Sean Penn ist nicht nur ein starker Schauspieler, der für die genialen Filme wie z.B. "Mystic River" und "21 Gramm" mitverantworlich war, sondern kommt auch alle paar Jahre als Regiesseur daher und liefert Filme ab, über die man häufig und ausgiebig diskutiert. Sei es "Into the Wild" oder aktuell "Milk". Diese Geschichte der handelnde Person Christopher, basiert auf einem sehr bekannten Roman und schafft den Sprung vom Papier auf die Kinoleinwand optimal.
In hervorragenden und wunderschönen 142 Minuten werden wir auf eine Reise mitgenommen, die uns nicht nur die äußerliche Schönheit eines Landes zeigt, sondern auch einen jungen Mann auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Dabei verleiht er seiner Figur ständig die nötige Glaubwürdigkeit, so dass auch die faszinierende erzählte Geschichte davon profitieren kann.
Fazit: "Into the Wild" ist ein schön langsam erzählter, eher leiser, aber doch unterhaltsamer Film geworden, der am Schluss mit einen tragischen Ende aufwartet.
Die Extras der DVD drehen sich natürlich um die literarische Buchvorlage und der Umsetzung und Dreharbeiten in der Natur. Die drei Features, die aus Reportagen bestehen, bringen uns die Geschichte und die Charaktere näher und erzählen uns, was am Dreh so schwierig gewesen war. Zusätzlich gibt es noch Kurzinterviews mit Darsteller, Regisseur oder Musiker zu sehen. Die Trailer und TV-Spots, plus ein schönes Musikvideo von Eddie Vedder, der Frontmann der Band Pearl Jam ist, schließen das großartige Angebot an Extras ab.
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Regissuer Sean Penn erwarb damals die Filmrechte an Jon Krakauers Erfolgsgeschichte "Into the Wild". (Die durch gefundene Tagebucheinträge, Postkarten und Erzählungen der Menschen die Chris auf seiner Reise traf, rekonstruiert wurde.) Bekam aber erst rund 10 Jahre später die Zustimmung der Eltern von Christopher McCandless für die Verfilmung. Die auf Tatsachen beruhende Geschichte über einen jungen Mann der in reichen Verhältnissen aufwuchs, der im Sport wie in der Schule ein Überflieger war.
Er ist Anfang zwanzig und nach dem Abschluss seines Studiums im Jahre 1992 entschließt er sich, seine Ersparnisse (immerhin ca. 25.000 $) an die Hungerhilfe zu spenden, in Richtung Alaska zu trampen und dort in der Wildnis zu leben. Ausgerüstet mit dem Nötigsten beginnt er seine abenteuerliche Reise, in derer er die unterschiedlichsten Charaktere kennen lernt, die sein Leben und das seiner Wegbegleiter formt und prägt. Im Vordergrund steht hier eine selbstzerstörerische Suche eines Einzelgängers, eine Suche nach Freiheit...
Über mehrere Jahre entsagt er allen Besitztümern, welche ihn nur einengen würden. Während einiger Niederlagen auf seine Reise hin und hergerissen, sich doch wieder dem Wohlstand zu ergeben und zu seinen aus seiner Sicht spießigen Eltern zurück zu kehren, widersteht er diesem Gedanken und entwickelt dadurch ein ganz neues Gefühl des Starkseins, des Erhabenseins.
Die Umsetzung des Buches ist gelungen wenn auch nicht ganz so ausführlich, aber das macht ja Bücher schließlich aus. Der Film bietet beeindruckende Naturaufnahmen und zeigt wie verschieden doch die amerikanischen Landschaften und die damit verbundenen Menschen sind. Wir werden entführt in Wüstengebiete, über Kornfelder, bis hin zu den kalten Bergen Alaskas. Untermalt wird das ganze von einem stimmigen Soundtrack. Ein Glücksfall finde ich die Besetzung der Hauptrolle mit Emile Hirsch, der den Chris McCandless sensationell spielt. Man spürt die innere Zerissenheit, zwischen Wut auf der einen und der Suche nach Geborgenheit und Glück auf der anderen Seite. Auch sein Aussehen, sowie seine Gesichtszüge, die den Wohlstandszustand genauso wie das Abgehalfterte/Gezeichnete (er nahm viele Kilos während des Filmes ab) glaubwürdig erscheinen lassen. Wenn man das letzte Originalbild von Chris auf dem Buchrücken kennt und die gleiche Szene im Film sieht, wird klar wie gleich beide aussehen. Auch die übrige Besetzung mit Hal Hoolbrook, William Hurt, Vince Vaughn, Catherine Keener u.a. reiht sich nahtlos ein.
