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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker des absurden Humors
Dies ist ein echtes Slapstick Feuerwerk von Woody Allen und vielleicht einer seiner besten Filme.
Entdeckt habe ich in zufällig Nachts, als ich so durch die Kanäle zappte. Erst habe ich gedacht, was ist das denn für ein Unsinn, doch dann konnte ich mich nicht mehr halten vor Lachen.
Später sah ich dann auch andere Filme von ihm wie z.B "Was...
Veröffentlicht am 12. August 2009 von Stephan R. "Drunken Master...

versus
1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Einschläfer
Wer Woody Allen- Filme, wie der Stadtneurotiker mochte, wird enttäuscht sein! Der Titel und Film Idee, versprechen leider mehr, als erreicht wird. Es hätte ein witziger, sarkastisch angehauchter Schmunzler werden können. ..ist er leider nicht! Scheinbar ein versuchte Hommage an die Charly Chaplin- Ära und an Jazz. Cool-Jazz oder ähnliches...
Vor 21 Monaten von SchauSchau veröffentlicht


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker des absurden Humors, 12. August 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Schläfer (DVD)
Dies ist ein echtes Slapstick Feuerwerk von Woody Allen und vielleicht einer seiner besten Filme.
Entdeckt habe ich in zufällig Nachts, als ich so durch die Kanäle zappte. Erst habe ich gedacht, was ist das denn für ein Unsinn, doch dann konnte ich mich nicht mehr halten vor Lachen.
Später sah ich dann auch andere Filme von ihm wie z.B "Was sie schon immer über Sex wissen wollten" oder "Schmalspurganoven", welcher auch sehr zu empfehlen ist. Doch diese Science-Fiction Satire hat mich bisher, am meisten zum Lachen gebracht.

Ob er die Mehrheit der heutige Generation, zu der ich auch gehöre, noch zum Lachen animiert, weiß ich nicht genau. Ein echter Comedy-Tip ist "der Schläfer" aber auf jedenfall.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Irrsinnig geistreich und wahnsinnig witzig, 22. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Schläfer (DVD)
Mit Der Schläfer ist Woody Allen ein weiterer aberwitziger Geniestreich gelungen. Wie schon in Die Letzte Nacht Des Boris Gruschenko schert er auch diesmal wieder sämtliche menschlichen Belange - ob nun gegenwärtig oder zukünftig, ob Moral und Partnerschaft oder Wissenschaft und Politik - über einen Kamm und reduziert auf ebenso tiefgreifende wie alberne Weise sämtliche Themen auf den kleinsten gemeinsamen Nenner: Sex und Tod.

Der Schläfer landet nach einem missglückten medizinischen Eingriff in der 200 Jahre entfernten Zukunft und muss feststellen, dass sich die Technik zwar weiterentwickelt hat, dabei jedoch die Einsicht und das Verantwortungsgefühl der Menschen sowie ihre moralische Integrität und die Fähigkeit zu selbstständigem Denken irgendwo auf der Strecke geblieben sind. So bewegt sich der Protagonist auf der Suche nach Gleichgesinnten zwischen Rebellion und Flucht und gerät schließlich mitten in einen Putschversuch.

Eine absolut empfehlenswerte Komödie mit einem gnadenlos satirischen Hintergrund in einem futuristisch-grotesken Ambiente.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der beste Film mit Woody Allen, 9. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Schläfer [VHS] (Videokassette)
Miles Monroe wacht nach einer Narkose erst 200 Jahre später wieder auf und versucht sich verzweifelt mit dem Leben im 22. Jahrhundert zu recht zu finden. Wer Woody Allen Filme kennt wird sich denken können, dass jenes Miles gar nicht so leicht fällt.
Der Film ist super. Woody Allens Sprüche sind einmalig und wirklich lustig. Meiner Meinung nach ist "Schläfer" der beste Film mit Woody Allen und man sollte ihn auf jeden Fall gesehen haben.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Jede Menge Slapstick, 25. Februar 2007
Von 
Daniel Zynda (TaoYuan, Taiwan) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Schläfer (DVD)
Nach "Was Sie schon immer über Sex wissen wollten" kam Woody Allen 1973 mit dieser Science Fiction Komödie, die eine Huldigung an die Komik der Stummfilmära sein sollte.

