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34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ballad of a thin man
Im Moment sind biographische Filme über musikalische Idole der letzte Schrei in Hollywood, sie sind meist von hoher Qualität, ziehen eine Masse Publikum ins Kino und gewinnen regelmäßig Oscars, so kam schon Ray Charles zu Ehren, Johnny Cash und Edith Piaf folgten nach.
Nun ist also Bob Dylan an der Reihe, doch Regisseur Todd Haynes bricht hier...
Veröffentlicht am 1. März 2009 von Martin Resch

versus
3.0 von 5 Sternen Etwas zähes Anti-Biopic
"I'm not there" war auch so ein Film, der vor ein paar Jahren auf Festivals Furore gemacht hat, aber den ich leider verpasst hatte. So nahm ich mir vor kurzem die Zeit, ihn doch noch zu sehen. Zwar handelt es sich sicher um einen Film mit interessantem Ansatz, aber irgendwie blieb ich doch mit gemischtem Eindruck zurück.

Das Konzept, die unterschiedlichen...
Vor 19 Monaten von der_mackintosh_mann veröffentlicht


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34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ballad of a thin man, 1. März 2009
Von 
Im Moment sind biographische Filme über musikalische Idole der letzte Schrei in Hollywood, sie sind meist von hoher Qualität, ziehen eine Masse Publikum ins Kino und gewinnen regelmäßig Oscars, so kam schon Ray Charles zu Ehren, Johnny Cash und Edith Piaf folgten nach.
Nun ist also Bob Dylan an der Reihe, doch Regisseur Todd Haynes bricht hier aus den Konventionen der Filmbio aus. Es wäre sehr einfach gewesen, Junge wächst in Duluth, Minnesota auf und entdeckt den Rock'n'Roll, Junge geht nach New York und wird ein Star, Junge trifft Mädchen, Heirat, Scheidungsdrama, Krise, Absturz, Comeback usw., doch Todd Haynes will mit seinem Film nicht das Leben des Meisters nacherzählen, sondern dem Phänomen Bob Dylan nachspüren, die unzähligen Rollen widerspiegeln, mit denen sich Dylan in seiner Karriere immer wieder neu erfand und die Faszination, die von seinen Songs und Texten ausgeht, in Bildern darstellen.
Deshalb gibt es in diesem Film auch keine wirkliche Hauptrolle. Die Person, um die es geht, wird von sechs verschiedenen Schauspielern dargestellt, keine von ihnen heißt Bob Dylan und der Name fällt in dem Film nicht ein einziges Mal. Die Anfänge des Meisters als junger Folkie und Verehrer von Woody Guthrie repräsentiert Marcus Carl Franklin. Er spielt Dylan als kleinen schwarzen Jungen, der Ende der 50er Jahre unter dem Namen Woody Guthrie mit einer Gitarre, auf der "This machine kills fascists" steht, per Güterzug durch die USA reist (der junge Dylan stilisierte sich gern als ehemaliger Hobo) und die Welt so von allen Seiten kennenlernt, um schließlich am Krankenbett seines Idols zu singen.
Fast schon dokumentarisch ist der Handlungsstrang, in dem Christian Bale die Hauptrolle spielt. Er ist Jack Rollins, ein rebellischer Folksänger, dem seine Fans zu Füßen liegen, und der seine Bestimmung in der Bürgerrechtsbewegung gefunden zu haben glaubt. Er scheitert jedoch, zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück und wird Prediger in einer Kirche der wiedergeborenen Christen (Dylans frühe Karriere als Prostestsänger und seine Gospelalben Ende der 70er standen Pate).
Über diesen Jack Rollins wird ein Film gedreht, die Hauptrolle spielt ein gewisser Robbie Clark (Heath Ledger in einer seiner letzten Rollen), dessen Karriere mit diesem Film erst richtig in Fahrt kommt. Zur selben Zeit verliebt er sich in die französische Malerin Claire, die Ehe hält 10 Jahre, dann kommt es zur dramatischen Scheidung (Dylans Ehe mit Sara Lowndes wird beleuchtet).
Beim Newport Folk Festival kommt es zu einem Skandal. Der bisher so beliebte Folksänger Jude Quinn (grandios als geschlechtsloses, spilleriges Etwas mit Sonnenbrille und riesigem Wuschelkopf: Cate Blanchett) tritt auf einmal mit Band auf und schockiert die Fans mit lauter Rockmusik. Quinn tourt nach London, legt sich mit dem Establishment, dem Publikum (Dylans legendärer Auftritt in der Free Trade Hall in Manchester kommt zu Ehren) und der Kunstszene an, philosophiert mit (einem sehr gut getroffenen) Allen Ginsberg, albert mit den Beatles herum, streitet mit "Coco Rivington" (Warhol - Stilikone Edie Sedgwick), kollabiert von zuviel Drogen und zuwenig Schlaf und kommt bei einem Motorradunfall ums Leben. Cate Blanchett spielt phantastisch und sieht als Einzige Dylan wirklich ähnlich, in ihren Szenen wird Dylans Karriere Mitte der 60er Jahre reflektiert, dies mit viel Surrealismus, der in den Filmen dieser Zeit beliebt war und mit unzähligen Zitaten und Anspielungen auf Songs, tatsächliche Ereignisse und Legenden der 60er Jahre.