Die Laufzeit des Filmes die mit 142 minuten sehr lang ist, aber nie lang erscheint, lässt einem die Zeit für eigene Gedanken ohne dabei schleppend zu sein.
Insgesamt mal was ganz anderes, gerade in unserer schnellebigen und technisierten Welt , mal Menschen zu sehen die den ganzen bunten Bildern den Rücken kehren. Auch wenn es hier eher unvorbereitet und von jugendlicher Naivität geprägt ist. Chris McCandless war vom Idealismus besessen, der mit der heutigen Zeit nicht leicht zu vereinbaren ist.
Aber letzendlich lebte er seinen Traum...
Empfehlenswert für jeden, der sich um die Wertigkeiten in seinem Leben, und in der Gesellschaft Gedanken macht.
Interessant auch das 64 minütige Bonusmaterial mit vielen Interviews der Darsteller und das Regisseurs.
(DVD)
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"Did you have a good life when you die, enough to base a movie on?" --- Diese Frage Jim Morrisons geisterte mir immer wieder durch den Kopf, als ich diesen Film gesehen habe. Christopher McCandless starb mit nur 24 Jahren - aber was für ein Leben hat der gelebt! Und was für einen Film hat Sean Penn daraus gemacht!
Penn stellt McCandless Entscheidungen nie in Frage - und damit kann ich leben. Ich hab dessen Drang, aufzubrechen, unterwegs zu sein, nie als Egoismus den Personen gegenüber empfunden, welche im Laufe seines kurzen Lebens seinen Weg gekreuzt haben und die ihn ins Herz geschlossen hatten. Er hat stets mit offenen Karten gespielt und alle wussten, dass sie ihn nicht halten können. Alle, ausser seiner Familie. Aber da blieb wohl einiges ausgespart und woher McCandless Suche und Getriebenheit kam, bleibt im Dunkeln. Dass eine traumatisierte Kindheit durch die katastrophale Beziehung seiner Eltern ihn zu so einem extremen Schritt trieb, glaube ich nicht. Aber egal. Es war seine Entscheidung und der Film versucht nicht, auf psychologisierende Weise eine Antwort darauf zu finden.
Penn hat auf jeden Fall mit diesem Film ein Road Movie der ganz speziellen Art kreiert, das mich ganz langsam in seinen Bann zog, eine ganz eigene Magie auf mich ausübte, mich einsog und mich nicht mehr loslassen wollte.
"Into the Wild" ist ein Gesamtkunstwerk und berührte mich so stark wie schon lange kein Film mehr und mehr als einmal hatte ich Wasser in den Augen. Emile Hirsch ist eine Entdeckung, Catherine Keener spielt gut wie gewohnt, Kristen Stewart hat wohl eine grosse schauspielerische Karriere vor sich, Hal Holbrook hätte ich den Oscar für die beste Nebenrolle für sein unglaublich berührendes Porträt eines alten Mannes von Herzen gegönnt. Der Soundtrack ergänzt sich kongenial mit den Bildern von Bergen und Flüssen, Seen und Prärie, Weite und Grenzenlosigkeit und "Into the Wild" löste das ein, was ich an guten Filmen so sehr schätze: Ich wurde entführt aus dieser Welt und für über zwei Stunden tauchte ich ein in eine traurig-schöne Geschichte über Menschen, welche ihren Traum zu leben versuchen und nicht ihr Leben träumen...
"Into the Wild" ist Kino, das unter die Haut und von da direkt ins Herz geht!