So bietet "Der Schläfer" ungewohnt viel Slapstick für Woody Allen Verhältnisse, die ausschließlich von Jazz untermalt werden. Dies übrigens einer der besten Witze des ganzen Films: Science Fiction mit 20er Jahre Jazz? Auf sowas geniales kommt nur Woody Allen.

Doch eben wegen der vielen Stummfilm Reminizenzen kommt Allens üblicher Wortwitz ein bißchen zu kurz, und klingt meist auch ungewohnt üblich nach "Komödie". In "Der Schläfer" darf Woody einfach mal Grimassen ziehen und eine ganz andere Form von Komödie ausprobieren. Doch ab und an finden wir typischen Woody Allen Humor: So in einer Szene, als man ihm die Aufzeichnung einer "Sportschau" zeigt, weil man vermutete, das in seiner Zeit Menschen zum Ansehen von soetwas verurteilt wurden, um sie zu foltern.

So ist "Der Schläfer" wohl der Film in Woody Allens Schaffen, der sich am meisten auf visuelle Komik beschränkt. Aber beim Ansehen ist einem natürlich trotzdem von der ersten Sekunde an klar, das man es mit einem Woody Allen Film zu tun hat. Wer sonst konnte auf die Idee kommen, solch eine abstrakte Science Fiction Kömödie zu drehen. Ein Jahr später sollte er mit "Die letzte Nacht des Boris Gruschenko" seinem anarchistischen Frühwerk die Krone aufsetzen.

Ach, und in "Der Schläfer" verwendet Woody Allen erstmals die Anfangstitel, die er bis heute in jedem seiner Filme verwendet. Jene schlichten weißen Buchstaben auf schwarzem Hintergrund.
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4.0 von 5 Sternen Dieser Humor ist eine Welt für sich ...., 3. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Schläfer [VHS] (Videokassette)
.... die sich nicht jedem auf Anhieb erschließt. Manchmal gibt es Tage, da sehe ich auch einen Allen-Film. Knochentrocken und sehr tiefsinnig erschließt sich so mancher Gag erst, nachdem man mal eine Nacht drüber geschlafen hat. Für Woody Allen Fans ein Muß, für jüngere Zuschauer interessant wie man früher Filme machte. Besonders nadenken lies mich, ob das häufige ins Bild gleiten des Mikrofonsbaumes von oben, oder das deutlich sichtbare Brett mit Seil bei der Gleitfahrt im Luftanzug über's Wasser, und ähnliche Pannen dieser Art, aus Versehen passierte oder ob es zum Gag gehörte. Auch die sehr schlechte Bild- und Tonqualität läßt über sowas nachdenken. Aber bei Woody Allen muß man auf alles gefasst sein. Alleine als ein Stück Filmgeschichte gehört in jeden Sammlerschrank ein Woody Allen Film. Man sollte den Film mal gesehen habe .... und dann schnell in den Schrank stellen (Nicht so ganz Ernst gemeint, dieser Ratschlag).
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5.0 von 5 Sternen Für Science Fiction Liebhaber :) :), 7. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Schläfer (DVD)
