich selbst.
Der Soldat erkennt spätestens nach seiner Anfunft im Kriegsgebiet, dass am Ende jeder auf sich selbst gestellt ist, wenn er in diesem, aus seiner Sicht sinnlosen, Krieg überleben will.
Und genau um die Darstellung dieser Sinnlosigkeit geht es in dem Film, der von angeblich unter dem Einfluss von Drogen stehenden Soldaten geführt wird, die im Grunde keine Ahnung haben gegen wen sie da kämpfen.

Die Idee und Message des Films überzeugen ohne Frage. Doch die Umsetzung ist nicht ganz so gut gelungen. Besonders die Dialoge, oder besser gesagt Monologe, am Anfang des Films verlangen dem Zuschauer einiges ab. Sie erzeugen abwechselnd ein Gefühl von Ekel und Verachtung auf der einen Seite und Wut und wehementer Ablehnung auf der anderen Seite. Vermutlich ist das von den Filmemachern genauso gewollt. Schließlich handelt es sich bei dem Film nicht um Unterhaltungsentertainment, sondern um die Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit.
Der Film reiht sich ein in die Riege der Anti-Kriegsfilme wie Platoon und Apocalypse Now.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man denkt noch lange drüber nach!, 30. Januar 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Full Metal Jacket (DVD)
Eigentlich sind es ja zwei Filme in einem.

Der erste Teil handelt von der Grundausbildung der angehenden Marines. Vom ersten Moment an merken die neuen Rekruten was sie erwartet, indem alle erstmal eine Einheitsfrisur erhalten (Glatze), und das Anfang der Siebziger!

Der eigentliche Star in diesem Teil des Films ist der Ausbilder Sgt. Hartman (hervorragend gespielt von R. Lee Ermey, der übrigens selbst Drill-Sergeant war). Jede Szene ist hier mit schwarzem Humor gespickt ("Runter von meinem Kletterturm"). Besonders Pvt. Leonard Lawrence (Vincent D'Onofrio), genannt Privat Paula, hat Hartmann zu seinem persönlichen Hobby gemacht. Der Zuschauer denkt wohl hier sehr oft "Was ein A****", jedoch ist die Moral dieser Rekrutenausbildung: Nur wenn Du Dich zur Kampfmaschine formen lässt, kannst Du diesen Krieg überleben. Also ich selbst habe noch in keinem Film die Intensität einer militärischen Ausbildung so erlebt wie sie Stanley Kubrik sie hier rüberbringt (Kleiner Tipp: mal in die Orginal-Fassung reinhören, auch wenn man kein Englisch spricht!)

Nachdem (fast) alle die harte Ausbildung überlebt haben, werden sie nach Vietnam geschickt. Hier tritt dann der eigentliche Hauptdarsteller Private Joker (Matthew Modine) mehr in Erscheinung. Er wird als Kriegsberichterstatter bei der Militärzeitung Stars & Stripes" eingesetzt. Jedoch entwickelt sich alles ganz anders, wie er es sich eigentlich vorgestellt hat. Seine moralische Überzeugung, seine Distanz zum Krieg, sein schwarzer Humor (daher sein Spitzname), all das ist hier nicht mehr von Bedeutung.

Spätestens als er einer vietnamesischen Heckeschützin, auf ihrer Bitte hin den "Gnadenschuß" verpasst, weiß er, dass er diesem Krieg nicht mehr entrinnen kann.

Stanley Kubrick hat hier vielleicht kein Meisterwerk geschaffen, "Full Metal Jacket" (Der Titel kommt übrigens von der Munition, die benutzt wird) ist aber einer der besten Antikriegsfilme überhaupt. Er zeigt auf dass sich jeder Mensch, trotz fester Überzeugung und starkem Willen, auch wenn er es nicht will, immer ein Teil des Krieges werden wird. Man ist fähig Dinge zu tun, die man sich in seinem Leben vor dem Krieg auch in seinen dunkelsten Gedanken, nicht vorstellen konnte.