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Jeder hatte diesen Gedanken schon einmal:Freiheit.
Alles hinter sich lassen, einfach davon und sich irgendwo niederlassen.
Fernab aller Zwänge, Pflichten und Grenzen.
Und jeder hat sich diese Frage schon einmal gestellt:
Wie und wo finde ich mein persönliches Glück?
Christopher McCandless (überzeugend dargestellt von Emile Hirsch) hat es getan!Er hat nicht nur mit Fragen und Gedanken gespielt, sondern einen Plan umgesetzt.
Und dabei scheint er es absolut nicht nötig zu haben.Die Eltern sind vermögend und sorgsam und auch sein Studium hat er erfolgreich absolviert.
Die wahren Gründe für seine "Flucht" sind einfach und doch vielschichtig, aber weit entfernt von üblichen Pubertätsproblemen...
Von seiner Reise quer durch die USA in Richtung ewige Wildnis berichtet dieser Film.
Unterwegs trifft Christopher auf allerlei Menschen (u.a. Vince Vaugh als zwielichter Farmarbeiter), die bei ihm und auch beim Zuschauer einen bleibenden Eindruck hinterlassen.Großes Lob an dieser Stelle für die Auswahl an hochkarätigen Nebendarstellern!
Ein noch größeres Lob verdienen die einmaligen Landschaftsaufnahmen, die mich an Szenen aus "Unsere Erde" erinnert haben.
Klasse fand ich auch die Kapitelauswahl, die sich in Lebensabschnitte aufteilt und somit eine Richtung erahnen lässt.
Dass sich die Story von "Into the Wild" hauptsächlich auf Tatsachenberichte stützt, ist sicher kein Geheimnis, soll aber nicht unerwähnt bleiben, da es dem Ganzen eine sehr persönliche und spezielle Note verleiht.
Ob der Held dieser wunderbaren Abenteuergeschichte sein absolutes Glück gefunden hat will ich nicht verraten, das muss jeder selbst herausfinden.
Eine uneingeschränkte Empfehlung gibt es von mir!
Mein Fazit:Regisseur & Drehbuchautor Sean Penn hat sein persönliches Meisterwerk abgeliefert und macht gleichzeitig Hoffnung auf weitere geniale Filme von ihm.
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Grandioser Film mit traurigem Hintergrund.
Die Geschichte von Christopher McCandless ist schon unglaublich, wenn auch nachvollziehbar. Ich habe das Buch von Jon Krakauer nicht gelesen und bin daher komplett unvoreingenommen an die DVD herangegangen.
Die filmische Umsetzung von Sean Penn und ein klasse Soundtrack von Eddie Vedder (Pearl Jam) haben mich dermaßen beeindruckt. Dieser Film lebt natürlich von seinen Bildern und den Dia- bzw. Monologen. Man sitzt in seinem Wohnzimmer und wird in eine andere Welt gebeamt. WOW!!!
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Was sind die richtigen Worte, mit denen ich diesen Film beschreiben könnte, ausdrücken könnte, wie er mich bewegt und beeindruckt hat?
Christopher Johnson McCandless, ein Überflieger in Schule und Sport und aus wohlhabendem Elternhaus stammend, hätte die besten Voraussetzungen gehabt für ein angepasstes Leben in Wohlstand und Reihenhäuschen. Harvard wartete, die Abschlussnoten aus dem College lagen bei 1er-Durchschnitt, die Studiengebühren waren zusammengespart und die Eltern hätten noch einen neuen Wagen gesponsert. Klingt, als wäre jeder "normale" Teenager ausgerastet vor Glück...
Aber was liegt unter dieser Oberfläche, und was, wenn einem diese Tiefe darunter wichtiger ist als der "schöne" Schein? Und was, wenn der Lebensentwurf der Eltern mit allem Streit, Boshaftigkeiten und fehlender Liebe einen trotz materieller Sicherheit mehr abstößt als anzieht? Und man nach dem suchen möchte, was wirklich wichtig ist im Leben?