Eine wunderbare Persiflage auf die SF Geschichten der 70 er,und eine gelungene Anspielung auf 1984,mit grosser Leichtigkeit spielt er alle Facetten der bis damals bekannten Ideen zur Zukunft.
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4.0 von 5 Sternen Ein böses Erwachen!, 14. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Schläfer (DVD)
So ein ärgerliches Missgeschick kann wirklich nur einem ängstlichen Hypochonder wie Woody Allen passieren: Wegen eines harmlosen Magengeschwürs lässt sich sein Alter Ego Miles Monroe, ein Jazz-Klarinettist aus New York, der normalerweise ein vegetarisches Restaurant mit dem spritzigen Namen "Zur glücklichen Karotte" am Broadway betreibt, vorsorglich in ein Krankenhaus einweisen, wo man ihn aus Versehen einfriert und in einem Kühlhaus vergisst. Ganze 200 Jahre später wacht Miles in einer schönen neuen Welt auf, die sich allerdings recht bald als kosmische Sauerei entpuppt. Denn er befindet sich nun in einem totalitären Staat, in dem es keinen Platz mehr für Lust und Leidenschaft gibt, weil Männer impotent und Frauen frigide sind, sodass man nur noch mit einem Libidomaten in Stimmung kommt und zum Sex in ein Orgasmatron geht, einer maschinenartigen Kapsel, in der man innerhalb von Sekunden zum Höhepunkt gelangt. Zu allem Überfluss will die Regierung auch noch sein Gehirn mit elektrischen Strömen simplifizieren. Ein Alptraum für Miles, weswegen er sich als Roboter verkleidet und ausgerechnet in die Arme der blasierten Luna flüchtet, einer Dichterin, die zur geistigen Elite des Landes gehört und einen Doktortitel in Oralsex hat. Als die überkandidelte Poesie-Koryphäe den wenig ästhetischen Kopf ihres frisch ausgelieferten Dienstboten in einer Werkstatt austauschen lassen möchte, fliegt die Tarnung von Miles auf. In seiner Verzweiflung nimmt er Luna als Geisel und entführt sie in die Wildnis. Nach einem regen Austausch von Giftpfeilen verliebt sich Miles in die zickige Diva, doch die Polizei spürt das ungleiche Paar auf. Luna kann noch rechtzeitig fliehen, Miles jedoch wird verhaftet und von den Sicherheitsbehörden in eine Anstalt eingeliefert, mit dem Zweck, ihn in monotonen Diskussionsrunden an die Gesellschaft anzupassen. In der Zwischenzeit mutiert Luna zur Guerillakämpferin und befreit den armen Kerl mit Hilfe ihres neuen Schwarms Erno. Trotz seiner Eifersucht auf den muskulösen Rebellenanführer schließt sich Miles dessen Untergrundarmee an und begibt sich mit Luna auf eine geheime Mission, um das mysteriöse Aires-Projekt der Regierung zu stoppen und den Diktator im wahrsten Sinne des Wortes an der Nase herumzuführen.