Nun zu Billy The Kid. Der ist auch Bob Dylan und wird von Richard Gere gespielt. Billy ist der Kugel seines Freundfeindes Pat Garrett entkommen und lebt zurückgezogen in einem von seltsamem Volk bewohnten Dorf namens Riddle. Die Idylle im Dorf, das das ganze Jahr Halloween feiert, wird bedroht, als ein Highway gebaut werden soll. Billy schlägt sich auf die Seite der Bevölkerung, überlistet die Highwaybauer um Garrett und entkommt seinen Häschern ein weiteres Mal. Er flüchtet sich in einen Güterzug und entdeckt dort die Gitarre, die der kleine Woody Guthrie versteckt hatte. Hier wird natürlich Dylans Mitwirkung in Peckinpahs Western "Pat Garrett & Billy The Kid" reflektiert, aber auch die geisterhafte Musik der "Basement Tapes" (die Bevölkerung von Riddle scheint sämtlich dem Plattencover entstiegen), die Americana von "John Wesley Harding" und die wilde, inprovisationsfreudige Zeit der "Rolling Thunder Review".
In Zwischenepisoden steht der Dichter Arthur (Ben Whishaw) vor Gericht und wird befragt, warum er aufgehört hat, Protestlieder zu dichten. Dieser sieht aus, wie eine Mischung aus Dylan und Arthur Rimbaud und gibt auf die Fragen stets surreal - poetische Antworten, die zum großen Teil aus Pressekonferenzen stammen und mit denen Dylan gern ahnungslose Journalisten an der Nase herumführte.
"I'm Not There" ist kein wirklich biographischer Film, es ist ein Film über die verschiedenen Facetten einer nicht fassbaren Perönlichkeit. Es ist kein Film über das Leben Bob Dylans, auch nicht wirklich über seine Kunst, Todd Haynes interpretiert das Werk des Meisters, beläßt ihm die Rätselhaftigkeit, läßt die verschiedenen Handlungen immer wieder ineinander übergehen oder sich abwechseln.
Es ist so gut wie unmöglich, "I'm Not There" beim ersten Ansehen ganz zu verstehen, zu zahlreich sind die Zitate und Anspielungen auf Leben und Werk Dylans.
Vielleicht ist der Film am ehesten mit seinen größten Songs wie "Desolation Row" oder "Visions Of Johanna" vergleichbar: Faszinierend, grandios, manchmal verstörend und unbegrenzt ausdeutbar.
Zusätzlich zum Hauptfilm bekommt man bei dieser Ausgabe eine zweite DVD mit Hintergrundinformationen, einigen (leider recht kurzen) Interviews mit Darstellern und Regisseur, eine kurze Hommage an den verstorbenen Heath Ledger und einige Musikvideos.
Für den Dylan - Fan ist dieser Film ohnehin unverzichtbar. Wer sich allerdings mit Leben und Werk des Meisters noch nicht eingehend befasst hat, wird wohl ziemlich ratlos zurückbleiben.
Ein wunderschönes Stück Filmkunst, allerdings nur für den kundigen Fan.
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29 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Film wie ein Gedichtband von Bob Dylan höchstpersönlich!, 14. Juli 2008
Von 
Michael Krautschneider "Filmfan & Musikliebhaber" (Scheiblingkirchen, Niederösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: I'm Not There (DVD)
Es ist schwer, das in Worten auszudrücken, was Sie als Zuseher von "I'm not there" erwartet. Es ist eben, wie es ist und ich finde es ist etwas EINZIGARTIGES!
Keine Frage: Man muss dem Film bedingungslose Aufmerksamkeit schenken, will man den Faden nicht verlieren. Und doch kann man sich gleichzeitig zurücklehnen und einfach nur genießen.
Die Darstellung des Charakters "Bob Dylan" durch mehrere Schauspieler ist schlichtweg genial! (Vor allem Kate Blanchet glänzt hierbei und stiehlt den anderen, die es auch gut gemacht haben, die Show.) Wie sonst könnte man diesem Mann gerecht werden? (Auch, wenn man ihm so oder so wohl nie ganz gerecht werden kann.)
Die Story erscheint zunächst wie eine Biographie, die immer wieder von Ausschweifungen und Ausschmückungen zum Kunstwerk schlechthin wird. Es ist schwer, bei "I'm not there" nur von einem Film zu sprechen. Eigentlich ist es ein in Bildern festgehaltenes Gedichtband, das so untypisch für das Genre Film ist, dass es schon alleine für seine Außergewöhnlichkeit ein Vorreiter seinesgleichen ist. Mag sein, dass sich nicht jeder mit diesem Streifen anfreunden kann. Mag sein, dass man manchmal gar ein wenig wirr und skurril durch Bob Dylans Lebenslandschaft geführt wird. ABER: Wer es nicht gesehen hat, ist selber Schuld!
Sehen Sie sich diesen Film an, er wird Ihnen guttun. Es hat dem Kino im Allgemeinen einmal gutgetan von dieser Seite her wachgerüttelt zu werden! Zu selten gibt es Filmmacher, die es einmal auf diese Art versuchen.