Es dann wirklich durchzuziehen, diesen Bruch mit allem, ist gerade in dem Alter Anfang 20, in dem Chris damals war, schon krass und naiv - aber auch beeindruckend. Er trennt sich rigoros von allem Materiellen, spendet seine 24.000 $ an die Hungerhilfe, verbrennt sein Bargeld und kappt jede menschliche Bindung, die er hatte - selbst die zu seiner Schwester. Er ändert seinen Namen in "Alexander Supertramp" und verschwindet, macht sich auf die Suche nach seinem Selbst, nach dem Sinn oder dem einzig wahren Abenteuer.
Er trifft viele auf seinem Weg, die er emotional berührt, die ihm helfen oder ihn in ihr Leben integrieren möchten ( Vince Vaughn als Farmer, Hal Holbrook als zurückgezogener Rentner, Kirsten Stewart als das Mädchen, das sich in ihn verliebt u. v. m. ) - aber sobald die Bindung zu eng wird, macht er sich wieder auf die Socken.
Er findet letzten Endes seinen "Magic-Bus" in Alaska als Abschluss seines Tripps in den Norden, diesen Platz auf der Welt, den er als sein Paradies ansieht. Das Leben dort wird wie der ganze Film als leise Geschichte erzählt, tolle Naturaufnahmen als Rahmen seines Lebens dort, unterbrochen von Rückblenden in die Vergangenheit, die wie der gesamte Film fesseln, berühren und sehr lange nachklingen.
Sean Penn als Regisseur ist eine Klasse für sich, absolut einem Clint Eastwood ebenbürtig. Der ( zumindest mir ) bisher unbekannte Emile Hirsch zeigt hier eine Darstellungskraft, die mich sprachlos zurückgelassen hat. Und er ist außerdem noch dem wahren Chris McCandless geradezu unglaublich ähnlich.
Empfehlenswert auch der Soundtrack, vor allem der Song im Abspann war wunderschön ( und mehr als passend ).
Meine Empfehlung für diesen Film: ansehen, zuhören, (mit)fühlen. Ich hätte gern mehr als 5 Sterne vergeben.
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Sean Penns bisher bestes Werk gehört zu der Kategorie Film über den man auch Tage danach noch nachdenkt. Into the Wild ist einer von den Filmen die einen berühren und zumindest meine Gedanken spielten schon während des Films Achterbahn. Hatte nicht jeder einmal den Traum davon frei zu sein und einen ähnlichen Weg wie Chris zu gehen. Einfach mal alles hinter sich zu lassen und abseits von Konsum und Luxus zu leben. Wer hat nicht schon mit solchen Gedanken gespielt? Ich habe dies als Teenager unzählige male im Traum durchgespielt nur war ich wie die meisten anderen wohl auch zu feige diesen Weg zu gehen. Somit war es einfach nur ein Hirngespinst wie man sie in dem Alter zu genüge hat.
Auch jetzt Tage danach schwirrt mir Into the Wild noch im Kopf herum und man grübelt immer wieder über das Schicksal von Chris McCandless nach. War er ein naiver Dummkopf der die Natur einfach nur unterschätzt hat oder auch ein egoistischer Teenager der einfach seinen Kopf durchgesetzt hat? Die Antwort darauf liefert meiner Meinung nach weder der Film noch das großartige Buch von Jon Krakauer. Was man aber bekommt sind Erklärungen und so muss man sich selbst eine Meinung dazu bilden.
Nach seinem College Abschluss beschließt Chris McCandless sein bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Er vernichtet Ausweise, Kreditkarten und spendet seine 24.000 $ die eigentlich für sein Studium gedacht waren an eine wohltätige Organisation. Mit einem alten Datsun macht er sich auf den Weg den er aber bald zu Fuß mit seinem Rucksack fortsetzt. Auf seiner Reise durch die Staaten lernt Chris viele Menschen kennen und jobbt dabei hier und da um sich über Wasser zu halten. Knappe zwei Jahre dauert seine Odyssee bevor er sich auf seinen letzten Weg nach Alaska macht.