Unbedingt ansehen (am besten zweimal, einmal deutsch und einmal Original)
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51 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Banalität des Krieges ... oder Kubricks harter Blick, 4. Dezember 2001
Von 
Rezension bezieht sich auf: Full Metal Jacket (DVD)
Ich kann mich sehr gut an die Vorpremiere des Films errinern ... kleiner Saal, gespanntes Ambiente (schliesslich ist es ein Kubrick!), Smalltalk bis zum Anfang des Films.
Nachdem der Film begonnen hatte, wurde die Stimmung immer bedrückender. Im ersten Teil des Films stellt Kubrick sein Bild einer militärischen Ausbildung dar. Ich denke nicht, dass er eine genaue Darstellung der Realität zeigen wollte, sondern, wie in einigen andern seiner Filme, ein emotionales Bild zeichnen. Die Ausbildung wird gnadenlos hart dargestellt, die psychologischen Auswirkungen auch: in Form eines Mordes. Erstaunlich ist, dass man die Tat im Moment auch nachvollziehen kann; bevor man realisiert wie weit man selbst getrieben werden könnte.
Im zweiten Teil befinden sich die Personen in Vietnam - jetzt werden sie endlich Helden, nach allem was sie schon durchgestanden haben! In Wirklichkeit ist der Krieg aber nichts heldenhaftes und absolut nicht spektakulär. In einem dreckigen und unnötignen Kleinkrieg werden die Illusionen und Hoffnungen der Soldaten niedergemacht .. die Soldaten auch ... und die Hoffnungen des Betrachters auf einen deftigen Vietnamfilm auch. Spielberg hat mit "Soldat Ryan" geschafft brutale Wirklichkeit mit grossem und spektakulärem Kino zu verbinden. Kubrick's Version ist trocken, brutal - einer Studie näher als einem Kinohit. Grosses Kino eben - auf seine Art
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk, aber die falsche DVD, 30. Juni 2008
Von 
Andreas Schweitzer (Zweibrücken) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Über FULL METAL JACKET selbst braucht man nichts zu sagen, denn er Film ist eines der großen Meisterwerke von Stanley Kubrick (wie fast alle seine Werke). Ich hatte gehört, dass die 1. Auflage der Steelbox mit der falschen DVD ausgeliefert wurde, die mit der alten Auflage der normalen DVD identisch ist. Ein Fehler, der nicht bei Amazon liegt, sondern bei Warner Home Video. Diese nehmen, auf Anfrage, einen kostenlos Tausch der falschen DVD vor. Ich habe einfach Warner Home Video per Email angeschrieben und habe einige Tage später die richtige DVD im Briefkasten gehabt; zusammen mit einer Entschuldigung wegen der Mühen. Sowas nenne ich einen sehr guten Service.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Perfekter Kriegsfilm im Kubrik typischen Style !, 10. Mai 2008
Von 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Der Film hätte eigentlich 5-Sterne verdient, aber bei der DVD-Umsetzung wurde absolut gepennt !
Erstmal zur Beruhigung : Der Film selbst geht in Ordnung. Das 4:3 Vollbild, ist das Originalformat des Films, bzw. das original Kamera-Negativ. Die Bildqualität ist gut bis sehr gut.
Aber jetzt geht es los...
...ich habe so gut wie noch nie so viele falsche Angaben auf einem DVD-Cover gesehen wie in diesem Fall.
1.)Die Angabe 16:9 / 1,78:1 ist falsch, da der Film eben nur im Vollbild gedreht wurde.
2.)Auf der Filmdisc gibt es keinen Audiokommentar, und 3.) auch von der neuen Doku fehlt jede Spur. Das Coverdesign wurde scheinbar mit der heissen Nadel gestrickt und durchlief keine Endkontrolle.

Auf der Bonusdisc befindet sich die wirklich sehr gute Gesamtdoku, "Kubrik-Ein Leben für den Film", welche bereits schon mal auf ARTE gelaufen ist, und welche ich nun doppelt besitze. Sie behandelt alle Filme von Kubrik, und informiert auch genug über "Full Metall Jacket". Wer sie noch nicht kennt, der ist hier gut beraten sich diese DVD zu zulegen. Einziger Wehrmutstropfen: Doku wurde nie syncronisiert, und 137 min lang Untertitel lesen ist sehr ermüdent. Englischkenntnisse sind hier sehr zu empfehlen, dann geht es auch ohne U.T.

