Ich habe mir den Film ganz anders, nämlich viel besser vorgestellt. Habe ihn im Kino verpasst und mich richtig darauf gefreut, ihn auf DVD zu sehen. Die Landschaftsaufnahmen und die Kameraführung sind zwar wirklich sehr schön, aber das war´s dann auch schon. Insgesamt fand ich den Film viel zu lang und langatmig, den Möchtegern-Aussteiger total unsympathisch und die Dialoge nervig. Auch die Aussage des Films fand ich weniger tiefsinnig als pseudo-philosophisch und trivial. Sorry, Sean Penn...
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Tolle Umsetzung der Story. Durch Songs auf der Hippie-Bühne wird es auch etwas amerikanisch. Leider beschleicht einen der Verdacht, dass der hochintelligente Student an einer psychotischen (Borderline?) Störung leidet, weil er grundlos seine Eltern verprellt, ebenso die geliebte Schwester, die neuen Freundschaften - und das über das Maß einer pubertären Anwandlung hinaus. Realitätsfern und hochintelligent wie er ist, begibt er sich blauäugig in die Wildnis, zivilisiert bewaffnet zum Jagen, Amerikas Traum von Freiheit!
Leider hat man dem angehenden Harvard-Studenten auch nicht beigebracht, wie man in der Wildnis ohne Knarre bzw. Tiere überlebt, er kam naiverweise auch nicht auf die Idee, dass ein Fluss in der präferierten Reisezeit April unüberquerbar werden könnte. Insgesamt hat er mehr Glück als Verstand gehabt, denn ein Bär, gerade aus dem Winterschlaf, verschmäht ihn. Noch mehr Glück: Es findet sich ein Bus als "Wohnmobil", hat der Glücksuchende Glückliche doch ohne jede Karte einen alten Trail gefunden. Ein Zelt oder ein anderes Dach über dem Kopf war nämlich nicht im Reisegepäck. Das viele Glück endet, als keine Tiere mehr zum Abknallen vorbeispazieren, er den absolut sinnlos getöteten Elch auch nicht konservieren konnte, der Rückweg dank Schneeschmelze versperrt ist und seine Sammlerqualitäten sich noch schlechter als die Jägerqualitäten entpuppen. Für so was gibt es Pillen!
Hat mit Freiheit nichts zu tun, nur mit irrsinniger Naivität, gar Dummheit, und das trotz schriftlich nachgewiesener Intelligenz.
Man schaue sich das Krankheitsbild einer schizophrenen Psychose an (Alter Erstmanifestation, Realitätsverlust, Abbruch der Sozialkontakte, krankhaftes einem-Bild-herherjagen) und dann weiß man, aus welchem Stoff dieser Filmtraum ist.
Aber die Story ist gut auf die Leinwand verfrachtet worden, schöne Bilder, gute Musik. Was fürs Herz und Auge.
Alaska hat schon viele Aussteiger erlebt und untergehen sehen, mit und ohne Tagebuch, mit und ohne Psychose, mit und ohne Hippie-Philosopie. Die, die's geschafft haben, haben sich jedenfalls besser vorbereitet, geht man mal davon aus, dass dieser Typ psychisch gesund war.
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I feel very sorry for the man lost in the wilderness and his family left behind, with disrespect for Alaska and the nature and animals of it. Anyway, he doesn't stay in touch with his sister with whom he was very close and he does not maintain his new relationships. He then enters the Alaskan wild completely unequiped and unknowledgable about survival, searching for love and freedom.
Nevertheless you can lern one big thing (however - not freedom, happiness, not love, true acceptance): make sure you don't eat meat that flies have landed on and not eat unknown plants in the woods. Make sure that you are prepared enough of the outdoors.
I didn't regret seeing it, but I prefer to read the book, if I'd choose to romantize stupid tragic and inconsiderate hermits.
Take the last written message as the essence headline.
"Happiness isn't real unless shared." You need not die for this.
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