Das moderne Abenteuer endet jäh und man fragt sich ob der Preis für die Freiheit nicht etwas zu hoch ausgefallen ist. War es nun wie schon mal gesagt Naivität oder einfach nur Pech die das Schicksal von Chris besiegelten? Sean Penn besetzt seinen Film perfekt und das ist hier nicht nur so einfach mal dahingesagt. Emile Hirsch war mit bis dahin nur ein Begriff durch die Teenieklamotte The Girl Next Door und so musste man zurecht skeptisch sein. Nach dem Film weiss man aber das wohl niemand besser in diese Rolle gepasst hätte. Seine Eltern werden von den Hollywoodgrößen John Hurt und Marcia Gay Harden gespielt, wobei die Frisur seiner Mutter im Film für mich schon an Körperverletzung grenzt. Vince Vaughn spielt einen Farmer für den Chris kurze Zeit tätig wird. Hollywood Altstar Hal Holbrook ist als verwitweter Kriegsveteran zu sehen der in seinen alten Tagen noch einmal Lebensmut schöpft als er Chris kennenlernt. Neben der Darstellung von Emile Hirsch ist für mich noch Catherine Keener als absoluter Glücksfall zu bezeichnen. Sie spielt die Hippiebraut Jan die Chris auf seiner Reise trifft und mit der er eine tief freundschaftliche Beziehung pflegt.
Die DVD ist solide wobei hier sogar mal eine ausführliche Doppel DVD mit viel Bonus recht interessant gewesen wäre. So gibt es sehr gute Bild und Tonqualität und insgesamt ca. 60 min Bonusmaterial zum Film. Dies setzt sich zusammen aus zwei Featurettes mit den Titeln The Story and the Chaacters" (ca. 22 min) und The Experience" (Ca. 18 min) sowie ca. 10 min Interviews mit Sean Penn, Emile Hirsch, Jon Krakauer, Hal Holbrook und Eddie Vedder. Dazu gibt's noch zwei Trailer und drei TV Spots zum Film. In den beiden Dokus gibt es Szenen vom Dreh und nochmals Interviews mit den Hauptbeteiligten. Alles in allem eine recht gelungene DVD.
Der Film gehört für mich zu den eindringlichsten der letzten Jahre und stellt für mich einen Film dar den man einfach gesehen haben muss. Sean Penns Into the Wild ist großes Kino mit tollen Darstellern, wunderschönen Naturaufnahmen und einer tragisch schönen Geschichte. Für mich ein Film der mich auch Tage danach noch fesselt und eine absolute Kaufempfehlung.
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"Into The Wild" ist nicht nur ein Film von Sean Penn, der auf dem gleichnamigen Roman von Jon Krakauer basiert, sondern auch eine wahre Geschichte des Christopher McCandless (hier gespielt von Emile Hirsch) erzählt.
Nach dem Abschluss seines Studiums im Jahre 1992, entschließt sich der Top-Student Christopher, seine Ersparnisse zu spenden, in Richtung Alaska zu trampen und dort in der Wildnis zu leben. Ausgestattet mit dem Nötigsten beginnt er eine waghalsige Reise, in deren Rahmen er die unterschiedlichsten Charaktere kennen lernt, die sein Leben formen und prägen. Aber er lernt auch die Schönheit und Härte der Natur kennen, fernab unserer kapitalistischen Gesellschaft.
So beginnt eine Reise, die mich an Jack Londons Erzählungen erinnert. Die Reise führt durch eine unberührte Wildnis mit der Einsamkeit als stetiger Begleiter - und das Glück nicht dort ist, wo er es sich erhoffte. Sean Penn hat einen Film geschaffen, der mit seinen 148 Minuten Laufzeit geradezu episch daherkommt. Auf dieser langen Reise fängt Penn die ganze Pracht der amerikanischen Landschaft in all ihrer Vielfalt ein. Eine gelungene Filmmusik und der tolle Hauptdarsteller sorgen dafür, dass man beim zuschauen nicht in eine verklärte Natur-Romantik verfällt. Sondern man sieht eher einen Getriebenen auf seiner radikalen Selbstfindung, umgeben von einer wunderschönen, aber auch gnadenlosen Natur. Wie ich finde zeigte sich dies vor allem an Christophers Gesicht, dass sich vom netten Wohlstandszustand in ein abgehalftertes, gezeichnetes Gesicht wandelte.