Es mag sein, dass dieser grobe Abriss etwas konfus, wirr, durcheinander, verrückt, zotig oder gar geschmacklos klingt, aber so ist eben auch dieser Film, dem es zwar ein wenig an Tiefgang mangelt, der aber dennoch Woody Allens schreiend komisches Talent jederzeit zum Vorschein bringt. Die Figuren, die er in den 70er Jahren verkörperte, zeichnen sich allesamt durch bestimmte Stereotypen aus, die auch Miles Monroe besitzt. Egal, was sich Miles auch vornimmt, ständig scheitert er in seinem Handeln, aber genau das ist wiederum sein Erfolg, weil er sich dadurch von allen anderen Männern in seiner Umgebung unterscheidet. Eine feste Beziehung zu Diane Keatons Rolle kommt auch hier nicht zustande, weil Luna stark an der Monogamie zweifelt, was für Miles jedoch nicht weiter schlimm ist, denn die Integration in das Liebesglück würde letztendlich nur seine von Selbstzweifeln durchsetzte Persönlichkeit zerstören. Natürlich ist er sexuell besessen und versucht krampfhaft seine Neurosen zu besänftigen, ohne jedoch dabei sein träumerisches Liebesideal preiszugeben, weshalb es Miles auch arg irritiert, als Luna ihn ohne große Umschweife fragt, ob er denn gern mit ihr sexuell verkehren möchte, was dem ansonsten verkehrswütigen Romantiker die Schamesröte ins Gesicht treibt. Mit Luna verliebt er sich in jenen Typ Frau, der akademischen Intellektuellen stark ähnelt, deren Laster und Schwächen Woody Allen so eindrucksvoll durchschaut und parodiert. Der Knackpunkt besteht darin, dass die dominante Luna trotz aller Liebe ihren Verehrer in mindestens einem Charakterzug abgrundtief hasst, weswegen sie ihm auch so viele Probleme bereitet. Was wiederum ein willkommener Anlass für den verzweifelten Miles ist, launige Spitzen gegen den Feminismus abzufeuern. Trägt Woody Allen etwa gar ein paar linkische Züge in sich? Zumindest pfeift er in dieser originellen Posse im Stile eines Konterrevolutionärs auf politische Korrektheit, indem er außerdem die kollektiv verordnete Beglückung totalitärer Gutmenschlichkeit mit Hohn und Spott überzieht und das ignorante Künstlermilieu in grenzenloser Selbstverliebtheit versinken lässt, während sich die Dogmen von technikgläubigen Pragmatikern in Schall und Rauch auflösen. Denn ein existenzieller Universalist, wie Miles einer sein will, wird hier mit äußerst seltsamen Phänomenen konfrontiert, die ihm die Nackenhaare gewaltig zu Berge stehen lassen. So schlägt er sich mit Backpulver herum, das auf wunderliche Weise Töpfe zum Überlaufen bringt, wird von einem aufblasbaren Hydrovac-Anzug verschlungen, versucht vergeblich mit einem japanischen Flugtornister seinen Verfolgern zu entkommen, blickt beim Rasieren in einen mysteriösen Drehspiegel, der einfach nicht das zeigt, was er zeigen soll, und verrenkt sich beim Verzehr von obskurem Riesengemüse fast den Hals. Solche Situationen sind natürlich eine ideale Steilvorlage, um in Anlehnung an alte Stummfilmklassiker das gesamte Repertoire der Komik abzurufen. Von Ironie, Wortwitz, Slapstick, pantomimischen Grimassenschneiden, der Übertreibung ins Absurde, der Irreversibilität von unangenehmen Zuständen, bis zur Degradierung seiner selbst zu einem Roboter, dessen mechanische Bewegungen im völligen Gegenkontrast zur exaltierten Eleganz der Menschen aus Lunas bizarrer Upper-Class-Boheme stehen, sind hier alle Zutaten dabei, mit der man eine solche Persiflage in flamboyanter Schärfe würzen kann. Der sterilen Perfektion des Futurismus dieses Science-Fiction-Sets setzt Woody Allen seine humane Trotteligkeit entgegen und inszeniert eine originelle Verfolgungsjagd, die musikalisch mit locker-leichten Ragtimes unterlegt wird, die er eigenhändig mit seiner Preservation Hall Jazz Band eingespielt hat.