Fazit: Ein sehr guter Film, eine gute Spielfilm lange Doku, und extreme Patzer bei den Coverangaben. Wer die Doku schon besitzt, der kann getrost auch zur alten DVD-Version von "Full Metall Jacket" greifen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mehr Kunstfilm als Kriegsepos - trotzdem ein durchaus gelungener Streifen des Altmeisters!, 9. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Full Metal Jacket (DVD)
Vorab:
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Zugegeben: Es gibt etliche Filme, die sich mit dem amerikanischen Trauma des Vietnamkrieges auseinander gesetzt haben. Angefangen bei Klassikern wie Platoon oder Deer Hunter, bis hin zu subtileren Anspielungen wie Predator I. Kubricks Machwerk hingegen schlittert an der Kongenialität mancher dieser Filme haarscharf vorbei, da es sich meiner Meinung nach, eher um einen versteckten Kunstfilm handelt, als um ein Kriegsepos. Dieser Eindruck wird vor Allem von der Tatsache geprägt, dass es sich bei FMJ eigentlich um zwei unabhängig voneinander stattfindende Filme handelt, die nur lose durch ihre Protagonisten miteinander verbunden sind.

Zum Film:
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Der erste Teil des Filmes zeigt die Ausbildung der Marines und endet schließlich im Debakel von Private Paula (Vincent Donofrio), der (in der letzten Nacht der Ausbildung) sich und den Drill Seargant erschießt. Die Phase der Ausbildung wird geschickt als einen Automatismus der Identitätslöschung karikiert. Männlichkeitsriten wechseln sich mit Machogehabe ab und kulminieren in einem großen undurchsichtigen Durcheinander. Kinder werden zum Töten ausgebildet.

An dieser Stelle tritt ein stilistischer Bruch ein, der dem Film einen beinahe schizophrenen Charakter verleiht.

Der zweite Teil des Filmes spielt in Vietnam und zeigt dort in voller Länge, wenn auch nicht sehr dramatisch, den Alltag. Über den Protagonisten schwebt kontinuierlich eine Wolke von Sarkasmus und Ironie, sodass der Zuschauer nur schwer erraten kann, inwiefern was ernst gemeint ist. Hier kulminiert die Handlung in der widersprüchlichen Tat, mit der Private Joker den Film beendet. Neben dem Friedenssymbol thront die Aufschrift BORN TO KILL auf seinem Helm und wickelt die Gefühle der Zuschauer in ein Spiel aus Zwietracht und Ungläubigkeit.
Soviel zur Handlung.

Fazit:
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FMJ ist durchaus ein gelungener Film eines begnadeten Regisseurs. Die künstlerischen Ansätze nehmen der Handlung jedoch einiges an Dramaturgie und so hinkt FMJ deutlich hinter Filmen her, wie Platoon und Apocalypse Now Redux welche sind. Trotzdem handelt es sich hierbei natürlich um einen Klassiker, der in keiner Sammlung fehlen sollte.
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41 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der ganz gewöhnliche Krieg, 1. Juni 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Full Metal Jacket (DVD)
Im Grunde sind es zwei Filme in einem. Den ersten bildet die Grundausbildung der Marines im Ausbildungslager. Den Ausbilder spielt Lee Ermey, selbst Ausbilder während des Krieges und hochdekorierter Vietnamveteran. Auch aus anderen Quellen weiß ich mittlerweile, dass die Ausbildung genau so ablief. Als ich den Film mit etwa sechzehn zum ersten Mal sah, wurde mir einige Male schlecht, ohne dass ich zimperlich wäre.
Der zweite Teil befasst sich mit dem Vietnamkrieg an sich und ist fast genauso realistisch. Was ihn so realistisch macht, ist seine Banalität, und die Lockerheit mit der die Soldaten ihn hinnehmen. Das gelangweilte, reizüberflutete Publikum von heute erwartet stundenlanges Gemetzel und tränenreiche Szenen, ansonsten ist ein Kriegfilm unrealistisch. Wer die Grundausbildung gesehen hat, dem wird hoffentlich klar, weshalb Menschen den Krieg aushalten können, weshalb sie zum reinen Raubtier werden, weshalb sie Schmerz ertragen und somit überleben lernen. Dieser Film ist kein moralischer Zeigefinger, sondern eine Dokumentation, höchstens zu schlagen von 'Stalingrad'.
Kurzum, diesen Film muss man gesehen haben. Wer sich Machwerke wie Saving Private Ryan bereits angesehen hat, findet hier hoffentlich auf den Boden der Tatsachen zurück. Krieg ist für den einzelnen Soldaten nicht cool, niemals heroisch, nicht tragisch, nicht grausam, sondern einfach nichts Besonderes. Und gerade das ist die erschütterndste, ernüchterndste Einsicht die dieser Film mit sich bringt.
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Full Metal Jacket
Full Metal Jacket von Matthew Modine (DVD - 2008)
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