Fazit:
Jeder, der sich um die Wertigkeiten in seinem Leben, und in der Gesellschaft Gedanken macht, sollte dieses Werk nicht verpassen. Ein absolut sehenswerter Film mit tollen, beeindruckenden Bildern und einem überzeugenden Abenteurer. Eine Geschichte die Jack London nicht besser hätte erzählen können - 5 Sterne.
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Es gibt nur sehr wenige Filme, die einen bis ins Innerste berühren. Nicht durchgehend, aber immer wieder während des Films durch kleine Gesten, Szenen oder Sätze, merkt man, dass man wirklich etwas fühlt, während man sich gemütlich zurücklehnt und auf einmal feststellt, dass einem, ganz sanft, die Tränen die Wangen runterlaufen. Für genau diese Momente sehe ich Filme. Ich habe sie bei "Brokeback Mountain" erlebt, bei "Smoke" und bei "Im Namen des Vaters", um nur ein paar zu nennen. Und jetzt wieder, ein paar Mal, bei "Into the Wild".
Was Sean Penn hier in seiner vierten Regiearbeit (u. a. "The Indian Runner" und "Das Versprechen") abliefert, reicht fast an seine unglaublichen Leistungen als Schauspieler heran. Penn hat genau den richtigen Blick fürs Detail, er weiß die Landschaften Amerikas großartig in Szene zu setzen, er hat einen wahren Glücksgriff mit seinem Hauptdarsteller Emile Hirsch gelandet, der hier in seiner zweiten großen Rolle nach "Alpha Dog" zu sehen ist und beweist ein nahezu unglaubliches Gespür für Timing, Dramatik und exzellente Zeichnung von Story und Figuren. Ergänzend hierzu hat Autor Jon Krakauer ein fantastisches Drehbuch aus seiner biographischen Buchvorlage über Christopher McCandless von 1995 gemacht. Entstanden ist ein 148minütiges kleines Meisterwerk, das einen ganz besonderen Menschen zum Thema hat. Abgerundet wird das Ganze durch die die wunderschönen Songs von Pearl Jam-Leadsänger Eddie Vedder.
Christopher McCandless - um dies vorwegzunehmen - wird nur 24 Jahre alt. Er fällt seinem eigenen Traum von Freiheit und Einsamkeit zum Opfer. Und, so leid es mir tut, seiner eigenen Naivität und Unvorsichtigkeit. Aber der Film beginnt 1990 nach McCandless College-Abschluss. Seine Eltern (William Hurt, Marcia Gay Harden) wollen ihm zu diesem Anlass ein neues Auto schenken, aber Chris will nur eins - sein gesamtes Hab und Gut einer gemeinnützigen Organisation spenden und sich auf nach Alaska machen. Die fortwährenden Streitigkeiten seiner Eltern und eine generelle emotionale Kälte in seiner Erziehung haben aus ihm einen eigenwilligen jungen Mann mit starker sozialer, fast sozialistischer Ader gemacht. Er will sich aller gesellschaftlicher und familiärer Fesseln entledigen und macht sich somit mit 22 Jahren auf, Amerika zu entdecken und nach Alaska zu reisen. Er geht dabei mehr als konsequent vor, verbrennt sogar sein letztes Geld und zerstört Ausweis und alle anderen wichtigen Papiere, um in den Genuss von wahrer Freiheit zu kommen.