Neu ist an dieser Wiederveröffentlichung eigentlich nur das Cover. Die Tonspur liegt in mehreren Sprachen lediglich in Mono vor. Da viele Gags in der deutschen Synchronisation auf das hiesige Publikum zugeschnitten wurden, lohnt es sich durchaus den Film noch einmal in Englisch anzusehen (deutsche Untertitel sind vorhanden) Bildformat: 16:9 Widescreen.
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5.0 von 5 Sternen "Intelligente, witzige & treffsichere satirische Komödie!!!", 19. Februar 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Schläfer [VHS] (Videokassette)
"Ein Jazzmusiker, der nach einer Operation im Jahre 1974 eingefroren wurde, wird nach 200 Jahren wieder aufgetaut & versucht, sich in einer total veränderten, computergesteuerten Welt zurechtzufinden..."
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Chaplin lässt Grüßen, 6. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Schläfer (DVD)
Als Miles (Allen), unserer Held", nach einer missglückten OP 200 Jahre später wieder aufwacht, findet er sich in einer Welt wieder, die auf den ersten Blick der Zeit, aus der er kommt so gar nicht gleichen will, der Zukunft eben. Zudem muss Miles feststellen, dass er in einer Welt aufgewacht ist, die unter der Fuchtel eines Diktators steht und man ihn nun als Mittel zum Umsturz benutzen will. Die Wissenschaftler haben ihn nämlich genau zu diesem Zwecke überhaupt erst wieder aufgetaut, und auch um ein wenig was über seine Zeit zu erfahren (da ist er ihnen allerdings keine große Hilfe, da er zu einem Bild Stalins lediglich sagen kann Oh, das war kein so netter Mann"). Und als wäre das nicht schon genug, verliebt er sich auf der Flucht vor den Schergen des Regimes auch noch in eine Frau, die aber gar nicht in der Lage scheint selber lieben zu können - die Zukunft hat eben erkannt, wie unsinnig das ist. Das ist eine ganze Menge Input, der Miles ausgesetzt wird und mit der er nicht so recht umzugehen weiß, was zu einer Ansammlung skurriler Situationen führt - die bekanntesten Szenen sind womöglich die, in denen Allen sich als Hausroboter verkleidet um unentdeckt zu bleiben.
Allen entwirft hier eine futuristische Dystopie, die eindeutig ihre Vorbilder in der Literatur findet. Er kombiniert Elemente aus Werken wie Brave New World" (beispielsweise stehen Sexspielzeuge hoch im Kurs doch scheint Nähe/Liebe zu anderen Menschen nicht mehr selbstverständlich) und auch 1984", wie z.B. das politische System und auch technische Neuerungen wie den Telescreen". Was ich in diesem Zusammenhang für erwähnenswert halte, ist, dass gerade diese Erfindung des Telescreens als Mittel zu Überwachung im Film Modern Times" (von C. Chaplin) seinen Ursprung hat. Doch ist der Telescreen nicht das Einzige, was Allen von Chaplin übernommen zu haben scheint. Die Komik lebt vor allem von den Slapstick-Einlagen, die Allen immer wieder bringt und sehr an die alten Stummfilm-Komödien, allen voran eben Chaplin, erinnern. Dies kombiniert er geschickt mit zynischem Wortwitz und natürlich auch allerhand skurrilen Ideen wie z.B. der Tatsache, dass fetthaltiges Essen für gesund befunden wurde und Fast-Food-Ketten somit boomen.
Wie so viele Dystopien versucht Allen aber vor allem die eigene Gesellschaft zu kritisieren. Allerdings bin ich der Meinung, dass es Allen nicht gelingt seine Kritik zu bündeln. Er vollführt einen Rundumschlag und streift eine Vielzahl von Themen (auch ganz normale Probleme des Alltagslebens, wie z.B. Beziehungsprobleme und Eifersucht) ohne sich festlegen zu können, worauf er sein Hauptaugenmerk legen soll. So kann er in Bezug auf die Darstellung einer erschreckenden Zukunft seinen literarischen Vorgängern nicht das Wasser reichen. Er übernimmt zum einen die Rolle des Künstlers und übt möglicherweise Kritik an seiner eigenen Garde, da sie im Film absolut regelkonform ist und nicht mehr ihre Umwelt zum Thema macht. Gleichzeitig versucht er sich an einer Kritik an der Politik, wenn er beispielsweise sagt, dass ein Machtwechsel eigentlich nur bedeutet, dass der Kopf an der Spitze ausgetauscht wird, die Grundsituation sich jedoch nicht verändert. Zudem macht er sich in gewisser Weise auf einer Meta-Ebene Gedanken um seine eigene Kunst. So sagt er einmal, dass er aus Selbstschutz Witze mache. Es ist natürlich Miles, der das sagt, doch gehe ich davon aus, dass Allen sich damit auch selber meint. Zum einen sicher auf einer rein persönlichen Ebene, aber man kann es womöglich auch so verstehen, dass er der Meinung ist, dass man all den Problemen auf dieser Welt nur mit Humor begegnen kann, wenn man an dieser Welt nicht zerbrechen will.
Diese Einzelaussagen und kurzen Dialoge sind für mich die Highlights des Films, das geistige Futter, das einem auch nachher noch im Gedächtnis bleibt. Doch finde ich das Gesamtwerk nicht immer so genial, da, wie gesagt, es mir zu wenig fokussiert ist und so einiges an seiner Schärfe einbüßt. Dieser Film ist dann auch eher zum Schmunzeln gedacht als zum Brüllen, obwohl er an einigen Stellen lächerlich absurd ist. Wer also eine zum Schreien komische Komödie erwartet, könnte hiermit enttäuscht werden.
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5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker!, 16. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Schläfer (DVD)
Top-Film mit magerem Bonusmaterial. Aber das ist bei diesen Editionen auch nicht anders zu erwarten. Qualität ist gut, Film zeitlos.
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Der Schläfer
Der Schläfer von Woody Allen (DVD - 2008)
EUR 5,95
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