Ein Riesenlob meinerseits für dieses gewagte Filmereignis, das schon durch den bloßen Versuch gewonnen hat, unabhängig vom kommerziellen Erfolg!!
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21 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Berauschend schöne Dylan-Hommage, 1. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: I'm Not There (DVD)
"I'm not There" fordert den ahnungslosen Zuschauer. Denn es ist kein Porträt im herkömmlichen Sinne. Es ist eben kein wuchtiges Biopic mit chronologischen Faden wie die bisherigen, doch so schön klassisch erzählten Hollywood-Biographien a la "Walk the Line" oder "Ray". Hier muss man die Birne einschalten oder zumindest Interesse an experimentellen Filmen mitbringen. Spaß und Freude an symobolprächtigen Bildern, grandios verschachtelten, oft surrealen Episoden haben. Verehrt man zudem die Musik von Bob Dylan ist dieses gewagte, originelle Stück Kino ein Genuss. Ein richtiges Meisterwerk. Nie wirklich langweilig, auch wenn manche Szenen, Zitate und Dialoge verworren bis geschwollen intellektuell daher kommen.

I'm not there ist gerade für den Dylan-Fan einzigartig unterhaltsam. Ich werde diesen Film immer wieder sehen, denn ich habe nicht mal die Hälfte der Details, Andeutungen, Metaphern, Symbolen und versteckten Zitaten entdeckt bzw. verstanden. Ein würdiges Review ist mir darum nicht wirklich möglich (muss auch nicht). Erstmal alles sacken lassen. Den Fim wieder und wieder genießen. Der Film schwebt in seinem eigenen Kosmos. Wie Dylan selbst. Für mich ist es das beste Biopic was ich je gesehen habe. Gerade weil so vollkommen anders. Berauschend schön
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5.0 von 5 Sternen Genial, 5. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: I'm Not There (DVD)
Wahrlich genial, so wie in diesem Film das Leben, die Musik, und alles was Bob Dylan ausmacht, dargestellt wird, ist einfach nur genial. Und dabei ist es keines Wegs eine Biographie, es wird noch nicht mal Dylan's Name verwendet, Also nur zu empfehlen, ein wahres Meisterwerk:
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5.0 von 5 Sternen Toll, 24. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: I'm Not There (DVD)
Tja, was soll ich sagen?
Ich bin kein Filmkritiker und ehrlich gesagt ist mir egal welche Austattung die DVD hat.
I'm not there ist einfach einer der schönsten Filme die ich je gesehen habe.
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5.0 von 5 Sternen Highlight, 9. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: I'm Not There (DVD)
Man sollte den film mindestens 2 x sehen, weil er, bedingt durch die vielen Schauspieler, die eben dylan spielen, sehr genau hinsehen muß. es lohnt sich auf alle fälle und cate blanchet hat ihren super auftritt, einmal als sie auf der party vollgepumpt mit alk und drogen in die auslagen kotzt und dann die szene beim newport festival, als die gruppe sich umdreht und mit tommy-guns in die menge feuert - so ähnlich muß der gig von dylan für die damalige zeit bei den folkies rübergekommen sein, als eben die e-gitarre angeschlossen wurde.