Auf seinem Weg begegnet er den verschiedensten Menschen. Da sind Jan und Rainey (Catherine Keener und Brian Dierker), ein in die Jahre gekommenes Hippie-Pärchen, das auch nicht frei von Altlasten und Problemen ist, ihn aber dennoch herzlich aufnimmt in ihrem Wohnmobil. Es zieht ihn weiter auf eine Getreidefarm zu Wayne (Vince Vaughn), dem einzigen Menschen, dem er im Übrigen von unterwegs ein paar Postkarten schreibt. Und dann wäre da noch Ron Franz (Hal Holbrook), ein alter Mann, der irgendwo am Rand der Wüste sein einsames Dasein fristet und immer noch dem Tod von Frau und Kind vor 40 Jahren hinterher trauert. McCandless meldet sich nicht bei seinen Eltern und lässt auch auf seinen Reisen kaum jemanden wirklich an sich heran. Dies ist der einzige kleine Minuspunkt im Film, man kommt der Hauptfigur immer nur momentweise nahe, alles in allem bleibt Chris McCandless aber weitestgehend ein Mysterium, was seine Motivation und seine Emotionen angeht.
Irgendwann ist es dann geschafft, Chris ist in den Weiten Alaskas. Er findet einen ausrangierten Bus, in dem er sich häuslich niederlässt und von nun an von dem lebt, was die Natur ihm bietet (Beeren und Eichhörnchen). Außer seinen Büchern, ein paar Kilo Reis und einem Schlafsack hat er so gut wie nichts bei sich, lebt asketisch, aber offensichtlich glücklich in den Wäldern dieses kaum besiedelten Staates. Als er sich nach drei Monaten auf den Rückweg machen will, ist ihm durch die Schneeschmelze, die den Fluss in einen reißenden Strom verwandelt hat, der Weg abgeschnitten. Notgedrungen kehrt er in den Bus zurück, findet aber nicht mehr ausreichend Essen vor und verhungert letztendlich. Ca. zwei Wochen nach seinem Tod im August 1992 wird er gefunden. Hirsch hat sich im Übrigen für die letzten Szenen 20 kg runtergehungert, neben seiner schauspielerischen also auch eine körperliche Leistung.
Tragisch ist sein Tod aus zweierlei Gründen: a) scheint dieser Chris McCandless ein ganz besonderer Mensch gewesen zu sein. Penn zeichnet ihn als sympathischen jungen Mann, der gegen gesellschaftliche Normen auf seine Art und Weise revoltiert und einfach nur seinen Traum leben will. Hirsch verkörpert dies grandios, er ist freundlich, aufgeschlossen, verliert aber nie sein Ziel aus den Augen und geht kompromisslos seinen Weg - bis in den (unfreiwilligen) Tod. Er berührt die Herzen seiner Mitmenschen und unsere. Und genau hier entstehen diese kleinen magischen Momente. Etwa wenn er zu Jan sagt: "Wir können jetzt was essen oder ich bleibe hier einfach die ganze Nacht neben dir sitzen und unterhalte mich mit dir, das könnte ich nämlich ohne Probleme." Oder wenn Ron Franz ihn mit Tränen in den Augen darum bittet, sich von ihm adoptieren zu lassen. Man wäre gern ein ganz klein bisschen wie McCandless, furchtlos, hoffnungsvoll, optimistisch, abenteuerlustig und dabei ungeheuer sympathisch. Penn zeigt auf, dass das Leben soviel mehr sein kann als ständig darum besorgt zu sein, dass alles geregelt ist, dass Geld reinkommt und dass alles mehr oder weniger der Norm entspricht. Einfach mal mit der ein oder anderen Konvention brechen, frei sein von Pflichten und Zwängen und etwas Spontanes tun, das möchte man nach diesem Film. B) ist das Ganze mehr als tragisch, weil McCandless nicht hätte sterben müssen. Bedauerlicherweise hat er sich nur unzureichend auf sein Leben in der Wildnis vorbereitet. Er hatte nicht genügend Informationen über die Gegend, er hatte weder Kompass noch Landkarte bei sich. Wäre er hier besser ausgerüstet gewesen, hätte er auf der Karte erkennen können, dass der nächste Ort nur 6 Meilen entfernt ist, dass der Fluss sich etwas weiter oben mit einer Seilbahn hätte überqueren lassen und dass