ich erinnere mich auch gern an die szene mit den beatles, wie sie unschuldig im pot-rausch durch den schlossgarten turnen.
Toller film - ich freu mich schon auf das nächste mal, wenn ich ihn einlege.
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3.0 von 5 Sternen Etwas zähes Anti-Biopic, 22. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: I'm Not There (DVD)
"I'm not there" war auch so ein Film, der vor ein paar Jahren auf Festivals Furore gemacht hat, aber den ich leider verpasst hatte. So nahm ich mir vor kurzem die Zeit, ihn doch noch zu sehen. Zwar handelt es sich sicher um einen Film mit interessantem Ansatz, aber irgendwie blieb ich doch mit gemischtem Eindruck zurück.

Das Konzept, die unterschiedlichen "Gesichter" von Bob Dylan mit jeweils unterschiedlichen Charakteren umzusetzen wäre gar nicht einmal das Problem, sondern eher die Art wie es umgesetzt wurde: Keine Episoden, sondern wild zusammenmontiert, so daß nie wirklich ein Erzählfluß zustande kommt. Gerade eben deliriert die aufgekratzte Dylan-Kunstfigur in schönen Schwarz-Weiß-Bildern durch London, dann reitet auf einmal ein alternder Cowboy durch eine Wildwest-Kulissenstadt...so geht es ständig hin und her.

Sehenswert ist der Film trotzdem vor allem wegen der grandiosen Cate Blanchett als verlorener Pop-Art Kunstfigur. Nicht von ungefähr nimmt diese Episode mit ihren fantasievollen Schwarzweiß- Bildern und einer unbekümmerten bis absurden Darstellung des Sixties-Lebensgefühls einen großen Teil des Films ein. Deutlich weniger gelungen empfand ich den zweiten Haupt-Erzählstrang des Films, der sich mit der gescheiterten Ehe eines jungen Schauspielers während der Nixon-Ära befasst. Das ist zwar mit Heath Ledger und Charlotte Gainsbourg gut besetzt und solide (aber leider ziemlich langatmig) inszeniert, aber leider kam ich bis zum Schluß nicht dahinter, wo jetzt eigentlich der Bezug zu Bob Dylan sein soll. Vielleicht gibt es ein paar Parallelen, aber es wirkt trotzdem wie ein Fremdkörper in einem ohnehin überladenen Film.

Andere Dylan-Alter Egos kommen dagegen nur für wenige Minuten vor, wie Ben Whishaw als junger Poet oder Christian Bale als mehr oder minder authentischer Folk-Sänger. Dies wären eigentlich die zwei Facetten von Dylans Persönlichkeit, die man als Zuseher noch am ehesten als relevant erachten würde, stattdessen sucht der Regisseur lieber in möglichst exzentrischen und konstruierten Szenarien (ein Schwarzer Junge als altkluger Herumtreiber, Richard Gere als melancholischer Westernheld) nach dem Typischen in Dylans vielen Gesichtern. Überhaupt geht der Regisseur sehr verschwenderisch mit seiner Star-Besetzung um, die Kurzauftritte von Julianne Moore und Michelle Williams sind kaum mehr als eine Randnotiz, die in all dem Wirrwarr ziemlich untergehen.