auch der Highway nur 15 Meilen weit entfernt war. So haben ihn seine Träume letztendlich umgebracht, aber er ist mit Sicherheit einer der wenigen Menschen, die ihre Träume konsequent gelebt haben und damit für sich in seinen 24 Jahren vielleicht mehr erreicht hat, als es die meisten von uns in ihrem ganzen Leben schaffen. Der Film - dies muss ich der Vollständigkeit halber sagen - hätte auch eine halbe Stunde kürzer sein können, da in den 2½ Stunden dann eben doch das ein oder andere Mal deutlich wird, wie unnahbar Chris teilweise ist und das niemand es wirklich schafft, ganz zu ihm durchzudringen. So wirkt die ein oder andere Szene leider etwas kalt und das Defizit, diesen besonderen Menschen nicht wirklich greifen zu können, wird sichtbar. Dennoch: Ich ziehe meinen Hut vor Chris McCandless, vor seinen Visionen, seiner Menschlichkeit und seinem Optimismus. Ich verneige mich vor Sean Penn, der hier einmal mehr beweist, was für ein unglaubliches Talent er ist, sowohl als Schauspieler als auch als Regisseur. Und letztendlich geht ein riesengroßes Lob an Emile Hirsch und seine fantastischen Co-Stars, die diesen Film zu etwas ganz Besonderem gemacht haben. Es war berührend, ihre Charaktere kennenlernen zu dürfen. "Into the Wild" geht nicht nur unter die Haut sondern auch Into the Heart. Danke dafür!
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Einfach aussteigen, alles hinter sich lassen, den Verlockungen der Gesellschaft und des Wohlstands widerstehen - ein Traum, der wohl in manchem jugendlichen Herzen zu finden ist. Kaum jemand freilich bringt den Mut hierfür letztendlich auf. Chris McCandless hat es getan, ist konsequent seinem Ideal gefolgt, ist den Weg bis ans traurige Ende gegangen.
Die auf wahren Tatsachen beruhende Geschichte ist so faszinierend, wie sie deprimierend ist. In Rückblicken erzählt der Film von den einzelnen Etappen der zweijährigen Odyssey durch Amerika, angefangen bei der Freundschaft zu einem alten Hippie-Paar bis hin zu dem alten Greis, der für McCandless eine Großvaterrolle einnimmt und ihn gar adoptieren will.
Begleitet werden diese Episoden von den Kommentaren seiner Schwester, immer wieder springt der Film zu den Eltern und zeigt, was sich dort nach McCandless' Flucht abspielte. Sie sollen bis zu seinem Tod nicht mehr von ihm hören. So erfüllt ihr Sohn seine neu gewonnene Freiheit genießt, so schmerzhaft wird die Zeit seiner Abwesenheit für seine Familie.
Man mag McCandless's jugendlichen Idealismus und seine Konsequenz bewundern, oder seinen Leichtsinn und die Qualen die er seiner Familie zumutete, verurteilen - der Film selbst urteilt jedenfalls nicht. Wenn es auch anzunehmen ist, daß der Regisseur und ewige Rebell Sean Penn eher auf McCandless' Seite stand, verklärt er seinen Protagonisten nicht und überlässt es dem Zuschauer, sich ein Urteil zu bilden.
In jeder Sekunde merkt man dem Film an, daß es ein Herzensprojekt von Sean Penn war. Er sprüht vor Kreativität, der Film ist so schwungvoll wie intelligent inszeniert. Die Bilder, vor allem die zahlreichen Naturaufnahmen sind von atemberaubender Schönheit. Die Darsteller sind glänzend aufgelegt. Emile Hirsch verkörpert McCandless absolut überzeugend, er lebt die Rolle nicht nur, er meistert sie. Auch die Nebendarsteller sind erlesen und tragen viel zur Stimmung bei.
Unbedingt erwähnt werden muss auch der wunderbare Soundtrack, gesungen von Eddie Vedder.
Mit Into The Wild ist Sean Penn sein bislang bester Film gelungen, und einer der besten Filme der vergangenen Jahre. Auch das seltene Kunststück, erheiternd und traurig in einem zu sein, bewegend, aber nicht rührselig. Ein Meisterwerk.
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