Todd Haynes hat sich also sehr bemüht, eine Art "Anti-Biopic" zu entwerfen, was ihm zweifellos gelungen ist. Allerdings wirkt das auch sehr kalkuliert und distanziert, ein wirklicher Offenbarungsmoment in all dem Durcheinander ist nicht auszumachen. Am Ende bleibt nur die Erkenntnis, daß der Künstler und Mensch Bob Dylan schwer zu fassen ist - aber das konnte man sich irgendwie auch so denken.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bezaubernd!, 12. Juni 2009
Von 
Nachdem ich den Film bereits zum achten Mal gesehen habe, komme ich nicht umhin, auch mal ein paar Worte darüber zu verlieren. Ich mochte Bob Dylan nie besonders, war allerdings schon seit langer Zeit ein Fan von Todd Haynes' Werken. Deshalb schaute ich mir I`M NOT THERE (in der Originalversion) im Kino auch - und auch, weil ich vom beteiligten Personal, allen voran Cate Blanchett, Christian Bale und Heath Ledger, so begeistert war. Der Film ist - obwohl er sehr experimentiell, sehr arty und teilweise schon was für ein Kunstmuseum ist - sehr sehr unterhaltsam. Das nicht greifbare Phänomen Bob Dylan wird erfahrbar durch die vielen Facetten, welche der Film hintereinander darstellt - schon gleich zu Anfang des Films wird dies sehr schön dargestellt durch die vielen Scherben. Gut gelungen ist nicht nur die Darstellung von Bob Dylan durch sehr verschiedenartige Künstler, sondern auch wie sich der Film dabei verändert und wie er anders ausschaut, was Farbe, Stimmung, Landschaften, Kamera, Dialoge und Musik angeht. Mir persönlich gefiel der etwas sehr hippieske Teil mit Richard Gere nicht so gut - jedenfalls beim ersten Mal. Als ich dann so langsam anfing zu verstehen, worum es in diesem Teil des Films geht, gefiel auch dieser mir besser. Und das langsame Verstehen lässt sich auf den ganzen Film übertragen: das Phänomen Bob Dylan, der weit mehr ist als ein Folk-sänger (nämlich jemand, der schon sehr früh verstanden hat, was Popkultur ist, wie sie funktioniert und wie er sich lange Zeit darin frei wie auch erfolgreich bewegen kann, ohne zermahlen zu werden) wird sehr deutlich gemacht - auch wenn die vielen Facetten des Films im ersten Moment etwas verwirrend sein mögen und die Bilder einen beim ersten Betrachen fast erschlagen.
Der Film ist aus den gleichen Gründen spannend wie das Werk von Bob Dylan: die Welt sowie die Kunst werden aus sehr verschiedenen Blickwinkeln betrachtet.
Ab dem zweiten Anschauen lässt das leicht verwirrende Gefühl übrigens nach und ab dann ist es immer wieder ein Vergnügen, diesen schönen und interessanten Film zu sehen.
Davon mal abgesehen ist der Soundtrack erste Sahne...am besten gefällt mir davon SONIC YOUTH...!
...Ach so und die Musik von Bob Dylan mag ich inzwischen auch ;o)
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk, 3. Dezember 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: I'm Not There (DVD)
And the cats across the roof,
Mad in love, scream into drainpipes.
It's I who am ready. Ready to listen.
Never tired. Never sad. Never guilty.

1. Wer Bob Dylan mag, sollte sich den Film allein schon aus diesem Grund ansehen.
2. Wer Bob Dylan nicht mag oder nicht kennt, sollte diesen Film aus genau diesem Grund auch sehen und vom Gegenteil überzeugt werden oder Bob Dylan kennenlernen, so wie ich. Dieser Film ist voll mit genialen Schauspielern, mit wundervoller Musik, interessanten Dialogen, Gedichten und Zitaten.

Der Film ist wie ein Puzzle, das zusammengesetzt werden muss. Ja, es ist chaotisch, doch wenn man es nicht gleich beim ersten Mal versteht, muss man ihn ein zweites Mal sehen. I'm Not There ist zu einem meiner Lieblingsfilme geworden und ich hab ihn sicher schon 20 Mal gesehen, weil ich ihn allen meinen Freunden zeigen wollte.
Ich habe auch andere Rezensionen hier gelesen und mich gewundert, warum es so viele miese Bewertungen gab, als ich dann aber gesehen habe, dass einige nicht einmal "Dylan" richtig schreiben können, ist mir einiges klar geworden.
Wer auf der Suche nach einer Komödie oder einem unterhaltsamen Actionfilm ist, hat bei I'm Not There eindeutig daneben gegriffen.
Wer auf der Suche nach einem tiefgründigen Film ist, der einen aus seiner Lethargie aufweckt und einen neuen Lebenssinn gibt, der kann hier fündig werden, aber nur, wenn man sich auf die Geschichte einlässt. I'm Not There ist keinesfalls sinnlos, auch, wenn es auf den ersten Blick so erscheint.
"Ich akzeptiere das Chaos. Ich weiß aber nicht, ob es mich akzeptiert," ist ein Satz, den Ben Whishaw als Arthur Rimbaud, einer der Bob Dylan Charaktere sagt. Der Film ist chaotisch. Und man muss es in diesem Fall einfach hinnehmen. I'm Not There hat keine klaren Strukturen, und wer sich fragt, warum hinter Richard Gere auf einmal eine Giraffe auftaucht, soll darüber lächeln - oder einfach besser zuhören.
Zu sagen wäre noch, dass dies keine 100% korrekte Dylan Biografie ist, aber das verrät ja schon der Trailer. Viele Dinge sind übertrieben, oder nie passiert. Es kann also keiner behaupten, er wäre nicht gewarnt worden.

Wer die englische Sprache beherrscht, sollte sich den Film auf jeden Fall im Original ansehen, denn ehrlich gesagt, habe ich bei der deutschen Version an manchen Stelle auch nicht verstanden, worum es geht. Aber das liegt dann wohl an der mangelhaften Übersetzung. Cate Blanchett verstellt im Original ihre Stimme perfekt. Allgemein ist ihre schauspielerische Leistung in I'm Not There grandios. Außerdem habe ich mich bei der deutschen Fassung gefragt, wo den Charlotte Gainsbourg's französischer Akzent ist, der in der Café Szene erwähnt wird. Der ist nämlich in der deutschen Synchronisation nicht vorhanden. Diese kleinen Fehler wären der einzige Grund, nur vier Sterne zu geben. Aber zum Glück gibt's ja auf der DVD die englische Tonspur.

Alles in allem ein wundervoller Film. Die negativen Bewertungen sind für mich nicht nachvollziehbar.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen When they tell you to look at yourself...don't look!, 28. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: I'm Not There (DVD)
Vorerst, meine Befürchtungen das ein Musiker von verschiedenen Darstellern gespielt wird (darunter ein kleiner schwarzer Junge, eine Frau ect) und das eigentlich schon etwas fragwürdig klingt, wurden nicht bestätigt - es funktioniert! Der Film springt die ganze Zeit zwischen verschiedenen Zeitebenen und Handlungssträngen, schwarz-weiss und Farbe, Realität und Fiktion hin und her, und das gelungene dabei: es fällt nicht auf.
Ich finde die Musik von Dylan grossartig,und die Songs machen natürlich eine menge der Athmosphäre des Films aus. Die Darsteller machen alle inen Höllenjob, allen voran Christian Bale und Heath Ledger. Cate Blanchett hat die Mimik trotz anderen Geschlechts auch genial hinbekommen, und sogar in dem kleinen schwarzen Jungen mit der Gitarre sieht man den Geist Dylans. Überraschend ist ausserdem ein Richard Gere den ich zum ersten mal nach 50 Filmen nicht mit der gleichen Frisur und in einem grauen Anzug sehe. ;)
Es gibt einige sehr weise Sätze, einige genial gefilmte Szenen (z.B. Richard Gere, Band, Beerdigung, Giraffe).
Zum negativen: So wie es tolle Sätze gibt,existiert auch eine menge pseudo-intellektuelles BWL-Studenten-Geschwafel das nicht immer Sinn macht. Plus sind die verschiedenen Erzählstränge von der Qualität durchwachsen. Ich fand z.B. den Cate Blanchett-Part (der leider die meiste Zeit einnimmt, glaub ich) nicht so doll, der sorgte für ziemliche Längen. Das und da ich nach dem sehen eines Films immer überlege "DVD kaufen oder nicht?", jedoch zum Entschluss kam das es ein interessanter Film ist, aber man ihn nicht ein zweites mal sehen muss...wären in meinen Augen dreieinhalb Sterne am passendsten. Aber der Gesamteindruck war eigentlich positiv, also geht das schon so in Ordnung.
P.s.: keine Specials, ausser paar Trailer von anderen Filmen.
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I'm Not There
I'm Not There von Christian Bale (DVD - 2008)
EUR 8,99
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